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Die Nnanzierung von Eigenheim-Vauieo.

sen Maßnahmen für die Stä-dte ift jetzt ein gM Vorgehen auch für die Landbevölkerung auf dort in Betracht kommenden Gebiete zu veciüi nen. Es handelt sich um

die Errichtung von Grünfutter- und Äartofftl- silos durch das Maurerhandweck.

Die Reichsregierung hat die für das lausende M zur Förderung des Silobaues vorgesehenen nen Zuschüsse nochmals um 4,5 Millionen Ä.--! : erhöht und auch für das nächste Jahr tintn ei i beachtlichen Betrag zur Verfügung gestL- v.-t Reich wird ein verlorener Bau koste nzusih^ kii 4 Mark je Kubikmeter umbauten Raumes tür säuerungsbehälter in massiver Bauausführung »y< aus Holz gewährt, sofern diese Behälter toafkrör.:. fest und wasserundurchlässig sind, sowie allen io -i gen an eine brauchbare Einsäuerungsanlagr i stellenden Anforderungen entsprechen. Für tta massive Behälter, deren Ecken nicht hinreiö.- ausgerundet sind, wird eine Reichsbeihilfe O gewährt.

21m möglichst viele Silos zu schaffen, wird bu Höchstsumme, die bisher auf 200 Mark st;

50 Kubikmeter Siloraum begrenzt war, tünffin auf 1000 Mark für 250 Kubikmeter Slforaun erhöht. Die Verteilung der Reichszuschüsse ivirt! künftig vom Reichsnährstand durchgeführt. Ho-- träge sind bei den zuständigen Landesbauen- - schäften unter Beifügung der genauen Bau pläne einzureichen.

Von der Reichsregierung und den nachgeordnl-r zuständigen Stellen wird also alles getan, um Arbeitsbeschaffung zu beschleunigen und neue ' Werke zum Besten unseres Volkes zu schaffen.

Schafft Arbeit in Stadt und Land!

Hausinstandsetzungen.-Reichsbeihilfe zu Silobauten.-Wege zum Bau von Eigenheime

Wir müssen uns alle restlos einsehen für die große Sache. Wir müssen heute wie 1914/18 das eigene Ich zurückstellen und alles tun für die Gesamtheit der Ration! Auch heule wieder gilt für uns alle der Ruf: Ran an die Front! Rur dann kann die zweite Arbeitsfchlacht sieg­reich begonnen und beendet werden.

Wer irgendwelche Wünsche hat, mag zu uns kom­men, wir werden jederzeit alles tun, um diese Wünsche zu befriedigen.

Dr. Goeres

sprach hierauf als Vertreter des Gaswerks und als Geschäftsführer der Gasgemeinschaft Gießen über die Mitwirkung des Gaswerks und der Gasgemein» schäft bei der Arbeitsschlacht dieses Winters. Er erinnerte zunächst an den organisatorischen Zusam­menschluß der Gasfront und ihr Wirken bei der vorjährigen Arbeitsschlacht. Dann erläuterte er im einzelnen den Arbeitsbeschaffungsplan der Gießener Gaswirtschaft und die darin enthaltenen Vorteile, über die wir kürzlich im Gießener Anzeiger ein- gehend berichtet haben. Dann betonte er:

Die Arbeitsschlacht 1934/35 müssen und werden wir aus eigener Kraft gewinnen. An die Haus­besitzer und die Mieter ergeht der Ruf, durch die Schaffung von Arbeitsgelegenheiten mtt- zuhelfen an der Bewältigung dieser Aufgabe. Jeder Volksgenosse kann dazu wirksam bei­tragen.

heiraten!" mit Karl Ludwig Lindt als Autor, Regisseur und Schauspieler. Freitag, 4. Januar, 20 Uhr, Erstaufführung des LustspielsChrista, ich erwarte dich" von Möller und Lorenz. Spielleitung: Kurt L ü p k e. Samstag, 5. Januar, 16 Uhr, das WeihnachtsmärchenPeterchens Mondfahrt".

bet sie zugleich auch die Glückwünsche zum neuen Jahre aussprechen. B.

Unterm Christbaum.

