seine Wahrung abgewertet hak, nur durch eine starke Devalvation wirksam begegnen könne. Demgegenüber ist oft nachgewiesen worden, daß Wäh - rungsmanipulationen der deutschen Wirtschaft nicht die erhofften Vorteile bringen würden. Reichsregierung und Reichsbank haben unzweideutig und mit größter Entschiedenheit eine Devalvation abgelehnt. Es gibt andere Maßnahmen, durch die der Vorsprung, den sich die ausländische Konkurrenz durch die Währungsabwertung verschafft hat, ausgeglichen werden kann. Sie werden sich in den nächsten Monaten zweifellos zugunsten der deutsch en Ausfuhr auswirken. Außerdem werden natürlich auch Maßnahmen ergriffen werden, die zur Einschränkung des deutschen Bedarfs an ausländischen Rohstoffen bieneh. Kurz, von beiden Seiten her wird alles getan werden, um das Mißverhältnis zwischen dem Devisenaufkommen aus der deutschen Ausfuhr und dem gestiegenen Einfuhrbedarf der deutschen Wirtschaft auszugleichen.
Reben den bereits beschrittenen Wegen gibt es zweifellos noch andere, die zu einer Zunahme des deutschen Exports führen können. Die deutsche Industrie betreibt bekanntlich in großem Umfange V e r e d e l u ng s w i r t s cy a f t, d. h. sie bezieht aus dem Ausland Rohstoffe, verarbeitet diese zu Fertigerzeugnissen, die sie dann wieder ins Ausland ausführt. Die Veredlungswirtschaft kann aber ohne Inanspruchnahme von Devisen durchgeführt werden, wenn die ausländischen Rohstoffbesitzer die R o h - stoffe leihweise an die deutsche I n - d u st r i e vergeben, die dann die erzeugten Fertigwaren, wie bisher, exportiert und erst mit den hieraus erlösten Devisen die Rohstoffe bezahlt. Es gibt eine ganze Reihe deutscher Industrien, die sich auf diese Weise von der Devisenzuteilung der Reichsbank unabhängig machen könnten. Die überseeischen Rohstoffländer Deutschlands, die heute vielfach nur geringe Mengen deutscher Fertigwaren beziehen, könnten dadurch, daß sie ihre Rohstoffe leihweise hergeben, ihren Rohstoffabsatz beträchtlich erhöhen, ohne daß ihnen hieraus irgendein Risiko erwächst, da ja die aus den Rohstoffen in Deutschland gefertigten Erzeugnisse reichliche Sicherheit für die Bezahlung der Rohstoffe bieten.
Ein anderer Weg zur Umgehung der Devisen- schwierigkeiten ist der Abschluß von Kompensationsgeschäften. Er wird insbesondere im Verkehr mit solchen Ländern beschritten werden können, die Deutschland Rohstoffe liefern, zugleich aber einen beträchtlichen Bedarf an deutschen Fertigwaren haben, der bisher in anderen Ländern gedeckt wurde. Das Kompensationsgeschäft gibt ihnen die Möglichkeit, sich die deutsche Kundschaft zu erhalten, die auf andere Weise wegen Devisenmangels ihren Bedarf nicht befriedigen kann. Auch hier kommt es also darauf an, daß der Rohstofflieferant seinen deutschen Abnehmern durch eine Gegenleistung Erleichterungen gewährt.
Endlich ist es natürlich wichtig, daß jede Möglichkeit eines Exports re st los ausgeschöpft wird. Das kaufmännische Interesse allein wird hier nicht immer ausreichen, um den erforderlichen Anreiz zur Forcierung des Exports zu bieten. Oft wird es bequemer und vielleicht sogar einträglicher sein, die Waren im Inland abzu- fehen, das dank der allgemeinen Wirtschaftsbelebung in" wachsendem Maße aufnahmefähig ist. Die Reichsregierung appelliert demgegenüber an dos gemeinwirtschaftliche Gefühl und fordert von den deutschen Unternehmern, daß sie die denkbar größten Anstrengungen machen, um im Interesse der deutschen Gesamtwirtschaft ihren Export zu st e i g e r n. Sie hat ausdrücklich erklärt, daß sie öffentliche Aufträge nur noch an solche Unternehmer vergeben wird, die auf dem Gebiete des Exports voll ihre Pflicht tun und sich, wenn nötig auch unter finanziellen Opfern, in den Dienst der nationalwirtschaftlichen Exportbestrebungen stellen.
