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Wirtschaft

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Berlin

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22,5 I

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180

Vögel brüteten.

Wenn man heute durch die Schausammlung des außerordentlich schönen Senckenberg-Museums in Frankfurt a. M. geht, findet man in einer Glas­

setzungen oder Ergänzungen verspricht man sich eine weitere Minderung der Arbeitslosigkeit. Aktien eröffneten zwar etwas uneinheitlich und kamen nur zögernd zustande, später wurde das Geschäft teil- weise etwas lebhafter, wobei die Bewegung einiger Spezialwerte etwas anregte. Weiterhin überwiegend I fester lagen Elektroaktien, die von 0,50 bis 1 v. $). höher einsetzten, mehr hervor traten Gesfürel mit insgesamt plus 1,50 v.H., nur Siemens lagen um 0,65 o. H. leichter. Lebhafter und fest waren außer­dem Daimler-Motoren mit plus 1,65 v. S). Am Montanmarkt gelangten Klöckner 1,25 v. 5)., die übrigen Werte von 0,25 bis 0,50 v. 5). höher zur Notiz, Rheinstahl waren 0,50 v. H. leichter. Recht fest lagen Zellstoffaktien, Waldhof plus 1,65 v. $., Aschaffenburg plus 1 v. H. Farbenindustne sehr ruhig und nur knapp behauptet, Scheideanstalt so­gar 2 v.H. schwächer. Verkehrs-, Schiffahrts- und Kunstseideaktien lagen gut behauptet, ebenso Reichs- bankanteile und Zement Heidelberg. Westdeutsche Kaufhof lagen mäßig höher.

Am Rentenmarkt verloren Altbesitz 0,13 v.H., späte Reichsschuldbuchforderungen 0,25 v.H., Reichsmark-Obligationen aus Dollar-Bonds 0,25 bis 0,50 v. H. und Kommunal-Umschuldungsanleihe zirka 0,75 v. H. Stahlverein-Obligationen blieben zu 79 v. H. voll behauptet. Am Pfandbriefmarkt war das Geschäft klein, das Kursniveau blieb aber gut gehalten, obwohl einiges Angebot vorlag. Einige Liquidationspfandbriefe und Kommunal-Obligatio- nen lagen etwa 0,25 bis 0,50 v. H. fester. Stadt­anleihen waren ruhig und unverändert. Auslands­renten waren bei kleinem Geschäft still.

Im Verlaufe herrschte weitgehendste Ge­schäftsstille, doch blieben die Kurse auf fast allen Marktgebieten gut behauptet. Aschaffenburger Zell­stoff zogen erneut 1 o. H. an, auch Metallgesell­schaft gewannen 1,40 v.H., während Conti Gummi 1 v. H. verloren. Tagesgeld 3,25 v. H.

Frankfurter Abendbörse.

, Frankfurt a. M., 27. Juni. Die Abendbörse -'lag allgem 'n sehr still und im Vergleich zum

33 I 63,65 | 89,5 54,5 i

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3,8 35,13

27,75

ein Skelett, und ein Ei. Das El ist nur em Glps- abdruck; selbst wenn man fünftausend Mark bezah­len würde, könnte man kaum irgendwo ein echtes Ei bekommen, denn es gibt nur noch 72 auf der aanzen Erde. t ..

Dagegen ist das Skelett echt, eines der 23, die bekannt sind. Und wenn man dem Direktor des Senckenberg-Museums für das Federkleid dieses toten Vogels zwanzigtausend Mark in bar bieten wollte, würde er ohne Besinnennein" sagen; denn dieser präparierte Vogelbala ist vielleicht die best­erhaltene sichtbare Ueberlieseruna des vom Men- chen ausgerotteten R i e s e n a l r s.

Oer letzte Jticfendlf.

Tiere, die sterben mußten.

Wie Seekuh, Riesenalk und Quagga von der Erde verschwanden.

Don Paul Eipper.

Amerikanische Noten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten

Englische Noten güsUche Noten

»bische Noten nische Noten . egtsche Noten ..............

Deutsch Oesterreich, 4 100 Schwing

Rumänische Noten..........

