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NieberiLchsijche «Bauern in ihrer altüberlieferten Tracht, wie man fie auf dem Bückeberg wieder sehen miro.
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Was nun der Dichter singt und sagt zum Preise : der Ernte, das ist einmal das, was er ausnimmt - mit seinen Sinnen: das dichterisch gestaltete Erntebild, zum zweiten ist es der Einklang mit dem aus den Urtagen der Menschheit sich herleitenden Fruchtbarkeitsglauben und Fruchtbarkeitszauber, und drittens ist es der Aufschwung zum Gleichmswert der Ernte und zum brüderlichen Allgememgenutz der Ernte.
Das Erntebild drängt im lyrischen Gedicht zu ' ehrlicher Hinnahme des Sinnen-Eindrucks, zum dankbaren Geöffnetsein für alles das, was sich da an Klängen, Gerüchen und Gesichten darbietet, und die ehrliche Hinnahme bewahrt den Dichter wieder- um vor Ueberschwänglichkeit. So kernig und gesund wie die Scholle und alles Leben in ihr und aus ihr ist, muß auch das dichterisch gestaltete Erntebild jein: jchlicht, geprägt und groß.
„Wie herrlich stand die Ernte dieses Jahrs: Wenn ich durch meine Roggenstiege trabte, Pflückte zu gleicher Zeit sich rechts und links Die Sporenschnalle eine dicke Aehre — So enggedrängt, tiefnickend standen sie."
Das ist ein Realismus in edler Pflege, hier w-ird die Notiz eines schlichten Erlebnisses Dokument eines ganzen großen beglückenden Zustandes, vorüberreitend hat hier Borries von Münchhausen einen stillen Zustand in Bewegung aufgelöst, damit er selbst im kleinen Raum der fünf Verszeilen das erregt, was man poetische Spannung nennen kann. Nun, vom Erntefeld aus weitet sich das Bild, weitet sich der Blick und die Empfindung:
„Golden streift der Sommer meine Heimat, brotwarm schwillt das hohe, reife Korn, wie in meiner goldnen Kinderzeit —
so beginnt:
„Nun flog die letzte Garbe auf. Hopp, Anneliese, obendrauf! Die Erntekrone, bänderbunt, Die sollst du hoch aufheben, Und singe mit dem roten Mund Ein helles Lied dem Leben."
Das also ist gedichtet „im Einklang", wie wir sagten, „mit dem uralten Fruchtbarkeitszauber". So hat es auch einen tiefen Sinn, wenn die Frauen im Ernte- Brauchtum eine so wichtige Rolle spielen. Gegenwartsfrisch und unbeschwert hält das Gustav Schüler fest in seinem „Erntelied für Anneliese ,
alte Fruchtbarkeitszauber. Jeder, der mit dem Landleben vertraut ist, kann diesen und jenen Ernte- „Aberglauben" auf seine Wurzel im heidnischen Ritus zurückführen — die Volkskunde, dle heute jedermann zugänglich ist, gibt da reichen
Im Christentum hat sich dann der eine Gott, der himmlische Vater, auch als Herr der Ernte offenbart; seine Kinder, die Menschen, sind die beauftragten Arbeiter. Dieses Treuverhältnis lebt sichtlich in der Zeit vom Glockenläuten beim Erntebeginn, vom Ansetzen des Mähens mit einem schlichten, frommen „so, nu Help Gott!" bis hin zum Erntedankfest wenn der Landmann, verbunden mit der gottesfürchtigen Art seiner Väter, singt:
„Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit, Lobt ihn mit Schalle, Werteste Christenheit!"
treten
Im' Kreis Gießen ist die Spielvereinigung 1900 leider der einzige Verein, der den Dereinsmeister- schaftswettbewerb bestreitet. Unter Aufsicht von Kreisleichtathletikwart Richtberg kommen die oben angeführten Disziplinien auf dem 1900-Sport- platz zum Austraq. Wegen des Erntedankfestes und I auch um eine Ueberanstrengung der Wettkämpfer zu verhindern, wird eine Teilung vorgenommen dahingehend, daß die Hälfte der Konkurrenzen heute (Samstag) nachmittag, der übrige Teil morgen vormittag zum Austrag kommt. Es find bei dem vorhandenen ausgeglichenen Material spannende Kämpfe zu erwarten, zumal jeder sein Bestes leisten muß.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
Spvg. 1900 I — Spv. 05 wehlar I.
habe Dank, geliebte Erde!
