Wirtschaft
Buntes Allerlei
vranffun a. Dl.
Berlin
Srannur a. jji
Bern
Devisenmarkt Berlin — $ranffurl a M
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26.1. | 27-1.
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150 174,75 151,25
A.E.S. .
Bekula.
Hamburg-Amerlka-Pakei Hamburg-Südam. Dampfschiff Hansci-Tampfschiff .
Lloyd
g.®. für Perfehriroefen Akt. . berliner Handelsgesellschaft . Kommerz, unv Brioat-Bank . ®mtfAecJ8.anf und Disconto-
Gesellschaft .....
Dresdner Bant Reichsbant .......
Watzenborn-Steinberg. 20 Uhr: Ev. Kirchl. Frauenverein. — Bettenhausen. 18.30: Dankgottesdienst zur einjährigen Kanzlerschaft des Führers. — Langsdorf. 20: Dankgottesdienst zur einjährigen Kanzlerschaft des Führers. — Hungen. 20: Gottesdienst zur ersten Jahresfeier der Wende zum Dritten Reich. — Langd. 18: Gottesdienst zur ersten Jahresfeier der Wende zum Dritten Reich. — Großen-Buseck. 20: Gottesdienst. — Oppenrod. 19: Gottesdienst. — Garbenteich. 19: Gottesdienst. — Hausen. 20.15: Gottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 20: Dankgottes-
lis, der damit diese Würde sich zum viertenmal eroberte. Daß Abbott erklärte, er sei heiser gewesen, nützte ihm nichts. Die Wettkämpfer müssen einen Text von 100 Worten, der mit „God save the King" endet, in einer bestimmten Tonart und mit dem nötigen Pathos so vortragen, daß er weithin vernehmbar ist. Wie ernst es die Preisrichter nehmen, geht daraus hervor, daß die vier, die diesmal in engeren Wettbewerb kamen, nicht weniger als dreimal den Text deklamieren mußten, bevor die endgültige Entscheidung erfolgte. Anglis ist besonders stolz darauf, den Titel errungen zu haben, weil der Stand des Stadtausrufers von Marlborough bis aufs Jahr 1204 zurückverfolgt werden kann und die Wettkämpfe von dem großen Jahrmarkt der Stadt, bei dem sich viele Ausrufer zu versammeln pflegten, ihren Ausgang genommen haben.
I. <8. Farden.Invustrte ScheideanstaU........
Goldschmidt Rülgerswerke ...
Metallgesellschaft
66,5 I 83 98 |
töuoerui
Deutsche Erdöl Gelsenkirchener
19,25
6,3 5,55 5,65
5,5
5,6
Mansselver Bergbau ..
Kokswerke
Phönix Bergbau ....
Rheinische Braunkohlen
Rheinstahl
Bereinigle Stahlwerke.
Otavi Minen
Kaliwerke Aschersleben.
Kaliwerke Westeregeln .
Kaliwerke Salzdetfurth
42,25
43,13 47,75
35,25
40,5 47,25
16,75
150,5
176
152,5
19,9 0,85 6,25
5,6 5,5 6,9
5,5
Belgische Noten
Dänische Noten ...... ....
Englische Noten Französische Noten ..
Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, d 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten ...........
Schweizer Noten Spanische Noten
Ungarisch« Llotr» ...............
20
6,1
5,8
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6,8
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5,65
Datum
EFä
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5,6
5,9
L-
* Noch kein Inkrafttreten der Einheitskondition in der Textilindustrie. Gegenüber vielfach zutage getretenen Auffassunaen muß eindeutig festgestellt werden, daß die neue Einheitskondition der Textil- und Bekleidungsindustrie bisher noch nicht in Wirksamkeit getreten ist. Ihre Inkraftsetzung durch die beteiligten Spitzenverbände ist vielmehr erst für Mitte Februar in Aussicht genommen. Es ist selbstverständlich, daß die neue Einheitskondition erst mit ihrer Inkraftsetzung zur An- Wendung gelangen kann. Für alle vor ihrer Inkraftsetzung getätigten Abschlüsse gelten daher, wie der „Konfektionär" mitteilt, nach wie vor die bi«, her üblichen bzw. vereinbarten Geschäftsbedingun- gen.
