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Daladier bildet das ne

Paris, 30. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der Prä- ftdent der Republik hat am Montagnachmittag dem ehemaligen Ministerpräsidenten D a l a d i e r den Auftrag zur Kabinettsbildung ange­boten. Daladier hat in den Abendstunden dem Prä­sidenten mitgeteilt, daß er den ihm übertragenen Auftrag annehmen werde. Gegen 1 Uhr nachts hat er die Beratungen über die Regierungsbildung bis zum Vormittag vertagt. Er erklärte, der Presse:

Ich habe bereits die Zusage verschie­dener Persönlichkeiten erhalten, aber einige, die ich um den Eintritt in mein Ka­binett ersuchen will, waren heute abend nicht zu erreichen. Ich will gegen 9 Uhr die Besprechun­gen wieder aufnehmen.

Daladier soll sämtliche Portefeuilles seines Kabi­netts bis auf drei bereits untergebracht haben. Die Parteigruppierung soll sich von den Neu-

je französische Kabineti.

materieller Schaden entstanden sei. Der General- slaatsanwalt hat derKlage stattgeben müssen.

$er Abgeordnete Bonnaure, der am Montag vom Bayonner Untersuchungsrichter vernommen wurde, ist vorläufig auf freiem Fuß belas­se n worden, doch hat er sich dem Gericht zur Ver­fügung zu halten. Bonnaure beteuerte, von Stavisky keine anderen Beträge als die Honorare für 1 n c N e chtsberatung in der Frage der un­garischen Agrarbonds erhalten zu haben. Nach der Vernehmung nahm die Bevölkerung eine drohende H a l tu n a gegenüber Bonnaure ein, so daß die Polizei einen Privatkraftwagen vorfahren ließ, in dem Bonnaure unter dem Pfeifen der Menge in rasendem Tempo davonfuhr. Er hat sich nach Biarritz begeben. In den Straßen herrschte bis Mitternacht reges Treiben. Die Menge geriet sogar mit der Polizei aneinander, die zwei Verhaftungen vornahm.

Die britische Marknekonferenz in Singapurs wurde beendet. Admiral Sir Frede- ric Dreyer, der Oberbefehlshaber der China-Sta­tion, der auf der Konferenz den Vorsitz führte, wird on Bord des KreuzersSuffolk" nach Batavia (Holl.-Jndien) in See gehen.

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Die Rede Stalins hat in politischen Kreisen Japans große Unzufriedenheit hervorge­rufen. Man erklärt, daß die letzten Reden Kagano- witschs, Molotoffs und Stalins die politische Lage Zugespitzt haben. Das japanische Auswärtige Amt, so wird erklärt, behalte sich weitere Schritte vor, sobald der genaue Text der Rede Stalins in Tokio vorliegen wird.

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Die militärischen Operationen in der chinesischen Provinz F u k i e n sind eingestellt worden, da sich die Reste der aufständischen 19. Armee kampflos ergeben haben. Ihr Führer, General Tangtsching- kai, soll nach Hongkong geflohen sein.

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Daladier.

sozl alisten bis zu den Linksrepubli- fanern erstrecken unter Einbeziehung eines Mit­gliedes der katholischen Demokraten. Besondere Schwierigkeiten macht die Besetzung des In­nenministeriums, auf das der Neusozialist M a r q u e t Anspruch erhebt, während Daladier es seinem bisherigen Mitarbeiter Frot übertragen möchte. Indessen wird die Frage der Beteiligung der Neusozialisten erst in einer Fraktionssitzung am Dienstagvormittag entschieden werden. Im Augen­blick kursiert in den Wandelhallen der Kammer fol­gende

Ministerliste:

Ministerpräsident und Außenminister: Daladier. Innenminister Frot.

Finanzminister: P i e t r i.

Iustizminister: Henri Roy (Senator).

Unterrichtsminister: Marquet oder de 3 o u- venel.

