Ein Ruf zum ersten Tag im neuen Lahr!
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Nachdruck verboten!
27 Fortsetzung.
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2 Hauptgewinne von
10 Gewinne von
Oer Slückslosbrief in der Silvesternacht.
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auf. Borg-
„Aber
Das große Hilfswerk des deutschen Volkes zur gemeinsamen Weihnacht ist durchgeführt.
Unvergleichlich war der Erfolg. Es zeigte sich in diesen Tagen, daß aus der Gemeinschaft der Bewegung die Gemeinschaft des ganzen Volkes geworden ist. Jeder gab mit frohem, weihnachtlichem herzen, was er geben konnte.
Nur zwei kleine Schlaglichter seien aus den letzten Sammeltagen wiedergegeben. Sie mögen zeigen, wie heute jeder, auch der noch zweifelnd Abseitsftehende, letzten Endes fühlt, worum es an diesen Sammeltagen geht, und daß auch er sich einbeziehen lassen muß in den Kreis aller.
Ein Sammler bat in einer Metzgerei um eme Spende. Diese wurde zunächst mit der Begründung abgelehnt, daß kein Geld da sei. Daraufhin kaufte der Sammler kurz entschlossen etwas Wurst und netz sich von dem Erlös etwas in die Büchse werfen.
Wenig später kam dieser Sammler in eine Wirtschaft, in der die Anwesenden übereinstimmend erklärten, daß sie leider kein Geld für eine Spende hätten. Freundlich lächelnd reichte der Sammler die vorher gekaufte Wurst in dem Kreise herum und forderte alle auf, sich doch zu bedienen, da es ihnen
jahrsruderfahrt nach der Vadenburg. kranz-Heiterkeit: Frühschoppen im Si
„Jawohl! Der bin ich!"
„Guten Tag, Herr Professor!" sagte |fl> andere Herr.
Professor Gershwin maß den fröhlich ««
Bruce trat schnell ein.
„Wer ist das?"
Mac Lean sah von der Toten zu Bruce „Das ist — das ist die Frau Friedrich
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5000.—
1000.—
500.—
100.— usw.
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offenbar doch sehr schlecht ginge. Nachdem jeder seinen Bissen Wurst bekommen hatte, konnte der Sammler beruhigt weitergehen: es hatte sich aber doch noch überall etwas im Geldbeutel auf treiben lassen.
hieraus lernen die Volksgenossen! Laß dich nicht immer wieder mahnen und mach den freiwilligen Helfern ihre Hilfe nicht so schwer. Du kennst deine pflick<«Nd bist bereit, sie zu erfüllen. Darum gib mit offenem Herzen, so gibst du doppelt!
Noch haben wir in diesem Jahre den Winter mit feiner harten Gabe, der bitteren Källe, nicht zu verspüren bekommen. Viele Volksgenossen sehen seinem Herannahen mit Grauen entgegen.
Jeder kaufe deshalb am ersten Tag des neuen Jahres die Plauener Spihennadel!
Sie möge durch ihre Form und Farbe ein Mahnzeichen sein, das uns an die Eisblumen am Fenster einer ungeheizten Stube des Volksgenossen nebenan erinnert.
Ein neues Jahr ruft dich zu neuen Opfern für dein Volk!
** Von der Landesuniversität nannt wurde der außerplanmäßige außerorde^'
lohs."
„Mistreß Eva Borgloh?" fragte Bruce.
warum hat sie sich erschossen?"
Da sagte Mac Lean:
„Sie hat ihr Unrecht mit dem Tode gesühnt. Sie war es, die bei Ihnen angerufen hat, Inspektor
vorliefen. . '
„Was heißt denn das?" sagte der pört. „Mir ist diese Geschichte gar IW ' Herr Inspektor Bruce." ।
Da trat Mac Lean auf ihn zu um die Hand entgegenstreckend: ,
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3« 3ht im btt jytOT Mutig; er u. a besonder M mir in der C Gefallen ihr« & M wir 6i)rt m btm ftüi
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Bruce."
„Ich verstehe Sie nicht, Mac Lean. Sie meinen demnach, daß die Frau Friedrich Borglohs mit in dem Komplott war?"^
„Das meine ich ..."
