Vauernüllu die Wurzel der Dolkskrast
Der Ginn der Berliner Ausstellung.
)en Lebensstil ringen, so müssen wir zu den schai sprudelnden Quellen dieser altgermanischen dem ‘ zurückfinden. Es geht uns darum, endlich I geze
Kultur
Völlige Verschmelzung des Kernstahlhelms mit der GA.
München, 27. Jan. (DRV.) Die Oberste SA.- Führung gibt im „Völkischen Beobachter" bekannt, daß d e r b i s h e r noch in der S A.-R. I weiterbe stehende kernsiahlhelm mit der SA. völlig verschmolzen wird und unter den Befehl des SA.-Gruppenführers tritt, in dessen Bereich die SA.-R. I-Einheiten liegen. Hand in Hand mit dieser organisatorischen Maßnahme legt der bisherige Kernstahlhelm den feldgrauen Rock ab. Sämtliche SA.-Gliederungen tragen nunmehr künftig einheitlich das braune Ehrenkleid.
gut, sie tut alles, um die böse Begehrlichkeit des Mannes in ihrer Schranken zurückzuweisen.
So ungefähr stellt der kleine Moralin-Moritz kch die deutsche Frau vor, und wehe, wenn so ein armes, weibliches Wesen, das vor lauter Schicklichkeitsgesetzen nicht mehr aus noch ein weiß, das Unglück hat, aus Unkenntnis oder sündiger Lust eines davon zu übertreten. Es versteht sich am Rande, da die deutsche Frau keinen Bubikopf trägt; das tun nur Jüdinnen und sonstiges verächtliches Gezeug.
Berlin, 27. Jan. (DNB.) In den Ausstellungshallen am Kaiserdamm wurde die „Grüne Woche Berlin 1934", die Dreisschau deutschen Bauerntums, in Anwesenheit zahlreicher Reichsminister und Vertreter des Diplomatischen Korps eröffnet. Der Festakt fand in der Ehrenhalle der Ausstellungshalle I statt, von deren Stirnband ein großes Bild des Führers grüßte. Vor diesem Bild stand ein riesiger Pflug, das Wahrzeichen deutschen Bauernfleißes. Ueber dem Bild stand in großen Lettern das Leitwort der Ausstellung: „Blut und Boden sind die Grundlagen der deutschen Zukunft".
Reichsmimster R. W. Sarr£
Stadt gelten. Ueber allem aber steht die Erkennt» nis: Dieses Zurückfinben zu der Urquelle unseres völkischen Daseins, befreit von dem volkszerstörenden Liberalismus, verdanken wir nur einem Manne: unserem Führer und Kanzler Adolf Hitler! Ich eröffne hiermit die „Grüne Woche Berlin 1934", die erste im nationalsozialistischen Deutschland mit einem dreifachen Sieg-Heil auf unser deutsches Vaterland und unseren Führer Adolf Hitler!
§2.
Der Landesbischof ist berechtigt, den evangelische n Oberkirchenrat und den ihm nach- geordneten Stellen der allgemeinen kirchlichen 23er- roaltung Weisungen zu erteilen.
8 3.
Auf das Verhältnis des Bischofs zum Konfi» tonum der Klrchenprovinz findet § 2 entsprechende Anwendung.
§ 4.
Ent gegen stehende Bestimmungen der Verfassung der Evangelischen Kirche der Altpreußi- Men Union bleiben für die Geltungsdauer dieser Verordnung außer Anwendung. Die pres- byterial-synodale Ordnung der kirchlichen Selbstver» waltungsverbände bleibt unberührt.
