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birgt.
f^n^rbknhb» e Ä H?Uin bhLi?f2nttähiVnZ1hL wertig anzusehen war und dem geforderten Der- funDen habe. Schon allein deshalb verdient es Der . .r“ , U:J « - Aw <m ■(, Reiher nicht, bis zu feiner vollständigen Vernichtung kaufspreis in keiner Weise entsprach.
Seltsamer Kund in Mainz.
vogel noch heutigentags beherbergen, roenngl sich auch auf dem Durchzug hie und da noch
etwas
Oberheffen
Landkreis Gießen.
1.
gungen untergebracht.
zu seinem
einer daran
Metzgerei in Darmstadt polizeilich geschlossen.
Verpflichtungen nachzukommen, _ urteilte den schon mehrfach vorbestraften Volks- schädling zu der obenerwähnten Strafe.
Kameraloerwaltung des hessischen Finanzministeriums getroffene Vereinbarung wegen der Aufwertungsforderung des hessischen Staates aus der im Jahre
SpendenfurdasWmterhilfswerl
Sämtliche Zahlungen für den kreis Gießen, die das Dinterhilfswerk 1 934/35 betreffen (Spenden, Strahensammlungen, Haussammlungen, Eintopfgerichte ufro.), sind nur auf Konto der
Bezirkssparkasse Gießen, 31t. 4600 ober auf
Postscheckkonto Frankfurt a. ZR. Ztr. 5979 einzuzahlen bzw. zu überweisen.
und Ausrottung verfolgt zu werden. Außerdem ist es doch ganz klar, Dafc bei feiner großen Seltenheit der Vogel gar keinen so fühlbaren Schaden wie ehe- dem mehr anrichten kann. Daher ist es die Pflicht aller Jäger, ihn da, wo er sich als Zeuge aus unserer letztoergangenen Ahnenzeit auf unsere Tage hinübergerettet hat, zu hegen und ihn nicht mcf mit der Konsequenz jener veralteten Anschauung al zutun, die nur „nützliche" und „schädliche" Arten im Naturhaushalt gekannt hat.
Gerade bei uns in Hessen ist in dieser Hinsicht
Ahr Zestgebäck gelingt vorzüglich mit Lr. Detker'r Backpulver „Vackia l
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Zfidcaprrto 50 pfg.
dr. Hugust © etter, Bielefeld
ward. Weitere Reihersiedlungen in unserer engeren Heimat standen an der B a d e,n b u r g bei G i e, ßen, wo auch ein Teil der bei Lang-Göns ihre, Niststellen beraubten Tiere vorübergehend eine neu« Zuflucht fand. Diese im Gießener Becken liegenden
amen Gebirgsforsten haben sich auch noch am läng, ten die Reiher als regelmäßige Gäste gehalten, und )er Gederner See, sowie die Mooser Teiche zählen sie heute noch zu ihren Besuchern, heute bestehen int Gau Hessen-Nassau nur noch zwei Reiherkolonien, und zwar eine recht stark besiedelte an der Werra im Kurhessischen und auf dem hessischen Naturschutz, gebiet Kühkopf, dessen Altrheingelände von etwa 60 horsten bevölkert wird und darüber hinaus noch eine weitere Reihe seltener und seltenster Vögel
schon viel gesündigt worden, und nur wenige Orte sind es da, die den Reiher
Reiher-Besuch bei Gießen
Don Karl Rudolf Fischer, Gießen.
