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Keine Abgabe von Obst zu Schleuderpreisen

Bund

Der

das

Gottesdienst gehen sehen.

Deutsche Bauernländer Ium Tage des deutschen Bauern. Bon Hermann llibnch-tzanmbal

begriffen sind. Die wohlhabenden Bauersfrauen ihren feuerroten Röcken, ihrem karzarmeliaen Mre-

den.

Zu allen Zeiten haben unsere Dichter von der Schönheit der deutschen Bauernland­schaft gesungen, von dem grünen, wogenden Meer der sprießenden Saaten, von den Gefilden weißen und roten Klees, von den Feldern mit azurblauen Lupinen und goldgelbem Raps und von den Feldrainen des blutenden Mohns und der blauen Kornblumen. Zu allen 'Zeiten haben sie vom Wandern durch die Felder geschwärmt, wenn der Landmann die Sense von der spinngewebe­reichen Scheunenwand herabnimmt und sie zur nahen Mahd klopft und streicht, wenn die Erde ihr schönstes Kleid angezogen und sich zur Ernte fest­lich geschmückt hat, wenn man zu beiden Seiten des Pfades mit den Armen die des Schnitters har­renden Halme streift, die sich mit ihren langen Aehren fruchtschwer im Winde neigen, und jeder Schratt den Segen der fruchtbaren Erde neu. offen­bart. Und deshalb verdienen es wohl die deutschen Bauernländer, die sich durch das Volkstum ihrer bodenständigen Bauernschaft oder durch die Er­tragfähigkeit ihrer Erde auszeichnen, daß wir ihnen zum deutschen Erntedankfest unsere Aufmerk­samkeit widmen.

bunt wie der andere war. In dem Dorfe Brietzig, das durch seine sehenswerte Kirche, deren innere Holzverkleidung ein Müllerbursche geschnitzt hat, bekannt ist, kann man heute noch am ehesten einige alte Bauersfrauen in ihrer alten bunten Tracht zum

ähnliche. . m

Ich warne dringend, andere Sorten zum Ver­kauf zu bringen, da die von mir bestimmten Ver­trauensleute in allen Teilen des Gaues strengsten

schriftlichen oder persönlichen Angebots- oder Rach- ragewerbung. Sofern die veralteten Ausgaben bei amtlichen oder wirtschaftlichen Stellen oder inner­halb der Wirtschaft zur öffentlichen Auslage kom­men, bedeuten sie geradezu eine Verkehrsbehinde­rung und eine Quelle von Aerger, Zeit- und Geld-

Rücksicht auf diesen Tatbestand wird daher dringend empfohlen, alte Jahrgänge von Adreß­büchern außer Dienst zu stellen und an ihrer Stelle die jeweils neueste Auflage anzuschaffen und zu benutzen. Nut dann kann auch das deutsche Adreß- buchgewerbe sich dafür verbürgen, daß es regel­mäßig Nachschlagewerke von größter Aktualität und Zuverlässigkeit auf den Markt bringt.

Vorwärts - Aufwärts!

Jede Vorwärtsentwicklung, die sich auf der gesun­den Kraft des Menschen aufbaut, ist gleichzeitig eine Aufwärtsentwicklung. Denn aus der Kraft und dem Willen, vorwärts zu kommen, entspringt die Fähig­keit zur Leistung und aus ihr die Möglichkeit des Aufstieges.

Politisch gesehen ist das deutsche Volk der Nach­kriegszeit bis zur Machtübernahme des National- sozialismus der beste Beweis dafür gewesen, daß das durch den Kampf aller gegen alle bis aufs letzte geschwächte Vorwärtsstreben auch lebe Auf­wärtsentwicklung unterband, weil das Volk durch feinen Verzweiflungskampf nicht mehr Kräfte genug besaß. Erst der Nationalsozialismus mit seinem Alle für Einen, Einer für Alle" gab dem politischen Wollen des deutschen Volkes eine neue Zielsetzung, damit die Kräfte des Vorwärtsstrebens und hieraus

Am Sonntag, 30. September, feiert deutsche Volk das Deutsche Erntedank- f e st. Die Hauptfeier wird wieder, wie im Vorjahre, auf dem Bückeberg bei Hameln stattfinden, wo der Führer und Reichskanz­ler Adolf Hitler und der Reichsernäh­rungsminister Walter Darrs sprechen wer-

flachen Hut.

