Einzelbild herunterladen

Kür den Bücheriisch.

Deutsche Crzähler.

Wilhelm von Polenz: Der Bütt­nerbauer. Roman. In Ganzleinen 2,75 Mark. Philipp Reclam jun., Verlag, Leipzig. (6) Mit dieser Neuausgabe ist für weiteste Kreise die Gelegenheit geboten, dieses Werk, das fo tief wie kein anderes in die Not des Bauernstandes hinein- leuchtete, kennenzulernen. In ihm spiegeln sich in aller Wirklichkeitstreue zahllose Bauernschicksale der letztvergangenen Jahre wider. Der Roman schildert das Schicksal eines Bauern von altem Schrot und Korn, der seinen Erbhof vom Vater überkommen hat. Erbauseinandersetzunaen mit den Geschwi­stern, fallende Getreidepreise, sinkende Grundwerte bringen trotz aufopfernder Arbeit den Hof in ge­fährdete Vermögenslage. Schließlich verstrickt sich der Bauer ganz in den Netzen seiner Gläubiger. Söhne und Töchter erleben das Schicksal der Hei­matlosigkeit. Von der Scholle aetrennt, gehen sie dem Bauerntum verloren. So ist der Roman ein Fanal der deutschen Bauernnot, die erst durch die nationalsozialistische Revolution beendet worden ist. In unseren Tagen, in denen dasReichserbhof­gesetz" in Kraft tritt, finden wir den Weg zu einer neuen Betrachtungsweise der bitteren Geschehnisse in demBüttnerbauer. Eine neue starke Zukunft leuchtet nun über der deutschen Scholle und ihren Geschlechtern.

Ernst Wiechert: D i e Magd desJür- gen Doskocil. Roman. 221 Seiten. Albert Langen/Geora Müller Verlag, München, 1934. (9) Das ist der Roman, für den der ostpreu­ßische Dichter Ernst Wiechert im Jahre 1932 mit dem Volkspreis der Raaoe-Stiftung ausgezeichnet wurde. Inzwischen haben wir Wiechert im Goethe- Bund versonlich kennengelernt, und wenn er auch an diesem Vortragsabend den RomanDie Magd des Jürgen Doskocil" mit keinem Wort erwähnt hat, so wird doch den Hörern die Landschaft, die innere und die äußere, die seelische und die geo­graphische, ein wenig näher gerückt und vertraut geworden sein, aus der heraus der Roman entstan­den ist. Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist einfach undeinfältig", wie alle große und echte Dichtung einfach ist. Wenn man das Lebensschick­sal des Fischers Jürgen Doskocil und seiner Gefährtin Marte vernimmt, so hat man das Ge­fühl, eine alte Chronik oder eine Legende zu lesen; so aus der Tiefe des Glaubens und des mensch­lichen Herzens heraus wird hier berichtet von Liebe und Tod, von Haß und Not, von Schuld und Sühne, von jenen ewigen Dingen mit einem Wort, die immer aufs neue in irgendeiner Gestalt einem Dichter zum Sinnbild oder zum Gleichnis werden. Manchem wird es vielleicht nicht ganz leicht sein, in die Welt einzudringen, die sich da auftut; er wird Zeit brauchen, um sich in dieser herben, schwermütigen Landschaft der tiefen, einsamen Wälder zurechtzufinden, und in dem kargen und harten Leben der wenigen Menschen, um die es sich handelt. Wer aber erst eingedrungen ist, den wird, was hier geschildert ist, lange begleiten und innerlich bewegen. Und er wird das ernste und schwerblütige Buch als eine sehr deutsche und ganz in sich ruhende Schöpfung unseres gegenwärtigen Schrifttums begreifen.

Wedekind, Kadidja.Kalumin a". Der Roman eines Sommers. Mit Zeichnungen der Verfasserin. Geheftet 2,50 Mark, Ganzleinen 3, Mark. Verlag Scherl, Berlin SW 68. (634) Mit dieser reizenden Kindergeschichte stellt sich die jüngste Tochter Frank Wedekinds als Schrift­stellerin vor, sie beweist, daß sie neben Talent über Humor und Gemüt und innige Verbun­denheit mit der Natur verfügt. In Ammerland am Starnberger See erfinden Schulkinder während ihrer Sommerferien das Kaiserreich Kalumina, in dem sie sämtliche wichtigen Staatsposten einnehmen. In Formen, die dem Treiben der Erwachsenen ab­gelauscht sind, tobt sich die abenteuerliche Freude aus. Erst der Schulanfang bringt das Volk ausein­ander aber im nächsten Jahr, soll das glorreiche Kaiserreich Kalumina wieder neu aufleben!

