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Vereinswalter die Herren Georg Hölzer und Otto Weber ernannt. Zum Schluß wurden die Sänger noch zu fleißigem Singstundenbesuch er­mahnt. Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Volkskanzler Adolf Hitler und auf die Reichs­regierung, sowie mit dem Gesang des Horst-Wessel- Liedes wurde die Versammlung aeschlossen. Die Holzhauerarbeiten in oer Oberförsterei Rieder-Ohmen, bei der die Erwerbslosen 14 Wochen lang Arbeit hatten, sind beendet. Gegenwärtig ist man damit beschäftigt, die Leitungsdrähte für das hiesige Ortsnetz zu ziehen. Die Strom­versorgung soll zum 1. April ausgenommen werden.

* Atzenhain, 27. Febr. Der 38jährige Schrei­

ner und Landwirt Johannes Hoffmann erlitt bei seiner Arbeit einen Unfall. Er geriet mit der linken Hand in die Kreissäge und trug ein schwere Verletzung davon. Er mußte sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen übergeführt werden.

* Ehringshausen, 28. Febr. Der 37jährige Landwirt Theodor Well, der gestern damit be­schäftigt war, für sein Vieh Futter zu holen, stürzte dabei vom Scheunenboden ab und fiel so unglücklich, daß er schwere innere Ver­letzungen erlitt. Der bedauernswerte Mann mußte sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden.

Krofdorf Kreismeister im Kleinkaliberschießen.

Bei dem kürzlich abgehaltenen Winterschießen des Kleinkaliber-Verbandes Kreis Biedenkopf-Süd errang die erste Mannschaft Krofdorf die Kreis­meisterschaft mit 372 Ringen. Die siegreiche Mann­schaft setzte sich wie folgt zusammen: W. Fries sen., W. Fries jun., W. Wagner II., Willi Schmidt und Walter Möller. Einzelmeister wurde W. Fries sen., Krofdorf, mit 91 Ringen, zweiter Otto Christ, Bieber, 85 Ringe und drit­ter Karl Haus, Bieber, mit 84 Ringen.

$. Nehme! deutscher Hochschul- Skimeister.

Nach dem Lang- und Abfahrtslauf wurde in Partenkirchen der Sprunglauf zur Kombination im Rahmen der Deutschen und Münchener Hoch­schul-Meisterschaften durchgeführt. Bei recht guten Schneeverhältnissen traten 40 Springer zum Wett­kampf an. Den weitesten Sprung des Tages er­zielte der Japaner Y o t s u i a mit 47 Meter, der damit hen Sonderpreis gewann. Sieger im Sprunglauf wurde Brantenberg-München mit Note 220,8 und Sprüngen von 47 und 46 Meter vor D e h m e l - München mit 212,6 (46, 42 Meter), der im Gesamtergebnis Deutscher und Münchener Hochschulmeister 1934 mit der Bestnote von 635 wurde, während in der Kombination Stober-Frei­burg mit 606,4 Punkten den ersten Platz belegte.

Schwimmer-Olympiaprobe in Frankfurt.

Auch das zweite Olympia-Prüfungsschwimmen des Gaues Südwest, das am 11. März in Frank­furt a. M. durchgeführt wird, hat wieder ein aus­gezeichnetes Meldeergebnis erhalten. Obwohl die Teilnahme diesmal nur auf die Klasse I beschränkt ist, liegen 100 Einzel- und 250 Staffelmeldungen vor. Erfreulich ist, daß auch die Turnerschwim­mer diesmal sehr stark vertreten sind.

Kurze Sportnotizen.

Bei der Fernfahrt MailandSan Remo am 25. März gehen einige deutsche Stra­ßenfahrer an den Start. Neben Geyer und Alten­burger haben jetzt auch die Berufsfahrer-Neulinge Münzer, Haendel, Schuffenhauer und K. Steger ihre Meldung abgegeben.

Ein Fußballkampf S ü d d e u t s ch l a n d gegen Südo st frankreich geht am 22. April in Stuttgart in Szene.

Der Zugspitzflug, der am 18. Februar ge­legentlich des Eibseerennens nicht abgewickelt wer­den konnte, soll am 10. bzw. 11. März nachgeholt werden.

Roman Najuch, Deutschlands vielfacher Mei­ster der Berufs-Tennisspieler, wurde vom Hollän- oischen Tennisverband als Derbandstrainer ver­pflichtet.

