uns niederfallt, sehen sie schon
herantommende Wetter, das doch alles oer-
Es können Augenblicke in unserem Leben kom-
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Äks
Wien
-La Qoruna-
iSett.
Schwester
Minna
Gießen, den 1. Februar 1930.
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Familie Ludwig Arnold
Maria Volk geb Jung
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Telephon 2277
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Mensch sei helle- leg „Lebewohl“ aal die kranke Stelle
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unserer lieben, unvergeßlichen
berg S 3.
frisch u. zu
Frieda u. Philipp Arnold Familie Heinr. Keiner
Aliendorf (Lahn), Dutenhofen (Kr. Wetzlar), 31. Januar 1930.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. Februar, nachm. 3 Uhr, statt.
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So darf man nicht fragen, so dürfen wir uns nicht awm Leben stellen. Wir dürfen nicht mit unserrn persönlichen Maßstab messen. Das Leben ist an und für sich weder gerecht noch ungerecht. Ebensogut könnte man sagen, die Sonne, die dem einen mit unerbittlicher Glut die Gartenernte vernichtet, dem aiibern aber die Früchte reift, wäre ungerecht. Oie Einstellung zu der Frage: „Gibt es eine Gerechtigkeit?" die sa manchem so schnell entschlüpft, hängt ü«nz davon ab, wie wir dem Leben gegenüber- slxhen, welche Kräfte wir besitzen, um mit ihm fertig zu werden. Die Pessimisten madjcn überhaupt keil'en Gebrauch von ihren Kräften. Sie sehen nur die Schattenseiten. Vielleicht liegt es daran, daß sie durch den Lebenskampf zermürbt wurden, daß sie alle Hoffnungen auf ein Gelingen aufgaben. Ist damit ober ihr Pessimismus berechtigt? Dürfen sie von sich aus auf ihre Mitmenschen schließen? Wenn ihre Kräfte nicht ausreichten, um ein bestimmtes Ziel erreichen, und sie den Mut sinken lassen, dann I dürfen sie doch nicht auch ihrem Nächsten die Lebensfreude rauben wollen. Der Pessimismus ist ein Zeichen von großer Schwäche, und wenn er in einem Volke hochkommen sollte, dann ist schon viel verloren.
Auch heute geht er in unserem Vaterlands stark um, der Pessimismus. Die Schwarzseher, die Verkünder einer hoffnungslosen Zukunft, sie reden wieder mächtige Töne. Und wie viele hören gern auf sie und nicken ihnen Beifall. Hinter jedem Hoff
nichten wird. So machen sie sich und ihren Freunden das Leben trübe, vernichten Freude und Wagemut.
Freitaa. i
31. Januar. 1930,7" aDds.
** Elektro-Gemeinschaft Gießen. Wie die Direktion des städtischen Elektrizitätswerkes uns mitteilt, hat sich vor kurzem hier in Gießen eine Elektro-Gemeinschaft gegründet, welcher das Elektrizitätswerk und ffeberland- anlage der Stadt Gießen, sowie der größte Teil der von diesem Werk zugelassenen InstaNations-
Denkeagan».
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir hiermit unseren herzlichen Dank. Insbesondere danken wir Herrn Pfarrer Kalbhenn für die trostreichen Worte am Grabe sowie den beiden Schwestern für ihre liebevolle Pflege.
Frau Katharine Harbach Wwe.
Familie Balthasar Buchtaleck.
Großen-Buseck, den 31. Januar 1930.
Jeder, der ein Werk beginnen -will, muß mit größter Zuversicht, mit starkem Glauben handeln, sonst ist er schon unterlegen, ehe er anfängt. Wie aber machen es die Pessimisten? Sie sagen: „Es hat ja doch alles keinen Zweck." Sie gehen umher wie kranke, verhärmte Mummelgreise, die beständig den drohenden Finger erheben und warnen, warnen vor neuen Taten und Unglück prophezeiend. Was wir aber tun sollen, das sagen sie nicht. „Nur nicht handeln!"
