schen Sparkassen - und Giroverbandes in Darmstadt, wohin er seinen Wohnsitz verlegte. Ende November 1926 gab.er seines neuen Wirkungskreises wegen seine Zulassung als Rechtsanwalt auf.
Seine erstaunliche Schaffenskraft, seine nie er« lahmende Schaffenslust und fein scharfer Sinn für die praktischen Interessen der Behörden, der Justiz- und Verwaltungsorgane aller Zweige, sowie des Volkes ließen diesen erfahrenen Anwalt des Rechts, dem stets des Volkes Wohl oberstes Gesetz war, auch eine höchst wirksame rechtsliterarische Tätigkeit entfalten. So ist Heinrich Reh Herausgeber der Sammlung hessischer Verwaltungs- undDerfajsungsgesetze, insbesondere einer kommentierten Ausgabe der Hessischen Verfassung, sowie Begründer und Mitherausgeber der Gesetz- Sammlung für den Volks st a a t Hessen tReh-Heyer-Gros'sche Sammlung), die die fest dem Jahre 1819 erschienenen hessischen Gesetze und Verordnungen in ihrem heute geltenden Wortlaut bringt. Reh ist auch der Verfasser eines Kommentars zum Hessischen Feld- und Forststrafgesetz.
Wer dazu weiß, daß Heinrich Reh als ange- sehcner, kenntnisreicher Rechtsanwalt und als Notar außerdem eine umfangreiche Praxis ausübte, daß er heute noch wie in jugendlicher Schaffenskraft ein umfangreiches Amt ausfüllt, daß er Mitglied des Vorstandes des Deutschen Sparkassen- und Girooerbandes und des Ausschusses für das Sparkassenpersonal dieses Verbandes, ferner Mitglied des Der» waltungsrates der Hessen-Nassauischen Lebensversicherungsanstalt in Wiesbaden und stellvertretender Vorsitzender der Hauptversammlung dieser Anstalt und schließlich nach der am 1. Januar 1930 erfolgten Vereinigung der Hessischen Girozentrale und der Kommunalen Landesbank zur Landeskommu- nalbank — Girozentrale für Hessen auch Vorsitzender des Arbeitsausschusses dieser Bank ist, den erfüllt Bewunderung für das Wirken dieses rastlos schaffenden Mannes, der an der Schwelle des Greisenalters, aber in voller körperlicher und geistiger Frische noch mitten in seinem arbeitsreichen Wirkungskreise stehend, trotz seiner vornehmen Bescheidenheit wie selten ein anderer das Goethewort auf sich beziehen darf:
„Denn ich bin ein Mensch gewesen Und das heißt ein Kämpfer fein."
Möge ihm seine Schaffenskraft und Gesundheit zum Segen für viele noch lange Jahre erhalten bleiben.
Oberhessen.
Beisetzung des Pfarrers Nebel.
□ Laubach, 27. Febr. 2lm gestrigen Vormittag wurde Pfarrer Rebel's sterbliche Hülle in die Stadtkirche überfuhrt und der Sarg vor dem Altar, von dem aus der Verstorbene fast 34 Jahre lang das Wort Gottes zum Segen der Stadt verkündet hatte, aufgebahrt. Alm 3/»4 Llhr nachmittags versammelte sich in der Kirche, die bis auf den letzten Platz beseht war, die Einwohnerschaft Laubachs zu einer eindrucksvollen Trauerfeier. Aach dem Gesang der Gemeind« „Ich habe nun den Grund gefunden" hielt Dekan Volp (Laubach) die Gedächtnisrede, wobei er feinem verstorbenen Amtskollegen und Freunde in herzlichen Dankesworten große Anerkennung zollte und ihn als wahren Christen un> Diener seiner Kirche bezeichnete. An die kirchliche Trauerfeier anschließend bewegte sich ein stattlicher Trauerzug durch die Straßen der Stadt. Aeben der gesamten Devölkerung Laubachs waren von nah und fern Bekannte, Freunde und Amtskollegen in großer Zahl, darunter auch der Superintendent der Provinz Oberhessen, Oberkirchenrat Wagner (Gießen) erschienen, um den überall beliebten und geachteten Pfarrer auf seinem letzten Wege zu begleiten. Am Grabe widmete nach dem Gesänge des hiesigen Kirchenchores Dekan Widmann (Gedern) über „Gottes Wort von der menschlichen Hinfälligkeit" dem Entschlafenen einen ergreifenden Aachruf. Die Einsegnung erfolgte nach vorausgegangenem Gesang des Schülerchores durch Dekan Volp. Es legten Kränze nieder: Oberreallehrer L A. Gerhard für den Kirchenvorstand, Dr. med. Philippi für das Gräfliche „Johann-Friedrich- Stift" und Krankenhaus, Bürgermeister H ö g y für die Stadt Laubach, Dekan Widmann (Gedern) für das Dekanat Schotten, Dekan Guß» mann (Kirchberg) für den Pfarrverein, Pfarrer Ausfeld (Gießen) für die lutherische Konferenz in Oberhessen, Pfarrer Draudt (Lich) für den Oberhessischen Verein für Leipziger Mission, Pfarrer Koch (Höchst L O.) für die dortige Gemeinde, wo der Verstorbene früher segensreich gewirkt hatte, Wiesenwärter S i l h s namens des Kirchengesangvereins, Anna Diehl für den kiesigen Mädchenverein, Frieda Peter für die Schule und Dekan Volp für die Kleinkinderschule..