Es gibt also eine Reihe von Wegen, by ber beutschen Wirtschaft ben Zugang zu ben auslän- bischen Rohstoffen erleichtern unb frei machen können. Wenn sie alle beschritten sind unb wenn sich alle Beteiligten mit Eifer unb vaterlänbi - scher Pflichterfüllung in ben Dienst ber großen Aufgabe ber Exportförberung stellen werben, wirb man sehen, baß bie deutsche Wirtschaft bie Schwierigkeiten, bie zur Zeit ihrer Rohstoffversorgung entgegenstehen, aus eigener Kraft zu über« winben vermag.
Wirtschaft.
VII.Internationaler Straßenkongreß in München.
Wie ber Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen mitteilt, wird sich das Ausland an dem Anfang September stattfindenben Kongreß rege beteiligen. Die Industrie- unb Handelskammer Gießen bittet daher alle Wirtschaftskreise, bie mit dem Straßenbauwesen zu tun haben, sich wegen einer Beteiligung an diesem Kongreß mit ihr in Verbindung zu setzen.
Die Siegerländer Industrie im Juli.
Im Juli hat der Selbstheilungsprozeß ber Wirtschaft auch im Siegerland Fortschritte gemacht. Ein besonders bemerkenswertes Zeichen bes Aufstiegs ist bie stetig fortschreitend Entwicklung bes Erzbergbaues. Auf bem Blechmarkt zeigt die allgemeine Lage des Inlandsmarktes gegen ben Vormonat keine wesentliche Aenderung, bas Auslanbsgeschäft könnte etwas lebhafter fein. Bei ben Malzengießereien ist das Geschäft ganz uneinheitlich. Die Metallgießereien konnten neue Aufträge hereinnehmen unb sinb für einige Zeit genügend beschäftigt, was auch bei ben Kupfer- schmieben zutrifft. Der Auftragseingang bei Eisen- u n b Handelsguß hat sich infolge ber besseren Beschäftigungslage ber Maschinenfabriken entspre- chenb gebessert. Bei ben Eisenkonstruktions- werken und der Herstellung schwerer Blecharbeiten hat ber günstige Auftragseingang angehalten. In ber Maschineninbustrie ist eine fortschreitend Besserung zu verzeichnen. Im Wellblechbau ist bas Garagengeschäft infolge ber beginnenben Reisezeit etwas ruhiger geworben. Auch bei ben Hammerwerken ist eine Verbesserung ber Geschäftslage unverkennbar; Auslanbsgeschäfte sinb nur in ganz geringem Umfang zuftanbegekornrnen. Der Auftragseingang in Rohrleitungen hat sich weiter gehoben. In verzinkten Geschirren setzt sich bie Belebung unverkennbar fort, zumal auch erstmalig nach langer Zeit Großhänbler roieber als Käufer auftreten. In ber Milchkannenindustrie ist bas Auslanbsgeschäft bei allerdings stark gedrückten Preisen immer noch ziemlich lebhaft, dagegen ist das Inlandsgeschäft jahreszeitlich bedingt stärker abgeschwächt.
OieIrühkartoffelpreiseinHeffen-Tiastau
Die im Rahmen ber Absatzregeluna für Frühkartoffeln festgesetzten Preise lauten für bie Zeit vom 30. Juli 1934 bis auf weiteres für das Gebiet
Heffen-Rafsau wie folgt: Für geschlossene Anbaugebiete bei Abgabe durch die Bezirksvertriebsstelle an die Verteiler 4,20 Mark für 50 Kilogramm, ausschließlich Sack; für nicht geschlossene Gebiete bei Abgabe des Erzeugers an den zugelassenen Verteiler 3,84 Mark pro 50 Kilogramm, ausschließlich Sack. Diese Preise dürfen nicht unterschritten werden.
