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Eckeners Pläne für-enWelilustschiffdienst

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lich sei, müsse allerdings von der Regierung der Vereinigten Staaten, die das Heliummonopol be­säße, zur Verfügung gestellt werden. Eckener be­legte zahlenmäßig, daß der Zeppelindienst zwischen Deutschland und Südamerika einträglich ist.

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kurzer Zeit seine Fahrt fortsetzen konnte. Da der Lokomotivführer beim Löschen des Brandes leichte Brandwunden an den Händen davongetragen hatte, übe rn ahm König Boris persön­lich die weitere Führung des Zuges bis Warna.

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Schon ist ein Teil der Brautausstattung der Prinzessin Mariner von Griechenland bestellt, die Demnächst durch ihre Heirat den eng­lischen Prinzen Georg glücklich machen soll. Und da jubelt Paris: denn vor allem ein weltbe- kanntes Modehaus derLichtstadt" hat große Auf­träge erhalten und arbeitet an manchem Märchen­zauber, der dieser Ausstattung einverleibt werden soll.

Dazu gehören die verschiedensten Kostüme und sog. Laufkleider. Sie sind in blauen, roten und gelben Farben gehalten. Gerade diese Abteilung der Ausstattung wird besonders reichhaltig sein, da die Prinzessin, eine leidenschaftliche Spaziergängerin, überhaupt das schlichte Kleid bevorzugt. Die verschiedensten Abendtoiletten sind dabei na- türlich nicht vernachlässigt: hier erregt vor allem ein Silberlamä-Stoff und ein sehr feines rosa Seidenmousseline das Entzücken der gesamten Damenwelt, soweit ihr diese Wunderwerke zugäng­lich gemacht werden.

Und das Brautkleid? Natürlich ein Mär­chen ... Aber mehr wird auch nicht verraten. Noch zerbrechen sich die Modistinnen den Kopf über die

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Eröffnung hatte der italienische Generalkonsul in Innsbruck Einladungen an alle Mitglieder der ita­lienischen Kolonie in Innsbruck, auch an die hier lebenden deutschen Südtiroler ergehen lassen, wobei betont wurde, daß das Erscheinen Pflicht sei. Am Festakt in der neuen italienischen Schule, die sich in einem Hause an derStraße der Sudetendeut­schen" befindet, nahmen die italienischen Schulkinder mit ihren nationalen Fahnen, sowie Mitglieder der Kolonie teil.

Die Vrauiausstawilg der Prinzessin Marina

Paris hat eine unpolitische Sensation.

W a s h i n g t o n , 31. DFL (DNB.) Der japanische Botschafter Saito äußerte sich nach seiner Rück- kehr von einem längeren Aufenthalt in Japan vor der Presse über die Flottenbesprechungen. Japan verlange aus nationalen Prestigegrün- den Gleichheit der Verteidigung zur See. Den Standpunkt, daß Japan zur Verteidigung seiner eigenen Küsten weniger Schiffe benötige als Ame­rika, das zwei Küsten, im Stillen Dzean und im Atlantischen Dzean, zu verteidigen habe, ließ Saito nicht gelten. Das Volks empfinden in Japan würde es nicht länger dulden, daß d i e Vereinigten Staaten Japan vorschrie­ben, wie viele Schiffe es besitzen dürfe, oder daß Amerikain eleganter Rolls-Royce-Li­mousine fahre, Japan aber einen billigen Ford- wagen anweise". Daran aber brauche die Londoner Konferenz nicht zu scheitern, denn Japan sei durch­aus bereit, sich mit einer allmählich fort­schreitenden Rüstungsgleichheit * friedenzugeben, und zwar könne das im Wege der Abrüstung geschehen, indem Japan dann für 1OOOO Tonnen an Kriegsschiffen, die Amerika ab- rüste, 6000 Tonnen japanischer Kriegsschiffe ab- wracken werde. Japan sei ferner für die Ab­schaffung von Linienschiffen. Sollte Amerika aber hierauf nicht eingehen, so könne man sich darauf einigen, daß Japan in einer bestimm­ten Frist über die gleiche Gesamttonnage verfüge wie Amerika. Heute, da die Luftwaffe so weit ent­wickelt sei, könne man Amerikas Verzicht auf eine Befestigung von Guam und Samoa nicht mehr als eine Gegenleistung für einen japanischen Verzicht ouf die' jedem souveränen Staat zustehende Ru- ftungsgleichheit hinnehmen.