Hygiene und Aaffenpflege.

Vererbung, Rasse, Volk. Von Stud.- Rat E. Thieme. Mit 57 Abb., 4 Tafeln und einer Ahnentafel (59 S.) 8. Kart. 1,20 Mark. Volk und Vererbung. Vor Prof. Dr. C. Schäf- f e r. Mit 73 Abb., 4 Tafeln und einer Ahnentafel (86 S.) 8. Kart. 1,60 Mark. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin 1934. (20) Die vorliegenden beiden Bändchen sind für alle ge­schrieben, die eine allgemein verständliche und zu­verlässige Begründung der volksbiologischen Ziele unserer Staatsführung suchen. Die Betrachtungen gehen von Jner eingehenden Behandlung moderner Erblichkeitsstrschung aus. Beide Hefte weisen viel­seitiges und umfangreiches Abbildungsmaterial auf und bringen ferner für die Familienkunde übersicht­liche Ahnen- und Sippschaftstafeln, Stammbäume u. a. und enthalten zur Bevölkerungspolitik reiches statistisches Material. Das Büchlein von Schäf­fer legt vor allem auch Wert auf eine erweiterte Behandlung der Vererbung beim Menschen, darge­stellt an der Vererbung krankhafter und hervor­ragend guter Anlagen, die durch reiches Stamm­baummaterial anschaulich gestaltet wird.

Ludwig Leonhardt: Heirat und R a s s e n p f l e'g e. Ein Berater für Eheanwärter. ,J. F. Lehmanns Verlag, München. Geh. 1 Mk. ,(45.) Dieses Büchlein soll jedem, der selbst eine Ehe eingehen will, oder der einen Sohn oder eine Tochter 'zur Trauung begleiten will, einen Hinweis auf die Fragen geben, deren Beachtung heute mehr denn je nötig ist. Der Verfasser zeigt kurz und knapp, woran man alles zu denken hat. Zunächst berührt er die Familienkunde, die notwendig ist, !da man durch die Erforschung des Familienbildes idn Bild seiner eigenen ererbten Veranlagung ge- winnen kann. Besonders geht der Verfasser auf die 'Fragen der Rassenzugehörigkeit und auf die Erb- -krankheiten ein, deren große Gefährlichkeit er im «einzelnen nachweist. Das Büchlein mündet in die ^Forderung, daß die erbgesunde deutsche Familie möglichst viel Kinder haben muß, nicht nur aus er- zzieberischer Notwendigkeit, sondern weil es auch den Bedürfnissen des Staates entspricht.

Rasse und Seele. Eine Einführung in iden Sinn der leiblichen Gestalt. Don Dr. L. F. 'Clauß. Mit 176 Abbildungen. Dritte bearb. Aufl. 23. F. Lehmanns Verlag, München. 1933. Geheftet 25,50 Mk., Leinen 7 Mk. (635) Die Aufgabe Ides BuchesRaffe und Seele" ist es, das Wesen Des germanischen Menschen von dem anderer Rassen, insbesondere von dem der semitischen, abzugrenzen. SClauß wandte Jahre auf, um den seelischen Stil ldes semitischen Menschen zu erforschen; es ist wohl bekannt, wie er lange Zeitals Beduine unter

Beduinen" in der Wüste lebte. Ebenso geht Clauß in der Methode der Forschung und Darstellung eine eigenen Wege: Bisher hat sich die Rassen- orschung darauf beschränkt, mit naturwissenschaft­lichen Mitteln vom Körperlichen aus die Geheim­nisse der Rasse enträtseln zu wollen. Clauß dagegen läßt uns die Seele im Ausdruck ihres Innenlebens erkennen. Er gibt uns einePsychologie der Rasse" und hat sich dafür in seinen Ausdrucksreichen Bilder, die den Ablauf eines seelischen Geschehens esthalten seine berühmtemimische Methode" Beschaffen. So wird dieses Buch in seiner neuen iorm der Rassenkunde wieder viele neue begeisterte Anhänger zuführen; denn es zeigt, daß die Rassen­kunde nicht auf körperliche Forschung und Messung beschränkt ist, sondern daß sie uns auch ins Neu­land feinster seelischer Vorgänge und Unterscheidun­gen führt.

