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§ 5.

Diese Verordnung tritt mit dem heutigen Tage in Kraft.

Der Reichsbischof hat, wie vom Büro des Reichs­bischofs gemeldet wird, Samstag die gesamten Kirchenführer de r Deutschen Evange­lischen Kirche zu einer Besprechung eingeladen. Als Ergebnis der längeren, in völliger Einmütig­keit verlaufenen Aussprache wurde von den Füh­rern aller deutschen evangelischen Landeskirchen folgende gemeinsame Erklärung abgegeben:

Unter dem Eindruck der großen Stunde, in der die Kirchenführer der Deutschen Evangelischen Kirche mit dem Herrn Reichskanzler versam­melt waren, bekräftigen sie einmütig ihre u n - bedingte Treue zum Dritten Reich und seinem Führer. Sie verurteilen aufs schärf st e alle Machenschaften der Kri­tik an Staat, Volk und Bewegung, die geeignet sind, das Dritte Reich zu gefährden. Insbesondere verurteilen sie es, wenn die ausländische Presse dazu benutzt wird, die Auseinandersetzung in der Kirche fälschlich als Kampf gegen den Staat darzustellen. Die versammelten Kirchenführer stel­len sich geschlossen hinter den Reichs­bischof und sind gewillt, seine Maßnahmen und Verordnungen in dem von ihm gewünschten Sinne durchzuführen, die kirchenpolitische Oppo­sition gegen sie zu verhindern und mit allen ihnen verfassungsmäßig zustehenden Mitteln die Autorität des Reichsbischofs zu festigen.

Straffe Disziplin sürZeitungs- und Zeitschrifienwerber.

Eine Anordnung des Präsidenten der Reichspressekammer.

Berlin, 27. Fan. (DRB.) In einer Anordnung über die Werbung von Beziehern für Tageszeitungen und Zeitschriften gibt der Präsident der Reichspressekammer Amann fol­gende Richtlinien für die Werbung bekannt:

1. Die Werbung soll in höflicher, taktvol­ler Form dem zu werbenden Bezieher die Leistungen und Vorzüge der angebotenen Druckschrift darlegen. Der Werber hat ge­nauen Aufschluß über Preis, Ver­pflichtungsdauer und Kündigungs­fristen zu geben.

2. Der Werber muh alle an ihn gerichte­ten Fragen, die mit der Vezugsbestellung Zusammenhängen, gewissenhaft und er­schöpfend beantworten. Lr darf kei­nerlei unwahre Behauptungen auf­stellen oder den an ihn gestellten Fragen aus- weichen.

3. Der Werber hat den vorgeschriebenen Aus­weis stets bei sich zu führen und auf Ver­langen vorzuzeigen.

4. Dem Werber ist untersagt, bei der Werbung andere Zeitungen und Zeltschrif- t e n oder im Wettbewerb stehende Unterneh­mungen im Ansehen herabzusehen. Es ist ihm ferner untersagt, zur Ab­bestellung eines anderen Blattes aufzufordern oder Abbestellungen zu sammeln.

5. Dem Werber ist untersagt, in iregndeiner Hinsicht auf den zu werbenden Bezieher einen Zwang oder Druck auszuüben, ins­besondere dürfen nicht irgendwelche Nachteile, z. V. persönlicher, wirtschaftlicher, beruflicher oder sonstiger Art für den 7k i ch t- b e; i e h e r einer Zeitung oder Zeitschrift an­gedroht werden.

6. Der Werber ist verpflichtet, dem Besteller eine Durchschrift des Bestellscheines auszuhän­digen,

Feder Werber muß im Besitze eines vom Ge­schäftsführer der Reichspressekammer unterschriebe­nen Ausweises sein, der auf der Rückseite die obigen Richtlinien enthält.

