Vom schöpferischen Handwerk.
Bereitet den Boden für die Wiedererweckung einer echten Volkskunst!
Von Dipl.-Ing. Dr. Wilhelm Völker.
IV.
Die Einwande.
Die Geldfrage ist bei dem, was wir vorhaben, nicht das Schwierigste. Aber sie ist die Seite der Untenehmung, die am schwierigsten verständlich und vor allem glaubhaft zu machen ist. Denn eben weil gute und allgemeine volkswirtschaftliche Kenntnisse so wenig verbreitet sind, ist dem Aberglauben auf diesem Gebiete Tor und Tür geöffnet. Das Einfache und Vernünftige dagegen findet, wie das Beispiel des deutschen Wirtschaftsaufbaus feit 1933 zeigt, praktisch viel rascher Eingang, als es in seinen Zusammenhängen verstanden und als notwendig anerkannt wird.
Wir sagen dies indessen nicht, um uns über andere zu überheben und uns über einen angeblichen Mangel ihres Wissens und Könnens lustig zu machen. Sondern wir sind allein darauf bedacht, unser Vorhaben gegen eine vorschnelle Verurteilung zu schützen. Denn wir wissen sehr wohl: reißt man uns den finanziellen Stützpfeiler um, so ist unser Wollen, ehe es recht zur Entfaltung kam, zum Tode verdammt. Daher unsere Bitte, unsere Gründe mit Bedacht zu prüfen und lieber zu versuchen, sie zu vertiefen und durch bessere zu ersetzen, als sie — was immer leichter ist — zu zerpflücken.
Nun ans Werk.
Wenn wir die Massenware in Haus und Heim, Stadt und Land durch Erzeugnisse des schöpferischen Handwerks ersetzen wollen, und zwar an allen Stellen, an denen es uns nach unserer früheren Darlegung notwendig erscheint, so brauchen wir dazu einen Arbeitsaufwand, der nach Geld gerechnet in die Milliarden geht.
Da die Wirtschaft, wie wir wissen, keine jähen Sprünge macht, so ist uns schon gleich klar, daß unser Vorhaben nicht in einigen Jahren, sondern erst in Jahrzehnten oder gar erst in Jahrhunderten zu verwirklichen ist. Denn es handelt sich ja nicht um „Produktion" im gemeinen Sinn, sondern um V o l k s k u n st, ein feines organisches Ding, das ein langes Wachstum braucht.
Damit entfällt von vornherein die Sorge vor einem möglicherweise gewaltsamen und brutalen Vorgehen.
Wir nehmen nun einmal an, es sei uns gelungen, den einzelnen dafür zu begeistern, daß er sich ein schönes, sinnvoll-persönliches Zuhause schafft, und wir hätten es gleichzeitig fertig gebracht, ihm die Augen zu öffnen über dem, was wahrhaft schön, und dem was Talmi, geschmackloser Flitter oder nichtssagende Plattheit ist. Was wird er nun tun?
Das eine ist doch sicher, daß das schöne Werkstück, eben weil es sehr viel mehr Arbeit und persönliche Anstrengung erfordert, teurer, ja sogar wesentlich teurer ist als das billige Massenerzeugnis. Unser Volksgenosse muß aber, ob er nun das teure Schöne oder das billige Häßliche kauft, stets mit der gleichen Einnahme auskommen.
Wir sehen schon, worauf es hinausläuft: wer Schönes will, muß sich mit Wenigem begnügen.
Die Einschränkung erfolgt auf mehreren Gebieten: erstens muß die Nutzungsdauer des schönen Gegenstandes eine längere sein als die der billigen Massenware, zweitens muß der Volksgenosse sich auf eine geringere Zahl von Gegenständen beschränken, damit das, was er besitzt im einzelnen wertvoller und schöner sein kann, drittens muß er seine Aufmerksamkeit und sein Geld in stärkerem Maße der Anschaffung dauerhafter Besitztümer zuwenden als bisher den Freuden vergänglicher Art, wobei ihn die erhöhte, ständig neue Freude am schöneren Haus und Heim in entsprechendem Maße entschädigt.