Dr. Eckener, der, wie gemeldet, in Washing­ton ausführlich vor dem Luftfahrtausschuß über den Stand des Luftschiffbetriebes sprach, erläuterte auch seine Pläne für bie Zukunft. Er machte da­bei die Zusicherung, daß er im Sommer 1935 mit dem neuen Zeppelin-LuftschiffLZ 129" Der- suchsfahrten zwischen Friedrichshafen und Nordamerika unternehmen wolle. Er stelle das neue Luftschiff auch für zehntägige Rund­fahrten in Amerika zur Verfügung. Im Herbst 1935 würdeLZ 12 9" in den Südatlantikdienst eingestellt werden. Der Luftfahrtausschuß versprach, dem Bundeskongreß eine Vorlage zugehen zu lgs- sen, in der von der Regierung Mittel für die Durch­führung der Versuchsfahrten desLZ 129" nach Nordamerika für Vorbereitung eines regelmä­ßigen nordatlantischen Luftschiff- ö i e n ft e s durch Bau von drei bis vier Zeppelin-Luftschiffen, sowie für die Aus- bilbung ber für biese Luftschiffe benötigten Mann­schaften angeforbert werben, falls sich bie zustän- bigen Behörden für die Annahme des Planes Dr. Eckeners entscheiden sollten.

Dr. Eckener empfahl dem Luftfahrtausschuß ferner die Einrichtung eines die Welt umspan­nenden Luftschiffdienstes zwischen Deutsch- land, Nordamerika, Südamerika, Holländisch-Jndien und Britisch-Jndien. Ein seetüchtiges Luftschiff, so sagte er, sei bereits vorhanden. Man müsse nur ohne Zögern zugreifen. Das Heliumgas, das für die Verwirklichung dieses großen Planes erforder­

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Art des Stoffes und über die Form der Schleppe; das Modell an sich stellt dabei schon fest. Daneben wird bekannt, daß sich die Prinzessin unter viel anderem Wunderwerk auch einen Leoporden- mantel bestellt hat, wie er gegenwärtig hoch­modern ist.

Die Bevorzugung der französischen Hauptstadt be­züglich dieser prinzeßlichen Brautausstattung läßt natürlich die englischen Modehäuser nicht schlafen. Und doch ist sie begreiflich, wenn man bedenkt, daß Prinzessin Marina ja eigentlich viel mehr ein Kind von Paris als von Athen ist. Ihr Vater, Prinz Nikolaus von Griechenland, lebt schon seit fünf­zehn Jahren mit seiner Familie in Paris, hier hat sich auch Marinas Jugend abgespielt; zehn Jahre teilte sie hier im Westen eine Etagenwohnung mit ihren Eltern, zu der ein riesiges Atelier gehörte der Vater will viel lieber als Maler denn als Fürst gelten, hat vielfach unter dem Namen Nicolaus L e p r i n c e ausgestellt und auch seiner Tochter einiges von seinem Talent vererbt, dessen Be­tätigung die Prinzessin jedoch mehr als Zeitver- treib denn als inbrünstig geliebte Kunst ansieht.

Für ungekürzte Baumwollausfuhr nach Deutschland.

Kairo, 30. Dkt. (DNB.) Die ägyptische Vereinigung der Grundbesitzer fordert in einem offenen Brief an den Finanzminister v e r- mehrten Einkauf von Waren aus Deutschland gegen A u f r e ch t e r h a l t u n g der bisherigen Höhe der Ausfuhr von Baumwolle nach Deutschland. Bereits seit eini­ger Zeit beschäftigt sich die Deffentlichkeit mit dem Plan eines Warenaustauschabkommens zwischen Deutschland und Aegypten. Ein solches hätte, da die Handelsbilanz zwischen Deutschland und Aegypten bisher für Deutschland stark passiv war, eine vermehrte Einfuhr deutscher Waren nach Aegypten zur Folge.