♦
* Geschäftsbelebung bei ben Klöckner - W e r t e n. Auch bei ber Klöckner-Werke AG., Castrop-Rauxel, hat sich im Rahmen ber allgemeinen Wirtschaftsbelebung in bem am 30. Juni abgelaufenen Geschäftsjahr eine Besserung bemerkbar gemacht, wodurch die Erlöse eine nicht unbeträchtliche Steigerung erfuhren. Ob aber für bas abgelaufene Geschäftsjahr die Dividendenzahlung wieder ausgenommen wird, ist, wie der DHD. erfährt, im Augenblick nicht zu übersehen. Es muß unberücksichtigt werden, daß die Abschlußarbeiten noch in ihrem Anfangsstadium stehen. Außerdem will man die Entwicklung ber ersten Monate bes neuen Jahres abwarten, deren Gestaltung die Beschlüsse des Aufsichtsrats zweifellos beeinflussen wird.
frankfurter Börse.
IHiffagsbörfe nachgebenb.
Frankfurt a. M., 30. Juli. Mangels größerer Anregungen eröffnete die Wochenanfangsbörse in sehr stiller Haltung. Sowohl Kundschaft, als auch Kulisse üben weiterhin Zurückhaltung, und teilweise erfolgten von diesen Seiten noch Glattstellungen zum Ultimo, bie bei ber herrschenden Geschäftsstille und Unternehmungsunlust überwiegend zur Abschwächung führten. Indessen erreichten die Rückgänge kein größeres Ausmaß, da der Abschluß der deutsch-französischen Wirtschaftsverhandlungen und die gebesserte Finanzlage des Reiches etwas Widerstandskraft verliehen. Auch günstige Wirtschaftsnachrichten, insbesondere die gute Beschäftigung in der westdeutschen eisenverarbeitenden Industrie, trugen hierzu bei.
Der Montanmarkt lag daher auch verhältnismäßig gehalten, Klöckner und Mannesmann gewannen bis 0,65 v. H., nur Rheinstahl (—1,13 v. H.), Phönix (—0,50 v. H.), Harpener (—1,13 o. H.) unb Rhein. Braunkohlen (—4,50 v. H.) tagen schwächer. Chemiewerte, darunter auch Farben- industrie. verloren bis 0,75 v. H., Rütgerswerke 1,40 v. H. Auch am Elektromarkt gingen die Kurse zumeist bis zu 0,75 v. H., Siemens in Anpassung an Berlin um 3 v. H. zurück. Fest waren hingegen
6.40:
8.35: Rat-
Xunbfunfprogramm
Mittwoch, 1. August.
Donnerstag, 2. August.
5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst; Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Nachrichten. 14.40: Kinderstunde. 15.35: Wirtschaftsbericht. 15.50: Kunstbericht ber Woche. 16: Nachmittagskonzert des Rundfunk- orchesters. 17.30: Deutsche Gespräche! Arbeiterkunst. Ein Zwiegespräch von Dr. Heinrich Schwarz. 17.50: Aus Zeit und Leben. 18.15: Familie und Rasse. 18.25: Spanischer Sprachunterricht. 18.50: Das Leben spricht! 19: Militärkonzert aus unseren Gauen X. 19.30: Saar-Umschau. 19.40: Militärkonzert. 20: Nachrichten. 20.15: Konto: Unvorhergesehene Ausgaben = RM. 1.12. Eine heitere Angelegenheit. 20.45: Stunde des Soldaten. Mit we- henben Fahnen und Trommelklang. Eine militärische Revue. 22: Von Kassel: Wir schneiden unser neues Korn. Vom Werk ber Ernte in hessischer Dichtung. 22.20: Nachrichten. 22.35: Nachrichten aus bem Sendebezirk. 22.50: Tanzmusik. 24 bis 1: Nachtmusik.
