Lin Musikpavillon in den Anlagen
Stenographen-Weltfchreiben in Gießen
2 2 0 Silben:
Richtigschreiben:
wurden
übergeben.
(8)*
19
19
136
23
2
11
2
20
5
14
(4) (0) (4) (1) (9) (2) (1)
3. Preis: Fritz
2. Preis: Otto
1. Preis: Willi Redeschrift:
(7)
(4)
(17)
In Haus und Hof, in Sladl und Land mutz feiern noch so manche Hand, hilf, daß auch sie den Hammer schwingt, datz hell das Lied der Arbeit klingt!
2 4 0 Silben: Koch.
2 60 Silben:
Abteilung Red.
Abteilung Wilhelm, Franz Abteilung .Brückmcmn.
Schon- und
1. Preise: Friedrich von Lammers, Emil Jost, Luise Reinhardt.
* Die Zahl der Beanstandungen ist in Klammern genannt.
amt Gietzen zur Nachprüfung
Es waren folgende:
Mehl-, Back- und Teigwaren
Konditoreiwaren, Fruchtsäfte, Obst
Obstkonserven
Wurst- und Fleischwaren Milch und Milchkonserven
Als Abschluß der im verflossenen Winterhalbjahr geleisteten Arbeit und als Auftakt zu den diesjährigen Wettschreiben hielt die Ortsgruppe Gießen derDeutschenStenographen- s ck a f t in der Pestalozzischule ein Probe-Wett- s ch re i be n ab.
Daß die Erkenntnis von der Notwendigkeit, die Kurzschrift nicht nur zu erlernen, sondern sie zu beherrschen, immer weitere Kreise durchdringt, beweist die Tatsache, daß
143 Arbeiten dem Wettschreibausschuß zur Bewertung vorgelegt wurden.
Dem Schreiben waren die in der Denkschrift über die Stellungnahme der NSDAP, zur Kurzschrift enthaltenen Destinnnungen zugrunde gelegt. Jeder Schnellschrerber mußte an einem Schön- und Richtigschreiben in Verkehrsschrift teilnehmen, um seine Systemsicherheit nachzuwersen. Die beiden Arbeiten wurden dann zusammen gewertet, d. h. das Ergebnis des Schön- und Richtigschreibens wurde bei der Bewertung der schnellschriftlichen Arbeit mit berücksichtigt.
Wenn von den bewerteten Arbeiten nur etwa 8 v. H. ausfielen, dagegen 85 v. h. derübrigen mit er st en Preisen ausgezeichnet werden konnten, so muß von einem hervorragenden, über Erwarten gutem Eraebnis gesprochen werden, das dem durch unermüdlichen Fleiß erworbenen Können der Beteiligten das beste Zeugnis ausstellt.
Liste der Preisträger:
Abteilung 60 Silben: 1. Preis: Hildegard Siebert, Reinhard Klotz: 2. Preis: W. Arnold.
Abteilung 80 Silben: 1. Preis: Grete
Die Anregung zur Errichtung dieses Pavillons ist schon vor einiger Zeit von dem verdienstvollen Schöpfer unserer SA.-Reserve-Kapelle, Sturmbannführer S o l d a n, gegeben worden, der auch' in der Besprechung am Donnerstagabend sich erneut warm für diesen Plan einsetzte. Er betonte dabei, datz es dann vielleicht möglich sein werde, durch die SA.-Reserve-Kapelle und die Reichswehr-Kapelle abwechselnd an jedem Sonntag unserer Bürgerschaft ein gutes Prome- nadenkonzert zu bieten. Der Plan wurde von dem Führerrat des Verkehrs- und Verschone- rungsvereins einstimmig begrüßt, und es soll nun mit Nachdruck alles geschehen, um diesen Pavillon baldigst zu errichten. Dazu ist aber die finanzielle Mithilfe unserer Bürgerschaft in gewissem Umfange erforderlich, die hoffentlich diesem gemeinnützigen Werk nicht versagt wird, so daß in der Nähe des Stadttheaters, dem einen „Denkmal bürgerlichen Gemeinsinns" ein zweites dieser Art in Gestalt des Musikpavillons möglichst bald zur Seite gestellt werden kann.
