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Konsul nach Schanghai gehen. Nach einer Pause von rund 1300 Jahren werden also wieder direkte Beziehungen zwischen Persien und China ausgenommen. Die Niederlage des letzten Sasa- nidenherrschers Jesdegerd HL (632 651), durch die die Eroberung Persiens durch die Araber ab­geschlossen wurde, führte auch zur Unterbrechung der politischen Beziehungen der Sasaniden-Dynastie zu anderen Ländern.

Oimitroff, popoff und Taneff nach Moskau ausgewiesen.

Berlin, 27.$ebr. (DKB.) wie non ,uständ>. ger Stelle mitgeteill wird, sind die drei kom - munisten Dimilroff, Popoff und Ta­neff aus Deutschland ausgewiesen worden. Die Ausweisung konnte bisher nicht durch­geführt werden, da die bulgarische Regierung die drei Kommunisten nicht als bulgarische Staatsangehörige anerkannte und ihre Uebernahme ablehnte. Nachdem die Sowjet- regierung den Genannten neuerdings die Sowjet st aatsangehörigkeit zuerkannt hat, ergab sich hieraus die Möglichkeit ihrer Ab­beförderung nach dem Gebiet der Sowjetunion. Die Abbeförderung ist Dienstag d u r ch g e f ü h r t wor­ben. Die drei Bulgaren find am Dienstagnachmittag itn Moskauer Flughafen eingetroffen.

Kleine politische Nachrichten.

König Boris von Bulgarien traf Mitt­woch vormittag aus Coburg, wo er seinen Vater, den Zaren Ferdinand von Bulgarien, besucht hatte, in Berlin ein. Zu seiner Begrüßung hatten sich die Mitglieder der bulgarischen Gesandtschaft und der Chef des Protokolls, Graf Tattenbach, ein« gefunden.

Am 28. Februar 1934 scheidet aus dem Reichs­wehrministerium mit der Erlaubnis zum Weiter­tragen der bisherigen Uniform der A m t s ch e f des Heeresoerwaltungsamtes Ministe­rialdirektor T o e p p e n infolge Erreichung der Altersgrenze aus. Der Reichspräsident, der Reichs­wehrminister und der Chef der Heeresleitung haben die Verdienste des ausscheidenden Ministerialdirek­tors in anerkennenden Schreiben gewürdigt.

Auf dem Führerring des Nationalsozia­ti st i f ch e n Deutschen Studentenbundes wurde die erste der neugeschaffenen Ehren­nadeln des NSDSTB. vom Reichsführer Dr. ^täbel, dem ersten Bundesführer des NSDSTB., dem jetzigen Reichsjugendführer Baldur von s ch i r a ch verliehen.

Der Stellvertreter des Reichsjugendführers, Karl Nabersberg, hat eine längere Auslandsreise «ngetreten, die dem Besuch der Hitlerjugendgruppen Reichsdeutscher Jugendlicher in Ungarn, der Türkei und Griechenland dient. Eine Füh« ungnahme der Hitlerjugend mit den dort vorhan­denen nationalen Jugendorganisationen ist ebenfalls Zeabsichtigt.

Die Möglichkeit einer Umbildung des bri- lischen Kabinetts wird in der Presse erör- tert, doch geht aus maßgebenden Aeußerungen her­vor, daß eine Neubesetzung wichtiger Ministerposten frühestens im Mai erfolgen wird. In derDaily 'Jlail" heißt es, daß dem Premierminister die 'Schaffung eines P r o p a g a n d a m i n i- i Zeriums nahegelegt worden sei.

Der frühere litauische Ministerpräsident Wolde- naras, der seit seiner Rückkehr aus dem Aus- !nnde sich in Kowno aufhielt, ist auf Anordnung der ^taatssicherheitspolizei nach seinem frühe- >en Derbannungsort Esheneny ver- sich i ck t worden.