Kriegsminister. Oberst Fabry. Luftfahrtminister: Pierre Lot. Ministerium für öffentliche Arbeiten: P a g a n o n. Handelsmarineministerium: GuydeLhambre. Kriegsmarineministerium: de Lhappede-

l a i n e.

Handelsministerium: P a l m a d e. Kolonialministerium: Lathala. Wohlfahrtsministerium: Auray (Senator). Die Betrauung Daladiers wird von der Presse im allgemeinen sehrgünstig ausgenommen. Auch die Ankündigung, daß er das Außen­mini st erium selbst übernehmen will, findet allgemein Anklang.Echo de Paris" freilich will an keine lange Lebensdauer des neuen Kabi­netts glauben. Die Einbeziehung der Neusozialisten werde die Altsozialisten in Wallung bringen und ihre Feindseligkeiten gegen die Regierung nur noch steigern. Das Blatt behauptet ferner, daß inner­halb der Radikalsozialistischen Partei die Grup­pe Herriot-Chautemps bereits offen die Torpedierung vorbereite. Die nationale Minderheit könnte erst recht nicht nach der Pfeife eines Marquet tanzen.

Dagegen bezeichnet derMatin" die Kombination Daladier als ein Kabinett der republika­nischen Verteidigung nach dem Muster Waldeck-Rousseaus. Daladier wende sich an Per­sönlichkeiten und nicht an Gruppen.

Oie verschwundenen Gtavisky-Akten.

Paris, 30. Jan. (DNB. Funkspruch.) Einer der Helfershelfer Staviskys, der vor einigen Tagen im Abwesenheitsverfahren vom Pariser Gericht zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden ist, hat jetzt den Spieß umgedreht undeineKlage gegenUn- bekannt wegen Entwendung der be­rüchtigten 1200 Beweis st ücke aus den Staoifkyakten bei der Pariser Generalstaats­anwaltschaft eingereicht. Er begründet seinen Antrag damit, daß durch das Verschwinden dieser Akten ihm und seiner Familie unermeßlicher moralischer und

Kleine politische Nachrichten.

Die Saarbrücker Zeitung hatte in ihrem Zeltungsgebäude, in ihrer Buchhandlung und in ihrer Filiale einen Aushang angebracht, in dem die Bevölkerung aufgefordert wurde, zur Feier des Tages der Wiederkehr der nationalen Revolution ihre Häuser zu beflaggen. Die Regierungs­kommission hat daraufhin sämtliche Aushänge b e - schlagnahmen lassen.

Amerika rüstet zu einer großen Feier des Ge­burtstages Roosevelts, der am Dienstag 52 Jahre alt wird. Zum ersten Male in der Ge­schichte der amerikanischen Republik wird der Ge­burtstag eines noch im Amt befindlichen Präsidenten allgemein begangen. Die Einkünfte aus den abend­lichen Veranstaltungen, die in der ganzen Union stattfinden, sollen der Rooseveltschen Warmsprings- Stiftung in Georgia, die der Bekämpfung der spina­len Kinderlähmung dient, zugute kommen. Roosevelt selbst verbringt seinen Geburtstag in intimem Kreise.

Sieht Frankreich in einer Krisis des Systems?

Von unserem ^.-Berichterstatter.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

Paris, 29. Januar 1934.

Seit Weihnachten schüttelt Frankreich sich im Fieber der verschiedenen Finanzaffären. Nach Alex­ander Stavisky kam Alexander George. Alexander II." hat ihn der bissige Pariser Witz getauft. Und seit Weihnachten kämpfte C hau­te m p s mit allen Künsten des geliebten parlamen­tarischen Taktikers darum, das Schifflein seiner Regierung durch die brandenden Wogen der empör­ten öffentlichen Meinung zu steuern. Der Erfolg ist ihm versagt geblieben: trotz der verschiedenen par­lamentarischen Vertrauensvoten hat er am Samstag dem Kabinett selbst die Demission vorschlagen müssen. Das Ansehen des Kabinetts war endgültig rampo­niert, nachdem sich außerdem Kolonialminister Dalimier, vor wenigen Tagen auch noch der Justizminister Raynaldy dazu entschließen muß­ten, zurückzutreten.

