Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
5reitag, 28. Dezember (934
Dritter Blatt
Der Weihnachtsverkehr im Bahnhof Gießen
Mennung seiner dem Staate geleisteten
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t d "i Wahlkreises — er schlug damals den
rojrttlid) kenntnisreicher, tüchtiger, schaffens-
L"Li ligkeit waren bei hervorragender jurifti-
u m^llgemeiner Bildung die Grundzüge seines
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f, -jß d. j). ^Mchen itfcsn und bestem Gedenken. R. i. p.
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Briefe schrecken!
potbettn-M &' ifarttr PiaMrZ' h.
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sehr ihn manche dazu verleiten wollten um der
gerettet worden.
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;i« Farben ingemein eindrucksvoll, und wenn am Ende Meißen Gewänder des Königs und Corde- ’ lias z ft. nimenfließen, erhält der schicksalhafte Ausgang » Tragödie auch seinen bildhaften Ausdruck.
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Trunk mit frechen Mäulern sangen. Jedesmal, wenn
einer gewonnen Halle, ging ein andere; & die Ecke, aus und war auch (einmal mehr auf der Burg, jo
Richtung Berlin—Hamburg—Essen acht Sonderzüge über Gießen zu
herein mit Hackmessern, Stangen und Gabeln, wenig Soldaten, meist Bauern und Bürger, fielen mit ihren Waffen über die Würfler her stachen und hieben sie in Stücke, daß überall
Bahnbetrieb an den beiden Weih- das übliche Bild des Sonntag-
I:) Irt das Bild Adolf Stracks als das eines ei ci jaterland und feine heimatliche Provinz
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giichtsrat i. K Adolf Strack -fr.
aus doch we-
zen und an den Felsen zerschmettern mußte. Den Burschen stieß ein bärtiger Mann derartig an die Brust, daß er den Stoß wie einen Hammer fühlte und hinfiel, ins Blut und die zertretenen Becher; doch so zur Tür, daß er in Todesangst aufspringen und noch entrinnen konnte. Obwohl er all sein Gold und Silber lassen mußte und einer ihm im Hof auch den Leinensack mit den jungen Eulen vom Rücken riß, sah er nicht um und stand nicht still, bis drunten auf der Straße von Lahnstein her ein Handelsmann mit einer Karre kam, der ihn aufsitzen ließ und mit der ersten Frühe nach Braubach brachte.
Seit dieser Nacht ging er nicht mehr im Dunkeln
Was ein Ozeanriese mit auf die Reise nimmt.
der St. das der
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diesem Tage in und umgekehrt fahren.
Während der nachtsfeiertagen
gefahren, die etwa 10 000 Reisende von hier aus bzw. aus den Durchgangszügen beförderten.
Am 23. Dezember herrschte auf der Bahn gleichfalls noch Hochbetrieb, der es erforderlich machte, an
Zügen auf der Strecke Frankfurt—Effen umgekehrt gefahren, ferner verkehrten 22. Dezember Vorzüge zu zwei V-Zügen Berlin und Hamburg und je ein V-Zug Eilzug nach Berlin und Hamburg.
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Ciolg. Sein Fakultätsexamen bestand er ! ’iote „Sehr gut". Seine erste praktische U genoß er am Amtsgericht Friedberg, er Landgericht Gießen und am Kreisamt rc Zwischendurch war er bei dem bekannten
Hälfte gequetscht, je 50 Gramm Sonnenblumenkerne, getrocknete Holunderbeeren und zerkleinerte Nußschenkel, rühre gut durcheinander und vet- bringe die Mischung in möglichst heißem Zustande löffelweise auf die Aeste der Tanne. Dabei muß eine Hilfskraft zugegen sein, um das ablaufende Fett aufzufangen. Wer sich die einzelnen Bestandteile der Futtermischung nicht beschaffen kann, nehme nur Hanf. Entgegen früherer Vorschrift sollen die Gewichtsmengen von Fell und Zugaben ziemlich gleich sein. Der Talg soll die Körnermischung nur Zusammenhalten. Auch einzelne Fichtenzweige lassen sich so zu einer natürlichen Futterquelle aufbereiten und bieten, an dem Fensterfutter befestigt, reichliche Gelegenheit zu interessanten oogelkundlichen Beobachtungen. Blau- und Kohlmei-
In unserem gestrigen Rückblick auf den Verlauf der Weihnachtsfeiertage hatten wir schon mitgeteilt, daß der Weihnachtsverkehr im Bahnhof Gießen bis zu den Feiertagen stark war und dann die gewohnte Feiertagsform angenommen hatte. Unsere weiteren Erkundigungen nach den abschließenden Ergebnissen der Reichsbahn über den Weihnachts- Personenverkehr im Gießener Bahn- h o f haben ergeben, daß schon vom 17. Dezember ab täglich zu mehreren Schnellzügen Vor- und Nachzüge gefahren werden mußten. Ferner war es erforderlich, die Schnellzüge nach Berlin und Hamburg bis zur höchsten Belastungsgrenze zu verstärken. «
Am 21. Dezember wurden vier Vor- und Rach- züge zu Schnellzügen von und nach Berlin und Hamburg, sowie zwei Vorzüge zu Personen-
Oer Spieler auf Lahneck.