Olympiade und Krafifpori.

Die nachfolgenden Ausführungen sind einem Rundfunkvortrag des stellvertreten­den Führers des Deutschen Schwerathletik- Sportoerbandes und des Führers des Deutschen Jiu-Jitsu-Verbandes Werner G l a s e n a p p auszugsweise entnommen.

Eigentlich sollten die Ausführungen den Titel tragen:Der Sport der Deutschen". Es ist auch dieses Mal so, wie es immer im deutschen Sport der Fall war, wenn die große Kraftprobe des deut­schen Sportes kommt, dann entdeckt man auch die Stillen und Bescheidenen. Bei dem großen Nach­rechnen der zählbaren Erfolge wird dann mit einigem Verwundern festgestellt, daß Deutschlands Stütze bei der Olympiade stets der deutsche Kraft- spor't ist.

3n Los-Angeles gewannen die Deutschen 39 Ziegespunkte, hiervon allein durch den Kraftsport 15. Es waren aber von den 87 Teilnehmern nur 9 Kraflsporller im Kampfe.

Dreimal konnte Deutschland eine goldene Medaille erringen. Zwei hiervon fielen an das Stiefkind des deutschen Sportes und wurden vergessen.

Der Kraftsport hatte eine Tradition, welche so alt ist, wie das deutsche Volk. Tradition bedeutet in diesem Falle Erfahrung Es ist gut für unsere Ver­eine, daß sie mehrere Generationen erfahrener Kampfer in sich vereinigen. Die deutschen Ringer und Gewichtheber, sowie die anderen im deut­schen Athletik-Sportverband zusammengeschlossenen Kampfsportler wie Boxer, und Jiu-Jitsukämpfer sind aus der harten Erfahrung ihres Sportes her­aus keine großen Redner. Jeder von ihnen weiß, daß Siege und Erfolge nur auf der Matte oder im Ring entschieden werden. Wenn die Zahl der Kampfsport­ler in all den Jahren nicht gesunken, sondern gestie­gen ist, so ist dies ein Zeichen der unverwüstlichen Gesundheit und dem Kampfesgeist unseres Volkes. Es ist ein hartes und sehr männliches Geschlecht, welches sich in den Zweikampfsporten heranbildet. Wer die unendliche Kleinarbeit in den Vereinen einmal betrachten konnte, der wird nicht ohne ein Gefühl der Hochachtung vor dieser großen Er­ziehungsarbeit, die dort geleistet wird, hinweggehen.

Der wahre hort des Deutschen kraftfportes war immer der verein, und nur der Vereins­

arbeit ist es zu verdanken, daß der deutsche Ringer und Gewichtheber sich Weltgeltung verschaffen konnte.

In ununterbrochener Arbeit und unter Anleitung der erfahrenen Trainer erreicht der Zweikämpfer allmählich seine höchste Leistungskraft und dann meldet ihn seine Vereinsführung zu den Wettkämp­fen. Der Weg zum Sieg führt in fast allen Fällen über harte und bittere Niederlagen. Vorschuß-Lor­beeren sind hier nicht angebracht. Die Kampfsport­arten der Fachsäule IV, also griechisch-römisch Rin­gen, Freistil-Ringen, Gewichtheben, Jiu-Jitsu und Boxen, haben im Laufe der Zeit eine so hohe tech­nische Kunst gezeigt, daß ein Meisterkämpfer nur durch Höchstleistung den Sieg erringen kann.

Viele hundertmal habe ich schon gehört, daß ein Anfänger des Sportes sich zu alt fühle, sich zu schwach glaube, oder daß kleine körperliche Schäden ihn an einer Sportausübung hindern. Alle diese Personen gehen mit einer falschen Vorstellung in die Ausbildung. Ein Athlet und Meisterkämpfer entsteht nicht in einigen Monaten, sondern nur durch die ruhige und gleichmäßige Weiterbildung. Es ist nach unseren langjährigen Erfahrungen für jeden gesun­den Menschen möglich, respektvolle Leistungen zu erzielen, wenn er mit etwas Vernunft gewapp­net ist.

Der deutsche Wensch hak eine besondere Begabung für den Kampfsport,

und es liegt der Verbandsführung daran, die be­sonders veranlagten unter unseren Volksgenossen heryuszufinden. Wir sind überzeugt, daß die Zahl dieser Leute in die Zehntausende geht.

