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Nr. 150 Erstes Blatt
Samstag. 30. Zuni 1954
184. Jahrgang
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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NSDFB.
der
Mainz-Kastel des
von
gefordert wurde. Nach dem Haager Urteil vom 11. August 1 932 kann der Präsident des Landesdirektoriums nur dann durch den Gouverneur abgeseht werden, wenn er sich entweder gegen die litauische Verfassung, oder gegen die internationalen Verpflichtungen vergangen oder feine im Statut festgelegte Zuständigkeit überschritten hat. Nach Artikel 17 des Statuts ist der Gouverneur nunmehr verpflichtet, bis zum 27. Zull den 2Nemelländ4fchen Landtag zusammenzurufen, um die Erklärung des neuen Direktoriums entgegenzunehmen und über die Vertrauensfrage abzuftimmen.
Vertin, 29. Juni. (DNB.) Die gegen den memelländlfchen Landespräsidenten Dr. Schreiber von der litauischen Regierung erhobenen Beschuldigungen, wonach er angeblich staatsfeindliche Umtriebe im Memelgebiet geduldet und gefördert haben soll, Beschuldigungen, die in gleicher Form schon mehrfach in hetzerischer Meise von der litauischen Regierung gegen ihn vorgebracht wurden, widersprachen bekanntlich den Tatsachen. Nachdem die zahlreichen Versuche der litauischen Regierung, die memetländifche Autonomie durch Bruch der im M e m e l st a t u t festgesetzten verfassungs- mähigen Bestimmungen zu durchlöchern, an der korrekten und einwandfreien Haltung Dr. Schreibers gescheitert sind, hat die litauische Regierung nunmehr auf dem Umweg über die k ü n st l i ch e und wahrheitswidrige Behauptung eines von den neuen memelländischen Parteien geplanten bewaffneten Aufstandes das Direktorium gewaltsam beseitigt.
Von unterrichteter Seite wird ferner darauf hingewiesen, dah irgendeine Parteitätigkeit vom Lan- ^despeäsidenten im Interesse der Staatssicherheit nicht mehr verboten werden konnte, nachdem in diesen Fragen der Kriegskommandant und die litauische Staatssicherheitspolizei das alleinige Recht zur lleberwachung feit längerer Zeit für sich allein in Anspruch genommen hatten. Darüber ist es sogar seinerzeit zwischen Landespolizei und der litauischen Staats- sicherheitspolizei zu schweren Konflikten gekommen, wobei sogar einmal ein memelländischer Polizeibeamter in Ausübung seiner Pflicht erschossen worden ist. Ebensowenig war Dr. Schreiber nach dem memelländischen Recht in der Lage, unmittelbar die vom Gouverneur geforderte A b - fehung von Beamten zu verfügen, bevor auf dem vorgeschriebenen Disziplinarweg ihre Verfehlungen nachgewiefen waren. Disziplinarunter- suchungen find gegen die verdächtigen Beamten in allen Fällen eingeleitet worden. Der Landespräfi- dent war im übrigen an das im Statut vorgeschriebene parlamentarisch-demokratische System im Memelgebiet gebunden, das ihm keine Möglichkeit zum Eingreifen in die Bildung und Ausbreitung von politischen Parteien lieh.
Der Verdacht, dah die beiden verbotenen Parteien einen bewaffneten Auf st and planten, wie dies die litauischen llntersuchungs- organe angeben, ist jedenfalls vor dem Verbot dieser Parteien nicht gehegt worden, da sonst die über ein Jahr vom Kriegskommandanten geduldete Tätigkeit der beiden Parteien zeitig unterbunden worden wäre. Deshalb könne auch dem Landespräsidenten nicht der Vorwurf gemacht werden, dah er die Ausbreitung dieser antistaatlichen Tätigkeit besonders unterstützt habe.