Schwedische Noten

Schweizer Noten

Spanische Noten

Ungarische Note»

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 21L

23,4 142

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60,75 I

107,25 |

Berliner Schluß nur wenig verändert. Von Der Kundschaft lagen nur in wenigen Spezialpapieren kleine Aufträge vor, während die Kulisse weitere Zurückhaltung übte, wobei der bevorstehende Halb- jahresultimo mitsprechen dürfte. Die Grundstimmung war nichtsdestoweniger freundlich nicht nur arn Aktienmarkt, sondern auch für Rentenpapiere zeigte sich verschiedentlich etwas Interesse. Von Aktien waren Zellstoffwerte nochmals mäßig hoher, v

Schweinemarkt in Gießen.

Auf dem gestrigen Schweinemarkt standen 142 Ferkel und 2 Läufer zum Verkauf. Es kosteten: Ferkel, bis 6 Wochen alt, 11 bis 13 RM. 6 bis 8 Wachen alt 13 bis 18, 8 bis 13 Wochen alt 18 bis 22; Läufer 40 RM. Tendenz: mäßig, Ueberstand.

Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.

Frankfurt a. M., 27. Juni. Am G e m ü s e markt verzeichnete man starke Zufuhren in Blu­menkohl, in den übrigen Gemüsearten waren sie gut. Bei nahezu gleichbleibenden Preisen nahm das Geschäft einen zufriedenstellenden Verlauf. Es er­zielten: Blumenkohl (Treibhaus) 10 bis 30, Bohnen 18 bis 24, Erbsen 10 bis 12, Salat-Gurken 10 bis 30, do. holl. 13 bis 17, Karotten Bdl. 4 bis 5, Kar­toffel, Erstlinge 50 Kilogramm 775, Kohlrabi 2 bis 4 Kopfsalat 3 bis 6, Rettich 4 bis 6, Römischkohl 6 bis 8, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12 bis 15, Tomaten (Treibhaus) 25 bis 28, do holl. 22 bis 24 Weißkraut 6 bis 9, Wirsing 6 bis 8, Zwiebeln nut Schlotten Bdl. 4 bis 5. . , . <- .

Der Obstmarkt hatte starke Zufuhren in get- delbeeren, Johannisbeeren und Himbeeren. In Kir­schen bestand Ueberangebot. Erdbeeren werden noch in geringem Umfange angeboten. Ausl. Persische waren gut vertreten. Die Preise für Kirschen und Himbeeren lagen rückläufig, im Übrigen blieben sie unverändert. Der Verkauf in allen Beeren und für Sauerkirschen war gut, im übrigen langsam. Für Kirschen verblieb Ueberstand. Es erzielten: Aepfel, Kiste ca. 35 Pfd. 800 bis 900 Austral., Aprikosen ein halb Kilo 30 ital., Erdbeeren 25 bis 45, Wald- erdbeeren 90, Heidelbeeren 20 bis 22, Himbeeren 25 bis 30, Johannisbeeren 10 bis 11, Kirschen I 14 bis 18, II 8 bis 12, Sauerkirschen 12 bis 15, Pfir- siche ein halbes Kilogramm 22 bis 25 span., do. ital. 21 bis 35, Stachelbeeren 12 bis 15, Zitronen, ' lose 50 Kilogramm 1600 span., 150 Stück 400 bis ' 450 ital.

Frankfurter Getreidebörse.

il.6.®......................o

Betula.....................o

Kette. Lieferungsgesellschaft... 6

Licht und Kraft 6

Sitten & Guilleaume o

esellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6

Rheinische Elektrizität ........ 6

Schuckert S Cv.............. 5

Siemen« L Halske 7

Lahmeoer L Eo 10

Frankfurt a. M., 28. Juni. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 150 Rinder (28 Ochsen 13 Bullen, 21 Kühe, 28 Färsen), 772 Kalber, 40 Schafe, 745 Schafe. Es kosteten: Kälber 21 bis 47 Mark, Hümmel 28 bis 34, Schweine 32 bis 43 Mark. Marktverlauf: bei allen Diehgattungen ruhiger Handel.

