Von dem GchulungslagerGleiberg
und 1,45 bis
1« Jahre Sparerbund, Ortsgruppe Gießen
lichte. Die Veranstaltung konnte sich eines guten Besuchs erfreuen. Vor Beginn der Vorführungen
Hauptversammlung der Ludwig-und Alicefiislung
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Sieg-Heil auf den Führer wurde die Sitzung geschlossen.
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(Es steht allerdings noch nicht fest, Name auch genehmigt wird.)
Nach § 32 der neuen Satzungen ist obmann des NSLB. Vorsitzender des
Witwen und Waisen von Lehrern Unterstützungen zu gewähren. Um die Jahrhundertwende war die Stiftung unter der Leitung des unvergeßlichen Rektors Kaßlick (Darmstadt) neu ausgebaut worden. Kaßlick starb im März dieses Jahres.
Geleitet wurden die Verhandlungen vom derzeitigen Vorsitzenden, Reallehrer i. R. Pfeiffer (Darmstadt). lieber die Besprechungen, die in den letzten Wochen gepflogen worden waren, gab Rektor Schneider (Darmstadt), der Gauaeschäfts- führer des NSLB., Aufschluß.
Danach soll die Stiftung jetzt für den ganzen Gau Hessen-Nassau umgestellt werden. Durch äußerst sparsame und zielsichere Verwaltung hat die Ludwig- und Alicestiftung in den letzten Jahren wieder einen Grundstock von fast einer halben Million ansammeln können.
Leider waren in letzter Zeit fast gar keine Neu- anmeldungen zu verzeichnen. Nun hat aber er- neute Werbung eingesetzt und soll weiter betrieben werden. Der Vorsitzende konnte Mitteilen, daß schon einige hundert Neuanmeldungen vorlägen. Beitreten können alle Erzieher und Erzieherinnen, auch die Ehefrauen von Erziehern, die die Berechtigung zur Uebernahme einer Erziehertätigkeit an einer öffentlichen Lehranstalt besitzen und noch nicht über 50 Jahre alt sind.
In der Aussprache gab Rektor i. R. Dem (Neu- Isenburg) noch erläuternde Zusätze. Zum Schluß
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1,55 Mark, Landbutter 1,40, Matte 22 bis 25 Pf.,
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Die Ortsgruppe Gießen des Sparerbundes beging am Samstag abend im „Hindenburg" die Feier ihres 10jährigen Bestehens. Zahlreich waren die Mitglieder mit ihren Angehörigen und Freunden der Sparerbewegung erschienen. Der Saal, der mit den beiden Reichsflaggen und mit Blumen reich geschmückt war, gab der Feier einen würdigen Rahmen. Eine festliche Stimmung, getragen von dem frohen Gefühl langjähriger enger Verbundenheit, lag schon von Anbeginn der Feier an auf der ganzen Versammlung. Nach dem Badenweiler Marsch und noch einem zweiten Musikstück begrüßte Ortsgruppenführer H. Lorenz die sehr gut besuchte Dersarnrn- lung und gab besonders seiner Freude über die Anwesenheit zahlreicher auswärtiger Mitglieder und Freunde Ausdruck. Er gab dann einen Ueberblick von der Arbeit seit der Gründung bis heute, wobei er besonders hervorhob, daß der Sparerbund sich schon von seiner Gründung an unbeirrt und vieler Angriffe zum Trotz, nie von seinem geraden Weg habe abbringen lassen. Unter dem Namen „Hypothekengläubiger- und Sparerschutzverband" sei die hiesige Ortsgruppe am 3. November 1924 in der Neuen Aula der Universität in einer sehr gut besuchten Versammlung zum ersten Mal vor die Oeffentlichkeit getreten mit Geh. Rat Dr. B e ft als Redner. Zum Schlüsse seiner Ausführungen gedachte Herr Lorenz der 21 Toten der hiesigen Sparerbundsortsgruppe sowie des verstorbenen Ehrenvorsitzenden Grafen P o s a d o w s k i und des Reichspräsidenten Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Zu Ehren dieser Verstorbenen erklang das Lied „Ich hatt' einen Kameraden". Alle Anwesenden verharrten während dieser Minute stehend in stillschweigendem Gedenken.