Wenn jemand im Vollbewußtsein seiner Kräfte eine Arbeit übernimmt und zum Schluß einsehen muß, daß es nicht geht, dann kommen die Pessimisten und halten ihre Ernte. „Seht ihr, ich habe es gleich gesagt:" Marie von Ebner-Eschenbach drückt das ungefähr so aus: Die armen Pessimisten! Welche Freude müssen sie doch haben wenn sie endlich entdeckt haben, daß es keine Freude gibt!
Ein anderer aber, ein großer Lebenskünstler, der uns so oft mit feinen humorvollen Aussprüchen frohe Stunden bereitete, Wilhelm Busch nämlich, sagt von ihnen:
Wer durch des Argwohns Brille schaut, Sieht Raupen selbst im Sauerkraut!
Ja, so ist es. Es sind arme Menschen, die Pessimisten. Stunden innerer Freude sind ihnen fremd. Sehen sie wirklich einen Fortschritt, dann prophezeien sie schon einen Rückgang. Freude — wenn man das so nennen kann — empfinden sie eigentlich nur, wenn überall Unglück und Hoffnungslosigkeit herrschen. Dann sind fie~ in ihrem Element.
Suchen wir die Pessimisten zu verstehen. Haben wir Mitleid mit ihnen: denn das Leben raubte ihnen oft alles, weil sie nicht Widerstandsfähigkeit und Mut aufbrachten, um Sieger zu bleiben. Es sind arme Menschen, und des Lebens Reichtum wollen sie nicht sehen. Sie können uns nicht helfen in schweren Zeiten.
Denken wir lieber an die Taten und Werke großer Menschen, hören und lesen wir, mit welchen Mächten sie oft zu kämpfen hatten, wie sie aber nie den Mut sinken ließen, bis endlich das Ziel erreicht war (Zeppelin!). Schauen wir auch um uns! Kennen wir nicht viele Helden des Alltags? Ungebeugt gehen sie ihren Weg. nicht nach links oder rechts schauend. Sie sind und bleiben Herr über ihr Leben. Laßt uns ihnen nachleben! Sie geben uns ein Beispiel dafür, daß wir den Glauben an die Zukunft nicht verlieren dürfen, auch nicht in schlimmen Tagen 1 W.
Gießen, den 1. Februar 1930.
Oie armen Pessimisten.
Schwarzwald. Feldberg: Leichter Schneeefall, minus 2 Grad. 35 Zentimeter Schnee, 1 bis 2 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Ski- und Nodclmöglichkeit gut
OiöWetterlaae.
sagen wir auf diesem Wege aufrichtigen und innigen Dank.
Karl Huhn. Elise Huhn.
Gesangverein Heiterkeit. Nachruf.
Am 30.Jan.verschied unter Ehren- mitnltcö u. Mitgründer d. Vereins 6et[WH)5eiöeiöonö Wir betrauern In dem Verstorbenen einen eurigen Förderer des Gesanges, einen Mann von edlem Cbarakier. der unö stets cm Vor- vtld war. Ebre seinem Andenken.
Tcr Vori'.and. 914D Die Beerdigung findet Montag. 3. A-eur.z nachm. 4‘ 2 Uhr hau und bitten wir um zahtr. Beteiligung.
Wettervoraussage.
Die Störung über die Biscaha hat sich weiter verbreitet und zeigt heute morgen Barometerstände von unter 725 Millimeter. Auch über ganz Deutschland ist der Luftdruck erheblich gefallen. 3m nordöstlichen Deutschland haben bereits Schneefälle eingesetzt, während es in Westdeutschland regnet. Linser Gebiet liegt an der Grenze zwischen Warm- und Kaltluft, so daß hier die unter dem Einfluß des vorüberziehenden Tiefs kommenden Niederschläge teils als Schnee, teils als Regen niedergehen werden. Die Temperaturen steigen zunächst etwas an.
Wettervoraussage für Sonntag: Trübes und wolliges Wetter, etwas milder, vereinzelte Niederschläge, in hohen Lagen als Schnee.
Amtliche Wintersportnachrichten.
Vogelsberg. Hoherodskopf: Nebel, minus 3 Grad, keine Sportmöglichkeit.