Unzulässige Anweisungen an die presse

B e r l i n, 27. Ian. (DNB.) Amtlich wird mit- geteilt: In letzter Zeit sind wiederholt Fälle vorge­kommen, in denen d i e Presse von unberu­fenen Stellen, von Organisationen, Verbän­den usw. angewiesen worden sind, über be­stimmte Fragen entweder in bestimmter Weise zu berichten, oder nicht zu berichten, oder auch Auf­sätze über bestimmte Fragen den betreffenden Stellen, Organisationen, Verbänden usw. vor der Veröffentlichung zur Prüfung vorzulegen. Ein derartiges Verfahren ist unzulässig. Zu Anordnungen an die Presse sind ausschließlich die vom Reichsmini st erium für Volksauf­klärung und Propaganda gehörige Presse­abteilung der Reichsregierung, sowie die im Einvernehmen mit dieser arbeitenden b e - hördlichen Pressestellen befugt. Anordnung gen anderer Stellen brauchen von der Presse nicht befolgt zu werden.

Reichsstatthatter Sprenger in Ostpreußen.

Gewaltige Kundgebungen in Königsberg und Insterburg.

Frankfurt a. M., 27.Jan. (LPD.) Wie aus Königsberg und Insterburg gemeldet wird, sprach am Freitagabend der Reichsstatthalter in Hessen, Gauleiter Sprenger, in der wie zu Zeiten der stärksten Wahlkundgebungen bis auf den letzten Platz besetzten riesigen Halle des Schlageterhauses. Kaum zwölf Monate sei es her, seitdem der ehr­würdige Generalfeldmarschall von Hindenburg den Führer der NSDAP, auf den Posten des deutschen Reichskanzlers berief. Än dieser Zeit sei mehr geleistet worden als jeder ehrliche Deutsche für menschenmöglich gehalten habe. So wie der Kanzler in unermüdlicher Zähigkeit und Beharrlichkeit die Partei aufgebaut habe als ein Instrument, um die Macht im Staat zu erobern, sei er mit derselben eisernen Energie ans Werk ge­gangen, nicht nur, um das Volk vor dem Chaos zu bewahren, sondern um es wieder aufzu­richten, um es vor allem neu zu gestalten und das Reich wieder aufzubauen. Mit küh­nem Entschluß habe er den Reichstag aufgelöst und das ganze Volk vor die Frage gestellt, ob es be­reit sei, ihm durch die Wahl das Vertrauen zu geben, und das deutsche Volk habe sich dieses Ver­trauens nicht nur würdig erwiesen, sondern sich bei der Wahl selbst übertroffen. Die dynamischen

Ein Zahr nationalsozialistischer Ausbauarbeit im Rhein-Miu-Gebiet.

Eine Unterredung mit Reichsstatthalter Sprenger.

LPD. Frankfurt a. M., 28. Fan. Der Sonder­berichterstatter desVölkischen Beobachters" hatte eine Unterredung mit dem Reichsstatthalter in Hessen Sprenger, aus der wir folgende Erklärungen des Reichsstatthalters wiedergeben:

Tau war Tumm elplatz de r so a e - ? r * V1 ai " linie. Man möchte annehmen, daß s,e durch die Gründung des Bismarckreiches überwunden worden sei und nur noch in den Wirr- .politischer Eigenbrötler bestanden habe. Das ist aber eine schwere Täuschung.

Richt nur, daß unsere Gegner immer w i e d e r d i e W a i n l i n i e in ihre politischen Berechnungen zur Zertrümmerung des Deut- schen Reiches stellten, auch in innerpoli- wirtschaftlicher Hinsicht stellte fie tatsächlich eine Trennungs­linie dar. In der Organisation der NSDAP, wurde ste überwunden durch Vereinigung derbeidenGaueHessenundHessen- Rasfau- Sud unter meiner Leitung und dann sofort bei Uebernahme der Wacht durch

uns.

