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ti 502 Erstes Blatt

184. Jahrgang

Zreitag, 28. Dezember 1954

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MlandSdeMe Rückschau

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Günstige verkehrspolitische und klimatische Bedingungen.

Friedrichshafen

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bleibt Lustschiffwerst. - Neubauten für Holland und Nordamerika.

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nur einmal bekämpft, während sie in Feldzügen treue Verbündete waren. Deutschland und Großbritannien nach Entfremdung von mehr als 20 Jahren der zusammenkommen könnten.

vielen Venn einer

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sein heißt minderen Rechtes sein, kennzeich­neten die auslandsdeutschen Geschehnisse in viel­facher Form, wie ungelöst noch immer die große Frage der Befriedung des Volkstums ist.

Die Ausländsdeutschen haben seit langem uner­müdlich den Weg zur Befriedung aufgezeigt: durch Beispiel und Forderung. Nicht ihre Schuld ist es, daß sie vielfach erst gewaltsam zu Aus­ländsdeutschen gemacht wurden, oder daß die neuen Staatsvölker das Prinzip des National­staates sogar dort anwandten, wo sie s e l b st n i ch t einmal die Mehrheit der Bevölkerung bil­den. Kein Vorwurf ist den deutschen Volksgruppen gegenüber unangebrachter als der, sie seien inner­halb ihrer StaatenStörenfriede". Wer die leid­volle Geschichte der einzelnen deutschen Volksgrup­pen überprüft, stößt bei aller Verschiedenartigkeit der Lage und Verhältnisse immer wieder aus ein

Paris, 28. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Der fran­zösische Botschafter in Rom, d e Chambrun, hatte mit Mussolini am Donnerstag eine längere Aussprache über die französisch­italienischen Beziehungen im Zusammenhang mit der bevorstehenden R o m r e i s e des französischen Außenministers. In französischen Kreisen erklärt man, daß Mussolini dem Botschafter wahrscheinlich die italienischen Gegenvorschläge über­reicht habe, von denen es abhängen werde, ob Laval den Zeitpunkt für gekommen erachte, seine Reise jetzt anzutreten.

eint taglid), außer >o itags und Feiertags e igen: Die Illustrierte iii ener Familienblätter

im Bild Dieächolle lMatr-vezugspreis:

sich für beide eine neue Aera der Wohlfahrt eröffnen. Es wird niemals eine bessere Gelegenheit geben als jetzt, da alle Kraft und Energie dieses glänzenden Volkes i n einer einzigen starken Hand zu­sammengefaßt find. Wenn wir im Jahre 1934 diese bessere Stimmung zwischen diesen beiden Ländern zustande bringen können, dann wird das kommende Jahre eines der glücklich­sten Jahre in der Geschichte der Menschheit werden.

Frankfurt wird Mtelpunkt des LuMhiffverkehrS

Neuer Lustschiffhafen am Nhein-Main-Ilugplatz nahe der Neichsautobahn.

heutige Deutschland nicht nur hinsichtlich seiner Mög­lichkeiten, sondern auch tatsächlich für die st ä r k st e Macht des europäischen Fe st land es. Denn was an materieller Ausrüstung mangeln mag und dies dürfte nur wenig sein :, wird mehr als ausgeglichen durch den großartigen G e i st der Nation und ihr ungemeines Ver­trauen zu ihrem Führer.'

Wir haben keinen Grund zum Streit m i t^d i e f e m Volk. Wenn erst einmal einige der schlimmsten Ungerechtigkeiten der Friedens­regelung beseitigt fein werden, wird es keinen Grund mehr geben, weshalb Europa nicht a u f Jahre hinaus in vollem Frieden leben sollte. Wir und die Deutschen sind blutsverwandt, wie Herr Hitler einmal zu mir sagte. Unsere Kationen haben einander

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MussolinisVorschläge für die Aussprache mit dem französischen Außenminister.

Italiens Wünsche im Gomaliland. Oie Beziehungen zur Kleinen Entente die Hauptschwierigkeit für den neuen Kurs.

UNS und den Amerikanern geplanten Kordtrans­atlantischen Verkehrsgesellschaft drei bis vier neue Luftschiffe für einen regelmäßi­gen Reise- und Po st betrieb zwischen Deuts chl and und den Vereinigten Staaten gebaut werden müßten. Das Luftschiff L Z 129, das seiner Vollendung entgegengehe, solle ja zusammen mit demGrafen ausschließlich dem Verkehr mit Südamerika vorbehalten bleiben und nur solange Amerikafahrten machen, bis die neue halle in Rio de Janeiro fertiggeslellt sei. Ebenso sei von den Holländern ein Auf­trag für den Ausbau ihres überseeischen Luftver­kehrs zu erhoffen.