Dazu erfahrt die Kreuzzeitung von Stahlhelm- seite, daß ausführliche Befehle für die nächsten Tage erwartet werden. Der Inhalt dürfte etwa der folgende sein: Die bisherigen Reserve-Formationen der SA. und SA.-Reserve I (Stahlhelm) werden zu einer einheitlichen SAR. I, die völlig im Verband der gesamten SA. steht, zusammengefaßt. Die Mitglieder der bisherigen SAR. I (Der Stahlhelm) bleiben mithin Mitglied d e s Stahlhelmbundes der Frontsoldaten. Dieser Bund bleibt in Anerkennung seiner Verdienste nach dem Willen des Führers und des Stabschefs mit feinem sozialen Apparat, mit seinen finanztechnischen Einrichtungen, mit seiner Presse usw. unter Führung seines Gründers, des Reichsarbeitsministers Franz Seldte, erhalten. Jeder Stahlhelmkamerad, der aus beruflichen oder körperlichen Gründen eine aktive Tätigtet in der SA. - Reserve nicht ausüben kann . hat also die Möglichkeit, als Mitglied einer Ortsgruppe des Stahlhelm auch weiterhin der nationalsozialistischen Bewegung verbunden zu bleiben.
„Sehr geehrter Herr General! 2UU Ihrer Ab- fidjf, von dem Amte des Vundesführers des Deutschen Reichskriegerbundes kyffhäuser zu- rückzutreten, erkläre ich mich in Würdigung der mir vorgetragenen Gründe einverstanden. Bei 2hrem Ausscheiden aus diesem Amte gedenke ichder wertvollen vaterländischen A r b e i t, die Sie in Ihrer langjährigen Tätigkeit als Führer des kyffhäuserbundes geleistet haben und spreche Ihnen hierfür herzlichen Dank und aufrichtige Anerkennung aus. In alter Kameradschaft verbleibe ich mit freundlichen Grüßen Ihr ergebener
gez.: von Hindenburg."
Die heute in Berlin zusammengekommenen Landesführer des Kyffhäuserbundes haben einstimmig den O b e r st l a n d e s f ü h r e r der SA. - R. Il, Oberst a. D. Reinhard, gebeten, die Füh - r u n g des Kyffhäuserbundes zu übernehmen. Der Oberstlandesführer erklärte sich bereit, die Rührung zu übernehmen und sicherte zu, den Kyffhäufer- bund in feinem Bestände zu erhalten.
Zwischenfälle bei einer Kaisergeburtsiagsfeier.
Berlin, 27. Jan. (DNB.) Von zuständi. ger Seite wird mitgeteilt: Arn Freitagabend veranstalteten die Offiziersverbände in Berlin anläßlich des Geburtstages des früheren Kaisers einen Festabend in den gesamten
heißt eine Sonderschau, auf -der die verschiedenen Rassen durch typische Köpfe und die rassische Verteilung in Europa vorgeführt werden. Die Landflucht des Bauern, seine Gewöhnung an die Stadt, der Erbhof, die Bedrohung des deutschen Ostens: das zieht alles in leicht verständlichen Bildern, Tafeln und Lehrmaterial an dem Beschauer vorüber, der, also vorbereitet, vor das Problem der „Neubildung deutschen Bauer n t u m s" gestellt wird. Sehr lehrreich sind hier die Luftbildaufnahmen von Hofen und Dörfern, die die städtisch erdachten und ausgeführten Siedlungen den bodenverbundenen Bauernhöfen gegenüberstellen. Die Abteilung „Bauer u n d M a r k t" zeigt den Erfolg der nationalsozialistischen Maßnahmen, die dem Bauern einen möglichst gleichmäßigen und sicheren Preis für seine Erzeugnisse gewährleisten, so daß er von Marktschwankungen nahezu unabhängig wird. An diese grundlegenden Sonder- ^inen schließt sich der Vorführungsraum an, in iem der Film „B lut u n d B o d e n" allstündlich l, endlich I gezeigt werden wird, der erste richtungweisende Film
und die Sachverständigenbeiräte stellen soll, die das Gesetz der nationalen Arbeit vorsieht. Die Deutsche Arbeitsfront überwacht scharf, daß für die Beisitzer der sozialen Ehrengerichte nur solche Vorschläge zustande kommen, die im Per^nenkreis tatsächliche Nationalsozialisten umfassen. i)enn nur aus der nationalsozialistischen Gesinnung kann na- tlonalsozlalistisches Handeln entspringen. Da natio- nalsozialistlsches Handeln als vernünftig fchlechtffin zu bezeichnen ist, haben die Betreffenden natürlich das Vertrauen und damit die hohe Achtung aller derjenigen, die sie zu vertreten haben.
