Aufklärung, aus der zu erwähnen ist, daß die Ka-
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den
der am die
Das Abiumen im Turnverein 1846
141 Turner, Turnerinnen und die Jugend im Wettbewerb.
scheinen. Nach Behandlung verschiedener kleinerer Fragen wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen.
wg. Großen-Buseck, 29. Okt. Dieser Tage wurde unmittelbar am Dorfausgang „Hinter den Weiden" mit dem Bau einer Eisbahn begonnen. Da der alte Eisplatz auf den Nechtenwiesen
3. Preis. Lux: Schmidt 2. und 3. Preis. Klein- Silber: Ph. Pitz Diplom des RDK. und zwei Ehrenpreise; Karl Keßler Ehren-, 1. und 2. Preis; Fr. Pitz 1. Preis; Otto Schmidt 1. Preis. Holländer: W. Magel Ehren- und zwei 2. Preise; Herm. Schäfer 1. und 2. Preis. Am Nachmittag, wurde die Ausstellung, die gut besucht war, durch den Leiter W. Magel eröffnet. Preisrichter Ullrich hielt einen Vortrag über die wirtschaftliche Kaninchenzucht. An Hand von Beispielen wies er darauf hin, daß die Kaninchenzucht heute genau so gleichberechtigt sei, wie jede andere Tierzucht. Das Märchen, daß Kaninchen die Ratten anzögen, müsse ein für allemal verschwinden, denn gerade auf dem Lande sei diese unbegründete Sage noch an der Tagesordnung. In den Pferde- und Schweineställen seien viel mehr Ratten anzutreffen, als in den Kaninchenställen, und daraus ergibt sich, daß sich Ratten dort ansiedeln, wo sie auf bequemste Art ihr Futter finden. Was die Wirtschaftlichkeit der Kaninchenzucht anbelange, so sei zu erwähnen, daß durch planmäßige Zucht gute Felle und Wolle erzielt und die Einfuhr ausländischer Kaninchenfelle im Interesse des Volksganzen abgeschwächt werde. Durch die Erzeugung von Angorawolle würde außerdem die wirtschaftliche Lage gebessert, lieber die Verarbeitung der Felle und der Wolle im eigenen Haushalt machte er sehr interessante Ausführungen. Daß sich die Kaninchenfelle auch sehr gut zu Leder, besonders Fensterleder, verarbeiten lasten, wurde besonders erwähnt, lieber die Organisation der Kaninchenzüchter gab der Redner ausführlich
durch die Feldbereinigung verschwunden ist und die Wieseck nur bei starker Kälte zufror, wurde auf s Veranlassung des Bürgermeister Pg. R e b h o l z ! nun die Möglichkeit geschaffen, auch in normalen । Wintern den Eissport für längere Zeit ausüben zu : können. Der neue Eisplatz erhält eine Fläche von ' 90X30 Meter. Sämtliche Arbeiten werden von der < Hitlerjugend ausgeführt, die damit ihren für das ' Wohl der Allgemeinheit stets einsatzbereiten Willen : zur Tat erneut beweist. Auch der Ortsbauernführer hat sein Fuhrwerk in den Dienst der Sache gestellt. Mit der Fertigstellung des neuen Platzes geht ein langgehegter Wunsch unserer Jugend in Erfüllung.
