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Die Vereinheitlichung der Schulferien.

3m Zusammenhang mit den gegenwärtig akuten Bestrebungen, die auf eine Vereinheitlichung der Schulferien im ganzen Reiche hinzielen und die besonders auch vorn Reichsgesundheitsamt gefor­dert und unterstützt werden, ist auch die Trage der schulfreien Zeit wieder aktuell geworden. Rach einer Zusammenstellung der Zeitschrift für Schul- gefundheitspflege sind d i e k ü r ze ste n Ferien in Dänemark und Holland. Die ®e- samt dauer aller Ferien macht dort im Schuljahre 77 Tage aus (Ls folgten die deutschen Län­der, die sich auf 85 Tage im 3ahr geeinigt hatten. Dabei sind in Preußen acht Wandertage in Bayern acht Wandertage und fünf katholische Feiertage mit berücksichtigt. Etwas länger sind die Ferren in der Schweiz mit 88 Tagen tm Jahre. Es folgte 3 t a l i c n mit 90 Tagen. Ror- wegen mit 92, Polen mit 93, O e st e r r e r ch hat 98 Ferientagc, wozu sieben katholische Feier­tage, sechs Wandertage und sieben sonstige Feier­tage kommen. F r a n k r e i ch hat 101 und Eng­land 105 Ferientage. Die meisten Serien fallen aus Schweden und auf die Bereinig­ten Staaten mit je 110 Tagen. Was die Be­strebungen nach Vereinheitlichung der Schul­ferien in Deutschland angehen, so befinden sich die Bcrhandlungen der in Frage kommenden Körper- schasten noch in bet Schwebe und ihre vermut­lichen Ergebnisse lassen sich im Augenblick noch nicht übersehen.

Schachts Weltflucht.

Der ehemalige Reichsbankpräsident Dr. Hjalmar Schacht benutzt das Ausscheiden aus seinem bis- Ijengcti Amt augenscheinlich dazu, auch alle an­deren Verbindungen zum öffentlichen Leben abzuschneiden, um sich ganz als Pri ° » a t m a n n aus seinen Landsitz zurückzuziehen Er hat nämlich durch ein vervielsältigstes Schreiben allen Vereinen und öffentlichen Ein­richtungen der Politik und Wirtschaft, denen er bisher angehört hat, Mitteilung von dem Verzicht aus seine Funktionen gemacht So ist er auch aus dem Kuratorium der Hochschule für Poli­tik ausgeschieden, aber auch eine ganze Reihe an­derer Aemler in dieser Art sind von der gleichen Mitteilung überrascht worden. Es scheint, daß ihn nicht nur rein sachliche Erwägungen bestimmt haben, ein Teil der Aemler galt dem Reichsbank­präsidenten und nicht so sehr der Persönlichkeit. sondern dah auch starke persönliche Enttäuschung und Mißstimmung ihn zu diesem radikalen Abbruch mit allen Stätten seines bisherigen Wirkens oer- iinlaßt hat

Schweres ZHotorraöunglürf.

Auf der Landstraße Borna-Leipzig hinter Gestewitz tarn einem in Richtung Leipzig fahrenden Personenkraftwagen ein Motorradfahrer entgeaen, der ungefähr 10 Meter vor dem Kraftwagen plötz­lich in die Mitte der Straße st e u c r t e und direkt in den .Kraftmagen h i n e i n f u h r. Der Führer des Motorrades wurde auf der Stelle ge­tütet. Ein auf dem Soziussitz mitfahrender zwölf­jähriger Knabe wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wo er noch am Abend seinen Verletzungen erlegen ist Das Motorrad, das von dem Kraftwagen eine Strecke weit mit- geschleift wurde, wurde vollständig zertrümmert

Mil einem Geldschrank in die liefe gestürzt

3m Hause Oranienburger Straße 15 Berlin sollte ein Geldschrank abtranvportiert werden Ale sich d.e Arbeiter mit dem Inhaber der Transportfirma auf d e m Treppenabsatz im zweiten Stockwerk be­fanden, strauchelte einer der Träger, so daß der etwa 25 Zentner schwere Geldschrank mit voller Wucht a u s das Geländer stürzte, dieses durchbrach und den Geschäftsinhaber Hans Jung nut sich reißend, bis in das Erdgeschoß h , nabfieI Die anderen Arbeiter konnten recht- zeit g beiseitespringen. Jung wurde mit lebens­gefährlichen Verletzungen nach der Klinik gebracht.