einmal festgestellt und beschrieben in der netten Schrift „Detektivstudien in Der Vvgelwelt" (erschie- nen in der Frankh'schen Verlagsbuchhandlung in
forderliche Kredit in höhe von 600 RM. bewilligt. In den neuhergerichteten Räumen des ehemals Fabrikzwecken dienenden Gebäudes werden vom April ab etwa 50 Beamte zur Durchführung der in dem Kreise Alsfeld beschlossenen Feldbereini-
Siadtvorstandssttzung in Alsfeld. I (H Alsfeld, 28. Nov. In der jüngsten Sitzung! des Stadtvorstandes beschäftigte man f1^ mit der Instandsetzung des Felddereini g u n g s a m t e s in der Hersfelder Straße. In dem völlig umgebauten und mit einer Zentralheizung versehenen Gebäude erwies sich nachträglich die Entwässerung des Heizkellers als notwendig. Der hierüber vom Stadtbauamt vorgelegte Voranschlag eines Kanals wurde genehmigt und der dafür er-
auch wieder recht nützlich zu fein. Ist er doch gerade jeht im Herbst und an den Wintertagen, an denen alle Gewässer zugefroren sind, einer der leidenschaftlichsten Mäusevertilger, besonders auf den abgeernte- ten Aeckern und Wissen, wodurch er den Schaden, den er verursacht, auf der anderen Seite wieder gut- macht. So hat überzeugend F l o e r i d e, der kürzlich verstorbene Altmeister der deutschen Ornithologie,
auf die Grohvögel und treffen auf ein richtiges Geschwader des großen grauen Reihers. Ja, der Reiher hat Zugzeit jetzt, es sind seine Tage im Herbst, kurz bevor es wintert, und er, der heimlichste von allen, wird nun ein wenig leutseliger wie sonst und läßt sich wenigstens aus der Ferne sehen. So sind die Tiere auch hierher gekommen, die letzte Nacht, Gott weiß, von wo sie sich nach hier verflogen haben. Doch hat ihnen ihr richtiger Instinkt und ihr ungemein scharfes Auge, vielleicht aber auch das Erinnerungsvermögen einiger alter Tiere
Regenwürmer, Mäuse und Ratten, kurz, ihm ist so —.---- w , ....
ziemlich alles recht. Staates aus der im Jahre 1921 erfolgten Real-
Es ist eine arundverkehrte Ansicht, wenn das Volk teilung des früheren gemeinschaftlichen Waldes glaubt, der Reiher ernähre sich ausschließlich und Homberg nunmehr von hessischen Staatsminister ge- allein vom Fischfang, habe darob als schädlich zu nehmigt worden ist. Die Abtragung der Schuld gelten und müsse deshalb ausgerottet werden. Im j wurde der Stadt in jährlichen Raten von 1000 RM. Gegenteil, auf der anderen Seite vermag er sogar > gestattet.
8 Monaten, gegen Margarethe Thime auf a ch t Monate Gefängnis. Gegen Gerhard Thime wurde das Verfahren nach Maßgabe des Amnestiegesetzes vom 7. August 1934 eingestellt, da eine höhere Strafe als 6 Monate Gefängnis nicht zu erwarten war. .
Der schon 26mal vorbestrafte Kurt Weiß- schnür aus Königsberg wurde unter Einbeziehung einer in Frankfurt an der Oder zu verbüßenden Strafe zu einer Gesamtstrafe vonlJahr6Mo- naten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte, der nach dem Gutachten des Sachverständigen als vermindert zurechnungsfähig anzusehen ist, ist von einem Wanderdrang besessen und treibt sich in der Welt herum. Dabei kam er auch nach Bingen und Groß-Gerau, mietete sich trotz seiner Mittellosigkeit ein und verschwand nach einiger Zeit, ohne seine Schuld zu begleichen. Gemäß § 42b RStGB. wurde die Unterbringung des Angeklagten in eine heil- und Pflegeanstalt angeordnet.
Vor den Schranken des Gerichts stand weiter der schon vielfach vorbestrafte K. W. aus Gießen, dem die Anklage fortgesetzten Einbruchsdiebstahl zum Vorwurf machte. Der Angeklagte, der unmittelbar neben einer Kohlenhandlung wohnt, stieg nachts aus seinem Fenster in den benachbarten Hof ein und entwendete mehrmals in kleineren und größeren Mengen Kohlen. In Anbetracht seines ungebührlichen Verhaltens vor Gericht ging dieses über den Antrag des Staatsanwalt — ein Jahr acht Monate — hinaus und erkannte auf ein Jahr zehn Monate Gefängnis.
dort oben im Mondschein gesagt, daß hier in diesen feuchten Gründen und Abwässergräben, in denen billige Weißfische, dürftige Gründlinge, magere Ell- ritzen und anderes geringes Kroppzeug haust, der Tisch für sie gedeckt ist und daß darüber auf dem durch Schafhut kurz gehaltenen Rollgelände eine Unzahl von Mäusen aller Art ein üppiges Dasein lebt und kleines Getier in hülle und Fülle hier
Für eine Theatervorstellung des Frankfurter Künstlertheaters Rhein-Main im Rahmen der NS.-Kulturgemeinde wurde ein Spielhonorar von 325 RM. bewilligt. Zur Aufführung gelangt „Turandot" von Schiller.