Nach einem Prolog ergriff als erster Festredner Pg. Bürgermeister Schneider aus Bad Homburg-Gonzenheim, der Landesoerbandsführer des Sparerbundes von Hessen-Nassau, das Wort. Dieser Redner gab einen Ueberblick über die Arbeit und Erfolge des Sparerbundes im Reiche. So feien im vergangenen marxistischen System die Sparerschutzkassen, die haute 40 Millionen Reichsmark Kapital verwalten, aus der Not der Zeit geboren. Erfreulich fei es nun, daß im Gegensatz zum vergangenen System Staat und Partei das größte Interesse am Kleinsparer habe. Hinsichtlich der Anleihe-
Nach den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Bürgermeisters Schneider sprach der Vertreter der Reichszentrale Berlin Prokurist Pg. König. Auch er kam in ausführlicher Weise auf die Notwendigkeit des Sparerbundes zum Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft zu sprechen. Wäre der Sparerbund vor 10 Jahren nicht gemeßen, so wäre es niemals zu irgend einer Aufwertung gekommen. Sogar im Bemühen um die Abfindung der westrussischen Eisenbahnobligationäre habe der Sparerbund ansehnliche Erfolge erzielt. Schulung und Mitarbeit aller Sparerbundsmitglieder sei jedoch zu weiterem Neuaufbau sehr notwendig.
Nachdem auch dieser Redner unter lebhaftem Beifall seine Ausführungen beendet hatte, verlas Herr Lorenz Glückwunschtelegramme und Glückwunschschreiben des Landesverbandsführers Pg. Ministerpräsident a. D. Prof. Dr. Werner, des württem- bergischen Verbandsführers Oberrealschulrat B a u- ser sowie des Reichsgeschäftsführers Pg. Justizrat Brink- Berlin. Die Ernennung des seitherigen Ortsgruppenleiters Christian Reiber durch den Landesverband Hessen-Darmstadt zum Ehrenvorsitzenden der Ortsgruppe Gießen wurde von der Versammlung mit großem Beifall ausgenommen. Die hiesige Ortsaruppe ließ fterrn Reiber, der aus Gesundheitsrücksichten nam Rod-Homburg übersiedeln mußte, ein gerahmtes schönes Bild des verstorbenen Reichsehrenoorsitzendsn Grafen Posa- d o w s k y überreichen. Außer an den Gründer der hiesigen Ortsgruppe, Herrn Reiber, wurden noch an drei Mitbegründer Bilder überreicht.
Der weitere Teil des Programms war ausgefüllt durch Gesangsvorträge von Fräulein Partenheimer, die auch sehr beifällig ausgenommen wurden. Musikalische Darbietungen wechselten noch ab mit heiteren Dichtungen und Vorträgen durch Fräulein Elisabeth W i e l a n d e r. Erst kurz vor 1 Uhr schloß der Versammlungsleiter mit einem dreifachen „Sieg-Heil" auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Jubiläumsfeier des 10jäh- rigen Bestehens.
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rotes Schulrat l.R. Fischer (Gießen) als M sichtsratsmitglied darauf yin, daß mit der Annahs der neuen Satzungen eine äußerst einschneidende Maßnahme bei der Stiftung eingetreten sei. Es |tj auch Pflicht, noch einmal daran zu erinnern, wo, sie Gutes geleistet habe. Er gedachte dabei Dog allem des verstorbenen verdienstvollen Vorsitzendeii des oben erwähnten Rektors Kaßlick, und dankte auch dem jetzigen Vorsitzenden Reallehrer Pf eis. fer für seine treue Arbeit. Außerdem wurde dy- Gaugeschäftsführer des NSLB., Rektor Schnei, der, für die wertvolle Ueberleitungsarbeit, die n im Interesse der guten Sache bisher geleistet gedankt.