Ausbruch au» einem Berliner Zellengefängnis

Aus der 3rrenableilung des Zellengesang. nisses in der Lehrter Straße ist der zu lebensläng­lichem Zuchthaus verurteilte Mörder Goldbach zusammen mit einem gewissen Schröder, der wegen schweren Diebstahls zu einem Jahr zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden war, aus- gebrochen. Vergangene Rächt war in einem Schlafsaal der 3rrenabteilung große Unruhe entstanden, als einer der Leute von Krämpfen befallen wurde. Während das Pflegepersonal mit dem Ruhestiften beschäftigt war, waren Goldbach und Schroder aus ihrer Zelle entwichen. Die Eissntraillen vor den Fenstern waren verbogen. Beide waren hindurchgeschlüpft, hatten sich von einem benachbarten Dach an einem Seil hinabge­lassen und waren entkommen.

Line Petroleum-Uebcrfdjrocmmung in Oklahoma

In der Umgebung der Stadt Oklahoma (USA.) wurde eine Petroleumquelle angebohrt, deren Ausiluß innerhalb weniger Tage 2000 Faß stündlich erreichte. Das Bolumen der ausströmenden Gase wird auf 200 Millionen Kubikfuß täglich geschätzt Eine große Anzahl von Arbeitern ist damit beschäftigt, die gewaltigen Petroleummengen einzudämmen die die ganze Umgebung überschwemmen, die Fel­der verderben, die Häuser unbewohnbar machen und der Gefahr einer Brandkatastrophe aus­fetzen

Lin transatlantischer Dampfer von Eisbergen blockiert.

Der Cunard-Dampsei ,A l a u n i s", der sich a u f der Fahrt von London nach Reuyork befindet, berichtet durch Funkspruch, daß er am Donnerstag an der Südspitze der Großen Sandbank von Neufundland, die sich auf der Hauptroute der transatlantischen Dampfer befindet, zwei Stunden lang die Fahrt unterbrechen mußte, weil er o o n acht Eisbergen, die sich in Hufeisenform um ihn gelagert hatten, nahezu eingeschlossen war Der Dampfer meldet daß er 22 weitere Eis­berge angetroffen habe, die südöstlich von Neufund­land auf der großen transatlantischen Schiffahrts- route treiben

Schiffsunglück auf dem 6olumbia-5luft.

Das Vergnügungsboot ..Swan", auf dem sich eine durch zwei Decks gehende große Tanz­halle befindet, wurde bei St. Helen am Ko« lumbiafluh im Staate Oregon (US 21.) von dem Kettendampfer ..Davenport" gerammt. Der Bug desDavenport" zersplitterte die ©eiten- wand derSwan" und drang tief in das Tanzdeck ein, auf dem sich gerade eine große Anzahl von Tanzenden befand Bier Per­sonen wurden getötet. 12 verletzt, und einige weitere werden noch vermißt. Da das Dergnü- gungsboot auf eine Sandbank auflief und so vor dem Sinken bewahrt wurde, konnte die Wehrzahl der 286 Passagiere ohne Schwierigkeiten rasch gerettet werden. Der Dampfer, der dieSwan" im Schlepptau hatte, wurde bei dem Zusammen- stoß leck und sank.