3n hiesigen politischen Kreisen kommt die Absetzung nicht unerwartet, da seit einigen Wochen sowohl in der halbamtlichen presse wie auch durch Rundfunk und in Versammlungen dieser Schrill
Wirkung verboten und aufgelöst. Den Mitgliedern dieser Organisation wurde gleichzeitig jede politische Betätigung sowie das Auftreten in Versammlungen und bei Umzügen und das Tragen der Uniform und Abzeichen untersagt.
Kommunistische Störungen im Saargebiet.
D u d w e i l e r (Saargebiet), 29. Juni. (DNB.) Kommunisten versuchten am Donnerstagabend eine stark besuchte geschlossene Versammlung der Deutschen Front zu stören. Die Kommunisten hatten nach ihrer gewohnten Art eine große Anzahl ihrer Anhänger im Ort zusammengezogen, die sich in großen und kleinen Trupps auf den Straßen bewegten und nur durch festes Auftreten der Polizei in Schach gehalten werden konnten. Plötzlich versagte im ganzen Ort das elektrische Licht. Wie sich herausstellte, hatte der kommu- n i st i s ch e Landesratsabgeordnete e t) einen Kupferdraht über die etwa 10 Meter hohe Hochspannungsleitung geworfen und dadurch Kurzschluß herbeigeführt. Die Störung konnte bald wieder beseitigt werden. Kurz darauf erschütterten zwei Ex p l o s i o n s schl ä g e die Luft: die Kommunisten hatten auf die B a h n g l e i s e in der Nähe einer Unterführung zwei Papierböller geworfen. Die Absicht der Störenfriede, eine Panik herbeizuführen, ist glücklicherweise nicht gelungen, zumal die Versammlungsteilnehmer die größte Ruhe bewahrten. Be« reit in den späten Abendstunden wurden mehrere Kommunisten festgenommen. Drei dringend Verdächtige wurden in polizeilichem Gewahrsam behalten.
das musterhaft eingerichtete Schulgebäude. Anschließend trug ein Sprechchor eine vor zwei Tagen von Schülern der Bezirksarbeitsdienstführerschule verfaßte Dichtung vor.
Dr. Decker hielt dem Führer ein kurzes Referat über Arbeitsdienst und über die Arbeit an den Bezirksarbeitsschulen, an der Reichsarbeitsschule in Potsdam, den 12 Bezirksschulen und der Schule für Arbeitstechnik in Rhinluch in der Provinz Brandenburg. Er wies darauf ^hin, daß der Arbeitsdienst seine Führer ausschließlich aus der Front nehme, und nur wer sich in der Front bewähre, seine Pflicht tue und sich in Haltung, Gesinnung und Arbeit bewähre, könne zum Führer aufsteigen und später eine Bezirksarbeitsschule besuchen. In den Bezirksarbeitsschulen werden den Schülern nicht Kenntnisse, sondern Erkenntnisse vermittelt. Nicht Wissenschaftler wolle man erziehen, sondern Charaktere ausbilden. Der Nationalsozialismus habe dem Arbeitsdienstgedanken ein vollkommen neues und anderes Gesicht gegeben. Verlacht und verfehmt habe der nationalsozialistische Arbeitsdienst vor zwei Jahren in Hammerstein an der Korridorgrenze ganz klein angefangen und sein Weg sei außerordentlich dornenvoll gewesen. Der nationalsozialistische Arbeitsdienst habe ruhig gearbeitet und gekämpft, und er fyabe sich durchgesetzt. Er habe
Oer Nechisbmch der Litauer im Memelland.
Oie Llnhaltbarkeit der litauischen Beschuldigungen gegen den deutschen Landespräsidenten
Ausschließlich großlitauische Landesdirektoren.
Memel, 29. Juni (DNB.» Der nach der Ab- setzung von Dr. Schreiber zum Gouverneur eingesetzte neue Landespräsident Reizgys hat zu Landesdirektoren das Mitglied der Memeler Landwirtschaftskammer Martynus Z v i - l i u s und den Kulturingenieur (Kreiswiesenbaumeister) des Kreises Heydekrug, Albertas Jonu- s ch a i t i s, berufen. Somit ist das neue Landesdirektorium ausschließlich aus a r o ß l i t a u - t f ch eingestellten Persönlichkeiten gebildet worden.