Stolze deutsche Bauernländer haben wir auch! im Nordwesten unseres Vaterlandes, wenngleich deren Bevölkerung auch nicht durch Trachten be­sonders gekennzeichnet ist. Da ist D i t h m a r - chen das sich unter weit gespanntem Horizont mit seiner saftigen Marsch und sandigen Geest dort ausdehnt, wo die Nordsee an Schleswig-Holsteins Küste zwischen der Eider und der Elbe ihre Wel­len über das Watt an Land wirft. Die Dithmarscher waren allezeit starke, freiheitsliebende Manner, die sich die Freiheit ihres Bauernstaates gegen alle An- feindungen bis ins sechzehnte Jahrhundert erhielten. Inmitten der fruchtbaren Felder liegt Heide, das früher Hauptort Dithmarschens war. Hier wurden die Geschicke des Landes geleitet, hier befand sich die oberste Landesbehörde, das Kollegium der Acht­undvierziger an dessen Landesversammlungen mit den Geschworenen der Kirchspiele heute noch der geräumige Marktplatz der Stadt erinnert Hier ver­teidigten die Bauern Dithmarschens auch von 375 Jahren, 1559, zum letzten Male ihre Freiheit Eine ähnliche Geschichte haben die Bauern des Ste* dinger Landes, eines ftuchtbaren Land­striches in der oldenburgischen

hat der Reichsbauernführer anläßlich des <00. Jah­restages ihres heldenmütigen Unterganges bei Al­tenesch am 27. Mai 1234 einen ^denkstein gewitzt. Das jetzige Stedingerland, zwischen Ochte, Weser und Hunte, ist wegen seiner niedrigen Lage em* gedeicht und an zwei Seiten von der Geest um»

metaler und figürlicher Bemalung den religiösen Sinn dieser alten Bauerngeschlechter.

Neben diesen Bauernländern ist die Aufmerksam« feit auch noch auf einige andere fruchtbare Land- striche im deutschen Land zu lenken: Da verdient zuerst die Goldene Aue Erwähnung, die M zwischen dem Harz und dem Kyffhäuser, von Nord- Hausen bis Artern, erstreckt. In Mitteldeutschland ist ferner die Magdeburger Börde als fruchtbares Land bekannt, und aus Nord- uno Westdeutschland sind Angeln und Hellweg ö" nennen. Angeln ist ein in Schleswig zwischen oen Flensburger Busen und der Schlei gelegenes rruaj bares Hügelland mit dem Hauptort Kappeln, °u für die Heimat der im fünften Jahrhundert nau, England ausgewanderten Angeln gilt. Heuw^ nennt sich die fruchtbare Ebene Westfalens lang des Haarstrangs, die das Münsterland begrenzt un zu der die Soester Börde gehört. Von Hellweg er zählt die Sage, daß hier einmal eine große voller schlacht geschlagen werden wird, aus der nur viele Streiter lebendig zurückkehren werden,, «le * Schatten eines Baumes Platz haben. Im Sud Deutschlands gehört zu biefen fruchtbaren X.an strichen bas Baulanb, ein kornreiches SW lanb im norböftlichen Teile Babens an ber X der, ferner ber Strohgäu im murttembergW^ Neckarkreis westlich unb norblich von Leo U unb ber noch über bie schweizerische Grenz v übergehenbe Klettgau im Süben Babem , gleicherweise ein gutes Getreibe- unb #

; Diese Lanbstriche verkörpern kein vejono Bauerntum, rechnen aber durch die Fruch

ihrer Felder, wie die oberhessische Wett e '

Anordnung über Ernte und Verkauf von Winteräpfeln.

