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Ungewöhnlich starke Aiederschläge in Schlesien.

Nach wochenlanger Trockenheit sind in der Nacht zu Mittwoch in Mittel- und Oberschlesien verbreitete, zum Teil ungewöhnlich ergiebige Regenfälle nieder­gegangen. Die Regenmengen waren besonders in den Vorbergen und im Gebirge meist größer als 40 Millimeter. Ratibor meldet 68 Millimeter, die Schneekoppe 89 Millimeter, die Reifträgerbaude so­gar 108 Millimeter Niederschlag. Die Niederschlags­menge der letzten Nacht übersteigt die bisher im Juni insgesamt gefallene Niederschlagsmenge um ein vielfaches.

Vier Seminarzöglinge beim Baden ertrunken.

Am Dienstag find vier Zöglinge des Seminars von Vaftogne an der belgisch-luxemburgischen Grenze beim Baden ertrunken. Die Schüler des Seminars hatten unter Aufsicht eines Geistlichen einen Ausflug in die Umgebung der Stadt unter­nommen und beschlossen, in einem nahen Weiher zu baden. Plötzlich wurde einer der jungen Leute von der Strömung erfaßt und ging unter. Drei Kameraden, die ihm zu Hilfe kommen wollten, er­eilte dasselbe Schicksal. Nur der Geistliche, der sich ebenfalls ins Wasser gestürzt hatte, um seine Zög­linge zu retten, konnte nach langen Anstrengungen von den am Ufer zurückgebliebenen Schülern lebend an Land gebracht werden.

Ein französisches Dorf durch Blitzschlag fast zerstört.

Durch Blitzschlag wurde der größte Teil des Dorfes Pussy bei Chambery (Frankreich) vernichtet. Der Blitz schlug in eine Scheune ein und zündete. Das Feuer dehnte sich mit ungeheurer Geschwindigkeit aus und er­griff die umliegenden Häuser. Trotz des sofortigen Eingreifens zahlreicher Feuerwehren wurden 15 Gebäude ein Raub der Flammen. Menschenleben kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

Schweres Autounglück. Fünf Personen verbrannt.

Ein schwerer Automobilunfall, der fünf Personen das Leben kostete, ereignete sich am Mittwoch­vormittag in der Nähe von Luxeuil (Frankreich). Ein mit sieben Personen besetzter Kraftwagen ge­riet auf der Landstraße ins Schleudern und stürzte um. Dabei fing der Wagen Feuer. Fünf Insassen konnten sich nicht mehr in Sicherheit bringen. Sie verbrannten bei lebendigem Leibe. Die beiden an­deren wurden mit schweren Brandwunden und Knochenbrüchen ins Krankenhaus von Vesoul über­geführt.

Schweres Explosionsunglück in einer amerika­nischen Sprengstoff-Fabrik. Etf Tode, zahl­reiche Verletzte.

In Olympia im Staate Washington ereignete sich ein schweres Explosionsunglück in einer Spreng- stoffabrik. Elf Personen wurden getötet, darunter eine Frau und ein Kind. Ferner erlitten zahlreiche Personen mehr oder weniger erhebliche Verletzun­gen. Fünf Verletzte mußten in das Krankenhaus überführt werden.

Schwerer Taifun über Nordjapan.

340 Häuser zerstört, 81 Personen vermißt.

lieber Nordjapan hat ein heftiger Taifun ge­wütet. Nach den bisher vorliegenden Meldungen sind über 340 Häuser vernichtet worden. Eine An­zahl Personen wurde getötet und verletzt. 81 Per­sonen werden vermißt. Die Telegraphenverbindun­gen sind unterbrochen.

Sechs weitere Todesopfer des Schiffsunglücks bei Lorient geborgen.

Die Schiffskatastrophe bei Lorient hat nach den letzten Meldungen doch mehr Todesopfer gefordert, als man ursprünglich angenommen hatte. Die in den Abendstunden des Dienstag wegen einsetzender

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellv. Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verant­wortlich für Politik und Feuilleton: J.V.: Ernst Blumschein, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. V. 34: 11000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitnts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Dunkelheit unterbrochenen Nachforschungen sind am Mittwoch morgen fortgesetzt worden. Gegen Mit­tag hatte man bereits sechs weitere Leichen gebor­gen. Es sind somit bisher bereits 12 Tote zu ver­zeichnen. Man befürchtet aber, daß die Zahl der Todesopfer sich noch weiter erhöhen wird, da immer noch einige Fahrgäste des Dampfers Prosperite in den Kabinen eingeschlossen sind. Taucher fmd augenblicklich bemüht, das Schiff zu durchsuchen.

