aber wir kamen doch hinauf und nach den überstandenen Gefahren war die Freude über das Erreichte um so größer. Bei der Abfahrt jagte uns der Sturm die Hänge hinnnter, und als wir die Skier schließlich über aufgeaperte Hänge in das Brandener Tal hinunter trugen, wirkten sie wie Segel und nur mit Mühe ließen sie sich festhalten. Am Spätnachmittag, als die anderen sich schon um uns sorgten, kamen wir glücklich und froh über den wundervollen Tag voll Kampf und Erleben, wenn auch reichlich müde, wieder nach Tschengla. Theres sorgte mit einem sehr gehaltvollen Essen für eine gründliche Aufmunterung der Lebensgeister.
Wenn eine so große Zahl junger Menschen zusammen ist, läßt es sich denken, daß es an dem nötigen Betrieb nicht fehlte. Eine Nachmittagspause ist an und für sich zur Ruhe da, aber trotzdem wurden zu dieser Zeit erbitterte Handball- und Faustball-Wettspiele im Schnee ausgetragen und manches scharfe Schneeballduell durchgeführt. Abends saßen wir meist in der Hütte zusammen, erzählten, sangen und spielten und trieben man
chen „Fez". Mitternächtliches Geläute von fm Mädchenzimmer angebrachten Kuhglocken,' ausge- ftopfte Schlafanzüge am Fahnenmast, zugenähte Skihosen, mitten in der Nacht aus dem Bett fallende Kursteilnehmer und Brausebäder in der Holzwand zeugten von der Betriebsamkeit der Hüttengeister.
Ein einzigartiger Hüttenabend beschloß den Kurs. Die einzelnen Riegen brachten mehr oder minder künstlerische Darbietungen. In einem Schnadahüpfl-Singen, das beinahe zwei Stunden gedauert haben soll, wurde der Kurs, seine Teilnehmer mit ihren Stärken und Schwächen, das ganze Drum und Dran besungen.
Als die Bahn uns am nächsten Tag wieder in die Heimat führte, schieden wir nur schwer von der liebgewonnenen Schwabenhütte. Der Skikurs ist schon lange vorüber, aber in unserer Erinnerung lebt er in seiner Schönheit fort, und wenn wir Teilnehmer uns ab und zu einmal Wiedersehen, so gedenken wir der Tage der frohen Ski-Kameradschaft auf Tschengla.
Handball-Ausivahispiele für das Mniechilsswerk
3m Gau XII (Kreis Lahn-Dill).
hörnsheim-hochelheim — Gießen komb. B. in Hochelheim.
Die Paarung ist recht interessant. Die Platzmannschaft dürfte hier durch das gute Spielermaterial, das beide Mannschaften aufzuweisen haben, in der Lage sein, der zusammengesetzten Elf der Gäste aus Gießen, eine zum mindesten ebenbürtige Partie zu liefern.
Lützellinden — Gießen fomb. A.
Hier steht Bezirksklasse gegen Gau- und Bezirksklasse komb., so daß schon für ein technisch gutes Spiel Gewähr geboten ist. Wer hier nun das bessere Ende für sich haben wird, erscheint fraglich. Lützellinden kann man auf Grund des eingespielten Mannschaftsgefüges ein Plus einräumen, man muß aber auch ebenso gut annehmen, daß in der Mann
schaft, in der Gauklassespieler stehen, so gute Leistungen zu erzielen sind, die zu einem Sieg für die Gäste ausreichen müßten.
Garbenteich-Hausen — Albach-Lich in Garbenleich.
Das bessere Spielermaterial haben sicherlich die Gäste. Ob es ihnen aber gelingt, gegen die gut eingespielte Kombination der Platzmannschaft zu gewinnen, erscheint sehr fraglich.
Ahbach-Dutenhofen — Münchholzhausen in Ahbach.
Trotzdem Münchholzhausen am Sonntag gegen die komplette Mannschaft von Dutenhofen eine Niederlage hinnehmen mußte, sollte sie in diesem Kampf aufgrund des Mannschaftsganzen in der Lage sein, den Gegner zur Hergabe seines ganzen Können zu zwingen. Ob allerdings ein Sieg möglich ist, hängt von dem Spiel des Gegners ab, der,
wenn sich die Mannschaft zusammenfindet, aller« dings schwer fallen dürfte. Wir erwarten einen offenen Kampf mit ungewissem Ausgang.