I933 üb^rn<Smen wir die Polizeigewalt " snb 0M 1?- Marz jagte ich in Frankfurt am Main den jüdischen Oberbürgermeister L a n d - mann und seinen jüdisch-demokratisch-marxistischen ^^arbeiterstab zum Teufel und ließ durch den neu- gewahlten Landtag eine rein national o- zialistische Regierung in Hessen- Darmstadt einsehen. Fn dieser Weise ging auch die Säuberung in den andern Städten und Kom­munen wie auch in den kommunalen Körperschaften vor sich. Durch meine Ernennung zum Reichs­statthalter in He s s e n wurden mir zur Ueber- windung der Mainlinienpsychose die erforderlichen Grundlagen geschaffen.

Arbeit und Brot allen deutschen Volks­genossen zu geben, scheint mir die dringendste Losung noch auf lange Sicht zu sein. Es ist uns gelungen, innerhalb des letzten Jahres 150000Menschen wieder in den Arbeitsprozeß einzu­gliedern. Von den alten Parteigenossen mit den Nummern unter 300 000 haben dabei 85 Prozent wieder Brot und Nahrung erhalten, ein außeror­dentlich hoher Hundertsatz, wenn man bedenkt, daß der Gau Hessen-Nassau eine der ältesten Hochburgen des Nationalsozialismus ist.

Ich hielt es für meine Pflicht, wie ich es als meine innere Ueberzeugung in den zahlreichen Kämpfen den Hessen gesagt hatte, die Staats­verwaltung auf einfach sie Grund­lage zu stellen. So hat Hessen heute noch einen rNinister, dem einige Ministerial- räte als Abteilungsleiter unterstehen. Damit ist

die lleberwucherung des Verwaltungsapparakes mit höchstbehördensiellen rücksichtslos ausgelilgt. Ohne unbescheiden zu fein, kann gesagt werden, daß einfacher keine Staatsverwaltung im gan­zen Deutschen Reich sein kann. Diese Einfach­heit ist so klar, daß sie jeder hessische Volks­genosse überblicken kann.

Die Ecke des rhein-mainischen Gebietes hat oft als Einfalltor für die westliche Kultur gedient, und daraus erwuchs selbstverständlich die Aufgabe, eine starke Abwehr aufzubauen mit dem Ziele, sel.bst Ausfalltor deutscher Kultur nach dem W e st e n zu werden und zu sein. Fch werde mich mit meiner ganzen Kraft einsetzen, daß die vorhandenen Kultureinrichtungen auf der Grund­lage der nationalsozialistischen Weltanschauung neuen Auftrieb erhalten. Das Theater- und Musikleben in Frankfurt a. M. das kann ich mit Stolz sagen ist neu aufgebaut und von neuem Leben erfüllt. Die Zusammenarbeit aller kulturellen Aufbaukräfte im rhein-mainischen Gebiet wird es ermög­lichen, dieser heiligen Aufgabe gerecht zu werden. Durch diese Zusammenarbeit wird der Eigendünkel, der ursprünglich in den einzelnen Städten herrschte, überwunden. Nunmehr wird an die Stelle der Ge­geneinanderarbeit das Zusammenwirken und der Zusammenklang treten, der die Entfaltung der kulturellen Aufgaben so beschwingen wird, daß jene heiligen Ziele erreicht werden können.

Eine außergewöhnliche Aufgabe ist die größte Vodenmelioration Deutschlands, die zur Zeit im hessischen Ried durchgeführt wird, hier erweist sich der A r b e i t s d i e n st als ein unentbehrlicher Bestandteil der Durch­führung überhaupt. Es wird damit der älteste Plan Deutschlands verwirklicht. In kurzer Folge werden hier Vollbauern-Siedlungen entstehen bis zur Größe von ganzen Dörfern. Außerdem werden vielerorts seitherige Klein­bauern Vollbauern werden. Hand in Hand da­mit geht die hessische Flurbereinigung, die als mustergültig bezeichnet werden kann.