Die Nahrungsmittelkontrolle wird im allgemeinen in der Oeffentlichkeit wenig beachtet, hin und wieder verschafft ein auffallendes Gerichtsurteil einen Einblick in diese wichtige Aufgabe der Polizei. In welchem weit größerem Umfang aber sich diese polizeiliche Tätigkeit im Laufe eines Jahres auswirkt, möge zur Beruhigung der Bevölkerung und zur Warnung für gewissenlose Händler nachstehende Schilderung zeigen:
Es wurden im Jahre 1933 von der Polizeidirektion Gietzen 267 Proben von Nahrungs- und Genutzmitteln dem Chemischen Untersuchungs-
Schmidt, Walter Zulauf, Georg Bingel, Erika Wigandt, Anneliese hucke, Erich Pfeil, Gretel Ockel, Hans Zück, Hanni Euler, Walter hällmayer; 2. Preis: Anneliese Lösch.
Abteilung 100 Silben: 1. Preis: Meta Löffler, K. h. Kuhl, Gretel Kreiling, Adolf Dörfner, Wilhelm Klöppel, Ernst Mest, Willi Jakob, Anneliese Ohr, August Müller, Else Stroh, Helmut Müller, Georg Schaaf, Hildegard Eisenacher; 2. Preis: Gustel Prang, Paula Bürck; 3. Preis: Emmi Wahl, Rudolf Feddeler.
Abteilung 120 Silben: 1. Preis: Emma Reitz. Hermann Blum, Gerda Hüter, Gertrud Möller, Annemarie Seibert, Anneliese Fuhrig, Wilhelm Bauer, Otto Keßler, Katharina Grill, Albert Klinke!; 2. Preis: Ferd. Dörfner, Frieda Diehl.
Abteilung 140 Silben:!. Preis: Wilhelm Hofmann, Walter Bende, Anna Damm, Wilma Leipold, Irma Krämer, Erika Röhmig, R. L. Hoog.
Abteilung 16 0 Silben: 1. Preis: Heinrich Volk. Emil Jost, Johanna Graf, Elfriede Tenniger, Anni Schmittdiel, Friedrich von Lammers.
Abteilung 200 Silben: 1. Preis: Gertrud Müller, Dora Kern, Otti Muhl.
beanstandet: 57 Proben = 21,4 v. h. gegen im Vorjahre 15,3 v. h.
Wie die Aufstellung ersehen läßt, erstreckt sich ein sehr großer Teil der Untersuchungen auf Milch und Ptilchpräparate. Weiter wurden 1416 Milchproben durch die Nahrungsmittelkontrollbeamten vorgeprüft. In 9 Fällen, bei welchen die Milch verdächtig erschien, muhten bei Landwirten in verschiedenen Ortschaften von den Kontrollbeamten der Polizeidirektion in den Früh- und Abendstunden Stallproben erhoben werden. Wegen Nahrungsmittelfälschungen usw. wurden 3 0 Anzeigen erhoben und erhebliche Strafen verhängt.
Außerdem wurden 2084 Revisionen in allen Gewerbebetrieben und Handlungen, in welchen
16 und
Nahrungs- und Genuhmiltel zum Verkauf flehen, gelagert und hergestellt werden, z. V. auch in Backstuben, Wehlkammern, Wurst- küchen und Speiseeisherstellungsräumen auf Reinlichkeit, sachgemäße und vorschriftsmähige
Behandlung der Ware vorgenommen.
hier wurden einige Mängel festgestellt. Brotgewichtsrevisionen wurden 231 vorgenommen, wobei auch das von auswärts zugefahrene Brot der Gewichtskontrolle unterzogen worden ist. 46 Brote, die Mindergewicht bis zu 180 Gramm hatten, wurden weggenommen und die betreffenden Bäcker zur Anzeige gebracht. Auch auf die Kohlen, die in Säcken den Verbrauchern zugefahren werden, wurde ein besonderes Augenmerk gerichtet. Bei 124 Stichproben konnten strafbare Fälle von Mindergewichten in den Säcken nicht festgestellt werden. Ferner sei hier noch erwähnt, daß der Wochen- markt, der Straßenhandel, der Fleischtransport, das Vorrätighalten von hack«
l e i f ch in der Sommerzeit und die F l e i s ch e i n ° u h r unter dauernder polizeilicherKontrolle stehen.
