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Mittwoch, 28. März M4

184. Zahrgang

Nr. 74 Erster Matt

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

richten Anzeiger Gießen "

Sronuv°ti?n,dmob:il686 vruck und Verlag: vrüyl'ichc Unwerftiätz-Vuch- und Steindruckerei «.Lange in Sietzen. Schristle lung UN» S-schäslrftelle: §»ulstrahe r

klüger in das, was lichkeiten, logischen führen

von der Presse, um auf seiner Yacht eine zehntägige Urlaubssahrt an der Küste von Florida und im Karibischen Meer anzutreten. Kurz vor seiner Ab­reise sandte der Präsident dem Kongreß eine Bot­schaft, worin er gegen das von beiden Häusern unter starkem Druck der Knegsveteranen schließlich angenommene Kriegsveteranengesetz Ein­spruch erhebt. Der Präsident bezeichnet das Gesetz, worin den Beteranen Bezüge von insge­

samt 2,4 Milliarden Dollar zugebil­ligt werden, als viel z u weitgehend. Es ist das erstemal, daß ein amerikanischer Präsident dem Parlament inmitten einer wichtigen Tagung durch den Anttitt einer Urlaubsreife feine Nicht­achtung zeigt. Dies sowie die Zustimmung der Oefsentlichkeit zu der Schlichtung des Streits zwi­schen den Autofabriken und den Arbeitern zeigt die starke Führerrolle, die sich Roosevelt erringen konnte.

Die Krisis in der Schweiz.

Innere Umbildung des Bundesrats.

Bern, 27. März. (DNB.) Die Katholisch- Konservativen haben den Ständerat Etter aus Zug mit großer Mehrheit als Kandidaten für die Nachfolge des zurückgetretenen Bundesrates M u f y bestimmt. Man nimmt an, daß sich sowohl die Radikalen, als auch die Bauernpartei dieser Wahl a n s ch l i e ß e n werden. Die Genfer Suisse" gibt der Hoffnung Ausdruck, daß durch eine Unterstützung der Kandidatur seitens der Ra­dikalen die seit vielen Jahrzehnten bestehende Koa­lition zwischen Radikalen und Katholisch-Konser- Datioen wieder hergestellt fein wird.

fühle geäußert, die zu der Annahme berechtigten, daß der junge Herrscher, ebenso wie sein Vater, ein qr a-feer Freund Frankreichs sei Der wesentliche Teil der Brüsseler Verlautbarung über seine Besprechungen mit dem belgischen Außen­minister sei der Teil, der sich mit der Gefahr einer Wiederaufrüstung Deutsch lands befasse. Die französische Regierung habe sich nie einem Abkommen widersetzt, Bedingung aber sei, daß es feste Bürgschaften enthalte. Aus die­ser Grundlage sei auch die Verständigung mit Bel­gien erzielt worden.

zu stellen, als jetzt auch in Rumänien der große Rückschlag der Verzweiflung nach der Auflösung der , Garde" eingetreten ist Aber auf diese Ebbe wird dereinst die" hohe Flut wieder schwellend folgen, denn die ungestüme Presserin, die Not, die den Besten immer aufsucht und ans Ruder stellt, die setzte auch diesen Eodreanu in sein Amt und schrieb ihm die Bestallung!

Roosevelt tritt seinen Oster- urlanb an.

lichere Niederlage erleiden soll, als damals, da die Sturmscharen Falkenhayns Rumänien überfluteten.

Hinter diesen beiden Hauptfiguren des Prozesses drängen sich im dämmrigen Verhandlungssaale die restlichen Angeklagten als Statisten. Meist junge Studenten, darunter aber auch gereifte Gelehrten­köpfe, Bauern, Bürger und Beamte, untermischt mit Geistlichen, jungen Mädchen und jungen Offi­zieren, die in ihrer Gesamtheit eben das junge Rumänien schlechthin verkörpern und in deren Augen jenermystisch-religiöse Fanatismus" glüht, den die Anklageschrift derEisernen Garde" als solchen schlechthin vorwirft.

Der Name D u k a wird in

Die iranzösische Preise fordert enge militärische Ansammenarbei! Frankreichs und Belgiens.

land angedeutet feien. Belgien trete nach dieser Richtung hin dem französischen Standpunkt vor­behaltlos bei.

Barthou sehr zufrieden nach Paris zurückgekehrt.

Pans, 28. März. (DNB. Funkspruch.) Außen­minister Barthou ist um Mitternach aus Brüssel wieder in Paris e i n g e t r o f f e n. Er äußerte sich sehr befriedigt über feine Brüsseler Be­sprechungen. Der König habe für Frankreich Ge-

Auf bruch der Jugend in Rumänien.

