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ging es in der letzten Zeit so schlecht, daß er einen Wertgegenstand nach dem anderen verkaufe mußte, um für sich und seinen Lieblingslöwen etwas Nah­rung erwerben zu können.

Horensen weinte bittere Tränen, als der Gerichts­vollzieher seinenLiebling" in aller Form pfändete und dann eiligen Schrittes den bedauernswerten Wertgegenstand nach dem andern verkaufen mußte, Mann mit seinem traurigen Löwen verließ ...

50 Tonnen Diamanten gibt es.

(j) Rotterdam.

Die Menschen freuen sich immer, wenn sie was von Edelsteinen und Brillanten hören. Berichten wir ihnen deshalb die neuesten, ein wenig ernüchternden Zahlen: In der Welt gibt es nach neuester Fach­schätzung 50 Tonnen Diamanten. Die Hälfte der jähr­lich erbeuteten Edelsteine dient Jndustriezwecken. Von der anderen Hälfte geht die Hälfte durch Schliff verloren. Der größte Diamant ist immer noch der Cullinan", der freilich zerschnitten wurde. Der größteBrocken" davon ziert das Zepter des eng­lischen Königs ...

TieStimmkuchen" vonHolländisch-Jndien.

(z) Paris.

Eine französische wissenschaftliche Expedition, die bisher unbekannte Gegenden von Holländisch-Jndien durchforschte und vor kurzem mit reichlicher Aus­beute nach Paris zurückkehrte, hat denStimm­kuchen" erfunden. Mit dieser erstaunlichen Erfin­dung hat sie das Leben der Teilnehmer, die Ehre der weißen Männer und die Grammophonplatten mit der Sprache und dem Gesang der Eingeborenen gerettet!

Die über alle Maßen abergläubischen Wilden nämlich stellten sich zunächst ahnungslos vor die Mikrophone zur Schallplattenaufnahme und wur­den erst stutzig, als sie später ihre eigene Stimme wiederhörten. Da behaupteten sie plötzlich, die Weißen hätten ihnen ihre Zungen bzw. ihreStim­men" gestohlen, und damit fingen sie an, etwas kriegerisch zu werden. Aus dieser Verwandlung der zunächst freundlichen Eingeborenen hätte sich beinahe ein für ortsübliche Begriffeüppiges Mahl' mit dem einzigen GangMenschenfleisch" ent­wickelt, wenn nicht einer der Expeditionsteilnehmer auf einen geradezu genialen Einfall gekommen wäre: Er ließ braune Kuchen, ähnlich wie Kar­toffelpuffer und wie Grammophonplatten backen. Und die setzte er den Wilden vor:So, da habt ihr eure ausgeliehenen Stimmen wieder. Verzehrt sie und ihr habt sie zurückerhalten!" Mit heller Begeisterung nahmen die wilden Männer den Vor­schlag an und ließen sich dieStimmkuchen" aus­gezeichnet schmecken.

Damit war man gerettet und nahm freundlich Abschied von den Herrschaften, die ihre eigene Stimme" aufgegessen hatten ...

Er schlief sich ins Glück..

(s) Lissabon.

Behauptet man nicht, daß nur dem, der stets wach und auf dem Posten sei, das Glück blühe? Es gibt offenbar keine absolute Wahrheit aus dieser Welt. Wie hätte sonst der kleine 14 Jahre alte Lotterielos-Verkäufer im Schlaf 100 000 Eskudos gewinnen können?

Er verkaufte einmal in der Woche Lose. Nach dem Verkauf mußte er die restlichen Lose wieder abliefern oder sie selbst bezahlen.

An dem letzten' Tage vor der Ziehung setzte er sich an einem Brückenpfeiler nieder, um sich von seinen vielen erfolglosen Geschäftsgängen etwas auszuruhen, ehe er die Lose zurückreichte. Der Kleine schlief ein und erwachte erst nach vielen, vielen Stunden. Es war längst dunkel, und das Lotteriebüro war geschlossen. Was sollte er tun? Er mußte seine Lose behalten! Wie er sie bezahlen sollte, wußte er noch nicht. Aber er studierte vor­sichtshalber am nächsten Tage einmal die Ziehungs­listen und ersah aus ihnen zu feiner maßlosen Freude, daß er 100 000 Eskudos gewonnen hatte.

Wer möchte bestreiten, daß er sich wirklich sein Glück erschlief...?