Um die Bevölkerung vor gesundheitlichen Schäden zu schützen, ist reichsgesetzlich geregelt, daß alle Tiere, deren Fleisch zum menschlichen Genuß bestimmt ist und nicht restlos im eigenen haushalt verwendet wird, vor und nach der Schlachtung von einem amtlich verpflichteten Fl^fchbeschauer, oder Tierarzt untersucht werden.
In Gietzen ist durch eine besondere Polizeiverordnung geregelt, datz alles frisches Fleisch von Rindvieh, Schweinen (auch Wildschweinen), Schafen, Ziegen und Pferden, das von Wehgern, Händlern, Hotels und Wirten von außerhalb eingeführt wird, auf dem kürzesten Wege zur Rachschau in den städtischen Schlachthof zu verbringen ist.
hier sei zur Unterrichtung der Einwohnerschaft noch erwähnt, daß die Einfuhr von frischem Fleisch in Gießen in den Monaten April bis September nur in der Zeit von 6 bis 20 Uhr und von Oktober bis März nur von 7 bis 19 Uhr stattfinden darf. Auf die Einfuhr von frischem Fleisch zur Nachtzeit mit der Eisenbahn wurde ein besonderes Augenmerk gerichtet.
Anzeigen wegen Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung mußten in 9 Fällen erhoben werden.
Seit Inkrafttreten der Verordnung über Einführung der S ch l a,ch t st e u e r in Gießen am 1. Dezember 1932 ist wegen Erhebung der Schlachtsteuer und der Ausgleichsabgabe die Einfuhr von Fleisch und Wurstwaren aus nichthessischen Gebieten ebenfalls der polizeilichen Kontrolle unterstellt. Anstände haben sich auf diesem Gebiet noch nicht ergeben.
Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß auch auswärtige Wehger, Bäcker und Händler Fleisch- und Wurstwaren usw. nach der Laden- schlutzzeit ihren Kunden in der Stadt Gießer nicht mehr zubringen dürfen.
Bei aller Strenge, welche -die Polizei auf diesem lebenswichtigen Gebiete übt, ist die Beanstandungsziffer in diesem Jahre eine etwas prozentual höhere, wie im Vorjahre.
Dies ist eine im Interesse des Vo-lksganzen bedauerliche Erscheinung, die die Polizei veranlaßt, ihr ganz besonderes Augenmerk auf diesen Punkt zu richten.
Es wird deshalb an die Verbraucher die Bitte gerichtet, alle ihnen bekannt werdenden Wän- gel auf diesem Gebiete zur Kenntnis der Polizei zu bringen.
Die Polizeibeamten haben Weisung, diesem wichtigen Gebiet ihrer Tätigkeit unausgesetzt die schärfste Aufmerksamkeit zu widmen.
Der Führer und der Führerrat des Verkehrs- und Verfchönerungsvere ins Gießen anden sich am Donnerstagabend zu einer Beratung wichtiger Fragen der Gießener Verkehrswerbung zusammen. Dabei wurde u. a. auch eine Anregung besprochen, die dahin ging, in den tädtischen Anlagen am hindenburg- wall in der Nähe der Johanneskirche, direkt gegenüber der Plockstraße, einen M u s i k p a v i l - l o n zu errichten. Bisher kamen die Anlagenkonzerte, die in der Geländemulde der Promenaden beim Stadttheater abgehalten wurden, dadurch nicht recht zur Geltung, daß die Musik infolge der hohen Bäume einerseits und der Tiefe des Standorts der Kapelle anderseits nur den dicht an der Kapelle tehenden Besuchern gut vernehmlich war, während alle übrigen nur wenig von dem künstlerischen Genuß hatten. Diesem Mangel soll durch die Errichtung eines Musikpavillons mit erhöhtem Platz ür das Orchester abgeholfen werden. Ferner soll der Pavillon in angemessener baulicher Gestaltung und mit einem Dache versehen erstehen, um dadurch einen Schmuck für die Anlagen zu schaffen.