^fr.fängerung der Z i n s v e r b i l l i- z^ugf ur Meliorationsdarlehen. Mit Nucksicht daraus, daß die beginnende Besserung der rlC-?/r Landwirtschaft noch nicht so weit'fort- geschritten ist, daß die Zinsverbilligung für Bodenverbesserungsdarlehen eingestellt und den Schuldnern
rÜL*9'zww- X
20 1 20,51
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Voesch Eisen—Köln-Neuessen *' älse Bergbau
Ilie Bergbau Genüsse .""*.***
Klöiknerwerke ..... ' 0
Mannes mano-Röbrrao
Leipziger Frühjahrsmesse 1934.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen macht darauf aufmerksam, daß auch dieses Jahr wieder Sonderzüge nach Leipzig fahren werden, und daß auch andere weitgehende Preisermäßigungen für die Reise mit fahrplanmäßigen Zügen den Besuchern und Ausstellern der Messe gewährt werden. Diese Messe wird die erste sein, die im nationalsozialistischen Deutschland als Schaufenster der deutschen Wirtschaft dem In- und Auslande erwünschte Gelegenheit gibt, Neuerungen auf allen Gebieten kennenzulernen und sich von der Qualität deutscher Erzeugnisse ein Bild zu machen.
In einer Kundgebung, die vor einigen Tagen am Sitz des Rhein-Mainischen Industrie- und Handelstag stattfand, hat der Präsident des Leipziger Messeamts den anwesenden Vertretern der Wirtschaft nahe gelegt, von dieser ersten großen Frühjahrsmesse besonderen Gebrauch zu machen, da mit einem starken Besuch ausländischer Interessenten gerechnet werden kann. Auch unter dem Gesichtswinkel der Arbeitsbeschaffung wird diese Messe vielen wertvolle Anregungen und andere wichtige Aufschlüsse erteilen können, die nur bei einem persönlichen Besuch dieser großen Frühjahrsschau deutscher Wirtschaft an Ort und Stelle gewonnen werden können.
Oie Lahnschiffahrt 1933 höher
als 193".
Nach den jetzt vorliegenden Feststellungen wurden auf der kanalisierten Lahn 1933 insgesamt 86 811 Tonnen verfrachtet, gegenüber 84 072 Tonnen in 1932. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Schiffahrt im Dezember 1933 infolge Vereisung der Lahn vollkommen ruhen mußte. Die Steigerung ist vor allem im Bergverkehr erzielt worden, der sich mehr und mehr durchsetzt. Die Frachtsteigerung läßt ebenfalls die zunehmende Wirtschaftsbelebung an der Lahn erkennen.
Belebung der Kalkinduffrie im Lahngebiet.
Die Dezemberkälte brachte der für das mittlere Lahngebiet wichtigen Industrie der Steine und Erden einen starken Produktionsausfall. In den letzten Tagen haben die Werke indessen einen erfreulichen Auftragszugang zu verzeichnen, so daß Hoffnung besteht, den Ausfall wettzumachen. Insbesondere ist die Nachfrage nach Kalk für Bau- und Düngezwecke recht stark. Einzelne Werke konnten weitere Kalköfen in Brand setzen und Arbeiter einstellen. Die Aussichten für die nächsten Monate werden sehr günstig beurteilt. Man erwartet umfangreiche Arbeitsbeschaffungsaufträge, die es der Kalkindustrie gestatten, ihrerseits in erheblichem Maße zur Arbeitsbeschaffung beizutragen.
Wird der Lahnbergbau wieder zur
Blüte kommen?