Fch bin mir durchaus bewußt, daß mit der fort­schreitenden Entwicklung das rhein-mainifche Gebiet wieder aufnahmefähig genug fein wird, das Grenzvorland zu stützen und durch seine Kraft zu befruchten. Das rhein-mainifche Gebiet ist eigentlich heute selbst Grenzgebiet, und seine Bevölkerung wird mit jener Lebendigkeit, die Grenz­völkern eigen ist, das wirtschaftliche, geistige und kulturelle Leben im Geiste Adolf Hitlers entwickeln und zur Auswirkung bringen.

sowie der Nachbardörfer beteiligte, blieb ohne Er­folg. Endlich wurde die Leiche des alten Mannes in der Gemarkung von Malborn von einem Fan­gen, der im Gestrüpp Holz schlagen wollte, entdeckt. Der Greis scheint in g e i st i g e r Umnachtung in den letzten Tagen umhergeirrt und auf dem Felde erfroren zu fein, da auf den Hunsrückhöhen bis zu 8 Grad Kälte herrschte.

Filmvorführungen auf dem KreuzerKarlsruhe". Das Ausland erlebt den Nürnberger Parteitag.

KreuzerKarlsruhe" führt auf feiner Aus­landsreise einen Film vorführungsappa- rat sich, der namentlich in den ausländischen Häfen in Tätigkeit tritt. Filme, die für das neue Deutschland charakteristisch sind, werden von den deutschen Kolonien im Auslande mit Begeisterung aufgenommen, aber auch aus Kreisen der einheimi­schen Bevölkerung wird häufig der Wunsch an den Kommandanten des Kreuzers herangetragen, deut­sche Filme voraeführt zu bekommen. So wurden während des Aufenthaltes des Schiffes in Triko- mali (Ceylon) den Engländern Ausschnitte vom Nürnberger Parteitag gezeigt, die. ganz ausgezeichnet wirkten.

Schreckensszenen in einer brennenden Taubstummen­anstalt.

Fürchterliche Schreckensszenen spielten sich in der Taubstummenanstalt Klausenburg ab. Aus unbekannten Gründen war in dem großen Gebäude ein Brand ausgebrochen, der sich mit rasender Schnelligkeit ausbreitete. Unter den Taubstummen entstand eine Panik, die sich in einer Art Massen­wahnsinn äußerte. Die Insassen weigerten sich, das brennende Gebäude zu verlassen, so daß Militär und Gendarmerie aufgeboten werden mußten, denen es erst nach erbitterten Kämpfen mit den sich wie irr­sinnig gebärdenden Kranken gelang, diese aus dem brennenden Gebäude zu entfernen. Kaum war der letzte Kranke in Sicherheit gebracht, stürzte das Dach ein, und das große Gebäude brannte rest­los aus. Es ist wie ein Wunder, daß niemand ums Leben gekommen ist und niemand verletzt wurde.

Riefenüberschwemmung in Ehina. Zehntausend Todesopfer?

London, 27. Fan. (DNB.) Wie Reuter aus Schanghai meldet, ist der Hoan-Ho über feine Ufer getreten und hat weite Gebiete, besonders in der Provinz Honan, überschwemmt. Soweit den bisher in Schanghai einlaufenden Nachrichten zu entnehmen ist, handelt es sich um eine Katastrophe größten Ausmaßes. Etwa 10 000 Menschen sollen in den Fluten umgekommen sein, ober den Tod des Erfrierens erlitten haben. Tausende von Menschen irren in den Ueberschwemmungsge- bleten obdachlos umher. Die Rettungsarbeiten wer­den durch den Eisgang erschwert. Mehrere Boote, die mit Lebensrnitteln, Kleidern und Medikamenten unterwegs waren, und den Eingeschlossenen Hilfe bringen wollten, zerschellten an Eisschollen. Dabei kamen drei Retter ums Leben. Den spärlich ein­gehenden Berichten der Lokalbehörden ist zu ent­nehmen, daß die Katastrophe noch größere Ausmaße annehmen dürfte, da die Fluten immer noch in starkem Steigen begrj£eji sind.

gegenüberstand. Dieses Urteil war nach dem Buchstaben des Gesetzes gefällt, keinesfalls aber nach dem Geist des Gesetzes und nach dem heute geltenden Rechtsempfinden.

