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Erlaß

Kultur- und Msschastshilse sürMön und Spessart

bura eine W e r b e st e l l e gegründet worden, die. schließung d bei der innerdeutschen Bedarfsdeckung die Interessen I bau zeigen.

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Ein Reichskommiffar für das Siedlungswesen. Berlin, 30. März (DNB.) Folgender

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Erdbeben in Rumänien.

Ein heftiges Erdbeben wurde in ganz Rumänien wahrgenommen. Die Erregung der Hauptstadt machte sich besonders in den Theatern und Gast­stätten bemerkbar,wo es zu panikartigen Sze­nen kam. Der Materialschaden ist nicht erheblich. Verschiedentlich kam es zu unbedeutenden Brän­den, ein Haus stürzte ein, andere weisen Risse auf. In Galatz wurden zahlreiche Häuser beschädigt; in mehreren Gaststätten stürzten die Stuckdekoratio­nen von der Decke herab und verletzten einige Gäste. Zahlreiche Fensterscheiben zersplitterten, auch wur­den mehrere Personen durch einen herabstürzenden Balkon und herunterfallende Ziegel verwundet. Der Reisenden des gerade in Galatz einlaufenden Abendschnellzuges bemächtigte sich eine Panik. Sie flüchteten Hals über Kopf durch die Fenster, wobei mehrere Arm- und Beinbrüche erlitten. In Jassy sind etwa zehn kleine Vorstadthäuser einge- stürzt, wobei mehrere Leute leichte Verletzungen davontrugen.

Eine ganze Familie verbrannt.

In Großhammer bei Eisenbrod (Nordostböhmen) brach im Anwesen eines Bauern ein Feuer aus. Die Bäuerin, die 15jährige Tochter und der 12jährige Sohn wurden ein Opfer der Flammen, wäyrend der neunjährige Sohn mit schweren Brandverletzungen gerettet werden konnte. Lediglich der Bauer blieb unverletzt, lieber die Ursache des Unglücks konnte nichts ermittelt werden.

Zwei Sinder erstickt.

In Wuppertal-Elberfeld brach in einem Mansardenschlafzimmer in der Ehrenstraße, in dem sich zwei Kinder im Alter von 3V2 und 5 Jahren ohne Aufsicht befanden, Feuer aus. Die Feuerwehr konnte die Kinder, die sich in ein Bett in der Nähe der Tür verkrochen hatten, nur als Leichen bergen. Die Kinder sind wahrscheinlich in dem Rauch erstickt. Man ver-

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Berlin, 29. März. (DRV.) Die Deutsche Reichs- vahn führt ab 1. Mai 1934 im sozialen Interesse folgende Fahrpreisvergünstigungen ein: Ermäßigung für kinderreiche Fami­lien, Ausgabe von An gestellten-Wochen- karten und von verbilligten Zehner­karten für den Nahverkehr von großen Städten iinb von Ostpreußen - Rückfahrkarten. Ferner tritt seine Ermäßigung der Gepäck tarife und eine Herabsetzung der Mindestfahr- preise und des Preises für Bahnsteig- lk arten ein. Schließlich werden die zur Zeit in »Geltung befindlichen Winterurlaubskar- len unter der BezeichnungUrtaubstaden auf ldas ganze Jahr ausgedehnt.

Den Genuß der Ermäßigung für kinderreiche Fa- imilien erhalten Familien mit wenigstens »vier unverheirateten Kindern, die das 18. Lebensjahr noch nicht überschritten haben und idem elterlichen Haushalt angehören. Die Ermäßi­gung wird für alle Slaffen bei gemein- ffchaftlichen Reifen von mindestens Iwei Angehörigen der Familie gewährt. Die »Ermäßigung erreicht folgendes Ausmaß: Ls zahlt kden vollen Fahrpreis die erste Person, den halben Hahrpreis jede weitere Person über zehn Jahre «oder zwei Personen vom vollendeten vierten bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr. Eia einzelnes lSind bis zum vollendeten zehnten Lebensjahre wird ffrei befördert.