Baubeginn der Wetzlarer Markthalle.
0 Wetzlar, 31. Juli. Dank ber Bemühungen von Lanbrat Grillo sinb in einer gemeinsamen Besprechung bie bestehenben Schwierigkeiten unb Meinungsverschiedenheiten zwischen ber Stadtver- waltung unb ber Bauernschaft bes Kreises Wetzlar bereinigt worben. Die Vertreter ber Bauernschaft hatten sich entschlossen, bie Halle nach bem aufstre- benben Ehringshausen zu verlegen. In letzter Stunbe jeboch konnte noch eine Einigung erzielt werben. Die Halle soll nunmehr in Wetzlar gebaut werben.
Mit bem Bau ber Funbamente ber Markthalle würbe durch ben Bauunternehmer Geyer- Atzbach bereits begonnen. Die Halle erhält ihren Stanbort auf bem Haarplatz und zwar so, baß sie von ber kommenben Umgehungsstraße unbehelligt bleibt. Der Haarplatz, trationeller Marktplatz, ist für die Halle ber geeignetste Platz, zumal auch Stallanlagen in ber Umgebung bei ben größeren Märkten zur Verfügung stehen. Die Halle wirb in kurzer Zeit fertiggestellt fein. Die erste Veranstaltung, bie in ber Markthalle ftattfinbet, ist bie erste Herbst-Bullen- unb Nutzviehversteigerung des Mittelbeutschen Rot- viehzüchterverbanbes. Bei dieser Gelegenheit soll die Halle ihrer Bestimmung übergeben werden. Geplant ist für diesen Tag auch eine Bauernkunb- g e b u n g in Wetzlar, bei ber voraussichtlich ber Landesbauernführer Dr. Wagner sprechen wird.
ausverkauft. Kälber schleppend. Hämmel, Schafe unb Schweine lebhaft, geräumt.
Fleischgroßmarkt: Beschickung: 615 Viertel Rindfleisch, 67 ganze Kälber, 5 aanze Hämmel, 375 Schweinehälften. Preis für ein Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 48 bis 52, II 40 bis 45. Bullenfleisch 44 bis 48. Kuhfleisch II 36 bis 42, III 25 bis 32. Kalbfleisch II 65 bis 70, III 55 bis 64. Hammelfleisch 70 bis 75. Schweinefleisch I 60 bis 70. Geschäftsgang bes Fleischgroßmarktes: lebhaft. — 205 Schweine ber Klasse al) wurden zum festen Preis von 50 Mark aus dem Markte genommen.
neuerlich Chade Lit. A bis C mit etwa T 3 RM. Schiffahrts- und Transportwerte blieben gut behauptet, während Zellstoffwerte, Reichsbankanteile, Gement Heidelberg, Südd. Zucker und Kunftfeiden- papiere bis zu 1 v. H. leichter einfetzten.
Am Rentenmarkt war die Unternehmungslust bei weichenden Kursen gleichfalls minimal. Altbesitzanleihe, späte Reichsschuldbuchforderungen, Reichs- mark-Anleihen und Stahlverein-Obligattonen eröffneten bis 0,50 o.H. schwächer. Im Freiverkehr Gulden-Russen 1,45 nach zuletzt 1,30 v. H.
In der zweiten Börsenstunde hielt der kleine Geschäftsumfang an, da die Zurückhaltuna fortbeftanb. Das Kursniveau hielt sich auf bem Anfangsstanb ziemlich behauptet, Montanwerte zogen meist geringfügig an, während Daimler, AKU. und Goldschmidt weiter abbröckelten. Farbenindustrie lagen ruhig, aber gut gehalten.