Eine Sage von Wilhelm Schäfer.
In Braubach kam ein Junge durch eine Ohrfeige um fein Gehör, daß er die Sprache nach und nach verlor und keiner Sache nlltz sich Zeitvertreib auf eigene Weise suchte.
So wollte er einmal auf Lahneck zur Nacht ein Eulennest ausheben. Er kam trotz der bedeckten Dunkelheit, weil er die Pfade kannte, gut hinauf, fand auch das Nest mit fiebert jungen Eulen, die er im Leinensack auf dem Rücken Heimtragen wollte, und stieg gerade von dem Gemäuer in den Hof zurück, als er die ausgebrochenen Fenster der Kapelle hell erleuchtet sah. Zuerst befiel ihn zwar der Schrecken, doch weil er an die Nacht gewöhnt war, nahm er sich Mut und kletterte über Schutt und Brennesseln in den Kapellenhof hinunter. Wie er die Tür mit einem Spalt aufmachte, hatten Landsknechte in fremder Kleidung einen großen runden Tisch inmitten der Kapelle ausgestellt und würfelten miteinander, während auf dem Hochaltar die Kerzen brannten.
Es waren blonde spitzbärtige Gesichter, und obwohl er nichts mit feinen tauben Ohren von ihrer Sprache verstand, sah er, daß sie zum Spiel und
9er Weihnachtsbaum im Dienste der Dogelsütterung.
Wenn der Christbaum ins neue Jahr geleuchtet hat, wird er nach altem Brauch am Neujahrstage abgeschmückt. Er sollte nun nicht, wie es meistens der Fall ist, im Hofe ober Schuppen hindernd herumliegen, sondern dem Vogelschutz dienstbar gemacht werden. Leicht läßt er sich zu einem Futterbaum Herrichten. Er ist dann die Nachbildung eines von Jnsekteneiern und -larven besetzten Nadelbaumes und wird von allen insekten- und körnerfressenden Wintervögeln gerne angenommen. Der Christbaum wird im Garten in den Boden eingegraben, oder bei starkem Frost zwischen Steinen befestigt. Dabei ist zu beachten, daß sich Katzen und anderes Raubzeug nicht anschleichen können. Nun erhitzt man in einem Gesäß ein Kilogramm Fett, am besten fyalb und halb Rinder- und Hammeltalg. Pferdetalg sollte trotz seiner Billigkeit keine Verwendung finden, da er zu sehr erhärtet und deshalb von den Vögeln nicht abgepickt werden kann. In die flüssige Masse schütte man 200 Gramm Hans, 100 Gramm Mohn, 200 Gramm Hafer, davon die
wo Gold- und Silbergerät auf einem Haufen lag, und stellte eine Kanne oder einen Leuchter hin als neuen Gewinn. Dann senkten sich die Köpfe vor und jeder nahm das Ding zur Hand, Wert und Gewicht zu prüfen; und manche Hand war rot bestreift mit Blut.