Oer Führer am Rhein.
Besichtigungen beim Arbeitsdienst in Westfalen.—Besuch in Godesberg
blem auszutauschen, dessen Lösung für Italien eine Frage auf Leben und Tod ist. Wir werden die Re- sultate sehen, schließt Engeli.
Verbot des NSOFB. in Mainz-Kastel.
LPD. Mainz, 28. Juni. Die Polizeidirektion teilt mit: In der Nacht zum 24. d. M. hat der Kraftwagenführer Kurt P l a n i tz e r aus Mainz- Kastel den SA.-Mann Hoffmann in Mainz- Kostheim mit einer gefüllten Weinflasche zusammengeschlagen. Hoffmann hat schwere Schädeloerletzungen davongetragen und mußte ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Tat geschah aus politischen Beweggründen. Planitzer und Hoffmann waren seither Mitglieder des Stahlhelms. Als Hoffmann zur SA.-Referve übertrat, machte ihm Planitzer Vorhaltungen und nannte ihn einen Verräter. Er beleidigte dabei weiter die SA., insbesondere die vom Stahlhelm zur SA.-Referve übergetretenen Leute und bedrohte sie. Als Hoffmann gegen die Anwürfe Planitzers Verwahrung einlegte und ihm widersprach, zog dieser eine gefüllte Weinflasche und schlug Hoffmann nieder. Planitzer wurde fest genommen und befindet ich in Untersuchungshaft. Er darf aber nicht allein ür die Tat verantwortlich gemacht werden. Mit- chuldig sind auch die Führer der Ortsgruppe Mainz-Kastel des NSDFB., der Planitzer seither angehört hatte, die eine derartig feindliche Stimmung gegen die SA. aufkommen ließ. Um allen Weiterungen energisch entgegenzutreten, wurde mit
Heute handelt es sich darum, so heißt es weiter, wie die augenblickliche Lage zu lösen sei. Ein Beitrag Frankreichs hierzu ist zu bezweifeln. Wir möchten wissen, was man in Deutschland über die Reise Barthous denken soll. Wenn Deutschland unnachgiebig ist, so ist es Frankreich ebensosehr. Die französischen Blätter sprechen von einer Entspannung zwischen Frankreich und Italien. Eine m o - ralische Entspannung hat Mussolini öffentlich festgestellt. Ob die Entspannung dann wirklich eintritt, wird erst in der nächsten Zeit festzu« ... -- - -
stellen sein In wenigen Tagen treten nämlich Verfügung vom 28. Juni die Ortsgruppe italienische und französische Sachverständige in Lon- Mainz-Kastel des NSDFB. von der don zusammen, um ihre Ansichten über ein Pro-1 Staatspolizeistelle Mainz mit sofortiger
Essen, 29. Juni (DNB.) Der F ü h r e r, der am Donnerstag zusammen mit dem Ministerpräsidenten Göring an der Trauung des Gauleiters Terboven teilgenommen hatte, trat Freitag vormittag von Essen aus seine geplante Besichtigungsfahrt durch die westdeutschen Arbeitsdien st lager an. Trotz der frühen Zeit und trotz des Regens sammelte fick auf die Kunde von der Abfahrt des Führers im Augenblick eine riesige Menschenmenge vor dem „Kaiserhof", die beim Erscheinen des Führers in immer neue Heilrufe und Begeisterungsstürme ausbrach. Die Polizei war machtlos gegenüber dem Drängen der begeisterten Menge. Im Nu war der Wagen des Führers umringt und Hitler teilte nach allen Seiten Händedrucke aus. In seiner Begleitung befand sich neben seinem Adjutanten Brückner, Dem Reichspressechef der NSDAP. Dr. Dietrich und Oberführer Schaub u. a. der Führer des Freiwilligen Arbeitsdienstes, Staatssekretär H i e r l.
