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mat und Volkstum seien Begriffe, die zusammen­gehörten. Der Nationalsozialismus fei diejenige Weltanschauung, die das deutsche Volk wieder zu­rückführen wolle zur Heimat und zum eigenen Volkstum. Unsere Arbeit gelte unserem Deutschland, das wir lieben, um das wir kämpfen, und dem wir immer zu dienen haben. Den Weg habe der Führer klar gewiesen.

Eine besondere Bereicherung erfuhr die Ver­sammlung durch weitere musikalische Vorträge durch das Orchester des NS.-Lehrerbundes und durch

einen prächtigen Vortrag unseres Heimatdichters Georg Heß (Leihgestern), der in oberhessischer Mundart die Reise eines oberhessischen Bauern im Auto durch den Odenwald schilderte. Sein Vortrag fand stürmischen Beifall. Nachdem noch einige ge­schäftliche Mitteilungen bekanntgegeben worden waren, schloß Schulrat N e b e l i n g mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Führer die an­regende Versammlung. Gemeinsam wurde sodann das Horst-Wessel-Lied gesungen.

Stadt und Land Hand in Hand!

Die Bedeutung des HilfswerkesMutter und Kind" für die Gesundung der deutschen Nation.

Die .Werbeaktion für die Verschickung von deutschen Müttern und Kindern aufs Land zur Erholung hat mit aller Tatkraft eingesetzt. Mit allem Nachdruck arbeiten Presse und Rundfunk Hand in Hand zusammen, um Pflege­stellen auf dem Lande zu sammeln. Bilder und Plakate rufen die deutschen Volksgenossen auf dem Lande auf, deutschen Müttern und Kindern Ferien­aufenthalt zu gewähren.

Täglich gehen Angebote von deutschen Bauern ein, die sich 'bereitfinden, ein Kind aufzunehmen. Doch diese Freistellen reichen bei weitem nicht aus, allen bedürftigen Müttern und Kindern

Unterkunft auf dem Lande zu verschaffen.

Die Notzeiten für den deutschen Bauern sind eben noch nicht spurlos vorübergegangen. Vielen deut­schen Bauern ist es materiell unmöglich, ein Kind aufzunehmen, obgleich sie gern helfen möchten.

So wird nun am 3 0. Juni und 1. Juli eine weitgehende Sammelaktion durchgeführt werden. Kinder, für die keine Freistellen bereit­gestellt werden können, sollen in Landpflege­heimen untergebracht werden. Dazu wird Geld benötigt!

Wir rufen alle deutschen Volksgenossen auf, beizutragen zu dem großen Hilfswerk der Nächstenliebe.

Die Plakette, die innerhalb der Sammelaktion verkauft wird, hat etwa $ie Größe eines 5-Mark- Stückes, ist aus deutschem Eisen angefertigt und stellt einen Bauern dar, der zwei Kinder an der Hand führt. Es ist eine symbolische Dar­stellung der Verbundenheit zwischen Stadt und Land. Besser noch: Die Jugend fährt hauptsächlich der Erholung wegen aufs Land, ist aber gleichzeitig der Wegbereiter des Verständ­nisses zwischen Stadt und Land. Stadt und Land Hand in Hand!

Ihr, deutsche Volksgenossen, die ihr diese Pla­kette erwerbt und euren Beitrag für das Hilfs­

werk in die Sammelbüchse werft, tragt zum Wohle des deutschen Volkes bei.

Ihr helft deutschen Müttern und Kindern und gebt ihnen Erholung. Gesunde deutsche Jugend heißt gesundes deutsches Volk, gesund an Leib und Seele. Eine alte Weisheit: Nur in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist!

Das Abzeichen für die Reichssammlung zugunsten des HWswerHs SWfct und Kind"

Sonnabend den 30. Swri und Somrtag den 1. Juli.

kimder auf's Land'*

Jeder Deutsche imch für DeuHchLands Jugend Opfer dvingen können.