DreSchätzeJwansdesSchrecklichenqefunden?

(u) Moskau.

Die suchenden Historiker fanden wohl hier und da in den Akten Aufzeichnungen über die Schätze Iwans des Schrecklichen. Aber mehr auch nicht. Es mußte erst wieder einmal der Zufall in Funktion treten. Und wenn nicht alles täuscht, hat er wirklich sein neckisches Spiel erfolgreich zu Ende geführt.

Arbeitsdienst als Abbild derZeitenwende

Äon Oberstfeldmeister Dr. Krüger, Reichsschule des Deutschen Arbeitsdienstes, Potsdam.

Unser Arbeitsdienst ist lebendiger Protest gegen eine materialistische Wirtschaftsauf­fassung."'

Arbeitsdienst will Abbild und Vorbild der neuen deutschen Lebensordnu n g sein. Arbeitsdienst will Schrittmacher und Wegweiser sür die neue deutsche Z u - k u n f t sein. Er lebt die Grundsätze des National­sozialismus und wird damit sichtbarer Ausdruck der Weltenwende, die der Nationalsozialismus für uns bedeutet.

Wir Männer des Arbeitsdienstes tragen in un­serer Seele das Bild der neuen deutschen Ordnung; wir fühlen uns als Vollstrecker der deutschen sozia­listischen Revolution und wollen als getreue poli­tische Soldaten Adolf Hitlers den Arbeitsdienst zum blind-gehorsamen Machtinstrument in der Hand des Führers gestalten. Uns ist der Arbeitsdienst die ab­solut neue, aber die wesentliche und kennzeichnende Erscheinungsform des neuen Jahrhunderts, das der Nationalsozialismus heraufgeführt hat.

Das Symbol dieser einzigartigen Zeitenwende ist uns L a n g e m a r ck. In der Todesstunde deutscher Jugend von Langemarck wurde der Materialismus überwunden und das neue Weltalter geboren. Die Millionen Opfer dieses großen Krieges sind ja nicht gebracht worden, damit alles so bleibt, wie es war; nein, in den tausend Tagen und Nächten der Front­schlachten ist eine alte Weltordnung zu Schutt und Staub zerschlagen worden, und unsere Aufgabe, unsere Verantwortung, unsere Pflicht ist es, den großen Sinn dieses Krieges zu verstehen und unserem Leben und der heutigen Wirklichkeit die Gestalt zu geben, die dem Opfertod von Mil­lionen gerecht wird, die ihnen zeigt, wofür sie gefallen sind.

Das aber ist die innere Verbindung, die den Ar­beitsdienst als einen wesentlichen Teil des National­sozialismus hineinstellt in das einzigartige Erlebnis dieses Weltkrieges und dieser Weltenwende: Der Arbeitsdienst lebt heute in seinen Reihen die Ka­meradschaft, das O p f e r t u m und den Geist des Frontsozialismus des großen Welt­krieges, lebt ihn vor als die neue Lebensform des Dritten Reiches, steht als Vortrupp in der alten Welt und verwirklicht in seinem Bereich die ideali­stische Lebenshaltung und die sozialistische G e - meinschaftsförm des neuen Deutschland.

Die namenlose Arbeiterjugend des deutschen Ar­beitsdienstes lebt alle Tage den Heroismus von Armut, Arbeit und Opfer als selbstverständliche freiwillige Pflicht. Wir stehen im Arbeitsdienst in einer kämpferischen Armut, ohne selbstsüchtige Ge­danken, ohne klingenden Lohn; wir wollen nichts für uns, wir wollen alles für Deutsch­land. Aber wir fordern, daß unsere nationalsozia­listische Lebenshaltung der Tat, des Dienens und des Opferns Wertmaßstab für alle deutschen Volks­genossen wird! Arbeitsdienst ist revolutionärste Er­rungenschaft der deutschen Revolution.