Mit dem Ableben unseres langjährigen ersten Stadtpfarrers Aebel hat nicht allein die Kirche, sondern auch unsere Stadt einen schweren Verlust zu beklagen. Ein Mann mit offenem, treudeutschem Charakter ist von uns geschieden, der in Laubach seine zweite Heimat gefunden hatte. In seinem steten Sorgen für das Wohl seiner Gemeinde, deren Achtung und Wertschätzung er genoß, zeigte sich seine Liebe zu Laubachs Einwohnern. Auch als eifriger Forscher der Laubacher Geschichte hat er sich durch das von ihm verfaßte Werk: „Alt-Laubach und seine Bewohner" bei der Aachwelt eine bleibende Erinnerung geschaffen. Ehre seinem An- denken!
Tagung der Nauheimer Hoielindustrie.
Bad-Nauheim, 27. Febr. Die Hoti na (Hotelindustrie) hielt gestern ihre gut besuchte Generalversammlung ab. Der Vorsitzende, Hotelier Eikermann, betonte in seinem Jahresbericht, daß die Fremdensaison 1929 nicht in allem den auf sie gesetzten Erwartungen entspro- chen habe. Die Ungunst der Wirtschaftslage habe sich in besonderem Umfange gellend gemacht. Die Aus- enchallsdauer der Gäste sei wesentlich kürzer geworden. Eine sehr ernste Zeiterscheinung sei die wei- ter« Abwendung von den Hotelbetrieben zu den Prioatvermielern. Der Verzehr der Gäste sei weiter zurückgegangen und damit auch der Betriebsumsatz Im Anschluß an den Geschäftsbericht schlug Han- delskammersyndikus Dr. Göbel mehrere Satzungs- änberungen vor, die Annahme fanden. Dann wurde die Pre-isfestsetzung für die kommende Saison eingehend besprochen. Im Zusammenhang damit machte der Vorsitzende ausdrücklich dar- aus aufmerksam, daß nach den Richllinien des Reichsverbandes der deutschen Hotels für Ortsge. spräche 20 Pf. und für Ferngespräch« die amtlichen Gebühren zuzüglich 5 o.H. Zuschlag, mindestens
r
Oberhessischer Kunstverein
Oie Jahres-Hauptversammlung.
Der Oberhessische Kun st verein hielt am vorigen Montag im Stadthaus« seine ordentliche Mitglieder-Versammlung ab.
Dem zu Punkt 1 der Tagesordnung von dem Vorsitzenden erstatteten
Jahresbericht
sei entnommen, daß im Jahre 1929 wieder 7 Ausstellungen von Werken der Malerei, Graphik und Plastik stattfanden, denen in den ersten Januartagen eine Veranstaltung der Brühlschen Druckerei anläßlich ihrer Hundertjahrfeier vorausging, die deren künstlerische Druckerzeugnisse aur Schau brachte, damit aber auch einen lehrreichen ueberblick über die Entwicklung der Schriftzeichen verband und sich regen Besuchs erfreute. Hiernach stellten aus:
Im Januar/Februar verschiedene Künstler: Karl Lenz (Erdhaufen), Oskar Achenbach (Runkel), Küche S p e n g e l (Hamburg), Franz Hecht (München), L. Becker-Emmerling (Darmstadt).
