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29. November, um 20.30 Uhr, im Caf4 Ebel statt. Gäste willkommen!

Heil Hitler!

Der Kreisamtsletter des NS.-Bundes deutscher Technik (Kreis Gießen).

Kurz.

Neichsberufsgruppen der Angestellten in der DAF.

Verufsgemeinschaft der Techniker.

Am Freitag, 30. November, 20.15 Uhr, spricht im großen Hörsaal des chemischen Institutes, Lud- wigstraße 21, in einer Veranstaltung des Bezirks­vereins Oberhessen des Vereins Deutscher Chemiker und der Gießener Chemischen Gesellschaft Direktor Dr. K r ä n z l e i n (Frankfurt a. M.-Höchst) über Kunststoffe .

Winke für den Schalterverkehr bei der Post.

Die Post bittet, die folgenden Winke zu beachten und so zur flotten Abfertigung am Schalter beizu- tragen; langes, verärgerndes Anstehen und Ver­weisungen an andere Schalter werden dadurch ver­mieden.

1. Suche von vornherein nur denjenigen Schal­ter auf, der für dein Verlangen in Frage kommt. Schilder an jedem Schalter helfen dir dabei.

2. Wähle möglichst die schwächeren Verkehrsstun- dcn (Vormittags und die ersten Nachmittagsstun­den), namentlich dann, wenn deine Sendungen eine

Heist der Winterhilfe!

Jedes Opfer für dieses Derk der Nächstenliebe ist wertvoller Dienst am deutschen Volke und ein wichtiger Baustein für eine bessere deutsche Zukunft. Kein Volksgenosse fehle bei diesem Hilfswerk! Jeder opfere

zum Wohle unseres Volkes!

besondere Behandlung erfordern (Ausland, Zoll­papiere, Ausfuhrgenehmigungen, Devisenbestim­mungen, Kursberechnungen usw.).

3. Tritt von rechts an den Schalter heran; mit Verrang wirst du abgefertigt, wenn du ein Tele­gramm einlieferst, ein Gespräch anmeldest, oder als Schwerbeschädigter in eigener Angelegenheit ein­lieferst und einen Ausweis der Fürsorgestelle vor- Zeigst. . .

4. Klebe die Marken vor der Einlieferung selbst auf die Sendungen; bei Briefen, Postanweisungen und Zahlkarten bist du dazu durch die Postordnung und Postscheckordnung verpflichtet.

5. Bereite den Einlieferungsschein selbst vor. Bei Postanweisungen und Zahlkarten hängt er am Formblatt an; für andere Fälle hängen sie im Schalterraum aus. Benutze auch bei geringem Postverkehr ein Einlieferungsbuch. Der lose Schein geht leicht verloren; im Einlieferungsbuch hast du die Empfangsbescheinigungen geschlossen beisammen und kannst Nachweise leicht führen. Ein­lieferungsbücher bekommst du von der Post kostev- los.

6. Halte dein Geld abgezählt bereit, ordne grö­ßere Mengen Papiergeld vorher und lege bei gleichzeitiger Ein- und Auszahlung von drei und mehr Postanweifungs- oder Zahlkarten .'trägen, so­wie beim Einkauf von drei oder mehr verschiedenen Sorten von Wertzeichen eine aufgerechnete Zu­sammenstellung vor.

Berufliche Ertüchtigung durch Stellenwechsel.

Die Stellenvermittlung der Reichsberufsgruppen der Angestellten in der DAF. teilt uns mit:

Der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsver­mittlung und Arbeitslosenversicherung hat die Ar­beitsämter angewiesen, einem Austausch jüngerer, ordnungsmäßig ausgebildeter Angestellter von Be­trieb zu Betrieb grundsätzlich zuzustimmen. Dieser Austausch, der eine Vervollkommnung der beruf­lichen Kenntnisse durch Sammlung praktischer Er­fahrungen bezweckt, dient der Sicherstellung des unentbehrlichen Nachwuchses. Da hierfür in erster Linie jüngere Angestellte in Frage kommen, war die Frage zu klären, inwieweit die Anordnung vom 28. August 1934 über die Verteilung von Arbeits­kräften hier eingreift. Die Anordnung sieht bekannt­lich die Auswechslung der Arbeitskräfte unter 25 Jahren gegen ältere vor und macht außerdem die Besetzung eines offenen Arbeitsplatzes mit einer Arbeitskraft unter 25 Jahren von der Zustimmung der Arbeitsämter abhängig.