Um 10 Uhr traf der Führer in der Bezirks« arbeitsdien ft führerfchule Budden- b u r g ein. Zunächst schritt er das Spalier und die Front der Ehrenformationen ab. Der Inspekteur des Erziehunas- und Bildungswesens im national» sizialistischen Arbeitsdienst, Dr. Decker, hieß den Führer herzlich willkommen und geleitete ihn durch
Die europäische Politik ist heute nicht mehr au sich elbst gestellt. Die Auswirkungen des Weltkriegs haben in anderen Kontinenten Kräfte geweckt und gestärkt, deren Macht kaum geringer ist, als die der europäischen Großmächte. Mit hinein in die europäische Politik, sie maßgebend beeinflussend, spielen die großen weltpolitischen Probleme, wie die Fragen des Fernen O st e n s. Zudem wirft die Flottenkonferenz von 1935 mit ihrer gewaltigen Bedeutung für die zukünftige welt- polititische Entwicklung ihre Schatten voraus. Ihre Rückwirkung auf die europäische Politik und damit auch für das Deutsche Reich kann von höchster Be- beutung sein.
Gegenüber dem System der französischen Bünd- nis« und Einkreisungspolitik vertritt das Deutsche Reich das mit allen Völkern der Welt in Frieden und Freundschaft leben will, die Idee einer De r - ft ä n b t g u n g von Volk zu V o l k. Die nah« onale Geschlossenheit, die Voraussetzung für den außenpolitischen Kampf aber ist heute starker denn je. Das Deutschland von 1934, bereit zur friedlichen Verständigung mit allen Völkern, aber ebenso beseelt von glühendem Freiheitswillen, wird unbeirrbar und entschlossen seinen Kampf um Selbstbehauptung und Gleichberechtigung, um Ehre und Freiheit fortsetzen bis zum Siege!
„Moralisch notwendig."
Rom, 30. Juni. (DNB.) In Entgegnung auf französische Blätterstimmen zur Barthou-Reise stellte Engeli im „Lavoro Fascista" Locarno und den Vierer pa kt als einzig möglicye Grundlage für eine friedliche Aufbaupolitik im abendländischen Europa hin. Die freudige lieber raschung französischer Zeitungen darüber, daß Italien Deutschland zur Rückkehr in den Völkerbund geraten habe, sei nicht angebracht.
Italien habe immer schon die Ansicht vertreten, daß Deutschland, wenn durch Zuerkennung der Defensivwaffen der erste wirkliche Schritt zur Gleichberechtigung getan sei, in den Völkerbund zurückkehren solle. Anderseits sei zu betonen, daß der Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund zwar die politische Lage Europas verschlechtert habe, aber als Tatsache psychologisch erklärlich und geradezu moralisch notwendig gewesen sei.
Dr. S ch r e i b e r, ber Präsident des Memeldtrektoriums (links), wurde durch den Gouverneur des Memelgebietes seines Amtes enthoben. — Zum neuen Präsidenten ernannt wurde der Großlitauer R e i z g y s (rechts), der bereits früher Landesdirektor in einem litauischen Direktorium gewesen ist.
Um Freiheit und Gleichberechtigung.
Zwanzig Jahre waren am 28. Juni vergangen, seit die Schüsse von Serajewo die gewitterschwüle Atmosphäre, die seit Jahren über einem in zwei Lager gespaltenen Europa lastete, durchbrachen und das Signal zu dem vierjährigen Dölkerringen bildeten, das Europa, die europäische Wirtschaft und die europäische Kultur an den Rand des Abgrundes bringen sollte. Fünfzehn Jahre waren am 28. Juni vergangen, seit die harte und unerbittliche Faust haßerfüllter und verblendeter Sieger dem am Boden liegenden deutschen Volke das Diktat von Versailles aufzwang, dem später die ebenso wahnwitzigen anderen Pariser Dorortverträge folgten. Seitdem herrscht dem Namen nach Frieden in Europa. In Wirklichkeit haben die Pariser Vorortverträge Europa den Frieden nicht gebracht. Die Spannungen in dem durch die Vergewaltigungen und die Ungerechtigkeiten von 1919 in Sieger und Besiegte zerlegten Europa halten unvermindert an.