Dr. med. Hans Graaz: Gesunde Mütter schöne Kinder. Frohe Mutter­

schaft durch natürliche Lebens- und Heilweise. Mit vielen Abbildungen. Kartoniert 1,80 Mk. Falken- Verlag Berlin-Lichterfelde. (523) Das Buch zeißt auf der Grundlage natürlicher Lebens- und Heilweise wie sowohl die Gefahren eines blinden Naturaefchehens als auch die der Verkünftelung vermeidbar find. Klar und leichtverständlich werden in diesem Sinne Vererbung, negative und positive Auslese, Gattenwahl nach den Gesichtspunkten der Gesundheit, Begabung und Rasse behandelt. An­schließend folgt ein reicher Schatz ärztlicher Erfah­rungen und praktischer Ratschläge für naturgemäße Leitung von Schwangerschaft, Geburt und Wochen­bett, Pflege, Ernährung und Erziehung des Kindes. Wertvolle Anregungen für sinngemäße Auswertung der Familiengeschichte, des Musters einer Ahnen­tafel und ein Merkblatt für das Heranwachsende Kind beschließen die Schrift, die eine Fülle lebens­warmer Bilder ergänzen.

Ration und Wirtschaft.

Wesen und Grundbegriffe der Wirtschaft. (Wirtschaftslehre I.) Don Dr. Fried­rich v. G o t t l - O t t l i l i e n f e l d, o. Professor an der Universität Berlin. Reclams Umversal-Biblio- thek Nr. 7228. Geheftet 35 Pf., gebunden 75 Pf. (539) In Reclams Universal-Bibltothek er­scheint eine ReiheWirtschaftslehre", von der das erste, in sich völlig geschloffene BändchenWesen und Grundbegriffe der Wirtschaft" vorliegt. In knappster Form legt es davon Zeugnis ab, daß die Lebensarbeit seines Autors, des bekannten Univer­sitätslehrers und Verfassers wirtschaftswissenschaft­licher Standardwerke, längst schon die taugliche Grundlage für jene lebensnahe Nationalökonomie geschaffen hat, deren das deutsche Volk heute be­darf. Es führt in anschaulichem Vergleich mit der Technik in das Wesen der Wirtschaft ein. Don da aus entwickelt es die wahren Grundbegriffe der Wirtschaft, vomWirtschaften" angefangen, mit denen erfaßt wird, was unzertrennlich bleibt vom Wirtschaftsleben aller Zeiten und Völker. Nach einer lebendigen Darlegung, wie die Wirtschaft selber zu Erfolg gedeiht und welche Schicksale von ihr aus­gehen, schließt das Büchlein mit der grundlegenden Deutung des Verhältnisses zwischen Volk, Staat und Volkswirtschaft, ausklingend in dem Nachweis, war­um dem Zusammenleben ausdrücklich Politik zum Schicksal wird. Damit wendet sich das Büchlein an die breiten Kreise unseres Volkes.

Professor D r. A. B e r g st r ä ß e r:Na­tion und Wirtschaft". Hanseatische Verlags­anstalt, Hamburg. Kart. 1,50 Mk. (287) Im heutigen Ringen des neuen Staates um eine we- sensgemähe Art des Gesamtlebens rückt diese Frage: Staat und Wirtschaft in den Vordergrund, gilt es doch, eine richtige Abmessung von Freiheit und Ge­bundenheit in den Mittelpunkt dieser Entscheidung zu stellen. Der disziplinierte Berufsstand, der im Entstehen begriffen ist und die Deutsche Arbeits­front werden die Garanten für eine dem Volke in seiner Gesamtheit dienende Wirtschaft sein. Von hier aus erfahren auch Kapital und Arbeit eine neue

Ordnung und machen jene früher vorhandenen Spannungen für die Zukunft unmöglich. Professor Bergsträßers Ausführungen werden mithelfen, in wirtschaftlichen und politischen Kreisen jenen Geist 3u erzeugen, den der neue Staat fordern muß, um der Gesamtheit aller Deutschen willen.