Am Samstag fand in Darmstadt eine Hauptversammlung der Ludwig- und Alice st iftung (Sterbetage hessischer Lehrer) statt. In dieser wichtigen Sitzung wurden die neuen vorläufigen Satzungen, die vom 1. Januar 1935 gelten sollen und unter dem Gesichtspunkt des Führergedankens aufgebaut sind, einstimmig angenommen. Zu gleicher Zeit wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, etwaige Aenderungen der Satzungen in Zusammenarbeit mit dem Äussichtsamt für Privatversicherungen vorzunehmen. § 1 der Stiftung heißt:
„Als Ausdruck des Dankes an den großen Führer des deutschen Volkes, den Retter vor völkischem, kulturellem und wirtschaftlichem Untergang und als Gelöbnis der hingebenden Mitarbeit an der Erziehung des Heranwachsenden Geschlechts zur wahren Volksgemeinschaft nimmt die Ludwig- und
Makkr konnte sich von seinen Werken Nicht trennen. Und so wären sie vielleicht noch lange das alleinige Gut seiner engsten Freunde geblieben, wenn nicht der tragische Tod dieses deutschen Mannes und Künstlers seinen Nachruhm ausgelöst hätte. Der Stadt Bad Lippspringe ist für das mutige kulturelle Führertum, das sie mit der Einrichtung dieser Gedächtnis-Ausstellung bewiesen hat, aufrichtig zu danken. Und damit verbindet sich der Wunsch, daß man auch hier recht bald einen Einblick in das packende künstlerische Schassen des Heimgegangenen möge tun können.
Gießener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 30. Okt. Auf dem heutigen Wochen
neubesitzregelung, des Rentnergesetzes und der nußrechte der Jndustrieobligattonen seien in letzten Jahren beachtliche Erfolge aufzuweisen.
die Erschienenen und wies in kurzen Worten auf den Zweck der Veranstaltung hin. Er betonte, roelÄ wertvolle Dienste die Hunde der Menschheit ii Weltkriege geleistet hätten und daß durch ihre tigkeit manches Menschenleben gerettet worden sei. Auch als Begleit- und Wachhunde könnten dirsü Freunde der Menschen bei entsprechender Schulung Hervorragendes leisten. Bei den anschließenden Soh führungen fiel der Aufmarsch der beteiligten 118 Hunde, die auch bewundernswerte Gehorsamsübun-" gen zeigten, sofort angenehm auf. Es war einn Freude, zu sehen, wie die Vierfüßler, jedes WM verstehend, die gegebenen Befehle ausführten. Da- bei zeigten sie sich auch durchweg als gute Springer... Einzelne kletterten sogar an einer ca. A/r Meter: hohen steilen Wand empor. Weiter wurde gezeigt,., wie sich der Hund als Begleiter auf der <btrafy,. selbst im dichtesten Gedränge, benehmen muß. Eiiu besonders guter Springer sprang über fünf Stühle.. Bei einem markierten Ueberfall auf zwei Damen i auf einsamem Waldweg kamen die Vorteile d»' Ausbildung eines Hundes in vortrefflicher Wch zum Ausdruck. Auch bei einem markierten Hebet • fall auf ein Liebespaar mit Handtafchenraub gcigli! sich, welch wertvolle Dienste der ausgebildete Hm« dem Menschen leistet. Nach einem vom Senior btt: Begriksgruppe, Bierau (Wieseck), gezeigten Dm- surakt mit einem 13jährigen Hund nahm dies»: Hund die Entfesselung seines überfallenen unb flf1 knebelten Herrn vor. Interessant war auch die N" wachung eines Fahrrades und die Stellung dtt> fliehenden Diebes, ferner der Feuerüberfall atf| Grenzschutzbeamte, wobei veranschaulicht wurde, ®'|! sehr der Hund geeignet ist, den schweren Dienft bff । Grenzschutzbeamten in bester Weise zu unterstütze Daß oer Hund ferner wertvolle Dienste als Beb' ter im Wagen und Auto leisten kann, zeigten ö«! beiden Vorführungen „Bewachen eines PersoM' fraftroagens" und „Ueberfall auf Insassen ein» Pferdewagens". Am Schluß der Vorführungen N" tonte der Leiter der Veranstaltung noch die 2W' tung der Ausbildung der Hunde für die Allgemein" beit' und forderte die Hundebesitzer auf, von M- Möglichkeit der Ausbildung durch die Fachgrupl" ausgiebig Gebrauch zu machen. An die 23eranftir tung schloß sich ein gemütliches Beisammensein N>'° Tanz in Steins Saal an.
Verkehrs- und Verschönerungsverein Lich.