Die Angestellten-Wochenkarten er­halten Angestellte und Beamte mit einem Roheln- tommen von höchstens 2400 Mark jährlich. Die Preise find dieselben wie für Arbeiterwochenkarten guzüglich 11 o. £). Besörderungssteuer.

Die Zehnerkarten verbilligen die Reisen Zwischen Großstädten von mehr als 100 000 Ein­wohnern und naheliegenden anderen Orten, mit Lenen ein besonders starker Berkehr besteht, um rtwa 20 v. h. Die Zehnerkarten werden an jeder- murnn ausgegeben.

Die Tarifbestimmungen für Ostpreußen- Mückfahrkarten lehnen sich an die für Ur- laubskarten an, jedoch fällt die Sperrfrist von sieben Tagen für die Rückfahrt fort.

Die Sähe des Gepäcktarifes werden um Hdurchfchnittlich 30o.h. ermäßigt. Der Lxpreßgut- Marif bleibt unverändert, ebenso die Mindestfracht- fsähe.

Der Preis der Bahnsteigkarte wird au HO Pfennig heruntergeseht.

von Rhön und Spessart und derjenigen Gebiete, in denen die Bewohner aus Rhön und Spessart bisher Arbeit und Brot gefunden haben, vertreten soll. Eine der ersten Arbeiten der Werbestelle ist der Zusammenschluß der Nordbayerischen Basalt­werke, in denen ein großer Teil der Rhön-Spessart- bewohner in früheren Jahren Beschäftigung gefun­den hat. Die Werbestelle bereitet ferner eine um­fassende Rhönausstellung vor, die zuerst in Berlin gezeigt werden soll und dann als Wander­ausstellung in allen deutschen Gauen für Rhön und Spessart werben wird. Dem Vorgeschichts­forscher, wie dem Volkskundler geben diese Gebiete, die einst Durchzugsland germanischer Stämme waren, und in denen Bonifatius seine ersten Kirchen baute, wertvolle Aufschlüsse. Die tüchtigen, seit Jahrhunderten bekannten Holz­schnitzer werden ihre Arbeiten ausstellen und ihr Kunsthandwerk auf der Ausstellung selbst vorfüh­ren. Auch der S e g e l f l u a, der die Rhön in der ganzen Welt berühmt gemacht hat, und das Rhön­

rad werden nicht fehlen. Den Erholungsuchenden wird die Ausstellung auf die heilkräftigen Rhön- b ä d e r Hinweisen und die geplante Verkehrser­schließung des Gebietes durch Autobahn- und Wege-

Die Reichsbahn hat mit ihren Tarifsenkungen --war nicht alle Wünsche erfüllt, sie hat aber zum Ausdruck gebracht, daß sie bestrebt ist, die "Fahr- lpreisgestaltung immer sozialer zu gestalten. »Sie hat vor allem auch zum Ausdruck gebracht, Daß sie von sich aus einen bevölkerungspolitischen ^Beitrag in der Form einer besonderen B e - nückslchtigung der kinderreichen Fa­nn i l i e n leisten will. Auch die Reichsbahngesellscha nnuß natürlich in erster Linie dafür sorgen, da nhre Finanzen in Ordnung bleiben. Aber der wirt- sfchaftliche Aufbau bringt auch ihr finanziell eine größere Bewegungsfreiheit, so daß sie Schritt für SSchritt den eingeschlagenen Weg weiter verfolgen nmb ihr Tarifsystem so umbauen kann, wie das vor »allem im Interesse einer zielbewußten Bevölkerungs- ,Politik erforderlich ist.

Weiter günstige Entwicklung der Reichsbahnfinanzen.

Der V e rwa l t u n g s ra t der Reichsbahn konnte »die befriedigende Feststellung machen, daß die seit ! Dezember v. I. einsetzende Besserung der «Einnahmen sich bis heute fortgesetzt hat. !Die Einnahmen steigerten sich in den Monaten -Januar und Februar 1934 gegenüber den gleichen 'Monaten des Jahres 1933 im Personenverkehr :um 5,6 v. H. und im Güterverkehr um 21,4 io. H., sie liegen aber noch wesentlich niedriger als iin den gleichen Monaten selbst des Jahres 1931. -Die Märzeinnahmen haben sich bisher m dem- ! selben Sinne entwickelt.