Der Arbeitsdienst verwirklicht den deutschen So­zialismus, der Gemeinschaft und Dienst für die

Gemeinschaft heißt und alle ohne Unterschied zum Dienst für die Nation verpflichtet, aber auch un­erbittlich alle ausschließt, die sich an diesem Gesetz unseres Volkes vergehen. Die sozialistische Gemein­schaftsform des Arbeitsdienstes bewertet die Men­schen nicht mehr nach den alten Maßstäben von Besitz, Geld, Herkunft, Stand, Bildung, sondern nach Arbeit und Leistung für die Gemeinschaft. Wir dulden in unseren Reihen nicht mehr eine alte Ge­sellschaftsordnung mit ihrer Schichtung nach äuße­ren materialistischen Gesichtspunkten, sondern wir verwirklichen eine neue Volksordnung, die nur noch die Begriffe Arbeit und Arbeiter kennt, Arbeit im Dienst der Nation. Wer nicht durch hin- gebenbe Leistung im Dienst der Nation sich betätigt, hat nicht die Ehre, in die deutsche Volksgemeinschaft eingegliedert zu werden.

Unser Arbeitsdienst ist ein lebendiger Protest gegen eine materialistische Wirtschaftsauffassung; nicht Geld, Profit, Dividende ist für uns Sinn der Wirtschaft, sondern allein Arbeit und Lei­stung für die Gemeinschaft. Der Arbeits­dienst verwirklicht in sich ein Wirtschaftsdenken, in dem nicht die Rentabilität im kapitalistischen Sinne entscheidet, sondern die Leistung für Volk und Staat. Im Reichsarbeitsdienst wird die Wirt­schaft zur Sache der Nation, nicht aber zur An­gelegenheit der Bereicherung einzelner. Hier wird nicht mehr das Kapital, sondern die Arbeit zum Motor und zum alleinigen Maßstab der Wirtschaft. Hier im Arbeitsdienst wird praktisch gezeigt, daß Wirtschaft eine Funktion der Arbeit ist. Der Arbeitsdienst ist der Block eines neuen deutschen Arbeitssozialismus; und in der Seele des Arbeitsmannes leben Ethos und Wille zu einer neuen Wirtschaftsordnung, die ihren Maßstab aus dem politischen Gesetz des nationalen Sozialismus empfängt.

Dieser deutsche Arbeitssozialismus bedeutet d i e totale Mobilmachung aller Kräfte für den Staat. Der Staat ist für uns nicht mehr eine erstarrte Organisation, die dem Volk in­nerlich unbeteiligt gegenübersteht, sondern der Staat ist der zusammengeballte Lebenswille der Nation; Volk und Staat sind eins geworden. Die Indienst­stellung des Volkes für den Staat aber erfolgt durch die Arbeit. Die Arbeit schafft die innere Ein­heit und den geschlossenen staatlichen Machtblock. Der Arbeitsdienst ist das neue deutsche Arbeitsheer, das alle Volkskräfte zusammenfaßt und die zu­sammengeballte Lebenskraft und Macht für den Staat darstellt.

Der organisierte Lebenswille der Nation, die ewig vorwärtsstürmende Kraft unseres Volkes, der Aufstand von Leben und Blut gegen Materie und Geld, das Gesetz unserer Rasse 'unb der stahlharte Wille, alle Gebiete unseres Lebens nach diesem Gesetz umzugestalten und neu zu formen, findet im Arbeitsdienst seinen kennzeichnenden Ausdruck. So ist auch der Arbeitsdienst seiner Verantwortung be­wußt, die ihm der Führer gegebenhat, da er den Arbeitsdienst zum Eckpfeiler des Dritten Reiches erklärte.

Bei Arzemewio mühten sich Landleute mit ihrem Pflug ab, um den gefrorenen Boden ein wenig auf­zulockern. Es gelang kaum oder doch nur mangel­haft. Aber an einer Stelle ging's dann plötzlich gar nicht mehr weiter, denn der Pflugschar knirschte auf Eisen.

Die Landleute wurden stutzig und gruben nach. Da lagen vier große Kisten, aus Eisen und Eichen­holz gebaut. Man öffnete sie. Gold war darin und sehr wertvolles Edelgestein ...

Da es in der Nähe alte Ruinen gibt, die zu einem Schloß Iwans des Schrecklichen gehören sollen, neigt man zu der Vermutung, daß es sich hier eben auch um die Schätze dieses berüchtigten Iwan handle. Sachverständige sind nun unterwegs, um Ruinen und Kisten zu prüfen. Erst dann wird man sagen können, ob es sich wirklich um die Millionen Iwans handelt.

Gemnisathleten.

(d) Rom.