Stadtjugend aufs Land?
Ein Problem, das jetzt in der Stadt viele Mütterherzen bewegt, ist die Frage: „Was tun wir mit unserem Mädel, wenn sich jetzt zu Ostern die Schultür hinter ihm schließt?"
Die Volksschulen entlassen in diesem Jahre eine erheblich größere Anzahl an Kindern als in den letzten fünf Jahren, und man wird sich klar darüber sein müssen, daß die Frage, wie diesen Kindern der Weg ins Leben der Erwachsenen geebnet werden soll, tatsächlich eine ernste Sorge für viele Eltern ist.
Auch hinsichtlich der Mädchen: denn wir können uns nicht, wie man es so oft hört, leichten Herzens damit zufriedengeben: „Das Mädchen findet immer einen Platz, ein Betätigungsfeld, wenn nicht im fremden Haushalt, dann bei der Mutter". Gewiß, wir möchten wünschen, daß jedes Mädchen zunächst von der Mutter eine ausreichende erste Anleitung im elterlichen Haushalt erfahren könnte. Aber ist dazu überhaupt in jedem Falle Gelegenheit gegeben? Sind nicht die städtischen Verhältnisse vielfach zu klein und beschränkt, um neben einer noch rüstigen Mutter einem frischen, gesunden Mädel ein ausreichendes Betätigungsfeld zu geben? Vielfach wird man diese Frage bejahen müssen.
Ganz anders auf dem Lande. Da könnte eigentlich jede Bäuerin noch eine kleine Hilfe gebrauchen, die ihr im Haus, im Garten, im Geflüaelhof etwas zur Hand geht, die Wege besorgt, Vesper aufs Feld trägt, sich der Kinder annimmt, wenn die Mutter gar keine Zeit für sie erübrigen kann.
Welch schönes Betätigungsfeld könnte das alles für solch ein 14jähriqes Stadtkind sein. Eine ganz neue Welt würde ihm aufgehen, und es würde langsam in hausmütterliche Pflichten hineinwachsen können. Wieviel Entdeckerfreuden könnten aber auch die Landmenschen mit solchem Stadtkinde neu miterleben. Jeder Vogel im Baum, iede Plume am Feldrain, Kuh und Kälbchen im Stall, Glucke und Kükchen auf dem Hof, alles ist ihm neu und bewundernswert. Und das Tagewerk einer Bauernfamilie bietet dem Kinde aus der Stadt eine Fülle neuer Eindrücke. Man hat sich das Bauersein so ganz anders vorgestellt. Man glaubte bisher nicht, daß die Früchte des Gartens und Feldes so vieler Pflege und saurer Arbeit bedürfen, bis sie in der Stadt im Laden liegen. Man hat früher nie haran gedacht, daß Sonne und Regen, Sturm und Gewitter, Hagel und Frost so eng mit dem Gebet: „Unser täglich Brot gib uns heute" im Zusammenhang stünden. Man kommt plötzlich zu einem ganz neuen größeren Gotterleben als bisher.
Und dann käme noch hinzu, daß sich ein solches Kind aus der Stadt körperlich günstig entwickeln würde. Wir wollen daran denken. dast wir es In diesen Vierzehnjährigen mit den Müttern der kam- menden Generation zu tun haben. Die Jahre von 14 bis 20 sind vielfach für gesundheitliche Kräfti- gung entscheidend. Darum sollte es unsere Sorge sein, diesen jetzt die Schule verlassenden Mädeln den Weg in ein gesundes Leben zu bahnen.