Hungermärsche" in LlSA.

N e u y o r f, 31. Dkt. (DNB. - Funkspruch.) In Albany im Staate Neuyork kam es zwischen Polizei und über 200 Erwerbslosen zu einem schweren Zusammenstoß. Die Arbeitslosen waren auf fünf Lastwagen aus Neuyork ein­getroffen, um der Regierung Forderungen für Hilfs- Maßnahmen während.des Winters zu unterbreiten. Auf der Brücke über dem Hudson-Fluß wollten die Arbeitslosen eine Durchsuchung der Wagen verhin­dern. Sie sprangen ab und versuchten, die Polizei­kette zu durchbrechen. Nach heftigem Kampf wurden die Teilnehmer an demHungermarsch" zurück- getrieben. Etwa 20 Verwundete muhten ins Krankenhaus gebracht werden. 45 Personen wurden verhaftet. Bei mehreren Festgenommenen wur­den Wclffen gefunden. Auf die Nachricht, daß sich eine weitere Erwerbslosengruppe auf einemHun­germarsch" aus Buffalo einem anderen Stadt­teil nähere, wurde ein größeres Polizeiaufgebot mit Maschinengewehren und Tränengasbomben einge­setzt. In Cleveland (Dhio) versuchten Kommu­nisten das Rathaus zu stürmen. Der Polizei gelang es, die verhetzte Menge zurückzuschlagen. Der Bürgermeister hat alle kommunistischen Kundgebun­gen verboten.

Feierliche Einweihung einer italienischen Schule in Innsbruck.

Aus Anlaß des Jahrestages des faschistischen Marsches auf Rom wurde in Innsbruck die vom italienischen Generalkosulat errichtete i t^a l i e - ni * ' e <5 ule "eierli erö " net. "u der

Reue Gprachenverordnung in polen.

Sprachenverordnungen waren für nationale Min­derheiten meist sehr unerfreulich. Uni so angeneh- mer fällt es auf, daß der polnische Innenminister die bisherigen Bestimmungen merklich ausge­lockert hat und jetzt auch denjenigen Personen die Uebernahme eines Abgeordnetenmandates ge­stattet, die die polnische Sprache nur leidlich be­herrschen. In Polen war es bisher so, daß Minder- beitenüertreter zu den Selbstverwaltungskorper- schasten n i ch t z u g e l a s s e n wurden, wenn ihnen bei den Prüfungen Fehler unterliefen, vor Denen selbst die waschechtesten und gebildetsten Polen nicht Ücker sind Künftig werden gerade in den Gemeinde- räten auch die Minderheiten wieder stärker vertreten sein. Das ist besonders er­freulich denn für diese Posten sind nicht immer Vertrauensmänner zu finden, die die Sprachbedin- aungen hundertprozentig erfüllen können. Polen hat das soll und muß anerkannt werden, in die allgemein üblichen Sprachenoerordnungen eine Bresche geschlagen, es hat dem Ausgleich zwischen dem Staatsvolk und den Minderheiten einen be­achtlichen Dienst erwiesen. Wir aber dürfen wohl die Milderung der Sprachenoerordnung als ein Zeichen dafür ansehen, daß der bevorstehende Pietz-Prozeß nicht von neuem zum Duell von Gegensätzlichkeiten, Anfeindungen und Mißhellig­keiten wird, daß vielmehr im Geiste der vom Innen­minister erlassenen Bestimmungen der Prozeß so geführt und so entschieden wird, daß das Urteil nicht als Hindernis auf dem Wege der deutsch- polnischen Verständigung liegen bleibt.

Japans Kampf um Gleichberechtigung.

Das Attentat von Marseille.

Sndslawien

fürchtet Versacken der Untersuchung.