Flugzeug-Beobachter war und z. Z. arbeitslos ist. Nach seinen Angaben arbeitet er bereits seit 15 Fahren an der Verwirklichung des flügel- und schwanzlosen Flugzeuges. Bei dem neuen Startver­

such setzte sich das Flugzeug mit dem Neustadter Flieger N i n g e l als Führer auf seinen vier-

Vor einem Kreis geladener Gäste wurde auf dem Flugplatz Lachen-Speyerdorf bei Neustadt a. d. H. ein Startversuch mit einem flügel- und schwanzlosen Flugzeug ausgeführt, der aber, wie schon vor einiger Zeit unternommene Flugversuche, mißglückte. Das Flugzeug ist etwa 4 bis 5 Meter lang, 2 Meter breit und ebenso hoch. Erbauer des Flugzeuges ist ein gewisser

Aufbaukräfte der Partei hätten jetzt Ge­legenheit, sich auswirken zu können. Erste Grund­lage für den Aufbau des nationalsozialistischen Staa­tes sei die Reinigung der Verwaltung. Es könne nicht zugelassen werden, daß im national­sozialistischen Staat sich' behördliche Nebenregierun- aen bildeten. Wenn auch nicht verlangt werden könnte, daß jeder Nationalsozialist sei, weil wir einen nationalsozialistischen Staat haben, so müsse sich doch jeder bemühen, den Gei st zu erken­nen und widerspruchslos die Gesetze durchzufüh­ren, die vom Staat erlassen werden.

Am Samstag sprach der Reichsstatthalter in einer großen Kundgebung in Insterburg (Ostpreu­ßen). In einer großangelegten Rede gab er einen vorzüglichen Ueberblick über die im ersten Fahr der nationalsozialistischen Regierung geleistete Arbeit. Seit Adolf Hitler die Macht erhalten habe, herrsche überall Ruhe, Ordnung und Disziplin. Seine politische Armee habe jeden Widerstand rest­los gebrochen. Deutschland stehe jetzt in seiner Ge­samtheit w i e aus einem Guß da. Der Führer habe direkte Verhandlungen mit Frankreich und Polen eingeleitet. Der Pakt mit Polen sei das große Ergebnis der neuen Politik der Kraft und Stärke. Wir wollen durch Arbeit zum Frieden, ohne auf die Gleichberechtigung zu ver­zichten. Die nächsten Ziele im neuen Jahre würden sein, auf allen Gebieten neue unerhörte Fortschritte zu erzielen.

Revision im Maikowski-Prozeß.

Berlin, 27. Jan. (DNB.) Wie die Justiz- pressestelle Berlin mitteilt, hat die Staats­anwaltschaft im Prozeß gegen die Mörder des Sturmführers Maikowski und des Polizeioberwacht­meisters Zauritz Revision eingelegt. Der Pro­zeß wird voraussichtlich noch einmal zur Ver-

Start der Expedition, dem nichts mehr ihm Wege steht, ist gegenüber dem früheren Plan Merkls et­was verschoben worden. Zuerst war an eine Aus­reise bereits im Februar gedacht. Nun wird man aber die erste Gruppe im März ausschicken. Im April wird sich dann der Haupttrupp auf den Weg machen und im Mai den Angriff auf den Achttau­sender einleiten. Die indische bzw. englische Regie­rung hat der Expedition bereits die Erlaubnis für die Durchführung ihres Unternehmens gegeben. Auch in Deutschland hat Merkl vielseitige Unter­stützung gefunden. Hier war es besonders der Reichs­sportführer von Tfchammer und Osten, der Merkl seine Hilfe angedeihen ließ.