Im Februar/Mürz: Otto Jung (Stuttgart), Conrad Felix müll er (Dresden).
Im April: die Künstlergruppe Jung-Westphalen (acht westphälische Künstler).
Im Mai/Juni: Frankfurter Künstler: A. Weber- Scheid, L. von Schauroth, Joh. Belz, K. Stork.
Dom 16. Juni bis 14. Juli fand anläßlich einer Jubiläumsfeier des Gleibergvereins eine Ausstellung von Bildern aus Gleibergs alter und neuer Zeit statt, an welcher sich das städtische Museum, zahlreiche Privatpersonen und Künstler mit Werken verschiedenster Art beteiligten.
Nach der dann folgenden Ferienpause kamen im Oktober, November Gemälde. Aquarelle und Zeichnungen Düsseldorfer ftünftler, Professor Jung- Hanns und mehrerer Schüler zur Schau.
Der Schluß des Jahres bildete wieder die „W e i h- nachts - Ausstellung: Künstlerhilfe 1 9 2 9", bei der 26 hessische, meist oberhessische Künstler mit mannigfachen Arbeiten vertreten waren und mit welcher wieder eine Verlosung in der Ausstellung an getaufter Kunstgegenftände verbunden wurde. Loseabsatz und Umsatz blieben gegenüber den Ergebnissen der vorausgegangenen Jahr« zurück. Der Umsatz betrug 4340 Mk. (gegen 5829 in 1928 und 4759 in 1927), verkauft wurden nur 2360 Lose (gegenüber 3528 in 1928). Das Publikum zeigte sich in letzterer Hinsicht zurückhaltend, da die Serienblätter, welche im Vorjahr« verlost wurden, teilweise seinen Beifall nicht gefunden hatten. Der Vorstand hatte dies« nicht unbegründeten Bemängelungen an die Zentralstelle nach Darmstadt weitergegeben und bei der diesjährigen Auswahl mitgewirkt: nach seinen Wahrnehmungen haben die nunmehr verlosten Blätter (San Franziskus) von K l i p st e i n, Laubach und 2 Landschaften von Antlitz, Offenbach (Balkan), und Posch, Darmstadt (aus Florenz), allgemeinen Beifall gefunden. Immerhin konnten mit dem Lose-Erlös von 1180 Mark außer dem Preis für die 240 Serienblätter im Betrag von 331 Mark noch 15 Eipzelgewinne im Nettopreise von 736 Mark, bestehend in Oelgemälden. Aquarellen, Zeichnungen und Werken der Graphik zur Verlosung angekauft werden. Der Oberhessische Kunstver- eln erwarb aus der Ausstellung 4 Werke im Wert von 187 Mark für seine eigene Jahresausstellung, außerdem wurden Anrechtscheine seiner Mitglieder im Gesamtbetrag von 650 Mark zu Ankäufen in der Ausstellung verwendet. Auch der Staat und die Provinz hatten die „Künstlerhilfe" wieder durch Ankäufe gefördert, so daß erfreulicherweise fast alle ausstellenden Künstler Absatz finden konnten. Die Unkosten des Vereins, zu denen das Kultusministerium einen Betrag beigesteuert hatte, wurden gedeckt. Bei den übrigen 6 Ausstellungen des Vereins war dies nicht der Fall, nur in der ersten wurden fünf Aquarelle und graph'sche Blätter im Betrag von 205 Mark von feiten des Publikums erworben, alle übrigen blieben ohne solchen Umsatz. Doch erwarb
aber 10 Pf. Zuschlag zu berechnen sind. Mit besonderer Befriedigung nahm die Versammlung von den Ausführungen des Stadtrats Hotelier Krauß Kenntnis, wonach die Industrie- und Handelskammer Friedberg sich energisch für die Einrichtung des Fernsprechschnellverkehrs mit Frankfurt a. M. eingesetzt und gegen die Wiedereinführung der Gemeinde getränte st euer und der Wein st euer entschieden Stellung genommen hat. Alsdann referierte Syndikus Dr. Gäbel über die mit der Erhebung der Brandoer siche- rungsbeiträge zusammenhängenden Fragen und erörterte die Rechtslage. Da die Antwort des hessischen Finanzmlnsteriums in der Rußsrage nicht befriedigen kann, wurde ein erneutes Vorgehen in dieser Sache beschlossen. Eine rege Aussprache entspann sich zu der zur Zeit hier sehr aktuellen Frage des neu zu gründenden Verkehrsoereins. Die Hotina steht nach wie vor auf dem Standpunkt, daß neben dem staatlichen Derkehrsbureau der Bad- und Kurverwaltung eine private Derkehrswerbung bestehen müsse, bie, wie seither von der Verkehrsmis- sion, von einem neu zu gründenden Derkehrsverein zu betreiben sei, unter Beteiligung aller Kurinteressenten. Bekanntgegeben wurde ferner eine Eingabe des Reichsverbandes der Deutschen Hotels an den hessischen Landtag betreffend Notlage und steuerliche Belastung der Saisonbetriebe.