Schwalben rufen mich hinauf ins Blaue, weiße Wolken türmen Glanz auf Glanz, wie in meiner blauen Jünglingszeit — habe Dank, geliebte Sonne!"
So singt Richard D e h m e l. Und wenn wir jetzt zwei Gedichte zusammenstellen, eines von Gustav Schüler und eines von Mörike, dann haben wir, in meisterlichem Spiegel, den Segen der Som- mernatur vom Abend des heißen Tages bis zum September, der schon von Kälte leise umschauert ist, und haben, im Gedicht Schülers, noch den Vorzug einer sprachlichen Neubildung von ganz besonderer Sinn- und Klangtiefe zu begegnen: dem Worte „wogig".
„Ein goldener Sommertag ist hin, Doll Fülle bis zum Rande.
Nun neigt die Nacht, die Schläferin, Sich über die blumigen Lande.
Das roogige Goldkorn wiegt sich ein Und der rote Mohn und die Winde Und am Bretterzaun der wilde Wein Und am Hoftor die alte Linde."
Das für den kommenden Sonntag angesetzte Meisterschaftsfußballspiel Sportverein 05 Wetzlar I gegen 1900 Gießen I kommt zum Austrag. Beide Gegner einigten sich dahin, das Treffen schon am Sonntagvormittag in Wetzlar auszutragen, damit die Beteiligten am Nachmittag am Erntedankfest teilnehmen können. Der Gang nach Wetzlar ist für die Gießener noch nie leicht gewesen. Unter Beruck- I fid)tiqung der knappen Niederlage, die 1900 vor kurzem auf eigenem Platz erlitt, kann man auch jetzt den Gießenern keine allzu große Hoffnung machen. Es müßte denn sein, daß sich 1900 zu der großen Leistung des Borsonntags aufschwmgt Die Aufstellung dürfte dieselbe sein wie am Dorsonntag. Im Sturm dürfte Horz (2./15), dem man überragendes Können nachsagt, erstmals mitroirten. Die Gießener werden sich nicht so leicht unterliegen lassen. Der Ausgang des Kampfes ist vollständig offen. Die Spielleitung hat P f e i l (VfB.-Kurhessen Marburg), u^ Z Mannschaft steht ebenfalls schon vormittags in Lokaltreffen auf des Gegners Platz den gleichen Mannschaften des VfB.-Reichsbahn gegenüber.
VfB.-Reichsbahn Gießen.
Das Spiel der ßigamannfdjaft fällt, um allen die Teilnahme am Erntedankfest zu ermöglichen, aus Alle übrigen Mannschaften stehen im Lokalkampf den gleichen der Spielvereinigung 1900 gegen-
Jahre stolz sein. ,
Die Kassenverhältnisse des Vereins sind befriedigend. Die Jahresbilanz schließt mit einem kleinen Ueberschuß ab. Als nächsten Punkt der Tagesordnung erfolgte die Führerwahl. Namens der Versammlung dankte das Ehrenmitglied Reitz dem seitherigen Vereinsführer für feine dem Verein geleistete Arbeit und schlug ihn zur Wiederwahl vor. Auf einstimmigen Beschluß der Versammlung wurde Herr Hauck wiederum zum Dereinsfuhrer gewählt. Zu seinen Mitarbeitern berief er folgende Herren: Kassierer W. Müller, Schriftführer W. Damm, Saalfahrwart K. Kehler, Rennfahr- wart A. Deibel. Ferner gehören dem Vorstand an: Ehrenvorsitzender A. Kircher und Sportaus» schußvorjitzender A. D e i ch e r t.