Die Brüder Giuseppe und Salvatore Mirabella in Syrakus haben kürzlich ihren alten Vater zu Grabe

getragen. Auf dem Wege zum Friedhof zerflossen sie in Tränen. Auch als ein Mann aus der Stadt vor Schrecken bleich auf den Friedhof gestürzt kam und die Beerdigungszeremonie durch die alarmierende Nachricht unterbrach, während der Feier fei im Haufe Mirabella ein großes Schadenfeuer ausge­brochen, winkten die Söhne und Eigentümer des brennenden Hauses schluchzend mit der Hand ab: möge es brennen, ihr Schmerz um den toten Vater sei zu groß, es widerstrebe ihrem Gefühl, das Grab des Vaters zu verlassen, ehe die letzte Scholle auf feinen Sarg gefallen sei ...

Und sie blieben, bis die Zeremonie beendet war. Dann schritten sie ihrem Heime zu, von dem sie frei­lich nur noch die brandgeschwärzten Grundmauern vorfanden. Ihr gesamtes Hab und Gut war ein Raub der Flammen geworden.

Leider bekam die Bewunderung der Nachbarschaft über so viel Schicksalsergebenheit einen argen Stoß, als sie sehen mußte, wie die Polizei am nächsten Tage die pietätvollen Söhne kurzerhand verhaftete, weil unerschütterliche Beweise dafür vorlagen, daß

die beiden kurz vor der Beerdigung das d* Haus selbst in Brand gesteckt hatten, um in b! nuß der Dersicherungsjunrme zu kommen

Buntes Allerlei.

Oer Mann, der nichts vergihl.

Einen fast unglaublichen Beweis von Gedöid?» stärke und Gedankenkonzentration hat ein von Belgrad erbracht, dem es innerhalb einer r von nur zehn Minuten gelungen ist, eine aus Ziffern bestehende Zahl fehlerfrei und ohne Zögern wiederzugeben. Wir kennen kein ähn^ Beispiel einer derartigen Gehirnleistung, Qbf. gibt doch eine Reihe recht bemerkenswerte Iqu auf diesem Gebiet. So soll es sich wahrend i, Krieges ereignet haben, daß ein Neuseelands Bataillon während der Kampfhandlungen gär, versprengt wurde, und daß alle Aufzeichnungen q den Mannschaftsbestand völlig verloren gingen. il diente aber in diesem Bataillon ein Soldat, be?1 hauptete, er könne den Namen jedes seiner fici ! raben mit allen Einzelheiten über den Lebensh; die ihm weitestgehend bekannt worden waren, -, dem Gedächtnis wieder hervorbringen. Unb er-lj wies diese Behauptung mit einer so verblüff Sicherheit, daß man das Bataillonsarchiv 1 einigen Lücken wieder ersetzen konnte. Dieser CM ist jetzt Professor an einer schottischen Unioerfi Von manchen berühmten Männern wird über n: außergewöhnliche Gedächtnirstärke berichtet. Macaulay dasVerlorene Paradies" van M-, von Anfang bis zum Ende auswendig g?^, haben. Don ihm wird behauptet, daß er nicht- gesie, was er einmal gelesen hatte.