Nationale Landwirtschaft von Pro­fessor Dr. Robert Gärtner. Verlag Ger­hard Stalling, Oldenburg i. O. Pappband 1,20 Mk. (376) Der Verfasser stellt den Grundsätzen des Marxismus den alten germanischen Grundsatz ent­gegen, daß Eigentum am Boden eine Verpflichtung gegenüber dem Volk und seine völkische Zukunft be- eute. Mit scharfen Strichen entwirft er das System deutscher Nahrungsfreiheit, umreißt das Problem der bäuerlichen Siedlung und stellt den Anspruch der deutschen Jugend auf Lebensraum und Arbeit fest, dessen Verwirklichung keine Utopie, sondern eine Angelegenheit zielsicherer deutscher Agrarpoli­tik ist.

Generalplan gegen d i e Arbeits­losigkeit, von Staatssekretär Reinhardt im Reichsfinanzministerium (Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. £).). Kartoniert 1,20 Mk. (459) Der Schöpfer der Gesetze zur Verminderung der Arbeitslosigkeit gibt eine klare Darstellung aller jener finanz- und verwaltungspolitischen Maßnah­men der Neichsregierung im Kampf gegen die Ar­beitslosigkeit. Wir lesen ausführliches über die Ar­beitsbeschaffung, über den Bau von Reichsautofern­straßen, über die Instandsetzung von Gebäuden, über die Umschuldung der Gemeinden, über Steuer­freiheit für Kraftfahrzeuge, für Ersatzbeschaffungen, für Kleinwohnbauten und Eigenheime, über Steuer­erleichterungen, Steuersenkungen, Einstellung von Hausgehilfinnen, Förderung von Eheschließungen, über die Finanzpolitik im allgemeinen und über die Vereinfachung des Steuerwesens im besonderen. Be­sonders wertvoll sind die Hinweise an Hand von vielen praktischen Beispielen für diejenigen, die In­standsetzungen oder Umbauten von Gebäuden vor­nehmen wollen.

Länder und Völker.

Kurt Hielscher: Rumänien; Land­schaft, Bauten, Volksleben. Mit einem Vorwort von Octavian Goga. Verlag F. A. Brock­haus, Leipzig. Preis Ganzleinen 19,50 Mk., Halb­leder 23,50 Mk. (633) Das Volk der Rumä­nen führt mit stolzem Selbftbewußtfein feine Her­kunft auf eine thrakifch-gothifche Urbevölkerung zurück, deren spätere Nachkommen die berühmten Dazier sind, von deren steter Kampfbereitschaft die Trajanssäule in Nom zu erzählen weiß. Daß die römische Zivilisation hier besonders eindringlich gewesen sein muß, dafür spricht noch heute die ro­manische Sprache, die sich durch die Jahrhunderte, umgrenzt von slawischen Nachbarsprachen, lebens­kräftig erhalten hat. In das historische Bewußtsein Mitteleuropas tritt dies alte Land indessen erst im Laufe des 19. Jahrhunderts, als die beiden Donau- fürstentümer Moldau und Walachei sich der Türken­herrschaft entledigten und dann später in dem Ho- henzollernprinzen Carol den ersten modernen Herr­scher eines geeinten Rumäniens fanden. Der poli­tische Anschluß an die Mittelmächte, den Rumänien um die Jahrhundertwende gefunden hatte, über­dauerte die Feuertaufe des Weltkrieges nicht. Die Bukarester Politiker erlagen schnell den Versuchun­gen der Entente, von deren Siegen sie sich mehr versprachen. Doch die schwere Niederlage, die Fal- kenhayn und Mackensen den rumänischen Heeren beibrachten, zwangen die Rumänen schnell zum Frie­den und nur mit einiger Mühe gelang es ihnen, in den Pariser Friedensverträgen die großen Ge­biete sich zu sichern, die ihnen als Preis für ihren Anschluß an die Entente verheißen worden waren. So sieht man heute ein Groß-Rumänien auf der Landkarte, das die völkischen Grenzen weit über­schritten hat. Wir Deutsche, die fast 800 000 Stam­mesbrüder in geschlossenen Siedlungen dort woh­nen wissen, haben alle Ursache, uns mit diesem neuen Reich aufmerksam zu beschäftigen. Dazu ist Hielschers Bilderatlas ein ungemein wertvoller Weg­weiser. Er zeigt die außerordentliche Vielfältigkeit von Landschaft und Volkstum dieses Reiches, das sich heute vom Dnjester bis weit über die Donau, vom Schwarzen Meer bis in die Ungarische Ebene über ein Gebiet von Zweidrittel des Umfanges des Deut­schen Reiches erstreckt, auf dem eine Bevölkerung von 18 Millionen Seelen siedelt. Don den deutschen Burgen, Kirchen, Städten und Dörfern der Sieben- bürger Sachsen am Hang der Karpathen zu den spitzen Minaretts mohammedanischer Moscheen im Flachland der Dobrudscha und den zwiebeltürmigen Gotteshäusern griechisch-orthodoxer Ruthenen in Bessarabien eine Vielfältigkeit der Baukunst, die am besten das völkische Konglomerat dieses Balkan- reiches widerspiegelt. Nicht minder interessant sind die zahlreichen schönen Trachtenbilder, die Hiel­schers Kamera uns herbeigezaubert hat. Besonders die Landbevölkerung zeigt noch ungemein maleri­sche Trachten, ein Zeugnis der inneren Kraft des rumänischen, magyarischen und deutschen Volkstums, das allerdings im krassen Gegensatz steht zu der durch Politik und Finanzmißwirtscyaft stark kor­rumpierten Oberschicht der Hauptstadt. Hielscher, des­sen prächtige Bücher über Deutschland, Oesterreich, Spanien, Italien und Jugoslawien unvergessen sind, hat auch in diesem neuen Bande, der die Früchte einer zweijährigen mühsamen Arbeit zusammenträgt,