Weihnachten kann man nach Belieben ver­längern. Man muß nur dafür sorgen, daß der Baum nicht so früh die Radeln verliert. Dann kann man immer wieder die Lichter erneuern, und das geht so bis Neujahr ober gar bis zum Drei­königstag.

Abend für Abend fitzt du mit dem neuen Buch dicht am Weihnachtsbaum, schnupperst den frischen Waldduft, greifst in den bunten Teller, knackst ge­dankenvoll eine Nuß, beißt dem Marzipanschwein, chen den Kopf ab und knabbert das Schokoladen­brot an. Ab und zu klingt ein Weihnachtslied in dir auf, ab und au tropft ein Klecks Weihnachts­licht auf deine Schulter, ab und zu verirrt sich ein schimmernder Lamettafaden in dein haar, und ein paar Nadeln riefeln in deinen hals kurz, es ist riesig gemütlich.

Es stört auch fast gar nicht, daß dein Sohn ge- rade unter deinem Stuhl hindurch die Eisenbahn aufbaut und du die Beine etwas unbequem halten mußt, um ja keinen Zug zum Entgleisen zu brin­gen. Daß der Bub bann boch balb zu brüllen an­fängt, weil bas Unglück unweigerlich eingetroffen ist unb ausgerechnet ber neue Speisewagen ein paar Beulen abbekommen hat, ist schon weniger angenehm.

Üeberstehst bu aber biefe kleine Störung mit Gleichmut unb gerätst bu auch bann nicht in Zorn, wenn ber Bengel zuviel Pfefferkuchen gegessen hat unb ihm kreuzübel ist, bann erst kannst bu mit Fug unb Recht behaupten, bie weihnachtliche Aus- fpannung hätte bir gut getan, unb bu wärst ein anberer Mensch geworben, ber mit neuen Kräften ins neue Jahr geht.

Das große Umtauschen.

Manchmal ist es tatsächlich notwenbig, daß ein Weihnachtsgeschenk umgetauscht werben muß, näm» lich wenn die Schuhe zu groß ober bie Hanbschuhe zu klein finb, wenn man zweimal bas gleiche Buch in bie Hand gebrückt bekommt ober wenn es sich herausstellt, baß die Porzellantasse einen kleinen Fehler hat.

Es sind aber längst nicht alle Gegenstände, die nach dem Fest zurückgebracht werden, Schuhe oder Handschuhe, Bücher ober Porzellan. I wo, bas sieht man ja schon an dem Massenanbrang. Es ift ja jebes Jahr bosselbe. Wenn bie Taschentücher nicht ganz ben Vorstellungen bes Frauchens entsprechen, bann sind sie überhaupt nicht zu gebrauchen, und der Ehe­mann soll sich nur nicht wundern, wenn sie sich im Handumdrehen in ein zierliches Kleidchen verwandelt haben. Ueberhaupt fällt ben meisten jetzt erst ein, was ihnen so richtig gefallen kann. Der halbe Weih- nachtstisch roanbert manchmal in bie Geschäfte zurück unb wirb umgetauscht. Die neuen Oegenftänbe sind auf keinen Fall besser ober geschmackvoller, aber sie finb bas scheint bei Frauen ber Angelpunkt zu jein nach eigener Wahl, nach eigenem Geschmack ausgesucht. Die Leibenschaft mancher Frauen, neue Sachen in Hänben zu halten, kritisch zu mustern unb schließlich zu erwerben, feiert Triumphe.

Sinb die Männer zartfühlender? Scheuen sie sich, ein Geschenk zurückzugeben, um dafür etwas anderes zu erstehen, das keine lieben, befreundeten Hände vorher berührt haben? Ich glaube, viele sind auch nicht anders. Aber darum wollen wir den um» tauschenden Frauen und Männern nicht gram sein. Gönnen wir «ihnen die Freude, zweimal das Fest ber Geschenke feiern zu können, denn ein richtiges Fest muß der Umtausch nun einmal werden.

Reichsbund Volkstum und Heimat.

