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freiung fallen, eine Ermäßigung der Abgabe erfolgt.

Die Senkung der Abgabe zur Arbeitslosenhilfe führt zwangsläufig zu einer Erhöhung der Kaufkraft der Arbeitnehmerschaft und damit zu einer Belebung des Verbrauchs um 300 Millio­nen Reichsmark.

Diese 300 Millionen Reichsmark Senkung sind durch Verwirklichung des bevölkerungspolitischen und so­zialen Gedankens so verteilt, daß die Verwendung der Summe zu Zwecken des Verbrauchs gewähr­leistet erscheint.

Amt für Volksgesundheit bei der obersten Le.tung der PO.

Berlin, 28. Juni (DRV.) DerVölkische Be­obachter" meldet: In Durchführung der Verfügung des Stellvertreters des Führers vom 15. Mai d. I., wonach für die gesundheitlichen Belange sämtlicher

Parteigenossen mit Ausnahme der SA. und SS. allein verantwortlich der Amtsleiter des RS.-Aerztebundes, Dr. med. Wagner, ist, wurde durch Anordnung des Stabsleiters der obersten Leitung der PO., Dr. Ley, bei der obersten Leitung der PO. ein Amt für Volks­gesundheit errichtet. Der Amtsleiter dieses Amtes, Pg. Dr. Wagner, ist gleichzeitig Leiter des RS.-Aerztebundes als betreuter Organisation und ter zuständigen Abteilung Volksgesundheit in

Das Amt für Volksgesundheit ist die für sämtliche Parteigliederungen, einschließlich der betreuten Organisationen mit Ausnahme der SS. und SA. in volksgesundheitlichen Belangen allein zuständige Stelle. Der Sachverständigenbeirat für Volksgesundheit bleibt lediglich bei der Reichsleitung bestehen als beratende Stelle für Pg. Dr. Wagner, den Vertrauensmann des Stellvertreters des Führers und Amtsleiters des neuen Amtes für Volksgesundheit.

Eindruck herrscht vor, daß es dem französischen Außenminister nicht gelungen ist, die An­erkennung Rußlands durch Südsla- w i e n durchzusetzen. Man nimmt an, daß in den Besprechungen die österreichische Frage einen großen Raum eingenommen und daß Bar- thou in dieser Hinsicht zumindest eine Annäherung zwischen dem französischen und dem südslawischen Standpunkt herbeizuführen vermocht habe.

Barthou fährt nach London.

London, 27. Juni (DNB.) Im Unterhaus teilte Simon auf eine Anfrage mit, der französische Außenminister B a r t y o u werde England vom 8. bis 10. Juli besuchen. Dieser Be­such werdeeine Gelegenheit bieten, mit ihm Fragen gegenseitigen Interesses zwischen Frankreich und Großbritannien zu erörtern". Den ^vorläufigen Vor­kehrungen" zufolge seien keine Besuche britischer Minister im Auslande geplant.

Oie innerpolitische Hochspannung in Frankreich.

Paris, 28. Juni. (DRB.-Funkspruch.) Die na­tionalrepublikanische Liga, deren Vor­sitzender der frühere Minister Paul R e y n a u d ist, hielt am Mittwoch im Pariser Wagram-Saal eine

von 3000 Personen besuchte Versammlung ab. Die Ansprache Reynauds beschäftigte sich mit der innerpolitischen Lage und beweist, daß man selbst in Kreisen, die dem Kabinett Doumer- gue ihre Unterstützung nicht versagen wollen, die innenpolitische Lage als sehr gespannt an­sieht. Der frühere Minister führte nach einem Hin­weis auf die blutigen Februarunruhen u. a. aus, daß nur Neuwahlen die Zweideutigkeit hätten beseitigen können.