seine wohl bisher unerreichte Kunst der Erschlie­ßung fremder Landschaft und fremden Volkstums mit Hilfe der Kamera erneut unter Beweis gestellt. Wem die schwierigen politischen Probleme dieses neuen Reiches am Herzen liegen, aber auch wem nur darum zu tun ist, die Schönheit eines uns Mit­teleuropäern fast unbekannten Landes mit feinen stolzen Bauten und feinen bunten Volkstrachten ken­nenzulernen, der greife zu diesem neuen Buche Hielschers; er wird nicht enttäuscht sein.

Ernst F. Löhndorsf. Der Indio. Kamps und Ende eines Volkes. Wohlfeile Ausgabe in Leinen gebunden 2,85 Mark. Carl Schünemann, Verlag, Bremen. (362) Ernst F. Löhndorsf führt uns in die phantastische Welt Mexikos und der letzten freien Indianer, unter denen er vier Jahre gelebt hat. Wir leben mit diesen Söhnen der wilden Hochgebirgswelt, wir machen ihre geheimnisvollen, oft unfaßbar grausamen Feiern mit und begleiten die Helden in den letzten Kampf. Der Führer Be­nito, der eine moderne Erziehung in einem ameri­kanischen College genossen hat, und sein Studien­genosse Jim, ein Weißer, Sohn eines amerika­nischen Pflanzers, nehmen an diesen Kämpfen teil. Ihre Freundschaft und Jims Liebesbegegnung mit der Schwester Benitos geben der aufregenden Hand­lung die innere Spannung.

K o l u n - N e u g u i n e a. Drei Männer suchen Gold. Don Ekkehard Beins sen. Ganzleinen 3,70 Mark. Frunds-berg - Verlag GmbH., Berlin. 1933. (568) Es handelt sich um einen kühnen Vorstoß dreier junger Menschen in das Herz einer fast unbekannten und gefährlichen großen Insel. Dieses Buch ist keine Reiseschilderung, sondern Dar­stellung eines Schicksals, das sich aus einer tropi­schen Reise abspielt. Menschen, Tiere, Urwald stehen hier im Schatten und im düsteren Licht des großen Erlebnisses. Deutsch-Neuguinea bildet den Hinter­grund. Merkwürdige Menschen, weiße und schwarze, tauchen auf: ein alter Goldgräber z. B., ein Vaga­bund auf allen Feldern Australiens und Neu-Gui- neas, heute reich und morgen bettelarm, ein nicht umzubringender alter Mann, der dreimal ein Ver­mögen gefunden und es dreimal durchgebracht hat, der nun zum vierten Male danach sucht, ein Greis, dem die Freiheit das Wichtigste ist, das es gibt. Das Wort, das am Ende des Buches steht:Jede Fata Morgana hat ihre Wirklichkeu'' ist eines der schön­sten Worte die von heutigen jungen Menschen ge­sprochen worden sind.