LPD. Der Gebietsbeauftragte für bie Regelung des Absatzes von Gartenbauerzeugnissen teilt mit:

Auf Grunb ber Anorbnung bes Reichsbeauftrag­ten für bie Regelung bes Absatzes von Gartenbau- erzeunissen vom 5. September 1934 gebe ich be» könnt, baß folgenbe Sorten, bereu Verkauf bisher verboten war, zum Verkauf auf Wochenmarkten, in Labengeschäften unb im Straßenhanbel nunmehr zugelassen werben:

Gelber Ebelapfel, Lanbsberger Reinette, Geheim­rat Olbenburq, Minister von Hammerstein.

Somit bürfen im Kleinverkauf außerdem gehandelt werden die Sorten:

Winter-Goldparmäne, Gravensteiner, Jakob Level, Danziger Kantapfel und ähnliche Sorten, Geflamm­ter Kardinal, Kaiser Alexander, Bismarckapfel und

gen; bei einer Wanderung in die lippische Länd­lichkeit von der Stadt Bückeburg aus findet man ie in ihren Dörfern mit den schmucken Fachwerk­häusern und auf ihren stolzen Höfen.

Das Ries ist Süddeutschlands bedeutendstes Bauernland. Es ist ein Becken vulkanischen Urs­prungs von ungefähr zwanzig Kilometer Durch­messer und liegt zwischen dem Schwäbischen und Fränkischen Jura östlich von Nördlingen. Vom langen Daniel", dem hohen Kirchturm Nördlin­gens, überschaut man dieses Bauernland bis an feine Grenzen bei Wemding und Dettingen. Wäh­rend im Bückeburger Land nur noch die alte Tracht der Frauen anzutreffen ist, tragen im Ries haupt­sächlich die Männer Tracht: einen blauen Kittel mit weiß gestickten Achselklappen, Kniehose und

Bürgermeister-Tagung in Gießen.

Arn kommenden Mittwochvormittag wird die K r e i s a b t e i l u n g G i e ß e n d e s H e s s i s ch e n Gemeindetages wieder eine Burgermeister­versammlung im Kaufmännischen Veremshaus zu Gießen abhalten. Auf der Tagesordnung stehen fol­gende Vorträge: Justizinspektor Allendorfer überErbrecht, Testamentserrichtung, insbesondere die Errichtung des Nottestaments"; Dipl.-Jng. Um­lauf überBedeutung und Vorzüge des Erfassens von Wasser durch Wassermesser"; em Vertreter bes Arbeitsamts überAnträge auf Notstcmbs- arbeiten". Anfchließenb folgt Verfchiebenes.

Drücken oder Schieben von Fahrrädern in gesperrten Straßen und Einbahnstraßen.

Von ber Polizeibirektion Gießen wirb uns mit» ^Dom Publikum unb von Kraftfahrzeugführern wirb barüber Klage geführt, baß sowohl mi Den für ben gesamten Fahrzeugverkehr gesperrten Stra­ßen, als auch in ben Bahnstraßen m entgegen­gesetzter Richtung des Einbahnverkehrs Fahrräder gedrückt, geschoben ober getragen werben imb da­durch ben gesamten Verkehr behinbern. Nach einer reichsgerichtlichen Entscheibung ist auch bas Drucken ober Schieben von Fahrräbern in ben obengenann­ten Straßen als ein Benutzen biefer Straßen an» zusehen unb mithin verboten. Mit bem Inkrafttreten ber Reichs - Straßenverkehrsorbnung am 1. Oktober 1934 wirb bie Polizei nunmehr roieber auf bie strenge Durchführung dieser Bestimmungen dran­gen, damit der Verkehr durch die Radfahrer nicht behindert wird. Die Polizeibeamten smd mit ent­sprechender Weisung versehen.