Inzwischen äugte einer nach der Tür und sah den Lauscher stehen und zeigte ihn den anderen; sie waren aber so versessen in ihr Spiel, daß sie ihn kaum ansahen, und nur der eine winkte ihm. Der Junge wollte aber nicht und stand versteinert hinter der halboffenen Tür, bis ihn der blonde Spitzbart mit den Reiterstiefeln holte und in die Runde setzte. Er mußte würfeln wie die anderen und gleich der erste Wurf war hoch, so daß er eine Kanne bekam aus purem Silber. Die füllte ihm der lange Reiter mit Wein aus einem Faß, das vor dem Hochaltar gelagert war; er muhte trinken und weiterwürfeln und gewann dermaßen, daß bald vor ihm der größte Haufen lag. Die anderen waren unterdessen schon so voll Wein, daß sie nur sangen und die Becher schwenkten und ihr Erwürfeltes auf dem Tisch im Haufen durcheinanderwarfen. Und einer hatte eine Gitarre mit und riß daran mit närrischen Gebärden, wozu die anderen lachten und schrien und mit den Humpen auf den Steintisch hämmerten. Der Bursche war das recht zufrieden, weil er sich dachte, daß sie ihm endlich in der Betrunkenheit die ganze Beute lassen müßten.
Darüber aber kam eine Bewegung wie ein Stoß unter sie, daß alle nach den Schwertern griffen und zur Tür hinsprangen. Schon aber drangen Männer
Briefe, die aus früheren Jahren stammen — man sollte solche Briefe immer aufheben — wieder einmal lesen. Da werden Erlebnisse aufgefrischt, an die wir vielleicht längst nicht mehr dachten, die uns aber jetzt noch erfreuen. Es gibt wirklich Briefkünstler. Da sind solche Bekannte, die mit Humor und klaren Augen ihr Leben schildern, daß es greifbar vor uns steht. Vergelten wir solchen Freunden Gleiches mit Gleichem, soweit wir dazu in der Lage sind!
Das schlimmste Wort beim Briefschreiben ist: Das hat noch Zeit! Nichts rächt sich mehr als ein Aufschieben beim Schreiben. Man verliert dann den verbindenden Faden, besonders - dann, wenn unser Freund Fragen gestellt hat. Das erste Gebot heißt also: Schreibe sofort!
Vergessen wir auch nie, unsere Freuden weiterzugeben, wenn wir wissen, daß wir unfern Bekannten damit einige frohe Stunden bereiten tön»
Offizieren bestehen. Hinzu kommen: 36 Mechaniker, 30 Elektriker, drei Aerzte, zwei Krankenpflegerinnen, sieben Drucker, neun Friseure, 16 Musiker. Bedient werden die Reisenden von 628 Stewards und 25 Zimmermädchen, die auf jeden Anruf der 1100 Telephone herbeieilen. In den Küchenräumen betätigen sich 187 Köche, acht Metzger und 100 Bäcker. Den „Weinkeller" haben sechs Kellermeister unter sich. Der Proviant für jede Reise umfaßt: 7000 Hühner und Wild, 70 000 Eier, 16 000 kg Fleisch, 30 000 kg Eis, 24 000 Liter Wein, 16 000 Liter Bier, 2600 Flaschen Likör und 9500 »Flaschen Mineralwasser. Der Vorrat an Geschirr ist entsprechend: 2160 Karaffen, 27 600 Trinkgläser, 56 800 Teller, 28120 Tassen, 770 Kaffeekannen, 1160 Milchkannen, 12 450 Messer, 15 340 Löffel, 2090 Servierplatten, 2820 Fleischplatten, 600 Blumenvasen. In den Wäscheschränken lagern u. a. 38 400 Bettücher, 19 200 Kissenbezüge, 14 570 Tischtücher, 130 000 Servietten, 6000 Badelaken, 150 000 Hand- und 30 000 Badetücher, 40 000 Küchenhandtücher, 30 000 Bürohandtücher, 45 000 Spültücher und 5800 Wolldecken. Sind alle Kabinen besetzt, dann wird das Schiff 2170 Passagiere befördern.
z anöeruei :iermischt, wie sie sich trennen und sich be- iet)bem tas wird durch das wechselnde Spiel der
bereits gestern kurz berichteten, ist am Bl ihnachtsseiertag Landgerichtsrat i. R.
-t r a cf gestorben. Ein längeres Leiden
als den eines Freundes erkennen, so macht uns das immer Freude. Wir greifen zum Brieföffner, trennen den Umschlag sorgfältig auf und nehmen nun den Brief wie ein Geschenk heraus. Aufmerksam, mit leisem Lächeln, lesen wir die Mitteilungen des Freundes. Ja, das ist er. Wir rufen unseren Familienangehörigen und lesen den Brief vor. Wir haben es auch schon so gemacht, daß wir den Brief nicht gleich öffneten, sondern erst aßen und dann sagten: „Zum Nachtisch lese ich euch etwas Schones vor!" Das war des Freundes Brief!