Friedrichshafen fei a l s Werft groß genug, als Luftfchiffhafen aber z u klein. Mil der Anlage des Großflugplahes Rhein-Main bei Frankfurt, wo sich künftig die großen Reichs­autobahnen Kord-Süd und ID e ff - 0 ff kreuzen würden, fei die ideale Lösung des Pro­blems gefunden gewesen. Auch sei nicht zu ver­gessen, daß Friedrichshafen 400 Meter über dem Meeresspiegel liege, während die Rheinebene u m 3 0 0 Meter tiefer gelegen sei. Das bedeute für ein Luftschiff einen Mehrauftrieb von mehreren Tonnen. Auch rein klimatisch fei die Gegend bei Frankfurt dem Vodenseegebiet vorzuziehen. Außerdem fei es für die holländischen, skandinavi­schen, englischen und anderen internationalen Fahr­gäste ungleich bequemer, wenn der Start* platz der Luftschiffe in Frankfurt statt in Friedrichs­hafen liege.Wir können uns, fo schloß Eckener, zu dem neuen Luftschiffhafen nur beglückwünschen, denn er ist der beste, den man in Deutschland finden konnte.

Unterredung mit Dr. Eckener.

Großer Auftrieb des deutschen Luftschiff- Verkehrs.

Berlin, 28. Dez. (DKB.) Wie derBerliner Lokalanzeiger von zuständiger Seite er­fährt, hat man nach eingehender Prüfung aller in Frage kommenden Umstände beschlossen, den Luftschiffhafen von Friedrichshafen nach dem im Bau befindlichen Kfjein-IUain- Flugplatz in unmittelbarer Kühe von Frank­furt a. M. z u verlegen. Die erforderlichen Anlagen werden in kaum mehr als einem Jahr fertiggestellt sein, so daß sich mit Beginn derZep­pelinsaison des Jahres 1936 der gesamte Luftschiffverkehr von dem verkehrstechnisch günstiger gelegenen Rhein - Main - Gebiet abwickeln wird. Kalürlich bleibt die Werft in Friedrichshafen für den Bau weiterer Luftschiffe bestehen.

Heber die Gründe und die Zukunftsaussichten dieses bedeutsamen Entschlusses gewährte Dr. Ecke­ner einem Mitarbeiter desLokalanzeigers eine ausführliche fernmündliche Unterredung, in der er u. a. fagfe: Der Luftschiffbau Zeppelin habe sich schon feit langem mit dem Gedanken getragen, feinen Luftfchiffhafen wegen der u n g ü n ff l - gen räumlichen und In e t e o r o l o g i s ch e n Berfjälfniffe eine neue Heimat zu schaffen, die, geographisch gesehen, gleichzeitig auch zen­traler als Friedrichshafen liege. Die in Fried­richshafen vorhandenen hallen würden zum Bau neuer Luftschiffe gebraucht. Es fei damit zu rechnen, daß nach der Bildung der von

h l Beilagen RM. 1.95 hr Illustrierte 1.80 uüllgebühr .. -.25 bei Nichterscheinen

Gemeinsames: auf die allen selbstverständliche Auf­fassung, Mittler und Brücke zwischen dem deutschen und den anderen Völ­kern zu sein. Ob Deutsche in Polen oder Däne­mark, Balten, Siebenbürger Sachsen oder Banater Schwaben, immer wieder haben sie als die Glieder ihrer Volksgemeinschaft und als loyale Bür­ger ihrer Staaten darauf hingewiesen, daß sie unter der einen Voraussetzung, daß ihr Lebens­recht nicht angetastet werde, verständigungs- bereit bis zum äußer st en sind. Niemals haben sie gegen die Erkenntnis verstoßen, daß nur durch gegenseitiges Verstehen die Krise Europas zu heilen ist.

Eigenständigkeit des Volkstums! Der Führer und Kanzler des Deutschen Reiches A d o l f h i t l e r hat in seiner großen Reichstagsrede jegliche Assimilation fremden Volkstums als schwerstes Unrecht abge-

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General-Ammer für Oberhessen WWW »cm. Anzeiger Gießen -eP I I fr gen, Bäder-, Unterrichts-u.

