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gung des Stempelgeschasts yJia|d)inen laufen, mu solche Sendungen besonders noch mit der Hand

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ii3e Krüge ict) heute be»

Festesten auf elisabethanische Art.

rühmen, roohi die originellste Einladung für diesen Winter erlassen zu haben.

Christus in der Kelter

Das Wein-Museum in Trier.

Von Dr. Heddy Neumeister.

17. November für den Kraftfahrzeug- und Fuhr­werksverkehr polizeilich gesperrt. Die Umleitung erfolgt für Fahrzeuge bis zu drei Tonnen über die Landstraße KatzenfurtEdingen und für solche über drei Tonnen über SinnFleisbachEdingen.

Augustinerklosters (daher die Kirche) ist, gedanken- voll. Man geht durch Höfe und Hinterhäuser, steht unversehens vor einer wunderschönen klassizistischen Fassade mit sanftem flachen Giebel ein Werk Schinkels wahrscheinlich dies alles sind noch ehe­malige Klostergebäude, das Frauenhaus, das Män­nerhaus. Viele Kleinwohnungen wurden daraus gemacht, Wäsche flattert, da singen Kinder. Es ist durchaus möglich, daß sie jenes alte LiedDom geistlichen Mai" singen, in dem beschrieben wird, wie man einst an der Mosel sich den Himmel dachte, nämlich als ein großes Weingelage:

der Heiliggeist ist Schenke Maria ist die Schaffnerin"

die Rheinhessische Normalerziehung schon versöhn- licher. Es handelt sich hier, wie man sieht, um die pädagogischen Grundsätze, nach denen oie Rebe am Stock gezogen wird. Ein Musterkelterhaus und ein Musterkeller sind zu sehen.

Doch die Kultur der Traube ist mehr als die Arbeit, Gewinn oder Verlust eines einzelnen, sie ist längst ein wichtiges Glied der gesamten Volkswirt­schaft. Interessante Tabellen und Anschauungsma­terial. In Amerika wer weiß das? wird etwa zehn Mal so viel Wein gezogen als in Deutschland. Wichtig wurde die amerikanische Rebe für den deutschen Weinbau: in den Fahren 1925 bis 1927 wurde sie allgemein als Unterlagsrebe eingeführt, da sie gegen den ärgsten Schädling der Rebe, die Reblaus, immun ist: auf sie wurden bann die alten

Flaschen-, die Kork-, die Kapsel-, die Flaschenschild, »iastens inbuftne; merkwürdig konservativ, altmodi ch-ver- wecken schnörkelt erscheinen die Muster der Etiketten, als ' habe es nie eine moderne Gebrauchsgraphik gegeben.!

Letzter Einsendungstermin: Sonntag, 4. November

Äis zum Sonntag, 4. November, müssen die Antworten auf unsere Preisfrage Wer hat das Halsband gestohlen?" bei der Schristleitung des Gießener Anzeigers, Gießen, Schulstraße 7-9, eingelaufen sein. Später eingehende Antworten scheiden aus. Antworten ohne die letzte Äezugsquittung sind ungültig.- Noch eine Woche haben Sie Zeit, sich zu entscheiden. Die Lösung und die Preisträger werden etwa acht Tage nach dem letzten (Linsendungstermin betanntgegeben. Gleichzeitig mit dem (Ergebnis erscheint der Schluß unseres RomansDas Halsband" in den Familienblättern. Sie können sich dann selbst davon überzeugen, ob Sie richtig geantwortet haben ~

auf unsere Preisfrage Wer hat das Halsband gestohlen?

und eindringlich, klar tritt stets das Wesentliche her- vor, denn sie führen ein in die Gedankenwelt und in die politische Wirklichkeit des Nationalsozialist mus, sie helfen Ursache, Weg und Ziel der Be­wegung verstehen und wollen schließlich zu tätiger Mitarbeit am Neubau des Reiches anregen.

Freizeitgestaltung nur durch die 71SS. Krast durch Freude".