Leben und Ende eines Abenteurer

Kürzlich verstarb in der französischen Strafkoln, von Guyana in Südamerika Eropoff Leonibe zersky am Fieber; damit endete das Leben e»t Abenteurers großen Formats, dessen Taten hindurch die Polizei vieler Staaten in Spanne hielten. Als Siebzehnjähriger stellte sich Mezer^ im Russisch-Japanischen Krieg als Freiwilliger w kämpfte als russischer Soldat in der Mandichuiu lieber die Abstammung und die Jugend des juncn Freiwilligen weiß man nichts. Schon nach einig.-? Monaten bekam dieser das Kriegsleben im fnrrr« Osten satt, er desertierte und gründete eine 3M? i bande, die hinter der Front bald von sich reör machte. Mezersky wurde bei seinen Räubereien: tappt und vor ein Kriegsgericht gestellt, bas ihn Tode verurteilte. Doch noch während der Lrieg> - gerichtsoerhandlung gelang es ihm, in dem!Dfe zu entkommen, als ein Äeschoß in das fpu;, schlug und dadurch allgemeine Verwirrung entfaä. Er floh nach- Bulgarien, von dort nach und trat den Komitadschis bei; aber audjhifrta es der junge Abenteurer nicht lange aus mh te schloß, es einem damals vielgenannten , Ignaz Strasnofk, gleichzutun. Strasnoff r-; eine ungarische Husarenuniform zugelegt, Maunur:: Fürst Esterhazy und fand durch fein sicheres L treten überall Eingang. Mezersky verwandel vom Räuberhauptmann zum elegantenFiM' Mezersky und erfreute sich bald in den M > Kreisen der bulgarischen Residenz größter !»I heit. In einigen Monaten hatte er sich ein b; mögen erschwindelt und reifte damit nach beth oiera. Bald ernannte er sich aus Gründen der 1 Mäßigkeit zum Obersten und fuhr als solcher« i Afrika, dort wurde er ebenso selbstherrlich Öhci und stand in hohen Ehren. Als ihm das Gelds« zugehen drohte, kehrte er wieder nach Sofia ! und heiratete die Tochter eines sehr reichen Nr sters a. D. Seine Frau starb allerdings schon l-l einem Jahr, was Mezersky nicht abhielt, sei« Schwiegervater um große Sumen zu betrügen ir- damit in den Pariser Spielkasinos auszula^1 Als das Geld in kurzer Zeit verspielt war, floh -' in einem Hotel zwei Armeniern eine halbe Wie i Frank. Alle Bemühungen der Polizei, ihn ausrM zu machen, waren vergebens. Erst im Jahre erreichte ihn das Geschick bei einem Fahrraddield» Er wurde dabei gesoßt und mußte bald tow,' Reise nach der Strafkolonie antreten, in da« gestorben ist.

Ewigkeit abzurufen.

In tiefer Trauer:

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Gketzen / Stbulstvaße s

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Führer und Gefolgschaft der Milchzentrale Gießen / Gebrüder Grieb.

Marie Wild, geb. Schmidt Karl Wild und Frau und Angehörige.

Gießen (Bahnhofstraße 33), den 28. Dezember 1934.

Die Beerdigung findet Montag, den 31. Dez., nachm. 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof, das Seelenamt am gleichen Tage früh 7 % Uhr statt.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann, Vater, Schwiegervater, unseren lieben Bruder. Schwager und Onkel

Philipp Wild

nach längerem Leiden im 73. Lebensjahre gestern zu sich in die

Am Donnerstagabend entschlief unser langjähriger Mitarbeiter

Herr Philipp Wild

Der Entschlafene, der erst vor 2 Jahren in den Ruhestand trat, hat in unserem Betrieb ununterbrochen 48 Jahre lang treu und unermüdlich in vorbildlicher Weise seinen Beruf ausgeübt Wir verlieren in ihm einen lieben Freund und Kamerad. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten.

Meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Groß­mutter und Urgroßmutter

Frau Anna Margarete Hofmann, gen. Schmidt ist heute im vollendeten 76. Lebensjahr von ihrem jahre­langen mit Geduld ertragenem Leiden durch einen sanften Tod erlöst worden.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Ernst Hofmann und Familie.

Wieseck (Brunnengasse 3), den 28. Dezember 1934.

Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 30. Dezember, nachmittags 2.30 Uhr statt.

7758 D

Danksagung.

Für die Beweise aufrichtiger Teilnahme an dem Heim­gang unserer lieben Entschlafenen sagen wir aut diesem Wege unseren herzlichsten Dank

Im Namen der Hinterbliebenen:

Heinrich Simon.

Gießen, 29. Dezember 1934

Nachruf.

Am 25. Dezember 1934 verschied plötzlich unser Kollege

Dr. tned. Otto Thurn.

Seit, langer Zeit übte er in Herbstein im hohen Vogelsberg den dort besonders beschwerlichen Beruf eines praktischen Arztes aus. Durch das Vertrauen seiner Kollegen wurde er vor Jahren zum Vorsitzenden des Aerztlichen Kreis­vereins Lauterbach gewählt und hat dieses Amt bis zu­letzt geführt. Außerdem gehörte er seit Jahren dem Vor­stand des Provinzialverbandes an und hat in diesem Amte wertvolle Mitarbeit im Dienste der oberhessischen Aerzteschaft geleistet.

Wir werden ihn in ehrendem Andenken behalten.

Im Namen der Kassenärztlich. Vereinigung Deutschlands Bezirksstelle Gießen

und des Wirtschaftlichen Verbands der Aerzte für die

Provinz Oberhessen, E. V. Dr. Kranz.

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