ByrdsSüdpol-Expedition in Gefahr.

Aus der Walfischbucht ist in Neuyork ein Funk­spruch des Admirals Byrd eingetroffen, wonach sich 45 Mitglieder der Südpolexpedition in Gefahr befinden. Das Lager, in dem sich die Leute aufhalten, wird bedroht durch die Auflösung der die Buch bedeckenden Eiszunge, da die Temperatur nur wenig Über dem Gefrierpunkt liegt. Vier andere Mitglieder der Expedition werden in Klein-Amerika, dem Hauptstützpunkt der Expedition, festgehalten und sind ohne Verbindung mit ihren Kameraden. In­zwischen treibt das Flaggschiff des Admirals Byrd, Jacob Ruppert", inmitten von Eisschollen und ist nicht imstande vor Anker zu gehen.

Mißglückter Startversuch mit flügel- und schwanzlosem Flugzeug.

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Damit ist dem Gerechtigkeitsgefühl des größten S ch u h aus Saarbrücken, der während des Krieges Teiles des deutschen Volkes Genüge geschehen, das ~ -

dem Urteil im Maikowski-Prozeß verständnislos

Aus aller Wett.

Neue deutsche Himalaja-Expedition startbereit.

Vor 14 Tagen hatte die Neue Augsburger Zei­tung erstmals von den Vorbereitungen und dem Zustandekommen einer neuen deutschen H i - malaja-Expedition, deren Führer wieder der bekannte Bergsteiger Ingenieur Willy Merkl ist, berichtet. Wie das Blatt weiter erfährt, werden neben Merkl die Münchener Dr. Welzenbach und Dr. Rael, Fritz Berchtel von Traun­stein, Peter Aschenbrenner von Kufstein, Ul­rich W i e l a n d von Ulm, Erwin Schneidervon Hall, der hannoversche Wissenschaftler Dr. Finster- walder, der Expeditionsarzt Dr. Bernhard, der Münchener Alfred Drexel, der Trostberger Peter Müllritter und der Berliner Heinrich B a u m e i st e r teilnehmen. Die wichtigste Aufgabe wird dabei der Berliner Baumeister zu lösen haben, dem die Obhut über das Hauptlager der Expedition, das man aller Wahrscheinlichkeit nach in etwa 5000 Meter Höhe anlegen wird, übertragen werden wird. Seine wichtigst'» Aufgabe wird vor allem fein, das Trägerpersonal, das bei der letzten Nanga-Parbat- Expedition Merkl und seinen Leuten große Schwie­rigkeiten bereitet und sogar die Expedition 500 Me­ter vor dem Ziel zum Scheitern gebracht hatte, im Zaume und bei guter Stimmung zu halten. Der

dern mit großer Geschwindigkeit in Bewegung, er­hob sich etwa 20 bis 30 Zentimeter, stürzte aber nach einer scharfen Linkskurve um. Der Flugzeug­führer kam mit einer Schramme am Kopf davon, während am Flugzeug selbst Propeller und Scheiben zu Bruch gingen. Nach den notwendigen Repara­turen und Verbesserungen soll in einigen Wochen ein neuer Start versucht werden.

Einheitliche Regelung des Verbots von Theater- aufführungen.

Amtlich wird mitgeteilt: Die einheitliche Linie der vom Reich verfolgten Kulturpolitik ist bisher auf dem Gebiete des Theaterwesens teilweise dadurch gestört worden, daß von örtlichen Polizeibehörden dieVerboteoonTheateraufführungen uneinheitlich gehandhabt wurden. Es ist vorgekom­men, daß das gleiche Stück in einer Stadt verboten und in der anderen erlaubt wurde. Um in Zukunft eine solche Uneinheitlichkeit zu verhindern, hat der Reichsminister für Volksaufklärung und Propa­ganda, in dessen Hand die Theaterpolitik des Rei­ches liegt, die Landesregierungen ersucht, ihm vor dem Verbot eines Theaterstückes Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.