J_ Lich. 28.Okt. Der Verkehrs - und schönerungsverein L i ch hielt im dischen Hof" seine diesjährige ordentliche Haupwe^ sammlung ab. Außerordentlich guter Besuch den verschiedensten Kreisen der Bevölkerung bewic« das rege Interesse für den Verein. Der Vereins Vorsitzende, Lehrer Hild, stellte den Abend ' feiner Begrüßungsansprache unter das Leitao, „Heimat, dich lieben wir". Im ersten Teil Abends, der unter dem Motto ,Heimat, dich wir in deiner Landschaft" stand, wurde der ' vergangenen Sommer vom Landesverkehrsverba • Rhein-Main hergestellte Film von unserer He'w^ stadt vorgeführt. Dieser zeigt die schönsten Pari« von Lich und seiner näheren Umgebung (Klo. Arnsburg usw.). Der Film soll in den Grohstav ' und Derkehrszentren Deutschlands zur Werou^ für unser schönes Hessenland und somit auch ijj unsere Heimatstadt vorgeführt werden und ® feine Wirkung wohl auch nicht verfehlen. IM schluß an die Vorführung gab Lehrer H il o - Geschäftsbericht über das verflossene Vereins» V"
Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (ausländische) 10 bis 11, (inländische, Kühlhaus) 10 bis 12, Wirsing (grün), das Pfund 8 bis 10 Pf., der Zentner 7 bis 8 Mark, Weißkraut, das Pfund 6 Pf., der Zentner 3,50 bis 4 Mark, Rotkraut, das Pfund 10 bis 12 Pf., der Zentner 8 bis 9 Mark, Gelbe Rüben, das Pfund 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 10, Römischkohl 8, Unterkohlrabi 8, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 60 bis 80, Tomaten 15 bis 20, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kürbis 5 bis 6, Pilze 30 bis 40, Kartoffeln, das Pfund 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 7 bis 12 Pf., der Zentner 8 bis 14 Mark, Birnen, das Pfund 6 bis 10 Pf., Nüsse 25 bis 30, junge Hahne 80 bis 90, Suppenhühner 60 bis 70, Gänse 65 bis 75, Enten 80 bis 90, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 5 bis 10, Endivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20 Pf.
Vornotizen.
— Tageskalender für Dienstag: Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Gießen: 20 Uhr, Volkshalle, Großkundgebung; 9tebner: Bezirks- Walter der DAF. unb Lanbesodmann der NSBO., Pg. Willi Becker (Frankfurt a. M.). — Stadtthea- ter, 20 bis 22.30 Uhr, „Traoiata". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Mabame Butterfly". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Branbplatz, 16 bis 17 Uhr, Gemälbe-Ausstellung.
— Stabttheater Gießen. Heute Abend finbet die erste Opernvorstellung dieser Spielzeit mit Verdis Oper: „Traoiata" statt. Spielleitung hat P. Wrede, während Kapellmeister Fritz Cujs die musikalische Leitung obliegt. Die Partie der Violetta singt Maria Perry; als Gäste wurden gewonnen Therese Stein famp, Hans-Heinrich Hagen unb Richard Stahl, in den übrigen Rollen die Mitglieder unseres Ensembles.
— Eine Sondervorstellung „Lange- m a r ck" findet im Stadttheater für die Arbeits- gemeinschaft der Militär- und Regimentsvereine in Gießen am Donnerstag, 8. November, statt. (Siehe gestrige Anzeige.) *
** Justizperkonalie. Wie man uns mitteilt, ist die Entlassung des hiesigen Landgerichts- Präsidenten Dr. Maurer aus dem Staatsdienst aufgehoben worben. Der Präsibent würbe nunmehr auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung feiner bem Staate geleisteten Dienste in ben orbent- lichen Ruhestanb mit Wirkung vorn 1. Oktober 1934 versetzt.
** Geschäftsjubiläum. Am 1. November finb es 25 Jahre, baß die Firma Jean Weisel, Gießen, Sonnenstraße 6, bie Vertretung des Selters-Sprudel, Löhnberg, zur beiderseitigen Zufriedenheit hat. Am l.Juni waren es 42 Jahre, daß Herr Jean Weisel das Wassergeschäft gegründet und aus kleinen Anfängen zu der heutigen Größe gebracht hat.