Das Jahr 1934 ist der Entdeckungdes unbe­kannten Sportlers" gewidmet. Jede Begabung soll erfaßt und gefördert werden. In besonderen Lehr­kursen wird man im ganzen Reich diese Sport­kameraden schulen. Dann beginnt wieder die Einzel­arbeit in den Vereinen und hier liegt der wichtige Teil der Ausübung. Das Einüben besonderer Kampf­techniken erfolgt unter den geschulten und bewähr­ten Vereinstrainern. 1935 müssen dann die Kämpfer gefördert und international erprobt werden.

Der Deutsche Kampfsport arbeitet mit einer eiser­nen Entschlossenheit auf dieses Ziel hin und in den etwa 3000 Vereinen geschieht eine Aufbauarbeit,

welche abgesehen von den großen Erfolgen eine ebenso große Erziehungsarbeit darstellt.

Der krafkfpork ist ein typischer Volkssport.

Wenn ich hier sage, daß besonders die gesunden Teile des deutschen arbeitenden Volkes sich darin zusammengefunden haben, so muß ich auch gleich­zeitig mit Bedauern feststellen, daß bisher die sog. intellektuellen Kreise sich ablehnend verhielten. Die neue Zeit bringt auch einen neuen Menschentyp und das vergangene Jahr der deutschen Erneuerung hat auch den Kraftsport in dieser Hinsicht sehr gewan­delt. Die Zurückhaltung, welche einige gebildete Schichten früher für angebracht hielten, ist Gott sei dank geschwunden.

Trotzdem ist ein zweckmäßiger Aufbau des Aus­bildungsprogramms nicht möglich, vhne bedeutende Geldmittel zu haben. Die Beschaffung dieser Gelder ist vorläufig noch eine große Rätselfrage für die Verbandsführung. Unbedingt sind besonders im Ringkampf die Verbreitungen grundlegender Lehren in allen deutschen Vereinen notwendig. Was in die­sem Jahre versäumt wird, ist kaum bis zur Olym­piade aufzuholen.

1928 setzte der Kraftsport 16 aktive Kämpfer ein. 1932 neun. In Berlin 1936 können und werden wir eine volle Kampfstaffel im griechisch-römischen Ringkampf und Freistil-Ringkampf, ferner die fünf

Klaffen im Gewichtheben mit unseren prächtigen Athleten vollzählig besetzen.

Es steht außer Frage, daß Deutschlands Kraft- sport imstande ist, die Erfolge der früheren Olympiaden wesentlich zu überbieten, wenn bei der vorbereitenden Arbeit auch wirklich alle Möglichkeiten ausgenuht werden.

Von dem Kampfsportler der heutigen Zeit wer­den so viel Leistungen verlangt, daß er sie nur durch vielseitige sportliche Tätigkeit erreichen kann. Jedes Uebermaß an Muskeln ist unangebracht, genau so wie sich auch keiner der Ringkämpfer, Gewichtheber oder Jiu-Jitsukämpfer einen Fettbauch leisten kann. Der neuzeitliche Kampfsportler hat wieder die Ideal­figur der schönen griechisch-römischen Marmorkunst­werke. Nur wenn sich Kraft, Gewandtheit, Schnei- ligkeit und die unbedingte nötige Portion Intelli­genz vereinen, find Höchstleistungen möglich.

Ein großes Wort unseres Führers sagt:

Das Leben wird nicht gestützt durch schwache Philosophen, sondern durch starke Männer." In diesem Sinne hat der deutsche Kraftsport seine Auf­bauarbeit im Rahmen des großen Erziehungspro­gramms unserer Führung und den Wahrheitsbe­weis für diese Tätigkeit wollen die deutschen Kraft­sportler nicht durch Worte, sondern durch Taten an­treten.

Wirtschaft.

* 192 Mill. Mark Zeichnungen auf die neuen preußischen Schatzanwei­sungen. Aus die neuen 4^prozent-igen preußi­schen Schatzanweisungen sind Zeichnungen von ins­gesamt 192 Mill. Mark eingegangen, wovon 105 Mill. Mark durch Umtausch gezeichnet wurden, während der Rest auf Barzeichnungen entfällt. Am 1 März werden 115 Mill. Mark Schatzanweisungen fällig, so daß 10 Mill. Mark Barzeichnungen noch zur Einlösung der fällig werdenden Schatzanweisun- gen verwendet werden müssen. Rechnerisch ergibt sich für die Barzeichnungen eine durchschnittliche Repartierungsquote von etwa 50 v. H.