„Aber warum, warum?"
Mac Lean sah müde und erschüttert aus.
„Weil sie in Wahrheit jemand anders war als
Eva Borgloh." ,
„Sie sprechen in Rätseln, Mac Lean. Eben haben Sie doch gesagt, diese Tote wäre Mistreß Eva Borgloh."
„Ja! Und doch ist sie eine falsche. Würden Sie heute nacht noch mit mir in das Sanatorium Gershwin fahren, Inspektor Bruce?"
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** Ein Funfundsiebzrgjähriqer gestrigen Sonntag, 30. Dezember, feierte Herr Schön, Ebelstraße 34 I, in körperlicher stiger Frische seinen 75. Geburtstag. Der oft ist seit 35 Jahren treuer Bezieher des Anzeigers.
** Silvester und Neujahr i m C t h e a t e r. Aus dem Stadttheaterbüro m* geschrieben: Heute 20.30 Uhr zum heiteren abschluß ins Stadttheater, wo unter Heinrich einfallsreicher und humorbeschwingter Lpieli die Erstaufführung der Biedermeier-Posse, Schlaumeier" von Walter W. Goetze st Fritz C u j_ e betreut seine Musiker, Theo hat zu Silvester auch viel beigetragen. A im dritten Akt besondere Silvester-Einl lachende Ueberraschungen. Des Abends der Beginn absichtlich auf 20.30 Uhr fest endet aber so zeitig, daß jeder Theaterbe Jahreswechsel nach seinem Belieben feiern' — Am Neujahrstag, Dienstag, 1. Januar! abends die luftige und derb-fröhliche Bo die: „Krach um Jolanthe" von August j)inn£ Aufführung; Spielleitung hat Kurt Lüpke
^unbfunfprogramm
Dienstag, 1. Januar:
6.35 Uhr: Don Hamburg: Hafenkonzert des Dampfers „Deutschland" der Hamburg-^! Linie. 8.25: Konzert aus der tragischen
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! »Öl
Während sie hinausgingen, erzählte Mac Lean Bruce von der ausgestopften Kleiderpuppe an seinem Schreibtisch im erleuchteten Zimmer.
„Und diese Parkins im Hause von Borgloh sind mitschuldig?"
„Ich halte sie sogar neben dem sympathischen, jungen Mann, den Sie soeben eingelocht haben, für die Hauptschuldigen."
„War es denn vielleicht Frau Parkins, die bei mir angerufen hat?"
Mac Lean schüttelte mit dem Kopfe.
„Nein! Das glaube ich nicht. Ich habe eine Vermutung, aber ich möchte selbst erst einmal mit Ihnen im Hause Borglohs sein."
Bruce und Mac Lean fuhren zusammen durch das nächtliche London zum Hause Friedrich Borglohs. Schon von weitem sahen sie eine Reihe Fenster erhellt. .
„Nanu! Da scheint man ja noch auf zu fein! meinte Mac Lean. „Hoffentlich sind mir die Vögel nicht schon ausgeflogen. Ich hätte Sie doch eher um die Verhaftung der Parkins bitten muffen, Inspektor Bruce. Aber ich wollte erst alle Faden fest in der Hand haben, ehe ich zum Schlage ausholte."
Das Auto hielt vor dem Haufe. Sie [prangen ab. In diesem Augenblick öffnete sich die Tür. Zwei Gestalten stürzten heraus.
Mac Lean stellte sich ihnen in den Weg:
„Hallo, Mister Parkins!" sagte er. „Wo wollen Sie denn mitten in der Nacht hin?"
Mistreß Parkins stieß einen Schrei aus. Ihr Mann riß sie hart am Arm, flüsterte ihr etwas zu. Die beiden wollten an Mac Lean vorbei, aber schon sprangen auch Bruce und der Chauffeur hinzu. _ .
„Hiergeblieben!" sagte Mac Lean zu den Parkins. „Haben wir Sie endlich?"
Die Frau begann zu zittern. Parkins stand mit verbissenem Gesicht da.