Der Rentenmarkt blieb auch späterhin sehr still. Goldpfandbriefe bröckelten vielfach etwas ab, auch Kommunal-Obligationen gingen bis 0,50 v. H. zurück, während Liquidationspfandbriefe meist etwas höher gesucht waren. Stadtanleihen lagen sehr still. Von fremden Werten zogen Anatolier 0,75 v. H. an. — Tagesgeld war zu 3,50 v. H. etwas gesucht.
Abenbbörse: knapp behauptet.
Auch im Abendbörsenverkehr war die Unternehmungslust sehr klein, zumal die Zurückhaltung aller am Börsengeschäft interessierten Kreise weitgehendst anhält. Die Stimmung war ausgesprochen lustlos. Unter dem Einfluß der herrschenden Geschastsstille blieben die Berliner Schlußkurse überwiegend nur knapp behauptet, die Rückgänge bewegten sich zwischen 0,25 bis 0,50 v. H. Fester lagen Conti Gummi mit plus 1 v. H. Im Verlaufe blieb das Geschäft an allen Märkten minimal, und Kursveränderungen von Bedeutung traten nicht ein. Etwas Beachtung fanden Auslandwerte, so u. a. Kunstseide Aku (plus 0,75 v. H.), Anatolier Eisenbahn (plus 0,65 v.H.) und 4,5-v. H. Oesterreichische Schatzrente von 1914 mit 37 (plus 2 v.H.). Schweizer Bundesbahn-Anleihen lagen voll behauptet; 4-v. H. von 1912 194, 3,5-v. H. 180,50.
Deutsche Renten tagen bei behaupteten Kursen vollkommen geschäftslos. 5,5-v. H. Frankfurter Hyp. Bank Liquid, konnten sich um 0,25 v.H. auf 90 v. H. befestigen. U. a. notierten: Attbesitzanleihe 93,65, 6-v. H.-Stahlverein-Bonds 76,50, 2,5-v. H. Anatolier Eisenbahn I und II 37,65 bis 37,50, Reichsbank 151, Gelsenkirchen 61,25, Harpener 106,50, Klöckner 77, Mannesmann 68,90 bis 69 Brief, Phönix 48,25, Rheinstahl 90,25, Stahlverein 41,50, Aku 57,75, AEG. 24,40, Bekula 142, Zement Heidelberg 108, Daimler 46,50, Conti Gummi 133, Scheide anstatt 207,50, JG.-Farden 148,75, Gesfürel 108,50, Goldschmidt 80, Holzmann 65, Schuckert 90,25, Reichsbahn-VA. 111,50, Norddeutscher Lloyd 30,40.
Frankfurter (Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 30. Juli. Das Geschäft in Neugetreide war allgemein klein, das Angebot in Roggen nimmt stärker zu. Atter Weizen und Hafer wird nur noch knapp offeriert, ist aber auch wenig gefragt, für letzteren ging der Preis weiter zurück. Neue Futtergerste hatte nur wenig Geschäft. Altes Weizenmehl war lebhafter gefragt, wogegen altes Roggenmehl kaum mehr angeboten wird. Das Neu- mehlgefchäft ist weiter spärlich. Von schweren Fut- termitteln waren besonders Soyaschrot gefragt, ohne daß entsprechendes Angebot vorlag. Von Mühlenabfällen gingen Kleie etwas zurück.