Karl Angebauer: Mit der Flim­merkiste ins Affenland, Paul Lieberenz filmt in Afrika. Mit 31 Bildern. Broschiert 3,50, Leinen 4,80 Mark Brunnen-Verlag, Willi Bischoff, Berlin SW 68. (433) Karl Angebauer, ein alter Afrikaner, gibt hier flott und vergnügt Bericht über die erste afrikanische Filmjagd des geplagten Berliner Kameramannes Lieberenz. Mit fesselnder Frische und packender Darstellungskraft schildert er die Fülle von fremdartigen Eindrücken, die Liebe­renz als filmender Begleiter des Afrikaforfchers Hans Schomburgk von Land, Leuten und Tieren in der seltsamen Negerrepublik Liberia in sich aufge­nommen hat. Das ist der Kern des Buches: Ein guter Deutscher hat mit offenen Augen und mit offe­nen Herzen eine wildfremde Welt gesehen.

rmag der Ver­zählt ihn viel-

schen gewonnen werden. Zu diesen vermag der Der: faffer Spengler nicht zu rechnen; er <........

mehr zu den letzten Großen einer vergangenen Zeit, die überwunden werden müssen, weil sie unsere Zu­kunft gefährden.

Der deutsche Weg. Von Will Decker. Ein Leitfaden zur staatspolitischen Erziehung der deutschen Jugend. Mit einem Vorwort von Oberst a.D. Hier!, Staatssekretckr für den deutschen Ar­beitsdienst. Leipzig 1933. Koehler & Amelang G. m. b. H. Ganzleinen 2,50 Mark. (542) Die­ses Buch, dessen Verfasser als Lehrer für staats­politischen Unterricht an der Reichsschule des deut­schen Arbeitsdienstes wirkt, wurde für alle Schulen des deutschen Arbeitsdienstes eingeführt als der richtunggebende Leitfaden für die Aufgaben der staatspolitischen Jugenderziehung. Es ist von Be­deutung über den Arbeitsdienst hinaus. Was Decker über die Grundgesetze deutscher Art, über Führer- tum, über den Adel der Arbeit zu sagen hat, wie er die germanisch-deutsche Geschichte vom Blickpunkt des Dritten Reiches schildert, geht nicht nur alle Führer im Arbeitsdienst an, sondern alle deutschen Jugenderzieher.

SA. räumt au f." Aus der Kampfzeit der Bewegung. Aufzeichnungen von Heinz Loh­mann. 199 Seiten. Kart. 2,50 Mark. Leinen 3,50 Mark. Hamburg 1933. Hanseatische Verlagsanstalt. (645) Der große Vorzug des Buches ist seine unliterarische Darstellung. Es schildert das Leben der SA., das im Grunde genommen, überall das gleiche war. Das Leben des in dem schweren Kampfe aktiv beteiligten SA.-Mannes packt uns durch seine Unmittelbarkeit und läßt so recht erken­nen, was in den letzten zehn Jahren geschehen ist. Als feine Kameraden sich noch mit harmlosen Schulsorgen beschäftigen, steht Heinz Lohmann, ein Junge noch, bereits in nächtlicher Stunde unter Männern, die der Krieg gezeichnet hat, und leistet den Eid für Deutschland! Später wird er Werk­student, Arbeiter, Redner und Kämpfer. Während des schwersten Kampfiahres 1932 muß er Deutsch­land verlassen. Er geht nach Oesterreich und kennt auch hier wieder nur den Einsatz für Adolf Hitler. Das Buch ist ein nüchterner, sachlicher, aber uner­hört spannender Tatsachenbericht.

Politik.