Der Verein feiert im nächsten Jahre sein 50- jähriges Bestehen. Aus diesem Grunde wurde bereits ein Ausschuß gebildet, der die Vorarbeiten treffen soll. Zum Schlüsse gab Herr Reitz noch einen sehr eindrucksvollen Bericht über die Weltmeisterschaften in Leipzig, der bei den Anwesenden starken Beifall fand. Der Vereinsführer schloß die Jahreshauptversammlung mit einem „Sieg-Heil auf den Führer und Kanzler Adolf Hitler.
Kleinkaliber-Preisschießen inLaunSbach
bad)) mit je 97 Ringen.
Der Schützenverein Launsbach kann mit feinem ersten größeren Preisschießen, bei dem die vier ersten Preise von seinen Mitgliedern errungen wurden, sehr zufrieden fein.
Darmstädter Segelflieger gewinnt den preis des Frankenführers Streicher.
Der Franken-führer Streicher hatte vor einiger Zeit bei einem Besuch auf dem Hesselberg demjeni- gen ein Segelflugzeug zu stiften versprochen -em es als Ersten gelänge, einen Segelflug vom Hesselberg nach Nürnberg auszuführen. Dieser Preis ist jetzt von dem bekannten Darmstädter Segelflieger Fischer errungen worden, der zufällig auf dem Hesselberg weilte. Er startete zur Mittagszeit bei einem günstigen Südwestwind und landete glatt auf dem Nürnberger Flughafen. Damit ist ihm der Preis des Gauleiters, ein Segelflugzeug, zugefallen.
Olympia-Kernmannschast der Freistilringer.
Nach den Prüfungskämpfen im Freistilringen in Bremen und München hat der Deutsche Schwerathletik-Verband nun auch eine Olympia'Kernmannschaft der Freistilringer zusammengeftellt. wie lautet: .. , ,
Fijcher (Zweibrücken), Brendel (Nürnberg), Borowsky (Darmstadt), Wittwer (Dresden), Hering (München), Nagel (Witten), Ehrt (München), Schwarzkopf (Koblenz), S p e r ling (Dortmund), Lehner (Nürnberg), Scha« fer (Schifferstadt), Kolb (Nürnberg), Ne u ha us (Essen), Földeak (Berlin), Ke l (Bres°u. . Engelhardt (Freising), Birkholz (Hamburg), । Auoersch (Koblenz) und Welp (Kirchlmde).
Ergebnis des Gordon-Bennen-
Dichter preisen die Ernte.
Ein Erntekranz ans deutscher Dichtung zum Tage des deutschen Bauern.
Don Or. Johannes Günther.
Amerika aus der Olympiade.
Die Amerikaner haben sich endlich entschlossen, der deutschen Einladung zu den Olympischen Spielen vom 1. bis 11. August 1936 Folge zu leisten. Etwas lange hat es gedauert, dis sie sich bereit erklärten, ihre Mannschaften zu entsenden, aber sie I haben sich doch überzeugt, daß alles, was man sich über Deutschland erzählte und was tagaus, tagem eine vom Deutschenhaß zehrende Presse ihnen vorsetzte, Lüge und Bluff ist. In Deutschland bedauert man es, daß sich die amerikanische Sportbehorde von dieser Deutschenhetze beeindrucken ließ und nicht eher ihr Jawort gab, bis ein von ihr entsandter Vertrauensmann zurückgekehrt war. Er hat, uno das ist unsere Genugtuung, alle Lügen der berufsmäßigen Deutschenfresser hundertprozentig zuruckweisen können, weil er in keinem einzigen Falle für die gegen uns erhobenen Beschuldigungen eme I Bestätigung finden konnte. Wenn 1936 mehrere hundert amerikanische Sportler in Deutschland weilen wenn edensoviele Journalisten heruberkommen und hoffentlich auch tausend amerikanische Burger es sich nicht nehmen lassen werden, als Zuschauer an den Wettkämpfen teilzunehmen, dann wird hoffentlich bei dieser Gelegenheit die in Amerika noch immer schwunghaft betriebene Deutschenhetze den Todesstoß erhalten. Denn die Amerikaner, die herüberkommen, sollen nicht nur im Stadion bei Berlin weilen, sie sollen mit offenen Augen m Deutsch- land Herumreisen, damit fie sehen, daß das neue Deutschland durchaus nicht mit dem übereinstimmt, was gehässige Verleumder darüber verbreiten.