** Kunstband merkliche Ausstellung Heinrich K ü ch l e r. Der Gießener Kunstgewerbler Heinrich Küchler zeigte am vergangenen Samstag unb Sonntag im Saale des Hotels Prinz Carl feine Arbeiten auf bem Gebiete bis kunfthanb- werklichen Schmuckes unb Gebrauchsgegenstanbes. Die Ausstellung war roieberum sehr reichhaltig, unb sie würbe in einem äußeren Rahmen geboten, ber als sehr kultiviert angesprochen werben darf. Das Material für bas Schaffen bes Künstlers ist vor allem bas gefügige Silber, das in ben verschiebensten Techniken bearbeitet und zu immer neuen Wirkungen geführt würbe. In Verbinbung mit eblen Steinen schuf der Künstler reizvolle Schließen, Ketten, Armspangen, Knöpfe, Klips, Ohrgehänge, Ringe usw., bie meist durch feine Treibtechnik eine Steigerung ihrer Wirkung erfuhren. Alle Arbeiten tragen starken persönlichen Charakter unb sind sehr dekorativ gestaltet. Darüber hinaus zeigte ber Künstler auch verschiedene plastische Arbeiten, ebenfalls getrieben, bie starken Ausbruck tragen. Hch. Küchler hat sich außerdem in diesem Jahre damit beschäftigt, bei dem Entwurf von Sportpreisen neue Wege zu weisen, unb er hat bad ei verschiebene Lösungen ge- funben, bie aller Beachtung wert finb. Eine große Anzahl von Entwürfen ließ einen Blick in die Art der geistigen Vorarbeit bes Künstlers tun.
** Einreichung ber Anträge a u f Beihilfe für Neupflanzung von Ob ft bäume n. Die Lanbesbauernschaft teilt mit: Anträge auf Gewährung einer Beihilfe für Neupflanzung von Dbftbäumen im Herbst 1934 für bas Gebiet Hessen-Nassau müssen bis spätestens 15. November 1934 bei ber zustänbigen Obstbauinspektion gestellt werben. Nähere Auskünfte erteilen bie Obstbauinspektionen. Es wirb schon jetzt daraus aufmerksam gemacht, daß alle Antragsteller genauestens vorgeschriebene Termine einzuhalten haben, da andernfalls die Gewährung einer Beihilfe in Frage gestellt ist.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten finb ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
h. £. in ü. bei IN. Sie haben im vorigen Herbst durch die Feldbereinigung einen Apfelbaum zugeteilt bekommen. Mit der Zuteilung der Grundstücke durch die Feldbereinigung ging auch die Gefahr für dasselbe unb für feinen Bestaub auf Sie über. Der fragliche Apfelbaum ist erst im Sommer 1934 nach Ihrer eigenen Aussage bürr geworden. Sie haben deshalb den Schaden selbst zu tragen.
A. L. G. Allgemein ist der Hausbesitzer für ordnungsgemäßen Zustand der vermieteten Räumlichkeiten verantwortlich. Hierzu gehört auch, daß bei Eintritt der Dunkelheit das Treppenhaus beleuchtet wird. In Gießen ist es aber Verkehrssitte und wird auch gewöhnlich bei Abschluß der Mitverträge besonders vereinbart, daß ber Mieter für bie Beleuchtung feiner Treppe zu sorgen hat. Die Beleuchtungszeit tritt bei Eintritt ber Dunkelheit ein unb bauert so lange, als man mit einer normalen Benutzung ber Treppe rechnen kann: gewöhnlich nicht länger als bis 21 auch 22 Uhr. In ben meisten Fällen wirb bann auch bie Haustüre abgeschlossen. Nach Abschließung ber Haustür muß bie Treppe nicht mehr beleuchtet fein.
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Oberhessen.
Saardeutsche Volksgenossen in Lich.
Lich, 28. Okt. Gestern nachmittag trafen in un> ferer Stabt 21 Volksgenossen von de, Saar zu einem zehntägigen Aufenthalt ein. Ci, würben auf dem Rathaus festlich empfangen uij von Bürgermeister Geil begrüßt. Am 4. Novem. ber findet zu Ehren der Gäste in der Turn Haitz Saardeutscher Abend statt, zu dem sich Gauamtsleiter der NSV. für Hessen-Nassau, Bürgermeister Haug (Darmstadt), als Festredn« zur Verfügung gestellt hat. Außerdem wird an lj fern Abend die Alten-Busecker Spielschar das Fch spiel „Glückauf! Der Bergmann kommt!" zur Atz führung bringen.