LPD. Die Deutsche Arbeitsfront teilt mit: Es wird hiermit bekanntgegeben, daß die Freizeit­gestaltung für die Mitglieder der Deutschen Arbeits­front und der angeschlossenen Gliederungen aus­schließlich durch die NS.-GemeinschastKraft durch Freude" erfolgt. Die Reichsbetriebsgemeinschaften find nicht berechtigt, Veranstaltungen, die in das Aufgabengebiet der NSG.Kraft durch Freude" fallen, durchzuführen.-

Freimarken richtig aufkleben!

Von der Pressestelle der Reichspostdirektion wird

Betriebsappell in den Kliniken.

Am Samstagnachmittag fand im Garten der Me- dizinischen Klinik als Auftakt zu den großen Dank- Kundgebungen der Deutschen Arbeitsfront für den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler der erste Betriebsappell statt. Es nahmen daran das gesamte Personal, die Schwestern, Aerzte und Professoren teil. Zuerst schilderte der stellvertretende Betriebs- sichrer Professor Dr. Jeh Zweck und Ziele der Deutschen Arbeitsfront. Sodann nahm der stellver- tretende Betriebs-Gemeinschaftswalter Georg das Wort, um die Ausführungen des Vorredners zu ergänzen; er verwies namentlich auf die Pflich­ten der Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront dem Führer und dem deutschen Volke gegenüber. Die Betriebskundgebung gipfelte in einem Treubekennt- nis der Teilnehmer auf unseren Führer und in dem beifällig aufgenommenen dreifachenSieg- Heil!"

edlen deutschen Sorten aufgepropft. Wichtige Pro­bleme; der Ausbau des Wegenetzes und die Zu­sammenlegung dieses, wie überall im. Rheinland so natürlich auch hier, durch die rheinische Erbtei­lung überaus zersplitterten landwirtschaftlichen Be­sitzes. Darstellungen der beispielhaften, kulturför-! dernden Arbeit der Domänen, der Weinbauschulen,! der wissenschaftlichen Institute. Ein ganzes ßabora-: torium veranschaulicht, was alles zur Behandlung der Traube bis zum fertigen Wein gehört. Zuletzt die Hilfsindustrien des Weinbaues: die Gläser- und.

plastische Darstellung eines ganzen Moselweinschiffes mit Faß, Ruderern und Steuermann enthält das riesige Grabmal, das ganz aus einem großen, wundervoll malerisch aufgetürmten Berg von Amphoren (Krügen) besteht Einzeldarstellungen von Weinkauf und Weinhandel, von Weintrinkern mit dem schöngeschwungenen spitzen Trinkhorn. Eine Versammlung uralter, ruhig und harmonisch ausgebildeter Gefäße: riesige spitze römische Ampho­ren, die nicht standen, sondern in einem Fuß binnen dunkelblaue Glaskannen, schillernde Gläschc- der Kölner Glashütte aus dem 3. und 4. Jahrhun­dert nach Ehr. breite zweihenkelige Becher, recht zum Schlürfen, ein Weinsieb gus Bronze Krüge und Töpfe aus der altrömischen, noch heute be­stehenden Keramikerwerkstatt in Speicher bei Trier ein wenig steif zylindrisch oder viereckig geformte Weinfläschchen aus dem 4. Jahrhundert, Verfall der römischen, Beginn der jungen, noch ungelenken, germanischen Kultur kündigt sich zugleich in ihnen an. Trierer Becher und Krüge, schwarz, farblos, bunt, häufig mit der lapidaren Aufschrift:Gib Um

Damit beginnt es: mit jenem Altarbild ..... Ediger an der Mosel, das die schmerzlich-schöne Vi­sion des Christus in der Kelter zeigt, wohl die merk- würdiaste Abfassung des Martyriums Christi, die man kennt. Die Breite des Bildes füllt die Dar­stellung der mächtigen, urtümlichen Spindelkelter, wie sie noch bis in bas vorige Jahrhundert an der Mosel im Gebrauch waren: ein viereckiger, steiner­ner Bottich, in dessen Mitte eine Holzspindel auf­ragt; langsam schraubt sich an dieser Spindel eine Holzplatte in den Bottich hinein, die Trauben pres­send, deren Saft an den Seitenkanälen des Bottichs hinausläuft. So, in diese primitive Presse gestellt, erscheint hier Christus, nackt und elend und gebückt unter der Last seines Kreuzes, das hier die Stelle der pressenden Platte vertritt schon strömt das Blut aus seinen Wunden und fließt vermischt mit dem Saft der Trauben, in die Gesäße der Men­schen. So einfach und naiv auf sein kleines mensch­liches Dasein, auf Ernte und Gewinn mitbezogen, sah der Weinbauer von der Mosel das Selbstopfer Christi, hineingestellt in den Alltag seines kleinen Lebens, und zugleich bindet er damit dieses enge Leben mit einer Weite und Freiheit der Gesinnung, die uns vielfach abhanden gekommen ist, dicht und