Die Ortsringleiter werden hiermit nochmals an das Rundschreiben der Landschaftsführung erinnert, wonach die Ortslisten über ben Mitglieberstanb ber einzelnen Ortsringe bis zum 24. Dezember 1934 bei ber Kreisringleitung einzureichen waren. Soweit bies noch nicht geschehen ist, hat bie Einsenbung ber Ortsliste sofort zu erfolgen, weil bie Gesamtstärke des Kreisringes bis zum 5. Januar 1935 ber Lanb- schaftsführung weitergemelbet werben muß.

Bis zum 15. Januar 1935 bitte ich bie Ortsring­führer bie Tätigkeitsberichte über das letzte Vier­teljahr (Oktober, November, Dezember 1934) an mich einzusenben. Die Weitermelbung an bie Lanb» schaftsführung muß bis spätestens 20. Januar 1935 erfolgen. Die Kreisringleitung.

Weihnachtsfeier

für mittellose Onrchwanderer.

Dom Wohlfahrtsamt der Stadt Gießen wird uns berichtet:

Im Rahmen bes Hauptthemas des Abends ,Die Arbeitsschlacht im Winter 1934/35" sprach dann

Stadtbaurat Gradert

über die SpezialfrageDie Finanzierung von Eigen» heim»Bauten". Seinen Darlegungen war folgendes zu entnehmen:

Am oergangenen Winter war bie Durchführung ber Beschäftigung von arbeitslosen Hanbwerkern unb Arbeitern baburch ermöglicht worben, baß die Regierung große Millionenbeträge für bie Jnstanb- etzung von Wohnungen bem Hausbesitz zur Ver­fügung gestellt hatte.

Die Stadt Gießen erhielt im Oktober 1933 einen Betrag von 150 000 RM., den sie als 20prozentigen Zuschuß für Jnslandsehungsarbei- len verteilen sollte. Dadurch wurden für insge­samt 760 000 RM.» also für mehr als/« 2RU- lion Mark, Arbeiten im Winter 1933/34 durch­geführt.

Eine erneute Bereitstellung für ben jetzigen Win» ter hat bie Regierung nicht vorgenommen, fonbern bie Arbeitsbeschaffung gewissermaßen ^zentralisiert, indem sie einer Reihe von Gesellschaften bie Auf- gäbe zuwies, Finanzierungsmöglichkeiten für ben Wohnungsbau zu schaffen. Der R e i ch s st a n b des b e u t f ch e n H a n b w e r k s hat sich mit ganz befonberer Energie biefer Aufgabe angenommen unb irn Dezember 1933 die T r e u b a u - Ä.- G. für $afi.nan3|cFun0en gegrünbet, unb zwar in Berbinbung mit ben Versicherungsanstalten bes Hanbwerks unb bes gewerblichen Mittelstanbes, mit ben Spitzenverbänben bes Hanbwerks, mit bem Bunb beutfcher Architekten unb anberen am Bange- werbe interessierten Derbänben.

Die Treubau soll also Arbeilsmöglichkeilen für das Handwerk dadurch schaffen, daß sie den Wohnungsbau in vollem Umfange finanziert. Es ist bekannt, daß in gewissem Umfange bereits erste Hypotheken zu bekommen finb, aber bie volle Finanzierung eines Wohnungsneubaues scheiterte bisher in ber Hauptsache baran, daß zweite Hypotheken nicht zu bekommen waren, benn Diejenigen Bauherren, bie in früheren Jahren einen . Wohnungsneubau ohne große Zuhilfenahme frem- ber Kapitalien burchführen konnten, finb heute 1 mäst mehr so zahlreich. Außerbem kommt als be- ' jonberes Moment hinzu, daß gcrabe diejenigen i Kreise, bie noch über ein Sparkapital von wenigen i tausend Mark verfügen, gerne bauen möchten, wenn l

kohlrabi 8, Grünkohl 10 bis 12, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat 70, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 22 bis 25, Kartoffeln, bas Pfunb 4 Pf., ber Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, bas Pfunb 10 bis 15 Pf., Birnen 8 bis 10, Nüsse 40 bis 50, Honig 45 bis 50, junge Hähne 90 bis 100, Suppenhühner 75 bis 85, Gänse 80 bis 90, Enten 80 bis 90, Tauben, bas Stück 50 bis 60, Blumenkohl 20 bis 50, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30.

Vornottzen.