Deutsche VereinSmeisterschast 1934.
Die zweite Mannschaft hat die Scharten der letzten Spiele auszuwetzen, eine Aufgabe, die ihr trotz der bis jetzt gezeigten Formverbesserung ntcht leicht allen dürfte. Die Hauptaufgabe beider Mann- chaften ist, den Kampf fair und ritterlich durchzuführen. Das Spiel ist offen.
Die Dritte hat bis jetzt ^elgt, daß sie von der Form des letzten Jahres nicyts eingebüßt hat. Diese Tatsache und die (Erinnerung an den letzten Lokalkampf sollte sie dav»r bewahren, ihren Gegner zu leicht zu nehmen, der sich erst bei Schlußpfiff ge- chlage« geben wird.
Die erste Jugend wird sich auch dieses Mal als geschlagen bekennen müssen. Sie muß um ein ehrenvolles Resultat kämpfen.
Jahreshauptversammlung des Gießener ^adtahrer-Aerein 1885
Der Kleinkaliber - Schützenverein Launsbach baute sich in diesem Jahre eine Schützenhalle. Aus diesem Anlaß wuvde auch das erste größere öffentliche Preisschießen veranstaltet. An den drei jüngsten Sonntagen, an denen sich das Schießen abwickelte, waren zahlreiche Freunde des Schießsportes gekommen, um sich zu beteiligen. Auch von außerhalb, aus Krofdorf, Wißmar und Lollar, hatten sich Schützen eingefunden. Geschossen wurde auf 50 Meter liegend freihändig. Gewertet wurden die drei mal drei besten Schüsse, um so den besten Durchschnittsschützen feststellen zu können. Die Lei- ftungen dürfen als gut bezeichnet werden. Es errangen Preise: Rudolf Müller und Otto Debus mit je 105 Ringen; Rich. Pfeiffer, Karl Schmidt (sämtliche aus Launsbach) und Willi Schmidt (Krofdorf), mit je 102 R.; Erich Schön (Lollar), Karl Wagner und Wilh. Fries (beide Krofdorf), mit ie 98 R.; Ernst Müller und Hch. Pfaff (beide Launs-
„Dem dunkeln Schoß der heil'gen Erde Vertraut der Sämann seine Saat Und hofft, daß sie entkeimen werde „ Zum Segen nach des Himmels Rat.
Erntezeit — heilige Zeit! Mit der Fülle der Gaben oder in der Heimsuchung, im Verderben: gleichviel, es ist heilige Zeit. Nach den bangen Monden des Wachsens und Reifens nun die Tage Der Entscheidung: was ist geworden? Beschenkt oder gezüchtigt, im Glück oder in der Not — immer fühlt der Mensch die Macht über sich, die gebende oder entziehende. Wer ist diese Macht? Er sinnt ihr nach, er glaubt ihr nach, er dichtet ihr nach. .
Dies Sinnen, Glauben, Dichten war eines in Der Kindheit des Volkes. Und was man vor Jahrhun- berten, vor Jahrtausenden in gläubiger Scheu tat, um den Göttern der Ernte zu dienen, davon sind auch heute noch immer manche Reste im Volke lebendig. In manchem Erntebrauch steckt noch Der
anstaltete der Verein ein großes Straßenrennen und war ferner Ausrichter der Bezirksmeisterschaften im Saalfahren. Seine aktiven Fahrer haben ihr Können in großen Rennen und Saalwettbewerben unter Beweis gestellt. Der Verein steht mit seinen Erfolgen in diesem Jahre weitaus an ber Spitze des Bezirks Gießen. Der Gießener Rad- fahrer-Verein von 1885, der auch in bezug auf Verbandsmitgliedsstärke an der Spitze des Bezirkes marschiert, kann auf seine Erfolge im vergangenen
Durchführung der Wettbewerbe bei der Spvg. 1900.