sofern man ganz stillgetreu sein will. Wenn aus diesem Gebiet also einige Zugeständnisse an die heutige Zeit gemacht werden, so soll das Mahl selbst dafür um so echter und unverfälschter sein. Kartoffeln wird es feine geben, denn sie wurden damals noch mit Mißtrauen und Verachtung abge* wiesen, dafür aber wird man pro Person ein Dutzend Wachteln und Lerchen und zwei Wildpaste­ten verspeisen dürfen, dazu Torte, Pfefferkuchen und kleine Pfannkuchen. Diese Speisekarte läßt sich wohl hören, aber ob die Speisen den verwöhnten Gästen munden werden, zudem man alle Mahlzev

stempelt werden. Dadurch wird der Betrieb nötig erschwert. Die Post bittet daher, die Marken tets auf' die oorgeschriebene Stelle des Briefum- chlags obere rechte Ecke der Ans­chrift f e i t e zu kleben und die Gebühr aus

Lich versetzt.

» Blutige Schlägerei. In der Nacht zum Sonntag kam es zwischen Einwohnern des Wohn- Viertels An der Kläranlage zu einem Streit, der in eine blutige Schlägerei ausartete. Dabei wurde ein Mann durch einen Stich in den Kopf so erheblich verletzt, daß er noch am Abend in die Chirurgische Klinik gebracht werden mußte, während ein anderer eine Stichverletzung im Arm davontrug und eben­falls gezwungen war, gestern morgen ine Hilfe der Klinik in Anspruch zu nehmen.

** Straßensperre im Kreise Wetzlar. Wegen Vornahme von Straßenbauarbeiten wird die Wegstrecke innerhalb der Gemarkung Katzen­furt im Zuge des Landweges Edingen-^- ' der Zeit vom 29. Oktober bis

den Kraftfahrzeug- und Fuhr-

einem künstlerisch ausgeführten Diplom. Damit war die offizielle Feier geschloffen. Frohe Unterhaltung und Tanz hielten dann die Jung-Meister, Jung­gesellen und Lehrmeister noch bis zum Abgang ihrer Züge gemütlich beisammen.

Aus der proviuzialhaupistadt.

Oie,7!S-Briefe"

als Unterrichtsmaterial in Hessen.

Die Ministerialabteilung für Bildungswesen des Hessischen Staatsministeriums hat in einer Ver­fügung die Schulungsblätter der NSDAP, im Rhein-MaingebietNS.-Briefe" als zusätzliches Unterrichtsmaterial für die Oberklafsen der Volks- und Höheren Schulen, sowie für alle Klassen der Berufs- und Fachschulen genehmigt und empfohlen.

In einem Gutachten heißt es u. a.: DieNS.- Briefe" unternehmen es, zu jedem zu sprechen, der sich mit dem Werden und dem Wollen des neuen Staates auseinandersetzen will. Sie bringen neben größeren Aussätzen eine Fülle von Tatsachenmate­rial als Grundlage zur Beschäftigung mit allen Fragen, die jeden Volksgenossen angehen. Es gibt kein Gebiet mehr, das den einen oder anderen nicht interessiert. Die Sprache derNS.-Briefe" ist knapp

unaufhörlich fest an das himmlische.