FührerivechfelimKMäuferbund
Oberst Reinhard als Nachfolger Generals von Horn Bundesführer.
Berlin, 27.Jan. Reichspräsident von Hindenburg, der Schirmherr des Deutschen Reichskriegerbundes Kyffhäuser, hat den Rück- t r i t t des Kyffhäufer-Bundesführers, General der Artillerie a. D. v o n S) o r n , genehmigt. General uon Horn führte seit sieben Jahren den Kyffhäuser- bund und es ist ihm gelungen, diese große Einheit ehemaliger Soldaten geschlossen dem Volkskanzler des neuen Deutschen Reiches, Adolf Hitler, zu unterstellen. Der Reichspräsident hat an General v.Horn folgendes Handschreiben gerichtet:
Eine Lteberschau.
Von unserer berliner Schriffleiiung.
Die „Grüne Woche", die erste, die im nationalsozialistischen Deutschland eröffnet wird, ist von frü- Heren Veranstaltungen wesentlich unterschieden: zum ersten Male werden hier Lebensprobleme des deutschen Bauerntums ausstellungsmäßig erfaßt und eindringlich oorgeführt. Schon
Oie Ehrenhalle
weist verbindend auf das neue Deutschland und auf den neuen Sinn der „Grünen Woche" hin: im Hintergrund des riesigen Raums, der ganz in Rot und Weiß gehalten ist, erhebt sich bis an die Decke <bas gewaltige Bild des Reichskanzlers; zu feinen Füßen das mächtige Gebilde eines Pfluges, an den Seiten des monumental gestalteten Raums die Bilder von Bauern aus deutschen Gauen, darüber ein Ring aus Runen und Bauernwappen. Daß der deutsche Bauer fortan n i ch t nur als Wirtschaftsfaktor gesehen werden soll, sondern daß im Bauerntum die Wurzeln von Kraft und Rasse liegen, wird in den nächsten Sälen bewiesen. So befindet sich gleich hinter der ersten Halle die vierzig Meter lange Wand, auf der der Freiheitskampf des deutschen Bauerntums graphisch oorgeführt wird: Freibauerntum, F r ü h ka p i t a l i s m u s , Bauernkriege — alle diese Epochen bis zu dem Reformversuch des Freiherrn vom Stein und zum nationalsozialistllchen Aufschwung sind durch eirte rote Linie mit ihrem Auf und Nieder der jeweiligen Zustände dargestellt.
Raffenkunde und Bevölkerungspolitik.
Reichsminister Dane eröffnet die Verliner „Grüne Woche"
Blut und Boden die Grundlagen für Volk und Staat.