Don unserem H.T -Senchierstafter.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

Bukarest, Ende März 1934.

Wer Gelegenheit gehabt hat, den ersten großen politischen Prozeß, der sich im Jahre 1924 vor den Schranken eines Münchner Gerichts im Anschluß an die blutigen Ereignisse vor der Feldherrnhalle abgerollt hat, mitzuerleben, der kann sich als Zu­hörer im Attentatsprozeß Duka, der zur Zeit in Bukarest verhandelt wird, des zwingenden Eindrucks nicht erwehren, als seien die historischen Tage von München wiedergekehrt. Vergleiche zwi­schen dem Münchner Prozeß und den Bukarester Verhandlungen zu ziehen, ist natürlich ein heikles Unterfangen, aber die Parallelen sind so verblüffend, daß niemand, der sich wirklich ernsthaft mit dem großen Problem befassen will, die das Gesicht des 20 Jahrhunderts formen und gestalten, um diesen Vergleich herumkommt.Denn erst, wenn man beide Prozesse miteinander vergleicht, wird man die Dinge verstehen, um die es heute in Bukarest geht, und läuft nicht Gefahr, falsche politische Rückschlüsse zu ziehen, die sich sonst unweigerlich bitter rächen müssen.

Blut floß auf dem Bahnhof Sinaia, als der Mi­nisterpräsident Duka im Feuer der Revolverschüsse des Studenten Konstantinesku zusammenbrach. Aber im Mittelpunkt dieses Duka-Prozesses steht heute schon nicht mehr der tote Ministerpräsident ... nein! Vor die Schranken des Tribunals sind die Vertreter jener zwei Weltanschauungen getreten, deren unter­irdischer, zunächst kaum beachteter Kampf zum ersten Male der Münchener Prozeß in das Licht gerückt hat und der jetzt auch in Bukarest zum ersten Male in offener Arena ausgefochten werden soll

Vorbehaltlos demfranzösischen Standpunkt beigetreten. Das Schreckgespenst einer deutschen

Aufrüstung" mutz herhatten.

Brüssel, 27. März. (DNB.) Der französische Außenminister Barthou traf am Dienstagnach­mittag zu dem angekündigten Besuch in Brüssel ein. Außenminister Hymans gab dem Gast ein Essen, an dem auch der Ministerpräsident Graf de Brocqueville teilnahm. Am Nachmittag hatten die beiden Außenminister in Anwesenheit des französischen Botschafters und des General­sekretärs des Außenministeriums Langenhove eine Besprechung über die schwebenden außenpolitischen Fragen lieber die Besprechung wurde folgende Verlautbarung ausgegeben:

Louis Barthou und Paul Hymans hatten heute nachmittag im Außenministerium eine lange Besprechung, die infolge ihrer engen Be­ziehungen einen besonders freund­schaftlichen Charakter hatte. Beide haben die europäische Lage geprüft. Sie haben ihre Uebereinftimmung festgestettt bezüglich der Gefahr einer wieder- aufrüffung Deutschlands. Sie haken sich gleichfalls besorgt gezeigt hinsichtlich der Folgen, die ein R ü st u n g s w e t t l a u s nach sich ziehen würde. Um diese Gefahren zu be­schwören, haben sie den Abschluß einer internationalen Konvention, die ernffe Garantien für ihre Ausführung enthalten müsse, als wünschenswert bezeichnet. Die Besprechung bezog sich sodann auf die ver­schiedenen Fragen, die die Beziehungen der beiden Länder angehen. Die Unterhaltung hat in wesentlichen Punkten eine Uebereinftimmung der Meinungen der beiden Regierungen er­geben.

würden.

Englands öffentliche Meinung wird ungeduldig.

London, 28. März (DNB. Funkspruch) In einem von Lord Howard os Penrith, Sir Edward Righ und Wickham Steed unterzeichneten Brief an dieTimes" wird gesagt, daß die britische Regierung unverzüglich eine Konferenz ein« berufen sollte, die die Aufgabe haben würde, über die Frage der Sicherheit und der Stel­lung des britischen Reiches zum Völ­kerbund Beschlüsse zu fassen. Wenn sich nicht die Regierung Großbritanniens und der Dominien auf eine Politik der Verteidigung und der Sicherheit einigten, dann würden die kriegerischen Vor­bereitungen in der ganzen Welt unauf­haltsam weitergehen.