Tageskalenber für Samstag: Stabt- theater, 16 bis 18.45 Uhr:Peterchens Mondfahrt". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Königin Chri» stine". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Im Ge­heimdienst". GRG., 20.15 Uhr: Klubabend mit Damen auf dem Bootshaus.

Tageskalenber für Sonntag: Stadt» theater, 15 bis 17.45 Uhr:Peterchens Mondfahrt"; 19.15 bis 22 Uhr:Das ßanib bes Lächelns". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Königin Christine". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Im Geheim- dienst". Gießener Eisverein, 10.30 bis 12.30 Uhr: Rollschuhlaufen in der Volkshalle. Eisenbahn- Fahrbeamten-Verein, 16 Uhr, Stadt Wetzlar: Weih­nachtsfeier mit Kinderbescherung.

Stadttheater Gießen: Heute 16 Uhr, Peterchens Mondfahrt". Sonntag, 30. Dezember, 15 Uhr, Wiederholung des Weihnachtsmärchens Peterchens Mondfahrt". Leitung: Volck-Ker- z i s n i f; 19.15 Uhr, die romantische OperetteDas Land des Lächelns" von Lehär. Leitung: Hub- Cuj 6 - Bäulke. Montag, 31. Dezember, fröh­licher Jahresabfchied im Stadttheater. Zur Feier bes Tages Erstaufführung ber Biedermeier-Posse Die vier Schlaumeier" von Walter Goetze. Lei­tung: Heinrich Hub, Fritz C u j ä, Theo Bäulke. Dazu Silvester-Einlagen. Von 20.30 bis gegen 23 Uhr. Dienstag, 1. Januar, 20 Uhr, bie Bauern- komöbie:Krach um Jolanthe" von August Hinrichs, unter ber Spielleitung von Kurt L ü p k e. Mitt­woch, 2. Januar, 19.30 Uhr, SchwankParole:

Die von der Gasfront vorgesehenen Vergünstigun­gen gelten für bie Aufträge, bie bis zum 31. März 1935 ausgeführt finb. Daher ist es erforberlich, um- gehend bie Aufträge zu erteilen, bamit sie bis zum Endtermin erlebigt werben können.

Ingenieur Mxein

berichtete bann als Vertreter ber Elektro-Front über bie Vorteile, bie von biefer Seite her ben Auftrag­gebern für solche Arbeiten eingeräumt werben, bie bis zum 31. März 1935 zu erlebigen finb. Im all­gemeinen hanbelt es sich hierbei um bie gleichen Bedingungen unb Voraussetzungen, wie bei ber Gas-Front. Der Rebner hob befonbers hervor, bah auch

auf dem Gebiete der Elektrowirtschaft in vielen Häusern und Haushaltungen noch reiche Ar­beitsbeschaffungsmöglichkeiten vorhanden finb, bie im Rahmen ber Arbeitsschlacht biefes Winters erschlossen werben müssen; insbefonbere hanbelt es ich babei um bie Anlegung von Treppen- unb Kel- lerbeleuchtungen. Er bat alle Volksgenossen, burch bie rasche Vergebung biefer Arbeiten wirksam zur Gewinnung ber Arbeitsschlacht beizutragen.

Kreishandwerksmeister Slühler machte bann befonbers darauf aufmerksam, daß alle Arbeiten schnell in Auftrag gegeben werden müssen, um noch rechtzeitig bis zum 31. März 1935 aus­geführt zu werben. Dann sagte er u. a.: Grund- legenb ift babei, baß in ber Zeit, in ber bie Ar- beitsmöglichkeiten im Freien burch bie Witterungs­verhältnisse weniger günstig sind als sonst,

die die übrigen 13 v. h. ausmachen.

Es hat feinen Wert, hier auf diese Einzelheil's einzugehen, da mit der Aufklärung über o Punkte die städtischen und die staatlichen ®aAul?vL beauftragt sind. Die 33 v. H. brauchen nicht los eingezahlt zu werben, wenn ber betreffende s Herr nicht sofort mit seinem Bau beginnen fonbern der Betrag ermäßigt sich auf etwa 22 o- unb bie restlichen Beträge können innerhalb ei Zeitraumes von einem Jahr eingezahlt wer - Dieser Zeitraum ist angesetzt, weil bie Treuo , A.-G. damit rechnet, innerhalb dieser Wartezeit Vollfinanzierung bes Bauvorhabens sichern du _ nen. Sie bemüht sich nämlich, wenn die Bei von minbeftens 22 v. H. eingezahlt sind, sowohl bie erste, als auch um die zweite hypotyer.