Die längere Nutzungsdauer des wertvoll-schönen Gegenstandes ist das, was am ehesten Verständnis und Anklang finden wird. Wir kennen sogar Fälle, in denen zugleich das Teurere das Wirtschaftlichere ist, denken wir zum Beispiel an Stoffe und Kleider. Wenn das nun auch nur auf einigen wenigen Gebieten der Fall ist, das eine steht
fest: der wertvoll-schöne Gegenstand stellt sich, auf die Länge der Zeit gesehen, nicht im entferntesten um so viel teurer, als sein höherer Preis gegenüber der Massenware vermuten läßt. Vor allem, das wollen wir einmal besonders hervorheben: der wert- voll-schöne Gegenstand wird zum begehrten und sorgsam behüteten Erbgut. Er erfreut sich einer bevorzugten, sorgfältigen Behandlung, die viel dazu beiträgt, sein Leben zu verlängern. Er bereichert infolgedessen nicht nur das Leben seines ersten Besitzers, sondern trägt persönliche Werte für Kinder und Enkel fort. Legenden und Erinnerungen ranken sich um ihn. Das gleiche bei der Massenware zu denken, würde uns lächerlich erscheinen.
Einen erheblich schwereren Stand haben wir mit unserer Forderung nach einer Einschränkung in der Zahl der angeschafften Gegenstände. Hier werden wir sogar gezwungen sein, eine scharfe Attacke zu reiten gegen falsche Vorstellungen und Wünsche. Wieviele Dinge werden doch gekauft ohne gründliche Ueberlegung nur aus dem Glauben, daß „man" das haben müsse. Warum eigentlich? Nun, weil es Mode sei oder weil Nachbar I oder Kollege P es habe, oder weil es die geschäftliche Anpreisung doch als so unbedingt notwendig bezeichne. Was soll das nun? Sind wir so wenig sicher in unserem Urteil, daß wir wundergläubig den anderen folgen müssen? Ja wahrhaftig, bei manchen muß man es glauben. Da hilft dann allerdings nur eine gründliche Aufklärung und Erziehung. Vor allem eine Erziehung zum selbständigen Denken und zur Erkennung des Wesentlichen, vor allem auch zum Wollen des Wesentlichen. Das ist sogar eine Weltanschauungsarbeit, die sich gar nicht auf unser Gebiet beschränkt, vielmehr ganz grundsätzlich den Menschen umkrempelt und ihn das Leben anpacken lehrt. Bei anderen dagegen bedarf es nur des Anstoßes. Sie find der Fesseln der Mode und des „man muß" längst überdrüssig.
Das Schwerste haben wir uns bis zuletzt aufgespart. Denn das ist sicher: wenn wir verlangen, daß anstatt den sogenannten „flüchtigen Genüssen" die Gelder unserer Volksgenossen lieber den dauerhaften Dingen zugewandt werden sollen, so wird sich ein Sturm der Entrüstung gegen uns erheben. Wir gehen dem nicht aus dem Wege. Wir begnügen uns auch keineswegs mit unserem guten Gewissen. Die Sache ist ernst genug, um dafür eine Feindschaft zu ertragen, aber mir wollen um Verständnis für unsere Sache ringen.
Es gibt viele Dinge, deren „flüchtiger" Genuß unsere Lebensgeister anregt und stärkt. Reisen, Schauspiele, Geselligkeit, Delikatessen und andere. Nicht zuletzt der köstliche Tabak. Sollten wir darauf verzichten? Niemand soll uns Barbaren schelten, daß wir eine solche Forderung stellten. Denn es liegt im Wesen der Kultur, daß sie sich zu einem Teil ihrer selbst in den „flüchtigen" Dingen auswirkt.
Zugleich ist es — und nun kommen wir zu unserer Sache — das Wesen aller Kultur, daß sie Maß hält in allem. Von dieser Wahrheit aus, die uns als fester Boden trägt, fordern wir von unseren Volksgenossen alles das an Geld und Kaufkraft, was sie bisher „über den Durst hinaus" an jene flüchtigen Dinge fortgegeben haben, für unsere Sache!
Wir reden keiner dürrknochigen Abstinenz das Wort, aber wir verlangen: „Wirtschaft, Horatio!" Geht mit der Kaufkraft, die euch anvertraut ist, klüger um! Das, was ihr für euren Kater — und einen solchen verschafft nicht nur der zuviel getrunkene Alkohol — ausgegeben habt, das könnte euch in euren vier Wänden, in eurem Garten, euren Gerneinschaftsheimen fortwirkend Freude schaffen. Gebt nicht denen die Schuld, die euch zur lieber« treibung, wir ihr sagt, angestachelt haben. Ein Charakter sucht die Schuld bei sich selbst — und ändert fein Verhalten.