Lang-Göns — hörnsheim-hochelheim II.
Hier sollte ein Sieg der Platzmannschaft zu erwarten sein, falls die Mannschaft zu kämpfen versteht. Die Kombination der beiden Nachbarn wird aber sicher den Gegner zum Aeußersten zwingen und ein ziemlich offenes Spiel die Folge sein lassen.
Holzheim — GrLningen.
Die Platzmannschaft in vollständiger Aufstellung sollte einen sicheren Sieg landen, zumal das Können der Mannschaft eine Klasse höher liegt. Die Gäste werden auf ein einigermaßen gutes Abschneiden bedacht sein.
Launsbach-Krofdorf — Heuchelheim in Krofdorf.
Heuchelheim trifft in Krofdorf auf einen bestimmt gleichwertigen Gegner und wird sich dessen auch bewußt sein, daß nur ein Sieg bei wirklich guten Leistungen mit nach Hause zu nehmen ist. Die Kombination stellt durch das gute Spielermäterial, welches auf beiden Seiten vorhanden ist, eine schwer zu bezwingende Einheit dar.
Ruttershausen-Wißmar — Lollar-Staufenberg.
Man kann dieses Spiel in Ruttershausen auch einen großen Lokalkampf nennen. Die besten Aussichten haben hier die Erstgenannten, die einen sicheren Sieg erreichen sollten.
Romrod-Durggemünden — Alsfeld in Alsfeld.
Auch hier sind die Kombinierten im Vorteil durch das wesentlich bessere Spielermaterial, dessen lieber« gewicht den Vorteil der Platzmannschaft, durch das eigene Gelände bedingt, mehr als ausgleichen sollte.
Groß-Rechlenbach-Dornholzhaufen — Io. Wetzlar I.
Gauklasse steht hier der ersten Kreisklasse gegenüber. Schon allein klassenmäßig müßte hier ein Sieg für die Gäste herausspringen. Wie falsch aber diese Einstellung bzw. Beurteilung auf dem Papier ist, hat schon manches Spiel solcher Begegnungen bewiesen. Jedenfalls wird die Kombination der Kreisklassenmannschaft vor eine unlösbar scheinende Aufgabe gestellt. Die Mannschaft wird durch Eifer und Kampfeswillen versuchen müssen, dem Gegner
die Stirn zu bieten. Ein Sieg Wetzlars sollte elaend lich außer Frage stehen.
Wetzlar 05-Io. Wetzlar II — Dorlar in Dorlar.
Dorlar roirt) zu Hause den Beweis erbringen müs. sen, ob die letzten Erfolge der Mannschaft regulär waren. Wetzlar wird sicher, was die Kampfkraft an- belangt, die stärkere Mannschaft sein, ob diese ab ec ausreicht, die auf eigenem Platz schwer zu schl^ gende Mannschaft der Gastgeber zu bezwingen, muh erwiesen werden.
Garbenheim-Nauborn — Wetzlar-Niedergirmes komb. in Garbenheim.
Eine offene Sache spielt sich in Garbenheim ah Man hält aber eher die Gäste für die bessere Mann, schäft, als die Zusammenstellung der'Landvereine,
Da es sich bei den Spielen um Auswahl-Begeo. nungen handelt, deren Erlös dem Winterhilfswetl zufließt, erhofft man einen guten Besuch. Es finj keine Spiele, bei denen der Kampf um die Punkie geht, sondern in gewisser Hinsicht dienen diese idealen Gedanken: der sozialen Einrichtung des Winterhilfswerkes und einer W ez, bungfürdendeutschenHanddallspoii
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
3. in kl. Mit der hinter dem Schadensstiftei stehenden Versicherungsgesellschaft haben Sie nicht; zu tun, so daß Sie sich lediglich an den Täter selbst halten müssen. Leistet dieser den gewünschten Schadensersatz nicht, so müssen Sie gegen ihn, nicht etwa gegen die hinter ihm stehende Versicherung, gesellschaft klagbar vorgehen. Sie brauchen al|o auch nicht abzuwarten, bis sich die Versicherung;, gesellschaft entschieden hat, ob sie für ihren Der« skcherungsnehmer Ersatz leisten will oder nicht.
Großen-Linden. Nach § 1258 der Reichsversiche. rungsordnung wird die Waisenrente aus der 3n- validenversicherung bis zum vollendeten 15. Lebens- jahre gezahlt. Eine Zahlung der Waisenrente über diesen Zeitpunkt hinaus kommt auch dann nicht in Frage, wenn sich die Waise in Berufsausbildung
Rödgen (Gießener Straße 9), Gießen, den 29. November 1934.