Es notierten in RM.: Weizen 207 bis 209, Roggen R 11 157, Roggen R 13 161, R 15 165, Futter- gerfte G 9 156, G 11 162, G 12 164, Hafer (alt) 180 bis 182,50, Weizenmehl 28,90 plus 0,50 Frachtausgleich, W VII 28,60 plus 0,50, Roggenmehl Type 997 (75prozentige Ausmahlung) R 9 23 plus 0,50, R 13 23,35 plus 0,50, R 15 23,75 plus 0,50, Weizenmehl IV B 17 bis 17,25, Weizennachmehl 16,50 bis 16,75, Weizenfuttermehl 12,75, Wei- zenkleie fein 11,25, grob 11,75, Roggenfuttermehl 13,25, Roggenkleie 12,25, Soyaschrot 15,80, Palm- kuchen 15,70, Erdnußkuchen 17,20, Treber 17 bis 17,10, Heu (alt) 11, Weizen- und Roggenstroh draht- gepreßt oder gebündelt (alt) 2,80 bis 2,90. Kartoffeln: runde gelbfleischige hiesiger Gegend 4,50 RM., ab 31. Juli 1934 4,20 RM. pro 50 Kilogramm ohne Sack ab Station. Tendenz: stetig.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 30. Juli. Auftrieb: Rinder insgesamt 1209 (gegen 1300 am letzten Montagsmarkt), davon 415 Ochsen, 102 Bullen, 312 Kühe und 380 Färsen. Kälber 576 (595), Hämmel 33 (16), Schafe 9 (16), Schweine 3865 (3745). Notiert wurden pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al 33 bis 34, b) 31 bis 32, c) 28 bis 30, d) 22 bis 27. Bullen a) 30, b) 28 bis 29, c) 18 bis 24, d) 12 bis 17. Färsen a) 34, b) 32 bis 33,
c) 28 bis 31, d) 23 bis 27. Kälber a)40 bis 42,
b) 35 bis 39, c) 29 bis 34, d) 20 bis 28. Lämmer und Hämmel b2) 32 bis 34. Schafe nicht notiert.
Schweine al) 51 bis 52, a2) 48 bis 50, b) 49 bis
52, c) 47 bis 51, d) 45 bis 50, gl) 43 bis 45, g2) 40 bis 42. Marktverlauf: Rinder mittelmäßig,
Daten für Dienstag, 31. Juli.
1818: der Geograph Heinrich Kiepert in Berlin geboren (gestorben 1899); — 1843: der Schriftsteller Peter Rosegger in Alpl bei Krieglach geboren (geworben 1918); — 1883: der Maler und Graphiker Erich Heckel in Döbeln (Sa.) geboren; — 1886: der Komponist Franz Liszt in Bayreuth gestorben (geboren 1811); — 1914: der französische Politiker Jean Saures in Paris ermordet (geboren 1859).
5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.15 bis Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.45: Praktische sch läge für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Dreimal 15 Minuten aus dem Sendebezirk. 15.35: Wirtschaftsbericht: 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Die sechs Bücher deutscher Dichtung. 17.45: Heldengedenkstunde der Jugend. Eine Hörfolge. 18.20: Helgoland! Eine Reisebetrachtung. 18.35: Junge deutsche Dichtung: Herbert Böhme. 18.50: Griff ins Heute. 19: „Sonne im Glas". Die Mosel singt Gedichte und Lieder. 19.30: Kammermusik von Robert Schumann. 20.10: Unsere Saar. Den Weg frei zur Verständigung! 20.35: Reichssendung: Stunde der jungen Nation. 21: Konzert des Berliner Funkorchesters. 22.20: Nachrichten. 22.35: Du mußt wissen ...
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.
Frankiun a. 2)1
Berlin
Schluß- furd
Schluß». Abend- Wrfe
Schluß- hu4
Schluß». Mittag- bSrse
Datum
27-7.
30.7.
27.7.
30.7.
•% Deutsche Reichsanlethe v. 192?
92,65 1
92,75
93
93
6% ehem.7% Dl. Retchsanl. v. 1929
-
——
—
—
6Vt% Doung-Anleihe von 1930 ..
90,4 !
90,6
90,75
90,13
Deutsche Anl.-Ablüs.-Schuld mit
Aullos.-Rechten ........
94
93,65
94
93,65
DeSgl. ohne AuSlos.-Rechte......
•—
—
•—
—
6% ehem.8% Hess. DolkSstaat 1929
(rückzahlb. 102%) ..........
91,75
91,5
91,75
91,5
6% Heft. Landesbant Darmstadt
89,75
Gold R. 12...............
89,5
—
—
6%% Hess. LandeS-Hypotheken- bank Darmstadt Liqui.......