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Der Dichter Friedrich Schnack, geboren am 6. März 1888 zu Rieneck in Unter- fronten, erhielt den jetzt erstmals verteilten Preis der Preußischen Dichterak ^cmie in Höhe von 5000 Mark für sein Gesamtwert Der Dichter, der als Lyriker und Erzähler Hervorragendes geleistet hat, ist ebenso wie sein jüngerer Bruder, Anton Schnack Mitarbeiter des Gießener Anzeigers

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 1. April 1930.

Oer 1. April.

Der Jahresanfang lag nicht immer beim 1. Januar, sondern früher beim 1. März. Daher ist auch der Februar als letzter Monat des Jahres mit den übrigbleibenden 28 bzw. 29 Tagen zu kurz gekommen. Die Feste zum Früh­lingsanfang. meist am 1. April begangen, gehen auf uralte germanische Bräuche zurück, und es ist wahrscheinlich, daß bereits damals die Sitte auftam, die lieben Mitmenschen zu verulken oder - wie wir heute sagen - in den April zu schicken. Zum Teil wird angenommen, dah die Osterfestspiele diesen Brauch gewissermaßen ge­boren hatten, denn bei den Passionsspielen des Mittelalters wurde belannLU) Christus gemäß den Hergängen in der Bibel, von Pontius zu Pilatus, von Hannas zu Kaiphas geschickt. Und dieses Hin- und Herschicken Christi soll nach der Ansicht der Gelehrten den Anstoß gegeben haben, auch die Bekannten und Berwandten am 1. April hin- und herzuschicken, d h zum Barren zu halten

Wie dem auch sei, die genauen Zusammenhänge lassen sich heute nicht mehr klären. Wir wissen nur, daß auf der ganzen Welt der 1. April mit Vorsicht zu genießen ist, zum mindesten ober die Botschaften, die einen an diesem Tage erreichen Einen der älte­sten historischen Aprilscherze leistete sich der eigen­willige und derbe P e t e r de r G r o ße der im Jahre 1720 vor Petersburg durch seine Soldaten riesige Holzstapel anzünden ließ und dann den tau­senden von erschreckten Einwohnern, die bereits glaubten, man habe ihre Stadt in Brand gesteckt, auf dem Pferde entgcgensprengte und sie auslachtc: .April! April, Ihr Narren!" Friedrich der Große hatte bekanntlich keinen Sinn für Humor, doch "Jl a p o l e o n hat mehr als einmal durch feine Kuriere Botschaften überbringen lassen, die fast im­mer ausgeführt wurden und sich später als April scherze herausstellten Nur einmal ist auch Napoleon hereingefallen, als er nämlich am 1. April 1805 Murat einen Befehl schockte, den dieser für einen Aprilscherz hielt Murat lieh bestellen, die Ordre sei ausgeführt und machte sich damit, daß er es nicht tat, ebenfalls einen Scherz, den er sich als Schwa­ger des Kaisers erlauben durfte.

Es ist eine alte Erfahrungstatsache. dah die Menschen auherordentlich leichtgläubig sind, wenn ihnen etwas mit dem nötigen Unterton der Ueberzeugung erzählt wird Sehen sie aber etwas schwarz auf weih oder gar gedruckt, dann wagen sie nur in den 'seltensten Fällen zu zweifeln. So erging es vor wenigen Jahren vielen tau­send Bewohnern von London, die auf ein Zei­tungsinserat hin nach einem Borort Pilgerten und dort eine leere Halle stürmten, weil sie ge­lesen hatten, dah dort die größte Eselausstellung Europas eröffnet werde 3n Wirklichkeit waren sie selber die Esel, und tatsächlich hat niemals eine größereEsel-Ausstellung" in Europa statt- gesunden! Und vor zwanzig Jahren pilgerten viele hundert Mensch.-n eines Sonntags morgens aus Saarbrücken nach den Spicherer Höhen, weil sie in der Zeitung gelesen hatten, dah junge Burschen die beiden auf dem Schlohplatz stehen­den chinesischen Kanonen dorthin geschleppt hätten. Erst auf dem Heimweg wurde ihnen klar, dah sie einem Aprilscherz aufgesessen waren. Dah der Dau der Iungfraubahn auf einen April­scherz zurückgeht ist wohl auch nicht überall be­kannt. 3m 3ahre 1892 wurde am 1. April in einer Berner Zeitung geschrieben, man habe be­schlossen. aus den 3ungfraugrat eine Bergbahn zu bauen, und zwar wurde ganz genau der Weg beschrieben, den die Bahn nehmen werde. Da damals derartige Berqbahnen in das Gebiet der Zukunftsmusik gehörten, nahm jedermann die Sache als das, was sie war. nämlich als einen guten Aprilscherz. Doch der Züricher Bankier Guyer-Zeller witterte ein gutes Geschäft, ließ sich die Genehmigung zum Bau erteilen und hat sie im Jahre 1894 tatsächlich bauen lassen.