Eine Entschließung des Vollzugsausschusses der englischen Völkerbundsvereinigunq bedauert, daß die französische Regierung in ihrer Note nichts sagt, i n we 1 chein Maß sie abrüsten würde, falls sie die verlangten Sicherheitsbürgschaften erhielte. Da aber die FranzosenGleichheit in einem Regime der Sicherheit" grundsätzlich annähmen, hätte man das Recht zu erwarten, daß sie bei Uebernahme der Bürgschaften einen weiteren Schritt in Richtung auf die Abrüstung tun würden. Die Entschließung verlangt u. a., daß sich die Regie- rung für fchrittweifen Abbau aller An­griffsrüstungen zu Lande einsetzen solle, die gegen­wärtig Deutschland verboten seien.

Das eigentliche Attentat und die jungen Studen­ten, die es ausführten, bilden nur die Staffage für den großen Zweikampf, den Zelea Eodreanu, der Führer derEisernen Garde" zusammen- gefaßten nationalistischen rumänischen Jugend, mit jenen fünf Generälen durchkämpft, die als die sicht­baren Repräsentanten des herrschenden Systems den alternden Staat gegen den Aufbruch der Jugend zu verteidigen haben. Codreanus große Rede, die er an dem historischen zweiten Prozeßtage hielt, deckt sich inhaltlich vollkommen mit dem, was Adolf Hitler seinerzeit im Münchener Prozeß ausgeführt hat, als er die Sorgen, Nöte, Wünsche und Ziele einer um ihr Bestes betrogenen Jugend klarlegte. Auch der 36jährige Eodreanu ist ein Redner von mitreißendem Schwung, der nicht nur das ganze Auditorium, sondern auch die Richter und die An- seinen Bann zu ziehen versteht. Denn all Eodreanu sagt, sind solche Selbstverstand- daß es eben unmöglich ist, irgendwelche Gegenargumente dagegen ins Feuer zu

Teil

Charakteristisch für Eodreanu ist weiterhin sein Haß gegen diewestliche Demokratie französischer Herkunft" und die Erbitterung, mit der er gegen dens r n z ° s i! ch - n 'Banti -/'kämpft, der Rumänien zu einer Kolonie Frankreichs herabzu würdigen versucht Bezeichnend sind auch lerne wie­derholten Erklärungen, daß die Garde zwar auf die Vernichtung Der derzeitigen runiamschen Sy­stemregierung hinarbeite daß sic btefes_3iel aber nur auf legalem Wege erstrebe. Sein letztes Q-ie[ iff der .Legionärstaat", als Synthese zwischen altrömischer Dienstauffassung und modernem natio­nalistischem Denken Arbeit, Brot und Raum will Eodreanu Der rumänischen Jugenb schaffen, drei Dinge Die ihr ein Geschlecht, das Dasfront"leb= nis nicht oerftanDen hat" nicht geben konnte unD nM%r°anu steht ..der Genera," D.estr Ge- neral C a n ta c u z i n o, dessen Familie schon ein­mal Dem alten Byzanz einen »«uern-

bat sich mit seinen 65 Jahren Dem jungen Bauern­sohn Cobreanu unterstellt^ Cantacuzinv em im Krieg unD FrieDen hochverbienter ^steral war Der erste Legionär, Der zu CoDreanu stieß, em Gene ral, Der Den GrünDen Der rumänischen M-wber age bis in ihre tiefsten unD unsichtbarsten ®^a|telun- gen nachgegangen ist unD Der daDurch zu Der Ueb - zeugung kam, Dafe Die Veranwortlichen von heute nichts gelernt unD alles vergessen haben. Er ist em Mann, Der erkannt hat, Dafe neue Wege eingeschla- gen werDen müssen, um Die Armee aus Den partei­politischen Verstrickungen zu losen, wenn sie nicht im entscheiDenDen Augenblick eine noch surcyter-

Paris 28. März. (DNB. Funkspruch )Fran-slanDunDJtaliei» wünsche, gleichgültig, welche fisch - belgische Einigkeit in Der Ab- Opfer Die französische Regierung Dabei ihrer eige= lehnung Der Deutschen Aufrüstung, Die Den Frieden nen Auffassung bringen müsse Die Schwache Der gefährDet", Das ist Das Leitwort, in Dem Die belgischen Auffassuno liege Dann, Dafe Die Aktion Des französischen Blätter fast einstimmig Die kurze Reise französisch-englisch-italienischen Blockes gelahmt unD Des französischen Außenministers Barthou nach Die Entente unwirksam werDe, wenn Die Drei Staa­ten DeutschlanD viele ZugestänDnisse machen

Belgien wieder fest an die Kandare genommen

Erfolgreicher Besuch Barihous in Brüstel.