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Aothermeres Eindrücke von einer Deutschlandreife. Ein Weihnachtsaufsatz des britischen Zeitungstords.

Londo n, 28. Dez. (DNB. Funkspruch.)Daily Mail" veröffentlicht einen aus München übersandten Weihnachtsaufsatz ihres Besitzers Lord R o t h - ermere, in dem dieser den tiefen Eindruck, den er offenbar von dem neuen Deutschland und seinem Führer empfangen hat, in beredten Worten schil­dert. Er sagt u. n.: Wunder werden vom Glauben bewirkt. Die Deutschen haben einen neuen und st a r k e n Glauben gefunden. Dieser Glaube hat das Wunder zustande gebracht, die Berge von Schwierigkeiten zu versetzen, die ihren Weg zur na­tionalen Genesung versperrten. Aber er hat noch mehr zustande gebracht. Er hat Deutschland eine neue Seele gegeben. Die letzten zwei Jahre haben hier einen politischen Prozeß begleitet, der so tief und so weitreichend in seinen Wirkungen ist, wie die große französische Revolution. Ein solcher Wechsel in der Wesensart eines Volkes, in feinen in­neren Verhältnissen, in seiner internationalen Stel­lung und sogar in dem einfachen Auftreten der ein­zelnen ift niemals zuvor in der Geschichte i n s o kurzer Zeit vollbracht worden.

Deutschland ist das neue Sparta. Der gleiche Geist nationaler Disziplin und Selbstauf­opferung, der ein paar laufend Einwohner einer kleinen griechischen Stadt einen dauernden Platz in der Geschichte erwarb, wird hier von 67 Millionen Menschen gezeigt, die in mancher Beziehung das intelligente ff e, fleihigste, edelste und abgehärtetste Volk der Welt sind. Wenn eine ganze Generation unter dem nationalsozialisti­schen System groß geworden fein wird, wird Deutschland eine Kation von einer Art Hebermenschen sein.

Welcher Zauber hat die deutschen Herzen wie­der mit Hoffnung erfüllt, deutschen Augen den Glanz des Mutes und Selbstvertrauens gegeben und diese Nation begeistert, so daß man sich in ihrer Mitte wie in einem riesigen Kraftwerk fühlt? Die Antwort lautet: Hitler. Ohne Hitler wäre nichts von alledem geschehen. Während der ver­gangenen Woche habe ich mehrfach Gelegenheit ge­habt, mit diesem einzigartigen Führer seiner Lands­leute zu sprechen und ihm zuzuhören. Es liegt etwas in Hitlers Persönlichkeit, was sich dem Geist sofort und unauslöschlich einprägt. Seine Augen haben eine bemerkenswerte magnetische Kraft. Seine tiefe Stimme ist eindrucksvoll und über­zeugend.

Aber hinter dem äußeren Bilde eines Mannes, der sich schon in der modernen Geschichte Europas fo entschieden eingezeichnet hat, spürt man d i e Kraft der Heberzeugung, daß er eine ihm vom Schicksal ge st eilte Aufgabe erfüllt: Deutschland wieder auf feine Füße zu stellen. Hitlers strengster Kritiker wird schwerlich leugnen, daß er bei die­sem Werk bereits ein sehr großes Maß an Erfolg erzielt hak. Das ge­einte selbstvertrauende Deutschland vom Jahre 1935 läßt sich mit dem zerrütteten, unglücklichen Deutschland, das er bei der Machtübernahme im Januar 1933 vorfand, eben so wenig ver­gleichen, wie ein aufsteigender Adler mit der zerbrochenen Eierschale, aus der er hervorging.

Begreifen ro i r Engländer, was öiefe Genesung bedeutet oder ist unser Urteil noch immer getrübt von Zerrbildern aus Vorurteil und Propaganda? Beinahe alle Nachrichten über das nationalsozialistische Regime, die sogar in unseren verantwortlichsten Zeitungen veröffent­licht werden, sind Unsinn. Sie haben z. B. den Eindruck erweckt, als ob die Juden in Deutschland beinahe das Leben gehetzter Tiere führen. Aber in deutschen Hotels und Gaststätten habe ich oft fröh­liche und festlich gestimmte Gesellschaften von deut­schen Juden gesehen, die kein Merkmal der Un­sicherheit oder des Leidens zeigten. Ich halte das

Lord Rothermeres Neujahrswunsch: Deutsch-englische Zusammenarbeit in einer neuen Iriedensära Europas.

