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gelautet Front zur Arbeit, so hieß sie nun. Und wieder hieß es auch, bei aller Verdunke­lung der politischen Umstände: wir werden es schon schaffen!

Die Passion brach an, und mit ihr eine Passion der Arbeit. Es kam die Zeit, wo eine hysterische und undeutsche Geschäftemacherei, genährt durch Unfrie­den und Währungsverfall, das reine Bild der Ar­beit verzerrte und durchlöcherte. Das war nun nicht Kampf, sondern Krampf. Wo blieb der Sinn der Arbeit, wenn ein Schieber durch e i n Telephon­gespräch mehr verdiente als ein anderer durch hun­dert Tagewerke ehrlicher Arbeit! In den Front­menschen bäumte sich etwas gegen solchen Aberwitz. Die Freude an der Arbeit wurde schal und machte einem verbissenen Pflichtgefühl Platz. Man konnte nicht gegen einen Find ringen, den man nicht sah. Man konnte nicht in eine Zukunft hineinschuften, an die man nicht glaubte. Vielleicht konnte man nicht einmal reinen Gewissens beten:Unsere täg­liche Arbeit gib uns heute", wenn ungezählte Ka­meraden der alten Front, mit denen man geschanzt und gewuchtet, gehungert und gestürmt hatte, mit leeren Händen dasaßen, verbittert und verzweifelt vom täglichen Einerlei der erfolglosen Arbeitssuche, ja vom Bettel um Arbeit. Es war das die Zeit, w o g r ö ß e r e s als der Feldzug verloren zu gehen schien: die Nation. Denn aus einem ver­lorenen Kriege mag sich ein durch Tradition wehr­haftes -Volk wieder erheben, um es aber aus dem Verfall seiner sittlichen Güter wieder emporzu­reißen, dazu bedarf es eines Wunders.

Bedenken wir diesen Abgrund, an dem wir ge­schwebt haben als Volk der Arbeitsideale be­denken wir den kraftvollen und schnellen Emporriß, der uns in traumhafter Nähe widerfuhr, so müssen wir wohl an ein Wunder glauben. Und da alle Wunde im Grunde schlickt sind, erscheint uns nun, wo ein zielstrebiger Wille den Frontgeist deutscher Arbeit wieder nach vorn führt, alles klar und ein­deutig. Wir spüren, es mußte so kommen, wenn überhaupt ein gerechter Sinn über dem Schicksal der Völker waltet. Diese Einsicht erfüllt uns mit hoher Freude und zugleich mit kameradschaftlicher Beglückung. Denn die das Frontgefühl zur Arbeit weckten und den Werktätigen zum Sammeln blie­sen das sind die nämlichen Geister, die gleich uns, einst schon hinter den Feuerwänden des Krie­ges, das Sehnsuchtsbild der Arbeit in sich trugen. Sie wußten um das Gesetz: Front zur Arbeit Front zur Nation! Dieser Glaube gab ihnen die Kraft, den materialistischen Arbeitsbegriff zu stürzen, der die Götzenmaske des schrankenlosen Eigennutzes vor dem Gesicht trägt, und die Arbeit wieder zu jener Beseeltheit und Weihe emporzufüh­ren, die sie zu einer nationalen Leistung und zur wahren Religion des Alltags macht.

Oer 1. Mai.

Betrifft: Vereidigung der Mitglieder des Bertrauensrates am 1. Mai.

Meine Verfügung vom 28. April 1934 belr. Ver­eidigung der Mitglieder des Vertrauensrates wird dahingehend abgeändert, daß dort, wo technische oder sonstige Schwierigkei­ten für die Vereidigung am 1. Mai nicht b e - steh en, die Vereidigung am 1. M ai in feier­licher Form slaktfinden kann. Für die Betriebe, wo das nicht möglich ist, wird generelle Genehmigung für die Vereidigung a m 2. M a i erteilt. gez. Dr. £ ü e r,

Treuhänder der Arbeit.