Durch die ergangene Anweisung steht dem Aus­tausch von Angestellten von Betrieb zu Betrieb, wie er von verschiedenen Industrie- und Handelskam­mern in Zusammenarbeit mit der Stellenvermitt­lung der Reichsberufsgruppen der Angestellten in der DAF. gefördert wird, grundsätzlich nichts im Wege.

** Ausfallende Sprech st unden des hessischen Staatsmini st er s. Das Staats­presseamt teilt mit: Die Sprechstunden des Herrn Staatsministers fallen am Samstag, 1. Dezember 1934, aus.

** Polizeipersonalien. Ernannt wurden mit Wirkung vom 1. Oktober 1934 der Polizeihaupt­wachtmeister Ernst Kohn in Gießen zum Kriminal­hauptwachtmeister, ferner die Kriminalhauptwacht­meister Bernhard Bäcker und Theodor Lösch in Gießen zu Kriminalsekretären.

** D i e Geschäfts st unden des Orts­gerichts Gießen sind aus die Zeit von 8 bis 10 Uhr täglich festgesetzt worden. Man beachte die heutige Bekanntmachung.

** Ein Schwan gefangen. Aus Rut­tershausen bei Lollar wird uns berichtet: Am Sonntagnachmittag fing der Arbeiter Robert Schön von hier auf der Lahn einen Schwan. Er wurde hoch in den Lüften beobachtet, von anderen Vögeln umkreist und zuerst für eineSchneegans" gehalten. Der Schwan nimmt Nahrung zu sich, scheint also aus der Gefangenschaft entflohen zu sein. Er trägt keinen Fußring.

Oberheffen.

Gtadtratssihung in Butzbach.

S

pb. Butzbach, 27. Nov. In der adtratssitzung wurden folgende

gestrigen Beschlüsse

ge aßt:

Für die im Lustgarten errichteten Bauten ist der Ausbau der verlängerten Bismarck- straße bis zur Großen Wendelstraße notwendig geworden. Die Kosten des Straßenbaues einschließ­lich Kanalisation und Wasserleitung belaufen sich nach dem Voranschlag des Stadtbauamts auf 16 000 RM. Der Stadtrat beschließt den Ausbau der Straße, bewilligt die Mittel, deren Deckung durch Kapitalaufnahme erfolgen soll.

Das Gelände, auf dem die oorstäd tische Kleinsiedlung errichtet wird,ist von der Stadt im Erbbaurecht zur Verfügung zu stellen, wozu ein Erbbauvertrag mit der Nassauischen Heimstätte ab­zuschließen ist. Diese überträgt später den Vertrag auf die Siedler. Der Stadtrat beschließt, das Ge­lände zur Verfügung zu stellen und genehmigt den Entwurf des Vertrages.

Der städtische Leichenwagen ist am 22. Mai d. I. von einem Kraftwagen angefahren und beschädigt und dabei der städtische Arbeiter Nesseldreher verletzt worden. Der Stadt sind für Reparatur des Wagens sowie für Krankenlohn des Arbeiters Nesseldreher insgesamt 381,29 RM. Unkosten entstanden. Der Führer des Kraftwagens ist nach den gesetzlichen Ermittlungen an dem Unfall schuld. Ersatz der Unkosten sind von diesem auf güt­lichem Wege nicht zu erreichen, weshalb der Stadtrat beschließt, den Klageweg zu beschreiten.

Nach einer Anmerkung im Staatsvoranschlag für 1934 sind von den Gemeinden als Beitrag zu den persönlichen Ko st en der Berufsschule vom 1. April 1934 ab für jeden Berufsschüler und -schülerin jährlich 6 Reichsmark an den Staat zu zahlen. Danach hat Butzbach für 161 Schüler 966 RM. zu zahlen. Da der Antrag im Voranschlag nicht vorgesehen ist, muß Deckung aus dem Reserve­fonds erfolgen. Der Stadtrat beschließt entsprechend.