Solche Freude sollten wir uns noch mehr schenken. Aber: Wie man in den Wald schreit, so schalt es zurück! Freunde haben wir gewiß, aber wir erwarten manchmal etwas von ihnen, und wir selber sind schreibfaul gewesen. Kann man es ihnen da verübeln, wenn auch sie schweigen? Wie oft kommt es vor, daß wir nur an die Freunde denken, wenn wir einen guten Rat oder sonst etwas brauchen. Dann schreiben wir, und wenn nicht gleich eine Antwort kommt, werden wir ungeduldig, vergessen aber, daß wir einst auch nicht gleich auf eine Anfrage des Freundes schrieben.
Wir sollten deshalb von Zeit zu Zeit in Gedanken bei unfern Freunden weilen, stumme Zwiesprache halten, und wenn uns etwas bedrückt, ober ^venn wir eine große Freude erlebt haben, sollten mir es ihnen mitteilen. Wie oft erfahren wir, daß sich gute Freunde treffen, einiges erzählen, und auf einmal ruft der eine: „Menschenkind, davon weiß ich ja gar nichts! Und warum hast du mir denn das nicht geschrieben?" Ja, warum? Schreibfaulheit? Bequemlichkeit? Wohl beides.
Es gehört gewiß Seelengröße dazu, alles, aber auch alles, was uns das Schicksal bringt, mit sich selbst auszufechten. Aber wenn man sich etwas erleichtern kann, bann sollte man boch zugreifen. Es ist immer nur ber Freunb, ber Bruber, ober sonst ein guter Bekannter, der uns Helsen kann. Weilt er fern von uns, dann schreiben wir ihm. Wir werden in den seltensten Fällen enttäuscht werden. Deshalb: Schreibt!
Uns selber geht es doch auch so. Jedes Lebenszeichen, das wir von unfern Bekannten erhalten, macht uns Freude. Wie schon ist es auch, wenn wir
Ortsgruppe Gießen des Bundes drr Gaarvereine.
Leiter: Polizeihauptwachtmeister Thum, Reuen Baue 4, II.
Sämtliche Anfragen von Abstimmungsberechtigten sind an die Saarobleute zu richten, die zu jeder Auskunft und Unterstützung gerne bereitstehen.
Saarobleute sind:
1. Oberarzt Dr. Rau h, Gießen, Universitäts- Augenklinik,
2. Verwaltungs-Oberinspektor Hentschel, Gießen, Welckerstrahe 12,
3. Gerichlsreferendar koch, Gießen, hitlerwall 51.
Anfragen wegen des Transportes zur Abstimmung sind an den Transportleiter Thum oder den stellvertretenden Transportleiter koch zu richten (Anschriften siehe oben). Abfahrt und Rückkunft des Sonderzuges Rr. 15, der von Gießen aus fährt, wird jedem rechtzeitig bekanntgegeben werden.
Im Laufe dieses Tages wuchs ber Anbrcmg der Reisenden zu diesen Zügen so stark an, wie es seit vielen Jahren hier nicht mehr der Fall gewesen war. An diesen Tagen mußten auch Sonderzüge in Richtung Fulda, ferner noch je ein Personenzug nach Alsfeld und Kassel und ein Eilzug nach Frankfurt a. M. von hier aus abgefertigt werden.
Insgesamt wurden am 22. Dezember im Schnellzugverkehr fünf, im Eilzugbekrieb drei und im Personenzugverkehr vier Sonderzüge
,„Gmg Lear" in Berlin.
Die) wmirrszenierung im Staatstheater unter Gründgens.
Am -i me vor dem Heiligen Abend fand im Preu-
im Drama sinkt; er ist groß in den Szenen des Wahnsinns, er wirkt hinreißend und erschütternd in den letzten Austritten mit feiner Tochter Cordelia. Am nächsten steht ihm Walter Franck, ber „bittere" Narr. Scharf gegeneinanber abgesetzt erscheinen bie Tochter, für bie Gründ gens so treffliche Kräfte einzusetzen hat wie Hermine Korner (Goneril), Maria Koppenhöfer (Regan) und Käthe Gold (Cordelia). Kayßler ist Kent, und das Glostersche Geschlecht wird durch Eugen Klöpfer, Paul Hartmann und Bernhard M i n e 11 i bargestellt.