** Don der Landesuniversität. Don ber Pressestelle ber Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der Direktor der Universitäts-Augen» klinik in Gießen, Herr Pros. Dr. Jeß, ist zum beutschen Delegierten für die Internationale Ver­einigung ber Ophthalmologischen Gesellschaften be­stellt worden.

** Born hessischen Dberlanbesgertd)t. Ernannt würbe durch Urkunde bes Herrn Reichs- statthalters in Hessen auf Vorschlag ber Hessischen Regierung der Oberlandesgerichtsrat beim Ober- lanoesgencht zu Darmstabt Wilhelm B e ch st e i n mit Wirkung vorn 1. Dezember 1934 zum Senats- präsibenten bei biefem Gericht.

** I n ben Ruhestanb verletzt würbe burch Urfunbe bes Herrn Staatsministers der Ge­richtsvollzieher mit bem Amtssitz in Gießen Chri­stian »Junker auf Nachsuchen vom 1. April 1935 unter Anerkennung seiner Dem Staate geleisteten langjährigen treuen Dienste unb mit bem gesetzlichen Ruhegehalt.

**DieMuseenim Alten und im Neuen Schloß bleiben am Sonntag geschlossen. Am Neujahrs» tag sind sie zwischen 11 unb 13 Uhr geöffnet.

** Den Grunbschein ber Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft erwor­ben. Nach vorausgegangenem Lehrgang unb nach Erfüllung ber Bebingungen erhielten ben Grunb- schein ber Deutschen fiebensrettungs Gesellschaft: Liselotte Fuhr, Gießen, Sonnenstraße: Ruth Heine, Gießen, Landgrasenstraße 6; Irmgard Schalch, Gießen, Wetzlarer Weg 61; Anni Pfunb, Gießen, Neuenweg 18; Jngeborg Weyl, Gießen, Liebiastraße 32; Margaret Weyel, Gießen, Henselstraße 8; Walter ßinfmann, Gießen, Wilhelmstraße 63; Otto Klug, Nieder­

Am 24. Dezember abenbs fanb im stöbt. Hospital in ber Sandgasse eine schlichte Weihnachtsfeier mit Bescherung für bie vom Wohlfahrtsamt eingeroiefe- nen Durchwanderer statt. Es befanben sich rund 45 Wanberer, meistens ältere Leute, im Hospital zur Verpflegung unb Uebernachtung. Im Mittel­punkt ber Feier ftanb eine zu Herzen gehenbe An­sprache bes Pfarrers Becker, bie biefer nach Ver» Jefung ber Weihnachtsgeschichte unb gemeinsam ge­lungenem Lieb an bie Äersammelten richtete. Der Hospitalverwalter, Franz, überreichte jebem einen Teller mit Backwerk unb anberen nützlichen Kleinig­keiten unb trug burch Begleitung ber gesungenen ßteber auf seiner Trompete zur Verschönerung ber Feier bei. Die Veranstaltung, bie in Gegenwart eines Vertreters des stäbtischen Wohlfahrtsamtes ftattfanb, biente bem Gebauten, auch biefen Aerm- ften ber Armen, bie vielfach burch wechselvolle unb barte Schicksale in ein fieben auf ber Lanbstraße getrieben würben, etwas Weihnachtsfreube und Weihnachtsfrieden zu spenden.

Daten für Samstag, 29. Dezember.

1832: der Buchhändler Johann Friedrich Freiherr Cotta von Cottendorf in Stuttgart gestorben (ge­boren 1764); 1834: der englische Nationalökonom Thomas Robert Malthus in Bath gestorben (ge­boren 1766); 1836: ber Afrikareisenbe Georg Schweinfurth in Riga geboren (gestorben 1925); 1926: ber Dichter Rainer Maria Rilke in Paris gestorben (geboren 1875).