Der Kanal in der Kleeberger st raße, der nur bis zur Adolf-Hitler-Straße liegt, muß zwecks Entwässerung der auf dem ehemaligen Brauereigelände zu errichtenden Baracken bis dahin verlängert werden. In Frage kommen etwa 800 Meter, wofür nach dem Voranschlag des Bauamts 20 000 Mark Kosten entstehen. Der Stadtrat be­schließt die Herstellung und bewilligt die Kosten, die durch Kapitalaufnahme zu decken sind.

Um die Baracken mit elektrischer Ener- giß zu versorgen, muß die vorhandene Freileitung durch eine stärkere ersetzt werden. Um Neuanschaf­fungen von Kupferleitungen zu vermeiden, soll das Material der Verbindungsleitung von der Trans­formatorenstation Südwest nach dem Zipfenweg hierfür verwendet werden. Die Kosten für Ab­nahme der Derbindungsleitung, Erstellung der Frei­leitung nach der Brauerei und Schaffung einer Kabelverbindung betragen insgesamt 6000 Mark, die vom Stadtrat genehmigt werden.

Laut Beschluß des Stadtrats vom 19. Juli 1934 soll die Umgehungsstraße am Lustgarten (Gr. Wendelstraße) durchweg in 14 Meter Breite vorgesehen werden. Dementsprechend hat das Hoch- bauamt Friedberg seinen ersten Entwurf abge­ändert. Der Stadtrat ist mit der vorgeschlagenen Linienführung einverstanden, ebenso mit dem Orts­bauplanentwurf des Hochbauamts vom 26. Oktober 1934 und der Ausmündung der Umgehungsstraße in die Gießener Straße.

Landkreis Gießen.

ck. H e u ch e l h e i m, 27. Nov. Der T o t e n s o n n- t a g wurde auch in unserer Gemeinde würdig ge­feiert. Der stark besuchte Frühgottesdienst war ganz der Erinnerung an die Toten gewidmet. Besonders gedachte Pfarrer W e i s e l der im letzten Jahre ver­storbenen 11 männlichen und 13 weiblichen Mit­glieder unserer Gemeinde. Am Nachmittag fand eine würdige Feier an dem Denkmal der im Kriege Ge­fallenen auf dem Neuen Friedhof statt. Hierzu hatten sich geschlossen mit Fahnen der SA.-Sturm, der Krie­gerverein sowie viele Einwohner eingefunden. Pfar­rer Weisel sprach über die Stellung des einzelnen Menschen zum Tod. Dr. R e i d t rief das Gedächt­nis an die 129 Gefallenen unserer Gemeinde wach. Nach dem gemeinsam gesungenen LiedIch hatt' einen Kameraden" legten der Führer des Krieger­vereins PH. Böhmer für diesen und der Sturm­führer L u ß t für den SA.-Sturm je einen Kranz nieder. Nach der Feier verweilte man in stillem Gedenken noch bei den mit frischem Tannengrün und den letzten Herbstblumen geschmückten Gräbern der Angehörigen.

CO Klein-Linden, 26. Nov. Am Sonntaa- nachmittag fand unter Beteiligung der SA.,.» Reserve, des Kriegervereins, der beiden Männer­gesangvereine und vieler Gemeindeglieder auf dem Friedhof eine würdige Gedenkfeier für die Verstorbenen unserer Gemeinde statt. Pfarrer Bremmer hielt eine Ansprache, der Männer­gesangvereinArion" und der Posaunenchor um­rahmten mit ihren Vorträgen die Feierstunde. An­schließend wurde am Kriegerdenkmal die Ehrung der Gefallenen vorgenommen, wobei der Posaunen­chor und der GesangvereinArion" wieder mit­wirkten. Sturmbannadjutant Kirchner von der SA. legte für die Gefallenen des Weltkriegs und der nationalsozialistischen Bewegung einen Kranz nieder. Der Kriegeroereinsvorsitzende Friedrich Schimmel gedachte der Heldentaten unserer Ge­fallenen, forderte auf, für Daerland, Führer und Volk alles zu tun, am Wiederaufbau Deutschlands tatkräftig mitzuarbeiten und in treuer Volksgemein­schaft und Kameradschaft, wie sie in den Krieger­vereinen schon immer gepflegt worden sei, zu- sammenzustehen und mitzuarbeiten. Den Gefalle­nen widmete er einen Kranz. Bei gesenkten Fahnen spielte der Posaunenchor das Lied vom guten Kameraden.