Das Urteil gegen die Posträuber von Schlüchtern.

ßspD. Hanau, 27. Juni. In der in den Heu«, gen späten Abenstunden zu Ende gegangenen Stras- verhandlung der Großen Strafkammer Hanau gegen die beiden Angeklagten Karl Erber und Johann Schmitt wegen gemeinschaflichen schweren Rau­bes erkannte das Gericht gegen Erber auf sechs Jahre sechs Monate Zuchthaus, gegen Schmitt auf fünf Jahre Zuchthaus und gegen beide Angeklagte auf Aberkennung der bür­gerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren. Der Staatsanwalt hatte gegen Erber acht Jahre und gegen Schmitt sechs Jahre Zuchthaus bean­tragt Am 1. Februar 1930 erfolgte auf der Landstraße bei Hutten (Kreis Schlüchtern) ein Ueberfall auf einen Reichspostkraftwagen. Der Ueberfall geschah durch maskierte Räuber, die mit Schußwaffen versehen waren und einen Baum­stamm als Hindernis über die Straße gelegt hatten. Die Beute betrug etwa 8000 RM. in bar und 50 RM. in Briefmarken. Die Ermittlungen nach den Tätern waren zunächst erfolglos geblieben, bis im Herbst vorigen Jahres eine Spur auftauchte, die auf den Kreis der Täter hinwies, so daß nun­mehr gegen den 40jährigen Karl Erber und den 41jährigen Johann Schmitt aus Hanau als Täter verhandelt werden konnte. Der Haupttäter, Willi Kropp aus Hanau, ist inzwischen gestorben.

Wettervoraussage.

Das Islandtief, das sich in seinem Kern wohl abgeflacht hat, ist südöstlich zur Nordsee vorgedrun- gen und hat im nordwestlichen Deutschland eine Regenfront erzeugt. Auch wir werden davon noch gestreift werden, zumal im Westen der Druck kräf­tig ansteigt und somit kühlere Luft vorgelangt. Da­bei werden die Temperaturen zurückgehen, und der Witterungscharakter dürfte sich etwas wechselhaft gestalten, jo daß mit dem Auftreten schauerartiger Niederschlage, teils von Gewittern begleitet, zu rechnen ist. Später wird sich der hohe Druck über das Festland ausbreiten und wieder Beruhigung mit sich bringen.

Aussichten für Freitag: Wechselnd-be­wölkt mit vorübergehender Aufheiterung, zunächst etwas kühl, einzelne Niederschläge teils gemittet« Hafter Art.

Aussichten für Samstag: Wolkig mit Aufheiterung und meist trodenr

Lufttemperaturen am 27. Juni: mittags 23 Grad Celsius, abends 17,2 Grad; am 28. Juni: morgens 16,6 Grad. Maximum 24,2 Grad, Minimum 11,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. Juni: abends 21,9 Grad; am 28. Juni: morgens 18 Grad. Sonnenscheindauer 12,1 Stunden.

'Der Führer besichtigte die Bauarbeiten an der Deutschen Alpenstraße, die von Lindau nach Berchtesgaden führen wird. Links vorn: Der Adjutant Adolf Hitlers Gruppenführer Brückner.

Boris Jahren: stnierzeichlmng in Versailles

Unterschriften, die das schicksalsschwere Dokument besiegelten., Die erste und die letzte Seite der Unterschriften. Links: Die Namenszüge der Vertreter Amerikas, des Präsidenten Woodrow Wilson, der Staatssekretäre Robert L a n s i n g und Henry White. Rechts: Die Unter­schriften der deutschen Bevollmächtigten Hermann Müller und Dr. B e l l.

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Alle Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront und deren Gliederungen werden hiermit zu der am Samstag, dem 30. Juni, abends 20 Uhr, in der Turnballe am Lswaldsgarien, stattnndenden Ver­sammlung eingeladen.

Es spricht: Pg. Dr.Nütz, Berlin, über:

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Bei der Wichtigkeit des behandelten Themas ist das Erscheinen aller Mitglieder Pflicht I

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