Das Lahntal und feine Seitentäler sind reich an den mannigfachsten Erzen. Sie wurden früher in zahlreichen Gruben abgebaut. Die Konkurrenz von schwedischem und anderem Auslandserz brachte die Gruben nach und nach zum Erliegen. Noch heute besitzen die meisten großen Werke der Montanindustrie Deutschlands im Lahngebiet stilliegende Gruben oder bisher nicht ausgenutzte Mutungsrechte. Unter dem Einfluß einer neuen Wirtschaftsgesinnung scheint man sich auch wieder dieses Besitzes zu erinnern und seiner Nutzbarmachung näherzutreten. Jedenfalls bestehen ernste Absichten, an verschiedenen Stellen des Lahngebiets wieder mit dem Abbau von Braunstein, Phosphorit und vor allem auch Schwefelkies zu beginnen. Damit würde der Arbeitslosigkeit im Lahntal in außerordentlichem
Maß entgegengewirkt und wertvolle Schätze deutscher Erde nutzbar gemacht werden.
Oer Altar im Salzbergwerk.
Streift man in den langen Galerien des großen Salzbergwerkes von Akna Slatina, einer kleinen Grenzstadt zwischen Ruthenien und Rumänien, umher, so steht man in einer stillen Ecke plötzlich vor einem kleinen Altar. Dieser ist bescheiden genug: eine einfache Tischplatte auf einem plumpen Gestell, aber mit einem feinen, mit Bauernstickerei reichgeschmückten Leinentuch bedeckt: darauf stehen einige billige Messing-Leuchter und Schalen rings um die grob geschnitzte Holzfigur der Madonna mit dem Kind. Liebevolle Hände haben diese Gaststätte tief unter der Erde mit reichem Blumenschmuck umgeben. Doch die besondere Weihe und Schönheit erhält der Altar durch seine Umgebung. Gewaltige Mauern von glitzerndem Salz, die ihre Spitzbogen hoch in die Dunkelheit wölben, bilden den Hintergrund. Starke elektrische Lampen überfluten diese Wände mit einem zauberhaften Licht, und wenn jedes Kristall des Salzfelsens die Strahlen auffängt und zurückwirft, dann gleißt und funkelt, glüht und leuchtet das Ganze in einem blendenden Schimmer. Wenn man sich inmitten dieser Märchenpracht seiner Andacht überläßt, dann hört man beständig wie eine rhythmische Begleitung, die bald sich zu hohett Tönen aufschwingt, bald in einem dunklen Gemurmel verebbt, das Klirren und Knattern der Bergwerksarbeit. Den ganzen Tag über wird die Ruhe des kleinen Heiligtums durch diese ferne gedämpfte Musik der Bergleute seltsam akzentuiert. Ab und zu schleicht ein Bergmann herein, gekleidet in weiße Hosen und eine lockere Bluse, nimmt seinen breitkrempigen Hut ab und legt mit einer ungelenken Verbeugung eine frische Rose in die Hand des heiligen Kindes, kniet nieder und sagt laut seine Gebete, um sich dann wieder zu seiner schweren Arbeit zu
erheben. Jeden Morgen und Abend, beim Beginn und beim Ende der Arbeit, ist der kleine Altar dicht umdrängt, und alltäglich bringen die harten schwieligen Hände frische Blumen, die dem unterirdischen Heiligtum einen unverwelklichen Anhauch lebendiger Liebe verleihen.
Das Marathon her Ausrufer.
