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Die Opfer des Bürgerkriegs

flackern.

soll es nach privaten Quellen zu größeren Zu­sammenstößen zwischen Aufständischen und der Executive gekommen sein. Gleiche Meldungen kom­men aus Mürzzuschlag am steierischen Sem­mering. Hier sollen die Kämpfe teilweise größeren Umfang angenommen haben. Ebenso soll in Süd Kärnten i ~

Eine andere Gruppe habe knapp an der Grenze Stellungen beziehen können und sehe den

Die heimwehren hausten nach den Flüchllings- berichten im ganzen Lande barbarisch. 3n Nie­derösterreich, wo vor zwei Tagen keine Kämpfe siattfanden, wurden mehrere taufend Personen verhaftet. Ulan brachte sie in Turnhallen und Sälen unter, wo sie nicht einmal Platz zum Liegen hatten. Sie erhalten nichts zu essen, ihre Notdurft müssen sie in den Ecken der Raume verrichten. Die Zahl der allein in Niederösterreich bei den Geiselaushebungen Er­mordeten wird von Seiten der Flüchtlinge auf 100 geschaht.

ren Bericht wurden 19 Verwundete zufam, mengetrieben und mit Maschi nenge« wehren erschössen. In Klagenfurt wur. den die beiden Brüder Fechner, bei denen man einen Funksender fand, ermordet. Nationalsozialisten und Personen, die man als solche ansah, wurden von der Heimwehr in Höfen oder Sälen zufam, me ngetriebe n, dann einzeln herausgeholt und erschossen.

9n einer Kaserne in Linz, wo übrigens 600 Geiseln ausgehoben wurden, wurden drei Natio, nalsozialisten aus Haslach ermordet. In Salz» bürg sollen Leute auf den Straßen angehalten worden sein, um, wenn man in ihnen National­sozialisten zu erkennen glaubte, an die Wand ge­stellt und erschossen zu werden.

Aus Dien kommt die Meldung, daß die meisten Waffen der Aufständischen aus dem Bundeskanzleramt, nicht, wie der österreichische Rundfunk behauptete, reichsdeutfcher Herkunft sind, ebenso wie die Monturen aus österreichi­schen staatlichen Lagern flammen und öster­reichischer Herkunft sind. Die Herkunft der wenigen aus privater Quelle stammenden Das. fen soll ebenfalls festgestellt worden sein. Der Daffenhändler, der sie den Aufständischen ver­kaufte, ist verhaftet und soll vor das Stand­gericht gestellt werden.

3n Süd körnten wurden bei den Kämpfen u. a. zwei Brücken im Drautal gesprengt. Ein Teil Der Aufständischen in Stärke von etwa 1000 Mann Zog sich auf die C Hohralpe zurück, wo sie be­lagert wurden. 380 Mann überschritten die jugo- slawische Grenze und wurden nächst Marburg interniert.

Hitler, Popen und Goebbels in Bayreuth

"och Abschluß der Besprechungen über die Ernennung des Vizekanzlers zum Gesandten in Wien.

Schreckensregimeni der Heim- und Ortswehren

Augenzeugenberichte von Flüchtlingen.

Dien, 29. 3uli. (DNB.) In der Nacht zum Sonntag wurde eine amtliche Derlufflifte für alle Formationen der Regierungstrup­pen veröffentlicht. Danach betrugen die Verluste auf feilen der Regierung insgesamt 7 8 Tote und 165 Verwundete. Die stärksten Verluste weist das freiwillige Schuhkorps aus, bas 48 Tote und 37 Verwundete zu beklagen hat. Das Bundes­heer meldet 18 Tote und 37 Verwundete, die Gen­darmerie 10 Tote und 20 Verwundete und die Wiener Polizei 2 Tote und 5 Verwundete.

Nach privaten Meldungen sollen sich die Verluste der Aufständischen auf annähernd 200 Tote beziffern. Eine Aeberprüfung dieser Meldung ist natürlich nicht möglich.