Reynaud gibt dann indirekt zu, daß die bisheri­gen Bemühungen des Kabinetts Doumergue nicht die erwarteten Ergebnisse gezeitigt hät­ten, ohne die Schlußfolgerungen eines radikalsozia­listischen Blattes, derRepublique" zu ziehen, das erklärt, von Tag zu Tag werde die Kluft zwi­schen der Regierung und dem Volke größer. Dieses Organ ist der Ansicht, daß der Kontakt zwischen der Regierung und dem Volk tat­sächlich bereits unterbrochen sei und befürchtet, daß auch Rundfunkansprachen des Ministerpräsidenten bald nicht mehr genügen würden, um diejenigen zu beruhigen, die durch die Krise die durch den fehlenden Aktionswillen der Regierung verschärft würde gezwungen seien, um Arbeit zu bet­teln. Eines schönen Tages werde man vielleicht den Ansturm dieser Enterbten erleben.

Line einige evangelische Reichs- und Volksküche.

Rede des Reichsbischofs in Halle.

Halle, 27. Juni. (DNB.) Reichsbischof Mül­ler stattete Halle am Dienstag seinen ersten offi­ziellen Besuch ab. In der Ulrichskirche fand aus die­sem Anlaß ein Festgottesdienst statt, bei dem der Reichsbischof die Predigt hielt. Nachdem am Nach­mittag ein Empfang durch den Oberbürgermeister im Bürgersaal im alten Rathaus stattgefunden hatte, sprach der R e i ch s b i s ch o f am Abend in einer Kundgebung der Deutschen Christen Über die Stellung der Deutschen Christen zum Bekenntnis. Bei der Darlegung der großen Linien, die die Glaubensbewegung Deutsche Chri­sten leiten, rückte er die Schaffung einer einigen evangelischen Reichs - und Volkskirche in den Vordergrund. Er schilderte seinen eigenen Weg zu Adolf Hitler, dem er in Treue bis zum Tode verbunden sei und seine Entwickelung zur nationalsozialistischen Bewegung, die so protestantisch, so christlich, so wahr sei, daß

die Kirche auf Gedeih und Verderb verbunden sei mit diesem nationalsozialistischen Staat.

Jrn gegenwärtigen Kampf der Welt gegen Deutsch­land offenbare sich der jüdische Christenhassergeist, der das Wesen der hinter uns liegenden Zeit aus­machte, der aber leider in den vergangenen Jah­ren von allzu wenigen evangelischen Pfarrern als die der christlichen Welt drohende Gefahr erkannt worden sei. Des Reichsbischofs, als des Hüters des reformatorischen Erbes, Pflicht fei es, darauf hin­zuweisen, daß das, was in der Welt vor sich gehe, ein Stück sei von der Feindschaft, die gegen Chri­stus mobil gemacht werde. Das Wort vom gefähr­deten Bekenntnis sei objektive Lüge. Es solle lie­ber erkannt werden, daß

die evangelische Kirche in Gefahr komme, wenn Leute am Werke sind, das Werk Adolf Hitlers zu unterminieren.

Eingehend setzte sich der Reichsbischof mit den gegen seine Person gerichteten Angriffen auseinander. Wenn es sich herausstelle, fuhr der Reichsbischof fort, daß von jenen ausländischen Hetz- lügen Fäden nach Deutschland führen, dann habe das mit Kirchenpolitik nichts mehr zu tun, sondern es sei als Hochverrat entlarvt. Die Teile des Volkes, die solanae abseits von der Kirche standen, hätten für ein solches Pastorenge­zänk kein Verständnis.Wenn jemand die Mei­nung vertritt, wir wollten ein germanisches Heiden­tum, so ist das eine objektive Unwahrheit.

Die deutsche evangelische Kirche wird eine wirk­liche deutsch-christliche Kirche fein, oder sie wird überhaupt nicht sein. Deutscher Christ sein aber heißt, sich ganz zur deutschen Volksbewe­gung bekennen und über Christus nicht nur reden, sondern ihn als den Heiland erleben."