des Bauerntums, der vom Stabsamt des Reichs- bauernführers heraestellt wurde. — Von hier gelangt man in die Hallen, in denen
alle Sondergebiete der deutschen Landwirtschaft
ausstellungsmäßig behandelt werden: Zucker und Tabak, Forstwirtschaft und Grünland, Wolle und Gartenbau, die Ernährung der Pflanze — alles so leicht faßlich und übersichtlich vorgetragen, daß das Ausstellungsmaterial wirklich dazu dienen kann, dem Städter die Probleme des Bauerntums nahezubrin- gen. Einzigartig ist die Schau „Bäuerliche K u l t u r", die im Obergeschoß der vierten Halle geboten wird; während sich volkskundliche Ausstellung gen bisher auf einzelne Landesteile beschränkten, erhält man hier einen großzügigen und das Wesentliche vermittelnden Eindruck von der alten germanischen Kultur, von Bauer und Dorf, vom Hausbau, von bäuerlicher Handwerkskultur. Ist also den eigentlichen, grundsätzlichen Gebieten der „Grünen Woche ein ungleich größerer Raum geboten wor- oen als bisher, geschieht es überhaupt zum ersten Male, daß das Bauertum in den Mittelpunkt dieser Veranstaltung gerückt wird, so muß sich die Ser- rau fs m e s s e in diesem Jahre auf engerem So- Öen einschränken. Aber auch sie ist noch bunt und reichhaltig genug: unter dem Titel „Deutsche • 5lUAD. ersorgung" ist eine ganze Fabrik in Tätigkeit, um die Verarbeitung von Frischfleisch bis zur K on s e r v e vorzuführen. Die landwirtschaftlichen Maschinen erwecken den Eindruck einer gewaltigen Jndustriehalle, und endlich finden wir auch wieder die alljährlichen
Tierschauen
die Hundeschau und die Geflügelschau, bet der über fünftausend Gänse, Enten, Hühner uyd Tauben mitwirken, ohne daß mit diesen Aufzählungen die Reichhaltigkeit der „Grünen Woche" erschöpft wäre. Es zeigen sich noch Kaninchen, der Tierschutzverein wirbt für seine Bestrebungen, des deutschen Waldes und der deutschen Landschaft wird in schonen Photos gedacht. Auch die Abteilungen <-1' $ o V j H n Angelsport geben anschau- uchen Lehrstoff, überall zeigen sich Dioramen und Schaubilder, und alle Gegenstände sind zugleich me- thodisch und zwanglos, lehrhaft und fesselnd angeordnet. Hinzu kommt noch die Schau der Tur- nierpferbe, die zu dem berühmten Reit- und Springturnier aus allen Ländern eingetroffen sind. Am Ganzen: ein von einheitlichem Millen und einheitlichem weltanschaulichen Ethos getragenes Bild vom deutschen Lande, feinen Bewohnern, ihren Er» Zeugnissen, ihrer Geschichte und ihrer schweren und ernsten Probleme, die noch nie so herausgestellt worden sind.
Raumen des Zoo. Sei der Anfahrt der Teilnehmer kam es verschiedentlich zu Zurufen, weil entgegen dem erlassenen Verbot verschiedene Teilnehmer in Stahlhelm-Uniform und mit Hakenkreuz- binden erschienen waren. Im Verlauf der Festrede des Grafen von der Goltz entstand unter einem Teil der Zuhörer eine starke Empörung. Als von der im Saal herrschenden Empörung Nach- richt zu der vor den Festsälen stehenden Menschen- menge gelangte, versuchte diese in den Saal ein- zudringen. Die eingedrungenen 50 bis 60 Personen wurden gemeinsam durch SA. und Polizei aus dem Saale gedrängt. Der Versammlungsleiter schloß infolge der herrschenden Unruhe vor- zeitig die Versammlung. Zu Tätlichkeiten ist es nicht gekommen. Eine eingehende Untersuchung
?uf ausdrückliche Anweisung des preußischen Ministerpräsidenten in die Wege geleitet worden.
Einheitliche Führung der Aaltpreußischen Landeskirche Kundgebung der Kirchenführer für de«
Reichsbischof.
Berlin, 27. Jan. (DNB.) Wie kirchen- amtlich mitgeteilt wird, fjat der Reichsbischof in feiner Eigenschaft als Landesbischof der r o " 9 elifchen Kirche der Altpreußi» s ch e n Union folgende Notverordnung erlassen:
Zur Sicherung einheitli cher Führung der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union verordne ich gemäß Art. 6 Abs. 1 der Verfassung öer Deutschen Evangelischen Kirche und gemäß § 1 öes Altpreußischen Kirchengesetzes über die Errichtung des Landesbifchofsamtes und von Bistümern vom 6. September 1933 (Kirchliches Gesetz- und Verordnungsblatt Seite 141) was folgt:
§ 1.
Die Befugnisse des K i r ch e n s e n a t e s der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union werben durch den Landesbischof ausgeübt.