Bemerkenswert ist ein am Samstag erschienener militärischer Bericht über die Kämpfe am Pyhrn-Paß und im Ennstal. Während die Zivilen Behörden die Aufständischen immer nur als fluchwürdige Rebellen" undMörderbanden" be­zeichnen, zollt der Bericht des Heeres dem b e - siegten Gegner ritterliche Achtung. Der Schlußsatz dieses Berichtes lautet:Die Auf­rührer hatten bei den Kämpfen um den Pyhrn- Paß schwere Verluste erlitten. So wurden fünf Tote geborgen. Aber auch die Verluste der bewaff­neten Macht waren empfindlich. Einer der tapfer­sten Offiziere des Weltkrieges, Major Char- oart, Alpenjäger-Regiment 8, der einzige Offizier der alten österreichischen Armee, dessen Brust zwei­mal die Goldene Tapferkeitsmedaille für Offiziere schmückte, fand den Heldentod. Die Ruhe ist in diesen Aufstandsgebieten wieder hergestellt. Die irregeleiteten tapferen Bergbewohner wurden zur Nioderlegung der Waffen gezwungen."

Aus der Provinz treffen Nachrichten über allerdings lokal begrenzte Zwischenfälle ein. In Lustenau (Vorarlberg) wurde auf einen Transformator ein Bombenanschlag ausgeführt, der großen Sachschaden anrichtete. In Innsbruck

Oesterreichs Krankheit.

Die internationale Presse hat es einige Tage lang fertig gebracht, Ursache und Wirkung der blutigen Ereignisse vom 25. Juli in Wien teils ab­sichtlich, teils aus völliger Unkenntnis der inner- österreichischen Verhältnisse zu verwirren. Wenn es wahr wäre, was jene Presse behauptet, dann hätte es sich um einen Putschversuch der Nationalsozia­listen in Oesterreich gehandelt, wobei im Eifer über­sehen wurde, daß kein einziger Nationalsozialist von Rang ober von Ansehen als in den Putsch ver­wickelt mit Namen genannt werden konnte. Putsche und Aufstände werden in der Regel nicht von Anhängern oder Mitläufern veranstaltet, son­dern ein Putsch muß, wenn er irgendeine Wirkung haben soll, von einer führenden Persönlichkeit getragen sein. Soviel Sonderberichterstatter der Auslandpresse Wien aufgesucht haben, nicht ein ein­ziger von ihnen ist bei aller Erfindungsgabe darauf gekommen, bei der Besetzung des Funkhauses ober des Bundeskanzleramtes nach den Führern zu fraaen. Der Hinweis auf angebliche Drahtzieher jenseits der Grenze ist das Dümmste, was die auf­geregten Schmierfinken zusammengeschwindelt haben, denn selbst der kleinste Putsch muß doch irgendwie unmittelbar geleitet werden, was aber von jenseits der Grenze einfach unmöglich ist. Hätte die internationale Presse, deren Ver­treter zur Zeit in Wien versammelt sind, sich auch nur einige Mühe gegeben, nicht nur die Wirkun­gen zu beobachten, sondern auch nach den U r - achen zu forschen, so wäre Europa viel Unruhe, owie eine neue schlimme Brunnenvergiftung er« part geblieben.

Budapest, 29. Juli. (DD.) (Eigenbericht.) Flüchtlinge, die die österreichische Grenze überschrit­ten, wissen davon zu melden, daß die letzten Tage in Oesterreich ein wahres Schreckensregi­ment der Heim- und der Ortswehren gezeigt haben. In den Heimwehren befinden sich bekanntlich soviele Vorbestrafte, daß die Regierung in einem Notgesetz eine Löschung dieser Vorstrafen beschloß.

Die 144 ehemaligen Vundesangehörlgen und polizeibeamlen, die am 25. 3uli das Bundes­kanzleramt befehl hallen und denen man in Kenntnis des Todes von Dr. Dollfuß freies Geleit zusicherte, wurden zunächst in die Marokkaner-Kaserne der Polizei-Alarmabtei­lungen gebracht. Von dort schaffte man sie in die Notarresle der ehemaligen Fabrik Arm­bruster, wo sie den schwersten Mißhandlungen ausgesetzt waren. Zum Teil handelte es sich hierbei um reine Racheakte, zum Teil versuchte man, auf diese Art Geständnisse zu erpressen.