In der Frage der Gewissensfreiheit gebe es keine Trennung in Deutschland. Die Deut­schen Christen achteten mannhaftes Bekennen auch bei ihren Gegnern und versuchten nur sie frei zu machen für den Aufbaudienst. Es gebe keine Bekenntnisnot, und ein Pfarrer-Not­bund wäre nötiger gewesen in jener Zeit, als der Marxismus die Kirche zu überrennen drohte.

Zum Schluß der Kundgebung sprach der Reichs­leiter der Deutschen Christen Dr. Kinder-Berlin über den Aufbruch der Kirche.

Soldaten gegen Heimwehr in Graz.

Gchmährufe gegen die Heimtvehr und Starhemberg.

Einsatz von Offizierspatrouillen.

Wien, 27. Juni (DRV.) Aussehenerregende Szenen, wie sie sich bisher in Oesterreich noch nie abgespielt haben, ereigneten sich am Mittwochabend hi Graz. 400 dienstfreie Soldaten des Bun­desheeres in Uniform zogen von ihrer Kaserne geschlossen in das Innere der Stadt und brachten Schmähruse auf die heimwehr und Rufe gegen den Vizekanzler Star- Hemberg aus. Wo sie Heimwehrleute er­blickten, verprügelten sie diese. Die heim- wchrleute riefen Kameraden zu Hilfe und es kam zu großen Schlägereien. Zahlreiche Ver­letzte muhten ins Krankenhaus gebracht werden. Bald hatten sich im Stadtzentrum Tausende von Menschen angesammelt, die ebenfalls er­regt gegen die heimwehr Stellung nahmen und Hochrufe auf die Armee ausbrachten. Die Tumulte setzten sich auch in anderen Straßen fort. Die Polizei war anfänglich machtlos. Man muhte im Dienst befindliche Truppen des Bundesheeres herbeirufen, die gegen ihre Kameraden vorgingen und schliehlich sogar mit gefälltem Bajonett die Menge auseinandertrieben.

Die Ursache dieser Szenen waren Zwischenfälle, die sich tagszuvor ereignet hatten, h e i m w e h r - leute hatten in einem Lokal einen Angehörigen des Vundesheeres verprügelt. Kame­raden des Gezüchtigten beschlossen, Rache zu üben. Das Truppenkommando hatte von dem Plan ge­hört und den A u s g a n g für Mittwoch unter­sagt. Die Soldaten hatten sich jedoch nicht an das Verbot gehalten.

Wien, 28. Juni. (DNB.) Nach weiteren Mel­dungen aus Graz konnte am Spätabend des Mitt­woch die Ruhe erst nach Einsatz von Offi­zierspatrouillen wiederhergestellt werden. Von den verwundeten Heimwehrleuten sind drei schwer verletzt.

Neue Gprengstoffanschlage in Tirol.

Innsbruck, 28. Juni. (DNB. Funkspruch.) In Tirol wurden in der Nacht zum Donnerstag wiederum mehrere Spr e n g st o f i a n s ch l ä g e verübt. In Innsbruck wurde auf dem Dach des Druckereigebäudes der VerlagsanstaltTyrolia" ein ckkehrere Kilogramm schweres Paket gefunden, das sofort in einen angrenzenden Garten geworfen wurde. Es handelte sich tatsächlich um eine Bombe, die explodierte und ein 50 Zentimeter tiefes Loch in den Erdboden riß. Auch die Einrichtung des Gast­gartens und mehr als 100 Fensterscheiben des Ver­lagsgebäudes wurden vollständig zertrümmert. In dem Elektrizitätswerk in R u e h l a u wurden die drei Hochdruckrohre durch einen Sprengstoffanschlag zerstört, so daß das Wasserwerk vier bis fünf Wo­chen stilliegen muß. Ferner wurde die Soleleitung des Salzbergwerkes im Halltal gesprengt. In einem Wasserloch des Ruetz-Elektrizitätswerkes im S t u b a i t a l fand man mehrere Pakete mit Sprengstoff, ebenso in der Leopoldstraße in Inns­bruck unterhalb eines Wasserdurchlasses.