Inkrafttreten der Deichs-Straßenverkehrsordnung.

Die am 28. Mai 1934 erlassene Reichs-Straßen­verkehrsordnung tritt am 1. Oktober 1934 m Kraft. Damit ist zugleich u. a. die Verordnung über den Kraftfahrzeugverkehr aufgehoben. Die neue Verord­nung umfaßt nicht allein die Regelung des Ver­kehrs der Kraftfahrzeuge, Fuhrwerke und Rate fahrer, sondern auch des Publikums, soweit es sich auf Straßen bewegt und die Fahrbahnen und Gehwege benutzt.

Anträge fürKraftfahrzeugführerscheine

Vom 1. Oktober ab müssen Anträge auf Erteilung der Erlaubnis zum Führen eines Kraftfahrzeuges von den in Gießen wohnhaften Gesuchstellern bei den Polizeibezirken gestellt werden unter Vorlage eines Geburtsscheines, eines Lichtbildes aus neuester Zeit und einer Bescheinigung eines Fahrlehrers, daß sich der Antragsteller in der Fahrtausbildung befindet. Die Anträge werden sodann von der Polizeidirektion bem Kreisamt zugeleitet.

Benutzt neue Adreßbücher!

Kähnen unb bunten Häusern zeigt. Auch bie Bauern biefer beiben Lanbe fühlten sich keinem Herrn un­tertan und schlugen ihre Bauernwappen stolz an die Kirche, wie man es zum Beispiel in Lüding­worth bei Otterndorf sehen kann. Die Bauernhöfe, die man überall im Lande Kehdingen zwischen den Feldern und Weiden aufragen sieht, zählen mit ihren breiten, wuchtigen, strohgedeckten Fachwerr- gebäuben zu den schönsten in Deutschland.

In Süddeutschland bewahrt das obere L e i tz a ch- tat bei Bayrischzell die Tradition eines alten Bauernlandes. Wie der Lehrer zu Elbach im Leitzachtal in einer großen gedrucktenFamilien­chronik" nachgewiesen hat, sitzen noch heute vielfach die gleichen Geschlechter wie vor fünf* bis sechs» hundert Jahren auf ihren am Fuße des Wendel­steins, des Breitensteins, des Schwarzenberges UND des Auerberges an die blumigen Abhange gelehnten Gehölten Die Wände ihrer alten, von steinbefchwer- I ten Dächern beschützten Häuser bezeugen mit orna-

1934/35 ab. .

Der Bezirksführer, Oberingenieur Kurz (Gießen), hieß die Teilnehmer willkommen und gab zunächst Aufschluß über die Neuordnungen in der Organisa­tion der Techniker und Architekten, wies darauf hm, daß ter Kampfbund der Architekten und Ingenieure aufgelöst und durch den Stellvertreter des Führers Rudolf Heß in den Nationalsozialistischen Bund Deutscher Technik umgewandelt worden sei- Der NSBDT. sei gleichzeitig, genau so wie ber Nr^.- Lehrerbund, ber NS.-Juristenbunb u. a. der PO. unterstellt und damit zur unmittelbaren Organisa­tion der NSDAP, geworden. An die Stelle ter Ab­teilung UIII b sei das Amt für Technik getreten. Der NSBDT. werde bei seiner Arbeit nicht fach- wissenschaftliche Vorträge zu vermitteln haben, son-