Vornotizen.

- Tageskalender für Dienstag. StadttheaterMadame Duferfly" 19 bis 22 Uhr. - Christlich-sozialer Bol.'sdienst Öffent­liche Bersammlung. Vortrag über das Thema Ein letzter Versuch", 20 Uhr. in der Herberge zur Heimat - Lichtspielhaus BahnhofstraßeDer weihe Harem" undRiss und Raff die grauen- Helden"

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns efd)rieben: Das heutige OperngastspielMa­dame Butterfly" beginnt um 19 Uhr Morgen, Mittwoch 2 April, erste Wiederholung des Büchner- AbendsWoyzeck" undLeonce und Lena". Frei­tag zum letztenmalDer letzte Lord" In Vor­bereitungLouis Ferdinand. Prinz von Preußen" ein Drama von Fritz von Unruh Am Montag, 7. April, findet ein Curt-Götz-Gastspiel statt.

Verlegung des morgigen Vor - stellun gsbeginns im Stadttheater Die BorstellungWoyzeck" undLeonce und Lena" beginnt am Mittwoch, 2. April, nicht, wie fälschlicherweise auf dem Plakatanschlag an-

Oie Wetterlage

gegeben ist, um 20 Uhr, sondern bereits um f 19 V, Uhr.

Der Goethe-Bund schreibt uns: Roch kurz vor dem tragischen Tode Hugo von Hof- mannsthals wechie.re der Goethe-Bund mit dem Dichter Briefe: die Aussicht war begründet, ihn in Giehen am Bortragslisch zu sehen Wenn I sich daher die 3ntendanz des Stadttheaters und der Goethe-Bund entschlossen haben, in einer gemeinsamen Veranstaltung das Andenken des

31. März: abends 11,6 Grad, am 1. April, morgens

6,4 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 10 Stunden.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Mittwoch, den 2. April.

Johanneskirche. 18 Uhr: Passionsandacht: Pfarrer Ausfeld.

Die Gedenkrede

gens 5,2 I_____6-------- ----, ----------

Grad Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am

Oberheffen.

Landkreis (Hicszcn

e Das ideale «m Abführ-KonfekJ

Den berg wird hierbei als Gast mitwirken, wird Dramaturg Dr. Karl

0 woiKenios o nritez <> naiD DtdecM. ® woiKig ® ordern Rtaei^

* Schnee ÄtreuPem e NeDCI K Gr*ht'er.(g)Wind5tille.O' leichte' Osi Tiasnae» Südsüdwest sli/rmscne- lordwesl Bit Piene fliegen mit dem wrnat Oie oeiden Stationen stenenoen Zah­len geoen ce Temperatui an Oie un>en verenden Orte mit oieichegfc tu« Meeresniveau umoerechneten Luftdruck

Lvcttcrvornussagc

Der hohe Druck im Nordosten hat die Vorherr­schaft behalten, und in feinem Bereich hat auch über Deutschland das seitherige Wetter weiter stand- gehalten, so daß die neue Atlantikstörung ihren Einfluß noch nicht geltend machen konnte Da sie jedoch weiter an Energie gewonnen hat, dürfte es aUm.** l.d) zu dem bereits angekündigten Witte» rungsumschlag mit Niederschlägen kommen.

