reise nach Wien wurde die Wessely übrigens im Rundfunk interviewt und war ferner in einem Hörspiel des Deutschlandsenders zu vernehmen. Nun ist sie fort, und die Berliner werden ihr sehr nachtrauern, denn es gibt zur Zeit keine Schauspielerin von gleicher Volkstümlichkeit wie die Wessely in Deutschland. Wer weiß, wann sie wie- derkommt? Wir müssen uns vorerst mit der Erwartung trösten, sie in nicht ferner Zeit in einem neuen Film zu sehen.
Der Saarabstimmung entgegen!
LPD. Frankfurt a. M., 27. Nov. Die Landesgruppe Hessen und Hessen-Nassau des Bundes der Saaroereine hielt am 25. November in Frankfurt a. M. eine Tagung ab. Der Landesgruppenleiter, Postamtmann Hugo Anschütz, sprach zunächst über die getroffenen Vorbereitungen zur Beförderung der im Reich vorhandenen Abstimmungsberechtigten nach dem Saargebiet. Für die Beförderung der Abstimmungsberechtigten zu den Zügen, für die Unterbringung der Kinder, der Kranken usw. würde bestens gesorgt werden. Dann kam Anschütz auf die separatistischen Machenschaften auf Streichung Abstimmungsberechtigter zu sprechen. Er teilte mit, daß über 90 Prozent der sepa- ratistischen Einsprüche verworfen worden wären. Die Separatisten wären aber schon wieder am Werk, um Rekurs beim Abstimmungsgericht gegen Eintragungen in die Abstimmungslisten einzulegen. Sollte ein Abstimmungsberechtigter einen solchen Rekurs erhalten, dann müsse er innerhalb vier Tagen Widerspruch dagegen erheben. Er solle sich sofort an seinen zuständigen Saar-Obmann wenden. Wo der Obmann nicht bekannt wäre, solle er sich an Herrn Anschütz wenden: Telegraphenamt Frankfurt a. M., Zeil 106, Fernsprecher 200 26, Nebenstelle 372.
Weiter teilte Anschütz mit, daß Sonntag, 9. Dezember, 16.30 Uhr, im Hippodrom in Frankfurt am Main ein letzter Appell an die Abstimmungsberechtigten in Hessen und Hessen-Nassau stattfinden würde, verbunden mit einer großen Saarkundgebung. Es würden sprechen Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger, Landeskirchenrat D ü r r f e l d - Bad Pyrmont (geborener Saarländer) und er selbst. Er hoffe, daß sich die Bevölkerung von Hessen und Hassen-Nassau zahlreich an der Kundgebung beteilige.
An den Vortrag des Landesgruppenleiters Anschütz schloß sich eine längere, rege Aussprache. Daraus war zu entnehmen, daß die Abstimungsberech- tigten von Hessen und Hessen-Nassau mit großer Zuversicht der Abstimmung entgegensehen und daß sie die Gewißheit haben, daß die Abstimmung eine überwältigende Mehrheit für Deutschland bringt.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitunq.)
(9.2U. in IN. Da die Saatkrähen kein Wild im Sinne der Jagdgesetze sind, können Sie auch keinen Wildschaden i erlangen.
R. S. 1. Kauf bricht nicht Miete. 2. Die Wohnung steht 'Unter Mieterschutz. 3. Wenn Untervermieten nicht im Mietvertrag ausdrücklich vereinbart und gestattet war, ist der neue Besitzer nicht verpflichtet, die Erlaubnis zum Untervermieten zu erteilen. 4. Falls Sie trotz Abmahnung weiter vermieten, kann der Hausbesitzer auf Räumung klagen. Er muß Ihnen dann keine Ersatzwohnung zur Verfügung stellen und braucht auch keine Unkosten zu ersetzen. 5. Beansprucht der Vermieter die Wohnung für sich, so kann er evtl. Räumung verlangen, er muß dann aber gegebenenfalls die Umzugskosten erstatten und auch eine Ersatzwohnung zur Verfügung stellen. Hierbei müssen die beiderseitigen gesamten Lebensverhältnisse geprüft und gegeneinander abgewogen werden.