Frankfurter Börse.

Millagsbörse: fest.

Frankfurt a. M., 27. Febr. Die Börse ver­kehrte kurz vor dem Ultimo mit einer auf der gan­zen Linie festen Tendenz. Das Publikum beteiligte sich lebhaft am Geschäft und ging in verhältnis­mäßig größerem Ausmaße Neuengagements ein. Dadurch wurde auch die Kulisse angeregt und nahm Rückkäufe vor, zumal für das Monatsende kaum noch Glattstellungen erfolgen dürften. Der Grund für die feste Tendenz ist einmal in dem neuen Ab­kommen mit Polen über Zusammenarbeit in den Fragen der öffentlichen Meinungsbildung, ander­seits in den verschiedenen günstigen Meldungen aus der Wirtschaft zu suchen. Auch der Reichsbahn- Auftrag für die Lokomotivenindustrie wurde mit Befriedigung aufgenommen.

Die Haupbewegung ging von einigen Spezialwer­ten aus. Größeres Geschäft hatten Bekula, die um 3,40 v. H. anzogen. Weiter lagen AG. für Verkehrs­wesen auf Dividendehoffnungen mit plus 2,50 v. H. und Conti Gummi auf größere Berliner Käufe mit plus 3,25 v. H. sehr fest. Auch Reichsbankanteile blieben stärker gefragt und notierten 1,75 v. H. höher. Schwach lagen andererseits Südd. Zucker, die nach gestriger Strichnotiz um 5 v. H. niedriger zur Notiz gelangten. Am Chemiemarkt lagen Farben­industrie bei lebhafterem Geschäft insgesamt 1,13 v. H., Th. Goldschmidt 1,25 v. H., die übrigen Werte bis 0,75 v. H. höher. Ruhig, aber gut gehalten la­gen Montanaktien bei teilweisen Steigerungen bis 0,50 v. H. Auch der Elektromarkt verzeichnete über­wiegend Kursgewinne bis zu 1 v. H. Im einzelnen waren Zellstoffwerte leicht erhöht, Schiffahrtsaktien gut erholt, Daimler 0,50 und Dt. Linoleum 0,25 v. H. fester.

Ruhig im Verhältnis hielt sich der Rentenmarkt, wo deutsche Anleihen leicht abbröckelten. Späte Reichsschuldbuchforderungen lagen mit 93,90 v. H. unverändert. Größeres Geschäft hatten erneut um­getauschte Dollar-Bonds bei um 0,25 bis 0,50 v. H. höheren Kursen; auch Stahlverein-Bonds konnten sich um 0,40 v. H. befestigen.

In der zweiten Börsenstunde konnte sich das leb­hafte Geschäft am Aktienmarkt fortsetzen, und es waren durchschnittlich weitere Kursbesserungen bis zu 0,50 v. H. festzustellen. Darüber hinaus gewan­nen Metallgesellschaft 1,50 v. H., ferner kamen Kali Aschersleben und Westeregeln um 2 bis 2,50 v. H. höher zur Notiz. Später unterlagen die Kurse eini­gen Schwankungen und gegen Schluß der Börse ergaben sich verschiedentlich leichte Abbröckelungen von 0,25 bis 0,50 v. H., nur Conti Gummi gaben 1,25 v. H. und Bekula 0,75 v. H. nach, während AG. für Verkehr erneut 1 v. H. gewannen. Am Kassamarkt lagen O-Bank-Aktien etwa 1 v. H. fe­ster, ferner gewannen u. a. Verein. Glanzstoff nach Pause 4 v. H., ebenso kamen Röder Darmstadt nach

Pause mit 65 v. H. wieder zur Notiz.

Weiter leicht nachgebend war der Rentenmarkt. Neubesitz blieben zu 19,25 v. H. unverändert, da­gegen gaben Altbesitz und späte Reichsschuldbuchfor­derungen um je 0,13 v. H. auf 96,13 bzw. 93,75 v. H. nach. Reichsmark-Obligationen blieben gefragt bei erneuten Steigerungen bis 0,25 v. H. Stahl­verein-Bonds lagen ebenfalls erneut 0,50 o.H. fester. Staats- und Länderanleihen lagen ruhig. Stadtanleihen notierten meist etwas höher. Der Pfandbriefmarkt blieb ziemlich gut behauptet, Liqui- dationspfandbriefe lagen überwiegend etwas höher. Auslandsrenten waren ruhig. Ungar. Goldanleihen leicht erhöht.