Lollar, 29. Okt. Am Samstagabend veranstaltete der Turnverein Lollar im Saalbau „Zur Linde" einen Werbe ab end. Nach einem Musikstück und dem Aufmarsch aller Abtei- lungen hielt der Vereinsführer, Bürgermeister Wagner, die Begrüßungsansprache. Er gedachte zunächst des Turnvaters Jahn und wies auf feine Bedeutung und damit auf die Wichtigkeit der körperlichen Ertüchtigung und Einsatzbereitschaft jedes Deutschen im neuen Staate hin. Leider habe, so führte der Redner u. a. aus, bisher kein vollwertiger Raum für die Hebungen des Turnvereins zur Verfügung gestanden. Dies fei aber wohl die längste Zeit so gewesen. Auch Lollar werde in absehbarer Zeit eine Turnhalle bekommen. Insbesondere würdigte er noch die Verdienste des Turnwartes A g e l, der unermüdlich im Dienste des echten Jahnschen Turnens tätig sei und auch für diesen Abend den weitaus größten Teil der Arbeit geleistet habe. Nach dem Gesang des Deutschlandliedes folgten die einzelnen Darbietungen, die alle ein hohes Maß von Können bewiesen und einen Einblick in die Arbeit des Vereins gewährten. Alle Turner und Turnerinnen gaben während der abwechslungsreichen Vorführungen ihr Bestes her und wurden mit reichem Beifall belohnt. Besonders gefielen die glänzenden Reckübungen und die Kunstfrei- übunaen der Turner, die verschiedenen, in Trachten und besonderen Kostümen sehr gefällig ausgeführten Tänze der älteren und jüngeren Turnerinnen und die schwierigen Pyramiden der jugendlichen Turner. Die Kapelle Lynker hals den Abend, der in Anbetracht der Leistungen einen besseren Besuch verdient hätte, verschönern und spielte anschließend der Jugend noch einige Stunden zum Tanz auf.
u. Klein-Linden, 29. Okt. Am Sonntag feierte unsere Gemeinde ihr Kirchweihfest als Erinnerung an den Tag der Einweihung unserer heutigen Kirche im Jahre 1866. Am frühen Sonntag ertönten durch das Dorf die Klänge des Po- faunenchors, der mit Dankchorälen das Fest, das bis auf den heutigen Tag eine rein kirchliche Ange- legenheit geblieben ist, einleitete. Im Festgottes- dienft predigte der Ortsgeistliche über 2. Brief Timotheus 3 Vers 14 „Du aber bleibe in dem, das du gelernt haft ...". Nachmittags gingen, alter Ueberüeferung nach, die Aelteften unserer Gemeinde zum heiligen Abendmahl. Posaunen- und Kirchenchor feierten das Fest am Abend.
z Großen-Linben, 30. Okt. Gestern gegen 18 Uhr fuhr auf der Landstraße zwischen Großen- Linden und Klein-Linden kurz vor dem Kleebach ein Motorradfahrer aus dem Kreise Ziegenhain von hinten auf einen unbeleuchteten Handwagen auf. Durch den Zusammenprall kamen der Motorradler, sein Beifahrer und der Mann vor dem Handwagen zu Fall, zum Glück aber trugen alle drei nur unbedeutende Verletzungen davon. Die Untersuchung über die Schuldfrage ist im Gange.
Fußball-Ergebnisse der Kreisklassen
Großen-Buseck — Leihgestern 5:2; Wieseck — Grünberg 4:1; Werdorf — Büblingshausen 6:1; Wetzlar I — Aßlar 1:4; Burgsolms — Spfr. Wetzlar 1:2; Garbenteich — Steinbach 1 :2; Lich II — Allendors 4:4; Heuchelheim II — Kinzenbach 2:2; Steinberg II — Wieseck II 6:1; Treis — Alten-Buseck 3:3; Erda — Launsbach 0:1; Frankenbach — Rodheim 1 :2; Fellingshausen — Krofdorf II 0 :4; Hermannstein — Spfr. Wetzlar II 10 : 0; Werdorf II — Braunfels 6 :2; Bonbaden — Bechlingen 1 :3; Berghaufen — Oberbiel 2 :0; Aßlar II — Tg. Wetzlar II 0:4; Waldgirmes — Ehringshausen 2:4; Lollar II — Leihgestern II 10:0.
Sportverein 1920 Heuchelheim.
Die zweite Mannschaft des Sportvereins Heuchelheim 1920 erzielte gegen die erste Elf von Tv. Kinzenbach ein 2:2. Das Spiel wurde von Anfang an wuchtig ausgetragen und man sah beide Einheiten abwechselnd im Vorteil. Bei einem Stand von 1:1 wurden die Seiten gewechselt. Nach der Pause lagen die Einheimischen fast ausschließlich vor dem Tor des Gegners. Der hiesige Sturm war jedoch nicht in der Lage, die ungezählten Torchancen auszunutzen. Die Hintermannschaft gefiel sehr gut.