89
89
_
Oberheften Provinz-Anleth» mit
Auslos.-Rechten .. . .
95,5
95,5
—
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten
96
95
96
95
6% ebem. 6% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1935
89
89
89,75
88,5
1% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936
89
89
——
•yL% ehem. 4%% Franks. Hyp^ Bank-Ltq »^Pfandbriefe......
89,25
89,75
_
—
•K% ehem. 4K% Rheinische Hyp.-Ban k-Ltqu.^Soldpfe.
90,25
90
—
___
6% ehem. 8% Pr. Landes Pfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 19
92
92
92
92
4% ehem. 7% Pr. Landespfand-
briesanstalt. Pfandbriefe R. 10
93
93
93
93
Steuergutsch. Verrechnungskurs
101,4
101,4
101,4
101,4
4% Oesterreichische Goldrente....
4,20% Oesterreichische Silberrentr
26,75
29
27,5
29,25
1,13
4% Ungarische Goldrente .......
7.25
7,1
7.35
7,3
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
7
7
7
7
*y,% deSgl. von ISIS..........
6% abgest. Goldmexikaner von 99
7
7
7
7
9,1
9,13
8,8
8,8
4% Türkische Zollanleihe von 1911
4% Türkische Bagdadbahn-Anlethr
Serif 1...................
8
8
8,1
7,7
7,7
8
Frankfurt a. M.
Serlin
Schluß« furd
Schluß». Abendbörse
Schluß» fort
Schluß».
Mittag, börse
Datum
27-7. |
30-
27-7.
30.7.
4% deSgl. Serie 11 .....
6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4Vr%Rumün.vereinh.Rcntev.lS13
4% Rumänische vereinh. Rente ..
2%% Anatolier .....
vamvurg-Amerika-Pake» 0
Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0
Hansa-Dampfschifs ....... 0
Norddeutscher Lloyd ......... 0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
Commerz, und Privat-Bank .. 0
Deutsche Bank und Diskonto-
Gesellschaft................ 0
Dresdner Bank....... 0
Reichsbank ...............ir
A.G.G......................o
Bekula................... o
Dektr. LieferungSgesellschast ... 6
Lickt und Kraf! ... 6
Felten & Guilleaume....... 0
Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ 6
Schuckert L Co............... 5
Siemens L Halske.«.......... 7
Lahmeher » Co.............10
Deutsche Srdvl ..............4
Gelsenkirchen«..............<
Harpener...................<
Hoesch Eisen—KSln-Neuessen .. 0
Alse Bergbau ...............<
Ilse Bergbau Genüsse........ 4
Klockn erwecke ............ <
MauneSmaoa-SUibre» ........C
7,7
4.4
4,15
6.25
26
10,13
64,5
90,5
57,25
61,5
65,5
152,5
24,4
142,5
96,75
113
66,9
108,25
19,75
90,5
146,5
119
114,5
60,5
105,75
—
169,5
128
73,75
65,5
7,7
4,45
4
37,5
26
30,4 63,75 90,75 57,25
62,25
65,5
151
24,4
142
97,75
68,75
108,5
101
90,25
119
77,5
115
61,25
106,5
169,75
129,13
77
68,9
7,25
4,15
35,8
26
30
64,25
91
57,25
62,4
65,5
152
24,5
142
96,25
113
66,5 108,25 101.75
90
146,5 118,75
75,75
115,65
60,5
105,5
74
>69,5
128
73,5
65,75
8,1
4,4
7,05 4
37
26,25
30,5
65,9 91,25 57,25
62,5
65,5 150,75
24,5
142 97,75 114,5
68,5
108,5 101,5
90,5 145 118,25
77,5 115,25
61,75 106,5 75,75
170 129,75
77 69,25
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Berlin
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Datum
27-7.
30.7
27.7.
30.7.
Mansfelder Bergbau ..
.......0
74,5
75
75
75
Kokswerke ......
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——
—
92
92
Phönix Bergbau......