Oberhessen.

Frauenschaststreffen in Alten-Buseck.

F A l t e n- Du s e ck , 27. Juni. Am Sonntag sand hier ein groß^ Frauenschaftstreffen statt, □n dem ungefähr 20 Frauenschaften aus der nähe­ren und weiteren Umgegend teilnahmen. Die Ver­anstaltung begann mit einem Feldgottesdienst auf dem Kirchplatz. Annähernd 1000 Personen hatten sich versammelt und lauschten der Festpredigt, der unser Ortsgeistlicher, Pfarrer Naumann, die Bibelworte zugrunde legte:Wer diese meine Rede höret und tut sie, den vergleiche ich mit einem Hu« qen Mann, der sein Haus auf einen Felsen baut." Andächtig sang die Menge das Schutz- und Trutz­liedEin feste Burg". .

Nach dem Gottesdienst bewegte sich em stattlicher Zug unter Dorantritt einer Kapelle und des BdM. durch die reichgeschmückten Straßen nach dem Fest­platz. Hier war im Hintergründe ein m recht origi­neller Weise und in ländlichem Stile gehaltenes Theater aufgebaut. Die Leiterin der hiesigen Frauenschaft, Frau Sarg, begrüßte die Teilneh­mer. Bürgermeister Pg. Kahl hieß alle Gaste im Namen der Gemeinde herzlich willkommen. Das Programm des Tages wickelte sich m rascher 'Reihenfolge ab. Gedichte und Liedervortrage, Chore »on Alten-Buseck und Burkhardsfelden und schone Volkslieder zur Laute wechselten miteinander ab. Den Höhepunkt bildete die Aufführung der beiden TheaterstückeStrickware" undDie Honigküche . Die beiden Einakter, die von der Frauenschaft unter Leitung ihrer Führerin selbst verfaßt wurden, fan­den großen Beifall. Die Festrede hielt Pg. Dr.

ö d e r (Gießen) In eindringlichen Worten sprach , r von den hohen Pflichten der deutschen Frau und Mutter, die dazu berufen sei, die heutige Jugend ini Geiste wahrer Volksgemeinschaft zu erziehen. Zum Schluß der Veranstaltung dankte Ortsgrup- ^enleiter Pg. Freund allen Mitwirkenden und rUen, die zum Gelingen des Festes beigetragen hatten, mit herzlichen Worten. Mit einem drei- lochen Sieg-Heil auf unseren Führer, und mit dem

Vers des Deutschlandliedes fand die prächtig i erlaufene Feier ihren Abschluß.

Stadivorstand in Alsfeld.

00 Alsfeld, 27. Juni. In der jüngsten Stadtvorstandssitzuna gelanate die R e ch ° r u n g der Stadt-, Hospital- und Ar­ne n k a s s e , sowie der Gewerbeschule vom litechnungsjahr 1932 zur Vorlage. Das. mit der Be- mchterstattung beauftragte Ratsmitglied Sch t e r - ! olz gab einen kurzen Ueberbücf über das Er­lebnis der Vorprüfung der Rechnung Die Rech- rung der Stadtkasse schließt für das Rj. 1932 mit tinem Rechnungsrest von 86 531 Mark ab. Sie-Dor« cslegten Rechnungen "wurden vorbehaltlich der Rach- rrüfung durch die Oberrechnungskammer genehmigt.

Infolge der zunehmenden In anspruchnah me der F e st h a l l e für öffentliche Kundgebungen inb Veranstaltungen ist eine Neuregelung wegen 1 eberlafsung der Festhalle an die Gliederungen t>r NSDAP und an Vereine notwendig gewor­ren. Es wurde beschlossen, daß künftig die Festhalle hi Kundgebungen der Partei und ihrer Gliederun- csn unentgeltlich überlassen werden soll, jedoch nur hnn, wenn kein Wirtschaftsbetrieb ober Tanz statt- fmbet. Bei allen anberen Veranstaltungen, auch t°r obigen Gliederungen, wenn Tanz ober Wrrt- fSjaftsbetrieb ftattfinbet, beträgt bie Miete pro Tag 53 Mark, für größere Dereinsfeste wirb bie Miete tDH Fall zu Fall festgesetzt.