Belgrad, 30. DEL (DNB.) Die südslawische Deffentlichkeit verfolgt mit großer Unruhe den Ver­lauf der Marseiller Untersuchung. DiePrawda" läßt sich aus Paris berichten, daß das Verfahren in eine Sackgasse geraten sei und in der letzten Zeit überhaupt keine neuen Er - g e b n i | f e gezeitigt habe. Nach dem gegenwärti­gen Stand der Dinge sei anzunehmen, daß die Hauptschuldigen straffrei ausgehen würden und nur die Mitschuldigen, die lediglich als blinde Werkzeuge gedient hätten, ihr Verbrechen büßen müßten. DiePrawda" zitiert dabei einen Aufsatz desJntransigeant", in dem festgestellt wird, daß Frankreich verpflichtet sei, die Unter­suchung zu Ende zu führen, wenn es nicht wünsche, die Freundschaft Südslawiens zu verlieren. DiePrawda" veröffentlicht diesen Satz als Schlagzeile über die ganze erste Seite. Als Hauptschuldige kommen nach Ueberzeugung des Blattes die in Turin verhafteten Führer der südslawischen Terrororganisation Pawelitsch und Kwaternik, sowie die in Wien lebenden Mitarbeiter General S a r k o - titsch und Oberstleutnant Pertschewitsch und Der in Belgien verhaftete Dr. Stephan P e - ritsch in Betracht.

Kem Attentat auf König Boris von Bulgarien.

ßonDon, 31. Oft. (DNB.-Funkspruch.) Der Son­derberichterstatter derDaily Mail" in Sofia be­richtete, daß auf den Eisenbahnzug, in dem König Boris von Bulgarien von Sofia nach Warna reifte, ein Bombenanschlag verübt worden sei. Der König sei unverletzt geblieben. Dazu wird amtlich mitgeteilt, daß es sich lediglich um einen geringfügigen B r a n d m der Lokomo­tive gehandelt habe, dessen Ursache im Heihlau- fen einer Achse zu suchen sei. Die Lokomotive sei in der Nähe der Haltestelle Kessarowo plötzlich in Brand geraten und mußte auf offener Strecke halten. Dem Bahnpersonal, das die Loscharbei- ten unter der persönlichenLeitung Des Königs Durchführte, gelang es indessen, die Ge-

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Aus aller Welt.

Der Führer als pale beim achten Kind.

Für das am 15. August d. I. Dem Friseur Wil­helm Klüppel unD seiner Ehefrau in Kassel- Kirchditmold geborene achte Kind, einen Jungen, der am letzten Sonntag getauft wurde, hat nach .einem Schreiben der Präsidialkanzlei Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Ehren­patenschaft übernommen und gestattet, daß sein Name als Taufpate in das Kirchenbuch einge­tragen wird. Der Führer und Reichskanzler ließ dem Ehepaar Klüppel feine herzlichsten Glück­wünsche aussprechen. Die Taufe desHitlerjungen" fand in Gegenwart der politischen Leiter Der Orts» !;ruppe Kirchditmold statt. Pfarrer Blazejew - k i hob hervor, daß Der Führer die Patenschaft ür Das Kind übernommen habe und erklärte Den Eltern, daß sie sich dadurch in besonderem Maße beglückt, aber auch verpflichtet fühlen müßten. Sie hätten damit Die Aufgabe übernommen, das Kind so zu erziehen, Daß es Dem Führer In seiner Le­benshaltung dereinst Ehre machen und ein deutscher Mann nach dem Herzen des Führers werden wird.

NS-Schulungskurses im Roten kreuz.

Die Reichsfrauenführerin, Frau Scholtz- Klink, hatte dieser Tage die ersten Vorsitzenden sämtlicher im Reichsfrauenbund zusammengeschlosse­nen Landes- und Provinzial-Frauenvereine vom Roten Kreuz in Berlin versammelt, um sie als verantwortliche Trägerinnen der Rotkreuzarbeit in einem Schulungskurs in die Kernfragen na­tionalsozialistischer Wohlfahrtsarbeit einzusühren. Nachdem der stellvertretende Präsident des Deut­schen Roten Kreuzes, Dr. H o ch e i s e n, den straf­fen Zusammenhalt und eine feste Linie als Voraus­setzung für die Einheitlichkeit der Rotkreuzarbeit erklärt und der Amtsleiter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Dr. Groß, zu dem Thema Eugenik und Rassenhygiene" gesprochen hatte, prach Die Reichsfrauenführerin eingehend unD mit praktischer Blickrichtung auf Die Rotkreuzarbeit über Sinn, Begriff unD Ziel Des Nationalsozialismus. Es folgten weitere Referate u. a. von SA.-Dber- sichrer Dr. B l o h m e unD ObermeDizinalrat im Reichsministerium Des Innern Dr. Cro Die