.......0
47,5
48,25
47,25
48,75
Rheinische Braunkohlen
.....10
244
243,5
244
243
Rheinstahl.........
.......0
91
90,25
90,5
90,13
Bereinigte Stahlwerke.
....... 0
40,25
41.5
40,65
41,75
Otavi Minen
....... c
13,75
14.4
13,4
14
Kaliwerke Aschersleben.
....... 6
120,75
118
119,75
118
Kaliwerke Westeregeln .
Kaliwerke Salzdetfurth
.......5
120
117,5
120,5
117
.....IVt
162
161
162
162
3. ®. Farden-Judustrie.......1
Scheide anstatt............ 9
Goldschmidt ..... 0
Rütgerswerke .......... 0
Metallgesellschaft.............0
Philipp Holzmann........... 01
fiementroen Heidelberg ...... 0
Xemmtmer! Karlstadt......O|
146,5
148,75
146,13
148,9
206
207,5
—
——
76
80
76,9
80
38,5
39
38,4
39,13
84
83
83,5
83
64
108,5
65
108
125,5
Schultheis Payenhoser .......0
Aku »Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg .................0
e Waldhof ............0
Aschaffenburg .......0
t GaS ......... 7
Daimler Motoren............0
Deutsche Linoleum ...........0
Orenstetn S Koppel ..........0
Leonhard Tietz ..............0
Thode......................io
Serumulatoren-Fabrü........o
XonMhraml...............0
—
—
113
115,75
59,75
57,75
59,75
57
—
67,25
65,25
67
47,25
46,75
47
47,4
59,25
59,13
59
59
**
124,25
123,75
45,25
46,5
45,4
46,75
56,5
59,25
56,9
59
—
—
73,25
75,75
21
22,25
20,75
22
219,5
222,5
218,5
222,25
172
170,75
172,5
171,5
134,5
133
134
132
Gritzner.................. o|
Mainkrastwerke Höchst .. 4
Süddeutsch« Zucker es
25,75
185
24,5
74
185
Devi
enmarki Berlin — 1
jranffurf a. zu.
27-Iull
30.3ull
Amtliche Notierung
Selb | Sriet
Amtliche Notierung
Geld | Srie
Buenos Aires Brüssel.....
Rio de Jan. . Sofia......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
Helsingfors.. Paris ......
Holland .... Italien.....
Japan......
Jugoslawien. Oslo..... ;
Wien.......
0,628 58,69 0,184
3,047
56,51
81,72 12,655
5,594
16,50 169,73
21,58 0,751
5,664 63,61
48,95 11,49
65,26 81,66
34,32 10,44
2,512
0,632 58,81
0,186
3,053
56,63
81,88
12,685
5,606
16,54
170,07
21,62
0,753
5,676
63,73
49,05
11,51
65,40
81,82
34,38
10,46
2,518
Sanknolen
0,645 58,84 0,184
3,047
56,46
81,72 12,645
5,584 16,50
169,73 21,58 0,751
7,664 63,56
48,95 11,48
65,21
81,68 34,32
10,44
2,512
0,649 58,96
1,186 3,053 56,58
81,88
12,675
5,596
16,54
170,07 21,62 0,753
5,676
63,68 49,05
11,50 65,35
81,84 34,38
10,46
2,518
Lissabon .... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......
Budapest ...
Neuyork...
Serlin, 30.Juli
Geld
Srie,
Amerikanische Belgische Not Dänische Not Englische Not Französische Holländische Italienische 9 Norwegische Deutsch Oest Rumänische Schwedische Schweizer N Spanische Nr Lug arische N
2,465
58,68
56,41
12,60
16,46
169,31
21,46
63,39
65,05
81,50
34,18
2,485
58,92
56,63
12,66
16,52
169,99
21,54
63,65
65,31
81,82
34,32
en..................
en .................
en ................
Roten...............
Roten...............
....................
Roten ..............
erreich, i 100 Schilling Roten...............
Roten...............
....................
................