Der vorgelegte Mietvertrag zwischen bem hesst- shen Staat unb ber Stabt Alsfeld über bie Un- tsrbringung bes F e l b b e r e i n i g un gs - a m t e s würbe genehmigt. Die vereinbarte jährliche Miete beträgt 2700 Mark Für den genannten ^weck wurde von der Stadt Alsfeld die frühere

Köstersche Zigarrenfabrik in der Hersselder Straße erworben und das Gebäude für Bureauzwecke um­gebaut. Im ganzen werden 27 Büroräume für etwa 45 Beamte zur Verfügung gestellt. Das Gebäude wird mit einer Zentralheizung versehen.

Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende eine Ein­ladung des Kommandos ber Freiwilligen Feuer­wehr Alsfelb zu ber am 1. Juli ftattfinbenben Feier bes 80jährigen Bestehens ber Freiwilligen Feuerwehr bekannt.

ic<e v»>u itcii

* Großen-Buseck, 27. Juni. Nach 15jähri- ger Amtstätigkeit als Bürgermeister ist unser A l t - bürgermeister Gans in ben wohlverdienten Ruhestanb getreten. Kurz nach bem Kriege würbe Bürgermeister Gans zum Bürgermeister unseres Ortes gewählt. Seine gerechte Amtsführung unb fein allezeit bereitwilliges Entgegenkommen verschafften ihm ein so hohes Maß von Wert­schätzung in ber Gemeinbe, daß er nach Ablauf seiner ersten Wahlperiode von der Einwohnerschaft einstimmig wiedergewählt wurde. Trotz der außer­ordentlich schwierigen Verhältnisse in den Nach­kriegsjahren war es Bürgermeister Gans vergönnt, unser Gemeinwesen in vorbildlicher Weise zu leiten.

wg. Großen-Buseck, 27.Juni. Unsere hie­sige Ortskrankenschwester i. R. Bertha feierte dieser Tage ihren 7 0. Geburtstag. Der hiesige Alice-Frauenverein bereitete ihr eine beson­dere Ehrung. Mit dem Gesang von Kirchenliedern und der Ueberreichung eines Blumenkorbes durch Baronesse von Rabenau brachte der Verein sei­nen Dank zum Ausdruck. Der Posaunenchor brachte der Schwester schon zu früher Stunde ein Ständ­chen. Schwester Bertha erfreut sich in Anbetracht ihrer bewiesenen Hilfsbereitschaft in unserem Dorfe aller Wertschätzung.

§ Großen-Linden, 27. Juni. Am Sams­tagabend fand auf berHeibe" eine Sonn- menb feier ber NSDAP, statt. Bei Anbruch der Dunkelheit bewegte sich ein stattlicher Zug ber HI., des BbM., bes Jungvolks unb ber SA. burch die Straßen und nahm Aufstellung um ben rie­sigen Holzstoß. Nachbem sich fast bie ganze Ein­wohnerschaft angesammelt hatte, würbe bie Veran­staltung burch einen Marsch ber HJ.-Kapelle unb einem Vorspruch bes Gefolgschaftsführers Fader eröffnet. Unterbannführer Textor hielt eine be­geisterte Feuerrebe, worauf ber ftellvertretenbe Kreisleiter Pg. Hopfenmüller bas Wort er­griff. Er mahnte zum treuen Zusammenstehen aller, um bie großen Aufgaben ber Zukunft lösen zu können. Nach mehreren Liebern unb Sprechchören der HI. und des BdM flammte das Sonnwend­feuer auf. Ein prachtvolles Feuerwerk und der ge­meinsame Gesang ber Nationallieber beschlossen bie Feier.