"Y" Großen-Linden, 27. Nov. Zu dem Be­richt über die Kreis-Kaninchenausstellung ift nach­zutragen, daß der Vereinsführer nicht der Ausstel­lungsleiter Sommeriad, sondern Herr Zim­mermann von hier war. Ihm, ebenso dem Züch­ter Zahrt, ist verdientes Lob zuzusprechen, da sie sich restlos für das Gelingen der Schau einsetzten. Dereinsleiter Zimmermann opferte sogar einen mehrtägigen Erholungsurlaub für die Vorbereitung dieser Sache.

5 Alten-Buseck, 27. Nov. Anläßlich des ein­jährigen Bestehens der NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude" versammelten sich die hiesigen Dorfbewohner im Saale von Gastwirt Rühl, um die Uebertragung der in Berlin veran­stalteten Feier anzuhören. Im Anschluß an die Uebertragung sprach Pg. Sar g noch kurze Worte über die großen Aufgaben und die bereits erzielten Erfolge derKraft durch Freude". Die Alten- Busecker Bauernspielschar brachte dann ein Stück zur Aufführung, das die heutigen Zu­stände im Saarland und das herzliche Verlangen seiner Bewohner nach der deutschen Heimat bekun­dete. Reicher Beifall belohnte die Darsteller, die wiederum ihre Rollen frisch und lebensnah zur Darstellung brachten. Nach dem gemeinsamen Ge­sang des Saarliedes dankte Ortsgruppenleiter Pg. Freund und schloß die Feier mit dreifachem Sieg- Heil auf unseren Führer Adolf Hitler, und mit dem Lied:Volk ans Gewehr .

> Lollar, 27. Nov. Durch die K r e i s s ch u l - filmst elle wurden in verschiedenen Orten des Kreises den Schulkindern die FilmeHitlerjugend in den Bergen",Der Schwarm" undDer weihe Rausch" vorgeführt. Auch hier fanden im Lichtspiel- haus Vorführungen statt, und zwar vormittags zu­erst für die hiesige Schule, anschließend für die Schulen der Nachbarorte Ruttershausen, Staufen­berg, 2)aubringen und Mainzlar. Die Filme müssen mit ihren herrlichen Naturaufnahmen als sehr gut und belehrend bezeichnet werden und haben ihren Eindruck auf die Kinder nicht verfehlt.

* Rüddingshausen, 28. Nov. Der 14jährige Zimmermannslehrling Ludwig Dietze von hier erlitt bei der Arbeit an der Kreissäge eine schwere Verletzung der linken Hand, so daß er sofort in die Klinik nach Gießen gebracht werden mußte.

öd Eberstadt, 27. Nov. Im Saale von Karl F e l s i n g fand eine gutbesuchte Versammlung der NSDAP, statt. Zellenleiter L ö b r i ch hieß die Teilnehmer und den Redner willkommen. Pa. Heß (Winnerod) sprach zunächst In eindrucksvoller Gegenüberstellung über den Marxismus und den Nationalsozialismus und kam dann auf das Win­terhilfswerk zu sprechen, nachdem er eingehend die Grundzüge des Nationalsozialismus dargelegt hatte. Der Redner schloß seinen Vortrag mit dem Aus­spruch des Führers:Niemand darf in diesem Win­ter hungern und frieren!" In einer Aussprache be­schäftigte sich der Redner noch mit Fragen über das Reichserbhofgesetz und mit der Verteilung der durch das Winterhilfswerk aufkommenden Spenden. Nachdem Bürgermeister G ö r l a ch noch kurz ge­sprochen hatte, schloß Wellenleiter Löbrich in der üblichen Weise die Versammlung. Anschließend fand eine Besprechung verschiedener Mitglieder des Reichsnährstandes statt.