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Die Kämpfe zwischen den Aufständischen und den $egierungstruppen in Chinesisch-Turkestan lauern an. Die Aufständischen versuchen von I a r - fe n eine neue Offensive gegen Saschgar-Urumscha- lulscha einzuleiten. Die Lage der chinesischen Re- § erungstruppen wird als bedrohlich bezeichnet. Bei t?n Kämpfen um Kaschgar sollen über 300 Zivilper- V nen, Kinder und Frauen, von verirrten Kugeln g.e t ö t e t worden fein.

Aus aller Welt.

Schneesturm über England.

Weite englische Gebietsteile erlebten am Diens- fcg schwere Schneefälle. In Hüll sollen mehr pls eine Million Tonnen Schnee gefallen sein. 600 ilelephondrähte wurden abgerissen. An der Nordost- kiste Englands herrschte ein schwerer Schnee- t u r m mit einer Windstärke von 100 Kilometer in b?r Stunde. Im Hafen von Scarborough wurden Lchiffe von ihrer Vertäuung losgerissen. In Brid- liigton schlug ein großer Kugelblitz ins Wasser. Tarauf folgte ein heftiger Donnerschlag und ein schwerer Hagelsturm.

Schwere Vlullal in Dresden.

In der Dallotstraße hatte die 32 Jahre alte ge- scviedene Laborantin Erdmann eine Wohnung inne, be sie mit dem 31jährigen Psycho-Graphologen Ar­tur Killguß teilte. Wegen verschiedener Streitigkeiten aollte sie sich von Killguß trennen und ihre Sachen a«s der Wohnung holen. Zu ihrem Schutze hatte si sich einen Bekannten mitgebracht. Es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung mit Killguß, der dir Frau dieKehledurchzuschnerüen ver­suchte. Als der Bekannte der Frau zu Hilfe kam, wnndte sich Killguß gegen ihn und brachte ihm shwere Stichoerletzungen an Arm, Brust uib Rücken bei. Es gelang der Frau und ihrem Be­dsiter, aus der Wohnung zu flüchten. Während der *1 lseinandersetzungen hatte das vierjährige - ö h n ch e n des Killguß die Wohnung betreten. 21 s die Polizei eintraf, fand sie das Kind m i t durchschnittener Halsschlagader tot auf. Killguß hatte sich schwere Stichoerletzungen ^gebracht und den Gashahn aufgedreht.

(ine Frau als Anführerin einer Verbrecherbande.

Dor einiger Zeit verhandelte das Kasseler Schöf- r gericht gegen ein verbrecherisches Klee- a t t, dessen Anführerin die geschiedene Frau 7,nrgarethe Kohle aus Kassel war. Sie wurde u einer mehrjährigen Zuchthaus st rafe ver­teilt, und zwar wegen mehrerer Diebstähle und cr^ierer Straftaten, zu denen sie junge Leute anstif- c* ÄofHer Kriminalpolizei gelang es nunmehr, ) r aefährlichen Gewohnheitsverbrecherin nachzuwei- ?r daß noch weitere 34 Straftaten auf ihr cato kommen. In den letzten drei Jahren wurden

Garten- und Jagdhäuser zahlreiche Einbrüche

Heue Sensationen im Stavisky-Skandal.

Oer Schwindler als Tischgast des Polizeipräsidenten Chiappe und Wahl- Iinanzier von 29 Abgeordneten.

Paris, 28. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der so- zialistischeP o p u l a i r e" behauptet, daß der im Gefängnis sitzende frühere Bürgermeister von Bayonne und Abgeordnete G a r a t bei seinem Verhör vor dem Untersuchungsrichter eine bisher geheim gehaltene Erklärung abgegeben habe, die Sensation machen dürfte. Garat habe erklärt, er habe Stavisky gelegentlich eines von dem früheren Pariser Polizeiprä­fekten Chiappe gegebenen Essens kennengelernt. Auch der Schriftsteller Josef Kessel soll in den Staviskyskandal verwickelt sein, und zwar soll er 7 0 0 0 0 Franken bezogen haben.Petit Puristen" berichtet, daß S u z a n n e Blum, eine Verwandte des Sozia- li ste n f ühre r s Lsvn Blum, von St a- visky mit einem Scheck über 1 0 000 Franken bedacht worden ist. Rechtsstehende Blätter behaupten, die erste Sitzung des Stavisky« Ausschusses habe u. a. ergeben, daß die frühe­ren Minister de Monzie und Hesse ge­wisseSchritte" in der Angelegenheit unternom­men hätten. Weiter versuche man, die Namen von 29 Abgeordneten festzustellen, die nach den Wahlen von 1925 von Stavisky beglückwünscht worden seien und von ihmW ahlunter stüt- z u n g" erhalten haben sollen. Der seit Montag unter Anklage gestellte Privatsekretär Sta- viskys, Romagnilo, ist seit Samstag spur­los verschwunden. Als die Polizeibeamten ihn am Dienstagmorgen in seinem Hotel verhaften wollten, erfuhren sie, daß Romagnilo am Sams­tag mit feinem Freund ausgegangen und seither nicht wieder erschienen sei.