Wettervoraussage für Mittwoch. An­fangs noch dunstig, aufheiternd, dann Bewölkungs­zunahme mit Niederschlagsneigung, mild, südwest­liche Winde.

Lusttemperaturen am 31. März: mittags 14,1

Ritter halten. (Siehe heutige Anzeige.)

Gictzencr rsochcnmarktp reise.

Gs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt. Butter 140 bis 170, Matte 30 bis 35. Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 20 bis 35, Weißkraut 8 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 25 bis 30, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 15 bis 20. Rosenkohl 35 bis 40. Feldsalat 150 bis 180, Tomaten 70 bis 80, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 50 bis 70. Schwarzwurzeln 40 bis 6C, Kartoffeln 4' . bis 5, Aeplel 10 bis 15, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenyühner 100 bis 120. Nüsse 50 bis 80 Ps. das Pfund, Tauben (Stück) 70 bis 80, Eier 10, Blumenkohl 50 bis 100, Salat 25 bis 30, Endivien 20 bis 60, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 20. Sellerie 10 bis 40 Pf. das Stück. Radieschen Bd. 15 bis 20 Pf.: Kartoffeln der Zentner 3.80 bis 4 Mk

Grad Celsius, abends 9,1 Grad: am 1. April: mor« Grad. Maximum 14,3 Grad, Minimum 2,2

" Dtenfliubiläum bei der Reichs­bahn. Am 1 April feiert der Reichsbahninspektor Heinrich Kitffmüller, DienststeUenleiter der hiesigen (Eilgutabfertigung, der Fahrkartenausgabe und der Gepäckabfertigung sein 25. Dienstjubiläum.

* Eine verlorene Polizethund- marke. Das Polizeiamt teilt mit: Bor etwa drei Wochen ist das Halsband eines Polizei- I Hundes mit anhängender Dienstmarke und der Aufschrift ^Polizeihund 24 Dolksstaat Hessen" verlorengegangen Eine Ablieferung der Hunde­dienstmarke ist bis jetzt nicht erfolgt, ilm einer mißbräuchliche Benutzung derselben vorzubeugen, wird sie hiermit als ungültig erklärt.

Deutscher Liedertag. Der Deutsche Sängerbund hat für den 30. 3uni, 11 Uhr. einen Deutschen Liedertag vorgesehen. An die­sem Tage sollen auf allen öffentlichen Plätzen im Reiche Volkslieder oder oolkstum iche Lieder zum Vortrag gebracht werden. Eine kleine An­sprache soll auf die Bedeutung des Tages Hin­weisen. Der Hessische Sängerbund hat seine Bun­desvereine auf diesen Tag hingewiesen und stellt es den Vereinen anheim, eine kleine Feier in obigem Sinne zu veranstalten.

** Der Riesenzirkus Sarrasani pas­sierte heute mit drei Sonderzügen von je 60 Wagen die hiesige Station um für sechs Tage in Koblenz zu gastieren Die Züge machten mit ihren sauberen blau und weiß gestrichenen Wagen einen inter- I effanten Eindruck

** Eine Schau von Dickhäutern (Eie fanten. Flußpferden usw.) wird während der Messe von dem Zirkus Sarrasani auf dem Trieb in Gießen veranstaltet und heute nachmittag eröffnet. Der Zirkus passierte heute in drei Sonderzügen die hiesige Station und mußte hier wegen Heißlaufens einiger Wagen eine Anzahl (Elefanten, Flußpferde usw. zurücklassen. Während die sehr gutmütigen Ele­fanten sich angefettet im Freien tummeln können, ist das Bassin an der Volkshalle zu einem Plansch decken für die Flußpferde und Nashörner hergerichtet worden. Der Zutritt ist für jedermann frei.