Das aus der Holzernte 1935 anfallende Kiefernschwellenholz wurde der Firma Sondermann und Bücking in Alsfeld zu 60 v. h. des Landesgrundpreises, gemäß den staatlichen Bedingungen und der hierin vorgesehenen Sicherheiten, überlassen. Der Kaufvertrag wurde genehmigt.
Für die Einrichtung desArbeitsdienst- lagere ist die Erweiterung der Revierkrankenstube erforderlich geworden. Die hierfür erforderlichen Mittel zur Anschaffung von zehn neuen Betten wurden bewilligt. Ferner wurde ein Betrag von 500 RM. für Unterhaltung des Arbeitsdienstlagergebäudes genehmigt.
Der von dem hessischen Staat angeforderte Zuschuß in höhe von 6 RM. für jeden Schüler zu Den versönlichen ft o ft e n der Berufsschule wurde bewilligt. Für das Rechnungsjahr 1934 kommt hierfür ein Betrag von 1044 RM. in Betracht.
Die Neuvergebung der Straßenrei- n i g u n g, soweit Die Stadt als Anlieger in Frage kommt, erfolgte an August Schuchardt zum Preise von 80 RM. pro Monat.
Auf ein Gesuch der Hitlerjugend wurde dieser zur A u s g e ft a 11 u n g ihres Heimes ein einmaliger Betrag von 50 RM. bewilligt.
Unter Mitteilungen gab Der Vorsitzende bekannt, daß die von der Stadt mit der Forst- und
gehegt und durch strenge Verordnungen geschützt, ja sogar künstlich gezüchtet, wie uns Landau berichtet hat. In eigens dazu hergerichteten Reiherhäusern wurde damals die Heranzucht der Delzvögel betrieben. Zu diesem Zwecke hatte man einen Oberfallen- meister bestellt, Der für Die gesamten Belange der aus der Glanzzeit des Rittertumes stammenden Jagdweise mit Dem Federspiel verantwortlich war. Als im Jahre 1785 in Hessen die Beize aufgehoben wurde, blieb das Reiherschutzgesetz vorläufig noch weitere zehn Jahre in Kraft, bis ein ganz Schlauer dahinterkam, daß die Reiher draußen in der Natur schädlich seien, und die Obrigkeit auf das Betreiben der Fischereigerechten, auf Beschwerden und Dorstel. hingen aller möglichen Nützlichkeitsapostel den Raubzeugoerruf über den Reiher aussprach und ihn gegen Schußprämien abschießen ließ. Daher oer. mochten sich nur wenige Kolonien ins vorige Jahr, hundert hinüberzuretten, eine Der letzten war die bei Lang-Göns, die über dreißig horste umfaßte und 1883 durch das zuständige Forstamt vernichtet
Lichtspiele, Seltersweg: „Der Reiter von Arkansas". — Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde, 20.15 Uhr, Neue Aula der Universität, Vortrag mit Lichtbildern von Prof. Dr. S e s s o u s über „Als land- wirtschaftlicher Sachverständiger vor und während des Krieges im deutschen Schutzgebiet Samoa". — Reichskammer der bildenden Künste, Gruppe Gießen, Turmhaus am Brand, 16 bis 18 Uhr, Weihnachts-Ausstellung.
— Stadttheater Gießen. Als Vorstellung für die NS.-Kulturgemeinde Ring Deutsche Bühne heute abend das Trauerspiel „Die Braut von Mes- fina" von Schiller unter der Spielleitung Des Intendanten.