Beginnen wir in einer der landwirtschaftlich be­deutendsten Gegenden, in Pommern, dessen Erzeu­gung von Roggen und Kartoffeln pro Kopf nahezu das Vierfache des Durchschnitts von Deutschland beträgt. Da breitet sich südöstlich von Stettin bis an die Grenze der Neumark der W e i z a ck e r aus, der seine Fruchtbarkeit, wie der Madüsee und der Plönesee dem Geologen verraten, durch die Eiszeit erhielt. Ein wogendes Kornfeld reiht fich hier ans andere. Keinen Wald trägt der lehmige Boden, nur Felder, zwischen denen sich hier und da ein weiden- umfäumter Landweg hindurchschlängelt unb nach den reichen, malerischen Bauernbörfern bes Weiz- acfers führt. Die Dörfer, bie sich um Pyritz als stäbtischen Mittelpunkt bes Weizackers gruppieren, erinnern an ein altes Volkstum, bas einmal eine solche Farbenfreube aufwies, wie man es sonst nicht im norbischen Lanb fanb. Ihre größte Far­benliebe haben die Weizackerbauern in ihrer Klei- d«ng gezeigt, deren Trachten leider im Aussterben

mente kaufen zu Schleuberpreisen ein, ohne bah biefe niebrigen Einkaufspreise sich nachher m einem entsprechenben günstigen Verkaufspreis (Klemver- kauf) äußern.

Gehl der Absatz der diesjährigen erfreulich guten Obsternte in Ruhe und Besonnenheit vor sich, dann wird sich der Obstsegen für alle Beteiligten günstig auswirken.

Leiter läßt bie Preisbilbung bei Fallobst häufig zu wünschen übrig, so daß der Erzeuger bei ben gebotenen Preisen nicht in ber Lage das Fallobst zu sammeln unb zum Angebot zu bringen. Es wäre zu wünschen, bah dort, wo starke Sturme, Unwetter usw. zu einem plötzlichen starken Anfall von Fallobst Anlaß sind örtliche. Or^msaUonen sich um das Auflesen und Sammeln dieses Obstes kümmern, sofort aber auch Verbindung "Ufnehmen, um dieses hochreife und gute Obst in die Hande von Verbrauchern zu bringen zwecks Verarbeitung zu Dörrobst, Mus, Obstsäften (Süßmost) usw.

bem fein besonderes Augenmerk darauf richten, M die Mitglieder im nationalsozialistischen ©elfte ge schult wurden, im übrigen aber sollen Vortrage über allgemein interessierende Fragen gehalten werdem Die reine fa^^roi^^ell^^^aft^ld)e Mrbeit foü na^ vor dem DDJ. überlassen bleiben Der Der amm» lungsleiter betonte sodann, daß die Vereinheitlichung und Konzentration in den Berufsgruppen der Tech­niker und Architekten Fortschritte mache. Eine Reichs- kammer für Technik sei in Vorbereitung.

Im weiteren Verlaufe der Versammlung beschaf- tigte man sich mit bem Vortragsprogramm, das die Versammlungen ber Ortsgruppe Gießen des NSBDT. im kommenben Winter beschäftigen soll. Aus der Versammlung heraus wurden zahlreiche Anregungen gegeben. Der erste Vortrag em F lm- oortrag, soll am 14. Oktober vormittags lm Licht­spielhaus Bahnhofstraße stattstnten uA die D Wendung der Elektrizität m Wirtschaft, Verkehr Haushalt zum Thema haben. W^ter teilte Obennge uieur Kurz mit, daß sich ber Kanzler der Umv fität, Prof. Dr. Huinmel, bereiter Eiart habe, über das ThemaDie Technik und d'e Geologie (unter besonderer Berücksichtigung der oberhessischen Der hältnisse und der Verhältnisse tm Lahn- und Dill 9CStatebaurat Srarert wird voraussichtlich im Kunstwissenschaftlichen Institut an Hand von Licht- bildern über dieEntwicklung der hessischen Städte referieren, Architekt N i c o la u s das ThemaBau. finanzierung in der Gegenwart" erörtern. Die Fuh- runq ber Ortsgruppe wird sich ferner bemühen, Redner für folgende Themen zu gewinnen:Die Aufgaben des Wirtfchaftsfuhrers ^im Rahmen der nationalsozialistischen Gesetzgebung ,Die Drucke 'n der Landschaft",Die Führung der Reichsautobahn in Oberhessen",Die neuen Panzerkreuzer der Reichsmarine",Wehr unb Waffen u. a. m.