Es bildet dieses eigenartige Altarbild den Auf­takt der Sammlungen des Trierer Weinmuseums, die, einzig in ihrer Art, viel mehr sind als nur eine Versammlung kurioser Dinge für Kenner und Liebhaber des Weins, sondern zugleich ein Stück und ein recht beispielhaftes der langen kul­turgesättigten Geschichte dieser Landschaft und die- str Stadt. Auch beim Mein begann es mit den Römern. Römische Friese, Mosaiken, (Brabmäler mit der Darstellung der Weinlese da wird die Traube mit dem kurzen krummen Winzermesser vom Stock geschnitten nicht anders als heute. Bilder großer aufgefundener Weinlager, in breiten flachen Krügen, Dolien genannt, füllten sie noch die Keller fetzt ausgegrabener römischer Häuser. Neumagen an der Mosel, dessen Unzahl riesiger römischer Grabmale sich auf merkwürdige Weise er­halten hat da sie die Nachwelt, ohne sie zu zer­stören, benutzte, um ihre mittelalterliche Stadtmauer Damit zu befestigen trug das meiste zu dieser Kulturgeschichte des Weines bei: das große, weit über mannshohe, quaderförmige Grabmal, das dis

verdünnten!"

Trauriger Abstieg von den einfachen ausgewoge­nen Gefäßen der ältesten Zelt, noch des Mittelalters, noch des Biedermeier ein paar sanfte zarte Glä­ser mit blassem stumpfem einfachem Schliff bis zu den abnormen, überladenen und häßlichen Din­gen, die im 19. Jahrhundert die Industrie an ihrer Stelle herstellte: jene mit Inschriften und Orna­menten sinnlos überladenen Krüge die schweren, glitzernden Kristallgläser, In denen der Wein seine sanfte Farbe verlor, die schreiend bunten Romer.

Viel beruhigender, sich dann dem Tatsächlichen zuzuwenden, der schweren und mühsamen Arbeit, Die der Weinbau, wie jeder Landbau, erfordert. Hübsch sind die alten einfachen Geräte, mit denen man jahrhundertelang und zum Teil noch heute i die Rebe schnitt, den Boden lockerte, Rippe, Pflug und die Hotte, der uralte spitze, bei der Ernte ge-; brauchte Rückentragkorb. Etwas von sanftem Sie-: dermeierllcht umglänzt noch die bis 1910 ge­brauchen altmodischen Fanggeräte, mit denen man den Traubenwicklermotten zu Leibe ging: Fanglampen, Fangbecher, die man mit Apfelwein füllte, und Klebfächer. Altertümliche Handschwefler, Spundlochbohrer, hölzerne Weinschläuche, immer noch Biedermeierluft. Dann die ersten, einfachen, noch handbetriebenen Maschinen: eine Trauben- müyle, eine Korkmaschine, eine Reisbiegmaschine. Ein Raum ist der Erziehung der Rebe gewidmet, es heißt wirklich so. Es gibt eine Winkelerziehung, eine Pfahlerziehung, eine Drahterziehung und eine Pfahlbrahterziehung. Es klingt sehr hart. Da scheint

Daten für Dienstag, 30.Oktober.

1864: Wiener Friede: Dänemark tritt Schleswig- Holstein und Lauenburg an Oesterreich und Preußen ob; __ 1868: Der Maler Angelo Jank in München

geboren - 1910: Henri Dunant, der Begründer des Roten Kreuzes, zu Heiden in der Schweiz gestorben (geboren 1828); 1933: Eröffnung des Werberats der deutschen Wirtschaft.

Vornolizen.

Tageskalender für Montag. NS.. Frauenschaft Gießen-Nord: 20.30 Uhr, Cofö Monatsversammlung. Lichtspielhaus, Bahnhof­straße:Madame Butterfly".

Graf Luckner erzählt VDA..

Ortsgruppe Gießen veranstaltet am Mittwoch, dem 31. Oktober, in der Neuen Aula der Universität einen Vortragsabend. Graf Luckner, der bekannte See­fahrer, erzählt aus dem Leben desSeeteufels . Auf me heutige Anzeige fei besonders hingewiefen.

** Ein Fünsundachtzigjähriger Der Glasermeister Melchior Wadenpfuhl, Hitler- wall 19, kann am morgigen Dienstag in körperlicher und geistiger Frische seinen 85. Geburtstag feiern.