Lang-Göns, 28. Juni. Am kommenben Sonntag findet in unserem Orte ein M i s s i o n s - f e st statt. Prebiger find Pfarrer Gerharb Schäfer von Bab-Nauheim unb Missionar Michel aus Darmstabt.

* B e l t e r s h a i n , 27. Juni. Am Samstag würbe ber Lanbwirt Karl Petri von hier, als er im Pferbestall mit Arbeiten beschäftigt war, von einem ausschlagenben Pferb so heftig an ben Kopf getroffen, daß er einen Schäbeldruch erlitt unb beim Sturz auf ben Stallboben bas G e - n i ck b r a ch. Der lob bes bebauernsroerten Man­nes trat auf ber Stelle ein.

Kreis Frievbcrg.

+ Butzbach, 27. Juni. Heute morgen ereignete sich auf ber ehemaligen Brauerei ber Firma Mel­chiorWilhelmshöhe" ein Unglücks fall, ber sehr schlimme Folgen hätte nach sich ziehen tonnen Ein Kommanbo Gefangene ber Zellenstrafanstalt mit einem Aufseher war damit beschäftigt, bte

Decke eines Gewölbes abzutragen. Ein Teil war bereits abgetragen; die Träger unb Steine beseitigt, als plötzlich ber Rest bes G e wo lbes einstürzte und die Arbeiter mit in die Tiefe riß. Sofort wurde ein Schutzpolizeikommando herbeiaerufen. Aerzte und Sanitäter waren nach kurzer Zeit zur Stelle. Vier Gefangene und der Aufseher wurden aus den Trümmern befreit und sofort durch das Schupo­auto nach Nieder-Weifel in das Johanniterkranken­haus gebracht. Welche Verletzungen die Verunglück­ten erlitten haben, konnte bis jetzt noch nicht ein­wandfrei feftgefteUt werden.

Kreis Schotten.

v. Schotten, 27. Juni. Der Zweigverein Schotten des VHC. hält des öfteren Vortrags­abende ab. Dieser Tage sprach in einer gut besuch­ten Versammlung imHessischen Haus" DHC.-Bru- ber Dr. Karl Rubols Fischer vorn Forstzoologi- schen Institut Gießen über bas Thema:A u s ge­storbene unb ausfterbenbe Tiere un« serer Heimat". An Hanb von schönen Licht- bilbern zeigte ber Rebner in interessanten Ausfüh­rungen wie Unvernunft, Massenmorb unb Gewinn­

sucht ber Menschen ganze Tiergattungen restlos ver­nichtet haben unb den Untergang weiterer Arten befürchten lassen. Lebhafter Beifall folgte dem Dor- trAj. Der Vorsitzenbe bes VHC., Apotheker Scriba, bankte unb schloß mit einemSieg Heil!" auf ben Führer.

co Laubach, 26. Juni. Am Sonntagnachmit- tag fanb bie Reichs - Schwimmwoche mit ben Darbietungen ber Schwimmabteilung unserer Turngemeinbe einen schönen Ab­schluß. Don ben Turnerinnen unb Turnern mürben treffliche Schwimmvorführungen gezeigt, wie La­genstaffeln, Kunstspringen, Rettungsschwimmen usw. Reichen Beifall fpenbeten bie aufmerksamen Zuschauer ben guten Leistungen ber Schwimmer. Das herrliche Wetter hatte eine große Zuschauer­menge in bas Stäbtische Schwimmbab gelockt.

4= Groß-Eichen, 27. Juni. Am Montag fand im Faustschen Saale eine Vortrags-Veran- staltung statt. Die Ortsgruppenamtsleitung ber NS.-Volkswohlfahrt hatte bie gesamte Ortsgruppe zu einem FilmvortragKampf bem Derkehrsunfall" eingelaben. Der Sachbearbeiter für Schabenver­hütung, Lehrer Appenheimer, gab zu ben Silbern bie nötigen Erläuterungen.