Die 1. Jugendmannschaft konnte gegen die gleiche Els von VfB. Krofdorf-Gleiberg nur ein Unentschieden erzielen und muß nunmehr am kommenden Sonntag ein Entscheidungsspiel gegen obige Mannschaft austragen.
Die erste Mannschaft trug einen Freundschaftskampf in Lollar aus, der allerdings beim Stande von 1:0 für Heuchelheim abgebrochen wurde.
Schauturnen des Turnvereins Lich.
Am Samstagabend versammelten sich die Mitglieder und viele Gäste des Turnvereins Lich zu einem Familienabend, mit dem ein großes Schauturnen verbunden war. Nach dem Er
öffnungsmarsch und nach der (Einbringung der Fahne begrüßte der 1. Vereinsführer K. Volz die Mitglieder und Gäste, insbesondere die Gäste von der Saar. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß das Interesse an der schönen Turnerei in Lich so groß sei. Er forderte dazu auf, sich rege an den Uebungsftunben zu beteiligen. Der Redner brachte ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler, auf den verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg und auf den Turnvater Jahn aus. Die Turnerinnen leiteten dann mit einem Sprechchor zum turnerischen Teil der Veranstaltung über, der eindeutig die intensive Arbeit der Uebungsleiter unter Beweis stellte. Die Turner geinten unter der Leitung von H. Volz beachtliches Können an den Geräten und bei Freiübungen. Die Turnerinnen zeigten unter der Führung von H. Volz schöne Volkstänze, Barrenturnen, Keulen- und Freiübungen sowie Keulenklopfübungen. Großer Beifall dankte den Turnerinnen für ihre wirkungsvollen und anmutigen Vorführungen. Die Schüler unter Leitung von G. Schön zeigten Nachahmungs-, Tummel- und Freiübungen und die Schülerinnen führten, eingeübt von K. Volz, Bodenturnen, Reigen und Hindernisturnen in großer Exaktheit und mit viel Begeisterung vor. Leichte Freiübungen zeigte Hilde Pappe mit den Frauen, die sich zum ersten Male in Lich zu einer öffentlichen Vorführung zur Verfügung stellten. R. Zimmer führte den Vorstand an den Barren und mancher junge Turner konnte sich die Alten zum Vorbild nehmen. Die Tischtennisabteilung zeigte ein Einzel- und ein Doppelspiel. Im Anschluß daran überreichte der erste Vereinsführer den von unbekannter Seite gestifteten Wanderpreis an den 1. Sieger im Meisterschaftsturnier 1934, an R. Weppler. Das turnerische Programm wurde mit dem Gesang der ersten Verse des Deutschland- und des Horst-Wessel- Liedes beschlossen. Die restlichen Stunden des Abends blieb man noch in kameradschaftlicher Unterhaltung beisammen. Der Turnverein kann auf den Verlauf dieses Abends stolz sein.
men.
ch Lauter, 29. Okt. Am gestrigen Sonntagabend wurde von der Gaufilmstelle der NSDAP, im Saale von Wirt Hock der Film „Kampf um die Scholle" gezeigt. Ortsaruppenfilm- roart Fr. Schröder-Grünberg hieß Die Besucher willkommen. Der Besuch des Abends ließ leider zu wünschen übrig. Anschließend sand noch eine Mitgliederversammlung statt.