** Silberne Hochzeit. Arn morgigen Dienstag, 30. Oktober, feiern die Eheleute Karl Seibert und Frau Marle-Luife, geb. Zinnkann, Leihgesterner Weg 19 wohnhaft, das Fest der Silbernen Hochzeit. Gleichzeitig kann Herr Sei­he r t am 1. November 1934 auf fein 25jähriges Dienstjubiläum bei der Stadt Gießen zurückblicken.

** Gendarmeriepersonalie. An Stelle des von Lich nach Herchenhain versetzten Gendar­meriehauptwachtmeisters Jung wurde Gendarme- riehauptwachtmeister Schäfer von Butzbach nach

Ein Ereignis besonderer Art wird das Festessen sein, das eine bekannte Dame der englischen Gesell­schaft, Lady Newnes, demnächst in London ihren Gästen vorsetzen läßt. Es werden nämlich feine Speisen bargeboten, wie sie unserem heutigen Ge­schmack entsprechen, sondern es wird ein Festmahl aufgetragen werden, wie es vor drei Jahr­hunderten höchstes Wohlgefallen erregte. Zu­nächst hatte Lady Newnes die Absicht, auch die Tischsitten aus dem elisabethanischen Zeitalter we- an diesem Abend zu neuem Leben zu er­wecken, aber die Gastgeberin vermutet, wohl nut Recht, daß es den vornehmen Gästen dock; etwas zu unbequem wäre, sich ohne Gabeln zu bedienen und die Mahlzeit allein mit dem Löffel unter Bei- ... 1 Hilfe eines Stückchens Brot alsSchieber" vom

ch die hohen Teller zum Munde zu befördern; auch hat sie Be- Kapelle, wie, denken, die Speisen auf hölzernen Platten und 'zinnernen Tellern vorzusetzen, die zudem nach den einzelnen Gängen nicht gewechselt werden dürfen.

möglichst wenig Freimarken zusammenzusetzen. Das erleichtert der Post die Arbeit und fördert die pünkt­liche Absendung oer Briefe.

mein schäft, der innigen Verbundenheit aller Stände hin. Gegen diese Gemeinschaft der Deutschen werde vom Ausland her, auch wieder unter dem Einfluß jener fremden Rasse, gehetzt und zum Wirtschaftskampf aufgerufen.

Ls fei klar, daß das deutsche Volk auch diesen Kampf bestehen werde, wenn es fest Zusammen­halte und in unverbrüchlichem Glauben unse­rem großen Führer folge, so wie er stets feft- stand und immer den Glauben an fein deut- sches Volk hatte. (Beifall.)

Diesen Kampf werde das deutsche Volk bestehen, weil es wisse, wie stark Deutschland durch die Einigkeit seines Volkes geworden fei.

Welter ermahnte der Redner die Handwerks­meister, auch innerhalb des Handwerks fest zusammenzustehen. Kein Stand könne ohne den anderen leben, jeder Stand sei mit dem anderen unlöslich verbunden, einer müsse auf den anderen Rücksicht nehmen.

Jeder Handwerker müsse in dem anderen Hand­werksmeister nicht den Konkurrenten, sondern in erster Linie immer den Handwerkskollegen sehen. (Starker Beifall.)

Das Handwerk dürfe nicht vergessen, daß es wie­der wie früher dayin kommen müsse, nur durch Qualitätsarbeit vorwärts zu kommen. In stärkstem Pflichtbewußtsein müsse die Jugend er­zogen werden, im Geiste Adolf H i t ler s und in engem Vertrautsein mit der nationalsozialistlschen Idee. Es sei die Pflicht der Handwerksmeister, nicht etwa nur Lehrlinge am lausenden Band auszubu- den, sondern aus den jungen Menschen w e r t volle deutsche Handwerker zu machen und da­durch beizutragen zur Wiedererstehung des ehrbaren deutschen Handwerks. Das Handwerk muffe sich dabei immer das Vorbild unseres großen Führers Adolf H i t l e r zum Beispiel nehmen und den Nach­wuchs in seinem Sinne erziehen in dem Glauben: ein Gott, ein Führer, ein Vaterland. (Langanhai- tenber starker Beifall.)