Das Haus, das ein glänzendes gesellschaftliches Bild bot, verhielt sich anders als sonst bei Erstaufführungen. Man ging in der Pause stumm auseinander, so befangen waren die Zuschauer von der pathetischen Wucht dieses Schauspiels, bas ihnen in so vorbildlicher Kunst bargeboten würbe. Am Enbe aber brach ber Beifall um so stärker aus; er galt in erster Linie auch Grünbgens, dem Leiter dieses Abends, dem Intendanten und seinem Hause, das durch ihn wieder zu ber Höhe gestiegen ist, bie wir biesem repräsentativen Theater immer gewünscht haben. Q. B.
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^dilad)hrirt®^i'i-n Brief zu schreiben. Es geht unfern 1 * , ireundoMficher so wie uns. Wenn wir nach Hause 2S R^ommenn mb es liegt da auf bem Schreibtisch ein IQarftlaae: Vöries, Dei wir schon an der Handschrift (Briefe an ■ Fullen. - .Jreunit« llte man nicht „tippen", das sieht immex . 5dx:ft. ^troas; »rrdib und falt aus, es sei denn, daß du eine
7;; - -Zandsckqn hast, bie kein Mensch entziffern kann!)
rote Blut ben Boben unb bie Wanb bespritzte;
wen sie nicht erschlugen, ben warfen sie durchs Fenster hinunter, wo er tief nach der Lahn abstür-
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Goldgeräte willen. Denn bas war ein? Sage weit herum, daß schwedische Schnapphähne im Dreißigjährigen Krieg bie Burg Lahneck genommen und im Kapellensaal den Raub verwürfelt hätten. Da wären die Bürger von Lahnstein durch eine Pforte eingedrungen und hätten sie erschlagen oder den Fenstern hinunter in die Lahn geworfen; von dem Gold- und Silberschatz sei nur das nigste
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len —> in Staatstheater wirken einige Pilber (bie Halle, -: »ier Lear sein Reich unter bie Töchter ver- i“ teilt b) i Auftritte vor Regans unb Gonerils Burgen, brhbpifoben auf der nächtlichen Heide bei (9e= roitterrpme) wie die Räume einer mythisch-nordi- scheu Sei., andere erscheinen, als seien sie aus bunten Mruturen alter Handschriften genommen. (@e» famtarwi-ittung: Rochus ©liefe). Handlung und Neber r Qlungen werden mit einer fast geometrischen q fenauigfeit sichtbar gemacht: grün ist die Farben ^nerils unb ihres Gefolges, gelb bie von Re garN! :5ippe, bie Familie Gloster geht in blau, weiß YÄldie Mäntel ßears unb feiner verstoßenen Tochtcr<vrbelia. Wie sich nun die Parteien unter 5 einanhtt verschieben, wie sich bie eine mit einer
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Zchvkine lA erhrmärltf»
„Normandie", bas 75 000-Tonnen-Schisf Compagnie Generale Transatlantique, geht in Nazaire ihrer Bollenbung entgegen. Es ist größte Schiff ber Welt, da es, zum Aerger ... Engländer, brei Meter länger ist, als die „Queen Mary“, die vor kurzem vom Stapel lief. Die Schifs- fahrtsgesellschaft gibt einige Angaben über das Personal und das Inventar des Ozeanriesen bekannt. Die Besatzung wird aus 292 Mann mit 14
Zugverkehrs zeigte, war der Betrieb am gestrigen dritten Feiertag infolge ber Rückkehr ber Weih- nachtsreisenben etwas stärker als gewöhnlich. Ein derartiger Massenbetrieb, wie unmittelbar vor dem Fest, wird sich aber in diesen Tagen nicht mehr zeigen, da sich erfahrungsgemäß die Rückkehr der Reisenden immer auf die Tage zwischen Weihnachten unb Neujahr verteilt.
Ebenso außerordentlich wie der Personenverkehr war auch der Betrieb im Gepäck- und Exprehgutdienst in den Tagen vor dem Weihnachtsfeste.
Hier war es erforderlich, von Frankfurt über Gießen in ber Richtung Hamburg einen besonberen Expreßgutschnellzug zu fahren. Einen Anhaltspunkt für ben Umfang bes Reifenbenverkehrs auf bem Bahnhof Gießen in ben Tagen vor Weihnachten gibt bie Tatsache, baß
im Gießener Bahnhof bei dem Weihnachtsverkehr rund 13 000 Fahrkarten verkauft wurden.