Varthous ZundnispoM alten Stils.

Kritische Stimmen in Frankreich.

Paris, 28. Ium. (DRV. Funkspruch.) Während die regierungsfreundlichen Blätter fortfahren, V a r - thou zu feiner Bündnispolitik zu beglück- w ü n f ch e n und ihn in feiner Haltung zu bestärken, find andere Blätter wegen ter Rückwirkungen der Politik Varthous bedenklich gestimmt. U.a. meint die radikaleConcorde", dah ter feste und feierliche Protest der ungarischen Regie­rung und die italienische Flotten kund­geb u n g vor Durazzo nicht unbeachtet bleiben könnten.

DieV i c t o i r e fragt: Fürchtet Bar thou nicht, dah die Sammlung fo vieler Alli­ierter nicht nur Deutschland, sondern auch Italien verdächtig und bedrohlich Vorkommen muh? Glaubt er nicht, dah dadurch Deutsch­land und Italien, das Varthou doch zu lieben vorgibt, unvermeidlich einander in die Arme ge­trieben werden und auherdem Frankreich auch von feinen englischen Freunden scheel angesehen werten könnte? Die Regierung Doumergue muh immerhin bedenken, dah es auch unter den französischen Rationalisten Elemente gibt, die zu dieser gefährlichen Allianzpolitik alten Stiles eine b e - herzle Politik der Versöhnung mit den Besiegten vermittels einer einsichtigen gerechten

Abänderung der Verträge von Versailles und Trianon vorziehen würden.

Aarthou auf der Rückreise.

Wien, 27. Juni. (DNB.) Außenminister B a r - thou traf am Mittwochnachmittag auf der Durch­reise nach Paris mit dem Arlbergexpreß auf dem Wiener Ostbahnhof ein. Nach halbstündigem Aufenthalt reifte er weiter.

NachdenklicheBetrachtungen inBelgrad

Belgrad, 27. Juni. (DNB.) Am Tage nach der Abreise Barthous beschäftigten sich die Blätter mit dem Widerhall, den der Besuch des fran­zösischen Außenministers in Bukarest und Belgrad in Ungarn gefunden hat.Prawda" nennt die Budapester Kundgebungen gegen Frankreich und die Kleine Entente eineburleske Komödie", die nur aus der leicht­sinnigen Außenpolitik Ungarns erklärlich fei. In ernsten politischen Kreisen aber hält die sachliche Be­urteilung des Barthouschen Besuches weiterhin an. Insbesondere wird auf die kühle Zurückhal­tung der angelsächsischen Mächte ver­wiesen. Bei der Festsitzung für Barthou im Parla­ment hätten sämtliche diplomatischen Vertreter dieser Großmächte gefehlt.

lieber die Ergebnisse der Besprechungen Bar­thous wurde keine Mitteilung ausgegeben. Der

Englands Ausrüstung in der Lust amtlich bestätigt

Eine aufschlußreiche Aussprache im Oberhaus.

London, 28. Juni. (DNB.) Jrn Oberhaus fand am Mittwoch eine Aussprache über die Frage der Reichsverteidigung statt. Der Konservative Lord E l i b a n k ersuchte die Regierung, die Schaf­fung einer Reichsluftstreitkraft zur ge­meinsamen Verteidigung des Britischen Reiches zu prüfen und eine baldige Reichsverteidigungskonfe- renz nach London einzuberufen.