Landkreis Gießen.
EU Lollar, 27. Febr. Zu einer außerordentlichen Hauptversammlung hatte der Vorstand des Turnvereins 1883Lollar seine Mitglieder für gestern abend in das Vereins- lokal „Zur Linde" eingeladen. Der Erwerb eines G e l ä n d e st ü ck e s für die spätere E r - richtung einer Turnhalle und Schaffung eines Turnplatzes, sowie bei Annahme der Lor-' läge des Vorstandes notwendige Satzungsänderungen standen zur Beschlußfassung. Der erste Vor- sitzende, Bürgermeister S ch m i d t, gab einen Bericht, der die Dringlichkeit der Frage erkennen ließ, da das für die Lage einer Turnhalle in Betracht kommende Geländegebiet zur Bebauung erschlossen sei. Es würde sich daher darum handeln, einen geeigneten Platz zu sichern. In Erkenntnis dieses Um- ständes habe sich der Vorstand in mehreren Sitzun- gen eingehend mit der Angelegenheit befaßt und sei zu der einhelligen Ueberzeugung gelangt, Verhand- lungen mit einem Grundstücksbesitzer aufzunehmen, die auch erfolgreich waren. Die vorläufigen Abmachungen bedürfen der Genehmigung der außerordentlichen Hauptversammlung, um die er bat. Der 2. Vorsitzende, Ludwig Wagner, ergänzte die Ausführungen im Hinblick auf die Notwendigkeit eines geregelten Turnbetriebes, da die vielseitige Tätig, keit die Inanspruchnahme eines Raumes für alle
Wochentage erforderlich mache, was in einem Wirts- saal nicht möglich sei und zu unliebsamen Störungen führe. Die Versammlung erkannte die Gründe an, sprach dem Vorstand volle Anerkennung und Dank für seine Bemühungen aus und beschloß einstimmig, von dem Grundstück der Karl Gerlach Wwe. an der neuen Einshäuserstraße 1250 Quadratmeter, und zwar in einer Breite von 25 Meter und einer Tiefe von 50 Meter, käuflich zu erwerben, für den etwa gleich großen Rest des Grundstückes vertraglich gemäß den getroffenen vorläufigen Abmachungen das Verkaufsrecht sich einräumen zu lassen. Der Platz ist unweit des für den neuen Festplatz be- stimmten Geländes gelegen. DieSatzungsände- r u n g e n fanden gleichfalls einstimmige Genehmi- gung. Danach wird der Verein bei dem Amtsgericht in Gießen in das Vereinsregister eingetragen. Der Kaufpreis für das Grundstück kann beinahe restlos aus dem Vereinsvermögen bestritten werden. In längerer Aussprache befaßte sich die Versammlung noch mit dem Bau eines Turnraumes auf dem neuen Grundstück und der Aufbringung der Mittel. Diese Fragen wurden zunächst dem Vorstand zur Ausarbeitung und Vorlage zur nächsten Mitgliederversammlung überwiesen. Es kam hierbei der allseitige Wunsch zum Ausdruck, die für die Errichtung und Finanzierung notwendigen Vorarbeiten alsbald in Angriff zu nehmen, um als erstes in absehbarer Zeit einen Turnraum zu schaffen, wobei die technisch? Anlage derart gestaltet werden soll, daß an diesem Raum die eigentliche Turnhalle in späterer Zeit angebaut, der vorhandene Raum ohne wesentliche Umbauarbeiten alsdann als Wirtschafts- und Garderoberaum Verwendung finden kann. In feinen Schlußworten sprach der erste Vorsitzende den Sie- gern bei den kürzlich ausgetragenen Gerätemeisterschaften im Turngau Lahn-Dünsberg Dank aus für ihre Leistungen, die den Verein an die Spitze turne- rischen Könnens im Gau stellten, und gab der Hoff- nung Ausdruck, daß das so verheißungsvoll begonnene Vereinsjahr den Verein seinen gesteckten Zielen näherbringen möge.