Obwohl in diesen Tagen an alle Kräfte der Reichsbahn die höchsten Anforderungen gestellt werden mußten, vollzog sich der ganze Betrieb ohne Unfall in glatter Weise.
-****tann.
„Köllitzi Lear" kommt hier in einer bewunde- rungsmr >ig klaren und eindringlichen Gliederung zum LM ruck. Die Bühne ist gegen die Zuschauer hin ermmrt, bie Seitenlogen des Parketts finb mit grauer;iünnben verstellt, aus benen Portale führen: jo entölt eine hoppelte Spielfläche, eine Vorder- unb HMrbühne, auf benen sich bas Spiel ohne •/ Unterko nc.ung in atemraubenbem Tempo abrollen - kann, Äni Grünbgens bleibt ber weit verzweigten Tragö ti mit ihren Nebenhandlungen nichts Wesentliches । tyillbig, feine Aufführung enthält nicht we- ' - Niger iids :inunbzwanzig Bilder unb bauert trotzbem > nur buti stunden.
Sf)aälrp?are läßt fein Drama in Englanb fpie-
fen, Kleiber, Baumläufer, Golbhähnchen, Spechte, Finken unb Ammern finben sich halb am gebellten Tisch ein, unb hier kann man auch ben seltensten unb schönsten Zugvogel unserer Heimat, ben Seiden- schwanz, ab unb zu zu Gesicht bekommen. Wind, Regen unb Schneefall können bem Futterbaum nicht nachteilig werben, bngegen versagt er, wenn Rauhreif ober Glatteis eintritt. Deshalb sollten auch noch wettersichere Futterhölzer unb Meisenglöckchen aufgehängt werben. Ganz kleine Fichtchen befestigt man nach bem Uebergiefjen am Gartenposten, ober am Fensterbrett.
Wettbewerb
für landwirtschaftliche Siedlungeu.
Das Hessische Staatsministerium, Abteilung 1 e (Landwirtschaft), Landessiedlungsamt, schreibt unter ben im Gau Hessen-Nassau ber NSDAP, am 1. Dezember 1934 wohnhaften Architekten einen Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für landwirtschaftliche Sieblungen im Einvernehmen mit bem Amt ber Technik unb bem NSBDT. aus. Zugelassen sinb Architekten, soweit sie Mitglieder der Reichskammer ber bilbenben Künste, Fachverband für Baukunst sind, bzw. solche, die sich vor der Ausschreibung ordnungsgemäß dort angemelbet haben. Ablieferungstermin ist der 5. Februar 1935. Preise von zusammen 3000 Mark sind ausgesetzt. Die Wettbewerbsbedingungen werden gegen Einsendung von Rückporto kostenlos abgegeben bei dem Landessiedlungsamt Darmstadt, Altes Palais, Zimmer 108.
Daten für Freitag, 28. Dezember.
1908: großes Erdbeben in Unteritalien und Sizilien, Zerstörung der Städte Messina und Reggio; — 1923: der französische Ingenieur Alexandre Gustave Eissel, Erbauer des Eiffelturms in Paris gestorben (geboren 1832).
Hochschulnachrichten.
Dr. F. Hoppe -Seyler, Privatdozent für Physiologie an der Universität Würzburg, hat einen Ruf an die Universität Greif swajd ep halten und angenommen.
bi rd’Zlm 1. Januar 1901 erfolgte feine staat- 2! hfJBung und Ernennung zum Amtsrichter rfchund im Dezember 1904 seine Versetzung 5 Ll tsgericht Friedberg. Das Vertrauen feines
nrhlt unb langjährigen Lanbtagsadgeorb- Bi Justizrat Jäckel in Friebberg tätig.
1896 bestaub Abolf Strack bie Große je Staatsprüfung in Darmstadt für das Ju- i £> ierwaltungsfach unb erhielt unter fämt- 1 Sanibaten den ersten Platz. Alsbald fand er ei jd: g als Amtsanwalt in Lauterbach, Bü- biebberg unb Offenbach, war auch kurze bter des Rechtsanwalts Windecker in
s i nationalen Interesse befunbeten Opser- ... . t >i Ruhestand getreten, dessen er sich nur ckMltzpiLiäßig kurze Zeit erfreuen durfte.
nd«e chtsrat Strack war am 4. Januar 1871 bei:-Asbach am Taunus als Sohn bes Forst- . । t'racE geboren, ber selbst einer althessischen mfrailie angehörte. Ostern 1889 beftanb er i) nrfium zu Bensheim bie Reifeprüfung, um «i an unserer Lanbesunioersität Gießen £ lifium ber Rechtswissenschaft zu roibmen.