Daten für Sonntag, 30.Dezember.

1812: Porck schließt bie Konvention zu Tauroggen;

1819: ber Dichter Theobor Fontane in Neuruppin geboren (gestorben 1898); 1832: ber Schauspieler fiubroig Devrient in Berlin gestorben (geboren 1784); 77 1861: der Ingenieur Max Mannesmann in Blie- dinghausen geboren

Gießener lvochenmarktpreife.

* Gießen, 29. Dez. Auf bem heutigen Wochen» marft kosteten: Molkereibutter, bas Pfunb 1,50 bis 1,55 Mark, fianbbutter 1,42, Matte 25 Pf., Käse

Stück 4 bis 10, Eier (frische) 12 bis 13, (aus- ländische) 10 bis 13, (inländische Kühlhauseier) 10 bis 13, Wirsing (grün), bas Pfunb 8 bis 10, Weiß- kraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12, Unter-

ihnen von dritter Seite das fehlende 6klb p» Verfügung gestellt werden könnte.

Was uns fehlt, find gerade kleinwohnvngtn. die dem einzelnen die Möglichkeit geben, sich einen eigenen Wohnbesih zu schaffen, um ta* durch neben der Freude am Llgenbesih auch die Verbundenheit mit feiner Wirkungsställe 1® erreichen.

Es ift nun klar, daß wenn diese Jinuy rungs-Gesellschaften genügend Kapital zur fügung hätten die Maßnahmen zur herg^ von Hypotheken keine schwierigen wären. Aber « ist erst nach mehrmonatigen Beratungen gelungev eine Lösung für bie Hergabe ber zweiten WP01^*1 | zu finben. Die Bebingungen, bie an- diese Hergat« aeknüpft finb, verraten auch beutlich die Schwieu-1 reiten ber Lösung. Aber es sollte ja auf jeden kl­eine Lösung gefunben werben, um dem deul!Än Handwerk burch Arbeitsbeschaffung auch im ®in; ' 1934/35 ausreichenbe Arbeitsmöglichkeiten zu 91'--r

Die erste und die zweite Hypothek mache" 111 ber Regel insgesamt etwa 80 v. h. der 8fl0* kosten aus, die übrigen 20 v. h. M Eigenkapital. Die Voraussetzungen, die em Bauherr, der die Errichtung eines Eigenhcime- plant, zu erfüllen hat, find folgende: Er muh zunächst einen eigenen lastenfreien Vauplah haben. Er muh ferner einen Betrog von etwa 32 bis 33 v. h. der Baukosten feines hauiei im voraus einzuzahlen in der Lage fein. Diele 33 v. h. fetzen sich zusammen auch einem 20prozentigen Grundbeitrag, oder anders gedrückt, aus dem eigenen Kapital In höhe ooa 20 v. h. und aus einer Reihe von Leistungen,

möglichst viele Jnnenarbeiten in Angriff ge­nommen werden müssen, damit die bisher be­schäftigten Arbeiter ihre Arbeitsplätze behalten und möglichst noch Reueinstellungen vorgenom­men werden können.

Es ist auch eine falsche Auffassung, wenn manche Volksgenossen im Winter bie Hanbwerker nicht im Hause haben wollen. Im Interesse bes guten Aus­ganges ber Arbeitsschlacht muß man auch einmal das Opfer biefer Unbequemlichkeit auf sich nehmen. Grunbfalfch ist auch bie Ansicht, bas Hanbwerk schlage ben Betrag, ben es bei Aufträgen im Rah­men ber Arbeitsfchlacht nachläßt, von vornherein auf bie Preise braus. Es finb Werbe- unb Kon» trollausfchüsse bei ber Hanbwerkerschaft unb bei ben Jnbustrie- unb Hanbelskammern gebilbet worben, bie ben Auftraggebern kostenlos zur Be­ratung zur Verfügung stehen, bie Voranschläge prü­fen unb bie Rechnungen begutachten. Sobann wies ber Rebner barauf hin, baß

für die Vergebung von Jnslandsehungsarbeilen Einkommensteuerermäßigungen in Anspruch genommen werden können, wenn diese Arbei­ten bis zum 31. März 1935 ausgeführt sind, dah die örtlichen Banken und Sparkassen für diese Arbeitsbeschaffungen Krediterleichterungen gewähren und die hessische Brandversicherungs­kammer rund 350 000 Mark darlehensweise bei 3% Prozent Zinsen für diesen Zweck zur Ver­fügung gestellt hat.