Kreis Friedberg.
pb. Butzbach, 29. Okt. Die NS. - Ku 11ur - gemeinde in der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" eröffnete am Samstagabend ihre Wintertätigkeit durch ein Gastspiel der Tegernseer Bauernbühne im großen Saal des „Hessischen Hofes". Vor Beginn des Stückes begrüßte Oberstudiendirektor Dr. Ganß namens der Kulturgemeinde die Besucher und teilte mit, daß im Laufe des Winters noch weitere fünf Veranstaltungen ftattfinDen sollten, und zwar zwei Theater-Abende ein Konzert- und ein Vortragsabend und ein Abend für Hausmusik. Die Mitgliederzahl der Kulturge- meinde fei auf 380 gestiegen, er hoffe, daß biefe noch weiterfteigen werde. Das Bauernluftfpiel: „Alles in Ordnung", unter der Spielleitung von Ander! Schultes aus Egern am Tegernsee, hatte
Aktive Turner (Vier-Kampf): 1. O. Kern 73 P.; 2. W. Ellermeier 68 P.; 3. K. Schick 63 P.; 4. L. Herbert 62 P.; S. H. Herbert 53 P.; 6. H. Happel 51 P.
Ju g e n d t u rn e r-Un t e rst u f e (Neun-Kampf): 1. G. Singel 173 P.; 2. H. Köhlinger 161 V.; 3. H. Fleischmann 157 P.; 4. O. Drommershausen 148 P.; 5. L. Friedrich, W. Wiegand 145 P.; 6. W. Staubach 143 P.; 7. W. Jakobi 135 P.; 8. H. Weber 128 P.; 9. H. H. Gutschmidt 100 P.
Schüler-Oberstufe (Acht-Kampf): 1. K. Fuchs 142 P.; 2. G. Winterhoff 130 P.; 3. F. K. Jnghardt 122 P.; 4. K. Neuser 120 P.; 5. K. Höpf- ner 113 P.; 5. W. Brühl 113 P.; 6. H. Rink 109 P.; 7. H. Jost 105 P.; 8. W. Büttner 103 P.; 9. H. Gerlach 100 P.
Schüler-Unter st ufe (Sieben-Kampf): 15). Schneacker 123 P.; 2. W. Hengst 122 P.; 3. W. Müller 119 P.; 4. K. Schneider 116 P.; 5. H. Rin- derknecht 115 P.; 5. E. Knaus 115 P.; 6. A. Rin- derknecht 114 P.; 7. W. Peppier 112 P.; 8. G. Krü- ger 105; 9. A. Krengel 103; 10. M. Ragaller 102 P.
Turnerinnen:
Jugendturnerinnen (Sieben-Kampf): 1 K. Funk 112 P.; 2. A. Lamm 109 P.; 3. L. Pälicke 105 P.; 4. L. Lerch 72 P.
Schülerinnen-Oberstufe (Acht-Kampf): 1. M. Kohlinger 144 P.; 2. A. Georg 141 P.; 3. M. Küthe 136 P.; 4. T. Philipp 134 P.; 5. U. Rohr 132 P.; 6. I. Reibeling 131 P.; 7. A. Gümbek 130 P. 8. Ehr. Herbert 128 P.; 9. A. Ziegler 125 P.; 10. M. Schmitz 124 P.
Schü lerinn en-Un te rstufe (Sieben-Kampf): 1 S. Müller 129 P.; 2. M. Deibel 119 P.; 3. L. Rohm 118 P.; 4. K. Kröck 117 P.; 5. H. Pflüger, H. Nees 115 P.; 6. Emmi Pfaff 114 P.; 7. Ehr. Eckert 113 P.; 8. K. Eichenauer 106 P.; 9. A. Leiß- [er, G. Kuhl 104 P.; 10. M. Hohn, G. Ries 103 P.
Am Sonntagmorgen trafen sich die Turner und Turnerinnen, wie auch die Jugend, die im Turnverein 1846 Leibesübung pflegt, in der Turnhalle und auf dem Oswaldsgarten, um als Ausklang der turnerischen Saison im Freien Ueberschau zu halten über die Leistungen, die im Laufe des vergangenen Sommerhalbjahres erreicht worden waren. Die Beteiligung am Abturnen war außerordentlich stark. Es wurden gleichzeitig sehr gute Leistungen erzielt.