Um eins der wenigen Rechte aber, die das 93er« {ailler Diktat dem Deutschen Reiche zubilligte, um )ie Abrüstung auch der Anderen wurde bas Deutsche Reich auch noch betrogen. Noch ist zwar die Abrüstungskonferenz am Leben, aber es geht heute nicht mehr um die Abrüstung der anderen Mächte, auf die das Deutsche Reick ein vertraglich verbrieftes Recht hat, es geht höchstens noch um eine Begrenzung der Rüstungen auf den gegenwärtigen Stand und um eine wenigstens annähernde Angleichung des deutschen Rüstungsstan- des an den der anderen Mächte. Und auch diese bescheidene Rüstungsangleichung verweigert Frankreich, indem es sich gegen die praktische Verwirklichung der durch die Fünfmächteerklärung vom Dezember 1932 in der Theorie zugebilligten deutschen Gleichberechtigung mit Händen und Füßen sperrt. Immer noch lastet der harte Druck des Versailler Diktats auf dem deutschen Volke. Halbmast wehten im ganzen Deut- scyen Reiche am 28. Juni die Fahnen als Protest gegen Versailles und sein Unrecht.
Die politische Konstellation in Europa hat sich seit 1919 erheblich verändert. Die Front, der Siegermächte, die 1919 dem Deutschen Reiche das Versailler Diktat aufzwingen konnte — schon damals brüchig, wie Graf Brockdorff-Rantzau mit klarem Blick erkannte — ist zerfallen. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika distanzieren sich mehr und mehr von der europäischen Politik. Längst ist Italien aus der gemeinsamen Front ausgeschieden. Das Italien Mussolinis erkennt den deutschen An- spruch auf Gleichberechtigung an. Belgien folgt nicht mehr so bedingungslos Der französischen Politik, wie beispielsweise zur Zeit der Ruhrbesetzung. Seit dem deutsch-polnischen Verständiaungsabkom- men ist Polen kein absolut sicherer Faktor mehr in der Politik des Quai d'Orsay. Auf der anderen Seite hat sich die Annäherung zwischen Frankreich und Sowjetrußland vollzogen. Die Sowjetregierung hat damit ihre ablehnende Auffassung vom Versailler Diktat revidiert und sich dem französischen Sy st em der Militärbünd« nisse zur Einkreisung Deutschlands angeschlossen. Barthous Besuch in Prag und vor allen Dingen in Bukarest, wo die französisch-rumä« nische Allianz besiegelt wurde, zeigt, daß Frankreich auf die Gefolgschaft der Kleinen Entente zahlen kann, ebenso wie diese der französischen Unterstützung gegenüber den ungarischen Revisionsplänen, die die Unterstützung Italiens und die Billigung Englands finden, sicher fein kann. Wieder steht die französische B ü n d n i s p o l i t i k, der Paris durch feine Paktpläne eine paneuropäische Tarnung geben möchte, in höchster Blüte. Diese Bündnispolitik läuft in letzter Linie hinaus auf eine Einkreisung des Deutschen Reiches und Italiens. Die Blockbildung in Kontinentaleuropa ist eine Tatsache geworden. Ungeklärt ist im Augenblick nur noch die Einstel- lung Englands. Welche Tragweite der Londoner Mission des französischen Generalstabschefs, des General W e y g a n d und den Plänen zur Verstärkung der englischen Rüstung beizumessen ist, wirb bie Zukunft lehren.