„Ich verstehe gar nicht, was Sie von uns wollen, Herr!" versuchte er trotzig zu sagen. Aber au einen Wink von Mac Lean hin blinkte es schon m den Händen des Polizeichauffeurs auf. Ehe Par- kins noch wußte, wie ihm geschah, hatte man seine
Gießener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 31. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Matte, 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (frische) 12 bis 13, (ausländische) 10 bis 13, (inländische Kühlhauseier) 10 bis 13, Wirsing (grün), das Pfund 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 12, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 10 bis 12, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat 70, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 20 bis 25, Kartoffeln, das Pfund 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 10 bis 15 Pf., Birnen 10, Nüsse 40 bis 50, Honig 45 bis 50, junge Hähne 90 bis 100, Suppenhühner 75 bis 85, Gänse 80 bis 90, Enten 80 bis 90, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 20 bis 50, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30 Pf.
Vornotizen.
— Tageskalender für Montag: Stadttheater, 20.30 bis 23 Uhr: „Die vier Schlaumeier". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Grüß mir die Lore noch einmal". — Aftoria-Lichtfpiele, Seltersweg: „Im Geheimdienst".
— Tageskalender für Dienstag: Stadttheater, 20 bis 22.15 Uhr: „Krach um Jolanthe". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Grüß mir die Lord noch einmal". — Aftoria-Lichtfpiele, Seltersweg: „Im Geheimdienst". — GRG., 14 Uhr: Neu-
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Mittwoch, 2. Januar:
6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Don (Stuttgart:»b naftif. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.30: Son:$ gart: Gymnastik. 10.45: Praktische RaWiil- Küche und Haus. 11: Werbekonzert. 11.45:'■31 dienst. 12: Don Berlin: Mittagskonzert. 1UÄD, Stuttgart: Mittagskonzert. 14.30 Uhr: bericht. 14.55: Wetterbericht. 15.15: Don ml) 1. Schwarzwälder Kinder singen DolkslssI ,,Z' Lichtgang bei einem Schwarzwälder W cher". Hörfolge von Alfred Erich Unger. Königsberg: Nachmittagskonzert. Tanztee. ! Zeit und Leben. 18.45: Wetterbericht. 18J8j Wein liegt Wahrheit ganz allein? Eine 6N[| tenplauderei um A. Lortzing von Hans Das Leben spricht! 20.10: Von Stuttgart: eWI sendung: Unsere Saar — den Weg frei ftänbigung. 20.50: Von Stuttgart: - Reichs! Stunde der jungen Nation. Das Erbe in >*1 Blut. 21.15: Von Kaiserslautern: „Bunte* von der Saar". 22.30: Von Freiburg: lieber in Kriegs- und Friedenszeiten. Rekrvt* und -bräuche. ___.Ü
„Heute in der Nacht? Warum denn wieder dorthin? Was ist denn das wieder für eine Geschichte?"
Mac Lean stand auf.
„Dort werden wir eine endgültige Lösung finden, Inspektor Bruce."
14. Kapitel.
Friedrich Borgloh lag im Hospital in Kensington. Er kam langsam wieder zu sich. Doch hatte die chwere Chloroformbetäubung ihm noch nicht ganz die Denkfähigkeit wiedergegeben. Er lag immer noch wie in einem leichten Halbschlaf — die Aerzte ließen ihn schlafen. Der letzte Rest der narkotischen Einwirkung mußte erst vergehen. Vermutlich war auch der Schrecken, den er vorher durch den Heber« all erlitten, mit schuld, daß er langsamer zu sich !am.
Mac Lean, der sich jetzt bei dem Chefarzt er» kündigte, war ganz zufrieden.
„Mir wäre es am liebsten", sagte er zu Jnspek- tor Bruce, „der arme Borgloh würde zwei Tage und zwei Nächte durchschlafen. Wenn er auf» wacht, möchte ich alles klar haben."
Und dann fuhr er mit Inspektor Bruce durch die Nacht nach Croydon und zum Sanatorium.
Der Chefarzt Professor Gershwin war wenig erbaut, als er mitten in der Nacht von seinem Diener aus dem Bett geholt wurde.