Der parlamentarische Untersuchungs­ausschuß für den Stavisky-Skandal trat Diens­tag erstmalig vollzählig zusammen. Die Kammer glich einer Mietswohnung am Umzugstermin. Ganze Lastwagen mit Aktenbündeln wurden angeschleppt. Die großen Räume des Un­tersuchungsausschusses konnten bald nicht mehr das Material fassen. Der Menge entsprechend war auch die Güte. Gleich beim ersten Griff förderten die Mitglieder des Ausschusses, die dem Ausschußbüro angehören und die Akten sortierten, mehrere hundert Scheckabschnitte zu Tage, die neben der Kleinigkeit von 25 000 Franken über Summen bis zu 200 Millionen Franken lauteten. Die Nutznießer dieser Zuwendungen Staviskys waren Abgeordnete, Journalisten, Bankdirektoren und Mittelspersonen, deren Tätigkeit sich wahr­scheinlich darauf beschränkte, die gefälschten Bonds der Bayonner Kreditanstalt an den Mann zu bringen.

Im Ministerrat gab Justizminister Chöron den Bericht des Präsidenten des Kassationshofes bekannt, der eine Untersuchung über die Ver­schleppung der Aburteilung der Sta- visky-Prozesse angestellt hat. Aus diesem Bericht ergab sich eine berufliche Verfeh­lung des Generalstaatsanwaltes im Seine-Depar­tement P r e f f a r t. Die von der Regierung Dala- dier vorgenommene Versetzung Pressarts vom Generalstaatsanwalt zum Rat am Kassationshof wurde rückgängig gemacht und die Absetzung Pressarts als Generalstaatsanwalt bestätigt.

Die Amtsenthebung Pressarts, eines Schwa­gers des früheren Ministerpräsiden­ten Chautemps, wird von der Rechtspresse mit offenkundiger Genugtuung begrüßt. Der Be­schluß der Regierung wird, so schreibt u. a.La Victoire", die Oeffentlichkeit etwas beruhigen; aber eine endgültige Beruhigung wird erst eintreten, wenn man d i e Mörder des Gerichtsrats Prince und ihre Hintermänner dingfest gemacht hat. Die Angelegenheit Prince wird in der Tat immer geheimnisvoller. DerMatin" hat einen eigenen Detektiv mit der Nachprüfung betraut und glaubt, auf Grund feiner bisherigen Feststellungen der Behauptung entgegentreten zu können, daß die Selbstmords) yvothese n.och nicht widerlegt sei. Das Blatt und mit ihm viele andere sind fest davon überzeugt, daß ein poli­tischer Mord begangen worden sei, dessen Urheber in Höch st en Kreisen zu suchen seien.

Oer Senat stellt sich hinter Ooumergue.

Paris, 27. Febr. (DNB.) Der Senat verabschie­dete am Dienstag mit 296 gegen 13 Stimmen den Haushalt für 1934. Die Einnahmen stellen sich auf 48 299 Millionen, die Ausgaben auf 48 267 Millionen Francs. Der Senat hat ferner den Ar­tikel des Haushaltsplanes, durch den die Regierung für dieses Jahr ausnahmsweise ermächtigt wird, auf dem Verordnungswege alle erfor­derlichen Einsparungen zu machen, ange­nommen. Ein Antrag eines sozialistischen Senators, diesen Artikel an den Ausschuß zurückzuverweisen, weil die Erteilung eines solchen Ermächtigungsge­setzes der republikanischen Tradition widerspräche, wurde vom Senat mit 277 gegen 19 Stimmen abgelehnt, nachdem Ministerpräsident Doumer- gue die Vertrauensfrage gestellt hatte.