Deutschland ist das neue Sparta.Der Sieg des Glaubens.Das Vertrauen zum Führer

lehnt und damit im Namen des neuen Deutschlands die Notwendigkeit einer neuen besseres Rechtsordnung in Europa aufgezeigt. Dis deutschen Volksgruppen, die immer loyal ihrs Pflichten gegen den Staat und gegen ihr Volks« tum erfüllt haben, gehören zu den Vorkämpfers! einer solchen Rechtsordnung, in der es nicht mehs möglich ist, einem deutschen Kinde feine Mutter« spräche zu nehmen, oder Menschen, nur weil sitz deutschen Volkstums sind und nicht zumStaats­volk" gehören, unter Ausnahmezustand zu halten» Die Ausländsdeutschen haben härteste Proben be­standen und sie sind gewillt, im Zeichen des Frie« dens und der wahren Verständigung der Völker weiter durchzuhalten. Hinter ihrem unerschütterlicher, Willen zur Selbstbehauptung steht der unerschütter« liche Glaube an die gesamtdeutsche Volksgemein« |d)aft

Siebener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

9 to , in Ost und West, auf dem geschlossenen s2!!n tioben der Deutschen wie in der Diaspora t'Ärr deutschen Volksgruppe der Kampf erspart, <3 itr I selbst stammverwandte Völker wie Dänemark c be1 Staaten wie Ungarn nicht den Willen auf- tre ten, freiwillig zu geben, was jedem Rechts- f icu; selbstverständlich sein sollte.

£*r allem muß der Todesnot der ruß land - krischen Volksgenossen gedacht werden, tie nter der Geißel der Hungersnot mehr denn je r öi- unmittelbarer physischer Vernichtung be- t n sind, verbot doch die kommunistische Regierung i illosfau sogar das deutsche HilfswerkBrüder i 1 rot", das geschaffen wurde, um durch Spenden 1 iniSebensmittel wenigstens einen Teil des Elends Z u dlbern. Unb unter welch hartem Druck stauben i «riiänbert bie Südtiroler, unerbitterlicher Ihaelfdjung ausgesetzt, hören doch die Kinder zwi- s h Brenner und Salurner Klause in der Schule i! c n einziges deutsches Wort mehr. SCI selbst die Toten finden nicht Ruhe, gingen t bie italienischen Behörden, in Ausführung des 5 '^Lnisierungsprogramms des Senators Tolomei, t n i, die Gebeine der Südtiroler Frontkämpfer, t Leun der Seite ihrer deutschen unb deutschöster- r et ichen Kameraben auf ©übtiroler Boben in ge- i ieijamen Kriegsfriedhöfen beigesetzt finb, in ita- l i_a: che Massengräber zu überführen, als ob bie C 5ii iroler für . ben italienischen Staat gekämpft X >«ti kl.

yi Memelgebiet setzten bie Litauer, unter L »Allstem Bruch bes Memelstatuts, zum Großan- gpri auf bie Rechte bes bobenftänbigen Volkstums c m..Das verfassungsmäßige Direktorium wurde ab- CRh't, deutsche Parteien aufgelöst, der memelländi- s chLandtag mehrfach durch polizeiliche Anordnun- cbeschlußunfähig gemacht, und die deutschen Be- c iti-m durch litauische Beamte ersetzt. Diese Ein- c\X in die Memelautonomie fanden ihre Ergän-

in zahllosen Verhaftungen und einer rücksichts- W. ßitauifierung des öffentlichen Lebens. Und 11 i auch die Signatarmächte des Memelstatuts ssistßlich in der Hauptstadt Litauens vorstellig ge= i men sind, vom Erfolge dieser internationalen ! iihungen ist noch nichts zu spüren, vielmehr Ü iKirn der Kriegsgerichtsprozeß in Korono und die s. 0c')oi)e, mit der hier 126 Memelländer unter halt- l oj Vorwänden wegen angeblicher gegen die (A urheit des litauischen Staates gerichteter Um- 1 li. e angeklagt sind, daß die litauischen Machthaber i io: keineswegs an eine Aufgabe ihrer Gewalt- t tlhnen unb bie Wieberherstellung bes Rechtszu- s twes im Memelgebiet benfen.

