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Vezirlsschöffengericht Gießen.

Gießen. 23. Febr. Unter AuS'ch uh der Oeffentl.chkeit wurde gegen einen jungen .mann cc.s Schlitz verhandelt, der sich an einem dreizehnjährigen Mädchen vergangen hat. Er erhielt wegen Sittlichkeitsverbrcchens eine G e - fängnisstrafe von neun Monaten.

Ein Bürgermeister und Standesbeamter war zu einer an Stelle einer Gefängnisstrafe von einem Monat tretenden Geldstrafe von hundert Mark verurteilt. Er hatte, um seine Säumigkeit zu verdecken, einen mehrere Monate -,u spät vorgenommenen Eintrcm einer Geburt in das Standesamtsregister falsch da­tiert.

stammen und daß es erstaunlich sei, wie unverfälscht noch der rheinische D.alekt dort im fernen Osten gesprochen werde. Die Leistungen der Deutschen auf kulturellem Gebiete zur Erhaltung ihres Deutsch­tums und ihres Glaubens verdienen die größte Hochachtung. Obwohl besonders in der Bukowina dos Gebiet der deutschen Siedlungen zum großen Teil zum Kriegsschauplatz gehörte und starke Der« Wüstungen erlitten hat, haben die deutschen Kolo­nisten durch zähe Arbeit unter Einsetzung aller Kräfte ihre Dörfer wieder aufgebaut und sogar neue Schulen und Kirchen errichtet. Die Opferwilligkeit, das zähe Festhalten an ihrem deutschen Volkstum verdienen die Anerkennung und Unterstützung der ganzen deutschen Welt. Erfreulich sei es, daß nach dem Kriege der Verein für das Deutschtum im Aus­land sich auch dieser in ganz abgeleg nen, zum Teil im Gebirge wohnenden deutschen Stammesbruder angenommen haben. Am Schlüsse des Vortraaes gab der Redner einen kurzen, recht interessanten Einblick in die Verhältnisse der evangelischen Ge­meinden in Deutsch-Oesterreich, die bei ihrer räum-

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Beschäftigung. Es kommen wiederum vier Reu» bauten zur Ausführung, die mit beginnender Baufaifon angefangen werden sollen. Der neue Ortsbauplan, der vom Kreisbauamt Schotten ausgearbeitet wird und den an den Bahnhof angrenzenden Ortsteil umfaßt, durfte bald wirksam werden. Er sieht eine neue Zugangsstraße vor und regelt künftiges Bauen noch einheitlichen Grundsätzen, was im Interesse des Dorfbildes nur zu begrüßen ist.

± Sellnrod, 26. Febr. Dieser Tage wurde in unserer Kirche ein neues Orgelgeblöse ausgestellt. Das alte Gebläse war völlig un­brauchbar geworden. Gleichzeitig wurden auch die noch sohlenden Prospektpfeifen eingebaut.

Kreis Alsfeld.

** Alsfeld, 26. Febr. Dieser Tage veranstal­tete die Ortsgruppe Alsfeld des Gustav- Adolf-Vereins einen Gemeindeabend in der Turnhalle, in welchem Pfarrer Harth aus St. Andrä-Wördern bei Wien einen außerordentlich fesselnden Dortraa mit Lichtbildern hielt über das ThemaEvangelische Hessen als Kolonisten im Süd­osten Europas". Der Redner gab interessante Ein­blicke in bas Leben der deutschen Kolonien in der Bukowina und in Galizien und wies nach, daß die dortigen Siedlungen zum großen Teil aus rhein- hessischen Einwanderern vor mehr als 150 Jahren

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tabmen znzvaNch 5 Tiart fte bett Tanz, fest- gesetzt. Die Gemeinde tritt als solche in die Ianitä tSkolonne vom Roten 5<reu) ein tnb zahll a!3 jährlichen Beitrag 5 Mark. Bürgermeister Müller gab eingehend die Fi- lanzloge der Stadt bekannt. Für die riisgeliehenen Kapitalien sollen weiterhin 11 v. H. Zinsen erhoben werden. Bei der Beratung des Bauvoranschlags wurde dieser im Prinzip imdjmigt

I Ober-LalS, 27. Febr. Die dies'ährige Lutz- und Drennholzversteigerung au8 dem den beiden Gemeinoen Fauerbach und Ober-LaiS gemeinsamen Walde wurde gestern ^ier abgehaltcn. Es kamen neben geringen Trennholsmengen in der Hauvtsache Fichten- Muyhölzer aller Sortimente zum Berkaus. Für gutes Ftchten-Schnittholz wurden je Festmcter ertoa 30 Mk., für sonstiges Stammholz etwa 25 Mk., für Duchenscheitholz 2. Klasse durchschnitt­lich 7 Mk. je Raummeter erzielt. Die in großer Zahl verlausten Fichtenderbstangen erzielten in i»er 1. Klasse etwa 1,53 Ml., in der 2. Klasse :toa 1 Mk. je Stück. Insgesamt kamen etwa 400 Festmeter Holz zum Rusgebot.

-* Ober-Schmitten, 27. Febr. Die noch immer nicht behobene Wohnungsnot bringt and) in diesem Jahre, trotz der allgemeinen finan­ziellen Nöte, der privaten Bautätigkeit

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