— Der Goethe-Bund teilt uns mit: Am kommenden Montag spricht im Rahmen des vom Goethe-Bund veranstalteten Vortragszyklus „Kulturpolitische Gegenwartsfragen" Rechtsanwalt Professor Dr. Friedrich Grimm, Der bekannte Strafverteidiger aus den Ruhrprozessen, über das Thema: „Der Abstimmungskampf an der Saar". Professor Grimm hat neuerdings durch sein Werk „Frankreich an der Saar", in dem er die Wahr- heit über die Frage der Zugehörigkeit des Saar-
Gießen verhaftet, als er hier versuchte, sich bei Reiherstände hatten ihr eigentliches Jagdgebiet natur, hiesigen Frau einzumieten, obwohl er nie ■ gemäß im Lahntal, dehnten aber ihre Streiszüg, dachte, seinen daraus entstehenden Zahlungs- bis an die Forellenbäche des Vogelsberges aus, die chtungen nachzukommen. Das Gericht Der* ie in halbstündigem Fluge erreichten. In diesen ein.
Der Bodennebel liegt dicht über dem Platz. Kein Pferbesprung weit ist zu sehen. Kein Laut durchdringt die Weite, noch nicht einmal das gelbe Auto Der Post, Die einmal am Tage hierher gefahren kommt. Zwar schien es gegen Mittag so, als wollte ich der Schleier lichten, doch kamen gleich wieder neue Nebelbänke aus dem Bachgrund herauf und lasteten sich naßkalt und schwer über den Boden.
Als der Mond voll steht und blank über Den WaldranD leuchtet, härt man Stimmen in Der Luft. Merkwürdige Stimmen. Erst ganz fern wie Dorf- geräusch, ein ganzes Gewirr von Lauten, nur, daß man deutlich fühlt, es kommt aus der Luft, bann hörte es sich an wie das unterbrochene Aechzen hart- klotziger Bremsen an einem schwerbeladenen Wagen, nur vielstimmig und von verschiedenen Richtungen zugleich, dann wieder meint man Trompetentone zu hören, kurz abgebrochen beim ersten Stoß, dann wieder scheinen es nur Pfiffe, fremdartige Signale, Rufen oder Geschrei zu sein. Die Nachtluft ist lebendig geworden, es spukt in Der Luit, unD Die Unbestimmbarkeit der Töne ist zum Gruseln. Mehrmals hebt diese Gespensterlitanei an, bald zur Linken, bald zur Rechten, bald weit hinten, bald ganz vorne, einmal lauter, einmal gedämpft, bann aufgeregt und hastig, endlich abgeebbt und gedehnt. Dann aber bricht und prasselt es in den Baumkronen, rumort noch eine Zeitlang darin herum, und dann ist Ruhe im Gelände und nur gelegentlich lärmt eine Bahn von weither oder eine Glocke wird wach. Irgendwo ist immer was. Man weiß nur nicht wo.
Am nächsten Morgen fesselt ein Fliegör mit seinem schnittigen Flugzeug unseren interessierten Blick. Während er in elegantem Flug feine Bahn durch die Luft zieht, werfen sich plötzlich zwei, vier, zehn, zwanzig riesengroße Vögel mit weitklasfternden Schwingen zu gleicher Zeit in die Luft, wirbeln durcheinander mit Geschrei und Geflatter, suchen Höhe zu gewinnen und vom Ort zu kommen, aber da ist der silberne Vogel schon vorübergebraust und schwimmt bereits als kleiner hauchdünner Strich am Horizont davon. Die Tiere beruhigen sich wieder, kommen zurück, tun fast so, als hätten sie sich geirrt ober als hätte sie ein Spuk genarrt, kreisen sich über ihrem alten Felb wieder ein, schwenken abwärts und gehen weit unten im flachen Gelände wieder nieder.
Mit dem großen Glas richten wir unseren Blick
heckt. Eulen und Käuze, Füchse und Dächse, Krähen und Igel, sie alle fanden schon immer hier reichlichen Fraß. Und so beschloß das Geschwader, für die Dauer des Durchzuges hier zu rasten. Die Maschinen, die ab und zu auf ihren Fernflügen zur Landung draußen ansetzen, scheinen ihnen sehr bald geläufig geworden zu fein und sie nicht weiter zu beunruhigen, denn sie fliegen kaum nennenswert weit weg, wenn eine landet oder startet.