Der Liberale Lord M o t t i st o n e unterstützte den Antrag Lord Elibanks. Er forderte, daß die Regierung sofort dem Lande die Gefahr vor Augen führe, der es durch Bombenwurf aus der Luft aus­gesetzt fei. Die Regierung müsse Maßnahmen er­greifen, um diese Gefahr zu vermindern. Mottistone erklärte, wenn der Staatssekretär für Flugwesen heute mitteilen könne, daß England feine Luftstreitkräfte verdoppele, so würden seine Worte mit einem Seufzer der Erleichte­rung nicht nur in Frankreich, sondern auch in Deutschland und anderen Ländern Europas, aus­genommen Rußland, ausgenommen werden.

Der Führer der Arbeiteropposition im Oberhaus, Lord Ponsonby, wandte sich scharf gegen den Gedanken einer Verdoppelung der briti­schen Luftstreitkräfte, dessen Verwirk­lichung, wie er behauptete, den Sturz der Re­gierung herbeiführen würde.

In seiner Antwort erklärte der Staats­sekretär für Flugwesen, Lord L o n d o n d e r r y , bis zu den letzten Monaten habe die Regierung allen Grund zur Annahme und Hoffnung gehabt, daß etwas aus ter A b - rüstungskonferenz hervorgehe, was eine wesentliche Erhöhung der Luftstreitkräfte un­nötig mache. Jetzt sei die Lage leider nur allzu klar geworten. Die Regierung könne nicht länger hoffen, dah durch eine internationale Konven­tion die Probleme gelüst würden, die ganz Europa beunruhigen. Die britische Regierung habe daher beschlossen, daß sie nicht länger mit den Schritten zurückha lten könne, die notwendig seien, um angemessene Vorsorge für die Luftverteidigung der englischen Küste zu treffen. Er deutete an, daß es ganz unmöglich fei, die endgültige Art ter Ausdeh­nung ober die Richtung anzugeben, in der sie sich hewegen werde.

Das Echo in der Londoner presse.

London, 28. Juni. (DNB.-Funkspruch.) Der Mitteilung des englischen Luftfahrtministers im Oberhaus, daß die Vorbereitungen für die An­gleichung der Stärke der englischen Luft­waffe in vollem Gange sind, wird von der gan­

zen Presse stärkste Bedeutung beigemessen. Sie wird als

endgültige Bestätigung ter englischen Auf­rüstung in ter Luft

angesehen. Gleichzeitig drücken die Blätter ihre Ent­täuschung darüber aus, daß Lord Londonderry noch keine endgültigen Zahlen über die Verstärkung der Luftstreitkräfte mitgeteilt habe.

Daily Telegraph" schreibt, das Unver­mögen des Luftfahrtministers, das Luftprogramm der englischen Regierung genau vorzulegen, wird allgemein Enttäuschung Hervorrufen. Man hatte er­wartet, daß der Minister klar mitteilen werde, welche sofortigen Erhöhungen der Luftstreitkräfte beschlossen und zu wel­chem Zeitpunkt das Programm in Angriff genommen werde.

Ohne Zweifel sind die Minister völlig einig über die zwei Hauptpunkte, nämlich 1. daß keine Hoffnung mehr vorhanden ist, die A b r ü st u n g s k o n f e r e u z zu einer Herabsetzung der ausländischen Luststreitkräfte aus den britischen Stand zu bringen und 2. daß England nur mit völliger Gleichheit feiner Luftstreitkräfte mit derjenigen irgendeiner inschlagender Rähe" Englands liegende Macht zufrieden sein könnte.

Times" bezeichnet die Erklärung des Luftfahrt- Ministers alsenttäuschend negativ", soweit die Luftverteidigung des gesamten Weltreiches betrof­fen sei. Das Blatt forderte eine engere st rat e- gische Zusammenarbeit zwischen den Staaten des britischen Weltreiches in der Frage der Luftverteidigung.

Wünschenswert sei u. a. ein im ganzen Weltreich verteiltes Reh von Flug- si a t i o n e n entsprechend den Kohlenstationen der Kriegsmarine. Ferner sei sehr wichtig, das englische Volk weitgehend zur fliegerichen Tüch­tigkeit zu erziehen und allgemeine Anweisungen für die Luftabwehrverteidigung zu erlassen.