' Geschäftsjudtläum. Die Firma 3. D. Häuser in Gießen, Neustadt 56/58, kann am heutigen 1. April auf ihr 25jähriges Bestehen I unter der Leitung des gegenwärtigen Inhabers Kaufmann Häuser zurückblicken. Gegründet im Jahre 1890 von dem Kaufmann 3. Happel ging die Firma am 1. April 1905 in den Besitz des Kaufmanns 3. B. Häuser über. Das Unternehmen wurde von dem neuen Besitzer zunächst nur in dem Stammhaus, Neustadt 56, weiter betrieben, zugleich mit einem Ofen- und Herdelager in der Nodheimer Straße 42. Ende 1924 wurde das Geschäft dadurch erweitert, dah auf einem im Jahr 1921 von der Firma Georg Philipp Gail erworbenen Gelände am Os- waldsgarten ein großes Lagerhaus errichtet wurde, das in seinen Einrichtungen mit allen neuzeitlichen Errungenschaften ausgestattet ist. Infolge der fortdauernden Vergrößerung des Geschäftsumfanges erwarb der Firmeninhaber 1928 das Anwesen des früheren Saalbau Sauer, Ecke Neustadt/Oswaldsgarten, hinzu und richtete auch in diesen Gebäuden große Lagerräume ein. Welche Ausdehnung die Firma seit 1905 unter ihrem neuen Inhaber genommen hat, ist daraus ersichtlich, dah Herr Häuser das Geschäft bei einem Personalbestand von zwei Angestellten übernahm, während er heute zweiundzwanzig Angestellte beschäftigt. Sowohl im Einzelhandel, wie auch im Engros-Geschäft der (Sifentoaren- branche ist die Firma mit ihrem Geschäftsbetrieb in Giehen und in der weiteren Umgegend als eines der führenden Unternehmen in dieser Branche anzusehen In der hiesigen Geschäfts­welt kann sich die Firma Häuser des besten Ansehens erfreuen. Aus Anlah ihres Jubiläums hat die Firma für die Zeit vom 1. bis 14. April ein Jubiläums-Preisausschreiben veranstaltet, über das in unserem gestrigen Anzeigenteil nä­heres mitgeteilt wurde.

** Gast Hausjubiläum. Am heutigen 1 April kann der Inhaber der Metzgerei und Gast­wirtschaft G u st a v Müller in Gießen, Ecke Bahnhofstraße und Schanzenstraße, auf das 25jährige Bestehen seines Unternehmens zurückblicken. Die Gaststätte Müller erfreut sich in ihrem Besucherkreise großer Wertschätzung.

* Verkchrsunfall. Gestern gegen 16.30 Uhr ereignete sich in der Neustadt Ecke Hamm- strahe ein schwerer Verkehrsunfall Dort wurde die 14 Jahre alte Else Hillgärtner, Rod­helmer Strafte 40 wohnhaft, die auf einem Fahr­rad sitzend gerade ihre Maschine umdrehen wollte, hinterrücks von einem Auto angefahren und vom Fahrrad geschleudert Das bedauernswerte Mädel erlitt dabei einen Beinbruch und muhte von der Sanitätsmannschast der Feuerwache der Chirurgi­schen Klinik zugeführt werden. Der Lenker des Kraftwagens kümmerte sich in unverantwort­licher Weise nicht im geringsten um das ver­unglückte Kind, sondern fuhr mit seinem Fahr­zeug, angeblich einem Opel-Zweisitzer, schleunigst durch die Hammstraße auf und davon Hoffentlich gelingt es. den Fahrer ausfindig zu machen.