Kampf um die Wiedererstarkung unseres Volkes müssen wir alle Kräfte einsetzen, jedes Mittel muß zur Leistungssteigerung herangezogen werden. Dazu gehört auch die Kurzschrift. Jeder schreibende Volksgenosse hat daher seinem Volke gegenüber die Verpflichtung, seine Leistungsfähigkeit zu steigern durch gründliche Beherrschung und allseitige Anwendung der Kurzschrift.
Die Regierung ist sich des hohen Wertes der Kurzschrift für unser Volk wohl bewußt. Deshalb fördert sie ihre Erlernung und die Anwendung. Die Deutsche Kurzschrift wird pflichtmäßiger Lehrgegenstand an allen Höheren, Handels- und Berufsschulen. Die Kurzschrift wird in Kürze in allen Verwaltungen eingeführt werden. Kein Beamter wird zu seiner Fachprüfung zugelassen werden, ohne daß er vorher in einer Sonderprüfung seine Kurzschriftkenntnisse nachgewiesen hätte. Jetzt ist allerhöchste Zeit, daß die Kreise, die bisher noch abwartend abseits standen, die Kurzschrift erlernen, um das bisher Versäumte zu ihrem eigenen Besten, zum Nutzen des Volkes nachzuholen.
Gietzener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 31. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,30 Mark, Kochbutter 1,10 bis 1,15, Matte 20 bis 25 Pfennig, Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 9, Weißkraut, das Pfund 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 12, Spinat 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 30, Feldsalat 100, Zwiebeln 10, Meerrettich 35 bis 40, Schwarzwurzeln 20, Kartoffeln, das Pfund 3V2 Pf., der Zentner 3 Mark, Aepfel, das Pfund 15 bis 25 Pf., Hähne 70 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 40 bis 60, Salat 25 bis 30, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 25, Radieschen, Bündel 15 bis 20.
Bornotizen.
— Tageskalender für Samstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Stoßtrupp 1917". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Heute kommt's drauf an". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung.
— Tageskalender für ersten Oster- feiertag: Stadttheater, 19 bis 21,30 Uhr „Der Evangelimann". — 18 Uhr Bahnhof, Brüßung der Saardeutschen durch die Stadt. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Stoßtrupp 1917". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Heute kommt's drauf an". — Spielvereinigung 1900, 20,30 Uhr „Postkeller", Begrüßungsabend der Saardeutschen. — Oberhessischer Kunstoerein, Turmhaus am Brand, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung.
— Tageskalender für zweiten Oster- f e i e r t a g : Stadttheater, 19 bis 22 Uhr „Der verlorene Walzer". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Skandal in Budapest". — Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Heute kommt's drauf an". — Spielvereinigung 1900: 13 Uhr, Fußball 1900 Jugend — 1. FE. Nürnberg; 15 Uhr, Sportplatz der Spielvereinigung 1900, große Saarkundgebunq; im Anschluß an die Saarkundgebung Fußballspiel 07 Saarbrücken — 1900; 20,30 Uhr, Familienabend im Bürgerhof.
— Stadttheater Gießen: Sonntag, 1. April (1. Osterfeiertag), Opern-Abend, „Der Evangelimann" von Wilhelm Kienzl. — Montag, 2. April (2. Osterfeiertag), Operette: „Der verlorene Walzer" nach dem Tonfilm: Zwei Herzen im Dreivierteltakt. Musik von Robert Stolz. — Dienstag, 3. April, das vaterländische Schauspiel: „Katte" von Hermann Bürte. (Siehe heutige Anzeige.) *
** Personalie aus der hessischen Medizinalverwaltung. Ernannt wurde der Amtsarzt bei dem Kreisgesundheitsamt Büdingen in Bad Salzhausen Medizinalrat Dr. Karl Otto Ferdinand Meyer durch Urkunde des Herrn Reichsstatthalters in Hessen auf Vorschlag der Hessischen Regierung unter Belassung seiner Amtsbezeichnung „Medizinalrat" zum Anstaltsarzt an der Zellenstrafanstalt und dem Landeszuchthaus mit Wirkung vom 1. März 1934.