Um den Leiden seiner Gefährten ein Ende zu machen, legte der ehemalige Stabsfeldwebel des Bundesheeres Plane11a, ein 35jähriger Front­soldat mit besten Führungszeugnissen, das Geständ­nis ab, er habe auf Dollfuß geschossen.

Die 14 Leute, die das Gebäude der österreichischen Rundfunkgesellschaft erstürmt hatten, wurden nach Berichten ausländischer Augenzeugen so miß­handelt, daß fie blutüberströmt und bis zur Unkenntlichkeit entstellt weg­ge tr a ge n werden mußten. Nur vier wur­den in die Gefängnisse eingeliefert, über den Ver­bleib der übrigen konnte nichts in Erfahrung ge» bracht werden. Man befürchtet, daß sie e r m o r d e t wurden.

Die K ä m p f e, die in den letzten Tagen im gan­gen österreichischen^ Bundesgebiet aufflammten, waren, wie die Flüchtlingsberichte ergeben, viel umfangreicher und schwerer, als man ursprünglich annahm. Die Angaben amtlicher öster­reichischer Stellen, die die Zahl der Toten auf bei- den Seiten mit etwa 300 bezifferten, dürsten durch die Ereignisse leider schon überholt sein.

wehr und eine große Anzahl geliefert. Die Waffen seien Milirö

Als im Juli 1927 der blutige Aufstand der Marxisten nur mühsam niedergeschlagen werden konnte, gab es ein Erwachen, das sich aber nur unzulänglich in der Aufstellung und Bildung ber Heimwehr äußerte. Die Heimwehr hatte und hat keinen geistigen und politischen Zusammenhalt; aber sie war ursprünglich nicht nur gegen die Austromarxisten sondern auch gegen die Christlich- Soziale Partei errichtet worden, die mit den Austro­marxisten gemeinsam das unglückliche Land in Grund und Boden regierten. Die Heimwehr hat aber nichtsdestoweniger einzelnen Politikern, oder was sich dafür hält, als Sprungbrett zur Macht gedient, wobei es kein Zufall ist, sondern durchaus dem Durcheinander Oesterreichs entspricht, Daß der Sprung zur Macht die Heimwehrführer unmittelbar neben die einstmals bitter bekämpften Christlich-Sozialen brachte. Nach der Ausschaltung Des Parlaments, nach dem Umbau der Verfassung, hörten die innerpolitischen Gegensätze unb Machtkämpfe nicht auf, sondern wurden mit äußer st er (Erbitterung unter­irdisch weitergeführt.

Die Führer der Fronten, die am 25. Juli um die Macht rangen, waren an keiner Stelle National­sozialisten, wohl aber Christlich-Soziale und Heimwehrleute, die es zum Teil mehr oder weniger geschickt verstanden, Deckung zu suchen. Der Gegenspieler des verstorbenen Bundeskanzlers Dr. Dollfuß war der Christlich-Soziale Dr. Rin­iel e n , der sich als Landeshauptmann von Steier- marf eine Machtstellung geschaffen hatte, die von Der ohnedies nicht einheitlichen Wiener Regierung aesurcktet wurde. Desl)alb mußte Dr. Rintelen als Gesandter nach Rom gehen, wohin er nicht wollte, woher er zurückkehrte, als er die Zeit für gekommen hielt. Aber dann stand noch ein anderer (Segen- fpieler auf, nämlich Major F e y, von dem niemand weiß, woran er eigentlich glaubt. Die österreichische Krankheit hat am 25. Juli einen gewaltsamen Ausbruch erlebt. Das ist die Ursache des Putsches.

Forderungen

der Tiroler Heimwehr.

Wien, 30. Juli. (DNB.) Die Tiroler Heimwehr fordert in einem politischen Lage­bericht, der durch die amtliche Polnische Korrespon­denz verbreitet wird, daß die H e i m w e h r f a h n e neben der rot-weiß-roten Fahne zur Staats- sahne erklärt werde. In dem gleichen Aufsatz werden Andeutungen gemacht, daß die Heimwehr ^weitgehende politische Forderungen fte&m müsse und auch stellen werde. In dem Artikels wird auch gesagt, daß in der Nacht zum 26. Jutt alle bekannten Innsbrucker Natio- n a I f o ^i a I i ft e n von der Heimwehr trotz Wider­standes einer hohen amtlichen Stelle verhaftet worden feien. Der Aufsatz schließt mit dem Auf­ruf:Heft Oesterreich unter grün-weißer Flagge!"