Es ist also alles getan, um für die Avbeitsevschlie- siung durch bie Hausbesitzer unb bie Mieter weit­gehende Vergünstigungen einzuräumen. Neben die-

Auf Einladung der Kreisamtsleitung ber NS.- Hago unb ber Kreishanbwerkerschaft fanb gestern abenb im Saale bes Cas6 Leib eine gut besuchte Versammlung statt, bie sich mit ben Ausgaben unb Zielen ber Arbeits sch lacht 1934/35 beschäftigte.

Kreishandwerksmeister Stichler leitete in Vertretung bes erkrankten NS.-Hago- Kreisamtsleiters S ch i m m e l bie Versammlung, begrüßte bie Vertreter ber Partei unb sämtlicher Behörben, bes Hausbesitzeroereins unb ber Haus­frauenorganisation, unb sagte bann u. a.: Nachdem bas jetzt au Ende gehenbe Jahr auf allen Gebieten einen wesentlichen Aufschwung gebracht hat, ist es erforberlich, baß alle Kräfte nach ben Weisungen ber Reichsreyierung, bes Lanbesyanbwerksmeisters unb bes Rhein-Mainischen Jnbustrie- unb Hanbels- tages eingesetzt werben, um auch bie zweite Arbeits­fchlacht siegreich zu bestehen. Es ist erfreulich unb von großer Bebeutung, sagen zu können, baß alle Stellen, bie im Vorjahre mit uns gemeinsam bie Vorarbeiten geleistet haben, auch jetzt wieder bereit finb, alles für biefe zweite Arbeitsfchlacht zu tun unb sämtliche Maßnahmen nach besten Kräften zu förbern.

Ohmen; Karl Peuster, Großen-Dui^ Leistungsschein erhielt Hans ßautenfn*1 tzen, Hitlerwall. n'Qt. g

* Die Sprechstunden ber PUn fürsorge stelle finb mit Wirkung vom i 5!»1 1935 ab für die Orte des L a n b k r ei s e « flu M ein für allemal von Montagnachmittag auf D i '1! ta g n a ch mi tta g verlegt worben. %

** Weihnachtsspenbe. Wie uns tnii«. wirb, überreichte bie Leitung der 'RinnrrSl fabrif Andreas Euler den mitglUben ih?^ folg-schaft ein Weihnachtsgeschenk von je ren, sowie einen Geldbetrag. Die Soen^ von den Betriebsangehörigen mit Dantbarf»?1 gegengenommen.'i

** Eine öffentliche Zahlung sai^ nung zur Begleichung des 4. Zieles der (Bem.i? Kreis» und Prooinzialurnlagen einschließlich ~ gebäubefteuer 1934 erläßt die Stadtkasse Ej-i'"' unserem heutigen Anzeigentell. Rückständig/'' lungspflichtige seien auf die Befanntmadju-? sonders hingewiesen.

* Der Frühjahrsmarkt (Schau, Verkauf smesse) in Gießen wird on Bürgermeisterei in unserem heutigen Slniei/. für bie Zeit vom 31. März bis 7. April I935 -. kündigt. Interessenten eien besonders darau'"! merksam gemacht.

** Preußisch - Süddeutsche Tta- lotterte. Die Erneuerung ber Lose zur nc*1 Klasse muß bis zum 31. Dezember erfotof , (Siehe heutige Anzeige.)

** Gesangskonzert in den ©iefu,. Kliniken. Um den Patienten und dem personal eine Weihnachtsfreube zu bereiten, ^2 Hafteten am ersten Weihnachtsfeiertag die M ' ber des Gesangvereins Heuchelheim in ben Kliniken ein Gesangskonzert, bei bem ffieibn -s lieber und einige Chöre zum Vortrag gebracht ben. Die vortrefflichen Darbietungen ber Ser, fanben mit Recht starken und dankbaren 1 ber sehr erfreuten Zuhörer.