Auf Anordnung des Deutschen Leichtathletitver- bandes soll der Beteiligung an der Deutschen 23er- einsmeisterschaft erhöhte Bedeutung zukommen. Dies hat seine guten Gründe, hat doch diese sich über das ganze Reich erstreckende Konkurrenz als Prüfstein der Vereinsarbeit zu gelten. Zehn Wettbewerbe, nämlich 200 Meter, 400 Meter, 1500 Meter, 5000 Meter, Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Hammerwerfen, 4X100-Meter-Staffel und 4X800-Me- ter-Staffel, sind zu erledigen. In jeder Hebung können beliebig viel Leute antreten, gewertet werden jeweils die vier Besten. Bei der 4X100-Meter-Staf- fel müssen zwei Mannschaften, bei der 4X800°Me- ter-Staffel eine Mannschaft am Start sein. Zu Grunde gelegt wird die 1000-Punktwertung. Hoher Durchschnitt, sowohl in den Läufen als auch in den technischen Hebungen, ist' also notwendig, um nut einer annehmbaren Punktzahl in Erscheinung zu
Unb dann geht's den Weidenweg dahin, im lopp durch die Dorfstraße, zum Erntetanz, dem Liebsten in die Arme! Unb so knüpfen sich auch an die Ernte der Feldfrüchte sinnbildliche Gedanken, kraft- drängende, symbolische Vorstellungen der Dichter vom Sinn des fruchtbaren Weibes im Ganzen der Schöpfung. W i l d g a n s' Gedicht „Empfängnis , Schülers „Ernte" (aus dem Buch „Auf den Strömen der Welt"), I o h st s wundervolle Mutterlieder und endlich Ruth Schaumanns zarte
„Ernte", die anhebt:
„Nimm alles, was ich habe, Weil du mich mir gegeben, Die Ernte meiner Reben, Die Schuh zu meinem Stabe, Nimm der Gewänder Schweben Und meines Mundes Labe Wie eine Bienenwabe
Mein Leben deinem Leben —" stellen eine Skala der Gestaltungsmöglichkeiten dar.
Ruth Schaumanns Wort „... laß uns vor Gott die Sttrne neigen' treibt den Dichter ange- sichts des Emtedildes zum Nachsinnen über den Gleichniswert der Ernte. Daß selbst die vorschrei- tenbe Technik des neuzeitlichen Ackerbetriebes solche Gedanken und Empfindungen nicht tötet, davon zeugt Münchhausens „Lied der Dreschmaschine". Die unzähligen ausgedroschenen Körner geben dem Dichter zu denken: die allermeisten kommen in die Mühle und werden zermahlen, nur sehr wenigen ist es vergönnt, wieder Saatkorn zu werden. In der Ausgongsstrophe heißt es:
„Die Dreschmaschine stampft und stöhnt unb summt dazu den dumpfen Sang:
Wettfluges.
Das Ergebnis des G°rb°n-B-nnelt-WettIlug-s wurde jetzt bekanntgegeben. De-, B-- land" belegte dabei e nen ehr «»«E«"
Ergebnis: Äffi
Pomaski) 1331,8 Kilometer, tanrnil
(Burzynjki-Zakrewjki) 1304,5 Kilometer, 3 „$olo nia"-Palen (Janusz.Wawszak, 11842 Kilometer 4. „Belgica-.Belgien 1177,8 SUometer 5 ,,3ut dji 1051 4 Kilometer; 6. „Stadt Vastl ^^^ 990 9 Kilometel; 7. „L'aigle"-Frankreichi MR R 8 I>ux"-Jtalien 843,1 Kilometer::
g^Äut°chiand"-Deutschland <Götze-Vogel) 815> Kilometer. _ ,
Kurze Gportnoüzen.
fians Stuck geht als Favorit in W Rennen auf dem Masaryk-Ring bei Brunn M hpuHrfie Meisterfahrer konnte bereits im Trauung den'bk-h-r °°n dem Franzosen Chiron gehalten" Rundenrekord von 14:24.8 auf 14:09 Minuten ver bessern. *
SA-Sturm 10/2 Berlin gewann auch d>- zehnte Etappe der großen SA.-Radfernfahtt, oi von Schweinfurt über 163,2 Kilometer nach Rudel stadt führte, in der Zeit von 6:10 Stunden. Zweiter wurde die Standarte 168 Offenbach vor 12/11 Breslau. Auch im Gesamtergebnis konnte der- »g reiche Sturm vor Offenbach und 10/3 Berlin semen Vorsprung weiter befestigen.