Tagesgeld war sehr knapp und wurde um 0,25 v. H. auf 4,25 v. H. erhöht.

Abendbörse fest.

Die feste Tendenz des Mittagsoerkehrs übertrug sich auch auf die Abendbörse, da von der Kundschaft erneut Kauforders eingetroffen waren. Daneben nahm die Kulisse Meinungskäufe vor, so daß sich das Geschäft schon bei Eröffnung lebhaft gestaltete. Von gewisser Anregung war die weitere Klärung in der außenpolitischen Situation auf Grund der Unterredung des englischen Lordsiegelbewahrers Eden mit Mussolini, ferner wirkten die letzten Wirtschaftsmeldungen günstig nach.

Im Vergleich zum Berliner Schluß erfuhr das Kursniveau eine durchschnittliche Erhöhung um 0,50 bis 1 v. H., wobei besonders Farbenindustrie lebhafte Umsätze auswiesen. Etwas niedriger lagen Bekula, Deutsche Linoleum, AG. für Verkehrswesen, AKU., Felten und Th. Goldschmidt. Im Verlaufe wurde das Geschäft ruhiger, die feste Stimmung hielt aber unverändert an. Vereinzelt traten weitere Besserungen um 0,25 bis 0,50 v. H. ein, darüher hinaus gewannen Metallgesellschaft 1,25 v. H. und Reichsbankanteile waren um 1 v. H. erholt.

Am Rentenmarkt konnten sich deutsche Anleihen bis zu 0,25 v. H. befestigen, Stahlverein-Bonds lagen 0,65 v. H. höher, während späte Reichsschuld­buchforderungen und Reichsmark-Anleihen unver­ändert lagen. Schutzgebietsanleihen bröckelten um 10 Pf. ab. Von fremden Werten gaben 4 v. H. Schweizer Bundesbahn von 1912 um 1 v. H. auf 142,50 v. H. nach. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 19,30 bis 19,40, Altbesitzanleihe 96,40, 6 v. H. Stahlverein-Bonds 73,25, Schutzgebietsanleihe 9,40, Reichsbank 174,25, Buderus 81, Gelsenkirchen 64,75, Klöcknerwerke 68, Mannesmann 70,75, Phönix 50,50, Stahlverein 43, Rheinstahl 91, AEG. 30, AKU. 53, Bekula 134, Bemberg 54,50, Conti Gummi 156,50, Daimler 47,40, Scheideanstalt

186,50, Deutsche Linoleum 51,65, IG. Farben

134,25 bis 134,75, Felten 60,75, Goldschmidt 64,25, Holzmann 71,50, Metallgesellschaft 81,50, Rhein.

Elektro 95,75, Schuckert 103,50, Siemens 151,40,

Zellstoff Aschaffenburg 40,75, Zellstoff Waldhof 51, Südd. Zucker 175,50, AG. für Verkehrswesen 72, Hapag 28,50, Lloyd 32,75 bis 33.

Mainzer Schlachtviehmarkt.

Mainz, 27. Febr. Auftrieb: 42 Ochsen, 17 Sül­len, 532 Kühe ober Färsen, 350 Kälber, 721 Schweine. Notiert wurde pro 1 Zentner Lebend­gewicht in Mark: Ochsen 25 bis 30, 21 bis 24. Bul­len 20 bis 26. Kühe 24 bis 28, 18 bis 23, 10 bis 17. Färsen 22 bis 32. Kälber 33 bis 39, 26 bis 32, 20 bis 25. Schafe nicht notiert. Schweine 48 bis 51, 45 bis 51, 45 bis 49. Marktverkauf: Rinder mäßig belebt, langsam geräumt, Kälber mäßig be­lebt, ausverkauft; Schweine ruhig, Ueberftanb.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankbiskont 4 v. H., Lombarbzinsfuß 5 v. H.

Frank,ur. a. 2)1.