und Darren wurden mit Beifall auf genommen. Die Singspiele der Mädchen wurden sehr schön vorgeführt. Durch die Mitwirkung der Der- banosr.egc dcs Südwead. u.sch.nTurnerbundes er­fuhr der Abend eine wesentliche Bereicherung und es wurden hier schöne EinzeUeistungen an den verschiedenen Geräten gezeigt. Ganz beson­ders sind die Freiübungen des Turners D i e rau ju erwähnen, die auch den verdienten Bei­fall ernteten. Lehrer Zoller. Hausen. Vor­sitzender des Südwestdeutschen Turnerbundes, wies in treffenden Worten auf den Wert des Turnens zur Gesunderhaltung des Körpers und des Geistes hin Besonders dienlich sei es der Jugend, denn wo eckter Turnergeist herrsche, wirke er sich auch im Volke aus. Bon der Ge­sangsabteilung des Vereins wurden einige passende Chore vorgetragen, die sich würdig in den Rahmen des Ganzen einfügten

Wieseck, 30. März Im geschmückten Koch­saal der hiesigen Mädchensorlblldungsschu.e veran­staltete heute unsere Handarbcltslehrerln, Fräulein Schmidt, eine Handarbeitsau-st ellung, die Eltern und Freunde der Schule einen wertvollen Einblick in die Leistungen der Kinder auf diesem Gebiet und in die Bedeutung dieses Unterrichts­faches für das spätere Leben der Schülerinnen bot Die nach Schuljahren geordneten Arbeiten führten die Fortjchritle der kindlichen Leistungen mit zu- nehmendem Alter klar vor Augen und zeugten von zielbewußter Arbeit und methodischem Geschick der Lehrerin. Die Erzeugnisse der untersten Jahrgänge waren angesichts der hohen 'Klassenstärken, die den Handarbeitsunterricht besonders belasten Wieseck hat zwei Klassen mit über 60 Schülern recht er­freulich Und die oberen Jahrgänge warteten mit selbstgefertigten Wäschestücken auf, die den Schüle­rinnen wie ihrer Lehrerin alle Ehre machten. Da­neben kam die Kenntnis im Wäscheausbessern zu ihrem vollen Recht Unter den Arbeiten der Fort­bildungsschülerinnen verdient eine Nadelmalerei von Ottilie Rodenhausen, das Heidelberger Schloß darstellend, lobende Erwähnung. Die Aus­stellung erfreute sich eines regen Besuches durch jung und alt und hals so an ihrem Teil mit, das Interesse der Bevölkerung an der Arbeit der Schule zu wecken und zu vertiefen

* Annerod, 31 März Der Weißbinder Karl Schäfer und seine Ehefrau Margarethe, geb Dürr, feierten am ^9. März in bester körper­licher und geistiger Frische das Fest der Golde­nen Hochzeit.

* H u n o c n, 31. Marz. Der heutige Schweine- markt war mit 466 Ferkeln beschickt Man bezahlte für fünf bis sechs Wochen Ute Tiere 22 bis 30 Mk., sechs bis acht Wochen alte 31 bis 40 Mark, neun bis zehn Wochen alte 41 bis 48 Mk., elf bis dreizehn Wochen alte 49 bis 56 Mk. Nach lebhaftem Handel verblieb geringer Ueberftanb.

£ Wieseck. 31. März Am Samstagabend hielt der Turnverein 1 8 6 2 W i c f c d , Mit­glied des Lahn-Dünsberggaues. eine Werbe- veran Haltung im Saale von Gastwirt Braun ab. die sehr gut besucht war. Nach der Ansprache durch den Vorsitzenden des 'Vereins zu früh Heimgegangenen in würdiger Form zu I eine Schülerin einen

feiern, so wird sicherlich dieser Akt der Pietät Rührungen der Turnerinnen and der 6»ukrin. allseits Anerkennung finden Zur Aufführung n«n am Pferd und Barre^ sowie die der Schu kommt Hofmann^thals BühnenwerkSer Tor > am Darren und der Aktiven an Reck Pferd und der Tod". Frau Auguste Prasch-Gre-

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