Den ganzen Tag über stehen die Reiher bann strack wie ein Stock, hochbeinig unb hölzern, mit eingezogenem Halse, schier so zu schauen, als ob sie bucklig wären. So warten sie, auf einem ober beiden Beinen stehend im seichten Standwasser der Gräben und Rinnsale, stundenlang auf einem Fleck gebannt, bis die bernsteingelben Seher ein Fischchen ober eine fette Wühlmaus entdeckt haben. Wie em Blitz zuckt bann ber S-förmig gebogene Hals mit bem messerscharfen, Lanzenspitzen Storchen- schnabel ins Wasser, und ehe sichs das Tier versieht, schnickt der Reiher den Kopf in die Luft, sperrt die klammerharten Schnabelhälften auf und läßt die Beute in Den Rachen fallen. Der Kehlkopfsack, ber Kropf, ist so groß, baß er gar nicht mehr zu schlucken braucht.
Die weiten Wiesenflächen Dagegen pürscht er langsam entlang, mit jenem schleichenden, für alle Tiere charakteristischen Gangwerk, vorsichtig Schritt vor Schritt fegend, dabei alle Augenblicke Die Umgebung scharf ab musternd, und nimmt alles auf, dessen er nur habhaft werben kann und das nur irgendwie genießbar ist: Frösche, Libellenlaroen, Wasserkäfer,'
gebietes zu Deutschland in klaren Ausführungen darlegt, besondere Beachtung gefunden. So ist zu erwarten, daß diesem Vortragsabend auch in unserer Stadt allseitiges Interesse entgegengebracht wird. (Siehe heutige Anzeige.)
— Ein altdeutsches Krippenspiel wird die Frauengruppe des VDA. am kommenden Sonntag und am Donnerstag nächster Woche im Katholischen Dereinshaus zugunsten der Volksdeutschen Winterhilfe des VDA. zur Aufführung bringen. Als Hüter und Wahrer deutschen Kulturgutes in aller Welt glaubt ber VDA. unsere Volksgenossen im Laube nicht besser an die Brüber unb Schwestern draußen und an ihre große Not erinnern zu können, als durch die Aufführung dieses Stückes alter deutscher Volksdichtung. Eine große Schar von Kindern und Jugendlichen aus allen Kreisen unserer Stadt hat sich in den Dienst der Sache gestellt. (Siehe heutige Anzeige.)
Gießener Dochenmarklpreise.
* Gießen, 29. Nov. Auf bem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, bas Pfunb 1,45 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,40 bis 1,45, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (ausländische) 10 bis 13, (inländische, Kühlhaus) 10 bis 13, Wirsing (grün), das Pfund 6 bis 8, Weißkraut 5 bis 6, Rotkraut 8 bis 10, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 30, Feldsalat 40 bis 70, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 25 vis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln, das Pfund 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 7 bis 12 Pf., Birnen 6 bis 10, Nüsse 40 bis 50, Honig 40 bis 45, junge Hähne 85 bis 90, Suppenhühner 70 bis 75, Gänse 65 bis 75, Enten 85, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 10 bis 50, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10.
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** Justizpersonalien. Ernannt wurden an Stelle des verstorbenen Amtsgerichtsrats Dr. Mahr Der Landgerichtsrat Stimmet in Darmstadt und an Stelle des durch Ruhestandsversetzung ausgeschiedenen Amtsgerichtsrats Dr. Willenbücher Der Amtsgerichtsrat Böhm in Friedberg zu stellvertretenden Migliedem des Disziplinarsenats für Die Zeit bis zum 31. Dezember 1936 einschließlich.
** Werbung durch Automaten. Der Werberat der Deutschen Wirtschaft weist darauf hin, daß bei der Beschriftung von Warenautomaten, die zur Aufstellung vor den Einzelhandelsgeschäften bestimmt sind, mit der Wirtschaftswerbung die Bestimmungen des Werberats der Deutschen Wirtschaft (9. Bekanntmachung vom 1. Juni 1934, RA. Nr. 125) zu beachten sind. Danach Dürfen Werbeautomaten nur die Werbung für solche Waren tragen, Die durch Den Automaten verkauft werden, oder aber mit einer Werbung für das Geschäft des Besitzers des Warenautomaten versehen sind.