Deutsche Arbeitsfront in Lich.
* L i ch, 28. Okt. Gestern mittag versammel^ sich die in der Deutschen Arbeitsfront^ sammengeschlossenen Betriebsgemeinschaj> t e n der hiesigen Betriebe zu einem öffentlj. chen Appell auf dem Adlerplatz. Der Drtsgrup penroalter der DAF., Pg. Karl Schwab, hij an die Versammelten eine Ansracke, in der er mtz Verlesung der vom Führer erlassenen Anorbnum burch bie ber Führer die Deutsche Arbeitsfront o$ vollgültige Gliederung der Bewegung anerkenn! und sie hierdurch mit zum Fundament des Drittel. Reiches erklärt hat, auf diesen Erlaß einging uni erklärte, daß wir heute noch nicht ermessen können welch ungeheure Tragweite diese Anordnung in ft berge, sondern dies erst die Zukunft zeigen merbi Diese oeispiellose 6hrung des schaffenden Meni schen stehe einzig in der Welt da. Der Führer Hatz hierdurch wiederum bewiesen, mit welchem Recht unser unbegrenztes Vertrauen verdiene. Unferere; großen Führer gehöre deshalb für immer unfet: ganzes Sein und Streben. Mit dem Gruß an ben: Führer, dem ein Huldigungstelegramm aefanbt: wurde, beendete der Ortsgruppenwalter den Appell. Oer Hund im Dienste des Menschen.
I Lich, 29. Okt. Die Fachgruppe Lichsün das Schutz - und Gebrauchshundewesem veranstaltete in Gemeinschaft mit den Fachgruppe». Gießen und Wieseck auf dem Wiesengelänbe hint«: ber katholischen Kirche gestern nachmittag einst Werbevorführung, bie bie vielseitige Bei: roenbung bes Hunbes als Schutz unb für bem Dienstgebrauch in hervorragender Weise veranschaw
Wie bereits berichtet, fand auf ber Burg Gleiberg ein Reichsschulungslager de s N SD StB. statt. Das Lager, das unter der Leitung des Schulungsleiters Lürsen (Munster) stand, schloß am Freitagabend mit einem Kame- radschastsabend, zu dem unter anderen Gasten der Organisationsleiter des NSDStB. Dr.-Jng. Meier (Münster) erschienen war. .
Im nachfolgenden bringen wir einen Bericht eines Lagerteilnehmers, der in launiger Weise den Verlauf eines Tages im Lager Gleiberg beschreibt.
Morgens, wenn der Kauz nach nächtlichem Raub- flug heimkehrt und sich in den morschen Balken des alten Gleibergturmes niedersetzt, wenn man sich in feiner „Falle" gerade am wohlsten fühlt und so im Halbschlaf vor sich hinträumt, schreckt einen die Rabenstimme bes Stubenältesten aus ber wohligen Ruhe: „Aufstehen! Raustreten zum Frühsport!" Schnell in bie Turnhose geschlüpft unb hinaus auf ben Burghof. Es ist noch kalt, tiefer Nebel liegt über ber weiten Herbstlanbfchaft. Nach einigen Minuten Körperschule unb einem kleinen Lauf werben unsere ©lieber schon gelenkig unb warm. Anschließenb gehts sofort zum Waschen, Anziehen unb Bettenmachen. Dann kommt bie hohe Lagerleitung unb nimmt den Stubenappell ab. War alles in Ordnung, hat alles geklappt, treten wir zum Flaggenappell an. Wir stehen in strammer Haltung, unsere Auaen auf den Turm gerichtet unb grüßen unsere Fahne, bas Symbol unserer Bewegung, deren rotes Tuch wie eine Flamme im Morgenwind flattert und uns an unsere Toten erinnert und uns mahnt an unsere Aufgabe, die wir zu erfüllen haben, um das Reich zu verwirklichen, für das sie ihr junges Leben opferten.