Iwndfunkprogramm

Freitag, 29. Juni:

5,50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis 8.40: Gymnastik. 9: Katholische Morgenfeier. 10: Nach­richten. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten, Saardienst. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Nach­richten. 14.40: Stunde der Frau. Die Welt im Por­zellan. 15.40: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittags­konzert des Philharmonischen Orchesters. 17.30: Anonyme Briefe. Dreigespräch. Verfaßt von Wil­helm Michel, Darmstadt. 17.45: Akkordeon und Ban­doneon. 18: Stunde der Jugend. Vom rechten Volksliedsingen! Eine nachdenkliche Stunde vom Frankfurter BDM. 18.25: Der Himmel im Juli. Ein Viertelstündchen Astrologie. Don Prof. Edmund Sittig. 18.50: Griff ins Heute. 19: Unterhaltungs­konzert. 20: Politischer Kurzbericht. 20.15: Stunde der Nation. Seelenhandel an der Saar. 21: Tanz­musik. 22: Acht Frauenchöre von Robert Schumann. 22.20: Nachrichten. 22.35: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.45: Kleine Unterhaltung. Em Mi­krophon hat sich verirrt. 23: Unbekannte Lieder aus unseren Gauen. 24 bis 1: Nachtmusik.

Oatum I 26-6

Vervierfachte Erzförderung im Eisenbergwerk Dillenburg. Beim Eisen­erzbergwerk Dillenburg, das der Preußischen Berg­werks- und Hütten-AG. gehört, wurden m 1933 32172 Tonnen Eisenerze gefördert gegenüber nur 8 234 Tonnen in 1932. Damit ist die Förderungs­ziffer von 1931 mit 27 400 Tonnen wieder über­schritten, die Ziffer von 1929 mit 104 406 Tonnen allerdings bei weitem noch nicht wieder .erreicht. Das Bergwerk, das in 1932 vorübergehend still­gelegt war, konnte den Betrieb im Februar 1933 in beschränktem Maße wieder aufnehmen. Durch die Absatzsteigerung infolge der Abnahmeverpflich- tung der westdeutschen Hüttenwerke konnte der Ver­lust ganz erheblich verringert werden. Von Juni 1933 arbeitete der Betrieb voll, die meisten der i V entlassenen Arbeiter wurden wieder eingestellt, die Gefolgschaft erhöhte sich bis Jahresende auf 183 (40) Mann und stieg in der Folgezeit weiter an. Der Hilfsbau durch das Buderussche Grubenfeld Stillingseisenzug" in die Felder Tretenbach und Frohsinn wurde ausgenommen.

Frankfurter Börse.

Schwanzfett.

Das Fleisch der jungen Borkentiere vergleicht sich gänzlich dem Kalbfleisch; das der alten ist von Rind­fleisch nicht zu unterscheiden. Es hat die besondere Eigenschaft, daß es auch in den heißesten Sommer­monaten, ohne zu stinken, zwei oder noch mehr Wochen an der frischen Luft liegen kann. Wir merk­ten an der Zunahme unserer Kräfte, wie bekömm­lich dieses Fleisch ist; besonders jene Matrosen, die dis dahin an der Zahnfäule (wohl Skorbut?) ge­litten hatten."

Dies alles veröffentlichte G. W. Steller im Jahre 1742, und alsbald strömten Walfänger und geldgierige Abenteurer nach der Bering-See. Es begann eine so furchtbare Metzelei unter jenen wehrlosen Meersäugetieren, daß wohl bereits 24 Jahre später, anno 1768, b i e letzte Seekuh erlegt worden ist, jene Borkentiere von der Erde vertilgt waren. Einige Knochen, Schädelskelette und ein paar Hautfetzen, das ist alles, was wir heute noch vom Borkentier besitzen.

Ein Reisebericht ans dem Jahre 1518

Einst hockten pinguinartige Vogel von der Gröhe einer Gans überall auf den Riffen und Klippen­inseln von Neufundland über Grönland bis nach Norwegen, Dänemark und England. Ein überlie­ferter Brief vom November 1578 berichtet von einer Insel, auf derfast unglaubliche Massen" dieser

Gewicht einer Seekuh: 480 Zentner.

Die größten Exemplare sind 4 bis 5 Faden (9 bis 10 Meter) lang und an der stärksten Leibstelle etwa 7 Meter dick. Ihre Haut hat ein doppeltes Wesen: die äußerste Schale ist schwarz, einen gan­zen Zoll dick und an Festigkeit so wie Holz, dabei voller Gruden, Runzeln und Löcher. Sie besteht aus lauter senkrechten Fasern (daher der wissen­schaftliche NameBorkentier"), die untere Haut ist etwas dicker als Ochsenhaut und rein weiß. Unter diesen beiden Häuten umgibt den ganzen Körper vier Finger hoher Speck. Das Gesamtgewicht eines ausgewachsenen Borkentieres muß auf 480 Zentner geschätzt werden. Das Fett ist nicht ölig; wenn es einige Tage an der Sonne lag wird es gelblich wie die beste Butter und übertrifft in gekochtem Zu­stand an Süßigkeit und Geschmack erstklassiges Rindsfett. Ausgesotten hat es die Farbe frischen Baumöls, den Wohlreiz von Mandelöl, so daß wir es in der Polarkälte fchalenweis getrunken haben, ohne je Ekel zu empfinden. Am besten ist das