** Volkshalle • Verein Gießen. In unserem heutigen Anzeigenteil werden die Mit- Slieber des Volkshalle-Dereins zur ordentlichen llitglieberversammluna am Donnerstag, 6. Dezember, im Sitzungssaal des Stadthauses, Bergstraße, eingeladen. Näheres in der Anzeige.
** Derkehrsunfall. In der vergangenen Nacht ereignete sich in ber Senckenbergstraße ein Verkehrsunfall. Ein Motorrabfahrer kam mit feiner Maschine zu Fall. Der Lenker selbst erlitt keinerlei Verletzungen, bie Beifahrerin jedoch, Frau Stein aus Garbenteich, erlitt eine Verletzung am rechten Arm und mußte durch die Freiwillige Sanitätskolonne in bie Chirurgische Klinik gebracht werden.
Gchöfsenaerichi Gieren.
Wegen Einbruchsdiebstahls wurde ber W. W. aus Gießen unter Anrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft zu 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte stieg gemeinschaftlich mit einem Jugenblichen, der bereits vom Jugenbgericht abgeurteilt würbe, in Rockenberg in einen Fruchtdo- Den ein unb entwenbete 2 Zentner Weiten. Strafmin- Dernb wirkte die Tatsache, daß das Diebesgut wieder sichergestellt werden konnte und der Angeklagte keinerlei Vorteil hatte. Der Vertreter Der Anklage stellte einen entsprechenden Strafantrag.
Sodann befaßte sich Das Gericht mit Dem Heinrich Thime, Dessen Ehefrau Margarethe und bem Gerhard Thime, wegen Diebstahls. Der Haupt- angeklagte Heinrich Thime betrieb in Frankfurt eine Metzgerei. Da er über kein Betriebskapital verfügte und kein Vieh kaufen konnte, verlegte er sich darauf, zusammen mit den beiden anderen Angeklagten seinen Diehbedarf auf strafbare Weise zu decken, indem sie mit einem Auto nachts zu den umliegenden Dörfern fuhren, das fremde Pish stahlen unb es direkt auf der Weide schlachteten, um das Fleisch in Frankfurt zu verkaufen. In Anbetracht der Notlage Der Angeklagten unD Der Tatsacke, daß sämtliche Angeklaaten noch nicht ooraeftraft sind, erkannte das Gericht gegen Heinrich Thime unter Anrechnung von 11 Monaten Untersuchungshaft auf eine Gefängnisstrafe von einem Jahr
Wegen mehrfachen Betrugs wurde der August Rofenplänter aus Göttingen zu einem Jahr sechs Monaten Gefängnis verur- teilt. Nach Strafverbüßung in der Zellenstrafanstalt Freiendiez begab sich ber Angeklagte am 20. Jan. 1934 nach Kassel. Dort mietete er sich ein Zimmer und kam auch zunächst seinen Mietzinsverpflichtungen nach. Als er noch einen Betrag von 10 Mark zu zahlen hatte, verschwanb er, ohne ben Restbetrag zu begleichen. Er fuhr bann weiter nach Hannover. Dort gelang es ihm, von ihm bekannten Geschäftsleuten unter Vorspiegelung falscher Tat- fachen, bah er sie bemnächst mit Antiquitäten beliefere, etwa 30 Mark Vorschuß zu erhalten. Auch biesen Betrag zahlte er nicht zurück. Ebenso strafbar machte sich ber Angeklagte in Braunschweig, wo er sich in einer Anzeige als Käufer alter Möbel ausgab. Auf diese Weise gelang es ihm, eine Frau zur Hergabe eines wertvollen Möbelstücks zu veranlassen, das er weiterverkaufte, ohne ber Geschädigten eine Gegenleistung zu bringen. Nachdem der Angeklagte auch in Bad Harzburg sich des Betruges schuldig gemacht hatte, indem er sich in eine Pension einmietete und Die Wirtin zur Hergabe eines Geldbetrages zwecks angeblicher Einlösung seines Gepäckes veranlaßte, wurde er in