Schultheis Payenhofer 0 2llu ('Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg o
Hell stoss Waldhof o Zellstoff Aschaffenburg 0 Dessauer Gas ............ 7
Daimler Motoren 0 Deutsche Linoleum 0 Orenstetn & Koppel 0 Leonhard Tietz o !hade ..................io
Attumulatoren-Fabrik 0 lontWBnmmt .............. 0
Wie alljährlich hat auch diesmal der Wettbewerb der Stadt-Ausrufer von England in dem sonst so stillen kleinen Badeort Lyme Regis einen ebenso lauten wie glänzenden Verlauf genommen. Dieses „Marathon", das viele Besucher anzieht und diesmal von etwa 3000 Personen bewundert wurde, ist ein merkwürdiger Ueberrest jener alten Sitten und Bräuche, die sich im modernen England hartnäckig am Leben erhalten. Die Zeit der Ausrufer, die in malerischer Tracht mit Trommeln oder großen Glocken durch die Straßen zogen, um die amtlichen Kundgebungen und sonstigen Nachrichten bekanntzumachen, ist in unserer Epoche der Zeitungen und des Rundfunks endgültig vorbei. Aber in England gibt es noch immer diesen Beruf, der mit der alten Würde und Lungenkraft ausgeübt wird. Wie in den Tagen von Dickens wandern die Ausrufer in ihren Uniformen ober wenigstens in langem Rock und hohem Hut herum, und die kleinen Städte sind stolz auf die Stimm-Leistungen ihrer Beamten. Aus allen Teilen des Landes kommen die Ausrufer nun nach Lyme Regis zusammen, um die Stärke ihrer Organe und die Deutlichkeit ihrer Aussprache miteinander zu messen. Diesmal waren zwölf Bewerber um die Ausrufer-Meisterschaft versammelt, die mit ihren Glocken und ihren Rufen einen gewaltigen Spektakel hervorriefen. Der bisherige Champion W. Abbott, der den Titel drei Jahre lang gehalten hat, unterlag dem Ausrufer von Marlborough Ang- dienst.
Ttttzne,.................... ol 201
Mainkaftwerfe Höchst a.M.... 4 69,75 i
Süddeutscher Zuck« . ej 190,5 I
Kl'fcblifkp Tlocbricbten.
Evangelische Gemeinden.
Montag, den 29. Januar.
Heuchelheim. 20 Uhr: Beginn der Volksmissions- woche durch Pfr. Röhricht (Darmstadt), Direktor des Landesoereins für Innere Mission. — Wahenborn- Sleinberg. 20: Ev. Mädchenbund.
Dienstag, den 30. Januar.
*% Delterretdjilthe Oolbrente.
4,20% Oesterreicyifche Silberrente 4% Ungarische Goldrenle
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 414% desgl. von 1913
5% abgest Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
Serie I.....................
zugemutet werden könnte, den vollen Zinssatz für die von ihnen in stüheren Jahren aufgenommenen, hochverzinslichen Meliorationskredite aus eigenen Mitteln zu tragen, hat der Reichsernährungsmini, ster die im Haushaltjahr 1934 (1. April 1934 bis 31. März 1935) ablaufende Zinsverbilligung des Reiches für Bodenverbefferungsdarlehen allgemein, ohne daß es besonderer Anträge für den Einzelfall bedarf, um ein weiteres Jahr verlängert. Die Verlängerung gilt laut NS.-Landpaft sowohl für die einfache (fünfjährige) wie auch für die verstärkte Zinsverbilligung.
Frankfurter Börse.
Frankfurter Börse fest.
Frankfurt a. M., 27. Jan. Die Wochenschluß- börse lag fest und hatte relativ lebhaftes Geschäft. Das Zustandekommen der Vereinbarung <nit Polen, die einen wesentlichen Schritt zur Befriedung Europas darstellt, und die Ausführungen Dr. Schachts über die Bedeutung der nationalsozialistischen Bankreform gaben allgemein stärkere Anregung. Daneben wirkten die letzten günstigen Wirtschaftsmitteilungen nach. Die Kulisse ging aus ihrer Reserve etwas heraus, zumal auch das Publikum mit kleinen Aufträgen im Markte war.