Der Derwaltungsrat stimmte den von der Haupt- > Verwaltung gemachten Vorschlägen zur Verem- ifachung der Verwaltung und besseren Abgrenzung loort Verkehrsgebieten zu, nach denen die Reichs- Id ahndire 1t i on Oldenburg aufgeho - Iben werden und das Eisenbahnnetz im !Raum Leipzig einheitlich unter der Vermal- itung der Reichsbahndirektion Halle zusammen­gefaßt werden soll. Der Verwaltungsrat nahm davon Kenntnis, daß die Reichsbahn auf dem Gebiete des Gütertarifs zur Gewährung von die Transporte k e s und zur Fracht-

EisbrecherKrassin Anfang Mai in der Beringstrahe?

Der russische EisbrecherKrassin", der zur Hilfeleistung für die Tscheljuskin-Besatzung nach der Beringstraße unterwegs ist, traf in Vla ar din­gen (Holland) ein, wo 20 000 Tonnen Kohlen übernommen wurden. Der Eisbrecher begibt sich zunächst nach dem Panama-Kanal. Wie der Führer der Rettungsexpedition, Smirnoff, mittellt, hofft man, Anfang Mai die Bergungsarbeiten m der Beringstr^ße aufnehmen zu können.

Infull im Bosporus.

Der griechische FrachtdampferMaiotis" mit dem amerikanischen Millionenbetrüaer Samuel In­sult an Bord, näherte sich der bulgarischen K ü st e. Sämtliche bulgarischen Polizeistationen längs der Schwarzen-Meer-Küste haben den Be­fehl erhalten, Insult im Falle des Betretens bul­garischen Bodens zu v e r h a f t e n. Der amerikani­sche Geschäftsträger hat die bulgarische Regierung ersucht, Insult aufgrund des zwischen beiden Lan­dern bestehenden Abkommens im Falle der Lan­dung auszuliefern. Infull hat es daraufhin vorgezogen, bulgarischen Boden nicht zu betreten. Der Dampfer ist vorläufig im Bosporus vor Anker gegangen, da an den Schiffsmaschi- nen einige Reparaturen auszuführen sind. Jeglicher Verkehr mit dem Schiff ist verboten. Das Ziel der Fahrt ist noch immer unbekannt. Neuerdings spricht man davon, daß Infull beabsichtige, sich nach Ba- tum zu begeben und von dort aus die Weiter­reise nach Persien oder Afghanistan anzutteten. Amerika hat ein Ersuchen an die türkische Regie­rung gerichtet Samuel Insult in Istanbul zu v e r - haften und ihn zwecks Auslieferung nach Ame­rika festzuhalten. Von der türkischen Regierung wurde mitgeteilt, daß sie dieser Forderung ent­sprechen, Infull verhaften und das Auslieferungs- Verfahren einleiten werde.

erleichterung zugunsten der öffentlichen Ar­beitsbeschaffung rund 30 Millionen Mark aufgewendet hat. Wenn trotz der gegenüber dem Zustand des Vorjahres günstigeren Entwickelung der Reichsbahneinnahmen einer allgemeinen Senkung der Personentarife n'och nicht näherge­treten werden konnte, so soll doch aus sozialen Rücksichten eine Reihe von fühlbaren Fahrpreisvergünstigungen (über die oben berichtet wurde) schon jetzt durchgesührt werden. Auf dem Gebiet des Personalwesens unterbreitete die Reichsbahnhauptverwaltung dem Verwaltungs­rat die Grundgedanken für eine N e u g e ft a l - tung der Dienstverhältnisse der Reichsbahnarbeiter, die sich dem Gesetze zur Ordnung der nationalen Arbeit anpassen sollen.