Weitere Anweisungen für den

1. Ma«.

Die Landesstelle Hessen-Nassau des Reichspropa­gandaministeriums weist nochmals darauf hin, daß der Spaten st ich zum er st en Thingplatz auf der Lorelei am 3 0. April, 21 Uhr, durch den Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger stattfindet.

Das R e i ch s p o st m i n i st e r i u m hat die Reichspostdirektion ermächtigt, am 1. Mai die P o st- zustellung ausfallen zu lassen. Dadurch ist auch den im Zustelldienst beschäftigten Ange­hörigen der Deutschen Reichspost die Möglichkeit ge­boten, sich an den nationalen Feiern zu beteiligen.

Das Deutsche Nachrichtenbüro berichtigt seine Mel­dung über das amtliche Programm der Ver­anstaltungen am 1. Mai dahin, daß es unter 3. richtig heißen muß: 12 Uhr: Empfang der Arbeite rabordnungen aus dem Reich in der Reichskanzlei. Reichsminister Dr. Goeb­bels und der Führer der Deutschen Arbeitsfront, Stabsleiter der PO. Dr. Robert L e y, ft e l l e n d i e Arbeiter dem Führer vor. Die Arbeiter sammeln sich bis 11.30 Uhr auf dem Pariser Platz und fahren von da geschlossen zur Reichskanzlei.

Oie Wehrmacht am Tage der nationalen Arbeit.

Berlin,28.April. (DNB.) Entsprechend einer Anweisung des Reichswehrministers wird sich die Wehrmacht am Tag der Nationalen Arbeit mit allen verfügbaren Kräften in den Dienst der gro­ßen Sache stellen. Bereits die Jugendkund­kundgebung auf dem Brocken in der Nacht zum 1. Mai leitet eine Batterie des Relchsheeres mit einem Salut von 21 Schuß feierlich ein. Bei dem Staatsakt auf dem Tempelhofer Feld nimmt ein Batail- I o n der aus Soldaten aller deutschen Gaue zu­sammengesetzten Wachtruppe gegenüber der Rednertribüne Aufstellung. Fünf Musikkorps unter Leitung des Heeresmusikinspizienten Prof Schmidt beteiligen sich. Der Reichswehrminister so­wie zahlreiche höhere Offiziere werden anwesend sein. Auch bei der Abendkundgebung im Lustgar­ten wird die Wachtruppe teilnehmen. In D r e s - d e n wird am 1. Mai durch das Pionierbataillon 4 eine Pontonbrücke über die Elbe gebaut werden. In Stettin werden 150 000 Zuschauer dem Schauspiel eines Jnfanteriegefechts mit Vorführung einer Batterie und einer Kraftradstützpunktkom­panie beiwohnen können.

Kundgebung des Aeichsverbandes Deutscher Schriftsteller Gau Hessen

Die im Reichsoerband Deutscher Schriftsteller vereinigten geistigen Arbeiter grüßen in herzlicher Freundschaft am 1. Mai die Männer und Frauen der deutschen Arbeit. Der Dichter wie der Arbeiter der Faust schafft für das ganze Volk. Ihrs Werke dienen der Gesamtheit. Die deutschen Dichter und Schriftsteller marschieren mit ihren werktätigen Brüdern und Schwestern in Stadt und Land und einen sich mit ihnen in dem Ruf Deutsche aller Stände, vereinigt Euch!"

Fest der Freude und Zuversicht.

Der Maitag im altdeutschen Brauchtum.

Die Feiern zum Tage der nationalen Ar­beit sollen als allgemeines Volksfest gefeiert werden, wie es von jeher von den deutschen Stämmen und Ständen im Mai Sitte ge­wesen ist. Zum besseren Verständnis des Brauchtums, das dabei bei der GestaltungdesMaifeftes vom neuen Reich wieder ausgenommen werden soll, gibt da s Reichsamt Volkstum und Heimat folgende Erläuterung:

Das Brauchtum des Volkes hat seinen Höhepunkt im Mai. Schon immer wurde die Maienzeit festlich begangen, um der überströmenden Freude an dem wiedererwachenden Leben der Natur Ausdruck zu geben. Bald wurde das Maifest am 1. Mai, bald am ersten Maisonntag begangen. Trotz vieler landschaft­licher Verschiedenheiten im einzelnen hat es sich aber stets mit einer Fülle altüberlieferten Brauchtums in allen Gauen unseres Vaterlan­des erhalten. Uralte Volksbräuche verbanden sich mit dem kirchlichen Pfingstfest; der Charakter des Tages als Tag des sich im Frühling ewig ver­jüngenden Lebens, als Tag der Freude und Zuversicht kam aber immer unmittelbar oder in allerlei sinnbildlichen Darstellungen zum Ausdruck.