Die Kursgestaltung war allgemein nach oben gerichtet. Lebhaftes Geschäft hatten Neubesitzanleihe, die 0,25 v. H. anzogen. Späte Reichsschuldbuchforderungen lagen gut, Altbesitzanleihe nur knapp behauptet. Reichsmark-Anleihen ruhig, aber gut gehalten, teilweise bis 0,25 v. H. freundlicher. Am Aktienmarkt befestigten sich IG. Farben um 1 v. H., Scheideanstalt hatten eine Sonderbewegung und gewannen 3 v. H., ferner lagen Metallgesellschaft i,50 v. H. fester. Montanwerte waren heute durchweg erholt. So gewannen Mannesmann 1,25 v. H., Laurahütte 0,90 v. H., Harpener, Phönix und Rheinstahl je 0,75 v. H. Von Elektroaktien standen Elektr. Lieferungen mit + 1,50 v. H. im Vordergründe. Bekula und Siemens je 0,75 v. H., Schuckert 0,50 v. H. und AEG. 0,25 v. H. freundlicher. Transport-! werte weiter gut behauptet, Nordd. Lloyd + 0,50 ' o. H., Hapag + 0,65 v. H. und Reichsbahn-DA. + 0,25 v. H. Zellstoffwerte waren gefragt, besonders Waldhof, die sich um 2,40 v. H. befestigten, Aschaffenburger 0,25 v. H. höher. Von Einzelwerten verloren Reichsbankanteile 1 v. H., AKU. 0,25 v. H., dagegen waren Daimler Motoren 0,50 v. H. und Cement Heidelberg 0,75 v. H. freundlicher.
Im Verlaufe blieb die Stimmung fest, und es traten weitere Erhöhungen um etwa 0,25 bis 0,75 v. H. ein. Darüber hinaus gewannen Deutsche Erdöl 1 v. H., Th. Goldschmidt insgesamt 3,50 v. H. und Buderus 1 v. H. Kali Salzdetfurth kamen 3,25 v. H. fester zur Notiz. Reichsbankanteile waren um 0,75 vH. erholt, während IG. Farben 0,90 v. H. ein- büßten, später aber wieder 0,75 v. H. gewannen.
Zbku. Lleferungsg^üschaft
Licht und Krafi
Fetten & Guilleaume . n
Unternehmung 6
Rheinische Elektrizität . 8 k
schuckeri L Co. ,
Siemens L Halske.''I ,
Lahmeper « Co.....„**.....
Kleine Strafkammer Gießen.
Wegen Körperverletzung und Vergehens gegen das Kraftfahrzeuggesetz erhielt ein Monteur vom Amtsgericht Homberg eine erhebliche Geldstrafe. Der Angeklagte ließ Die Tür seines Autos so weit offenstehen, daß sich ein vorüberfahrender Motorradfahrer ansehnliche Verletzungen zuzog. In der Berufungsverhandlung wurde das Urteil des Vorgerichts insoweit abgeändert, als der Angeklagte lediglich wegen Vergehens gegen das Kraftfahrzeuggesetz verurteilt wurde. Die Strafe blieb dieselbe.
Amtsgericht Gießen.
Ein Lackierer aus Wieseck wurde wegen Betrugs zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte wußte durch Vorspiegelung falscher Tatsachen die Frau eines Gastwirtes zu veranlassen, ihm eine Flasche Branntwein zu verabreichen. Der Antrag des Amtsanwalts lautete entsprechend dem Urteil. Straferschwerend fiel das hartnäckige Leugnen des Angeklagten ins Gewicht.
Eine Geschäftsfrau erhielt einen Strafbefehl, da sie keine Kontrollbücher führte, wie das im Viehhandel vorgeschrieben ist. Außerdem erhielt sie eine Geldstrafe, da sich sowohl der Metzgerladen als auch das Schlachthaus in unhygienischem Zustand befanden. Das Gericht erkannte entsprechend dem Antrag des Amtsanwalts auf eine Gesamtstrafe von 2 5 Mark.
Gießen. Johanneskirche. 20 Uhr: Dankgottesdienst für den erfolgreichen Verlauf der nationalen Erhebung: Pfr. Bechtolsheimer.
Sehr fest schlossen Daimler mit 40,50 (+ 1 d. H ), auch sonst blieben die höchsten Kurse behauptet. Am Rentenmarkt traten bei den variablen Reichsanleihen kaum Veränderungen ein. Dollar-Bonds und Reichsmark-Obligationen waren bis 0,75 v. H. fester. Am Pfandbriefmarkt war das Geschäft etwas größer als an den Vortagen, und es ergaben sich überwiegend Erhöhungen um 0,25 bis 0,50 v. H., Rhein. Gold gewannen 1 v. H. Auch Stadtanleihen vermochten sich größtenteils etwas zu erhöhen, während Staats- und Länderanleihen weiter ruhig tendierten. Von fremden Werten lagen Türken und Rumänen fest. — Am Kaffa-Aktienmarkt ist der Kursrückgang von Grün & Bilfinger um 5 v. H. auf 195 v. H. zu erwähnen. — Tagesgeld blieb leicht und zum Satz von 3,50 v. H. unverändert.