Haben denn diese Moraltrompeter keine blasse Ahnung, daß sie mit diesen Unerheblichkeiten Millionen deutscher Frauen, die im Leben und Beruf brav und ehrlich ihre Pflicht und Schuldigkeit tun, die ihren Männern gute Kameradinnen und ihren Kindern aufopfernde Mütter sind, aufs tiefste beleidigen und demütigen? Daß sie den Nationalsozialismus vor der ganzen Welt auf das peinlichste blamieren und kompromittieren, daß sie 30 Jahre zu spät gekommen sind und daß man sie zur Ordnung rufen muß, weil sie anfangen, lästig zu werden? Es gibt gute und schlechte, fleißige und faule, anständige und weniger anstän- oige Frauen mit und ohne Bubikopf; ob sie ihre Nase pudern ober nicht, bas ist nicht immer ein Zeichen ihres inneren Wertes, unb wenn sie einmal zu Hause im Familien- ober Gesellschaftskreise eine Zigarette rauchen, so brauchen sie ba- mit nicht verworfen und ausgestoßen zu fein. Jedenfalls aber sollen sich nicht die über sie zum Sittenrichter aufwerfen, die ihnen an sich feindlich gegenüberstehen oder ihnen zwar wie alle echten Männer unendlich viel an Glück, Ausspannung und häuslichem Frieden verdanken, es aber nur in ihrer muffigen Ueberheblichkeit nicht wahrhaben wollen.
Drittens: Es ist nicht nationalsozialistisch, sich des Lebens zu erfreuen; im Gegenteil, man darf immer nur an die Schattenseiten des menschlichen Daseins denken, der Pessimismus und der Menschenhaß sind die besten Lehrmeister in unserem irdischen Jammertal. Deshalb tut ein wahrer Nationalsozialist auch nichts, um dieses armselige Leben zu verschönen. Primitivität und absolute Bedürfnislosigkeit sind die einzigen Werte des Charakters. Hat man einen sauberen unb einen schmutzigen Kragen, bann bindet man den schmutzigen um, um damit feinem Haß gegen die verfluchte Bürgerlichkeit demonstrativ Ausdruck zu geben. Wer einen guten unb einen schlechten Anzug besitzt, ber zieht, vornehmlich bei festlichen Gelegenheiten, den schlechten an; denn damit zeigt er der staunenden Mitwelt, wie revolutionär feine Gesinnung ist. Ueberhaupt sind Freude und Lachen an sich schon verpönt, denn das Volk soll nichts zu lachen haben.
mit ber immer mieber auftauchenben Lüge aufzuräumen, als ob unsere Vorfahren kulturlose Barbaren gewesen wären, bie erst seit jener Zeit, bie mit ber Einführung bes Christentums zusammenfällt, für bas westliche unb sübliche Kulturleben erschlossen worben wären. Gerade diese Teile der Ausstellung, wie sie in der Ehrenhalle des deutschen Bauern vereinigt sind, dürfen als wesentliches Bindeglied vom Bauerntum zum Menschen in der
hielt die Eröffnungsrede. Die „Grünen Wochen" oer vergangenen Jahre waren eine typische Erscheinung liberalistischer Wirtschaftsauffassung. Man benutzte die „Grüne Woche" als Mittel zum Zweck. Man mußte die unrentablen Ausstellungshallen auch in den Wintermonaten besetzen. Man zog die Landbevölkerung in einer aeschäftsstillen Zeit für acht Tage nach Berlin, in oer Hoffnung, baß oer deutsche Bauer nun in Berlin für kurze Zeit Ent- pannung und Vergnügen suchen würde. Die „Grüne Woche", die ich heute zu eröffnen die Ehre habe, trägt ein anderes Gesicht. Zum ersten Male werden Lebensfragen, die weit wichtiger sind als