Bauernkundgebung in Hungen.

I Hungen, 27. Juni. Gestern abenb fanb hier auf bem Neuen Marktplatz eine große öffent­liche Kunbgebung statt, zu ber Staatsrat Peukert, Thüringen, unb Lanbesbauernführer Dr. Wagner, Darmstabt, erschienen waren. Die Kunbgebung erfreute sich eines guten Besuches, insbefonbere von ben Nachbarorten waren bie Bauern zahlreich erschienen.

Nachbem bie Sänger bes Sängerkreises Chattia- Hungen unb Umgebung mit bem Sängergruß unb dem ChorWo gen Himmel Eichen ragen" die Kundgebung eröffnet hatten, übergab Ortsgruppen­leiter Kirchhofer mit herzlichen Begrüßungs­worten dem

Landesbauernführer Or. Wagner

das Wort. Der Redner ging davon aus, baß er sich nicht mit ben Fragen beschäftigen wolle, bie ihn vor etwa einem halben Jahre hierhergeführt hätten, fonbern daß in der Zwischenzeit, wie man so zu sagen pflegt, sich etwas anderes aufgemacht hätte, mit dem man sich beschäftigen müsse: nämlich die Besserwisser. Leider wären es die, die sich im Hintergrund herumdrückten: 1. bie Pesjimisten, 2. jene, bie alles urteilslos herumtragen, was sie hären. Diese bienten benjenigen Elementen nur als Mittel zum Zweck, bie ihre höchste Aufgabe nur barin sehen, Haß unb Zwietracht in bie Reihen ber Volksgenossen zu säen. Zu ber brüten Kategorie zähle er jeboch biejenigen, bie kritisieren sollten unb kritisieren müßten, unb bas wären jene, bie auf Grunb ihres Wissens unb Könnens allein berufen wären, Kritik zu üben. Diese Kritik setze voraus, baß sie im Geiste bes Nationalsozialismus gehalten sei. Dr. Wagner schloß seine Ausführungen mit ben Worten, baß nun ber thüringische Lanbes­bauernführer Staatsrat P e u k e r t zu Worte kom­men solle, bamit ben Volksgenossen gezeigt werbe, baß überall im beutschen Lanbe berselbe Geist, ein einheitlicher Geist, herrsche.

Landesbauernführer von Thüringen Staatsrat peukert

sagte u. a.: Die nationalsozialistische Bewegung befinbe sich heute in einem Felbzug gegen bie Nörg­ler unb Miesmacher. Eigentlich wäre es überflüssig, sich in biesem Maße mit jenen Elementen zu be­schäftigen. Leiber sei es jedoch eine der gefährlich­sten Eigenschaften bes beutschen Volkes, daß es nur allzu schnell vergesse, was hinter ihm liege. Er be­trachte es nicht als seine Aufgabe, bem all bas gegenüberzustellen, was seit ber Machtübernahme ber NSDAP, von biefer an Leistungen vollbracht worben sei. Aber wäre sonst nichts weiter geleistet worben, als bie Zerschlagung bes Marxismus unb ber übrigen Parteien, so würbe allein dies schon genügen, alles anbere in ben Schatten zu stellen. Auf allen Gebieten sei in ben letzten Monaten ber Anfang zum Neuaufbau bes Reiches gemacht wor­ben. Er wolle es sich jeboch ersparen, auf alle Dinge ber großen Politik einzugehen, er wolle nur bavon sprechen, was ben Bauer in feinem ureigensten Interesse angehe. Schon 1930, als bie Bewegung