„Was ist denn los?" fragte er. „Ist in der Anstalt jemand unruhig geworden? Warum wecken Sie nicht den diensthabenden Arzt? Muß ich denn alles selber machen?"
„Verzeihung, Herr Professor!" sagte der Diener ängstlich. „Da draußen sind zwei Herren, die Herrn Professor unbedingt sprechen wollen. Der eine ist von Scotland Yard — er hat mir seine Karte gezeigt —, und der andere--ich kann mir nicht
helfen —, der sieht aus wie der junge Mensch, der neulich eingeliefert ist, und der den Wächter geknebelt hat und bann wieber auf unb bavon ist."
Aha!" sagte ber Professor. „Vermutlich hat ihn bie" Polizei eingefangen. Wirb ein Schwerverbrecher sein, ber irgenbwelche bunkle Pläne gegen unsere Anstalt hatte. Nun wirb man ihn mir wohl gegenüberstellen wollen."
Eine Viertelstunbe später kam Professor Gershwin angezogen unten in den Empfangsraum.
Zwei Herren erhoben sich von ben Sesseln. Der Professor erkannte sofort ben Patienten, ben an- geblichen Baronet of Chaminabe.
„Inspektor Bruce!" stellte sich ber anbere Frembe vor. „Sinb Sie Herr Professor Gershwin?"
51 Gewinne von im Ganzen 150 000 Gewinne in jeher Losserie. Wer wirb da in der Silvesternacht nicht einmal sein Glück probieren? Unb benft immer daran, daß mit jedem Glücksbrief einem Volksgenossen in seiner größten Not geholfen wirb.
Freie Fahrt auf den Krastposten fürabstimmungsverechtigteSaarländer
ben an Deutschlcmb. 15: Stunbe des Sani« - Bauernkantate zum neuen Jahr. 15.40: Cs ftgft bie Lanbesbauemführer bes Senbebereichs" fpräch aus Hessen-Nassau, Baben, Pfalz Jhirir?. Rheinlanb unb aus bem Saargebiet 16: IJ Deutschlanbsenber: Nachmittagskonzen. 18: H Deutschlanbsenber: Reichs-Ring-Sendim Euch gefällt". Aus bem Wunschzettel bes taste Hörers. 20: Sportnachrichten. 20.05: Ium Opernhaus zu Frankfurt: Die Fledermaus, tes in drei Akten von Johann Strauß.
Hände ergriffen. Kalt schnappte bas Schloß der Kette um seine Hcmbgelenke.
„Das werben Sie zu verantworten haben , sagte er wütend. „Wie kommen Sie dazu, harmlose Bürger zu fesseln? Seit wann ist das in England erlaubt?" ,, ..
„Seitdem harmlose Bürger Falschmünzer und Verbrecher werden!" entgegnete Mac Lean. Seine Stimme klang metallisch.
„Und nun, bitte, Mistreß Parkins, wenn Sie nicht wollen, daß wir Sie auch fesseln, begleiten Sie uns zurück. Wir unterhalten uns besser oben als hier unten auf ber Straße."
„Nicht zurück!" flüsterte Mistreß Parkins. „Da oben, ba liegt sie — ich kann nicht ..." Sie schlug bie Hänbe vor bie Augen. n
„Wer liegt ba?" fragte Druce. Aber Mac Lean war schon mit ein paar Sätzen bie Treppe hinauf.
„Die beiben Leute hier mit herein!" befahl Bruce unb rannte Mac Lean nach. Er burchquerte eine große, kostbare Diele — horchte einen Augenblick. Im ersten Stock ging eine Tür. Bruce lief hinauf, bem Klang nach. Durch bie offene Tür sah er Mac Lean am Boben knien. Dor ihm lag eine Frau steif unb reglos ba. Es roch im Zimmer nach versengtem Stoff — ein Revolver blinkte auf bem Rot bes Teppichs.
Die Deutsche Rsichspost gewährt den abstimmungsberechtigten Saarländern, wenn sie auf bem flachen Lande wohnen und auf der Reise zur Abstimmung bis zur Eisenbahn die Kraftposten benutzen, für die Hin- unb Rückreise freie Fahrt mit der Kraftpost. Hierbei ist ber zur Abstimmung be- rechbigenbe Ausweis vorzuzeigen.