Hühneraugen-Lebewohl u. Lebewohl-Ballen- »cbeiben Blechdose (8 Pflastei) 75 Pi., Lebewohl* Fuhbad, gegen empfindliche Füße und Fufischweifi, Schachtel (2 Bäder) 50 Pi., erhältlich In Apoth. u. Drog. Sicher zu haben: Med.-Drogerie Haus Hindenburg, Seltersweg 68 a; Löwen-Drog. W. Kilblnger Macht, Seltersweg 79a; H. Holl. Ludwlgsplatz-Drogerie und Neustadt-Drog.; O.Winterhofl, Drog., Kreuzplatz 9,10.
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Freitag abend 6'/, Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel
Herr Karl Reuling
Weißbindermeister
im 77. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Luise Reuling geb. Salzmann.
Gießen (Steinstraße 72), Ulm a. d. D., den 31. Januar 1930.
Die Trauerfeier findet Dienstag, den 4. Februar 1930, nachmittags 2'/, Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt
40-
—In,
Ich habe dich je und je gellcbet, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Oüte
Heute morgen 5.45 Uhr entschlief sanft, nach kurzem, schweren Leiden, im testen Glauben an seinen Erlöser, mein lieber herzensguter Bruder, unser treusorgender Onkel und Großonkel
Herr Philipp Jung
im 62. Lebensjahr.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Todes-Anzeige
Gestern morgen 51/1 Uhr verschied unerwartet nach kurzer Krankheit unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Gote und Tante
Frau Berta Müller Wwe. teb.Weller
im 60. Lebensjahr.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Heinrich Lindenstruth
Familie Karl Jung
Familie Gustav Hammel.
Wieseck, Klein-Linden, den 31. Januar 1930.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 2. Februar, nachm. P/a Uhr, vom Trauerhause, Wieseck. Moserstraße 20 aus statt.
Segelflugzeugen. Angeles' führte tites Manöver aus. I imjchwebt von drei Flugfeld« vm Late- Meter ireifte, lieh fchigtes 204 Pfund üt einem 125 Pfuiü Mgzeug glitt graziö; ünulen später. Dicfer outbe ausgesührt, um von Passagieren vom zeugen zu beweisen.
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a der Niederlande.
Aeichsuniver- s . Freitag dir feier- I Kronprinzessin 3u« er Philosophie | itsstadt prankte im uni) oranilien Flag- ' alte fty eine sahl« I imelt, die d e Kron- degrM.
atzüchtn ehren eiger.
-i Darmblchüchlcr lich seines 25jährigen jschen Minister Domänen und eiger seine Iubi« onderc Verdienste au mcht. Mele Wett einen Vertreter s anuar dieses Jahres richt- erilanischenSeselljchast cregte im Senat burt es Aufsehen, > entury 61 ub w en und vornehmsten uch Hoover E LmmenkünflenS°^ werden und dah »SS I SÄ
Am 31. Januar, vormittags 6*/, Uhr, entschlief sanft nach langem Leiden unser lieber Vater, Großvater, Schwager und Onkel
Herr Heinrich Wagenbach XI.
im 77. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Adolf Best Familie Ludwig Opper II.
Familie Ludwig Wagner II. Familie Heinrich Lepper II.
Alten-Buseck, den 1. Februar 1930.
Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 2. Februar, nachmittags 3*/* Uhr statt.
Versteigerung.
Am Tamstaa. dem 8. Febr. 1930, nachm. 4 Ubr, wird die Halle auf der früheren Grube Morgenstern bei Hoi Haina önenilict) nieiübietend auf Abbruch Derftelflcri. Tie Halle bestehl au< Holr- Mchwerk imb Lchiackenüeinen. Grö;e ca. -24 Mn. laitiL ca. 7,50 Mlr. breit und ca. 3.50 'Mir. bock. Die Bedingungen werden vor der Berstctgerung bekannigegeben.
i Rodheim, den 30. Januar 1930.
Turn- und Lvort'lScmeinde c. V.
I Roddetm a. d. Bieber. 880D
eilt es sich auf die eigene Lebenskraft zu besinnen, i-cm.t wir Sieger bleiben. Schwach und matt kann jeder einmal werden, aber alles aufzugeben, und es nun laufen zu lassen wie es kommt, das ist unmännlich, das ist Feigheit. Wir mu en über unsere Schwachheit Herr werden. Das will nicht besagen, dcß wir das Leben leicht nehmen, ober gar leicht- innig in den Tag hineinleben sollen. Wir dürfen ifi uns nur nicht zu schwer machen. Das Leben in UNS, rings um uns, ist ja so unermeßlich reich. Es liegt nun an dem Einzelnen, sich dieses Reichtums bewußt zu werden und feinen Teil zu beanspruchen.