05679
05672
Die Beerdigung findet am Samstag, dem 1. Dezember, nachmittags %2 Uhr statt.
Die Beerdigung findet Freitag, 30. November, nachmittags 2 Uhr statt- __ 6989 n
Die trauernden Hinterbliebenen.
Annerod, Mainzlar, Gießen, Aßlar, den 28. November 1934.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, am Mittwochmorgen meine liebe Frau, die treue Mutter ihres Kindes, unsere herzensgute Tochter und Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin, Gote und Tante
Anna Luise Schepers, geb. Gräf von einem schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden, im Alter von 34 Jahren, zu sich in die Ewigkeit abzurufen.
In tiefer Trauer: Wilhelm Schepers und Kind Familie Philipp Gräf Familie Gerhard Schepers
Reiskirchen, Gießen, den 28. November 1934.
Die Beerdigung findet am Freitag, dem 30. November, nachmittags um 2 Uhr statt.
1
Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief sanft heute morgen IO1/, Uhr unsere liebe Schwester, Tante und Gote
Philippine Bück
Krankenschwester a. D.
nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 67 Jahren
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Auktionator und Taxator.
Gestern entschliefen unerwartet, nach kurzem Krankenlager, unsere lieben Eltern und Schwiegereltern, meine lieben Großeltern, mein treuer Bruder, meine herzensgute Schwester
Herr Ludwig Brück IV.
im Alter von 83 Jahren, und seine Ehegattin
Frau Margarete Brück, geb. Sehrt
im Alter von 75 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Wilhelm Jost und Frau Marie, geb. Brück Christoph Balser, Strafanstaltsoberwacht* meister, und Frau Margarete, geb. Brück Wilhelm Balser
Marie Balser Wwe., geb. Brück
Marie Becker Wwe., geb. Sehrt
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VolkShalle Verein e. V. Gießen.
Einladung
zur ordentlichen Mitgliederversammlung auf Donnerstag, den 6. Dezember 1934, 16 Uhr, im Sitzungssaal des Stadthauses, Bergstraße Nr. 20.
Tagesordnung:
1. Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 1933.
2. Rechnungsabschluß über das Geschäftsjahr 1933.
3. Auslosung von Anteilscheinen gemäß § 6 der Satzung.
4. Wahl des Vorstandes.
5. Bestimmung zweier Rechnungsprüfer für die Rechnung des Jahres 1934.
6. Verschiedenes.
Die Teilnahme an der Mitgliederversammlung ist nur gestattet gegen Vorzeigung der Anteilscheine am Eingang zum Sitzungssaal. 6990D
Gießen, den 28. November 1934.
Der Vorstand: Dr. Hamm.
teile Deine UJeihnacMsfreube
durch ein ricbcsgöbonpahet für das löinfcrhilfsioerh
der Stadt«.
Oie Stadt Lich verlaust im Wege der öffentlichen Submission in 5 Losen zirka 1650 fm Zichtenlangholz, la» bis 4a-Klasse, und in 2 Losen zirka 140 fm Kiefernlangholz, 2a« bis 4a«K1asse. Gute Abfuhr« und Verlademöglichkeit.
Oie Submission findet am 12. Dezember 1934, vormittags 11 Llhr, im Rathaus zu Lich statt. Oie Unterlagen (Los« und Klaffen« einteilung und Bedingungen) können von den Interessenten kostenlos bei der Bürgermeisterei Lich angefordert werden.
Lich, den 29. November 1934.
Bürgermeisterei Lich.
Geil.
Amtliche Bekanntmachungen des Kreisamts Gießen.
Betr.: Die Bildung einer öffentlichen Wassergenossenschaft zur Entwässerung in den Fluren 2,4, 5, 6 der Gemarkung Alten-Buseck und Flur 9 der Gemarkung Wieseck. 70010
Nachdem zur Ausführung von Entwässerungsanlagen in den Fluren 2, 4, 5, 6 der Gemarkt^ Alten-Buseck und Flur 9 der Gemarkung öiefei Antrag auf Bildung einer öffentlichen Wasser- genossenschaft gestellt worden ist und die W« lung 1/e (Landwirtschaft) des Hessischen Staatsmm« steriums die Einleitung des Verfahrens zur Bildung der öffentlichen Wassergenossenschaft angeordnet hat, wird hiermit bekanntgegeben, daß die Borarbeiten hierzu vom Donnerstag, dem 20. Dezember 1934, bis Mittwoch, dem 2. Januar 1935, einschließlich, auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei Alten-Buseck zur Einsicht sämtlicher Grundeigentümer, deren Grund- stücke in die zu verbessernde Fläche fallen, offen« liegen.