|$n Rumänien wurde die Erneuerungsbe- i mang innerhalb der deutschen Volksgruppe unter ihr Vorwande, ihre Tätigkeit verstoße gegen die Lcdtsgesetze, aufgelöst. Ebenso bewiesen die ver- I ^böenen Verfügungen unb Geschehnisse Ver- i Tagung beutscher Bürgermeister, Sprachprüfungen sstlMinberheitsbeamte usw. wie sehr auch im i Manischen Staate bas staatssührenbe Volk be- ni:t ist, ben Lebensraum ber Deutschen einzu- tran. In Belgien würbe ein Ausbürgerungs- angenommen, bas lebiglich für bie heirnat- ckwen Eupen-Malrnebyer bestimmt ist unb ihnen i.niöglid) machen soll, ihre Forberung auf Selbst- istmmung weiter zu vertreten. In Lettlanb ii ein neues Bilbungsgesetz in Kraft, bas bie teierige kulturelle Selbstverwaltung der Vvlks- fizopen mehr oder minder beseitigt, unb in E st - h: b vollzog sich eine ähnliche Entwicklung, bie i-resamt barauf hinzielt, bas bobenftänbige H.tschtum, bas nicht zuletzt burch seinen Einsatz i>>: Selbstänbigkeit ber baltischen Staaten gegen L kommunistische Bebrohung erkämpfen half, zu «wurzeln unb zugleich ben Gebrauch ber beutschen tadje, bie doch bie Verkehrssprache bes Ostens ij, zu beschränken. Unb in Ungarn offenbarte L.'iEntscheibung bes Gerichts von Fünfkirchen te! ben Generalsekretär bes Ungarlänbischen beut- Pc i Volksbildungsvereins, der sich gegen die Na- msmaggarifierung gewandt hatte, wegen, an- skicher Schmähung der ungarischen Nation zu feringnis unb Ehrverlust verurteilte in wel- Maße auch ber ungarische Staat bem in irm Grenzen lebenben beutschen Volkstum noch imer sein Recht auf Sprache unb Art neibet, ist b nocf) wohl bie ärgste Zumutung, bie einem Men- Ha gemacht werben kann, wenn man von ihm m-angt, seinen ehrlichen beutschen Namen auf- . peben.

*i:ur Beispiele aus ber Fülle ber volksbeutschen lenhehnisse konnten wirb herausheben. Aber wenn jt in ihnen bie schwere Lage bes Auslandsbeutsch- Lr 5 verbeutlicht, so gilt bas nicht minber für bie latschen in ben übrigen Staaten: i n b e r T s ehe­st s l o w a k e i, wo brejeinhalb Millionen Sube- iniieutsche noch immer im Zustanbe schwerster Ent- itiung gehalten werben (ein Tatbestanb, ber sich tf; letzthin in ben Ausschreitungen ber tschechischen itilbenten in Prag unb ber ber Deutschen Univer­sa: abgezroungenen Herausgabe ihrer Grünbungs- ifanien sinnfällig äußerte), wie für Frank- ch, wo bie Elsaß-Lothringer noch immer ver­strich um die Anerkennung ihrer Eigenständigkeit i=,sprachliche Minderheit" ringen. So bestätigte i<i bas Jahr 1934 bas bittere Wort: Minberheit

Aus hat ben um ihre volkliche, kulturelle unb «chliche Eigenstänbigkeit tämpfenben a u s = i.i:2sbeutschen Volksgruppen bas Jahr ) gebracht? Auch in feinem Ablauf ftanben bie ui mbsbeutschen fast ausnahmslos in schwerster !bi:chr gegenüber ben Bemühungen ber Staaten ul staatsführenben Völker, ben beutschen Volks- obi zu überfremben, bie beutsche Sprache zu ver­legen ober bem Deutschtum seine staatsbürger- ich Rechte zu beschränken. So blieb in Süb unb

Die Pariser Morgenblätter versuchen noch ein­mal ben gegenwärtigen Stanb ber ita, lienisch-französischen Verhandlungen darzulegen unb die Punkte herauszuarbeiten, über die n o ch k e i n s Einigung zustande gekommen sei. Es solle sich hierbei in erster Linie um die Grenzregulie­rung in Somaliland handeln. Die' franzö­sische Regierung halte die Forderung Italiens in diesem Punkte für übertrieben, während man italienischerseits die tveitgehenden Zugeständ­nisse Englands im Jubäland als Bei­spiel hinstelle. Eine noch heiklere Streitfrage sei