Das Blatt wiederholt bann den Vorschlag eines L u f t- L o c a r n o" bzw. einer Luftkonvention, die eine Zusammenarbeit der Luftstreitkräfte geaen einen Angreiferstaat vorsehen würde. DasLuft- Locarno" würde dahin gehen, daß die Luft­flotte von vier Staaten gegen den frie- denbrechenden Staat eingesetzt würde. Hier­durch würde die Notwendigkeit einer konkurrieren­den Luftaufrüstung weitgehend modifiziert werden. Außerdem würde es den ersten Schritt zu einer Konvention gegen die Luftbombardierung darstellen.

Die liberaleNews Chronicle" nimmt die Erklä­rung des Luftfahrtministers als Beweis, daß die englische Regierung alle Hoffnungen auf eine Abrüstungsvereinbarung aufgegeben habe.

Aus aller Wett.

Glückwunsch des Reichspräsidenten für Professor Dr. Alfred von der Leyen.

Der Herr Reichspräsident hat dem Wirklichen Ge­heimen Rat Professor Dr. phil. h. c. Alfred von der Leyen, Berlin, zu seinem 90. Geburtstag in einem herzlichen Schreiben, in dem die Verdienste Professor von der Leyens um das deutsche Eisen­bahnwesen hervorgehoben werden, seinen Glück­wunsch ausgesprochen.

HitlersMein Kampf" in bulgarischer Uebersehung.

Der Führer der kürzlich zusammen mit den an­deren parteipolitischen Organisationen aufgelösten Nationalsozialistischen Bulgarischen Arbeiterpartei, Christo Kuntscheff, hat das Standartwerk des Na­tionalsozialismus, Adolf HitlersMein Kampf", in die bulgarische Sprache übertragen. Die Ueber- setzung wird in Kürze in zwei Bänden erscheinen.

karoline Bjornson f.

Frau Karoline Björnson, die Gattin des 1910 verstorbenen Dichters Björnstjerne Björnson, ist am Mittwochnachmittag im Alter von 99 Jahren auf dem Landsitz der Familie Aulestadt bei Lillehammer (Norwegen) gestorben.

DasHaus ter teulschen Kunst" erhält bas Geläute für ben Reubau.

Durch Entschließung des bayerischen Minister­präsidenten in seiner Eigenschaft als Finanzminister wurde das für den Neubau desHauses der deut­schen Kunst" in Betracht kommende Gelände des Englischen Gartens in München im Ausmaß von 33 000 Quadratmeter durch notariellen Vertrag aus dem Besitz des bayerischen Staates in den der An­staltHaus der deutschen Kunst" (Neuer Glas­palast) überführt.

Schuh ben Finblingsblöcken.

lieber die Erhaltung der Findlingsblöcke hat der preußische Kultusminister einen Erlaß herausge- aeben, in dem es u. a. heißt: Wo keine Notwendig­keit vorliegt, einen Findling feiner Erhaltung we­gen wegzufchaffen, sollte man ihn als echtes Natur­denkmal dort ruhen lassen, wo ihn die Natur hin- gelegt hat. Nur wenn ein Findlingsblock aus zwin­

genden Gründen nicht an feiner natürlichen Lager­stätte verbleiben kann, ist zu billigen, daß er an eine andere Stelle gebracht und etwa als Denkmal ver­wendet wird. In dem Erlaß wird zum Schluß darauf hingewiesen, daß bei der Verwendung von Findlingen zu Denkmalszwecken die vielfach beliebte Verbindung eines Findlingsblockes mit architektoni­schen Formen ästhetisch nicht durchweg einwandfrei ist. Der Erlaß empfiehlt daher Findlingsblöcke als Denkmal möglichst unbearbeitet zu lassen.

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