gewaltig an Stimmen zunahm, habe ber geniale Blick bes Führers klar erkannt, baß es nötig war, bestimmte Männer seiner näheren Umgebung an bie jeweiligen Posten zu stellen, um bas oorzube- reiten, was als Voraussetzung ber positiven Arbeit und der Verwirklichung des Ideengutes des national­sozialistischen Programms diene. Damals schon sei Darrs in die Reichsleitung der nationalsozialistischen Bewegung berufen worden. Unb so sei nach ber Machtübernahme bereits ein agrarpolitischer Appa­rat unb bamit bie Vorbebingung geschaffen gewe­sen, um auf biefer Grunblage weiter aufzubauen. Wir bürfen jeboch niemals vergessen, baß alle For­mationen, wie sie auch heißen mögen, aus ber gro­ßen nationalsozialistischen Bewegung hervorgegan- gen seien. Es bürfe niemals Vorkommen, baß sich diese gegeneinander stellen. Alle seien von bem Füh­rer mit bestimmten Aufgaben betraut worden, unb so sei es ihre Aufgabe, im Reichsnährstand die Grundlage für ein gesundes Bauerntum und die Grundlage für die Lebensexistenz eines ganzen Volkes zu schaffen. Mit gutem Gewissen könne man nach einem Jahre auf bie geleistete Arbeit zurück- blicken. Gewiß sei bie Bauernpolitik eine anbere als früher, aber der Weg, der zu begehen wäre, liege klar und zielbewußt vor uns: die Schaffung eines fest in sich gefügten gesunden Bauerntums. Nur in diesem Sinne sei auch das Wort des Füh­rers zu verstehen:Das Dritte Reich wird ein Bauernreich fein!" Zwei besondere Aufgaben seien es, zu denen sich ber Führer zur grunbsätzlichen Losung in seinem Vierjahresprogramm verpflichtet habe: 1. Die Beseitigung ber Arbeitslosigkeit, 2. Dte Gesunbung bes Vauernstanbes.

In seinen weiteren Ausführungen behanbelte ber Rebner eingehenb bas Reichserbhofgesetz unb bas Reichsnährstandsgesetz, sowie in großen Zügen eines ber schwierigsten Probleme, bie Regelung ber Viehwirtschaft auf ge­setzlichem Wege. Hauptdebingung sei es hierbei, Vertrauen unb Gebulb zu haben, benn bie Lösung dieser Aufgabe bebürfe genauen unb gewissenhaf­ten Durchbenkens unb Durchbringens ber Materie. All bies fetze voraus, baß ber beutfche Bauer auf bie Agrargesetzgebung reagiere, benn bie Stetigkeit ber Preisbilbung habe als Grunblage, baß auf ber anberen Seite bie Stetigkeit ber Probuktion ge­währleistet fei. Wie bas Ausland die Schaffung dieser Gesetze bewerte, zeige uns am besten, welcher Maßstab an diese angelegt werde, und gebe uns anderseits die Ueberzeugung, daß sie dem Wohle der Gesamtheit des deutschen Volkes nach dem FundamentalgrundsatzGemeinnutz geht vor Eigennutz" dienen. An jedem von uns liege es nun, sich im Geiste des Führers zu schulen und zu er­ziehen und sich im täglichen Leben immer wieder für diesen Geist einzusetzen.

Nach Dantesroorten bes Ortsgruppenleiters Kirchhöfer unb bem von ben Sängern vorge­tragenen ChorSonnenaufgang" fanb bie Kunb­gebung mit bem Horst-Wesjel-Lieb ihren roürbigen Abschluß.

lubenfreicr Viehmarkt und Vauemkundgebung in Lang-Göns.

* Lang-Göns, 27. Juni. In biesem Jahre gelang es ber hiesigen Ortsbauernschaft in An­knüpfung an vergangene Zeiten einen jubenfreien Markt ins Leben zu rufen, ber einen glänzenden Verlauf nahm. Der Markt war sehr stark besucht. Besonders anerkannt wurde von allen Besuchern der geräumige Platz, auf dem sich ber Markt ab­spielte. Fast alle Wiesen, bie rings um bie Turn­halle liegen, waren mit Ausstellungstieren besetzt. In vorbildlicher Arbeit hatte die Marktkommission alles geregelt.