*
Di, deutschen Tennisspieler, die ein Turnier in Meran teilnahmen, konnten auch aiu Freitag schöne Erfolge erringen. Im Herrenem^ schlug Henkel den Italiener Quintavalle 6:1, und Denker siegte über Migone 7:5, 6:4. Im 2) pel kamen Denker-Lund über Cerati-Catalano 6- 5:7, 6:2 eine Runde weiter. Im offenen Dam en, einzel trugen Frl. Sander, Frau Fnedleben। f Frl. Ullstein weitere Siege davon. Im ^oiiz°P - der Damen konnte sich nur Frl. Horn durch e i 6:1-, 6:1-Sieg über Frl. Manzutto m die nacyjr
Am Donnerstag hielt der Gießener Radfahrverein von 1885 feine diesjährige Jahreshauptversammlung im Dereinslokal „Hessischer Hof" ab. Der Führer des Vereins Hauck gedachte zunächst des in diesem Jahre verschiedenen Ehrenmitgliedes, Herrn Th. Loos, zu dessen Gedenken sich die Anwesenden von den Plätzen erhoben. Sodann gab ber Vereinsführer einen Bericht über das abgelaufene Sportjahr. Diesem Bericht schlossen sich die Berichte der Fahrwarte Deibel, Keßler und Damm an, aus denen deutlich zu ersehen war, daß der GRD. v. 1885 in dem ersten Jahre des Bestehens des Deutschen Radfahrer-Perbandes fein Möglichstes getan hat, um an der Ertüchtigung unserer Jugend mitzuarbeiten. Der Verein war in diesem Jahre erstmalig wieder mit Bahnrennen an die Oeffentlichkeit getreten und der Besuch der 23er- anftaltungen bewies, daß der Radsport auch in Gießen noch viele Anhänger besitzt. Weiter ver- Runde einspielen.
„Im Nebel ruhet noch die Welt, Noch träumen Wald und Wiesen, Bald siehst du, wenn der Schleier fallt, Den blauen Himmel unverstellt, Herbstkräftig die gedämpfte Welt In warmem Golde fließen.
In der zwölften römischen Elegie erzählt Goethe vom Ursprung der eleusinischen Mysterien
„ ..daß Demeter, die große,
Sich gefällig einmal auch einem Helden bequemt. Als sie Jasion einst, dem rüstigen Komg^ der Ihres unsterblichen Leibes holdes ^^^gene Da war Kreta beglückt! Das Hochzeitsbette der Göttin
Schwoll von Aehren, unb reich drückte den Acker ' bie öaat.
Wie viele Körner mahlt
Die Not des Alltags
tot zu Mehl und Brot,
Wie wenige gehn aus dieser Zeit
Zur Ewigkeit den stolzen Gang,
Aus tausend Keimen hoffnungsvoll — wie wenige gehn zur Ewigkeit!"
Es gab eine Zeit, da Tausende im deutschen Land darbten und bitter wurden und voller Haß gegen bie wenigen Bevorzugten, die da hatten. Aus solcher Stimmung ist einst Richard D e h m e 1 s bichterisch außerordentlich starkes Lied „Mahle, Mühle, mahle!" entstanden. Nun aber bricht die Zeit des Brudertums an, und auf sie mögen wir zukunftsgläubig bie tiefen sozialen Worte anroenben, die Heinrich Sohnrey dem alten Ackerknecht in den Mund legt:
Dreißigmal schon pflügt ich diesen Acker Schnitt in Furchen ihn wie's Brot in Scheiben, Unb die Würmer krochen in den Furchen, Daß die Krähen all sich sätt'gen konnten, Wenn sie in der Morgenfrüh sich sonnten. Dreißig Jahre!
Millionen fitzen froh zu Tische,
In den Korbern liegen blanke Brote, (Alle Menschen haben satt zu essen.
Segne es, Gott, den Großen wie den Kleinen Und laß deine Sonn' uns weiter scheinen.
Dreißig Jahre!