Wie fast alle heidnischen Feste unserer Vorzeit in der Nacht ihren Anfang nahmen, so feiert man auch heute noch vielfach die Mainacht oder Walpurgisnacht als Vorfeier des Maitages. Die Bräuche der Mainacht mit Späßen und Ausge­lassenheiten geben sich oft noch als ein Austreiben der Wintergeister zu erkennen. Wo die Mainacht nicht mehr gefeiert wird, steht häufig ein sinn­bildlicher Kampf zwischen Winter und Sommer im Mittelpunkt des Maifestes. Tänze und Reigen gruppieren sich darum herum; Reiter und Kampsspiele, festliche Umzüge und Flur­gänge schließen sich an; und eine ungezählte Fülle immer neuer und bodenständiger Bräuche hat sich in Verbindung mit dem Mai tag in unserem Volks­tum erhalten. Fahnenschwingen und Wettläufe, der Sommertagszug und das Frühlingsschiff, das Mai­bad, der fegenbringende Schlag mit der Lebensrute, der Brauch desMailehen", einer Versteigerung der Mädchen eines Dorfes unter die Burschen, sind nur wenige Beispiele aus dem Reichtum der volkstüm­lichen und heute noch lebendigen Ueberlieferung.

So unterschiedlich und arteigen aber im einzelnen diese Bräuche auch in den verschiedenen Gegenden unseres Vaterlandes sein mögen: zweierlei ist ihnen fast immer gemeinsam. An der Ostseeküste so gut wie im Südwesten, in Mitteldeutschland ebenso wie in Süddeutschland überall finden wir am Mai­tag d ie Mai königin oder Maibraut, die oft den Maikönig ober Maigrafen an ihrer Seite ober in ihrem (Befolge mit sich führt. Wieberum aber knüpfen sich bie verschiedenartigsten Gebräuche an bie Gestalt ber Maikönigin. Balb erscheint sie als Pingstebrut" mit Kranz unb Schleier in ber Mitte estlich geschmückter Mäbchen, balb hat sie brei Jung­rauen in ihrem (Befolge, balb bie Mannschaft des Maikönigs; bisweilen wirb sie von einem Burschen bargestellt, bisweilen aber stellen auch zwei ver­mummte unb nicht genannte Mäbchen bas Mai- Brautpaar bar, bas sich nach einem Umzug burchs Dorf in einer Laube versteckt, worauf bie übrigen Mäbchen bes Dorfes mit oerbunbenen Augen bas Brautpaar im Grünen" suchen müssen. Ja, wir finben sogar noch ben Brauch, zum Maifest brei Maiköniginnen zu wählen, unb ihre Dreizahl er­innert uns lebhaft an bie brei Schicksalsschwestern

ber Nomen, die im Glauben unserer Vorfahren eine so große Rolle gespielt haben.

Und neben der Maibraut ist es vor allem der M a i b a u m, der überall im Mittelpunkt des Mai- festes steht. Abermals werden wir an ältesten Volksglauben unserer Ahnen erinnert, die den Baum als Sinnbild des Lebens hoch verehrten; wir denken an die mythische Ueberlieferung von der W e 11 e s ch e, an weit verbreitete Baumkulte im alten Germanien und denken endlich daran, daß ehemals der Baum im Mittelpunkt fast aller großen Feste des Jahreslauf stand als Festzeichen und Mittelpunkt der Feier. Nur der Weihnachtsbaum und ber Maibaum haben sich bis heute allgemein­gebräuchlich erhalten, unb wir betrachten sie mit Ehrfurcht als altüberliefertes Erbgut unseres Volks­glaubens, der die Jahrtausende überdauert hat.