+ Grünberg. 28. Febr. Unter dem Dorsch von Staatsrat Block, Darmstadt, fand heute die mündliche Reifeprüfung an der hiesigen Oberrealschule statt, der sich 29 Schüler unterzogen. Das Reifezeugnis erhielten 27 Schüler, darunter 4 Damen.
T Obbornhofen, 24. Febr. Auf Veranlassung der Gemeindeverwaltung fand dieser Tage im Gasthaus .Zum Adler" eine Versammlung der hiesigen Obstbaumbe si her statt, zu der sich eine stattliche Zahl Interessenten - eingefunden hatten. Den Vorsitz führte Bürgermeister Philippi. Obstbauinspektor En kl er vom Landwirtschaftskammerausschuß Gießen hielt einen Vortrag über das Thema: .Planmäßige Schädlingsbekämpfung, die Grundlage zur Ratio-
der oberhessische Kunstverein zur Förderung der Künstter für seine ständige Sammlung 2 Werke im Wert von zusammen 750 Mark und für seine Jah- rcsverlosung 7 Aquarelle, Zeichnungen und graphische Arbeiten im Gesamtwert von 360 Mark.
£)te Jahresverloiung unter öie Mitglieder fand am 10. Dezember statt. Verlost wurden wieder neun Anrechtscheine im Werte von zusammen 500 Mk. und 17 gerahmte Bilder: zwei Oelgemälde, Aquarelle, Pastelle, graphische Blätter und Zeichnungen. Gesamtwert aller Gewinne 1200 Mk. Alle Gewinner scheiden bei der nächstjährigen, solche mit Gewinnen von 103 Mk. und darüber auch noch bei e ner weiterenDerlosung laut eines früheren Beschlusses der Mi'g iederver- fammlung aus, um möglichst vielen Mitgliedern Gelegenheit zur Erlösung eines Bildes zu geben. Anzahl und Wert der Gewinne sind trotz des auf die Hälfte herabgesetzten Mitgliederbeitrages außerdem recht erheblich vermehrt worden. Während in den Vorkriegsjahren nur fünf Gewinne in Gestalt von Anrechtschrinen im Gesamtbetrag von 500 Mark verlost wurden, ist in den letzten Öahren die Anzahl der Gewinner und der Werte der Gewinne (zuletzt 1200 Mark) bedeutend gestiegen.
Die Verhältnisse der ständigen Gemäldesammlung im Reuen Schloß, welche derart unter Raummangel leidet, daß die neu angekauften Bilder gar nicht mehr untergebracht werden können, sondern zunächst abseits lagern, haben die in Aussicht genommene Besserung noch nicht erfahren, da die hierfür vorgesehene Alte Klinik noch anderweit beansprucht ist.
Der Verband deutscher Kunstvereine C. V. mit dem Sitz inMünchen, dem der Oberhessisch« Kunstverein beigeireten ist, sucht die derzeit so überaus schwierige Lage der Künstler und Kunstvereine und mit rhnen auch der Kunst als solcher auf mannigfache Art zu heben und zu bessern. 3n allen, auch großen Städten wird über schlechten Besuch der Ausstellungen, geringen Berkaus, Abnahme der Mitg'iederzahl geklagt. Es soll deshalb eine allgemeine Werbetätigkeit seitens der Kunstvereine, die jetzt eine besonders dringliche Aufgabe zu erfüllen haben, eingeleitet werden. Der Gau Südwestdeutschland hat zu diesem Zweck besondere Werbekarten Herstellen lassen, von denen der Oberhessische Kunstverein eine größere Zahl erworben hat. Der Vorstand hofft, daß die Mitglieder des Vereins, deren Zahl in den letzten Iahren trotz aller seiaer Bemühungen stetig gesunken ist und am Ende des abgelaufenen Jahres nur noch 403 betrug, ihn in seinem Bestreben, den so sehr wünschenswerten Zuwachs herbeizuführen und auf diesem Wege, statt durch Beitragserhöhung, eine Vermehrung der ihm zur Erfüllung der Vereinszwecke zu Gebote stehenden Mittel zu erreichen, durch Werbung neuer Mitglieder tatkräftig unterstützen werden.