Gchülerleistungsschreiben 1935.
Die Ministerialabtellung für Bildungswesen, Kultus, Kunst unb Volkstum hat an bie Direktionen ber höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsan- stalten unb bie Kreis- und Stadtfchulämter folgenbes Ausschreiben gerichtet:
Im Februar 1934 ist durch bie Deutsche Stenographenschaft bas erste Schülerleistungsschreiben in Kurzschrift im ganzen Reiche durchgeführt worben. In Hessen beteiligten sich 75 Schulen mit 88 Kurz- schrrftlehrern unb 1244 Schülern am Schön- und Richtigschreiben, von denen 1078 auch bas Schnellschreiben mitmachten. Die im allgemeinen guten Erfolge zeigten, baß an ben hessischen Schulen bie Kurzschrift mit Ernst und Eifer gepflegt wirb. Auch in ben über das Lehrziel ber Schule hmausgehen- den, nur durch besonderen Fleiß bei entsprechender Veranlagung erreichbaren Geschwindigkeiten wurde eine Anzahl sehr guter Leistungen feftgeftettt.
Im Februar 1935 soll dieses Leistungsschreiben wiederholt werden. Wir genehmigen die Mhaltung dieser Leistungsprüfung an ben höheren Lehranstalten, Handels- unb kaufmännischen Berufsschulen unb ben beiden oberen Klassen ber Volksschulen, soweit sie Kurzschrift unterrichten. Die Organisation ber Veranstaltung liegt in ben Händen des Gaufachberaters für KurMrift im NSLB., Herrn Kammerstenographen Winkler (Darmstadt), an den die Schulleitungen die Namen der Kurzfchriftlehrer unb die ungefähre Anzahl der Teilnehmer in den einzelnen Abteilungen melden. Wir ersuchen die Schulleitungen, diese Leistungsprüfung m jeder Weise zu fördern und die Lehrer darauf aufmerksam zu machen, daß es sich nicht um die Heraus-
stellung von Höchstleistungen handelt, sondern um ben Nachweis guter Durchschnittsleistungen auf ber gediegenen Grundlage, bie die Schule für das praktische Leben zu bieten hat.
In ber zweiten Hälfte bes Monats Februar 1935 soll erstmals auch eine Leistungsprüfung im Ma- schinenschreiben abgehallen werden, bie für die in Betracht kommenden Schulen ebenfalls genehmigt ift
Deutsche Arbeitsfront.
NS.-Gemeinschaft „Kraft durch $reube“.
Freischütz-Aufführung am 6. Januar: Auf unserer Geschäftsstelle, Schanzenftraße 18, Zimmer 10 unb 11, find noch einige Karten zu 2 Mark und 2,50 Mark zu haben.
Oie Entrichtung der Lohnsteuer.
Vom Finanzamt Gießen wirb uns mitgeteilt:
Das Markenverfahren kommt für bie Entrichtung ber Lohnsteuer nach den geänderten Bestimmungen ab 1. Jan. 1935 nicht mehr in Frage. Sämtliche Lohnsteuer ist im Ueberweisungsverfahren abzuführen. Einkommensteuermarken dürfen nach der Verordnung vom 18. Dezember 1934 zur Entrichtung ber Lohnsteuer für Lohnzahlungszeiträume, die nach bem 31. Dezember 1934 enden, nicht mehr verwendet werben. Wegen Erstattung unb anderer Auskunft roenbe man sich an bas Finanzamt.
dem Daierlande Opfer zu bringen. Wir opferten, als wir zur Verteidigung von Haus unb Hof und Weib unb Kinb in ben Weltkrieg zogen. Wir opferten, als wir heimkamen unb Verräter unb Verbrecher hier alles zerschlagen hatten, was uns heilig war. Wir müssen opfern, täglich, stünblich, wenn unser Reich nun zum britten Male errichtet werben soll. Aber weil wir bas Opfern gelernt haben, weil es uns seit Jahrhunberten ins Blut gebrungen ist, daß niemanbem mehr etwas selbst gehört, ber ber Fahne bes Vaterlcmbes sich verschworen hat, weil uns tiefen Dienst am Volk in allen Zeiten ber Not unsere großen beutschen Männer vorgelebt haben unb weil seit Jahrhunberten in diesem Dienst für bas Volk Millionen ungekannte unb ungenannte deutsche Menschen sterben konnten, darum werben auch wir Menschen ber Gegenwart es vermögen, im neuen Jahre bie Opfer bem Vaterlande zu bringen, bie es von uns forbert.