Die Wettkämpfe wurden an drei verschiedenen Stellen ausgetragen. Die Geräteturner begeisterten die Zuschauer in der Turnhalle, wo insbesondere um den Turnklubschild gerungen wurde. Als Sieger aus diesem Wettbewerk ging der Turner Schick hervor, der die höchste Punktzahl erreichte und mit einem Diplom ausgezeichnet wurde, bie Plakette aus diesem Wettbewerb erhielt der Turner Karl Schöndorf. r ri v ,
Neben dem Gerätewettkampf standen noch verschiedene Mehrkämpfe auf dem Programm, in Denen die universelle turnerische Betätigung zum Ausdruck kam Die volkstümlichen Wettbewerbe des Sprunges und im Kugelstoßen wurden im Hofe an der Turnhalle ausgetragen, die Konkurrenzen tm Laufen im Keulenweitwurf, im Ballweitwurf ufro. wurden auf Dem OswalDsgarten erleDtgt.
Unter Der Leitung Der vielfach bewahrten Kampfrichter Des Vereins nahmen Die Wettkämpfe einen glatten Verlauf unD konnten in Den Vormittags- ftunDen erleDigt roerDen. Die Leitung Des Vereins kann auf Die erzielten Ergebnisse stolz sein.
Nachstehend die Ergebnisse:
Turner:
Geräte-® ettfampf um den Turnklub f ch i l d : 1. K. Schick 222'/s P.; 2. L. Herbert 215V2 P 3. H. Herbert 214 P.; 4. K. Schön- Lors 211V- P.; 5. M. H°rd 206V- P.; H. Gutbub 187 P.
I Haufen, 29. Okt. Gestern abend sand in der Wirtschaft Dörr ein Propaganda-Abend Des Reichslustschutzes statt. GemeinDearup- penführer Stumpf (Hausen) eröffnete DenAbend und erteilte Dem Sprecher Der Veranstaltung, Ortsgruppenführer Selber von Garbenteich, Das Wort. In mehr als einftünbigen Ausführungen machte ber Redner zunächst mit bem äußeren Aufbau bes Reichsluftschutzes bekannt, um Dann auf Dessen Not- roenDigteit zu kommen. In überzeugenden, klaren Ausführungen rourDen Die Zuhörer zum Aufmerken gezwungen, unD es war wohl niemanD, Der am Schluß Des Vortrages nicht überzeugt gewesen wäre von Der NotwenDigkeit Des Luftschutzes ge- raDe auch auf Dem LanDe. Mit Dem Hinweis auf Die fommenDen SchulungsabenDe schloß ber Vortragende seine wirkungsvollen Ausführungen. An Hand von Lichtbildern konnte Schulungsleiter Schlund von Garbenteich die Worte seines Vorredners noch einmal wirksam unterstreichen und gewonnenen Eindruck erhöhen.
einen vollen Erfolg, den der äußerst starke Bestall bewies. Die Pausen zwischen den Akten wurden ausgefüllt durch Zithersolis, Vorträge der Meisterjodlerin Sefferl Höfer und einem Schuhplattlertanz.
Kreis Bübingen.
tz. Nidda, 29. Okt. Unser Städtchen bezieht fein W a s ser aus der Gemarkung Michelnau, wo in östlicher Richtung von etlichen starken Quellen bas kostbare Naß in genügender Menge zur Verfügung steht. Trotzdem leiden schon seit einer Reihe von Jahren einzelne Stadtteile dahier bald mehr, bald weniger vom Sommer bis in den Herbst hinein unter Wassermangel. Von feiten der Stadtverwaltung sucht man nun diesen Mißstand im Rahmen der Arbeitsbeschaffung zu beseitigen. Durch Erfassen des einer sehr starken Quelle entftrömenben Wassers, das jetzt von den, mit verhältnismäßig geringem Durchmesser versehenen ursprünglichen Rohren nicht ausgenommen werden kann. Nutzlos läuft bas kostbare Wasser in ben sog. Hohensteiner Bach. Schon zur Amtszeit bes vormaligen Bürgermeisters Ru11mann wollte man diesen Mißstand beheben, allein der Plan mußte immer wieder wegen der Geldfrage verschoben werden. Man glaubt jetzt, den für Errichtung bes Arbeitsdienstlagers aufgeroanbten Betrag in irgendeiner Art abdecken zu können. Wirb dies erreicht, bann gibt man sich der bestimmten Hoffnung hin, einen Betrag von 20 000 Mark für ben erwähnten Zweck aus bem orbentlichen Haushalt der Stabt aufbringen zu können.