Sch. Die in Frage stehenden gesetzlichen Bestimmungen finden Sie im Gesetz betr. Kleinwohnungen für Reichs- und Militärbedienstete vom 10. Juni 1914 (Reichsgesetzblatt 1914, Teil I, Seite 219, abgeändert am 24. August 1918 im Reichsgesetzblatt 1918, Teil I, Seite 1091), im Gesetz betr. Abtretung von Beamtenbezügen zum Heimstättenbau vom 30. Juni 1927 (Reichsgesetzbl. 1927, Teil I, Seite 133) und der Durchführungsverordnung vom 12. März 1928 (Reichsgesetzblatt 1928, Teil I, Seite 617). Die Vorschriften über Beamtensiedlung finden Sie in der Verordnung vom 11. Februar 1924 (Reichsgesetzblatt 1924, Teil I, Seite 53).
Büchertisch.
— Gobineauunddie deutsche Kultur. Von Professor Dr. L. Schemann. 7. Auflage. 80 Seiten, kartoniert 2,60 Mark. Verlag von G. B. Teubner in Leipzig und Berlin. 1934. — (481) — In diesem Buche wird gezeigt, weshalb Gobineau der Freund Richard Wagners, wie H. St. Chamberlain, zu den großen Schöpfergestalten in Deutschlands Geisteswelt gehört. Aus der Verwandtschaft mit uns erfaßt, wird Gobineau mit Begeisterung von seinem ersten deutschen Schüler und Vorkämpfer gezeichnet.
— In diesen Wochen, da Deutschland Schiller aus Anlaß seines 175. Geburtstags gefeiert hat, erscheint in der Insel-Bücherei des Insel-Verlages zu Leipzig ein neues Bändchen „Schiller und seine Welt" von Eugen K ü h n e m a n n (in farbigem Pappband 80 Pfennig. — 527. —) Der Philosoph und Literarhistoriker, dessen großes Schillerbuch zu den wesentlichen Werken deutscher Geistesgeschichie gehört, hat hier ein völlig neues Werk geschaffen, das in aller Kürze doch das Ganze des Schiller- schen Lebens und Schaffens in Erscheinung treten läßt. Ausgehend von der philosophischen Grundhaltung des Dichters betrachtet Kühnemann die einzelnen Werke und zeigt, wie in Schiller der heroische Wille Geist geworden ist. Kaum ein anderes Buch ist daher so geeignet, der jungen Generation ein überzeugendes Bild des Dichters zu geben, der auch heute wieder alle Herzen mitreißend erobert.
— Technik voran! 1935 Jahrbuch mit Kalender für die Jugend mit 64 Photos, 45 Zeichnungen, 20 Skizzen und einer vielfarbigen Kartenbeilage. Verlag Datfch-Lehrmitteldienst G. m. b. H., Berlin W 35. Ganzleinen 90 Pf., kartoniert 75 Pf.
— (484) — Der Jahrgang 1935 zeichnet sich durch sorgfältige Auswahl der Aufsätze und gediegene Ausführung der Bildbeigaben aus und ist geeignet, dem Lehrling als wertvolles Hilfsmittel für seine allgemeine und berufliche Weiterbildung zu dienen.
— Rösy von Känel, Doktor Markus I n e i ch e n. Aus dem Leben eines Eheberaters. Erzählung. Geh. 3,60 RM., geb. 4,80 RM. Eugen Rentsch Verlag, Erlenbach-Zch. und Leipzig. — (523) — Rösy von Känel bietet mit dieser Schilderung aufschlußreiche Einblicke in die Praxis eines Eheberaters. Das immerhin heikle Thema ist geschickt behandelt und fesselt vom Anfang bis zum Ende, zumal der romanhafte Charakter des Buches bis zuletzt gewahrt bleibt.
— UweLarsNobbe: RuferdesReichs. Eine Geschichte deutschen Schicksals 1918—1923. 320 Seiten. Kartoniert 3,20 RM., Ganzleinen 4,50 RM. Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam. — (500) — In dem neuen Buch Nobbes, der vor einigen Jahren den „Kriegsfreiwilligen" vorlegte, wird zunächst von dem heldenhaften Rückzug eines deutschen Detachements aus dem innersten Rußland berichtet. Dann begleiten wir den Kern dieser Truppe ins Baltikum, in die jahrelangen erbitterten Kämpfe um Overschlesien mit erschütternden Einzelheiten, schließlich an die Seite Schlageters im Ruhrkampf. Besonders wichtig wird der neue Tatsachenbericht durch die folgerichtige Entwicklung der kleinen Kämpfertruppe vom verlorenen Haufen zur Einreihung in die große deutsche Freiheitsbewegung.