)it Stubent — er gehörte bem Korps bqjia an — betrieb er feine Stubien mit
27. M $
~ 5 Mischern baatstheater in Berlin bie lange erwartete
WAujfühiMq von Shakespeares „König Lear" 4 »eine Weihnachtsgabe unb als eine Art > 'Jleffjera cqtslegung am Jahresenbe, bei der der nffrfM« > gjneub hxnbant Gustaf Grünbgens die Nörkttt ''stärkste i Persönlichkeiten der deutschen Schauspiele- jnröefl. rei — Brner Krauß an der Spitze — vorführen
- bis 36, v flinbff, M
Elk sich QjfJi
-•-rmanqeis frtr q fort Dik eY'ri. tnmarft im ! - 'laliunc:-‘-sir[c,r . .'■‘nnlncH-
luftlos, rf(br nahm bieten einen
Here RachilM! od slandijchen Bflim sst ,
bubabn von MoUvcM nten Richters unb Menschen allzeit in
2Ib&re mag nicht scheinen, als bleibe die Auf- fübrurr: in szenischen Äußerlichkeiten befangen; diese i’Gmttung bes Dramas erhält ihre Bedeutung erst bitt-iübie Reihe einzigartiger Darsteller. Werner SUa w; ;als Lear steigt künstlerisch, je tiefer er.
chig werden wir erst, wenn uns ganz h nn'te nur eine Karte senden. Früher ' : ^.,..2'?^en fl" ms boch immer einen ausführlichen Brief
:-n Ke--. _>jchric<k'? Was kann ba fchulb fein? In ben mei-
0, stahloeimg/gi i finb wir selber bie Schulbigen; benn, (Tonn 0uncr ? arlß Herz, wann haben wir ihnen zum letz- Äraft 11150, »n Ml Ä.'geschrieben? Haben wir ihnen überhaupt ! 107, holstM^ir bie.1 l:jten Briese gebankt?
•7er 1"<?. M Aßso.l icht lange gezögert unb Schreibpapier her- n 93^0, ^Miusl UDiiifinb boch jetzt in ber rechten Stimmung,
"au 15 ziuroruai. »urorransmus war lym md. üZllhm steckte ein trefflicher Kern, so baß er aoiij. >de i rin >en Scheine abhold war. Bescheidenheit *" d'e Großvnb ..... ' ' ' 1
öbmbforberungffjcn
fnachlossigt uitilkfencfL imbei war er ein Freund der Natur unb -Mvereill-Loiü ben irften Mannesjahren ein weidgerechter -a sich bei aürtägir. |
naiTA m Wencn ms in den Feiertagen und zum neuen *“ 7.*mbre 6: ikwunschkarten ins Haus fliegen, dann
' ' 1 "erden.' n:r daran erinnert, daß wir noch Freunde
-cnnangcls ^-ratischen Vertreter aus dem Felde — * ’' " ' Ann den Reichstag. An seinem Lebensabend
- der NSDAP, an. Nach fünfjährigem -e'i*uuuuü m- t fi Friedberg wunde er Landgerichtsrat am -'etwas kifc Sfct Gießen.
v : um O Z)"- r iD'blichene war nicht nur feinen Kollegen,
notierten Oäl rt” :icS weiten Kreisen ber Bevölkerung als
Cttw ^051 ttich kenntnisreicher, tüchtiger, schaffens-
itb.gif t mb allezeit hilfsbereiter Richter bekannt.
* V;. Doneiuf de'Uiichwierigen Gebiete des Grundbuchrechtes 'i5u55’Gll 55 Autorität. Bürokratismus mar ihm
I 'Hf 1 11 t U a ge|iuiut:n. vs-m iMuyiicx,
- ttck ilinin arbeits- und erfolgreichen Leben ein
I " . )cl| 21 an Oktober 1933 war der Dahingefchiedene . . . ter £. IrEennung feiner dem Staate geleisteten
‘ Wtrernte - er hatte bereits am 6. Dezember 1932 n »ic i-z^ähriges Dienstjubiläum feiern können — blbe i i nationalen Interesse bekundeten Opfer-
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