LPD. Im Rahmen des Dr. Otto Hellmuth-Planes zur Sanierung von Rhön und Spessart hat die Reichsleitung des Freiwilligen Ar­beitsdienstes begonnen, Arbeitslag>er in d e r Röhn zu errichten. Es sind bisher 10 Lager in Betrieb, deren Aufgabe es ist, mit den ersten Bodenverbesserungsarbeiten und der Vorbereitung der Wegebauten zu beginnen. Es werden zunächst die zum Teil völlig v erst einten Felder von Steinen befreit, die dann gleich wieder im Wegebau Verwendung finden. Auch mit der Aufforstung des für landwirtschaftliche Zwecke unbrauchbaren Bodens soll begonnen werden. Fünf Millionen Arbeitsdienst-Tagewerke sind bisher vor- aesehen. Mit Unterstützung der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft sollen Rassebiologen, Bevolke- rungsstatistiker, Vorgeschichtsforscher und Volkskund­ler den einzelnen Arbeitslagern zugeteilt werden, die Erhebungen über den Gefundheits- und Erbzu- stand der Bevölkerung, Untersuchung der wenig be- kannten Vorgeschichte und des Brauchtums des Rhön- und Spefsartgebietes vornehmen sollen.

Zur wirtschaftlichen und kulturellen Gesundung von Rhön und Spessart ist mit dem Sitz in Wurz-

mutet, daß die Kinder mit Streichhölzern in einen Kleidersckrank geleuchtet haben, um sich dort ihren neuen Anzug anzusehen.

Schweres Linslurzunglück in einem belgischen Steinbruch.

In Seilles in der Nähe von Huy in der belgi- scheu Provinz Lüttich ereignete sich in einem dorti­gen Steinbruch durch einen vorzeitig losgehenden Sprengschuß ein schweres Einsturzunglück. 4000 Tonnen Gestein gingen zu Bruch und verschütteten eine Anzahl von Arbeitern. Eine sofort eingesetzte Rettungskolonne konnte fünf Arbeiter nur noch a l s Leichen bergen, ein sechster wurde in schwer verletztem Zustande ins Krankenhaus überfuhrt. Man befürchtet, daß unter den Gesteins­massen sich noch weitere Verschüttete befinden.

Eine lebende Giftschlange auf dem Main.

Zwei Herren, die mit einigen Kindern in Würz­burg am Main entlang spazieren gingen, sahen etwa 100 bis 150 Meter unterhalb des Staatshafens eine mit einem Strick verschnürte Kiste auf dem Main schwimmen, zogen sie heraus, öffneten sie und sanden darin, was sie am allerwenigsten vermutet hätten: auf einigen Bananenstrünken lag friedlich zusammengerollt eine etwa 1,20 Meter lange und 3 bis 4 Zentimeter dicke Schlange, die anschei­nend durch die Wasserfahrt etwas betäubt war, bald aber Lebenszeichen von sich gab. DieEntdecker" verwahrten das Reptil wieder in der Kiste und lie­ferten es im Zoologischen I n st i t u t der Uni­versität ab, wo die Schlange als giftig festgestellt wurde. Man nimmt an, daß sich irgend eine Obst­handelsfirma der Schlange auf so wenig vorsichtige und gewissenhafte Weise entledigt hatte.

Auf einem Skiausflug tödlich verunglückt.

Ingenieur Lütt g en s aus Freiburg, der sich mit seiner Frau und seinem Kind in Sulden im Ortler-Gebiet aufhielt, hatte sich einer unter Füh­rung eines Bergführers -stehenden Skigesellschaft angeschlossen. In Der Nähe der Schutzhütte Stadt Mailand verlor er an einer sehr gefährlichen Stelle die Herrschaft über seine Skier und stürzte in die Tiefe. Die Rettungsmannschaft fand den Verunglückten nach langen Nachforschungen. Er gab nur noch schwache Lebenszeichen von sich und starb nach kurzer Zeit.

Brennendes Schiff auf offenem Meer.

Auf dem griechischen FrachtdampferKostala", der eine Schwefelladung an Bord hatte, brach im Hasen von P i r a e u s Feuer aus. Durch den starken Funkenregen wurden die an Land liegenden Holzvorräte gefährdet, so daß das Schiff aufs offene Meer geschleppt werden mutzte.

Kunst und Wissenschaft.

Auszeichnung des Dichters Karl Benno v. Mechow.