Darum stehe an ber Jahreswenbe als Mahn- unb Geleitwort für jeben beutschen Volksgenossen bas schöne, stolze, wahre Goethewort: „Wie kann man sich selbst kennen lernen? Durch Betrachten niemals, wohl aber burch Hcmbeln! Versuche beine Pflicht zu tun, unb bu weißt gleich, was an bir ist. Was aber ist beine Pflicht? Die Forberung bes Tages."
Ministerialrat Or. Schrod t-
Im Alter von 56 Jahren ist in Darmstabt ber Ministerialrat Dr. jur. Franz S d) r o b geftorben, eine weit über Hessen hinaus bekannte Persönlichkeit. In ßinbenfels i. O. geboren, besuchte er bie Universitäten München unb Gießen unb mar später als Gerichtsassessor in Alzey unb Seligen- ftabt tätig, bis er in bas hessische Finanzministerium berufen würbe. Er würbe stellvertretender Staatskommifsar bei ber Landeshypothekenbank unb bann zum Finanzrat, Oberfinanzrat unb_ Ministerialrat im Ministerium ernannt. Bei Gründung Der Hessischen Lanbesbank würbe er 1923 zum Dvr- ftanbsmitglieb bestellt, um nach einigen Jahren, m denen er nochmals dem Staatskommissariat der Bank angehörte, 1928 wieber bie Bankleitung zu übernehmen, bie er bis zu seinem Ableben neben seinem Amt als Ministerialrat behielt. Dr. Schrod Sehörte ber Prüfungskommission für das höhere ustiz- unb Derwaltungsfach, bem Aufsichtsrat ber Hessen-Nassauischen Lebensverficherungsanstalt m Wiesbaben, dem Derwaltungsrat des Verbandes deutscher öffentlich-rechtlicher Kreditanstalten und dem Aufsichtsrat der Deutschen Landesbankzentrale in Berlin an. Für seine großen Verdienste um bie Wiederherstellung bes Mainzer Domes würbe er vom Papst mit bem Gregoriusorben ausgezeichnet. Sein heiteres, menschlich-offenes Wesen hatte chm viele Freunde gewonnen.
Die grauen Männer.
Zur Jahreswenbe kauft als Glücksomen für das beginnenbe Jahr einen Glückslosbrief ber Winter- Hllfe-Lotterie.
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Professor unb Assistent am Geologischen Jnst^ * ßanbesunioerfität Gießen, Dr. Karl j) u m * mit ber Amtsbezeichnung „persönlicher Ording'' zum planmäßigen außerordentlichen Profess^' Geologie unb Paläontologie, mit Wirkun« - 1. November 1934 an.
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C-Moll, von Franz Schubert. Das Qrche Reichssenbers Frankfurt. 8.45: ChorMase raloorfpiele Heinrich Kaminski. 9: Eva Morgenfeier, veranstaltet von bem Amt für rnusik. 9.45: Orgel-Konzert. 10: Don Berlin: fenbung: Eine Neujahrsbotschaft bes Rci führers am Grabe Herbert Norkus' auf dem Johannisfriebhof in Plötzensee. 10.45: briefe berühmter Männer unb Frauen. 11: sches Schatzkästlein. Alte Blas- und Z 11.30: Auftakt 1935. Ausblick bes Zeitfunl!-. - Übertragung nach Stuttgart: Mittaqskan;?: j Korber Kleine freundliche Neujahrspredigt. 13.15: b 1 "
Herr Professor."
Jetzt würbe ber Arzt bleich.