Zu Punkt 2 der Tagesordnung erstattete der Schatzmeister, Bankdirektor Grießbauer. Bericht über die von ihm geführte
Iahresrechnung 1929.
Die Revisoren, Professor Dr. Belke und Ge- helmerat Olt, haben sie geprüft und richtig befunden. Dem Schatzmeister wurde unter Danksagung für seine Mühewaltung Entlastung erteilt.
Zu Punkt 3 der Tagesordnung wurde der Mikgliederbeilrag für 1930
mit Rücksicht auf die obigen Darlegungen wieder auf 5 Mark (d. i. die Hälfte des- in der Satzung bestimmten) festgesetzt.
Am Schlüsse Der Versammlung sprach Herr Provinzialdirekior Graes mit herzigen Worten den Dank der Erschienenen füir die Geschäftsleitung aus.
nalifierung des deutschen Obstbaues". Der Vor» tragende behandelte das Thema in erschöpfender Weise und veranschaulichte seine Ausführungen durch übet 100 Lichtbilder. 3n der anschließenden Ansprache wurde noch manche Frage geklärt. Dem Vernehmen nach ist hier die Gründung eines Obst- und Gartenbauvereins geplant.
* Bellersheim, 27. Febr. Am 25. d. W. konnte Dahnhofsmeister Friedrich Diehl te8 Bahnhofs Bellersheim in voller körperlicher Rüstigkeit und Geistessrische auf eine 40jährige Diensttätigkeit bei der Deutschen Reichsbcchn zurückblicken. Seitens des Reichspräsidenten, dcS Generaldirektors der deutschen Reichsbahn und des Reichsbahn-Detrietsamtes II Gießen wurden dem Zubilare Ehrungen erwiesen.
Kreis Friedberg.
= Friedberg, 28. Febr. 3n unserer Stadt der Schulen haben an der Augustinerschule sämtliche 22 Oberprimaner der Ober» realschule und 8 von 13 Oberprimanern dcS Gymnasiums die Prüfung bestanden.
0 Sambach, 27. Febr. Gestern abend fand in ter Kirche die Vorführung Filmes »Wunder der Schöpfung" statt. Die einführenden und Schlußworte sprach der Ortsgeist- liche, Pfarrer Graf. Der Posaunenchor wirkt« zur Ausgestaltung des Abends mit. Der Reinertrag der Vorführung ist für das neuzuerrichtende Krüppelheim in Rieder-Ramstadt bestimmt. — Auf Veranlassung des Roten Kreuzes wird in unserer Gemeinde durch unseren Arzt, Herrn Dr.Decker, ein Samariterkurs abqehal- ten, der sehr stark besucht ist. Etwa 100 Damen und Herren nehmen am Kursus teil. An zwei Abenden in der Woche finden die llebungS- stunden statt.
Kreis Schotten.
-j- Schotten, 26. Febr. Als letzten Lehrfilm in dem ablausenden Schul'ahr bringt di« Kulturfilm st eile deshiesigen Kreisamts „Simba, der König der Tiereim Kreis« zur Vorführung. Der Film spielt in der Einöd« Ostafrikas und bietet den Schülern Gelegenheit, Mensch und Tierwelt in ihrem gegenseitigen Verhältnis kennenzulernen. Der gute Besuch der seitherigen Vorführungen innerhalb des Kreises gab der Kulturfilmstelle die Möglichkeit, sämtliche Beschaffungskosten zu decken und einen kleinen Lleberschuß zu erzielen. Lehrer Reinheimer, Schotten, bringt schon seit Jahren di« Lehrfilme mit guter Sachkenntnis zur Vorführung.