Ist als Weihnachtsbaum die Tanne allgemein üblich, so wird als Maibaum die Birke bevor­zugt, aber neben ihr finden wir abermals d i e Tanne im Maibrauch. Befindet sich im Dorf eine Dorflinöe, fo wird sie wohl bisweilen als Maibaum festlich aeschmückl mit bunten Bändern und Fahnen. Während das durchweg Sache ber Mägde ist, fo fällt ben Burschen bas Amt zu, den Maibaum zu schlagen unb einzuholen, wenn eine Birke ober Tanne als Festzeichen aus bem Walb geholt wirb. Oft finbet bas Fällen des M a i - b a u m e s bei der Nacht und in aller Heimlichkeit statt. Bis zum ersten Sonnenstrahl des Maitages bleibt eine Wache bei dem feierlich errichteten Mai­baum zurück, unb am Festtage selber spielt sich das bunte Leben unb Treiben ber festlichen Gebräuche um ihn herum ab. Bald prangt ber Maibaum im frischen Grün, balb werben ihm bis auf ben Wipfel alle Aeste und Zweige abgeschlagen und der ge­schälte Stamm mit Kränzen, Bändern und Fähn­chen geschmückt, ober auch Sense unb Flegel, Harke unb Mistgabe als Zeichen ber bäuerlichen Arbeit, die Zeichen der Handwerkergilden und Zünfte als Werkzeichen ihrer Tätigkeit an ihm angebracht. So hat sich schon früh mit dem Fest des Früh­lings und ber ßebensfreube bas Fest ber Arbeit verknüpft, als bas wir heute ben Maitag in be- fonberem Sinne begehen.

Neben bem Dorfmaibaum schmückt der Bursche feiner Liebsten, bie Mägbe ben Dorfburschen ben Maibaum. In ähnlicher Weise wird der Ehrenmai. bäum dem Dorfvorsteher oder Bürgermeister oder sonst einem hohen Herrn gesetzt; ober es finbet sich bie Sitte, ihn bem zuletzt verheirateten Paar barzubringen, vor besten Fenster er stehen bleibt, bis bas erste Kinb geboren wirb. Immer sehen wir, wie sich Hoffnung auf Segen und Fruchtbarkeit, auf Lebenskraft und Lebensfülle, und damit endlich auch auf Schaffenskraft und Gedeihen der Ar­beit mit diesem Symbol verknüpft. Nur wer im täglichen Schaffen und Wirken mit dem Ablauf der Zeit Schritt gehalten hat, soll am Maifest der Freude teilnehmen: bem Bauern, ber am Maitag seinen Acker noch nicht umgegraben unb seinen Gar­ten noch nicht bestellt hat, wirb bieSchanbmaie" vor bie Tür ober aufs Dach gesetzt!

Wenn in biesem Jahre nach altem Brauch an allen Orten unseres Vaterlandes bie Maienkönigin ihren Umzug hält unb um ben festlich errichteten Maibaum sich frohes Festtreiben entwickelt, wollen wir auch fries Maifest als ein Fest ber Zuversicht auf das Gedeihen der deutschen Arbeit feiern!

Geleitworte für den Feiertag des 1. Mai.

Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Äudols Heß:

Zum zweitenmal begehen wir den Ehrentag der deutschen Arbeit. Der 1. Mai istderTagdes schaffenden deutschen Menschen über­haupt und somit der höchste nationale Feiertag des deutschen Volkes! Wir Nationalsozialisten haben im Vollzug des Willens Adolf Hitlers dem deut­schen Arbeiter jeden Schaffensgebietes und damit Deutschland diesen Tag errungen durch Opfer unb Kampf. So wie einst ber 1. Mai burch ben Streit ber Jnteressentengruppen symbolisch war für bie Zerrissenheit bes Volkes so ist er heute als Tag ber Gemeinschaft symbolisch für bie burch uns geschaffene Einheit bieses Volkes.