„Bis in mein Haus? Um ®^ele°cn ' ist geschehen? Ich bitte Sie, meine ye Sie Platz. Mister Mac ßean,. wenn W (I Hause etwas Orbnungswibriges ; sollte — seien Sie versichert, ich
bavon!" mI
„Davon finb wir überzeugt, He meinte Mac ßean herzlich. „Un Sie! Sie haben hier im Hause eine lotte Dawis." .-<>*
„Die habe ich. Was ist mit ihr. | „Würben Sie mir 3unad)ft fa9cn'9-
for, wie biefe Kranke zu Ihnen kam- (Fortsetzung folgt!)'
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„Herr Professor, Sie haben jetzt eigentlich nicht lachen. Denn J ’ 2,; unb Ihrem Sanatorium übel mitgelP müssen mir biefe Kriegslist verzeih - >
sessor. Unb Sie werben es fidjer h,n- ‘ Ihnen jetzt mit meinem wahren Nam
Ich heiße Mac ßean und bin auf . eines schweren Verbrechens gewe? - 6ar.jj dieses Verbrechens führen bis m <v
Natürlich handelt es sich nicht um die drei gestrengen Eisheiligen oder um die Heiligen drei Könige. Von den ersteren trennt uns noch ein langer Winter und ein kalter Vorfrühling; unb die anberen werben aus Trabition unb Ueberhefe- rung bunt unb luftig aufgeputzt geschildert, wie es ßeuten aus bem fernen Morgenlanbe zukommt. Auch Erlkönig unb Kompanie ist nicht gemeint, noch weniger König Mime unb feine Mannen ober gar die Heinzelmännchen. Diese allerdings, die nach Sage unb Märchen in Köln befonbers hilfbereit unb freunblid) fein fallen, haben eigentlich noch am meisten Ähnlichkeit mit ben „grauen Mannern , die wir meinen: gleich biefen finb sie überall, wo es zu helfen gilt; gleich biefen können sie eine freubige Überraschung bescheren, wenn man es am wenigsten erwartet. Denn es hanbelt sich um bie „grauen Glücksmänner" ber neuen Reichs-Winter- Hilfe-Straßenlotterie. Mit Grauen haben biefe ßeute zwiefach zu tun: erstens finb sie mit einem hübschen grau-roten Dreß betreibet, zweitens kann es einem jeben von uns blühen, baß er gelegentlich einen „Grauen" — also einen Tausenbmark- ichein — herausbekommt, wenn er seine Mark opfert. Die Glücksmänner bevölkern wieber, wie im vergangenen Jahre, bie Straßen unb Plätze in Stabt unb ßanb. Es scheint, als ob sie immer bann auftauchten, wenn bas Wetter schlecht unb ber Verkauf ber ßofe in Schnee unb Regen ein kleines Stückchen Helbentat wirb. An uns ist es, bafur zu sorgen, baß ihnen ber Beruf nicht allzu schwer gemacht wirb. Je mehr bas Gelb in ihrem Kasten springt, um so fröhlicher werben sie ihre Pflicht tun. AMMisÄEU
Roman von Rainer Ielden.
Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (6.)
Stehenben von oben bis unten.
„Sjat man Sie enblich erwischt, 5)err9 M „Hat man Ihnen auf ber Polizei tlargerw- biefer kleine Scherz hier kosten kann. Angriff auf mich,^Vorspiegelung falscher v- Freiheitsberaubung eines Wärters, vie M wohl barüber klar, was Sie alles W haben? Ich nehme an, Herr Inspektor. - „iq er sich an ben Polizeibeamten, „Sic PnD - b mn» gekommen, um mit bem Gefangenen ei . W termin aufzunehmen.
Er konnte nicht weitersprechen, denni der - liche Baronet war in ein geradezu hem^ Gelächter ausgebrochen. Unb auch 2u|P ■ lachte, baß ihm bie Tränen unter der
i «L tragung nach Stuttgart: Katerfrühstück b;i h«’r unb Platt. 14: Von Kassel: Jugendfunk. Vir^ ben an Deutschland. 15: Stunde bes Santa - ’