Alter Wann auf dem Felde erfroren.

Seit einigen Tagen wurde ein etwa 76 Jahre alter Mann aus Hermeskeil im Hunsrück vermißt. Alles Suchen, woran sich die Bevölkerung des Ortes

41 Menschen im Schneesturm umgekommen.

Auf der Insel Dagelet an der Ostküste von Korea wurden 41 erfrorene Eingeborene aufge­funden. Die Insel war durch einen schweren Schnee- sturm von der Verbindung mit der Au­ßenwelt abgeschnitten worden. Am Sonn­tagabend gelang es einer Rettungsabteilung, die Insel zu erreichen. Es wird befürchtet, daß auf der Insel noch viel mehr Menschen ums Leben gekommen sind.

Schweres Erdbeben in Mexiko.

Ganz Süd- und Mittelmexiko wurde am Sonntag­abend von einem Erdbeben erschüttert. Die mexi- kanische Hafenstadt Acapulco am Stillen Ozean hat schweren Schaden erlitten. Viele Häuser weisen große Sprünge auf. Angaben über Tote und Ver­letzte liegen noch nicht vor. Man nimmt jedoch an, daß die Verlustlisten recht umfangreich fein werden. Das Erdbeben löste in der Hauptstadt Mexiko gro­ßen Schrecken aus. Die Bevölkerung füchtete "auf die Straße, mehrere Personen wurden im Gedränge verletzt. Materialschaden ist in der Hauptstadt bisher nicht gemeldet worden. Dagegen blieb in Acapulco kein Haus unbeschädigt. Die" Bevölkerung brachte die Nacht im Freien zu. In Amecameca, das nördliche des Vulkans Popocatepetl liegt, soll abends am Himmel ein Feuerball, möglicher­weise ein Meteor, beobachtet worden sein.

Verkehrsunglück bei Swinemünde.

Drei Schwerverletzte.

In einer der letzten Nächte fuhr auf der Bäder­chaussee SwinemündeUsedom in der Nähe des Dorfes Zirchow ein Lieferwagen der Margarine- fabrik Wienholz-Brenzlau in voller Geschwindigkeit in eine Radfahrergruppe hinein. Drei Radfahrer wurden Üb er fahr en. Sie erlitten Arm-, Bein- und Schädelbrüche sowie Gehirnerschütterungen und mußten in das Swinemünder Krankenhaus gebracht werden. An dem Aufkommen von zwei Schwer­verletzten wird gezweifelt. Die Verunglückten find Arbeiter aus einem Nachbarort, die von der Arbeit zurückkehrten. Der Führer des Wagens wurde verhaftet.

Wettervoraussage.

Das Hochdruckgebiet, dessen Kern noch über den britischen Inseln und der Nordsee lagert, hat sich ostwärts über Deutschland bis nach Polen hin aus­gebreitet. Damit hat die Zufuhr ozeanischer Luft aufgehört. Bei nordöstlichen bis östlichen Winden tritt daher im Hochdruckbereich vielfach Aufklaren ein, wobei es nachts allgemein zu Strahlungsfrösten kommt.

Aussichten für Dienstag: Teils wolkig, teils ausheiternd, Zunahme des Nachtfrostes, trocken.

Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der Hochdruckwetterlage.

Lufttemperaturen am 28. Januar: mittags 4,3 Grad Celsius, abends 1,7 Grad; am 29. Januar: morgens 1,2 Grad. Maximum 4,5 Grad, Minimum0,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 28. Ja­nuar: abends0,2 Grad; am 29. Januar: morgens 0,2 Grad Celsius. Sonnenscheindauer eine halbe Stunde. Niederschläge 0,1 mm.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik: Dr. Fr. W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hüns Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. 11700. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.