6% Deutsche RetchSanlethe v. 1927 S°/<,ehem.7°/«»Dt.ReichSanl.v.I929 6Yt% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Aul.-Ablös.-Schuld mit

Luslos.-Rechten

DeSgl. ohne AuSlol.-Rechte......

6% eöem.8% Hess. Bolksstaat 1929 irückzahlb. 102%).........

6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12..................

5y.% Hess. LandeS-Hypotheken- bant Darmstadt Ctqul

Oberhellen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelabl. An­leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank

Aoldpse. 15 unkündbar bis 1935

% ehern. 7% Franks. HhP 'Bank

Goldpfe. 16 unkündbar 6U 1936

ehern. 4y,% Franks. HhP^ Bank-Liqu^Psandbriefe.......

ty.% ehern. «y,% Rheinische

Hvp.-Bank-Ltqu.-Goldvse.

8% ehern. 8% Pr. LandeSpsand- briefanflalt, Pfandbriefe R. 19

6% ehem. 7% Pr. LandeSpsand.

briefanfialt, Pfandbriefe R. 10 Lleuergutsch. Verrechnung«!»»»

ässsssssa.i.äü

*y.% desgl. von 1918........-

5% abaest. Goldmexikaner von 99

*% Türkische ßonanlelbe von lSll 4% Türkische Bagdadbaha-Anlethe

Ein Tier, zwischen Zebra und Pferd.

Ein naturwissenschaftlicher Bericht fängt so an: Das Quagga starb in den siebziger Jahren Des 19. Jahrhunderts so unvermutet aus, daß nur wenige Museen, gleichsam durch Zufall, sich mit brauchbaren Exemplaren versehen hatten, obwohl das Tier in unseren Zoos lange Zeit allgemein vor­handen war und die Buren Südafrikas gewohn­heitsmäßig sein Fell zu Kornsäcken benützten.'

Heute, 50 Jahre später, kennt der laienhafte Tier- freund kaum mehr den Namen, und ich will des­halb hier in kurzen Zügen die Stammesgeschichte

1764 wurde die letzte Seekuh erlegt. 1844 wurde der letzte Riesenalk erschlagen. 1879 wurde das letzte Quagga getötet.

(Nachdruck verboten.)

Ein Naturforscher entdeckt die Seekuh.

Der in Mittelfranken geborene Arzt und Natur­forscher G. W. Steller strandete im November 1741 auf der bislang unbekannten Bering-Insel im nördlichen Eismeer, und als er zehn Monate später aus seiner gefahrvollen Lage befreit worden war, übergab er der Wissenschaft einen sorgfältigen Be­richt über das durch ihn entdeckte B o r f e n t i e r.

Darin heißt es u. a. (ausführliche Angaben fin­den sich auch im klassischen Brehm, dessen Studium ich allen Tierfreunden immer wieder auf das nach­drücklichste empfehle):Am ganzen Strande der Bering-Insel, sonderlich wo Bäche ins Meer fließen und alle Arten von Seekräutern am häufigsten sind, hält sich zu jeder Jahreszeit die Meerkuh in großer Menge und herdenweise auf. Gemeiniglich schwim­men Männlein und Weiblein nebeneinander; das Junge treiben sie vor sich her. Sie sind, wie das Rindvieh, mit nichts anderem als ihrer Nahrung beschäftigt. Der Rücken und die Hälfte des Leibes ist beständig oberhalb des Wassers. Die Seekühe fressen unter langsamer Bewegung vor sich hin; mit den Füßen (Stoffen!) scharren sie das Seegras von den Steinen ab und kauen es unaufhörlich, bewegen Kopf und Hals wie ein Ochse, und je nach Verlauf einiger Minuten erheben fie den Schädel aus dem Wasser, schöpfen mit Räuspern und Schnarchen nach Art der Pferde frische Luft.