** Jubiläumsfeier in der Psychiatrischen und Nervenklinik. Am Donnerstag beging der Heizer und Reparaturschlosser Karl R e p p der in dieser Klinik tätig ist, sein 25iahri- ges Dienstjubiläum. Zu der Feier hatten sich alle Beamten und Angestellten der Klmik im Horsaal versammelt, ferner waren die Vertreter der Verwaltung der Universitäts-Kliniken und der Deutschen Arbeitsfront anwesend. Herr R e p P erfreut sich tn Berufs- und Bekanntenkreisen allgemeiner Beliebtheit, ebenfalls genießt er seitens seiner Vorgesetzten Wertschätzung und Hochachtung. Die Feier wurde mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und mit dem ersten Vers des Horst-Wesiel-Liedes geschlossen.
** Arbeitsjubiläum. Am 1. April sind es 50 Jahre, daß Herr W i l h e l m S ch m i d t aus Krofdorf bei der Firma Ludwig Georgi, Zigarrenfabrik in Gießen, tätig ist. Bereits am Donnerstag gedachte der Firmeninhaber in einer schlichten Feier vor versammelter Gefolgschaft dieses seltenen Arbeitsjubiläums und überreichte dem öubilar in Anerkennung seiner treuen Dienste ein passendes Geschenk nebst einer Geldgabe. Außer- oem wird der Jubilar an seinem Ehrentage die
einzelnen hier in Betracht kommenden Berufszweige. Der Prüfung unterzogen sich im ganzen 50 Schüler, und zwar 12 Schüler aus der Abteilung Baugewerbe, 7 Schreiner, 6 Maler, 19 Schuhmacher und 6 Schüler der Maschinenbauschule, die das Zeugnis der mittleren Reife erwarben. Sämtliche Schüler bestanden die Prüfung, wobei die Leistungen der Schüler als besonders gut den Bedürfnissen der heutigen Zeit angepaht bezeichnet wurden. Dies ist — so schreibt man uns — um so wesentlicher, als diese Fachschulen nach einem Erlaß des Reichswirtschaftsministers in engster Fühlung mit den verantwortlichen Stellen der Wirtschaft, der Deutschen Arbeitsfront und dem sich entwickelnden ständischen Aufbau berufen sind, bei der Ausbildung der Facharbeiter und vor allem bei der zusätzlichen Berufsausbildung mitzuwirken.
** Der Hessische E h o r d i r i g e n t e n v e r- band tritt mit sofortiger Wirkung in Liquidation. Mit dem gleichen Tage sind die Mitglieder des Verbandes als zur Reichsmusikkammer überführt zu betrachten. Die für die einzelnen Chorleiter zuständigen Ortsmusikerschaften sind bei der Landes- musikerschaft Hessen-Nassau, Darmstadt, Mackensenstraße 21, Telephon 3491, in Zweifelsfällen zu er- ftagen.
Neue Freimarkenheftchen. Die Deutsche Reichspost gibt in nächster Zeit neue Freimarkenheftchen zum Preise von 2 Mk. heraus, die drei Marken zu 1 Pf., drei Marken zu 3 Pf., sechs Marken zu 5 Pf., neun Marken zu 6 Pf., vier Marken zu 8 und sechs Marken zu 12 Pf. enthalten. Mit dem Verkauf der neuen Heftchen wird nach Aufbrauch der alten Heftchen begonnen. Die Versandstellen für Sammlermarken vertreiben wieder Markenbogen, die zur Herstellung der neuen Heftchen gedruckt worden sind. Es enthält der erste Bogen dreißig Marken zu 1 Pf., dreißig Marken zu 3 und zwanzig Marken zu 5 Pf., der zweite je vierzig Marken zu 5 und 8 Pf., der dritte Bogen achtzig Marken zu 6 Pf. und der vierte Bogen zehn Marken zu 6 und sechzig Marken zu 12JSf. Die Preise der Bogen betragen 2,20 Mk., 5,20 Mk., 4,80 Mk. und 7,80 Mk.