Im Zeichen ber Gemeinschaft würbe biefer Tag Sinnbild des Nationalsozialismus. Die Partei schuf diesen Tag die Partei muß wachen, daß er im Lauf der Zeiten nicht in feinem Sinne verfälscht werde. Das Erinnern an die Opfer, denen die Bewegung ihr Werden verdankt, stärke den Willen, diesen Tag rein im Geist der alten Kämpfer zu erhalten!

Dieses Wollen umschließt die Gemeinschaft aller Schaffenden. Stets soll das Bewußt­sein aufrecht erhalten bleiben, daß der Handarbeiter nichts vermag ohne den Geistesarbeiter, der Geistes­arbeiter nichts ohne den Handarbeiter. Dem Schaf­fen des Eisenarbeiters gibt erst das Wirken des Forschers, des Konstrukteurs, des Kaufmanns die Grundlage. Deren Wirken wiederum ist sinnlos, wenn nicht der Eisenarbeiter die Ergebnisse ihres Denkens und Planens Gestalt werden läßt.

Wir wollen nicht nach alten Vorurteilen wägen, westen Schaffen wertvoller sein könnte für bie Ge­samtheit, fonbern Jeben achten, ber seine Pflicht tut für bie Gemeinschaft. Wir ehren ben Grübler, ber einsam schafft, wie ben Kampfer, der im Getriebe des Tages sichtbar steht. Wir ehren den Bauern, des Brot wir essen, wir ehren den Künstler, der um bas Schöne sich müht. Wir ehren bie Mutter an der Wiege, ehren der Frauen stilles Wirken an der Nation. Ohne Be­ziehung zum Ganzen ist alles Schaffen fruchtlos: Daseinsrecht sichert erst die Gemeinschaft. Die sinn­volle Gemeinschaftsarbeit aller ist in ihrem Ergeb­nis die Leistung der Nation sie ist zugleich Deutschlands Beitrag zum Kulturgut ber Weit' Der 1. Mai ist ber Tag ber Ehre für Alle, bie ihre Pflicht tun an ber Gemeinschaft bes beutfehen Volkes! 1 1

Stabschef der SA. Reichs- minister Ernst Röhm:

Zum zweiten Male feiert der deutsche Arbeiter im nationalsozialistischen Deutschlanb. Adolf Hitler hat diesen Tag, der unter dem mar- xistischen System im Zeichen unseligen Klassen­kampfes stand, zum Feiertag des geeinten deutschen Volkes erklärt. Den alten Rümpfet n in

euren Reihen verdankt das deutsche Volk in erster Linie, daß es diesen Tag festlich begehen kann. Der deutsche Arbeiter hat d u r ch die SA. und in der SA. wieder an Deutsch­land glauben gelernt. Und weil er wieder an Deutschland glaubte, trug er die Sturmfahnen der nationalsozialistischen Revolution zum Siege. Das neue Deutschland wäre nicht ohne die selbstlose Einsatz- unb Hingabebereitschaft ber deutschen schaf­fenden Menschen aller Stände unb Berufe. Deshalb wird die SA. unnachsichtlich darüber wachen, daß nichts und niemand den deutschen Ar­beiter wieder vom Vaterlande los­reißt, daß Deutschland für immer nationalistisch und sozialistisch sein und bleiben wird! Es lebe ber Führer bes nationalsozialistischen Deutsch­lands! Es lebe die nationalsozialistische Revolution! Reichsminister fürpropaganda

und Dolksaufklärung Or. Goebbels:

Am I.Mai demonstrieren wir für Arbeit und Brot, Freiheit unb Ehre.

Das sind Ziele, die die ganze Nation angehen und aufs Tiefste berühren. Darum marschiert auch das deutsche Volk dafür einig und geschloffen hinter sei­nem Führer mit.