Nachtem aus der Versammlung heraus noch ver schiedene Fragen gestellt unb beantwortet waren, beschloß der Ortsgruppenführer ben Abend.

Stärker als im Weizacker hat sich in einigen mit­teldeutschen Bauernländern das alte Volkstum er­halten. Zu ihnen gehören in erster Linie die Schwalm und das Schlitz er Ländchen. Die Schwalm liegt zu beiden Seiten des gleichnamigen Nebenflusses der Eder am Fuße des Knüllgebirges in Hessen. Sie reicht im Schwälmer Grund von Alsfeld bis Ziegenhain und umfaßt ungefähr vier­zig Bauerndörfer, deren Mittelpunkt das Dorf Rollshausen am Fuße des Schönberges ist. Die Schwälmer haben althessisches Wesen am treuesten bewahrt. Mit dem Stolz, mit dem ihre Vorfahren in ihren eigenartigen Trachten einherschritten, tra­gen sie heute noch die bodenständige Tracht, die den großen, kernigen Bauern am Sonntag in einem langen schwarzen Tuchrock und in einem Dreimaster zeigt und die Frauen je nach ihren Altersstufen mit verschiedenen Farben schmückt. Dieses starke Festhalten am alten Brauchtum übt ebenso im Schützer Ländchen in Hessen eine starke Anziehungs­kraft auf den Wanderer aus. Das Schützer Länd­chen umfaßt sechzehn Dörfer, die sich rund um die turmgefrönte mittelalterliche Hauptstadt Schlitz in die Flußtäler der Fulda und der Schlitz schmiegen und mit trachtenbunten Frauen und Mädchen an lauschigen Brunnen und in idyllischen Fachwerk­häusern von alter Dorfpoesie erzählen. Jeden Vor­mittag um zehn Uhr erklingt vom Turm der ur­alten Kirche von Schlitz ein kurzes Glockengeläut durch das Land. Es ist dasFriedensgeläute", das sich seit der Beendigung des Dreißigjährigen Krie­ges erhalten hat unb wie ein Gebet ber Schützer Bauern erscheint. Zu ben besuchenswertesten Or­ten biefer beiben Bauernlänber gehört in ber Schwalm Willingshausen, bas größte Schwalmborf, in bem sich vor bem Kriege eine Malerkolonie angefiebelt hat, unb im Schützer Länbchen bas ibyllisch zwischen zwei hohe Berge gebettete Dorf Fraurombach.

In zwei anberen teutschen Gegenden äußert sich das Stammesbewußtsein der bodenständigen Bauern­schaft ebenfalls noch in der Volkstracht: im B ü ck e» burger Land unb im Ries. Das Bückeburger Lanb, als Schaumburg-Lippe bekannt, in dem bas Dorf Eilfen sich im Laufe weniger Jahre zu einem bebeutenben Kurort entwickelte, galt zu Zeiten ber teutschen Kleinstaaterei als einAgrarstaat", in bem bie bäuerliche Mittel* unb Kleinwirtschaft vor­herrscht. Schon in ber ehemaligen Resibenz biefes kleinen Landes sieht man die Bauersfrauen mit

Nach Feststellung des Sonderausschusses für Adreßbuchsragen, dessen Federführung beim Reichs­stand ter Deutschen Industrie liegt, ändern sich im Adreßbuch innerhalb eines Jahres bis zu 50 v.H. der Angaben, d. h. nach Erscheinen einer Adreßbuch- ausgabe ist das gebotene Adressen- und Angaben­material nach Ablauf von zwölf Monaten bis zu 50 v. H. veraltet.