Berlin

Schluß- kurs

Echlußk. Abend- börfe

Schluß» turs

Schlußk. Mittag» börfe

Datum

6.2-

27.2

26-2.

27.2-

8% Deutsche RetchSanleihe v. 1927

96,5

96,75

96,75

96,75

6% efjem.7% Dt.Retchsanl.v. 1929

100

100

100

100

6*4% Doung-Anleihe von 1930 ..

93,4

93,4

93,4

93,65

Deutsche ölnl.-Ablüi.-Schuld mit

Au-los.-Rechten ............

96,5

96,4

96,65

96,2

Desgl. ohne Auslos.-Rechte......

19,3

19,4

19,3

19,25

6% ehem.8% Hess. Dolköstaat 1929

(rückzahlb. 102%)..........

94,5

94,25

94,65

94,65

6% Hess. Lande-bank Darmstadt

Gold R. 12..............

92,5

92,5

92,5

6^4% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Ligui........

90,75

90,75

-

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

92,8

AuSlos.-Rechten ........

92

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten

94,25

94,2

94,5

94,5

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

92,75

92,75

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank

92,75

Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936

92,75

6X1% ehem. iyt% Franks. Hyp.- Banl-Liqu.-Pfandbriese......

91,4

91,75

_

b',4% ehem. 4/,% Rheinische

92,25

Hyp.-Bank-Ltau.-Goldpfe.....

92,75

6% ehem. 8% Pr. LanbeSpfand-

briesanstalt, Pfandbriefe R. 19

94

94

94

94

6% eycm. 7% Pr. LanbeSpfand-

briesanstalt, Psandbriese R. 10

94

94

94

94

Eteuergutsch. BerrechnunaskurS.

97,13

97,13

97,13

97,13

4% Oesterretchtsche Goldrente....

18,5

18,25

_

18,75

4,20% Oesterretchische Silberrente

1,4

1,3

1,3

4% Ungarische Goldrente .......

6,8

6,9

6,9

6,85

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

6,5

6,4

3,5

6,55

4/,% desgl. von 1913.........

6,6

6,5

6,7

6,45

6% abgest. Goldmexikaner von 99

9,25

9

9,5

9,2

4% Türkische Zollanleihe von 1911

6,5

6,5

4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe

6,5

6,5

Frankfurt o.M.

Berlin

Schluß« kurS

Schluß!. Abend- börfe

Schluß- kurS

Schlußk. Mittag« börfe

Datum

26-2.

27.2

26.2.

27-2-

4% desgl. Serie II .............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4Z4%Rumän.vereinh.Rentev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente ..

2%% Anatolier ..............

Hamvurg-Amerika-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Hansa-Dampfschifs........... o

Norddeutscher Lloyd ......... 0

W-®. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 ttcmmerj- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschast............. o

Dresdner Bank......... o

Reichsbank .....eeeeeeeee*''i2

A.E.«................. o

Bekula............. o

RA«- Lieferungsgesellschaft'6 Llchl und Krast g

2^/en& Guilleaume......o

Rv!in !^^'Abkir.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität . k

ZchulkertLEo....... ' «

Siemens S Halske. ....... ?

LabmeyerLAo......I.V.V.V 10

Buderus .......... «

Deutsche Erdöl ..........;

6,5 5

7,3

4,2

31

27,65

<1,75

69

94,5

51,5

66,25 67,75

173,75

29,25 131,65

101

104,5

60,4 100

103 150 117

80,5 112,25

63,25

l

69,9

6,5

5,2

7,3 4,3

31,5

28,5

33

72 95,25

51,5

67 68,5

175

30

134 102,25 105,25

60,75 100,5 95,75 103,5 151,4

117,75

81

112

64,75

118,5

68

70,75

5,2

7,4 4,10 30,75

27,65

26

31,5 69,25 94,75

51,5

66,25 67,75 173,9

29,5 131,4 100,5

105 60,75 99,75

103,5 150,5

117,5

80,75

112

63,5 95,75

77

141

118,75 67,25 69,65

7,3

4,3

31,9

28,65

26,5

32,5

72,75

94,75

51,5

67

68,5

173,25

29,75

134,4

101,75

105,25

61,25

100,25

95,65

103,25

151,75

117,5

81

110,5

64,13

95,9

77,9

119

67,75

70,4

Gelsenkirchener.......... ' * X

Harpen er ................ ' 0

Hoesch Eisen-Köls-Neuessea.. o

Ilse Bergbau ........... e

Ilse Bergbau Genüsse <

Maanesmcum-Stbbren MMMN o

Frantsun a. M.