Kreis Schotten.
* Schotten, 28. Okt. Der hiesige Turnver- e i n wurde 1859 gegründet und blickt jetzt auf fein 75jähriges Bestehen zurück. Aus diesem Anlaß fand gestern Abend eine Feier in der Turnhalle statt, die zugleich mit dem diesjährigen Mb- turnen verbunden war. Nach einleitenden Musikstücken und einem Prolog begrüßte der erste (Sprecher des Vereins, Oberforstmeister D e u st e r, bie zahlreich Erschienenen. Er gab einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des Vereins und hob be- sonders Den Bau Der Turnhalle (1889) die Vereinigung mit dem Gesangverein und den Neubau Der Turnhalle (1926) hervor. Sein 'Sieg-Heil galt Dem Führer unD Dem Vaterland. Daran schloß sich das Turnen der jungen und älteren Turner und Turnerinnen an allen Geräten. Sehr beifällig wurden die Vorführungen, besonders auch die Spiele und Tänze, aufgenommen. Tanz schloß sich an.
freiwilligen Arbeitsdienstes erfolgte die Verteilung bi r Quartiere und der Abtransport Der Gäste in verschiedene Kreisorte, soweit sie nicht in Der Stadt WsfelD untergebracht wurden.
Der überaus herzliche Empfang in Der Stadt Als- se. d hinterließ bei Den Gästen einen freudigen Ein- dmick, den diese mehrfach zum Ausdruck brachten.
Gemeinderat in Nidda.
3] Nidda, 29. Okt. Der Gemeinderat beschloß in feiner jüngsten Sitzung folgendes: Für das Ac lenderjahr 1935 soll eine Bürger st euer von 503 v. H. des Reichssatzes erhoben werden. — Das 8-such eines Bürgers um Anschluß an die Hoch- druckwasserleitung, anstatt an die Mitteldruckleitung wrd bis zum kommenden Frühjahr zurückgestellt, bc zu dieser Zeit die Wasserknappheit durch Er- uxiterung bes Wasserbehälters für bie Mittelbruck- leitung behoben werben soll. Evtl, plant man bie Erlegung einer neuen Leitung nach ber Stabt, ba tke Menge Wasser seither wegen zu kleiner Be- tcüter nicht gefaßt werben kann.
Landkreis Gießen.
X Wieseck, 29. Okt. Am ©amstagabenb hielt Mt hiesige Ortsgruppe ber Deutschen Steno- 8: aphenschaft bei Gastwirt H. Braun ihre V-rsammlung ab, bie biesmal besonders der Be- banblung von Unterrichtsfragen gewidmet war. Der O’-mann der Ortsgruppe Ad. Kling begrüßte die E schienenen herzlich und gab bekannt, daß der Mnfängerturfus in den letzten Tagen beendet sei ll.d für die Teilnehmer ein neuer Fortbildungs- (irfus eingerichtet werden soll. Dabei soll allen Stenographen, auch denen, die nicht Mitglied der Ortsgruppe sind oder solchen, die vor längerer Zeit bi Kurzschrift erlernten, Gelegenheit gegeben werben, ihre Kenntnisse wieder aufzufrischen. Dieser Kursus steht unter Leitung von A. Kling. An- I^ießend findet für die Fortgeschrittenen ein Dik- ItHurfus statt. Otto Deibel erklärte sich bereit, den aus dem seitherigen Fortbildungskursus gebildeten Diftatfurfus von 120 Silben an aufwärts obzuhalten. Die Gemeinde ist in anerkennender B’ife weiter bereit, der Ortsgruppe einen Schul- | hl kostenlos zur Verfügung iu stellen. Zum 6Hluß sprach A. Kling dem scheidenden Kurz- - Ihriftlehrer Graf (Gießen) den Dank der Ortsgruppe für bie Arbeit im Anfängerlehrgang aus, tU5 bem gute Kurzschriftkräste hervorzugehen
ninchenzüchter zu einer Reichsfachgruppe zusammen- geschlossen bem Reichsnährstanb angehören. Zum Dank bafür, baß es soweit gekommen ist, brachte ber Rebner auf ben Führer Äbolf Hitler unb ben Präsibenten Vetter ein breifaches Sieg-Heil aus.