Carl Schmitt:Staat, Bewegung, D o > k". Die Dreigliederung der politischen Ein­heit. Kart. 1 Mk. Hamburg, Hanseatische Verlags­anstalt. (650) Professor Carl Schmitt hat auf die Gestaltung vieler Gesetze maßgeblichen Einfluß gehabt und zur Klärung und Fertigung der staats­rechtlichen Situation des neuen Deutschlands beige­tragen. Vor allen Diengen kommt hier der großen Rede, die er auf der Leipziger Juristentagung ge­halten hat, eine besondere Bedeutung zu. Diese Rede liegt nun wesentlich erweitert und unter Berücksich­tigung der neu geschaffenen Gesetze als erstes Heft einer neuen SammlungDer deutsche Staat der Gegenwart", für die auch der Verfasser als Heraus­geber zeichnet, vor. Die politische Einheit des ge­genwärtigen Staates ist eine dreigliederige Zusam­menfassung von Staat, Bewegung und Volk. Das politisch dynamische Element der Bewegung trägt das politisch statische Gefüge des Staates, während das wesentlich unpolitische Volk im Schutz der bei­den anderen Elemente seine Aufgabe in der Ge­staltung des wirtschaftlichen Raumes findet. Unter­schieden, aber nicht getrennt, verbunden, aber nicht verschmolzen, müssen die drei Ordnungsreihen: Staat, Bewegung, Volk, nebeneinander laufen, jede nach seinem inneren Gesetz und alle im Einklang des politischen Ganzen. Innerhalb der dreigliedrigen Einheit hat die Bewegung, als die Hüterin und Trägerin der nationalsozialistischen Idee, die Füh­rung. Dieser Begriff der Führung schließt eine un­bedingte Artgleichheit zwischen Führer und Gefolg­schaft in sich. Ohne den Grundsatz der Artgleichheit, des Gedankens der Rasse, könnte der nationalsozia­listische Staat, nicht bestehen und wäre sein Rechts­leben nicht denkbar. Artgleichheit ist die Grundlage des totalen Führerstaates.

Faschismus und Nationalfozia- l i s m u s". Mit einer Einleitung von Regierungs­direktor Dr. Gustav Schlotterer. Preis kart. 1,50 Mark. Hamburg. Hanseatische Verlagsanstalt. (16) Der Verfasser gibt eine kurze Darstellung der Entwicklung der faschistischen Idee und ihres Staatsgefüges. Dabei wird sowohl das Gemein- same, wie auch das Verschiedenartige der geistigen Grundlagen, der Auffassungen und Verwirklichun­gen mit der Entwicklung in Deutschland deutlich. Der Leser wird erkennen, daß beide Bewegungen lebensstark und zukunftsfreudig sind, daß ihr Le­bensanspruch nicht auf vergangenen Leistungen be­ruht, sondern allein in der bewußten Uebernahme der Verantwortung für die schweren Aufgaben, die dem zerrütteten Europa gestellt sind.

Chamberlain, der Seher des Dritten Reiches. Das Vermächtnis Houston Stewart Chamberlains an das deutsche Volk in einer Auslese aus seinen Werken. Von Georg Schott. Mit einem Briefe Chamberlains an Adolf Hitler und einem Bekenntnis zum Volks­führer zu dessen Geburtstag. 128 Seiten, kar­toniert 2,40 Mark; in Leinen gebunden 3,50 Mark. F. Bruckmann AG., München. (571) Aus dem Vorwort des Herausgebers: Verkündigung des Ideals tat not, um der seelisch ermatteten, durch tausend Wahngebilde mißleiteten und verhetzten Menschheit wieder Aufschau nach oben und damit neue Lebenskraft zu geben. Damit ist die Bahn ge­kennzeichnet, die H. S. Chamberlain beschritten hat und unbeirrt durch Hohn und Feindschaft seiner Gegner zu Ende gegangen ist. Es war die Welt des kritischen Idealismus, aus deren Bergwerk er die Quadern gebrochen, bje das Massiv seiner Welt­anschauung bilden. Jeder echt prophetische Geist eilt feiner Zeit voran. Chamberlain war es, der uns .. als erster die Binde vor den Augen gelockert hat. Indem er die Lebensaufgabe Adolf Hitlers von An­fang an mit klarem Blick erfaßt hat, ist ihm die Ehrenstelle als Seher des kommenden Reiches von vornherein zuerkannt.

E. Günther Gründel: Jahre der Ueberwindung. Verlag Wilhelm Gottl. Korn in Breslau. Preis kart. 2,30 Mk. (37) Der Verfasser des bekannten BuchesDie Sendung der jungen Generation" unternimmt in dieser Bro- scküre eine Auseinandersetzung mit Spengler. Sein Angriff erfolgt auf allen Gebieten. Spenglers Kul­turbiologie, seine Schicksalslehre und Ethik werden als die Fiktionen eines tragödiensüchtigen Herren­menschen gezeichnet. Aus dem Mangel an logischer Beweisführung und den Tatsachen, die anders ver­liefen, als Spengler es voraussah, werden die Spenalevschen Konstruktionen abgelehnt. Die deutsche Revolution kann nur von neuen deutschen Men-