Was sich am Samstag ereignet hat, ist mehr als eine Niederlage der Regierung Chautemps. In Wahrheit hat die französische Kammer, hat das von ihr repräsentierte parlamentarische Sy st em einen schweren Schlag erhalten, und es wird heute noch niemanden geben, der sagen könnte, ob der französische Parlamentarismus in der Lage ist, sich davon zu erholen. Das ist ja das Bezeichnende an dem ganzen Vorgang, daß die parlamentarischen Körperschaften, Kammer und Senat, in all den letzten Wochen jederzeit bereit waren, dem Minister­präsidenten jede erforderliche Mehrheit zur Ver­fügung zu stellen und daß trotzdem Chautemps genötigt war, die Konsequenzen aus einer unhalt­bar gewordenen Lage zu ziehen.

Was daraus spricht, ist nicht mehr und nicht weniger, als daß mindestens die Kammer in ihrer gegen­wärtigen Zusammensetzung nicht mehr der wahren Volksmeinung entspricht. Die im Parlament praktisch bedeutungslose Opposition der Rechten war in der Lage, den Druck her öffent­lichen Meinung in Demonstrationen und Krawallen so zu mobilisieren, daß Chautemps mit einer Mehr­heit von über hundert Stimmen in der Kammer nicht mehr imstande war, sich und sein Kabinett am Ruder zu halten. Die Frage ist nun, ob Frankreich die Symptome der Systemkrise voll erkennt und die Kraft hat, daraus die entsprechenden Schlußfolge­rungen zu ziehen.

Es ist ja kein Zweifel, daß die vor 150 Jahren geborenen Grundsätze namentlich in der jüngeren französischen Generation erheblich an Zugkraft verloren haben, weil man erkannt hat, daß die unbegrenzte Freiheit, deren sich noch vor kurzem jeder Franzose rühmte, zur Schrankenlosig­keit zu werden drohte, und damit den Staat un­mittelbar traf. Das junge Frankreich ist auch des Haders der Parteien und des undurchsichtigen poli­tischen Klüngels müde. Daher auch die scharfe Ab­lehnung der verschiedenen Formen von parlamen­tarischen Untersuchungsausschüssen, die zur Auf­deckung der Finanzskandale beitragen sollten: die öf­fentliche Meinung hatte Sorge, daß ein parlamen­tarisches Jnteressententum nichts zur wirklichen Auf­klärung der Affären, sondern alles zur restlosen Ver­tuschung der Dinge und der teilweise recht peinlichen personellen Zusammenhänge tun werde.

Wer die heutige innerpolitische Lage Frankreichs vorurteilsfrei betrachtet, muß zu der Erkenntnis kommen, daß jeder rein parlamentarische Versuch zur Lösung der Regierungskrise keinen wirklichen Ausweg aus den Schwierigkeiten des Landes dar-'

stellt. Heute handelt es sich nicht mehr darum, ob diese oder jene parlamentarische Mehrheitskombi­nation regierungsfähig sei oder nicht. Die wirklichen Schwierigkeiten liegen anderswo. Denn letzten Endes handelt es sich hier offenbar nicht nur um die Krise eines politischen, sondern eines wirtschaft­lichen Systems. Die Finanzskandale der letzten Jahre und Wochen sind nicht mehr als Einzel­erscheinungen zu werten; sie sind vielmehr Sym­ptome für diese tiefgreifende Krise. Noch spricht man davon, daß die französische Wirtschaft rein privat- kapitalistisch-liberal organisiert sei. Tatsächlich ist aber der Staat längst zum größten und entschei­denden Wirtschaftsfaktor geworden. Der Staat ist heute die einzige Hoffnung der großen Unterneh­mungen, die jeden Tag mit einem neuen Wunsch­zettel, mit neuen Forderungen auf Zölle, Kontin­gentierungen, Kredite und staatliche Aufträge er­scheinen. Eine immer größere Anzahl von Unter­nehmungen wird heute auch in Frankreich verkappt oder offen subventioniert. Die Kammer ist viel mehr der Mittelpunkt des Wirtschaftslebens als die Börse. Und nur der Staat verfügt noch über Kredit am Anleihemarkt: die Privatunternehmungen finden bei noch so hohem Zinsfuß kein Geld. Das Wort Privateigentum" beginnt heute in Frankreich seinen bisherigen Sinn zu verlieren. Dazu wird die Fi­nanzlage immer schwieriger 13 Milliarden Defi­zit in den letzten zwei Jahren! die Arbeitslosig­keit wächst und alle Zeichen einer Konjunkturbesse­rung haben sich bisher als trügerisch erwiesen. Kein Wunder, daß die Regierungen der letzten Monate unvolkstümlich waren, zumal die Kammer sich auch als unfähig erwiesen hat, der wahren Volksgemein­schaft Rechnung zu tragen.