— Straße nach Tralf. Roman von Peter Beckmann. Kart. 1,60 RM., Halbleinen 2,50 RM. Brunnen-Verlag, Willi Binhoff, Berlin. — (444) — Die Schilderung kleidet den Bau einer Bergstraße durch Freiwilligen Arbeitsdienst in Poesie. Sie bringt uns dem Werke näher als jeder Leitartikel. Ohne daß auch nur ein Wort von Führertmn, Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, Volksverbundenheit oder dgl. fällt, werden wir in die Grundidee des neuen Aufbaues hineingeführt. Hunderttausende haben auch heute noch keine Ahnung davon, was die Verpflanzung junger Städter aus den steinernen Häuserklüften unter den freien Himmel bedeutet, in ein Lagerleben mit stärkster körperlicher Arbeit. Das technische Drum und Dran des Straßenbaues ist echt geschildert, die eingestreute Liebesgeschichte mit der Dorfschullehrerin herb und zart.
Sportbücher.
Olympia-Wertung in Dort und Bild.
Der von den Reichsministern Dr. Goebbels und Dr. Frick zusammen mit dem Reichssportführer herausgegebene Aufruf zur olympischen Schulung hat das Zeichen zum Beginn einer großzügigen Sportwerbung in sämtlichen Gliederungen des deutschen Volkes gegeben. Neben Presse und Rundfunk, öffentlichen Kundgebungen, sportlichen Werbeoeranstaltungen, Film- und Lichtbild- oorführungen, bildet eine vom Amt für Sportwerbung des Propagandaausschusses für die Olympischen Spiele herausgegebene Olympia-Heftreihe das bedeutsamste Mittel, in den breitesten Kreisen Verständnis für die deutschen Olympischen Spiele zu verbreiten und
Lust zu eigener Sportbetätigung zu fördern 8 eben sind die ersten vier Hefte dieser Olympia-^ reihe erschienen. ' 1
Das Einführungsheft „Olympia 1936 e n nationale Aufgabe" arbeitet Sinn Art u Geschichte der Olympischen Spiele heraus' und »i in Text und Illustration ein anschauliches Bild n der sorgfältigen und durchdachten Art des baues der Olympischen Spiele 1936. In den 2) ?n der Wintersportwerbung, die mit der Werbers eingesetzt hat, stellen sich die nächsten drei £)[nm^ Hefte.
Das Olympia-Heft Nr. 2 „S k i l a u f" w . Gana durch Skiläufers Kinderstube wie ein jju des Könners zu seiner Vollendung. In den mfJ lichen Wettkampf der Bobmannschaftsrennen/?,' das entschlossene und harte Spiel des Eishoch? gewährt das Olympia-Heft Nr. 3 „B o b fahr' und Eishockey" klaren Einblick. Und wer ein so vollendeter Künstler auf dem Eise, daß»! aus bildmähig so gut gesehenen und so tre;"I charakterisierten Leistungen der Weltbesten j Olympia-Heft Nr. 4 „Eislauf, Kunst- S ch n e l l a u f" nicht noch viel fernen könnte f der Durchführung der olympischen Werbung beiten die zuständigen Stellen der Gemeinde^ NSDAP, und des Reichssportführers zusa^ und bringen dadurch zum Ausdruck, daß es siH, um eine Angelegenheit des ganzen Volkes
Wettervoraussage.
Während in Süddeutschland, abgesehen vonU bildung, teilweise heiteres Wetter mit Nachtstj herrscht, liegt unser Bezirk noch vollkommen im3 reiche der milden Westströmung. Sie gab ftriti auch Anlaß zu ganz geringfügigem Regen, n sich voraussichtlich jetzt aber abschwächen, f wesentliche Witterungsänderung ist damit 004 aber nicht verbunden.
Aussichten für Donnerstag: In H Niederungen vielfach Nebel oder Hochnebel, jj trocken, bei schwachen Winden verhältnismäßige
Aussichten für Freitag: Vielfach nti doch besonders nachts wieder etwas kälter.
Lufttemperaturen am 27. November: mittag«ij Grad Celsius, abends 4,7 Grad; am 28. Novenw morgens 4,8 Grad. Maximum 4,9 Grad, Minii^ 2,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefea 27. November: abends 3,7 Grad; am 28. Novelle morgens 4,2 Grad Celsius.
Hauptschriftleiler: Dr Friedrich Wilhelm ßongp Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. ßani für Feuilleton: Dr Hans Thyriol, für den übmj Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theolc« Kümmel. DA. X. 34: 10 600. Druck und 58er!:? Brühl'iche Universitäts-Buch- und Steinbrurfar
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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 M
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