die wirtschaftlichen Sorgen des Bauerntumes, im großen Rahmen einer Ausstellung der Reichshauptstadt gezeigt. Wir müssen uns darüber klar fein, daß eine Derartige Schau, die den Quellen unserer Volkswerdung, der Entwicklung unseres Bauerntumes und damit unseres Reiches nachfpürt, erst in einem nationalsozialistischen Deutschland mit feinem geeinten Bauerntum mählich war. Die Zerrissenheit des Bauerntums ist überwunden. Der Bauer weiß, wo heute feine Gegner und feine Freunde sitzen. Erst in einem nationalsozialistischen Deutschland kann ein Wort wie das von der Schicksalverbunden- heit von Stadt und Land einen lebendigen Anhalt bekommen. Der Bauer weiß, daß er mit einen Volksgenossen in der Stadt, insbesondere dem deutschen Arbeiter, auf Gedeih und Verderb verbunden ist. Denn eins haben wir erreicht: Gerade der deutschen Arbeiterschaft ist in den letzten Monaten klar geworden, daß vor allem i h r Los aufs engste mit der Zukunft unseres Bauerntums verknüpft ist. Dem Arbeiter beginnt in wachsendem Maße bewußt zu werden, daß auch feine Wurzeln im Bauerntum liegen, und daß unser Volk nichts ist ohne feine Bauern. Aus dem Munde unseres Führers stammt jener Wort, daß ein deutscher Staatsmann auf hoffnungslosem Posten steht, der vergißt, daß im deutschen Bauerntum immer der Schwerpunkt jeder Poli- t i k liegen muß, wenn das Volk, dem seine ganze Sorge gilt, nicht verloren sein soll.
Das Deutsche Volk ist seit dem Tage seines Eintritts in die Geschichte ein bodenständiges Bauernvolk gewesen. Unsere germanischen Vvr- ahren waren weder Wilde, noch barbarische Nomadenhorden, sondern sie besaßen eine bäuerliche Kultur von einem Hochstande, den wir in mancher Beziehung heute noch nicht wieder erreicht haben. In der Ehrenhalle des deutschen Bauern hier auf der „Grünen Woche" wird eine hervorragende Reihe dieser Kulturgüter edelsten Bauerntums gezeigt werden. Hier gilt es wieder anzuknüpsen. Wenn wir in allen Volksschichten um einen neuen völkischen Lebensstil ringen, so müssen wir zu den
Leben wir nun in einem Pietistenstaat ober im Zeitalter des daseinsbejahenden Nationalsozialismus. Wir sind erhaben über den Verdacht, daß wir einem öden Prunk und aufreizenden Luxus das Wort reden wollten. Der Führer unb viele feiner engeren Mitarbeiter trinken unb rauchen nicht unb hulbigen auch nicht ben Genüssen bes Lukullus; aber verächtlich finb bie, bie in einem 60-Millionen-Volk jebe Freube unb jeben Optimismus abtöten möchten, ganz abgesehen ba- von, baß ihr albernes Treiben unzähligen Menschen nur Armut unb Unglück bringt. Denn jebes abgelegte Bebürfnis macht neue Menschen brotlos; wenn keine Autos mehr fahren, bann liegen bie Autofabriken still, wenn keine neuen Anzüge mehr getragen werben, bann haben Stoffwebereien unb Schneiber nichts zu tun, gehen bie Menschen nicht mehr in bie Kinos ober in bie Theater, bann fallen Hunberttausenbe von Bühnen- unb Filmangehörigen ber öffentlichen Fürsorge anheim. Einem Volk 'bie Freube unb Lebenslust nehmen, bas heißt, es für ben Kampf um das tägliche Brot untüchtig zu machen. Wer das tut, versündigt sich am Wiederaufbau und blamiert den nationalsozialistischen Staat vor der ganzen Welt.