Frankfurter Mermarkr.
Frankfurt a. M., 27. Jan. Angesichts der bevorstehenden neuen Bestimmungen über die Einfuhr von Auslandseiern herrschte im Frankfurter Eiergroßhandel starke Zurückhaltung. Anderseits ist auch die Nachfrage des Publikums infolge der hohen Preise auf ein Minimum beschränkt, so daß die sehr geringen Lagerbestände des Großhandels sogar bis über den Monatsultimo ausreichen werden. Die Zurückhaltung des Großhandels wird noch verstärkt, als infolge der fortschreitenden Jahreszeit die Neu- Produktion, die bisher wegen der kalten Witterung stark gehemmt wurde, erheblich zunehmen dürfte. Obgleich die Stimmung schwächer ist, blieben die vorwöchigen Preise unverändert, und zwar notierten in Pf. pro Stück frei Frankfurt a.M.: deutsche Frischeier Kl. S 13,50, Kl. A 12,50, Kl. B 12, Kl. C 10,25. Holländer ünd Flandern Kl. S 13, Kl. A12,25, Kl. B 11,50, Kl. C 11.
Frankfurter Buttermarkt.
Frankfurt a. M., 27. Jan. Die Lage am Buttergroßmarkt ist ausgesprochen schwach. Die Zufuhren waren weiterhin reichlich, so daß erhebliche Ueberstände verblieben, die jedoch von der Reichsstelle für Oele und Fette ausgenommen wurden. Es wird sehr geklagt, daß die Qualität sowohl der deutschen als auch der holländischen Butter stark zu wünschen übrig ließ. Die Preise waren ermäßigt und stellen sich heute wie folgt: deutsche Markenbutter im Faß 133—136, ausgeformt 139, holländische Markenbutter im Faß 135 bis 138, ausgeformt 142 Mk. per 50 Kilogramm frei Frankfurt am Main.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. TL, 29. Januar. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1245 Rinder (388 Ochsen, 85 Bullen, 433 Kühe, 335 Färsen), 530 Kälber, 219 Schafe, 3644 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 22 bis 31 Mark, Bullen 22 bis 30, Kühe 12 T)i5 28, Färsen (Kalbinnen) 22 bis 31, Kälber 20 bis 42, Hämmel 25 bis 30, Schafe 20 bis 26, Schweine 42 bis 49 Mark. — Marktverkauf: bei allen Viehgattungen ruhig.
SS?
Datum
4% vesgl. Serie II
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4 *4%Rumän.vereinh.Renten. 1913 4% Rumänische vereinh. Rente ..
2%% Anatolier
6,y SÄ- fur" bdrfe
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
n anflefübrten Ziffern geben Me Hohe der zuletzt veichlosfenen Dividende an — Relchsbankdiskoni 4 p ft. Lombardzinsfuß 5 v H.
tep ÄS rcrc börse
Philipp Holzmann .......01
Zementwerk Heidelberg 0
Tementwerk Karlstadt 0
(Schluß.
kur- Mmag. bdrfe
.vrannu
(Schlußkurs
U. J)1
Schluß!. 'Abendbörse
Be
Schlußkurs
Schluß! Uliftag. börse
Dalum
26-1.
27-1
26.1.