Wenn das Wasser fällt, kamen die Seekühe so nahe, daß wir sie vom Lande aus mit Stöcken schlagen und mit Harpunen erlegen konnten. Wir bemerkten nicht ohne Verwunderung, daß em See­kuh-Männlein zu seinem am Strande liegenden toten Weiblein zwei Taae nacheinander kam, als wenn es sich nach dessen Zustand erkundigen wollte.

1844 wurde der wahrscheinlich allerletzte Riesen­alk auf Island erschlagen; zu Hunderten und Tau­enden haben die Fischer und Seefahrer der vergan­genen drei Jahrhunderte diesen Harm- und wehr­losen Vogel abgeschlachtet, weil er bequem zu fan­gen war, sehr arotze Eier hatte und wohlschmecken­des, fettes Fleisch.

Der Riesenalk, obwohl fast ein Meter lang, hatte nur winzige Flügel, mit denen er unmöglich fliegen konnte. Dagegen schwamm er, wie aus allen zeit­genössischen Berichten hervorgeht, ausgezeichnet, flitzte, ja flog pfeilschnell durchs Wasser und fand In den fischreichen, nordischen Gebieten leichte und zahlreiche Beute. An Land watschelte er unbehol­fen wie ein Pinguin, trug ebenso den Körper auf­recht! denn seine Schwimmfüße staken weit hinten am Rumpf. An der Bauchseite war das Gefieder schneeweiß; Rücken, Hals und Kopf glanzten fast chwarz. Vor den Augen leuchtete ein weißer Fleck, weshalb man den Vogel auch Brillen-Alk nannte. Er hatte einen kräftigen, seitlich zusam­mengedrückten schwarzen Schnabel; auch die Ruder­flügel waren schwarz, am Rande zierlich weiß ge­säumt.

Es muß ein schöner Anblick gewesen sein, wenn unzählbare Scharen dieser großen Vögel in beschau­licher Ruhe auf den Klippen saßen, das heißt, sie standen auf ihren breiten Schwimmfüßen und stutz­ten sich auf den kleinen Schwanz, verdauten oder bebrüteten ihre grünbraun gefleckten, menschenhand­großen Eier. .

Das ist vorbei; lediglich etn paar isländische Scha­ren halten die Erinnerung aufrecht. Sie heißen Geirfugl-Asker, verdeutschtKlippen, auf denen der Geirfugl, eben der Riesenalk, genistet hat."

26.6

78,25

47,5

234

97,5

40,5

13,8

125,25

125

27.6.

7,8

4,3

3,95

35,13

27,5

Schluß­kurs

26-6.

Frankfurt a. M., 27. Juni. Obwohl besondere Anregungen fehlten und auch die Publikumsbetei­ligung kaum größer war, setzte sich die Befestigung der Aktienkurse weiter fort, wenn auch größere Kursveränderungen kaum eintraten. Der Renten­markt lag dagegen wiederum sehr vernachlässigt und soweit bei Börsenbeginn zu übersehen war auf fast allen Gebieten etwas schwächer. Es dürften weitere Tauschoperationen gegen Aktien erfolgt sein, daneben verursacht die Nähe des Halbjahresultimos kleine Glattstellungen. Da auch in der Zinsfrage noch keine positiven bzw. konkrete Mitteilungen vor­liegen, bekundet man allgemein etwas Zurückhal­tung und interessiert sich mehr für Aktienpap.iere. Die Ausführungen von Staatssekretär Rein­hardt zu den neuen Steuerreform-Plänen hinter- . M. geht, nnoet man m einer isias- ließen einen guten Eindruck und von dem Passus ausgestopftes Exemplar dieses Vogels, | über die Ermäßigung der Steuerschuld bei Jnstand-

26.6.

7,8

4,5

3,9

35,25

28

Frankfurt a. M., 27. Juni. Der Markt blieb eft, besonders für Futtermittel, daneben lag Wei­zen nochmals höher, Hafer blieb unverändert, wäh­rend Roggen um 1,50 RM. zurückging. Es notier­ten in RM. (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm): Weizen 210, Roggen 186, Hafer 210 bis 212,50, Weizenmehl Festpreisgeblet w X 28,90, do. W VII 28,60, Roggenmehl Feftpreisge- biet R VIII und R VI je 25,25, zu allen Mehlpreisen kommen 0,50 RM. Frachtausgleich hinzu, Weizen­mehl IVB 16,75, Weizennachmehl 16,25, Weizen- uttermehl 12,25, Weizenkleie fein 11,40, grob 11,75, Roggenfuttermehl 13, Roggenkleie 12,25, Soya- chrot 16 ab Mannheim, Palmkuchen 15,70 ab Mannheim und Budenheim, Erdnußkuchen 17,20 ab Mannheim, Treber 17, Heu, neues, 11 bis 11,50 Brief, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 2,80 bis 3, do. gebündelt 2,90 bis 3,10. Tendenz: fest.