Wer immer auch der Nachfolger Chautemps sein wird er sieht sich vor politische und wirtschaftliche Entscheidungen gestellt, die an grundsätzlicher Be­deutung gewiß nicht hinter den Schicksalsfragen der Großen Revolution von 1789 Zurückbleiben. D i e Seh ns ucht nach der glaubens st arten Persönlichkeit, nach einem Mann von Mut und Opferbereitschaft, der in der Lage wäre, m i t überlegener Autorität sein Land zu füh­ren, ist heute im französischen Volke vermutlich schon stärker als die wankende Ueberzeugung von der Richtigkeit veralteter parlamentarischer Grund­sätze.

Aus aller Welt.

Starke Schneefälle in den bayerischen Bergen.

. In der Nacht zum Sonntag und den ganzen Sonntag über sind in den bayrischen Bergen aus­giebige Schneefälle eingetreten, die zu einer Erhöhung der Schneedecke um 30 bis 40 cm ge­führt haben. Es handelt sich um pulverigen Neu­schnee, den namentlich die Wintersportler sehr begrüßen werden. Die Temperaturen sind in den Hochlagen gesunken, so meldet am Montag der Peißenberg 4, Hirschberg und Predigtstuhl 8, Zug­spitze 17 Grad unter Null. In den Tälern bewegen sich die Temperaturen um Null. Auch gegenwärtig werden noch aus den Bergen Schneefälle gemeldet, allerdings nur vereinzelt.

Kältewelle in USA. Feuersbrünste in Renyork.

Bei zwei großen Feuersbrünsten in Neu- york wurden 28 Feuerwehrleute verletzt, 12 von ihnen schwer. Es herrschte ein Sturmwind von über 100 Kilometer Stundengeschwindigkeit. Die

Kälte war so stark, daß 10 Feuerwehrleute wegen Erfrierungen in ärztliche Behandlungen genommen werden mußten. Sechs andere waren von der Kält- so erstarrt, daß sie außerstande waren, sich durch die Flucht zu retten, als eine 20 Meter hohe Mauer emstürzte. Den Bränden fielen zwei Hotels, zwei Tanzhallen und ein Sporthaus für Boxkämpfe zum Opfer. 200 Personen sind obdachlos geworden. Der Schaden beträgt 400 000 Dollars. Der Bürgermeister von Neuyork hat wegen der starken Kälte Weisung gegeben, jedem Obdachlosen ohne Rücksicht auf die Kosten unbedingt Unterkunft zu verschaffen. Im öst­lichen Teil der Vereinigten Staaten sind alle regel­mäßigen Flugdienste eingestellt worden. Der Eisen­bahnverkehr erleidet starke Verspätungen. Bisher sind 20 Todesfälle infolge d'Zr ungewöhnlichen Kälte zu verzeichnen.

Große Ueberschwemmungen in Chile. hundert Todesopfer.