27.1-
8% Deutsche Reichüanleihe v 1927
94,25
93,9
93,75
93,5
6% ehe ni.7% Di. Reichsanl. v. 1929 6y*% Doung-Anleihe von 1930
100,25
100,25
100,25
100.95
95
95
95
95,5
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechien
96,4
96,5
96,5
96,25
19 15
Desgl. ohne Auslos.-Rechte ... 6% ebem.8% Hess. Bolksstaat 1929
19
19,15
18,9
(rückzahlb. 102%)
8% vejj. Landesbank Darmstadt
94,75
95
95,25
95,5
Gold R. 12
614% Hess Landes-Hypotheken-
92,5
92,5
92,5
92,5
bank Darmstadt Liyui Oberhessen Provinz.Anleihe mit
92,75
92,4
—
—
Ausloj.-Rechten
Deutsche Komm Sammelabl. An-
93,13
93,25
—
—
leihe eeric 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hnp.-Bnnk
96,13
95,4
95,5
95,75
Goldpse 15 unkündbar bis 1935 6% ehern 7% Franks Hyp.-Bank
93
93
—
—
Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 614% ehern 414% Franks H.,v.-
93
93
—
—
Bank-Ltyll.-Pfandbriefe 614% ehern 4*4% Rheinische
92,25
92,4
—
—
Hyp.-Bank.Ltqu.-Goldpse 6% ehern. 8% Pr Landespfand.
92,5
92,9
—
—
briefanstalt, Pfandbriefe R 19 6% ehern. 7% Pr. LandeSpsand-
94
94
94
94
briefanstalt, Pfandbriefe R. 10
94
94
Cteuerautsch SerrecbnunaskurS
97
97
97
97
26-Januar
27-Januar
Amtliche
Notierung
Brie
Amtliche Geld
Notierunc.
1 Brir
Helfmgfo».. Wien .....
Prag ......
Budapev ... Sofia .....
Holland .... Lslo .....
Kopenhagen. Stockholm
London .... Buenos Aires Reu York .... Brüssel.....
.Italien.....
Paris ......
Schweiz .... Spanien.... Danzig-----
Japan ......
Rio de Jan. . Jugoslawien. Lissabon ....
5,794
47,20
12,49
3,047
168,33
65,83
58,49
67,53
13,105
0,673
2,637
58,29
21,96
16,44
81,04
33,67
81,42
0,784
0,224
5,664
11,96
r
5,806 47,30 12,51
3,053 168,67
65,97 58,61
67,67 13,135
0,677 2,643
58,41 22,00
16,48 81,20
33,73 H ,58 0,786 0,226
5,676 11,98
tanfnolen.
5,799 47,20
12,475
3,047 168,23
65,93 58,64 67,68
13,135 0,673 2,647 58,29 21,98 16,43
1,10 33,67 81,42 0,779 0,219 5,664 11,96
5,811 47,30
12,495
3,053 168,57
66,07 58,76 67,82
13,165 0,677 2,653 58,41
22,02 16,47 81,26 33,73
81,58 0,781 0,221
5,676 11,98
_________ Berlin, 27 .Januar
Geld I
Brief
5,7
6
5,45
5,9
4,025
—
4,35
4,4
6,6
—
6,9
6,85
3,7
3,75
3,7
3,7
27
27,25
27,13
27,25
27,13
27,65
27,4
27,75
—
23,25
23,4
28,75
29,25
28,65
29,5
64,5
64,5
64,75
64,5
87,5
88,25
88,75
89
49
49,5
49
49,5
55
57
55
57
59
60
59
60
165
165
165
165,25
28
28,25
28
28
120,75
121,9
120,4
121,4
91,5
92
91
92,5
98,5
98,4
98
98,4
54,5
54,5
54,5
56
89,5
89,75
89
89,9
—
——
92,5
101
101,75
100,65
101,75
143,75
144,5
144
143,5
110,5
109,5
110,25
110,75
73,5
74
73,5
75
100,5
102
101
102,5
56,5
57,5
56,75
57,5
85,75
86,5
86
86,5
—
—
66,25
67,25
—
—
138
138
107,75
107,65
107,4
107,5
56,65
57,5
57,5 ।
57 5
58,75
60
58,91
60
2,60
2,62
58,13
58,37
58,38
58,62
13,09
13,’15
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16,45
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21,94
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66,03
——
——
—
—
67,51
67,79
80,92
81,24
33,53
33,67
W