©er Syndikus der Handwerkskammer Or. Keif-Darmstadt

überbrachte hierauf die Grüße des Präsidenten der Handwerkskammer und des hessischen Handwerks. Er betonte u. a., die Jungmeister und Junggesellen müßten sich immer bewußt sein, daß das Hand- werk jetzt in unserer deutschen Volksgemeinschaft den Platz wieder einnehme, der ihm zukomme. Wei- ter betonte er, daß an diesem Tage der Feier des Handwerks besonderer Anlaß bestehe, unserem Fuh- rer Adolf Hitler erneut zu danken für feine große Tat, durch die es erst möglich geworden sei, weiter für das deutsche Volk zu schaffen und zu wirken. Der Redner wies dann auf die stolze Tra­dition des Handwerks hin und unterstrich dabei die Notwendigkeit, im Handwerk stets das Zusam­mengehörigkeitsgefühl wachzuhalten und es an den jungen Nachwuchs weiterzugeben. Mit herzlichen Glückwünschen an die jungen Meister und Gesellen schloß der Redner seine Ansprache.

Hierauf wurden die Meister- und Gesellenbriefe an die jungen Meister und Gesellen verteilt, wobei jeder Empfänger auch ein von Dem Präsidenten der Handwerkskammer Darmstadt Fritz Müller ge­schriebenes BuchNationalsozialistische Revolution im Handwerk" erhielt.

Die Aushändigung der 380 Meisterbriefe nahm geraume Zelt in Anspruch. Nach einer durch ein Musikstück verkürzten Pause, nahm

Kreishandwerksmeister Stühler

in feierlicher Welse die Freisprechung der Junggesellen und Junggesellinnen vor. Namens der Handwerkskammer Nebenstelle und der Handelskammer richtete er einige be­herzigenswerte Worte an sie. Er sagte: Wenn Sie nun hinausgehen in den Kampf des Alltags und des Lebens, wenn Sie in Ihrer Arbeitsstelle noch kurze Zeit bleiben ober Ihren Arbeitsplatz wechseln, so denken Sie an eins und beherzigen Sie es Tag um Tag, daß Sie nun noch lange nicht die fertigen Jungmänner ober Jungfrauen sind, die Sie zu Jein glauben. Wir Weiteren wissen es besser, und beson­ders wir müssen jeden Tag neue Eindrücke und neue Erfahrungen aufnehmen. An jeder Arbelts- ftätte sind die Gepflogenheiten andere. Wir müssen

darum von jedem älteren Gesellen oder Meister uns belehren lassen und immer und jeden Tag neu lernen Wir wollen dienen dem Berufsstande und dem geliebten Daterlande. Das können wir nur in- dem wir an uns selber arbeiten, uns unterordnen und dienen lernen, damit wir spater auch einmal führen können. Nur derjenige wird vorwärts- kom- men, sich behaupten und eine Stelle sichern tonnen, der sich einzufügen versteht m den Betrieb, in den ^Bevor^ich Sie nun losspreche, habe ich noch fol- gende Fragen an Sie zu richten:

Nachdem Ihr t>or bet ^rufungstommiffion theo- retisch und praktisch gezeigt habt, daß Ihr reis seid, um künstighin als Gehilfen zu arbeiten, werde ich Euch nun, nachdem Ihr folgendes

Gelöbnis

bejaht habt, freisprechen:

Ich frage Euch:

Wollt Ihr Euch künftighin als Gehilfen allezeit bemühen überall durch Treue, Fleiß und Gehor­sam Eurem Berufsstand Ehre zu bereiten?

Wollt Ihr allezeit bemüht sein, gute Volks­genossen und Deutsche zu sein, wo Ihr auch steht?

Wollt Ihr allezeit bemüht sein, Eurem Führer die Treue zu halten in Zucht und Ordnung?

So bekräftigt das, indem ihr sprecht: ,^Ja, wir geloben es."

Die Junggesellen und Junggesellinnen sprachen stehend das Gelöbnis aus.

Kreishandwerksmeister Stühler sprach sie bann frei zu Gesellen.