Reichswirtschastsmiuister Or. Schmitt:

Der Tag der Nationalen Arbeit ist eine gewal­tige Kundgebung ber innigen Verbunden­heit zwischen Staatsführung und allen schaffenden Volksgenossen. Re- gierung und Volk sind an diesem Tage zu einem großen Feste vereint, um mit ihm den Mann der Arbeit, der Stirn und der Faust zu ehren. In dieser innigen Verbundenheit zwischen Staatsführung, Wirtschaftsführung, Hand- unb Kopfarbeit vollenbet sich m anschaulicher Weise ber hohe Gebaute bes beutschen Sozialismus, der das Dritte Reich erfüllt.

Reichsarbeitsminister Franz Seldte:

Unter den Bannern der nationalen Erhebung, dem Ruf des Führers folgend, tritt bie deutsche Millionenarmee der Arbeit an zur Feier des 1. Mai. Sie hat ein Recht zu dieser Feier. In einer gigantischen, von ber ganzen Nation ge­tragenen Kraftanstrengung haben wir ben Albbruck der Arbeitslosigkeit, unter dem noch vor einem Jahr Volk und Reich zu ersticken drohten, von uns abgewälzt und 3V< Millionen Arbeitsplätze dem schaffenden deutschen Menschen zurückerobert. Ein Jahr lang haben wir die Arbeit durch Ta- t e n geehrt, einen Tag lang dürfen wir uns daher auch in stolzer und dankbarer Freude und mit dem Gelöbnis, die Arbeitsschlacht bis zum

siegreichen Ende durchzukämpfen, zu ihrer Feie? vereinigen:

Ehret die Arbeit!

Noch wichtiger als die Arbeit ist der Mensch, der sie leistet. Ich grüße zum Feiertag der Arbeit den schaffenden deutschen Menschen, den deutschen Arbeiter. Den deutschen Arbeiter, an welcher Stelle er im Lebenskämpfe steht ob auf dem Acker ober in ber Schreibstube, in ber Werkstatt ober auf dem Katheder, ob als Betriebsführer ober Gefolgsmann. Denn bas nationalsozialistische Deutschland achtet und würdigt jeden schaffenden Deutschen, der iivfeinem Bereiche, sei er groß ober klein, seine Pflicht erfüllt.

Der 1. Mai, früher bas unheilvolle Symbol ber Klassenzerrissenheit, wird durch die freudige Teil­nahme ber Volksgenossen aller Stänbe unb Berufe zum überzeugenben Ausdruck der Volksgemeinschaft, die aus dem Durch­bruch der nationalen Revolution erstanden ist.

Mit dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Ar­beit sind die Grundlagen einer Arbeitsverfassung gegeben, in der sich die neugewonnenen Werte, bie Kraft echter Führerschaft, die Verbundenheit aller Volksgenossen und die Achtung vor jeder ehrlichen Arbeit, segensreich auswirken können und werden. In der feierlichen Verpflichtung der Vertrauens­räte erblicke ich einen historischen Akt, der Zeugnis dafür ablegen soll, daß die Ordnung des sozialen Lebens in Deutschland von nun an nicht mehr durch die Ergebnisse eines erbitterten gegenseitigen Klassenkampfes bestimmt werden, sondern aus bem gegenseitigen Vertrauen unb der gegenseitigen Ach­tung der Volksgenossen erwachsen wird. Die Losung des 1. Mai wird also erst vollständig, wenn wir 3U demEhret die Arbeit!" hinzufügen: Achtet den Arbeiter! Im Zeichen dieser Worte Adolf Hitlers wird das neue Deutschland unter Führung seines ehrwürdigen Reichspräsidenten und des Volkskanz­lers, im friedlichen Kampfe siegreich weiter- und vvrwärtsschreiten.

Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk:

Die trennenden Schranken van Partei und Klaffe, Besitz und Stand sind gefallen. Ein unter der Idee wahrer Volksgemeinschaft geeinigtes Volk feiert am 1. Mai das gemeinsame Fest seines nationalen Feiertags. Diese Einigkeit legt jedem Deutschen die Pflicht und Verantwortung auf, alle Kraft ein» Zusehen, nicht zu ruhen noch zu rasten, bis der letzte Volksgenosse in Arbeit und Brot gebracht ist. Sie gibt die beste Gewähr, baß wir in ber erneut aufgenommenen Arbeitsschlacht Sieger fein werden.