Die Ursache ist darin zu suchen, daß in Zeiten wirtschaftlicher und politischer Bewegtheit Wohnun­gen und Geschäftsräume mehr als sonst gewechselt werden, daß durch Vergleiche, Konkurse, Zusammen­legungen, Neu- und Umgründungen usw. der tfir* menbestand oder das Verzeichnis der Wirtschafts­und Gewerbetreibenden stärksten Schwankungen

yo mutigen.

Tageskalender für Freitag. Orts­gruppe Gießen-Ost, Zellen 1 und 2, 20.30 Uhr, Stadt Lich", Zellenabend. NS.-Schwestern- chaft, Ortsgruppe Gießen, 17 Uhr, Seltersweg 64 part., Zusammenkunft. Lichtspielhaus, Vah?chof- trahe:Charleys Tante". Astona-Lichtspiele, Seltersweg:Die Fabel von King-Kong .

♦♦ Von der L a n d e s u n i v e r s i t ä t. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitqeteilt: Der Privatdozent für Pharmakologie an der Universität Gießen, Dr. Oskar E ich le r, hat einen Ruf auf den ordentlichen Lehrstuhl für Phar- matologie an der Universität Breslau zum 1. Okto­ber 1934 erhalten und angenommen.

* Personalien. Versetzt wurden auf Grund des 5 5 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Be­rufsbeamtentums vom 7. 4. 1933 mit Wirkung vom 30. September 1934 der Amtsgerichtsrat zu Worms Dr. Hans Briegleb in die Stelle eines Ober­amtsrichters bei bem Amtsgericht Nibba, ber Land- qerichtsrat bei bem Lanbgericht in Mainz Dr An­ton Hermann Reutter in die Stelle eines Amts- gerichtsrats bei bem Amtsgericht Alsfelb unb ber Finanzrat bei ber Ministerialabteilung Id (Fman- zen), Darmftabt, Dr. Kurt Lucken m bie Stells eines Amtsgerichtsrats bei bem Amtsgericht Schot, ten ferner mit Wirkung vom 15. August 1934 der Gefängnisvorsteher zu Mainz Friebrich Winkler in bie Stelle eines Oberjustizinspektors bei dem Amtsgericht Groß-Gerau. In ben einstweiligen Ruhestand versetzt wurde der Direktor Professor Dr. Peter Vogel am ehemaligen Pabagogischen Insti­tut in Mainz auf Grunb bes Artikels 35 bes Ge- fetzes, bie Ruhegehalte ber Staatsbeamten tetref- enb, vom 18. Dezember 1923, vom 1. August 1934 ab- am 20. September 1934 burch Urkunbe bes Herrn Reichsstatthalters in Hessen auf VorMag ber Hessischen Regierung auf Nachsuchen mit Wir­kung vom 1. Oktober 1934 unter Anerkennung ihrer bem Staate geleisteten langjährigen treuen Dienste unb bes im nationalen Interesse befunbeten Opfer­sinns mit bem gesetzlichen Ruhegehalt Amtsgenchts- rat Dr. Willenbücher bei bem Amtsgericht m Bab-Nauheim und Oberamtsrichter Wilhelm Luo-

National sozialistische Deutscher Technik, (NSBDT), Ortsgruppe Gießen, hielt gestern abend im Eafs Ebel seine erste Monatsversammlung des Winterhalbjahres

Fliegerei Ist stets Vorwärtsstreben, Losgelöst- fein von der Erdgebundenheit, und damit zwangsläufig gleichbedeutend mit einem Auf­stieg. Und deshalb ist deine Mitgliedschaft, deut­scher Volksgenosse, auch nichts anderes, als der Ausdruck deines Willens mit deinem Volke vor­wärts zu kommen. Werde Mitglied im Deut­schen Luftsport-Verband!

Anmeldungen bei Fliegerortsgruppe Gießen (Kreisamt), Fernruf 2951 unb 2952.

Erste Versammlung des NSBDT. Gießen.

unterliegt.