Lich, 29. Oft. Der Turnverein 1860 L i ch hielt Samstag abenb in ber Turnhalle einen Familienabenb mit Schauturnen, an bem über 100 Personen mitwirkten, ber einen sehr guten Besuch aufwies. Nach bem Einmarsch ber Fahne unter ben Klängen bes Regensburger Turnermarsches unb Begrüßungsansprache bes 1. Vorsitzenben bes Vereins, Karl Volz, fanb bas ziemlich umfangreiche Programm feine Abwicklung. In bunter Folge reihten sich Vorführungen ber Turnerinnen am Gerät, prächtige Freiübungen unb Tänze an. Die Turner bewiesen ihre Kunst burch Hebungen am Reck, Barren unb Pferd, bie von guter Schulung zeugten. Auch bie Kleinsten konnten mit recht ansehnlichen Leistungen aufwarten. Zwischenburch würben je ein Einzel- unb ein Doppelspiel ber Tischtennisabteilung vorgeführt unb erklangen gemeinsam gesungene Lieber. Nach ben Vorführungen blieb man noch bei fröhlichem Tanz bis in bie Morgenstunben beisam-
ium Schluß bes Berichts würbe noch auf bie erfdjanbelung bes Heimatbilbes burch alte, überflüssige Reklameschilber hingewiesen unb bie An- wejenben gebeten, für bie Beseitigung bieser Schilder einzutreten. Nach ber Verlosung von Blumen bildeten den Abschluß des Abends verschiedene Mundartvorträge von Rektor Erb, Lehrer 011 und Lehrer Sarnes, bie bie „Liebe zur Heimat in ihrer Sprache" zum Ausbruck brachten. Mit bem Cruß an ben Führer unb mit bem Gesang ber nationalen Hymnen fanb der Abenb feinen Abschluß.
Saarurlauber in Alsfeld.
CO Alsfeld, 28. Oft. Am gestrigen Samstag trafen 60 Saarurlauber aus verschiedenen Teilen des Saargebietes in Alsfeld ein, bie durch Vermittlung der NS.-Vvlfswvhlsahrt zu einem zehntägigen Urlaub in Stadt unb Kreis Alsfelb untergebracht wurden.
Die Gäste wurden bei ber Anfunft im Bahnhof Alsfeld von dem Mufikzug der Gruppe 223 des Freiwilligen Arbeitsdienstes in Alsfeld empfangen. 2er Kreisamtsleiter ber NS.-Dolfswohlfahrt, Paul gö tz, begrüßte die Saarurlauber mit herzlichen dib zündenden Worten. Er habe kürzlich ein ergreifendes Symbol von ber Saar gesehen, ein Kreuz !|it der Unterschrift: „Herr, mach uns frei!" Dieses Symbol werde am 13. Januar 1935 in Erfüllung ghen. Wenn das Saargebiet feine Freiheit wieder- tlangt habe, dann würden bie deutschen Dolks- g nassen das Versprechen bes Führers wahrmachen UlD bie deutschen Brüder und Schwestern an ber Ciar besuchen, um mit ihnen bie Volksgemeinschaft o fzunehmen. Die Gäste dankten lebhaft für bie kernigen Worte. Zu bem Empfang waren auch Kreis- If ter Kirchner unb bie Amtswalter der PO. fo- v e bie SA.-Führer erschienen.