Reichsinnenminister Or. Frick:

Der Tag der deutschen Arbeit ist der Feier­tag der Nation. An diesem Tage marschieren die Arbeiter der Stirn und der Faust unb bas ganze schaffenbe beutsche Volk im Gleichschritt bie gemeinsame Straße. Nicht mehr selbstzerfleischenbem Klassenkampf unb Klassenhaß gehört biefer Tag! Alle fühlen sich nur als gleichwertige ©lie­ber eines Volkes, geeint burch ben Abel ber Arbeit. An diesem Tage danken wir dem Manne, der die große geistige Wendung im deutschen Volke heraufführte, der der Führer im Kampfe war und der Führer in die Zukunft ist:

Heil Adolf Hitler!

Reichsaußenminister Freiherr von Neurath:

In der Heimat wie im Ausland feiern heute die Deutschen einträchtig ohne Unterschied des Standes zum ersten Mal das Fest der Arbeit als ihren Nationalfeiertag. Das deutsche Volk stellt damit der Welt sinnfällig vor Augen, baß es als Funbament bes neuen Reiches bie frieblidje Arbeit feiner Volksgenossen betrachtet. Don jeher waren Arbeit, Fleiß und Zuverlässigkeit mit dem Begriff des Deutschtums verbunden. Selbst in den Jahren politischer Ohnmacht haben Wunder­werke deutscher Technik, von deutschen Ingenieuren erdacht und deutschen Arbeitern ausgeführt, in der Luft und auf den Ozeanen dem Ausland vor Augen geführt, daß Deutschland trotz seiner Nieder­lage im Weltkriege noch lebte.

Diese Leistungen sind nicht von einem internatio­nalen Proletariat vollbracht worden, sondern aus deutschem Blut und Boden erwachsen. Aus den Sonderleistungen des deutschen Arbeiters ist das deutsche Nationalbewußtsein wieder erstanden, auf dem heute die politische Einheit des deutschen Volkes kraftvoller als jemals neu gebildet ist. Ich bin stolz darauf, dem Ausland gegenüber eine deutsche Nation vertreten zu können, die auf der Grundlage ihrer Arbeitsleistung die gleiche Stellung in der Welt beanspruchen darf wie jedes andere Volk.

Oer Reichsinnenminister ordnet scharfe Bekämpfung des Oenunziantentums an.

B e 11 i n , 28. April. (DNB.) 3n letzter Zeil meh­ren sich wieder die Fälle verwerflichen Denunzian­tentums. Die Nachprüfung der bei den Polizei­behörden wegen angeblich staatsfeind­licher Aeußerungen erstatteten Anzeigen er­gibt sehr oft, daß die Anzeigen ausschließlich persönlichen Streitigkeiten entsprin­gen und daß es sich um Aeußerungen handelt, die teilweise viele Monate zurückliegen. Na­mentlich werden bei hausstreikigkeiten die Gegner oft politisch verdächtigt.

Der Reichsminifler des Innern hat daher die Landesregierungen ersucht, den Polizeibehörden er­neut eine scharfe Bekämpfung dieses Denunziantentums zur Pflicht zu machen. Die Neufassung des § 164 des Strafgesetzbuches durch das Gesetz vom 26. Mai 1933 gibt die Möglichkeit, mit hohen Gefängnis st rasen gegen die des nationalsozialistischen Staates u n w ürdige Erscheinung leichtfertiger Angebereien wirksam vorzugehen.

Verbot der Werbetätigkeit tvirschast- licher Verbände.

Berlin, 29. April (DNB.) Der Führer ber Wirtschaft, Keßler, hat folgendes angeordnet: Dorn 1. Mai 1934 an bedürfen alle organisatorischen Maßnahmen, insbesondere Neugrünoungen, Aus­lösungen, Umgliederungen, Satzungsänderungen, Ausdehnungen oder Einschränkungen des sachlichen oder räumlichen Arbeitsgebietes, Maßnahmen ober Vereinbarungen, ber,epi Auswirkung über den Zei^,