Die äußere Bestätigung dafür erhielt jeder ein­zelne in einem Gesellenbrief in Paßform und in

Oberheffen.

Derkehrsunfall bei Lich

* Lich, 28. Okt. Gestern zwischen 17 und 18 Uhr ereignete sich auf der Landstraße Nieder-Bessingen Lich ein Verkehrs Unfall. Dort streifte der Kraftwagenführer K n ö ß von Lich beim Aus­weichen den Wagen des ihm entgegenkommenden Pferdefuhrwerks des Landwirts Sehrt von Ober-Bessingen. Dadurch verlor Knöß die Herr- chaft über den Kraftwagen, der die- chung der Landstraße hinabfuhr und um- türzte. Knöß und fein Beifahrer wurden ver­letzt und mußten in das Städtische Krankenhaus 3U Lich gebracht werden. Der Wagen wurde be­schädigt. Den Pferden und dem Landwirt Sehrt ist zum Glück nichts passiert.

TS Jahre Oberrealschule Alsfeld.

§ Alsfeld, 27. Okt. Hier fand in dem neuher­gerichteten Singsaale der Oberrealschule eine schllcyte Erinnerungsfeier anläßlich des 2 5 j ä h r i - gen Bestehens der OberrealfchUle statt, zu der sich eine Anzahl geladener Gäste, u. a. der Stadtoorstand, das Lehrerkollegium und der Vor­stand des Vereins ehemaliger Oberrealschüler, ein« gefunden hatte.

Oberstudiendirektor Dr. Hainer wies in seiner Ansprache einleitend darauf hin, daß am 24. Ok­tober 1909 bas neue Oberrealschulgebäube seiner Bestimmung übergeben worden sei. Mit der Errich­tung dieses modernen Schulbaues habe sich die

Unversehens öffnet sich eine schwere alte Tür,' und man steht, nach so vielen Sälen, in einer kiel-, nen Kapelle. Zart fällt bas Licht buru, '

spitzbogigen blassen Fenster. Eine alte Kapelle, wie so viele in Trier, längst nicht mehr zu Kirche unb Kultus bestimmt, sondern um in dies Museum ein- bezogen. Mächtig und urwelthast wird der gotische Kirchenraum ausgefüllt durch eine alte Baumkel- ter, ungeheures, schwer bewegliches Gerät aus gro­ben schweren Stämmen: in ihnen wurde noch frü­her, ehe man (im 18. Jahrhundert etwa) die hand­lichere Spindelkelter erfand, die Traube gekeltert. Auch Spindelkeltern und eine primitive Apfelmühle stehen in dem gleichen Kirchenraum ein ganzes Mittelalter wogt um diese alten Dinge samt der Kirche: schwere Arbeit, wildes Fest, Unglück und Frömmigkeit. Da ist er wieder, jener Sinn, der wie in dem Bilde von Ehristus unb der Kelter unb ö««m

man begegnet ihm noch heute überall in bi es er ten reichlich pfeffern unb würzen muß, bleibt noch Landschaft das Jrbische und das Himmlische mit dahin gestellt. Jedenfalls kann sich Lady Newnes Gleichmut in Eins zusmnmenfaßt. ,...... v rM v

Man verläßt das Museum, bas in Wirklichkeit !

der bezaubernde frühklassizifttsche Bau eines alten "-

mitgeteilt:

Die Freimarken bürfen sich nicht an beliebiger Stelle bes Briefumschlags befinben, wie bies die Versenber nach vielfachen Wahrnehmungen anzu­nehmen scheinen, sonoern finb, wie bie Postordnung ausdrücklich vorschreibt, in der oberen red)« ten Ecke der A u f s ch r i f t s e i t e aufzukle­ben. Diese Stelle ist dafür am geeignetsten. Denn auf ihr wird der Aufgabestempel abgedruckt, der gleichzeitig die Freimarken entwerten soll. Befinden sich die Marken an anderer Stelle, so sind mehrere Stempelabdrucke erforderlich; wo zur Beschleuni­gung des Stempelgefchäfts Maschinen laufen, müssen solche Sendungen besonders noch mit der Hand ge»