Berlin

Schluß» kurs

Schlußk. Abend- börfe

Schluß­kurs

Schlußk. Minag- börse

Datum

26-2-

27.2-

26-2.

27.2.

ManSselder Bergbau.........

0

38,25

38

37,9

Sokwerke ...............

0

90,4

91,25

Phönix Bergbau.............

Rheinische Braunkohlen .....

0 .0

49,75

204,5

50,5

206

49,75

50,5

206,4

Rheinstahl ..................

0

90,75

91

91,25

90,75

Bereinigte Stahlwerke........

0

42,25

43

42,4

42,75

Otaoi Minen ..............

0

14,5

14,5

14,5

14,9

Kaliwerke Aschersleben........

6

115

117,5

115,5

118,5

Kaliwerke Westeregeln........

6

114

119

115,5

119

Kaliwerke Salzdetfurth ..... 7*4

150

151

150

153

I. G. Färben-Industrie.......

7

133,25

134,75

133,4

134,25

Scheideanstalt...............

S

187

186,5

Goldschmidt ................

O

63,25

64,25

63,5

64,65

Rütgerswerke ............

0

59,5

59,9

59,5

59,9

Metallgesellschaft.............

0

77,75

81,5

78,5

80,25

PhUtpp Holzmann...........

Zementwerk Heidelberg ......

e

93^5

71,5

93

71,75

71/)

iementwerk Karlstadt.........

0

100

100

Schultheis Patzenhoser .......

0

105,131 104,65

Aku (Allgemeine Kunstseide) ..

0

52,75

53

53,5

53,4

Bemberg.................

0

53

54,5

52,75

54,5

Seilstoff Waldbof ............

0

48,75

51

48,75

50,4

Zellstoff Aschaffenburg .......

0

39,9

40,75

40

39,75

Dessauer Gas ...............

7

121,5

121

Daimler Motoren............

O

46,9

47,4

46,9

47,4

Deutsche Linoleum...........

0

51,25

51,65

50

52

Oren stein & Koppel..........

0

71,5

71,75

Leonhard Tietz ..............

0

23,75

23,25

23,13

22,65

khade......................

LO

165

165

165

163

Serum ul awrew-FabrS........

O

186

185,5

186,25

185

Lonri-Gummt...............

0

154

156,5

154,25

157

Grttzner....................

0

29

29

1 29

29,25

Mainkrastwerke Höchst a.M....

4

75

Süddeutscher Zuck«

8

-

175.5

177

175.25

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. Hl.

26. Februar

27-§ebiuar

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brie>

Geld

Brie-

Helsingfor»..

5,639

5,651

5,634

5,646

Wien.......

47,20

47,30

47,20

47,30

Prag.......

10,38

10,40

10,38

10,40

AudapeA ...

Sofia......

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

168,78

169,12

168,98

169,32

Oslo.......

64,24

64,36

64,14

64,26

Kopenhagen.

57,09

57,21

56,99

57,11

Stockholm...

65,88

66,02

65,83

65.97

London .....

12,785

12,815

12,765

12,795

Buenos Aires

0,648

0,652

0,648

0,652

Neuyork....

2,517

2,523

2,512

2,518

Brüssel.....

58,44

58,56

58,50

58,62

Italien.....

21,58

21,62

21,53

21,57

Paris......

16,50

16,54

16,50

16,54

Schweiz ....

80,90

81,06

81,02

81,18

Spanien....

33,97

34,03

34,00

34,06

Danzig.....

81,74

81,90

81,77

81,93

Japan ......

0,757

0,759

0,757

0,759

Rio de Ian. . Jugoslawien. Liisabon....

0,214

0,216

0,214

0,216

5,664

5,676

5,664

5,676

11,64

11,66

11,62

11,64

Banknoten.

Berlin, 27-Februar Ümertianwiie üioten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten Schwedische Notes Schweizer Noten Spanische Notes Ungarische Noir»

Geld 2,465 58,34 56,74 12,72 16,46 168,56 21,41 63,97

65,67

80,84

33,86

~ärieF 2,485 58,58 56,96 12,78 16,52

169,24 21,49 64,23

65,93

81,16

34,00