t Dorf-Gill, 27. Nov. Von der vorgestrigen Sammlung, die von der Hitlerjugend vor­genommen wurde, konnten 22.20 RM. an die Orts­gruppe für das Winterhilfswerk abgeliefert werden. Bei der letzten Sammlung vom Eintopfgericht, die vom BdM. durchgefuhrt wurde, gingen 30.05 RM. ein.

Kreis Bübingen.

[Q Nidda, 27. Nov. Der Theaterzug Kraft durch Freude" gab In der dichtbesetz­ten Turnhalle eine Kabarettvorstellung. Die Dar­bietungen standen auf beachtlicher Höhe. Am Buß- und Bettag sand hier zugunsten der Winter­hilfe ein Fußballspiel zwischen zwei aus den Ver­einen Nidda, Ober-Schmitten, Geiß-Nidda und Ober- Widdersheim zusammengestellten Mannschaften statt, das bei schönem Wetter gut besucht war und eine Einnahme von 27,20 RM. brachte.

y. Nidda, 27. Nov. Mit einer kleinen Feier imHanauer Hof" wurde die für diesen Winter vorgeseheene Bildungsarbeit der Ange­stellten in der D A F. der Ortsgruppen Nidda und Ober-Schmitten eröffnet. Wie in frühe­ren Jahren in den Winterkursen großes Gewicht auf weitgehende Berufsausbildung des Nachwuchses gelegt wurde, so soll auch jetzt dieses Ziel fest ins Auge gefaßt werden, wie Ortsgruppenwart K net­te n b r e ch in feinen Worten betonte. Mit Freuden kann man sich der Erfolge früherer Winterbildungs­arbeit erinnern, wobei durch Wettbewerb inner­halb einzelner Berufe die Leistung wesentlich ge- steigert wurde. Stenographie und Plakatschrift, so­wie Buchführung werden geübt, ferner soll Steuer­recht für ältere Angestellte im Rahmen der Kurse erörtert werden. Neben ernster Arbeit sind auch ge­sellige Veranstaltungen geplant. Dem vom Unter­bezirksleiter Martes gebotenen Dortrage über Charakter und Leistung^ folgte man mit gespann­ter Aufmerksamkeit.

x. Bad Salzhausen, 26. Nov. Gegenwärtig werden hier umfangrei che Erdarbeiten ausgeführt. Angesichts der Durchlässigkeit von Bo­den und Seitenwänden des unweit vom Konzert­saal gelegenen sog. Schäferteiches, wird hieran eine gründliche Ausbesserung vorgenommen. Der Boden wird mit einer etwa 0,15 Meter dicken Schicht von gelbem Ton durch einen eisernen Stampfer mit elektrischem Antrieb abgedichtet. Die Umfassungsmauer wird erneuert. Das weithin be­kannte eichene Wasserrad von etwa 7 Meter Durchmesser, und das damit in Verbindung stehende Gestänge, bas heute allerdings keinen wirtschaft­lichen Nutzen mehr hat, setzte wegen zu geringem Wasserzufluß seine Tätigkeit aus. Die seitherigen Rohre, vor etwa 60 Jahren gelegt, sind infolge teilweiser Zerstörung unbrauchbar geworden. Es wird nunmehr auf der etwa 430 Meter langen Strecke bei fast 8 Meter Gefälle vom Landgrafen­teich bis zum Wasserrade ein 0,60 Meter tiefer Graben in fast gerader Richtung angelegt, durch den man besondere Eisenrohre bringt. Die Schacht­abdeckung der Schwefelquelle mußte wegen Durchlässigkeit und dadurch bedingten Zuflusses von Tageswasser völlig entfernt werden. Die Umfas­sungswände des etwa drei Meter im Geviert brei­ten und fast acht Meter tiefen Schachtes sollen in Beton ausgeführt und dos Schwefelwasser in Be­tonrohren von einem Meter im Durchmesser, senk­recht stehend, hoch geleitet werden. Zur Läuterung des Wassers findet noch eine wohl zwei Meter hohe Kiesschicht im Schacht Verwendung.