Die Grundeigentümer werden zur Versammlung und Beschlußfassung sowie zur Wahl ihrer Vcrtrosr für das weitere Verfahren auf Mittwoch, den 16. Januar 1935, vormittags 9 Uhr, in den Saal bei Wirtschaft Rühl zu Alten-Buseck geladen unter An- drohung des Rechtsnachteils, daß die Nichterscheinen- den sowie die Nichtabstimmenden als dem beantragten Unternehmen beistimmend, mit der Wahl der Vertreter einverstanden angesehen und mit ihren Einwendungen gegen die Art der Ausführung später nicht mehr gehört werden.
Gleichzeitig werden die Grundeigentümer und Wassernutzungsberechtigten, welche an dem Unternehmen nicht unmittelbar beteiligt erscheinen, auf- gefordert, etwaige Einwendungen gegen das Unternehmen in der vorerwähnten Tagfahrt geltend ju machen, widrigenfalls die Einwendungen nach > lauf der Frist nicht mehr berücksichtigt werden und nur noch privatrechtliche EntschädigungsaiMche gegenüber dem Unternehmen geltend gemacht Ml- den können.
Betr.: Die Bildung einer öffentlichen Wassergenossenschaft zur Entwässerung in den Fluren 6,7 und 8 der Gemarkung Bersrod.
Nachdem zur Ausführung von Entwässerungsanlagen in den Fluren 6, 7 und 8 der Gemarkung Bersrod Antrag auf Bildung einer öffentlichen Wassergenossenschaft gestellt worden ist und die Ab- teilung 1/e (Landwirtschaft) des Hessischen Staatsministeriums die Einleitung des Verfahrens zur Bildung der öffentlichen Wassergenossenschaft angeordnet hat, wird hiermit bekanntgegeben, daß dir Vorarbeiten hierzu vom Dienstag, dem 18., bis Montag, dem 31. Dezember 1934, einschließlich, auf dein Amtszimmer der Bürgermeisterei Bersrod zur Einsicht sämtlicher Grundeigentümer, deren Grundstücke in die zu verbessernde Fläche fallen, offenliegen.
Die Grundeigentümer werden zur Versammlung und Beschlußfassung sowie zur Wahl ihrer Vertreter für das weitere Verfahren auf Mittwoch, den 9. Januar 1935, vormittags 9 Uhr, in den Saal Wirtschaft Becker zu Bersrod geladen, unter Androhung des Rechtsnachteils, daß die Nichterscheinen- den sowie die Nichtabstimmenden als dem beantrag' n Unternehmen beistimmend, mit der Wahl W Vertreter einverstanden angesehen und mit i(rf/l1 inroenbungen gegen die Art der Ausführung jr'f ..icht mehr gehört werden.
Gleichzeitig werden die Grundeigentümer Wassernutzungsberechtigten, welche an dem UnW* nehmen nicht unmittelbar beteiligt erscheinen, aus- gefordert, etwaige Einwendungen gegen das Unternehmen in der vorerwähnten Tagfahrt geltend 3U machen, widrigenfalls die Einwendungen nach Ablauf der Frist nicht mehr berücksichtigt werden und nur noch privatrechtliche Entschädigungsansprüche gegenüber dem Unternehmen geltend gemacht werden können.
Druckschriften
In gefalzten Bogen In Heftform und gebunden
klar In der Schrift. Oberelchtlich angeordnet und eorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr, Industrie und Gewerbe. Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen. Lieferung schnell,gut und prelewert durch Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251
Aufgebot.
Das Einlagebuch unserer Kaffer Nr. 947 Lina Schneider, Flsdorl, ist angeblich in Verlust geraten.
Gemäß § 39 unserer Satzung find etwaige Ansprüche an bie ^n läge innerhalb drei Monaten v unserer Kasse Seltend zu maäi widrigenfalls bas EmlagAu» N" kraftlos erklärt und die Auszahlung der Einlage verfügt wird. emv
Grünberg, 28. November in»
Bezirks svarkrrsse Grimberg