Eng'anD erreichen

Echo De Paris" spricht von Brüssel als e r ft e r Station Der Rundreise Die Der Minister unternehmen wolle, um Die BünD - nisse unD F r e u n D s ch a f t e n wieDer zu b e s e st i g e n , Die sich unter BrianD unD Paul- Boncour gelockert hätten. Hätte Die Durchfüh­rung s g a r a n t i e, Die Frankreich verlange, Aussicht auf Annahme? EnglanD wolle Doch höch­stens eine wirtschaftliche BlockaDe in Rechnung stel­len. In Wirklichkeit sei aber militärische Hilfeleistung unerläßlich unD wenn nicht Frankreich, so roürDen anDere Staaten Das aus­sprechen Hoffentlich haben Barthou unD Hymans Die NotwenDigkeit erkannt, De n französischen unD Den belg i s ch e n ©eneralftab z u einer eifrigen Zusammenarbeit zu be­stimmen, als Das in Den letzten Jahren Der Fall war.

DerFigaro" will Durch Die Reise Barthous alle Befürchtungen Der ReDe De Broguevilles zerstreut sehen unD glaubt auch feststellen zu können, Daß Die englische Öffentlichkeit Den allge­meinen Charakter Der französischen Sicherheitsfor- Derung zu begreifen beginne.OrDre" stellt in Den VorDergrunD, Dafe Die belgische Regie­rung vor allem eine m ö g 1 i ch st enge Zusam­menarbeit zwischen Frankreich, Eng-

kaum noch erwähnt, Das Attentat

bereits eine untergeorDnete Rolle, DaDurch aber wächst Der Prozeß weit über seinen ursprünglichen Rahmen hinaus, er wirb Damit zumProzeß Der rumänischen Iugen D", zur Tragödie einer Generation! Codreanu hat bereits über­zeugend nachgewiesen, daß die Leitung derGarde" von diesem Attentat völlig überrascht worden sei. Das Duka-Attentat war die Tat eines einzelnen, und es hätte nach Codreanus Ansicht nur Dann einenSinn" oDer einenZweck" gehabt, wenn es als Signal ober als Fanal gebacht gewesen wäre, als Zeichen zur sofortigen Machtübernahme! Aber irgendwelche Vorbereitunaen hatte bie Garbe bazu nicht getroffen.

Wie Adolf Hitler einst in München, |o benutzt auch Cobreanu Die Anklagebank als ReDnertribiine unD entwickelt Dort mit hinreißenDem Schwung feine großen GeDankenMeine Herren Richter", so x\>\ er in Den Saal,wir arbeiten nicht für Die Gegen­wart, Denn unsere Zeit ist noch nicht gekommen, wir arbeiten nur für Die Zukunft! Um Vergangen­heit unD Gegenwart ist Die rumänische JugenD be­reits betrogen warben, aber wir lassen es uns nicht gefallen, Daß Der französische Bankier unserer JugenD auch noch Das letzte raubt, was sie besitzt: Den Glauben an eine bessere Zukunft! Für Diese Zukunft arbeiten wir, an sie glauben wir!"

Den tieferen Sinn Dieser Worte gilt es zu er­kennen unD festzuhalten CoDreanu gibt Damit offen zu, Daß sein Weg zum Ziel noch lang und schwer ist weil Die nationale Bewegung in Rumänien eben erst Dort steht, wo Der Nationalsozialismus >n DeutschlanD anno 1924 stanD Als autzenpolitischer Faktor ist sie zur Zeit um so weniger in Rechnung

Etwas weiteres kommt hinzu: nicht ohne Absicht trägt CoDreanu stänDig Das schöne bunte National- kleid Der rumänischen Bauern, aus Denen er her­vorgegangen ist? Das ganze Denken unD Fuhlen Dieser' Bauern Dreht sich in Rumänien nur um Den B o D e n, Den Der Bauer mit jeDer Faser feines Herzens liebt, Den er im Schweiße seines Angesichts bearbeitet unD Der ihm heute .. nicht mehr gehört! Man muß Die VerbunDenheit Der rumänischen Bauern mit Der Scholle kennen, um die tiefe Symbolik zu verstehen, die in dem «Säck­chen mit Erde gefüllt" liegt, das jederLegionär Codreanus nach feiner endgültigen Aufnahme 'N dieEiserne Garde" überreicht bekam. Es soll ihn immer und jederzeit an bie Scholle erinnern, für Deren Befreiung aus Den Hänben berüber­staatlichen Mächte" jeher Garbist jeberzeit sein Leben einzusetzen hat. Damit ibentifiziert sich also bie Garbe" mit bem heißen Wunsch aller rumäni­schen Bauern, Die 80 v. H. Der Gesamtbevölkerung ausmachen unD DieDas Volk schlechthin" Dar­stellen Aber noch schläft Dieses Volk zum großen