Oer Markt - die Prämiierung.

Der Markt begann schon in den frühen Morgen­stunden mit der Prämiierung ber oorgeführten Tiere. Die Zahl ber Pferde, des Rindviehes unb ber Schweine war auffaUenb groß. Die Preis­richter hatten bis in bie Mittagsstunben hinein ihre Arbeit. Pf erbe würben etwa 90 vorgeführt, zur Hälfte Belgier, zur Hälfte Dlbenburger. Befonbers stark vertreten waren Kühe unb Rinber. Vom Fleckvieh allein stellten bie Besitzer über 120 Tiere aus, vom Nieberungsvieh etwa 15. Eine schone Auswahl würbe vom Rotvieh (Vogelsberger Rasse) mit über 70 Nummern unb ausgesucht guten Tieren vorgeführt. Die Schweine (etwa 70 Tiere) waren im Schatten ber Linbenbäume in ber Nieber- hofenstraße untergebracht. Fast ohne Ausnahme waren bie Aussteller Lang-Gänser Züchter.

Auch bas Geflügel war vertreten: Tauben, Zwerghühner, Enten unb einige Nutzrassen.

Das Treiben auf ben Marktstraßen unb bem Festplatz setzte halb ein. Links unb rechts waren zahlreiche Verkaufsbuben aufgestellt. Auch für Volksbelustigungen war gesorgt.

Der Viehoerkauf war zunächst schleppenb, besserte sich aber um bie Mittagsstunben. In ber Haupt­sache wurden gute Zuchttiere zu recht ansehnlichen Preisen abgesetzt. Auf bem Ferkelmarkt ging bas Geschäft flott. Die Ferkel (6 bis 8 Wochen) kosteten im Durchschnitt 10 Mark bas Stück.

Am Nachmittag ging ein Festzug unter Dor­antritt des verstärkten Musikzuges bes hiesigen Motor-Sturms burch bie Straßen des Dorfes. Die

Häuser waren festlich geschmückt. Nachdem sich die Menschenmenge auf bem Festplatz roieber gesam­melt hatte, es waren schätzungsweise über 3000 Personen anwesenb, eröffnete ber Drtsgruppenleitcr Wenzel bie große

Bauernkundgebung.

Ortsgruppenleiter Wenzel erinnerte daran, baß wir in Lang-Lons auf historischem Boben ftänben, benn vor runb 40 Jahren feien hier die ersten judenreinen Märkte abgehalten worben. Er hoffe, baß nun im neuen Reich biese Märkte auch weiter­hin blühen unb gebeihen mögen. Darauf ergriff

£anbe$bauernfüf)rer Dr. Ißaqner

bas Wort. In seiner temperamentvollen Art über­brachte er bie Grüße ber Leitung ber Bauernschaft unb gab seiner Freube barüber Ausbruck, baß ber erste jubenfreie Markt in Lang-Gons so großen Er­folg aufzuweisen habe. In feinen weiteren Aus­führungen roanbte er sich bann gegen bie Nörgler unb Kritiker. Daß es biese auch in ber Bauern­schaft gebe, wisse er. Denn gar viele sähen nur bas Zunächstliegenbe. Manche, denen es seither viel­leicht in ber Nähe ber Stabt gut gegangen sei (Milchoerwertung), hätten nun einen kleinen Nach­teil durch die eingeschlagenen Maßnahmen der Re­gierung. Diese Volksgenossen würden aber nicht auf die große Linie schauen, sondern nur an ihren eigenen Vorteil denken. Sie hätten noch nicht das Wort begriffen:Gemeinnutz geht vor Eigennutz!"

Es gelte doch allen Bauern zu helfen und nicht nur einigen wenigen.

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