„Rechts um! Reihe rechts!" aefjt es zum Kaffeetisch, um sich die Grundlage für die Tagesarbeit zu verschaffen. Ist dieses Werk vollbracht, so beginnt nach kurzer Pause unsere Schulungsarbeit. Schwer beladen mit Büchern und Papier gehen alle in den Schulungsraum, und jeder seht sich in eine Ecke oder an seinen Platz und arbeitet für sich allein das gestellte Thema aus. Von 11 bis 12 Uhr wird das Erworbene in kleinen Arbeitsgemein- chaften ausgearbeitet und das Ergebnis am Abend durch einen Sprecher in der großen Arbeitsgemeinschaft Dorgetragen. Der Vormittag geht schnell vorüber und schon ertönt die Trillerpfeife des „Spieß". Antreten zum Mittagessen! So schnell geht es sonst nie mit dem Antreten. Wenn es zum Essen geht, sind alle bereit. Nach einem zackigen Tischspruch des Lagerdichters fallen wir heftig über bas Essen her. Jeber ißt soviel unb solange er kann. Zur besseren Verdauung wird anschließend eine kleine
Kletterpartie an der Ruine unternommen. Man spricht dabei wesentliche und unwesentliche Dinge und lernt sich gegenseitig kennen. Aber ganz Kamerad wird man am Mittag beim Sport oder beim Arbeitsdienst auf den Kartoffeläckern eines Bauern, kommen wir um 18 Uhr beschmutzt und mit zerzausten Haaren heim, so treffen wir uns nach einer kurzen Säuberungspause im Tagesraum zu der Sroßen Arbeitsgemeinschaft. Das Ergebnis ber Rorgenarbeit wirb hier zusammengefaht unb allen Kameraben vermittelt. Die Zeit verrinnt so schnell, unb man glaubt immer noch mehr Horen und lernen zu müssen, wenn nicht schon aus der Küche Vorsteigender Duft den Raum erfüllte und die Mägen zum Knurren brächte. Noch einmal treten wir hinaus, Dämmerung senkt sich über ben Niebe- rungen unb umhüllt den alten Bergfried. Die Fahne wird eingeholt. „Rechts um! Reihe rechts!" gehts nach dem Kommando des „Spieß" in den Eßraum, und jeder schmaust solange, bis ber Nimmersatt von Magen ruhig ist.
Dann erklingen unsere alten Kampflieder und dazwischen auch ein altes Landsknechtlied. Es paßt so gut in unsere Umgebung. Ein Kamerad lieft Kriegsnovellen, oder kurze Geschichten aus der Kampfzeit, oder spricht eine gute deutsche Heldensage vor. Angespannt lauschen wir seinen Worten. Doch bald meldet der Stubenälteste: „Ins Bett!" Um 10 Uhr ist Zapfenstreich Langsam begeben wir uns hinauf in die Schlafräume, die Gedanken weilen bei dem Erlebten, bis nach einigen luftigen Geschichten und dem Erzählen fröhlicher Erlebnisse langsam, alles einschläft. Von irgendwo klingt das monotone Geräusch bes Holzsägens, unb halb ist alles ruhig, nur ber ruhige Atemzug ber Schlafen- ben unb Träumenben tönt leise in bie stille Nacht.
Kurzschuiungsiager der Gießener Wohnkameradschastssührer auf dem Gleiberg.
Kaurn hatten bie letzten Teilnehmer des Reichsschulungslagers den Gleiberg verlassen, als andere Studenten das Lager bezogen. Die kommenden Wohnkameradschaftsführer der Gießener Korporationen waren zu einem ganz kurzen Lager zusammengezogen worden, um die neuen Richtlinien und Aufgaben für das kommende Semester zu erfahren. Der Kameradschaftsführer der Universität Gießen Pg. Gerhard P a l l m a n n leitete dieses Treffen, und in gemeinsamer Arbeit wurde Rechenschaft über das vergangene Semester und neue Wege für die künftige Kameradschaftserziehung erarbeitet.
rotes. Er ernennt weitere neun Mitglieder.
Die Ludwig- und Alicestiftung hat feit ihrem Be- stehen (gegründet 1862) viel Segen gebracht. Neben der eigentlichen Versicherung für den Todesfall hatte sie sich zur Aufgabe gestellt, hilfsbedürftigen