Frankfurter SchLachtviehmarkt.

""Äls d^e noch lebenden, ursprünglichsten Wildpferde werden von der Wissenschaft die afrikanischen Ze­bras bezeichnet; denn man hält die Querstreisung für das charakteristische Merkmal der Steppensau- qer. Es gibt mehrere Arten von Zebras; sie unter­scheiden sich zuerst durch die Intensität der Streifen- zeichnung, und bei einigen ist auch em Rückgang der Streifung festgestellt. Weiterhin liegt der Unter­schied der verschiedenen Zebraarten m Kopsgrotze und Ohrenlänge; so entstand die Teilung zwischen pferdeköpfigen und eselköpfigen Zebras. Die esel- kopfigen sind am deutlichsten durchgestreift, wahrend bei jenen, die einen schmalen Kopf "no zierliche Pferdeohren haben, die Streifung sich auf Hals und Dorderrumpf beschränkt und der Grundton des Fells nicht mehr weiß, sondern gelblich-rot, fast braun, erscheint. *

Die Endform des pferdeköpfigen Zebras war nun eben jenes Quagga, das nahezu einheitlich braun getönt nur noch an Kopf und Hals helle Sttei- fen aufwies und dunkle Schatten am übrigen Kör­per. Sehr wahrscheinlich würde sich im Lauf der künftigen Jahrhunderte aus bem Quagga em voll­kommen einfarbiges Zebra (ähnlich dem astati­schen Urwildpferd oder dem nubischen Steppenesel) entwickelt haben, wenn nicht der Mensch, der Kulturmensch, in den Lebensbereich dieses Tieres vorgedrungen wäre.

Es erschienen bedauerlicherweise vom Stand­punkt des Tierfreundes auf der Südspitze Afrikas die kolonisierenden Buren, und sie wüteten scho­nungslos unter den nur scheinbar unerschöpflichen Quaggaherden des Kaplandes. Ich sagte schon, sie pflegten die Quaggafelle als Getreidesacke zu ver­wenden, und so hörte man in den Jahren 1850 bis 1870 unentwegt die Büchsen der Felljager knal­len. Um Munition zu sparen, schnitten die Buren sofort die Flintenkugeln aus dem Leib öes eben getöteten Tieres, benützten das Blei augenblicklich Iweiter. Im Jahre 1879 ist das letzte Quagga m freier Wildbahn dem Unverstand und der Selbst­sucht des Menschen zum Opfer gefallen...

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Norddeutscher Lloyd A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Prlvat-Ban! ... Deutsche Banl und Discouto-

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Dresdner Bant

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Datum

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6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^%Rumän.vereinh.Rentev.l918 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2y*% Anatolier .............

Datum

Mansfeld« Bergbau.........O

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Kaliwerke Aschersleben 6

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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Schluck. Minag- börse

27-6.

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26-Iuni

27-Iuni

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Seid |

Driei

Geld | 23ric

Buenos Aires

0,603

0,607

0,603

0,607

Brüssel.....

58,61

58,73

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Rio de Jan. .

0,189

0,191

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Sofia......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

56,34

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56,39

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Danzig.....

81,67

81,83

81,67

81,83

London .....

12,615

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12,625

12,655

Heliingfors..

5,579

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Paris ......

16,50

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16,50

16,54

Holland ....

169,73

170,07

169,73

170,07

Italien.....

21,51

21,55

21,51

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Japan ......

0,747

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Jugoslawien

5,664

5,676

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5,676

Oslo.....:

63,39

63,51

63,44

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n

48 55

48,45

48,55

Lissabon....

1l'48

11,50

11,49

11,51

Stockholm...

65,03

65,17

65,08

65,22

Schweiz ....

81,52

81,68

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Spanien....

34,32

34,38

34,29

34,35

10,44

10,46

Budapest ..

Neuyork...

2,511

2,517

2,509

2,515

Bantnoten.

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