Es hat auch vor dem 25. Juli schon ein Oester­reich gegeben, in dem sich Putsche und Auf- stände wie die Glieder einer Kette aneinander» gereiht haben. Diese innerpolitischen Macht­kämpfe sind das traurige Erbe einer Vergangen­heit, die alles andere eher als von Friede und Ein­tracht erfüllt war. In der Donaumonarchie kämpft ten nicht nur die Nationalitäten miteinander, auch im eigentlichen Oesterreich gab es eine machtpoliti­sche Zerrissenheit und Gegensätze, die immer wieder zur Schwächung der Staatsgewalt nach innen und außen führten. Wenn es ganz schlimm wurde, wenn Hochadel und Klerus das Bürgertum an die Wand drückten, dann wußte der alte Kaiser keinen anderen Ausweg, als unpolitische Beamte mit der Regie­rung zu beauftragen. Der Zusammenbruch der Donaumonarchie war wesentlich eine Folge dieser Machtkämpfe und Gegensätze, wobei ausdrücklich betont werden muß, daß nach dem Tode des alten Kaisers die Doppelmonarchie in ihren geschichtlichen Grenzen nicht hätte aufrechterhalten werden können. Diese innerpolitische Zerrüttung Oesterreichs ist auch die Ursache, daß nach dem Sturz der Monarchie die Austromarxisten die politische Macht an sich reißen konnten, obwohl die anderen Parteien an sich stark genug gewesen wären, die Regierungs­gewalt zu übernehmen. Aber das Bürgertum war nun einmal zerrissen und uneinig, wobei es in den einzelnen Parteien selbst Gegensätze persönlicher Art gab, die den politischen Machtwillen des Bürger­tums erst recht lähmten. Die nächst den Austromar­xisten stärkste Partei waren die Christlich-So- Zialen, die aber keine einheitliche Parteigruppe oarfteüten, sondern ein Gemisch aus verschiedenen Lagern. Diese Herkunft hat die Christlich-Soziale Partei bis heute noch nicht abstreifen können, denn sie ist bis heute der Tummelplatz machtpoli­tischer Gegensätze, die sich überhaupt nicht unter einen Hut bringen lassen. Diese Gegen­sätze sind vom Ausland gründlich ausge­nutzt worden, aber nicht von Deutsch­land, denn das Ausland, das sich in die innerpolitischen Verhältnisse Oesterreichs mischte, wollte und will keine Befestigung des Staates Oesterreich zulasten. Es hat in der Nachkriegszeit in Oesterreich nur einen Staatsmann gegeben, der weitersah als feine christlich-sozialeFreunde", näm­lich Dr. Seipel, der aber gerade deshalb von seinen christlich-sozialen Freunden schachmatt gesetzt wurde.

Geflüchtete Reisende, die Oesterreich in hellen Scharen verließen, berichteten von der Sprengung unb Zerstörung von Starkstromleitungen, Bahn­end Lichtanlagen im ganzen Bundesgebiet. U. a. zis. <£.£1 k x- , wurde bei Steirerkreuz nahe Graz das

Selbstmordversuch Transformatorenhaus gesprengt, so daß die ganze

eines Wiener volireiinsvettirr« Gegend of)ne Lichtstrom ist.

emev wiener z?0irzennfpell0rs. In Klosterneuburg bei Wien wurde der

Wien, 29. Juli. (DNB.) Vor dem Polizei- Universitätsprofessor und frühere christlich-soziale g e b ä u b e fuhr am Sonntagabenb ein Rettungs- Bunbesratsabgeorbnete Dr. Hugelmann, dessen wagen vor. Plötzlich erschienen auch Alarmab - grohdeutsche Gesinnung bekannt ist, von der Heim- teilungen der Polizei mit schußbe - wehr verhaftet unb schwer rnißhanbelt. Man schlug re item Gewehr unb sperrten bas Gebäube ab. ihm sämtliche Zähne ein. Er liegt im Spital schwer Augenzeugen erzählen, baß vom vierten Stock bes barnieber.