Anerkennungsurkunde des Herrn Reichspräsidenten v. Hindenburg für 50jährige ununterbrochene treue Dienstzeit erhallen; er ist damit unter den Angestellten der Firma der dritte, dem diese hohe Ehrung des Herrn Reichspräsidenten zuteil wird.
** Mieterjubiläum. Am 1. April sind es 25 Jahre, daß der. Reichsbahnlokomotivführer Ludwig Hartmann im Haufe Frankfurter Straße 95 wohnt. Am gleichen Tage ist er im Dienste der Reichsbahn 25 Jahre als Lokomotivführer beschäftigt. Ferner ist der Jubilar feit 30 Jahren Bezieher des Gießener Anzeigers.
** Bezieherjubiläum. Der Reichsbahnlademeister Heinrich Keiner, Bleichstrahe 48, der am 1. April vor 25 Jahren von Wetzlar nach ^Gießen versetzt wurde, lieft feit diesem Zeitpunkt den Gießener Anzeiger.
** Das Museum im alten Schloß ist am ersten und zweiten Osterfeiertag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. ,
** Die Besichtigung des Universitäts- Tierzucht-Jnstitutes Gießen, Oberer Hardthof, ist, wie man uns mitteilt, nur bei vorheriger schriftlicher Anmeldung möglich. Die Anmeldungen müssen so zeitig erfolgen, daß den Besuchern noch Mitteilung gemacht werden kann, ob die Besichtigung und Führung zur gewünschten Zeit möglich sein wird.
** Rindermorkt in Gießen. Am kommenden Mittwoch, 4. April, findet hier Rindvieh- (Nutz- vieh-)Markt statt. Es fei besonders darauf hin- gewiesen, daß infolge der Dfterfeiertage der Rind- viehmarkt ausnahmsweise am Mittwoch stattfindet. (Siehe heutige Bekanntmachung.)
*♦ Gewerbe- und Maschinenbauschule Gießen. An der Anstalt fand am Mittwoch die staatliche 2Ibgangsprüfun(j unter dem Vorsitz der Prüfungskommissare Regierungs - Baurat Kuhlmann und Regierungs-Baurat Nieder st rasser statt, nachdem in der Woche vorher die schriftlichen Prüfungsarbeiten erledigt worden waren. Zugegen waren bei her Prüfung als Mitglieder der Prüfungskommission die Vertreter des Kuratoriums, der Industrie, der Handwerkskammer, des Jnnungs- ausfchusies, der Meisterprüfungskommisfion und der
Butter und Käse
Margarine und sonstige Fette und Oele Bier und Branntwein
Zucker, Sirup und Honig
Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade
Essig, Gewürze und Spezereiwaren
Sonstiges (Gebrauchsgegenstände)
Von sämtlichen untersuchten proben
Preise von 4 bis 6 Mark pro Stück ab gesetzt. Es konnten bis jetzt sieben Dynamos, und zwar vier Bosch, zwei Bauer und eine Radsonne herbeigeschafft werden. Die Eigentümer werden ersucht, bei der Kriminalpolizeistelle, Zimmer 64, während den Dienststunden vorzusprechen.
Fahrraddiebstahl.
Entwendet wurde hier ein Herrenfahrrad, Marke „Perfekt", Fabriknummer 403 484, mit schwarzem Rahmen, gelben Felgen, roter Bereifung, englischer Lenkstange und Komet-Freilauf. Am Hinterrad Gepäckträger und Aktentasche.
Regierung und Kurzschrift.
Ohne Kurzschrift ist unser heutiges Leben undenkbar. Es gibt kein Büro, in dem sie sich nicht täglich als treue Dienerin erweist. Trotzdem glaubten bisher noch viele, auch ohne Kurzschrift durchs Leben zu kommen. Heute fehen wir die verheerenden Fol- gen: Eine große Zahl offener Stellen kann nicht oder nur sehr schwer besetzt werden, weil es an richtigen Stenographen mangelt. In dem großen
Die MrnngSnMelkonlrolle in Gießen
Oie Arbeit der Gießener Nahrungsmittelpolizei im Lahre 1933. Bericht der Polizeidirektion Gießen.