Wieseck, 29. Nov. Gestern abend fand eine fkh Sitzung des Gemeinderats statt, in der die .Holzsubmission wie folgt genehmigt wurde: Den Zuschlag erhielt nach bem Vorschlag des Forstamtes die Firma Eugen Dürr & Co. für Kiefernstammholz zu 74,5 v. H., B. Nuhn (Lollar) für Kieferngrubenholz zu 67 v. H., bie Firma Martin Abermann für Fichtenstammholz zu 65,7 v. H. Das Reinigen ber Wiesengräben ber Gemeinde soll für bie Folge burch Wohlfahrtsempfänger ausaeM werben. Das Gesuch des Willi Weller um Utbtt« lasiung eines Stückes Lanb würbe zurückgeM. Dem Gesuche bes Heinrich Hildebrand um GM ber Kanalgebühren würbe für biesen einen Fall entsprochen. Einern Gesuch der Anna Müller, geb. Schäfer, um Erlaubnis zum Betriebe einer Schank« wirtschaft wurde zugestimmt. Der Beitritt Der Ge« meinde zum VDA. wurde beschlossen, die Gemeinde verpflichtet sich, einen jährlichen Beitrag von zehn Mark zu leisten. Die vom Lehrerkollegium Wieseck nachgesuchte Herabsetzung ber Pacht für das Schul- gut wurde genehmigt, sie beträgt für bie Folge 25 Mark. Zu zwei Entschuldungsverfahren genehmigte Die Gemeinde einen Nachlaß von 25 o. h. ihrer eigenen Forderungen.
wg. Grohen-Buseck, 28. Nov. Die hiesige Ortsgruppe des Reichsluftschutzbundes hielt dieser Tage in ber Wirtschaft „Zum Schwan eine Mitglieberversammlung ab. Der Ortsamtsleiter Lehrer Osterhelb begrüßte bie Mitglieber. Orts« gruppenamtsleiter Dr. Haa s, Alten-Buseck, sprach dann in längeren Ausführungen über Organisation^
LPD. D a r m ft a b t, 28. Nov. Die Preisüber- wachungsstelle des Hessischen Staatsministeriums hat die Metzgerei Franz Weckerle in Darmstadt, Arheilgerstraße 6, auf Die Dauer von dreiTagen
In dem früheren Elektrizitätswerksgebäude, das an die Fa. Gg. Dietrich Bücking _ vermietet ist, erwies sich die Anbringung von Ober- lfmrUx?lDermDPei\ einl?ek- Q *iGr v \erC lichtem als notwendig. Die Lieferung wurde dem Mondschein gesagt, daß hier in diesen <z^„m-ister Ernst Lenti) in M-s-ld ,h"n »"'""fr”--"'11''’" '« Angebot von 698 RM. übertragen.
noch ganz djiebenen Körpern stammen: Zwei Schadeibecken, wenige urie unu es vu, we uen jteu;et als Brut- von denen eine mit Stiften versehen ist, ein rechter vogel noch heutigentags beherbergen, wenngleich er Ober- und ein linker Unterschenkelknochen zwei sich auch auf dem Durchzug hie und da noch etwas Schulterblätter, ein Becken mit Oberschenkelansatz, häufiger sehen lassen mag. ein Unterarm mit vollständiger Hand Es Durfte
Als zur Zeit ber hessischen Landgrafen Die Reiher- sich um anatomische Prapar a t e handeln, beize auch bei uns noch in hoher Blüte und großem über deren Herkunft und Besitzer nichts Jcaperes Ansehen stand, wurden die Reiher mit allen Mitteln bekannt ist.
LPD. Mainz, 28. Nov. In ber Nähe des Stabtparks würbe am Samstagnachmittag ein se, >Sack mit einem Menschenschädel und ige'verschiedenen Knochen gefunben. ler hr Schädel ist ohne Schädeldecke unb trägt auf bet ib- Stirn eine lateinische Aufschrift, von der nur „13.
Oktober 1832" deutlich zu lesen ist. Er ist mit Draht achmännisch zusammengehalten. In bem Sack be- anben sich noch solgenbe Knochen, die von Der-