Gebäubes ein Mann her a bst ü r z t e unb Mehrere ehemalige nationalsozialistische Land- lCsn'nrlagsabgeordnete und Gemeinderäte wurden von

B 0 p PTe r9'da-Masdach & b-r h-imw-hr °-rh«s<°,- man befühle, ihre

gebäubes fiel. 0 Ermordung. Die Exekutive, soweit es sich nicht

Der geheimnisvolle Vorfall im Wiener Polizei- um Die Formationen der heimwehren und der

gebäube beginnt sich aufzuklären. Der Sicherheits- Sturmfcharen handelt, ist übermüdet und ver-

wacheninfpektor Doppler, der sich am Sonntag- broffen. Sie sieht den Grausamkeiten und den

abend aus einem Fenster des Polizeigebäudes in Metzeleien mit Abscheu, aber untätig zu. Die

die Tiefe gestürzt hat und schwer verletzt ist, war militärischen Ationen und die geschlossenen

oadj^nabTeYlung! bie im Kampshand,ungen scheinen abgeschlossen und be-

l e r a m t am Mittwoch voriger Woche Dienst .. . .endet zu fein.

machte, als die Putschisten einbranqen unb sie , H'"gegen 'lockert unter bem Embruck ber furcht- überwältigten. Doppler würbe am Sonntag um baren Grausamkeiten ber Ortswehren unb ber Heim- seine Rolle bei biefen Vorgängen wehren ba unb bort immer roieber ein aus ber aufzuklären, zur Staatspolizei gebracht unb Verzweiflung bes gemarterten Volkes verhört. Währenb bieses Verhörs riß er sich los kommenber Wiberstanb auf, so baß bas ganze Lanb unb stürzte sich in bie Tiefe. ftanbig m Unruhe unb Bewegung ist.

3n Wieü verschleppten R o l l k o m m a n b o s ! Kamps fort.

der.Heimwehr bekannte Nationalsozialisten unb Berichte aus ben Grenzgebieten bestätigen, baß mißhandelten sie schwer. Auch dabei sei eine Reihe in Kärnten tatsächlich noch gekämpft von Toten zu beklagen. Die Heimwehren stürmten werde. Man halte aber bie Lage ber Aufstänbischen '^^Dnungen unb Buroräume unb verwüsteten sie. nicht für sehr aussichtsreich, ba es ihnen an Le- Diese Ausschreitungen wurden, wie bie Flücht- bensmitteln mangele unb bie sübslawische Regierung linge weiter berichten, im Lause bes gestrigen Tages Die Grenze hermetisch abgesperrt habe.

ietann' Ser südslawische Gesandte bei Äarthou

°uch Die Nachnckt hervor, daß Heimwehren Paris, 29. Juli. (DNB.) Außenminister Bar. u n o t u r m | d) a r e n in Steiermark e i n th o u empfing am Samstagabcnb ben fübfla« Massaker veranstalteten, bei bem über 70 Per- w i schen ©efanbten.

unb Südslawischer Hinweis an Italien.

de^n Zwei Kinder. Auf Grund dieser Nachrichten Belgrad, 29. Juli. (DNB.) In Besprechung tnTJ5rn*u*an zA"sehen Stellen zu Zusammen- d?r italienischen Polemik gegen Deutschland erklärt i ofeen, und der Widerstand flackerte an vielen DiePolitik a", daß die römischen Blätter zwar TOrfhSf?" auf* x , auch weiterhin ben beutschen Nationalsozialismus

ur9eiLau? de? Alpenlandern besagen, baß als ben einzig Schulbigen für bie Lage in Oester- n°fn ruld>em-Set den schweren Kämpfen Ber- reich hinstellten, baß sie babei aber ganz vergäßen,

wunbete ohne Pflege und Fürsorge sterben. i n welchem Ausmaß gerabe Italien

3n körnten wurde nach den Berichten der sich in den letzten IV- Jahren bemüht Flüchtlinge ein Befehl der heimwehrführuna seine Vertreter der Wiener Politik die

bekannt. Er lautete.Die Nationalsozialisten Rfta H * immer klügsten

sind zu dezimieren. Es gibt nur Kopf oder ^^schlage aufzubrangen.