Eine trostlose Verarmungunseres äffe ntlichenund privaten Lebens würde die Folge fein. Und dagegen machen wir Front. Wir wollen bie Freube nicht beseitigen, fonbern möglichst viele, möglichst alle Daran teilneh- men lassen. Darum führen wir bas Volk in bie Theater, Darum geben wir auch bem Arbeiter bie Möglichkeit, sich für festliche Gelegenheiten festlich zu fleiben, barum vermitteln wir Kraft durch Freude, darum schütteln wir die Agenten einer trüben Heuchelei von uns ab unb bulben es nicht, daß sie weiterhin einem anständigen, braven Volk, bas allen ©runb hat, sich bie Stärke zum schweren Daseinskampf burch immer erneuerte, bewußte Lebensbejahung zu holen, bie für Mühe, Sorge unb Entbehrung bes Alltages so nötige Freube durch ewige, schikanöse Schulmeistereien verderben.
Also: Mehr Lebensbejahung unb w e° Niger Muckertum! Mehr Moral, aber weniger Moralin!
Feierliche Vereidigung der politischen Leiter am 25. Februar.
Berlin, 27. Jan. (DNB.) Die 14. Wieberkehr des Tages, an bem bie NSDAP, bie erste große Versammlung in München abgehalten hatte unb an bem Abolf Hitler bas Programm ber Partei ver künbete (25. Februar 1920) ist, wie bie NSK. melbet, als Zeitpunkt für eine feierliche Vereibigung ber Politischen Leiter sämtlicher Gaue bestimmt worben. Alle Gaue halten am 24. unb 25. Februar (9 a u p a r t e i t a g e ab, in bereu Mittelpunkt ber feierliche Akt ber Vereibigung stehen wirb. Am Abenb bes 24. Februar finben in allen Gauen Sonbertagungen statt, von benen jebe für s'ch zu einer feierlichen Kunbgebung ausgeftalfet werden wirb. Anschließenb werben bie sämtlichen Parteigenossen jebes Gaues sich besonders versammeln.
Die eigentliche Vereidigung findet Sonntag, 25. Februar, statt. Alle Parteigenossen, die ein Amt in der Partei oder deren Neben- und Unterorganifationen, außer der SA. und SS., innehaben, werden vereidigt. Die feierliche Vereidigung wird mit Hilfe einer Rund- fungübertragung von München aus vorgenommen werden. Nach einer Ansprache des Stabsleiters ber Obersten Leitung ber PO. Dr. L e y wirb ber Stellvertreter bes Führers Rubolf H e h die Vereibigung auf ben Führer vornehmen.
Heute Rundfunkübertragung der Rede des Reichsinnenniiniffers.
Berlin, 27. Jan. (DNB.) Reichsminister Dr. r t cf spricht auf ber Kunbgebung ber Deutschen Waffenstubenten am 29. Januar im Sportpalast um 21,40 Uhr b i s 22 Uhr über bie Aufgaben bes nationalsozialistischen Akademikers unb ber nationalsozialistischen Stubenten, sowie über bie Freiheit ber Wissenschaft in Deutschlanb. Die Rebe wirb Dom Deutfd)lanbfenber übertragen unb geht über alle beutschen Senber.
RGBO. unb Partei.
.. Berlin, 27. Jan. (DNB.) Der Reichsorganisa- tionsleiter ber Deutschen Arbeitsfront unb Stellver- tretenbe Leiter ber NSBO., Claus Selzner, er- klart im Deutschen" u. a., baß bie NSBO. nicht nur als Teil ber Partei gelte, fonbern ein Teil ber Partei i ft. Ein großer Teil ber NSBO.-Mcinner JDQret’^?ati°nalfo3ialiften, aber keine offiziellen JJl 11 g l i e b e r, so baß sie nur als Sympathi- fierenbe gelten konnten. Nach einer Abmachung mit Dem Reichsschatzmeister Schwarz sollen die NSBO,- Manner b.e vor bem 30. Januar 1933 in
$ $■ UT^ Nicht offizielle Mitglieber ber ^SDAP. waren, die Parteimitgliedschaft n a ch t r a g 11 ch e r w e r b e n können. Das ist notwendig, da die NSBO. die Vertrauensräte