Im Zusammenhang mit Den Besprechungen über Die geplante Einrichtung eines regelmäßigen Zep- pelin-LuftschiffDienstes zwischen Europa unD den Vereinigten Staaten wird noch bekannt, daß das Marineamt in Washington Dr. Eckener die Be­nutzung der Flugplätze von Lakehurst und Miami als Stationen für die im nächsten Sommer beginnenden Atlantikflüge des neuen Zeppelin- Luftschiffes LZ 129 gestattet hat. Die Landungs­kosten seien jedoch zu erstatten. Die in dem klimatisch günstigen Florida gelegene Station Miami würde nur benutzt werden, wenn Die Witterungsverhält­nisse eine Landung in Lakehurst unmöglich machen würden.

Der Vorsitzende der amerikanischen Schiffahrts­behörde, Admiral Gone, befürwortet den Bau von G r o ß lu f ts ch i f f e n für Handels- z w e cf e an Stelle des jetzigen Wettbewerbes im Bau von Riesendampfern. Anstatt einen Riesen­dampfer wie die englischeQueen Mary" zu bauen, dessen Kosten sich in den Vereinigten Staaten etwa um 50 v. H. höher stellen würden als in Europa, könnte man fünf Luftschiffe samt Den Dazu nötigen Landungsplätzen bauen.

die Notwendigkeit biologischer Haltung und Lebens- ührung für Das Ziel eines gesunden und starken Volkes barlegten. Der Leiter der Abteilung für Wohlfahrtspflege im Amt für Dolkswohlfahrt, A l t- Haus, sprach über die Aufgaben der national« ozialistischen Wohlfahrtspflege und die Zusammen­arbeit mit den Spitzenverbänden der freien Wohl­fahrtspflege.

Hermann Ganswindt ein Erfinderschicksal.

Hermann Ganswindt hat wie schon kurz berichtet für immer die Augen geschlossen. Mit ihm ist einer der besten Pioniere unserer Luftfahrt dahingegangen, ein Mann, den ver­gangene Generationen für einen Phantasten hiel­ten, den man verlachte und verhöhnte, und für dessen Erfindungen niemand etwas übrig hatte. Und doch war er ein tüchtiger Mann seines Fachs, dessen Fähigkeiten jedoch gerade diejenigen nicht zu schätzen wußten, die berufen waren, für bahnbrechende Er­findungen Interesse zu zeigen und Geldmittel flüssig zu machen. Enttäuschungen über Enttäuschungen brachen über Ganswindt herein, der schon als Junge mit einem selb st gefertigten Fahrrad Aufsehen erregte und der dann später seine volle Aufmerksamkeit der Luftfahrt zuwandte. Er brachte das erste brauchbare Flugzeug, ein Schrauben- flugacug heraus, das am 12. Oktober 1901 auf­stieg. Aber blind und boshaft war man ihm gegen­über, der sich in gleichem Umfang Feinde schuf, in dem feine Erfindungen Bedeutung gewannen. Schon vor dem Grafen Zeppelin hatte er die Grund­gesetze des Luftschiffbaues erkannt. Der Chef des Generalstabes, Graf Alfred von Schliessen, war einer der wenigen, die ihm Verständnis ent­gegenbrachten. Jedoch im Kriegsministerium wurde Ganswindt wie ein armer Irrer behandelt. Als er schließlich durchgesetzt hatte, daß ihm Geldmittel für den Bau eines 150 Meter langen Luftschiffes be­willigt werden sollten, da ertönte ihm die Absage entgegen: Ein derartiges Luftschiff geht über die militärischen Bedürfnisse hinaus? Die Pläne Gans­windts gingen bann später an den Grafen Zeppe­lin über, den man anfänglich auch wie einen Voll­idioten behandelte. Aber bas ist das Schicksal deut­scher Erfinder: Das eigene Volk will nichts von ihnen wissen, das Ausland weiß jedoch oft genug aus deutfcher Geistesarbeit Kapital zu schlagen.