Die katastrophalen Ueberschwemmungen infolge der außergewöhnlich starken Schneeschmelze in den Bergen an der chilenisch-argentinischen Grenze haben bisher rund 100 Todesopfer gefordert. Der Aconzagua, der höchste Gipfel Südamerikas, verlor seinen Mantel vonewigem" Schnee. Sämtliche Verkehrsmittel in diesen Gegen­den wurden lahmaelegt. Brücken, Straßen, Kraft­werke und teilweise auch Ortschaften wurden zer­stört. Den Schaden schätzt man auf rund 50 Mil­lionen mark.

Chinesischer Fifchdampfer mit 31 Mann gesunken.

Nach einer aus der chinesischen Hafenstadt Tschifu (Provinz Schantung) in Schanghai eingelaufenen Meldung ist ein chinesischer Fischdamvfer mit 31 Mann Besatzung in einem Taifun gesunken.

Mieder Münchner Mehgersprung am Rosenmontag.

Die Obermeister der Münchener Metzgerinnungen haben sich auf eine Anregung hin bereit erklärt, den Metzgersprung am Fastnachtsmon- t a g zugunsten des Winterhilfswerks in seiner histo­rischen Aufmachung und Form durchzuführen, ob­wohl nur eine kurze Vorbereitungszeit zur Ver­fügung steht. Es ist ein Ausschuß gebildet worden, an dessen Spitze der Münchener Metzgermeister Prock steht, der auch den letzten Metzgersprung, der im Jahre 1928 stattfand, geleitet hat. Der Metzgersprung ist seit 1426 nach Nürnberger Vor­bild von der Münchener Metzgerzunft übernommen und alljährlich am Faschingsmontag anläßlich der Freisprechung der Lehrlinge beim Flschbrunnen am Marienplatz abgehalten worden. Dem Festzug geht eine kirchliche Feier voraus. Zeitweise war der Metzgersprung in Vergessenheit geraten.

Der Codex Sinaiticus gestohlen?

Der zur Zeit tn Kairo anwesende Erzbischof von Sinai hat das Britische Museum in London tele­graphisch um die Auslieferung der berühmten Bibelurschrift Codex Sinaiticus ersucht, die das Britische Museum vor kurzem von der Mos­kauer Regierung käuflich erworben hatte. Der Erz­bischof erklärt, der Codex Sinaiticus gehöre dem Kloster vom Berge Sinai, und er habe sichere Be­weise, daß der Codex im Jahre 1844 aus dem Klo­ster gestohlen worden sei. Seine Vorgänger hätten sich nach der Revolution alle Rechte gegen­über der Räteregierung vorbehalten. Der Erzbischof deutet an, daß er möglicherweise mit einer Ent­schädigung rechne, falls das Britische Museum eine Herausgabe der wertvollen Schrift verweigern würde.

Wettervoraussage.

Noch immer lagert der Kern des Hochs im Westen, und eine Brücke erstreckt sich quer über Deutschland. Unsere Wetterlage bleibt zunächst noch unter dem Einfluß des hohen Druckes, doch breiten sich von Skandinavien her Ausläufer eines Tiefs im Norden südlich aus. Somit wird von Nordwesten milde ozeanische Luft nach dem Festland gelangen und dort neblige Bewölkung veranlassen, vereinzelt sogar zu etwas Schneefall führen, ohne aber die Großwetterlage im wesentlichen umzugestalten. Die Temperaturen kommen nachts weiterhin unter Null zu liegen.

Aussichten für Mittwoch: Neblig-wolkig mit vorübergehendem Aufklaren, meist trocken, leich­ter Nachtfrost.

Aussichten für Donnerstag: Fortdauer des neblig-wolkigen Wetters fnit Nachtfrost, verein­zelt auch Neigung zu etwas Schnee.

Lufttemperaturen am 29. Januar: mittags 3,1 Grad Celsius, abends 1,2 Grad; am 30. Januar: morgens3,1 Grad. Maximum 3,1 Grad, Mini­mum 3,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. Januar: abends 0,2 Grad; am 30. Ja­nuar: morgens0,2 Grad Celsius. Sonnen­scheindauer % Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: Dr. Fr. W. Lange, für Feuilleton: Dr. Sjans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. 11700. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.

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