Doch genug. Das Predigen ist unsere Sache nicht; wir bedienen uns seiner in der Not. Zuletzt suchen wir immer die Einsicht.
Wir haben gesagt, daß wir dem Gegner nicht aus
dem Wege gehen. Da müssen wir uns unserer Gegnerschaft, die wir uns inzwischen mit vieler Kunst ^usammengetrommelt haben, auch auf volkswirtschaftlichem Gebiete stellen.
Bisher gingen wir vom einzelnen aus. Er hat sich, nehemn wir zu unseren Gunsten an, vollständig auf unsere Forderungen eingestellt. Er geht abends rechtzeitig nach Hause, verzichtet auf die Anschaffung einer hochmodernen Couch (ßiegefofa), wie er sie neulich bei seinem Freunde Müller gesehen hat, und läßt sich vom Tischler einen Schreibtisch mit vielen praktischen Gefachen und wundervoller gediegener Eichenschnitzereien anfertigen.
Da sagen nun unsere Gegner: Ihr bringt Störung und Unruhe in die Volkswirtschaft. Fabriken müssen schließen, Menschen werden brotlos. Das Experiment wird immer weitere Kreise in eine Krise ziehen.
Wirklich? Eines ist sicher richtig: Es wird eine Produktionsumlagerung stattfinden, deren Ausmaß nicht ohne weiteres festzustellen ist. Es gibt aber keine Volkswirtschaft, die sich nicht in einer ständigen Produktionsumlagerung befände, denn der Mensch als lebendiges Wesen paßt die Wirtschaft feiner ständigen Entwicklung an. Gefährlich wird dieser durchaus ordnungsgemäße Vorgang nur dann, wenn die Umwandlung übertrieben beschleunigt wird. Das hatten wir in unserer Sache bewußt abgtzlehnt. Wir zerstören daher auch dort
keine Kapitalien, wo ein Abbau erfolgen muß, denn wir geben der Entwicklung Zeit genug für einen allmähligen Verschleiß des Sachkapitals.
Die zweite Entgegnung bezieht sich auf die Mas- senware-Jndustrien, die sich, wie etwa die Möbelindustrie, auf eine persönlichere und handwerklich hervorragende Ware umstellen lassen. Sie brauchen allerdings nach der Umstellung einen größeren Stab befähigter Zeichner, Handwerker und andere Mitarbeiter. Das rechtfertigt sich indessen wirtschaftlich durch das besser bezahlte Erzeugnis.
Wir leiten damit schon zur Personenfrage über. Hier nun müssen wir feststellen, daß wir Volkswirt- schaftlich voll und ganz gerechtfertigt sind. Denn welcher Wirtschaftszweig sich immer mit der Her- stellung der von uns geforderten wertvoll-schönen Gegenstände beschäftigen mag: sein Bedarf an Arbeitskräften steigt trotz der möglicherweise zunächst verringerten Zahl seiner abgesetzten Produkte. Der einzelne Gegenstand ist, wie man es nennt, in höchstem Maße arbeitsintensiv, ohne daß auf die notwendige Hilfe der Maschine verzichtet wird.
So dürfen wir im schlimmsten Falle annehmen, daß wir die Volkswirtschaft und den Volksgenossen in seiner persönlichen Wirtschaft nicht schädigen werden, aber unser Ziel ist ja nicht einmal wirtschaftlich, wir nennen es vielmehr kulturell, das heißt, es geht um des Volkes Seele.
(Fortsetzung folgt!)
Aus aller Welt.
Die Schatzgräber von deck Kokos-Jnfeln freigelassen.
Wie aus Punta Arenas (Costarica) gemeldet wird, sind die wegen unbefugten Schatzgrabens auf den Kokosinseln verhafteten Engländer wieder frei- gelassen worden. Die Verhafteten konnten nachweisen, daß sie der Veranstalter der Expedition nicht darüber aufgeklärt hat, daß die Kokosinseln der Staatsoberhoheit der Republik Costarica unter st ehe n. Das vorzeitige Ende der Expedition bedeutet für die Teilnehmer naturgemäß eine schwere finanzielle Schädigung. Mehrere Schatzgräber haben ihre gesamten Ersparnisse verloren, die sie zur Durchführung der Expedition zur Verfügung gestellt chatten.