Arbeitstagung der Sterbegeldverficherung des NSVFV. (Stahlhelm).

B e r l i n, 30. Oft. (Fkp.) Am 19. und 20. Oktober d. I. hielten in Berlin die Bevollmächtigten des Bundesamtes für Die NSDFB.-(Stahlhelm-)Der- ficherung eine Arbeitstagung ab. Die Wichtigkeit Der Tagung wurde dadurch besonders sinnfällig, daß an ihr zeitweilig Bundeskanzler Bock und Bundes­kämmerer Gruß als Vertreter des Bundesführers und der Bundesleitung teilnahmen, Deren Grüße unD Wünsche sie überbrachten. Die Leitung lag in Den Händen des Kameraden von Press ent in, Hamburg. An Der Tagung nahmen teil Direktor Kratochwill unD Direktor Zieschang vom Deutschen Ring in Hamburg. KameraD Gruß be­tonte in seiner Begrüßungsansprache Den hohen Wert Der NSDFB.-(Stahlhelm-)SterbegelD-Versiche« rung als sozialer Einrichtung des Bundes und ver­sicherte Die Teilnehmer der stärksten Unterstützung des Bundesamtes, der Landesämter und Nachgeord­neter Stellen. Höhepunkte Der Tagung bildeten die Vorträge der Kameraden Kratochwill und Ziefchang, die die großen Grundlinien Der ge­meinsamen sozialen Arbeit und Hilfsbereitschaft auf­zeigten. Hieran schlossen sich praktische Arbeitsvor­träge der Kameraden Völksch unb Schwert- feg er, Berlin, sowie Vorschläge aus Der Praxis Der Kameraden Bundesbevollmächtigten. Nach sehr eingehender Aussprache und Durchberatung wurden Die Richtlinien für die Herbst- und Winterarbeit festgelegt. Mit einemSieg-Heil" auf Führer und Bund wurde Die Arbeitstagung geschlossen.

Automobilklub von Deutschland ändert Den Namen.

Der Automobilklub von Deutschland (A. v. D.), der frühere Kaiserliche Automobilklub von Deutschland, hielt dieser Tage in Berlin eine Generalversammlung ab. Nach einem von dem ge­schäftsführenden Vizepräsidenten, Admiral a. D. Gladisch, gegebenen Ueberblid über die Entwick­lung des Klubs seit der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus und die neuen Aufgaben des Klubs genehmigte die Generalversammlung ein­stimmig eine Satzungsänderung und damit die Aenderung des Namens des Klubs. Die endgültige Benennung soll später erfolgen. Dor allem wird aber Wert barauf gelegt, daß die alte Tradition des Klubs, bie ihm so viele Freunde im In- und Auslande geschaffen hat, weiter fortgeführt wird. Die Generalversammlung gab dem Präsi­denten bzw. feinem Stellvertreter ober bem geschäfts« führenben Dizepräsibenten Vollmacht bis zum De­zember 1935.

Fihmaurice gibt Den Angriff auf den Schnelligkeitsrekord auf.

Oberft Fitzmaurice hat feine Absicht, einen Angriff auf den Schnelligkeitsrekord Englan dA u ft r a 11 e n zu unternehmen, für unbestimmte Zeit a u f g e g e b e n. Nach einer in Dublin veröffentlichten Erklärung hat es sich her- ausgestellt, daß das FlugzeugIrish Swoop für einen Dauerflug mit großer Schnelligkeit unge­eignet ift. Das Flugzeug wird der amerikanischen Fabrik, die es gebaut hat, zurückgegeben werden, Damit Abänderungen vorgenommen werden können.

Neuer Schrecken in Niederösterreich. Verwegene Raubzüge einer Verbrecherbanbe.

Neben dem Räuber und Brandstifter Sailer, , der, wie bereits gemeldet, das nördliche Nieder- : Österreich in Schrecken versetzt, ist nun auch eine zweite Verbrecherbande in Niederoster- rcich aufgetaucht, die nach Gangsterart mit mas­kierten Gesichtern verwegene Raubzüge durchführt und das Wiener Waldviertel tn Unruhe versetzt, uletzt tauchten sie in der einsamen Ort-

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