XBorsdorf,27. Nov. Vor einigen Tagen war es unserem Altbürgermeister Weiß vergönnt, sei­

nen 87. Geburtstag in leidlichem Gesundheits, zustand zu feiern. Er stand der Gemeinde 36 Jahre lang vor, bis er durch geschwächte Gesundheit, insbesondere durch ein Augenleiden, zum Rücktritt von seinem Amte veranlaßt wurde.

Kreis Schotten.

d Schotten, 27. Nov. Die Ortsgruppenamte. Leitung der NS. - Hago hielt gestern abend eint stark besuchte Mitgliederversammlung ab, zu der auch viele Partei- und Behördendienststellen erschje. nen waren. Amtsleiter Schloerb gab nach der Begrüßung zunächst die Bestimmungen über die Preiserhebungen bekannt, mit der die NS.-Hago beauftragt fei. Es gelte den Ursachen von eingetrete, nen Preissteigerungen genau nachzugehen. Die aus, geteilten Fragebogen seien genau auszufüllen. Einig- weiter ergangene Verfügungen, Altersversorgung i^ Handwerk usw., wurden bekanntgegeben. Sodann sprach der NS.-Hago-Kreisamtsleiter N e u m a n n über bäs Wesen und die Aufgaben der Treubau, über Schaffung von Eigenheimen durch Mithilfe des Handwerks. Nicht alle könnten und wollten Siedler fein, es gäbe auch Volksgenossen, die sich ohne weiteres Siedlungsland ein kleines Anwesen gern errichten würden. Es seien hierzu zirka 20 bis 30 v. H. Eigenkapital der Bausumme erforderlich Dann greife für den Rest der Bausumme die neu ins Leben gerufene Treubau-AG. helfend ein, bit in der Baufinanzierung neue Wege gehe und von den verschiedensten Seiten durch Bereitstellung von Geldmitteln unterstützt werde. Die Treubau ho! treuhänderische Funktionen, sie ist auch eine Be« raterin für die Bauluftigen, sie schafft eine Siche« runa der Finanzierung, gibt auch den Bauhand« wertem die Garantie, daß sie ihre Bauforderungen direkt von ihr gezahlt erhalten. An Beispielen wurde Näheres erläutert. Eine lebhafte Aussprache schloß sich an den Vortrag an. Seitens des Bundes der Kinderreichen und sonstiger Siedlungslustigen be« steht der Wunsch nach Schaffung von Kleinsiedlungs« Wohnungen, die mit Hilfe der Stadt errichtet werden sollen. Bürgermeister Menge! und der Vorsitzende des Bundes der Kinderreichen V i e r h e 11 e r fpra« chen näher über diese Projekte. NS.-Hago-Kreis« amtsleiter Neumann wies noch auf tue vielen Maßnahmen hin, die zur Beschaffung von Arbeit getroffen sind, so die steuerliche Erleichterung für die Ersatzbeschaffungen, auf das Entgegenkommen der Üeberlanbroerfe für Elektroinstallationen, Dar« sehen der Brandversicherungskammer und dgl. Diele Anträge Privater auf Zuschuß für ihre Evsatzbeschas« fungen, Umbau und dgl. liegen noch dem Bauaml vor. Alles müsse bestrebt fein, für Arbeitsbeschaffung zu sorgen und die Wirtschaft mit ankurbeln zu hel­fen. Der Vorsitzende wies auf die Gütestelle hin, die u. a. für Einbringung feftgefrorener Kredite mit« helfe. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer wurde die Versammlung geschlossen.

s Schotten, 28. Nov. Die NS.-Gemein, schastKraft durch Freude", Ortsgruppe Schotten, hatte die Bevölkerung auf gestern abend zur Feier des einjährigen Bestehens der Orgtmi* sation in die Turnhalle eingeladen. Der Besuch war sehr gut. Man hörte die Uebertragung der Feier in Berlin und blieb anschließend noch längere Zeit in froher Geselligkeit beieinander.