Bauchschüsse." Tatsächlich wurden von Augen- Rmtelen seines Gesandtenpostens nSr# ""berordentlich viele Bauchschüsse fest- enthoben.

' übet''M* 2ne'6Un9en Wien. 28. Juli. (DNB., Die Regierung ha. auf

. Grund des gestrigen Ministerratsbeschlusses Dr.

S chw e r d e r r» h Obersteiermark wurden vier Rintelen von seinem G e s a n d t e n p o st e n in schwerverletzte erhängt. Nach einem ande-' Rom enthoben.

Nach Güdslawien geflüchtet. Klüchtlingsberichte Belgrad, 29. Juli. (DNB.) DasDeutsche <MS C^ÜMlatPiCn.

Volksblatt" in Neusatz berichtet aus Marburg m f an der Dräu, daß 550 Aufständische aus ror?. ,e 9 ? ° "j'. $0. ^li. (DNB.-Funkspruch.) Die Kärnten bie sübslawische Grenze über- ^.wtter berichten aus Warasdin in Kr o a» d) ritt en hatten. Sie hatten ben sübflawischen * großes finger für die öfter-

Behörben 200 Jnfanteriegewehre, ein Maschinenge- reichen Ausstandlschen, die die südslawische Grenze wehr unb eine große Anzahl von Revolvern aus- überschritten Haben, ^richtet wird. Man rechnet geliefert. Die Waffen seien österreichische Damit, daß 8 0 0 b l s 1000 Mann untergebracht Mililärgewehre, die in italienischen werden sollen. Bisher sind, wie bereits gemeldet, Fabriken umgearbeitet worden seien. Sie f..11?? . 0 JJlann eingetroffen. Sie wohnen vor- Prawda" berichtet, daß bie Flüchtlinge nach Wa- ^ous'g ^.^mer Schule.

rasbin in Kroatien gebracht worben seien. Unter ^amtliche Blatter haben Berichterstatter nach ihnen befänben sich Professoren, Lehrer, Aerzte unb ? r b i n e?t'<lnt)t unb veröffentlichen jetzt Rechtsanwälte. Mehr als bie Hälfte feien jeboch Unterredungen nut einzelnen Aufständischen.

junge Leute unter 20 Jahren. Viele von ihnen Aus den Berichten geht übereinstimmend her­hätten keinen Pfennig bei sich unb trügen bie Klei- vor, daß die Revolte in Oesterreich nicht oor-

der ihrer Arbeitsstätten, bie sie bei Ausbruch ber bereitet war, sondern bei den Aufständischen enommen haben. Ebenso soll in Sud- Revolte plötzlich verlassen hätten. Sie erzählen, daß selbst die arönte Ueberrafdmna auslöste 6« Aufstand da und dar. nach .unb n^fW^pfe im L°°°n-Teil in in

Äarnten ftattgefunden n. Kärnten unb haben an ben Kämpfen um Wolft

berg teilgenommen. Sie erzählen, baß sie burch ein Manöver bes Bunbesheeres zum Rückzug ge- j zwungen worben feien. Nachbem bas erste große Gefecht mit ben Bunbestruppen unentfchieben ver­laufen fei, habe ihnen ber Kommanbant einen Waffenstillstanb angeboten, um Verhanblunaen ein­zuleiten. Die Aufstänbischen hätten bas Angebot angenommen, weil sie hofften, weiteres Blutvergie- feen vermeiden zu können. Als die Zeit abgelaufen war, habe sich aber herausgestellt, bafe aus Wien unterbeffen ein neues Bataillon bes Bunbesheeres auf Motorräbern herangezogen worben war, bas bie Aufständischen im Rücken angriff. Diese hät­ten sich nunmehr zurückziehen müssen, aber mit ber Absicht, sich hart an ber sübflawischen Grenze zu verschanzen. Dabei fei eine Gruppe von 500 Mann aus Versehen auf sübslawisches Gebiet geraten und habe bie Waffen ablegen müssen.