Hymans hat nach einer Mitteilung DesJn- transigeant" Dem französischen Außenminister er­klärt, man habe Die ReDe Des MinisterpräsiDenten De Brocqueville falsch a u s g e I e g t. An Den französch-belgischen Beziehungen habe sich nichts g e ä n D e r t. Die ReDe De Brvcquevilles bringe nur Die Befürchtungen Belgiens angesichts Der Deutschen Aufrüstung (??) zum AusDruck. Die ein­zige Möglichkeit, Die in Der angeblichen Deutschen Aufrüstung liegende Gefahr zu beschwören, sei ein Abrüstungsabkommen ober eine Entente zwi - ch e n Frankreich, Italien unD En g - ianD. Belgien halte eine solche Entente für Den besten Schutz unD werDe alles tun, sie zu förDern. Auf jeDen Fall müsse man, wenn man bas Schlimmste verhüten wolle, bie beutschen Rüstungen burch Kontrolle e i n s ch r ä n k e n unb be­stimmte Sicherheitsgarantien erhalten, wie sie in ber französischen Antwortnote an Eng-

Des französischen Außenministers Barthou nach Brüssel besprechen. Daran schließen sich Dann Die bekannten Freundschaftsbeteuerungen an. So er­klärt DerMati n" . es sei Frankreich wie Belgien unmöglich, ein allgemeines Abrüstungsabkommen anzunehmen, das nicht alle Sicherheits- garantien Den LänDern gebe, Die. unter Dem Krieg am meisten gelitten hätten. Barthou wolle jetzt eine richtigere Beurteilung Der Tatsachen in

Den BerbanDlunaen l Washington, 27. März. (DNB.) In froher tot als solches schelt | Stimmung verabschieDete sich PrasiDent Roosevelt . .. . . 'r Xnr STlroflö nm mif (pimpt sftnrhi ptnp rphntäaiap

....... ii '

Gleichzeitig mit Der Wahl Des neuen BunDes- ratsmitglieDes soll eine innere UmbilDung Des Bundesrates stattfinden. Man nimmt an, daß Etter die Abteilung für innere Ange­legenheiten übernehmen wird und daß die wichtige Leitung der Finanzen dem Präsidenten des Bundesrates P i 1 e t - C v 1 a z übertragen wird. Der bisherige Leiter der inneren Abteilung Meyer, würde Dann Eisenbahn- unD P v st überneh­men. DasBerner Tageblatt" ist Der Mei­nung, Daß Die Staatskrise noch immer anDauert. Es bezeichnet insbesvnDere Die Demission Des Bun- Desrates S ch u 11 h e ß als ein Gebot Der StunDe.

Das 4-MiUiarden-Loch im französischen Staatssäckel.

Schärfste Sparmaßnahmen und Steuer­erhöhungen.

Paris, 27. März. (DNB.) Das allgemeine Sparprogramm, an Dessen Ausarbeitung Der Fi­nanzminister augenblicklich arbeitet, um Den Fehl­betrag von vier MilliarDen Franks im französischen Haushalt für 1934 zu Decken, hat in Den letzten Tagen greifbare Formen angenommen. Die Son -- Derbe ft euerung Der Gehälter unb Pensionen soll an Stelle eines von ber frühe­ren Kammer verabfchieberen Gesetzes, wonach Ein­kommen unter 12 000 Franks unberührt bleiben sollen, jetzt nur bie Einkommen unter 9 0 0 0 ober womöglich sogar unter 7000 Franks unberührt lassen. Man hofft, ba- burch etwa 166 000 Beamte unb Pensionsempfänger zu erfassen, bereu Einkommen zwischen 9 unb 12 000 Franks liegen. Die So nb erbe st eue­rung größerer Einkommen soll wesentlich erhöht werben. Außerbem ist beabsichtigt, bie staatliche Unterstützung ber S o z i a l v e r s i ch e - r u n g e n in Höhe von einer halben Milliarbe Franks e i n z u st e l l e n. Die bisher gewährten Steuererleichterungen sollen in Fort­fall kommen. Man ist sich jeboch im klaren Dar­über, Daß alle Diese Maßnahmen nicht genügen werDen, Das Vier-MilliarDen-Loch zu stopfen, unb man wirb beshalb nicht baran vorbeikommen, auch von ben Kriegsteilnehmern unb wieber verheirateten Kriegerwitwen Opfer zu for* bern.