Laubach, 27. Nov. Der Dolkstrauer- t a g wurde hier in würdiger Weise begangen. Am Dormittagsgottesdienst nahmen die SA., SAR., der NS.-Frontkämpfer-Bund und der Kriegerverem ge­schlossen mit ihren Fahnen teil. Der Gottesdienst, bei dem auch die vereinigten Männergesangvereine Eintracht und Harmonie" mitwirkten, stand ganz im Zeichen des Gedächtnisses der Gefallenen. Nach der Predigt verlas Pfarrer Schmidt untr Glockengeläute die Namen der Gefallenen aus Lall' bad). Nach dem Gottesdienst marschierten die For­mationen unter Vorantritt der Kapelle des Musik« Vereins nach dem Gefallenendenkmal von 1914/18, wo zum Andenken an die Toten des Weltkrieges unb der Bewegung mehrere Kränze niedergelegt wurden. Nachmittags fand ebenfalls ein Gottesdienst auf dem Friedhof unter Mitwirkung des Laubacher Musik­vereins statt. Am Samstagabend sprach im hie« figen Rathaussaale Tierarzt Wachtel vor der Ortsbauernschaft über die Bekämpfung von Viehkrankheiten, insbesondere über Scheidenkatarrh. Den lehrreichen Ausführungen folgten die Zuhörer mit großem Interesse. Nach angeregter Aussprache dankte Ortsbauernführer Röder dem Sartr^n* den namens der Besucher.

ch Groß-Eichen, 27. Nov. Im dicht befehlen Gotteshaus fand am Sonntag der Toten - Ge- dächtnisgottesdienst statt. Zu Beginn des Gottesdienstes fang der Männergesangverein bat Lied:Nun wünsch ich mir zu guter Letzt" von Bach mit Instrumentalbegleitung. Mitwirkende waren: Lehrer Appenheimer (Cello), Lehrer Bell, Groß-Eichen, Lehrer Müller, Lardenbach, Lehrer I n t e r t f) a l, Sichenhausen (Violinen). Weiter brachten der Gesangverein den Chor:Sttll ruht dein Herz" und die Schulkinder das Lied:Es ist ein Schnitter, der heißt Tod" zum Vortrag. Der Ortsgeistliche predigte über Römer 14, 7 und 8. Im vergangenen Kirchenjahr starben in unserem Kirchspiel 12 Personen, darunter 2 aus Klein-Eichen. Die Reichsgeldsammlung für bat Winterhilfswerk am vergangenen Sonntag ergab in unserer Ortsgruppe 21,65 RM. (Groß- Eichen 11.90 RM., Sellnrod 8,75 RM., Solms-Jls« darf 1 RM.).

Kreis Alsfeld.

* Burg-Gemünden, 28. Nov. Der 19jahrig< Installateur Wilhelm Berner, der dem Arbeits­dienstlager Burg-Gemunden angehört, zog sich eine sehr schwere Verletzung am lin ken Bein zu und mußte in die Chirurgische Klin" nach Gießen gebracht werden.

-er. Homberg, 27. Nov. Schuhmacherin^ Heinrich Fiedler und Ehefrau, geb. Röhrig, fej ten am Freitag im Kreise ihrer Kinder und das Fest der goldenen Hochzeit. Dem 3^* paare gingen von allen Seiten viele GlückwuiW zu, auch wurde es mit zahlreichen Geschenken v dacht. Der Jubilar steht im 76., die Jubilarin W 75. Lebensjahre. Beide Ehegatten sind noch gdunD und rüstig.

st. Kirtorf, 28. Nov. Hier sand in der W" wirtschaft Becker als Veranstaltung der NS Kraft durch Freude" die Aufführung eine» Totentanzspiels statt. Der Ortswart der NSG-, BS- Heinrich Gail, sprach kurz über den Sinn der GemeinschaftKraft durch Freude". Dann h" Pfarrer Monnard eine Ansprache, der er vo