Steinbach, 29. Okt. Zum zweiten Male trat Kaninchenzuchtverein Steinbach gestrigen Sonntag mit einer lokalen Schau an Öffentlichkeit. Die Schau fand im Saale der Gastwirtschaft „Zum Ritter" statt. Die Bewertung Der Tiere war Dem Preisrichter Ullrich- Gießen übertragen. Mit Kennerblick suchte er aus -bem Durchweg guten Tiermaterial die besten heraus. An Preisen erhielten: Weihe Riesen: LuDwig Horn 2. Preis. Blaue Wiener: Karl Schwalb
I, d-m die „Liebe zum Werden und Sein der feimat" zum Ausdruck kam. Erfreulicherweise ist Ke Mitgliederzahl wiederum gestiegen. Die Rech- tna wurde geprüft, für richtig befunden und dem iechner Entlastung erteilt. Für den verzogenen isherigen Schriftführer wurde Zollsekretär G i e- e [ e r ernannt. Die Arbeit des Vereins galt auch n Berichtsjahr in erster Linie der Werbung des remdenverkehrs. Für Den Besuch unserer Stabt urDe insbesonDere Durch Die VersenDung eines neu- crausgegebenen Prospektes geworben. Der Frem- drnverkehr weist Den Besuch von über 700 »rem- den mit über 1500 Uedernachtungen auf. Das Blumenbeet vor der Post ist in bie|em Jahre in dankenswerter Weste von der Gärtnerei 6u fei kistenlos bepflanzt und gepflegt morben. Berfchie- brne neue Ruhebänke würben in der näheren Umgebung Lichs ausgestellt. Der Blumenfchmuckwett- Uerb erfreute sich auch in diesem Jahre einer cuten Beteiligung aus allen Bevolkerungskreisen. Kost 90 Preisträger konnten mit Auszeichnungen Lacht roerDen, jeDoch mußte leiDer Der Verein nanaels finanzieller Mittel von Der kostenlosen Verteilung von Preisen absehen. Den Bemühungen d»s Vereins ist es gelungen, im verflossenen Jahre en Heimatmuseum zu errichten unD in Leh- l<r Sarnes einen geeigneten Verwalter zu finDen.
Anschließend marschierten die Gälte in geschlosse- m Zuge durch die Stadt zum Marktplatz. Dort »Müßte Bürgermeister Dr. Völling die Gäste »: n der Saar namens Der Stadt AlsselD und gab c ner Freude Darüber Ausdruck, daß Die Saar» kiDer nach unserer schönen oberhessischen Heimat emmen. Wenn wir Die Saarländer zum Besuche u.seres Deutschen VaterlanDes einladen, so geschieht b-?5 nicht, um Wahlpropaganda für Den 13. Januar 11-35 zu treiben, fonDern um Den Deutschen Brüdern Din Der Saar die herzliche Verbundenheit aller dlutschen Volksgenossen in ihrem schweren Kampfe ün Die Erhaltung ihres Deutschtums immer roieDer ju zeigen unb um ihnen ein richtiges BilD von Dem Staate Adolf Hitlers und Der Deutschen Volks- giineinfcfjaft zu geben. Er schloß feine Anfprache m t einem begeistert aufgenommenen Sieg-Heil auf b,n Führer Des Deutschen Volkes.
«Einer Der Saarurlauber dankte Der Stadt Alsfeld f-r Den freunDlichen Empfang unD brachte eine Treu- pBöbnis für Den Führer dar. Mit dem Gesang Des SnarlieDes und des Horft-Wesfel-Liedes schloß der (hipfang auf dem Marktplatze, Der eine große 3 enschenmenge herbeigeführt hatte.
;Jm Anschluß an Den Empfang rourDen die Gäste im Gasthaus „Mainzer Hof" verpflegt, wobei Kreisamtsleiter Paul G ö tz in einer Ansprache mit inter- ei anten Einzelheiten Die Entwicklung Des National- scxialismus in unserem HessenlanDe unD insbesondere ii der Stabt Alsfeld schilderte. Nach einem unter- l)o Itenben Konzert ber Kapelle ber Gruppe 223 des