Y Gedern, 27. Febr. Am Dienstagabend hielt der Gemeinderat seine zweite Sitzung in diesem Llahre ab. Man beschäftigte sich u. a. mit folgenden Angelegenheiten: Vertrag bete. Postneubau: Nachdem Bürger reiftet Müller den Vertrag eingehend erläutert hatte, wurde beschlossen, sämtliche Verträge, die den Poftneubau betreffen, dem Krei^amte zur Prü- fung zu unterbreiten. Alsdann sollen diese dem Gemeinderat erneut vorgelegt werden. Das Gesuch der „Reuen Volksbühne", zur Zeit in Schotten, bett. Ermäßigung der Vergnügungssteuer von 15 v. A auf 5 v. H. wurde abgelehnt, da in unserer Stadt genügend Vergnügungen stattfinden. Die Vergnügungssteuer bei Maskenbällen wurde, wie im Vorjahre, auf 15 v. H. der Ein-
Ecwinnauszvg
5. Klasse 34. Preußisch-Süddeutsche (260. Preuß.) Kiassen-Lotterie
Ohne Gewähr Nachdruck verholen
Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden ______________Abteilungen I und II
18. Ziehungstag 28. Februar 1930
3n der heutigen Bvrmkttagszkebung wurden Gewinne über 150 M. gezogen
4 öfBRnnf »o 5000 M. 230451 380177
12 <*ttninn» -n 3000 M. 24479 110787 193307 276177 278073 380153
14 Gen inne -a 2000 on. 9548 119367 158009
217613 313660 318199 319752
34 (tftrinnt >u 1000 9’1. 39279 49609 96214 126009 155075 156275 169874 173596 201677 203810 211678 228419 234031 258028 295711 307721 343898
92 (Setolnne tu 600 «M. 6490 14463 24630 27285 33621 34362 44940 47734 48823 6'852 64616 70195 78061 112110 122471 126264 147722 147824
15'755
155971 161785 164801 170597
180737
188797
199342 233428 252960 266059
281269
282697
290068 290290 303450 315329
318705
326860
367929
330400 330631 331413 348878
376931 385027 388442
354941
242 «ttDinnt tu 300 Olt 6297 13163 16018
18357
28092
28317 28389 31830 32740 35788
48701 50633 60769 51001 54144
42365
47798
58188
65030
67935 69484 71234 73989 74001
85790
90661
93776 94446 95051 95127 97204
98604
105766
106997 112199 116181 118211
125807
128695
133848 134132 134512 134758
136051
147062
147513 149807 154471 156930
161741
165529
168123 168357 171760 174001
178933
179331
184419 184720 186530 193847
194964
195452
198532 199044 207859 210259
212066
218866
220493 221706 222071 224719
227063
230696
232961 237763 241974 242412
243151
247050
248616 249121 250914 251124
259587
263415
264591 271160 274824 276228
290727
297938
298899 299202 310373 311018
313506
317942
318980 328001 328587 329330
329943
341758
346891 349194 350295 350307
350994
353106
380154
354255 360997 367045 367812
383255 388313 393206 396943
378755
Sn der heutigen Nochmittagsziebunq wurden Gewinne über 15U M. gezogen
2 9n>inat *u 10000 M 133122
2 Otpinn» iu 5000 77L 196005
10 »ewinne tu 3000 m. 17483 80135 130784 270318 312817
10 Gewinnt zu 2000 W. 2917 134999 185463
217213 3M784
46 »ttolnne tu 1000 M 35987 39749 54415 81455 107121 139207 139617 157307 160774 182103
196728 197776 206085 209301 215970 227693
240741 244623 296112 334554 352390 363825
375748
4002
54802 57096 62715 62791
86502 90497
90683
103543
138462
175358
205526 238801
265474 296242
339479 360526
381436
148695 20'466 257873 319025
381825
16703 48954
80995
96698
125925 165771
191774 225526 253748 288118
318314 356463 373334
82221 102920
132216 171467
197702 236276
263145 295199
334765 358001
379591
137200 171574
234017 307680 361049 396042
12109
46290
66984
91923
100769 139441 198229
252329 309095
381042
153966 205074 278891
321194 388671
138622 173753 242826
308196 365441
136774 I70886 215827 284150 327853 389906
105480
154103
182369
214448
240605
274390
301370
340374
360701
384863
107144 158866 185089 218414
251358 286668 306963 347133
363761 390229
13167
48386 79'76
95649
113460
158888 19'082
222824
253342
287132
310994 35'342
370237
393761
92 •♦»inne tu 500 W 5904 8882 47466 48615 52556
64373 75190 8'398 84031 87784 90110 ------
130276 130779 ------ ------ ------
---------- 7779
18774 24434 32430 33713
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394534 398408
Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu W «mu 2 Gewinne *n je NOCNei 2 zu je 75OU^ 2 zu ft ßO'KJÜ, S zu ft 85'<U. zu ft 64 zu ft 6<*X), 196 zu ft »00, 804 jU f, 21OO, S3Ü zu ft 1000. 1746-uftüO^ 4d40zuftü00M»