Der Sonderausschuß für Ateeßbuchfragen hat daher beschlossen, die Wirtschaft eindringlichst vor dem Gebrauch veralteter Adreßbuchausgaben zu warnen. Sie bedeuten nicht nur eine Gefahrenquelle bei der Information über Personen und Firmen, über Waren und Leistungen, sondern vor allem eine der Ursachen für unnützen Aufwand bei ter bes Ausstieges.

Die Lanbe sbauernsch oft teilt mit.

Bekanntlich hat ber Reichsbeauftragte für die Regelung bes Absatzes von Gartenbauerzeugnissen nir9 ben9 Gau Hefstn-Nafsau ben L-mbessachwart für Gartenbau bei ber Lanbesbauernschaft, T r u t zum Gebietsbeauftragten bestlmmt. Durch eine Der fügung würbe bann bas Anbieten unb der Verkauf )er wichtigsten Winteräpfel auf ^ochenmarkten, in Labengeschäften unb im Straßenhanbel gesperrt. Zuaelassen würben nur bie schon letzt relfenben Sorten, insbefonbere Gravensteiner,W.ntergo^par- mäne Danziger Kant, Geflammter Karinal, Kaiser Alera'nber Bismarckapfel, Jakob Lebel us^-^Reuer- bing's"mJr'ben sugelaffen: Gelber Edelapfel Minister von Hammerstein, Lanbsberger Renette unb Ge*

6*ber Märkte gegenüber ben Wn- teräpfeln hat sich vorteilhaft ausgewirkt, mbem bie Preise, bie anfangs überaus niebrig lagen, etwas anzogen unb somit ber Erzeuger für fein Obst einen angemessenen Preis erhalten konnte Die Maßnahme ber Sperrung genügt nicht, um erträg­liche Zustänbe zu schaffen, ba ter Erzeuger eben­falls mitwirken muß.

Jnsbefondere sollen sich die Verkäufer vor Angstverkäufen hüten, vor Abgabe von Obst zu Schleuderpreisen, da trotz der reichen Obsternte keine Ueberschwemmung des Marktes mit deut­schem Obst eintreten wird. Es sprechen die ver­schiedensten Gründe dafür, daß ausländisches Obst nicht in dem Maße zur Einfuhr gelangt, wie in den letzten Wintern, während anderseits der Verzehr deutschen Obstes sowohl im frischen wie auch im verarbeiteten Zustande in erfreulicher Weise bei der Bevölkerung zugenommen hat.

In bem Maße, in bem bie Erzeuger jene Sorten, , bie nicht unbebingt schnell verkauft werten müssen, vom Markte fernhalten, wirb es gelingen, bie ; Preisgestaltung sowohl für bie Erzeuger, wie auch - für bie Verbraucher erträglich zu gestalten. Es be» . tätigen sich im Obsthanbel immer noch zu viele ! Personen (wilbe Hänbler), bie nur ben eigenen ' Vorteil kennen unb keinerlei Verantwortungsbewußt- lluutip«uW ... - s. ,

sein besitzen in bezug auf Versorgung ber Bevol- Auftrag haben, auf die Einhaltung biefer Anorte terung mit gutem, preiswerten Obst. Diese Eie- nung zu achten.

geben.

Zwei anbere Bauernlänber flnben wir am linken Ufer ber Nieberelbe, unb zwar das A11 e Land und das Land Kehdingen. Ihr Marsch-

d wurde im 12 I ' r . n___s. I ___ ' R_____& .... «.mS rsfFonhnretl dem Wan»

siedelt, die wegen ihrer Deichbaukunst in bas Lanb unserenKornkammern unb °öer öcUi-

geholt würben. Daburch entftanb in biefen beiden berer auf Schritt unb Tritt ben Segen Bauernländern ein Stück flämischen Volkstums, bas I schen Erbe.

sich noch heute in den eigenartigen Zugbrücken,' L

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