Chinesische Bande bringt einen Zug zur Entgleisung. 14 Tote, 20 Verletzte.
Eine chinesische Bande hat in einer der letzten Nächte einen Zug bei Tunljao in Mandschukuo zur Entgleisung gebracht, obwohl der Zug von einem mandschurischen Wachkommando begleitet wurde. 14 Personen wurden getötet und über 20 verletzt. Unter den Toten befindet sich der mandschurische Militärberater in der Provinz Jehol, I a s a k i, der der japanischen Militärkommission in Dolonor beigeordnet war.
Wiederaufnahme der Heringsfischerei in England.
In Yarmouth gingen mehr als 3 0 0 Herings- fischdampfer am Sonntag zum ersten Male feit Anfang voriger Woche wieder in See. Die Pause in der Fangtätigkeit war dadurch veranlaßt worden, daß die Märkte mit Heringen überfüllt waren. In Fischerkreifen soll wieder eine zuversichtlichere Stimmung herrschen, da man hofft, die Regierung werde den Verkauf frischer und geräucherter Heringe ins Ausland ermöglichen.
Englische Bombenflugzeuge mit Panzerturm im Bau.
Das englische Luftfahrtministerium hat große Bombenzweidecker in Auftrag gegeben, die mit einem beweglichen Turm ausgestattet werden sollen. Mit Hilfe dieses Turmes, der wie ein Panzerturm auf Schiffen eingerichtet ist, soll es möglich sein, von dem mit rund 320 Stundenkilometern fliegenden Apparat aus ebenso genau und ebenso mühelos zu schießen, als wenn der Schütze auf dem Erdboden stünde.
Lynchjustiz an einem Reger in USA.
In Brewton (Alabama) fuhren dieser läge vor dem Gefängnis etwa 30 Automobile vor. Die Insassen, etwa 100, stürmten das Gefängnis, zwangen den Wärter, eine Zellentür zu öffnen, ergriffen den Gefangenen, einen Neger, und fuhren mit ihm davon. Man vermutet, daß der Neger
nach Greenwood (Florida) gebracht worden ist, wo er einer Lynchjustiz unterzogen werden soll. Der Neger hatte nämlich ein junges weißes Mädchen in Greenwood erschlagen. Er war in Florida ins Gefängnis gebracht worden. Die Behörden fürchteten aber die Rache der Volksmenge und brachten den Gefangenen heimlich nach Brewton.
Oie Wehrmacht
bei Besuchen des Führers.
Berlin, 29. Okt. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat als Oberbefehlshaber der Wehrmacht grundsätzliche Anweisungen über das Verhalten der Wehrmacht bei seinen Besuchen in solchen Städten gegeben, die zugleich militärische Standorte sind. Danach sind dem Führer die zu Ehren des Staatsoberhauptes und Oberbefehlshabers üblichen militärischen Ehrenerweisungen zu bezeigen, wenn es sich um einen offiziellen Staatsbesuch handelt. Trägt der Besuch des Führers i n« offiziellen oder privaten Charakter, so ist von den militärischen Dienststellen der Wehrmacht von der Anwesenheit des Führers amtlich keine Kenntnis zu nehmen. In Ausnahmefällen wird Sonderregelung durch Anweisung des Führers an den örtlich zuständigen militärischen Befehlshaber erfolgen.
Wettervoraussage.
Das Tiefdruckgebiet im Norden flacht sich langsam weiter ab, führt aber an seiner Rückseite unter Zufuhr kalter Luft noch Störungsreste mit sich, die weiterhin wechselhafte Bewölkung mit Neigung zu vereinzelten Schauern verursachen. Die Entwicklung eines schmalen Hochdruckrückens im Süden wird jedoch eine allmähliche Beruhigung der Wetterlage begünstigen.
Aussichten für Mittwoch: Wechselnd bewölkt mit Aufklaren, nachts recht frisch, meist trocken.
Lufttemperaturen am 29. Oktober: mittags 9,7 Grad Celsius, abends 7,4 Grad; am 30. Oktober: morgens 5,2 Grad. Maximum 10 Grad, Minimum 3,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. Oktober: abends 9,3 Grad; am 30. Oktober: morgens 6,8 Grad Celsius. — Niederschläge 0,4 mm.
Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für Öen übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Deck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. IX. 34: 10 600. Druck und Verlag: Brühl'sche Unioersitäts Buch- und Steindruckeret
R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
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Einladung zum
Konzert-Abonnement
1934/1935.
Das Abonnem.umfaßt SKonzerte:
Drei Symphonie-Konzerte im Stadttheater
Ein Chor-Konzert in d. Stadtkirche Bach-Kantaten — Händel, Oettinger Tedeum
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2. Adelheid Armhold (Sopran)
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4. Das Hnber-Qnartett und Prof. Hobohm.
Preise der Abonnements: 1. Platz
Mk. 16—, 2. Platz Mk. 11.—; auf Wunsch in Raten.
Ausführl.Prospekte u. Anmeldung bei Musik-Challier, Neuen weg 10.
Freitag, 16. November 1934, 20 Uhr, im Stadttheater
1. Sinfonie-Konzerl
Das Theater-Orchester und die Reichswehrkapelle.
Leitung:Prof.Temesvary. Solistin: Ria Ginster, Frankfurt (Sopran).
Eintrittskarten: Mk. 1.-, 1.50, 2.25 und 3.- bei Musik-Challier, Neuenweg 10. 638Sd
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Beschluß.
Heber den landwirtschaftlichen Betrieb (Eigentümer- und Pächter- sowie Nießbraucher-Betrieb) beg 6382D
a) Jakob Schwarz und dessen Ehefrau IHarie, geb.
Sarnes, zu Dorf-Güll,
b) des Heinrich Schwarz,
c) der THarie Schwarz,
d) der Elisabethe Sarnes, geb. Schwarz, Ehefrau des Ernst Sarnes, alle in Dors-Güll,
e) der Paula Jung, geb. Schwarz, Ehefrau des Wilhelm Jung in Holzheim
wird das Entschuldungsoerfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldverhält- nisse vom l.Juni 1933 heute um 10 Uhr eröffnet.
Die Landesbauernkasse Rhein-Wain-Reckar e. G. m. b. h. in Frankfurt a. 7N. wird zur Entschuldungsstelle ernannt.
Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre Ansprüche bis zum 15. Dezember 1934 bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Abs. 2 des Entschuldungs- gesetzes angedrohten Rechtsnachteile.
Gießen, den 19. Oktober 1934.
Hessisches Amtsgericht.
Bekanntmachung.
In unser Handelsregister, Abteilunug B, wurde am 17. Oktober 1934 bei der Firma Aktiengesellschaft Stadtgut hardthäfe in Gießen folgendes eingetraaen: Durch Beschluß der Generalversammlung vorn 15. August 1934 ist die Gesellschaft aufgelöst. Das gesamte bewegliche und unbewegliche Vermögen wird unter Ausschluß einer Liquidation auf die Stadt Gießen übertragen. 6383D
Gießen, den 26. Oktober 1934.
_______________Hessisches Amtsgericht._____________
Bekanntmachung.
In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 9. Oktober 1934 bei der Firma Commerz- und Privatbank, Aktiengesellschaft, Filiale Gießen in Gießen folgendes eingetragen: F. Reinhart ist aus dem Vorstände ausgeschieden. Das bisherige stellvertretende Vorstandsmitglied Eugen Boode, Bankdirektor, jetzt zu Berlin, ist zum ordentlichen Vorftandsmitgliede und Harry Kühne, Direktor, zu Hamburg, zum stell- vertretenden Vorftandsmitgliede bestellt worden.
Gießen, den 26. Oktober 1934. 6384D
Hessisches Amtsgericht.
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Der sparsame Gehilfe vom Oswaldsgarten.....
Er heizt nicht nnr ausgiebig und sparsam und ist einfach und sauber zu bedienen, sondern man kann auch zugleich so praktisch etwas in ihm backen, kochen oder wärmen. Kommen Sie doch auch einmal zu J. B Häuser am Oswaldgarten und lassen Sie sich solch praktische Oefen unter fachmännischer Erklärung vorführen. Es geschieht auf Wunsch ganz unverbindlich und Sie profitieren dabei auf jeden Fall einige nützliche Winke und neue Ratschläge in den Heizungsfragen.
J. B. HAUSER, GIESSEN
AM OSWALDSGARTEN
Ruf 2145/2146. 5S44A