Der preußische Kultusminister Rust hat dem Dichter Karl Benno v. Mechowin Anerken- nung seiner schriftstellerischen Leistungen und zur Förderung seiner Arbeiten" den Preis der Harry- Kreismann-Stiftung verliehen. Damit wird einem Dichter der Kriegsgeneration, der sich durch sein bisheriges Schaffen die RomaneDas ländliche Jahr",Das Abenteuer",Vorsommer" und die NovelleDer unwillkommene Franz" als eine der stärksten Hoffnungen im deutschen Schrifttum erwiesen hat, eine Ehrung von außer­gewöhnlicher Bedeutung zuteil.

Wettervoraussage.

Das Hochdruckgebiet, das sich bei gleichbleibenden maximalen Barometerständen mit seinem Kern nach Finnland verlagert hat, bewirkte über ganz Europa Luftdruckanstieg und hat somit einen durchgreifen­den Einfluß der südlichen Störung unterbunden. Da sich aber neben und über kälteren Luftmassen wärmere befinden, entstehen zwar noch verbreitete Dunst- und Wolkenbildungen, jedoch dürfte durch den hohen Druck zeitweise Aufheiterung einsetzen, wobei tagsüber durch die Sonnenstrahlung die Tem­peratur weiter ansteigt.

Aussichten für 1. Osterfeiertag. An­fangs dunstig und bewölkt, später aufheiternd, tags­über mild, trocken.

Aussichten für 2. Osterfeiertag. Wei- terhin teils wolkiges, teils aufheiterndes Wetter, trocken.

Lufttemperaturen am 30. März: mittags 12,9 Grad Celsius, abends 5,8 Grad; am 31. März: mor­gens 5,3 Grad. Maximum 13,7 Grad, Minimum 1,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 30. März: abends 6,1 Grad; am 31. März: morgens 4,3 Grad. Sonnenscheindauer 6% Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. DA. II. 34: 11 600. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange. K. K., sämtlich in Gießen.

kommisiar für das Siedlungswesen untersteht dem Reichswirtschafts mini st er. Er trifft feine Maßnahmen in Zusammenarbeit und im Ein­vernehmen mit dem Reichsarbeitsmini st er.

Kleine politische Nachrichten.

Das Stargarder Bezirksgericht hat in der Be­rufungsinstanz fünf Mädchen freigesprochen, die von der Starostei zu 30 Zloty Geldstrafe verurteilt wor­den waren, weil sie Ostlandtreuefahrer im vergan­genen Herbst mit dem deutschen Gruß be­grüßten. Das Urteil stellt eindeutig fest, daß der deutsche Gruß in Polen nicht strafbar ist.

Die tschechoslowakische Regierung hat der Reichs­regierung mitgeteilt, daß den deutschen Flag­gen und Hoheitszeichen in der Tsche^ sch o s l o w a k e i die gleiche Behandlung zuteil werden wird, wie den Flaggen und Hoheitszeichen dritter Staaten. Die Reichsregierung hat darauf das Verbot des Zeigens tschechoslowakischer Flaggen, Wimpel und Abzeichen im Reichsgebiet aufgehoben.

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Der Gesandte von Haiti in Berlin, Eduard Pouget, ist an den Folgen einer Lungen- entzündung g e ft o r b e n. Das auswärtige Amt hat die Flaggen auf Halbmast gefetzt. Der stellver­tretende Chef des Protokolls stattete auf der Ge­sa ndfchaft einen Beileidsbesuch ab. Reichsprä- sident von Hindenburg richtete an den Präsidenten der Republik Haiti ein in herzlichen Worten gehaltenes Beileidstelegramm.

wird bekanntgeaeben:

Für die Förderung des Siedlungswerkes wird ein Reichskommifsar für Das Sied­lungswesen bestellt, der vom Reichskanz­ler ernannt wird. Sein Geschäftsbereich um- aßt alle Aufgaben der Siedlung mit Ausnahme der Aufgaben, die dem Reichsminister für Ernäh­rung und Landwirtschaft hinsichtlich der Neubildung des deutschen Bauerntums zustehen. Der Reichs-

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