Die eigentlichen Lebensverneiner aber, die Pessimisten, sind die Menschen, die auch die unschuldigste Lebensfreude verlachen und nur die Sinn- und .Zwecklosigkeit jeglichen Daseins predigen. Sie haben dne merkwürdige Begabung, immer da Schatten zu sehen, wo doch für uns andere heller Sonnenschrin liegt. Sie nennen das Leben grausam und ungerecht. , cdjaut euch die Reichen an! Alles, was sie sich wünschen, haben sie! Und ich? All meine Versuche schlugen fehl, die Verhältnisse standen gegen mich, all meine Arbeit war vergebens, während den andern das Glück nur so in den Schoß fiel. Ist das die viel gepriesene Gerechtigkeit des Schicksals?"
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Donnerstag abend ll3/4 Uhr entschlief sanft nach kurzer Krankheit unsere liebe Freundin
Katharine Pfeiffer
im Aker von 64 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Gießen (Neuen Bäue 15), den 31. Januar 1930 Die Beerdigung findet Dienstag, den 4. Februar, nachm.
3 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt
firmen angehören. Zweck der Elektro-Demein- schaft ist die Durchführung einer gemeinsamen Werbung, Dienst am Publikum, sowie einheitliche Verwendung nur erstklassigen Materials und sachgemäße Arbeit. Erster Vorsitzender der Elektro-Gemeinschaft ist Direktor S t o l t e, zweiter Vorsitzender ZnstailationSmeister Wilhelm K. Schmidt (Gießen).
*• Fremdenvorstellung im Gießener Stadttheater. Man schreibt uns: Am Sonntag. 2. Februar, wird auf vielseitigen Wunsch das ersolgreichste Stück der Spielzeit, „Katharina Knie" von Zuckmayer, zum letzten Male gegeben. Zuckmayer hat jetzt wieder mit dem Kindermärchen „Kakadu-Kakada" einen großen Erfolg in Berlin erzielt. Tekanntlich ist Zuckmayer, bevor er das Stück „Katharina Knie" geschrieben hat, ein Jahr lang mit einer Seiltänzergruppe gereist. Dieses Theaterwerk hat eine der größten Aufführungsziffern des deutschen Spielplans erreicht. Beginn 18.30 Ufjc.
** Die n ä ch st e Premiere im Stadttheater. Am Freitag, 7. Februar, geht als Premiere „Musik" von Frank Wedekind in Szene. Spielleitung Peter Fassot. Dieses Sittengemälde in vier Bildern ist in unserer Zeit von besonderem Interesse.
*♦ Die Museen sind am morgigen Sonntag zu kleinen Preisen geöffnet.
** D i e städt. Gemäldesammlung im Neuen Schloß, Eingang Senckenbergstraße, ist morgen, Sonntag, von 11 bis 13 Ahr, bei freiem Eintritt geöffnet. Kinder haben nur in Begleitung Erwachsener Zutritt.
** Der Hilfsverein für d i e Gei st es- kranken in Hessen kündigt im heutigen Anzeigenteil eine Haussammlung zum Besten seiner Bestrebungen an, die wir dem allgemeinen Wohlwollen empfehlen möchten
(weitere Lokalnachrichten im 3. Blatt)
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men9 inanen mir an allem verzweifeln möchten. Da
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dem Fachmann
Karl Overbeck
Rodbeimcr Gtr. 58, zur Reparatur. Tclcvbon 3715 [6SD
An- und Verkauf gebr. Maschinen.
.Hu dem am 31. Mat, 1. und 2. Zum d. imtinubeuöen Bezirkskeft des II. Bezirks «Gau Hessen D. T.) in Treiö a. d. Lumda, sind 'Blaue für 955 J
KavuMU, Schletzbude
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au vergeben. Annebo e sind 'chrtsiltch biß Auin l. 'März an den Borützenden des Turnvereins „Gur Heil" etnaireichen.
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