Photographie und Raffeforschung.

Von Professor Dr. Karl von Hollander.

Photographie und Rasseforfchung.

Wer für die heute so viel besprochene Frage nach der rassischen Zusammensetzung des deutschen Volkes brauchbare Bilder sucht, der ist auf eine verhältnismäßig kleine Zahl angewiesen. Selbst das meiste von dem, was als deutsche Köpfe aus deut­schen Landschaften bezeichnet wird, läßt bestimmte Gesichtspunkte vermissen, die für den Rafseforscher von unbedingter Wichtigkeit find.

Alle diese Porträts sind für den Rafseforscher so gut wie unbrauchbar. Aber auch mit einem wirk­lich guten Porträt, wie sie die neuere Zeit in sehr beträchtlicher Anzahl zeigt, wird er für seine Zwecke nicht immer etwas anfangen können. Denn bei je­dem Porträt wird naturgemäß ein mehr oder we­niger malerischer Eindruck erstrebt. Dazu gehört eine harmonische Beleuchtung des Gesichts, die keine Einzelheit über Gebühr hervorhebt, eine nicht allzu scharfe Einstellung, damit die Einheit des Ganzen nicht auseinandergerissen wird. Diese Dinge aber sind für den Rasseforscher eher störend aj s aufschlußreich; denn er will ja nicht die Einzelpersönlichkeit ergründen, er braucht sie viel­mehr nur insofern, als in ihr überindioiduelle Züge enthalten sind, die in einer Sippe oder einer Rasse immer wieder Vorkommen. Diese Züge freilich muß er klar und deutlich erkennen können, einerlei ob sie sich im Porträt des einzelnen dem Bilde harmonisch einfügen oder nicht. Er braucht also scharfe Bilder, die die Profilierung des Kopfes und des Gesichtes deutlich zeigen.

Es ist selbstverständlich, daß gute Rassebilder nicht nur die körperlichen Merkmale deut­lich zeigen, sondern auch die seelischen Eigen­heiten widerspiegeln sollen. Das ist in hervor­ragendem Maße bei den Ausnahmen der Fall, die L. F. Clauß in seinen BüchernVon Seele und Antlitz der Rassen und Völker",Rasse und Seele" undDie nordische Seele" (alle drei im Beklag I. F. Lehmann, München) veröffentlicht hat. Dort wird der gleiche Mensch oft in 4 bis 5 Bildern ne­beneinander gezeigt, mit ernstem, lachendem, ange­spanntem oder verschlagenem Gefichtsausdruck. Aus diesen Bildern kann man die seelischen Eigenschaften ebenso ablesen wie die körperlichen.

Für ben Berufs- ober Liebhaberphotographen, der sich mit der Raffephotographie beschäftigen will (und die Rasseforfchung ist hier auf die Mitwirkung weiter Kreise angewiesen) wird es gut sein, sich die wichtigsten Gesichtspunkte zur Erzielung wissen­schaftlich vollwertiger Bilder klar zu machen. Dazu gehört, wie schon erwähnt, der bewußte Verzicht auf die in erster Linie malerische Wirkung. Es ge­hört ferner dazu die photographische Dar­stellung möglich st aller charakteristi­schen Rassemerkmale. Das wird sich nicht immer in einem Bilde bewerkstelligen lassen, son­dern häufig wird man den gleichen Men­schen von verschiedenen Seiten photo­graphieren müssen. Das Erscheinungsbild eines Menschen zeigt immer nur einen Teil der Erbeigen­schaften, während andere nur in der Erbmasse latent vorhanden sind und mit dieser an die nächste Generation weiter gegeben werden. Von diesen un­sichtbaren Erbeigenschaften wird aber ein Teil bei

den nächsten Verwandten ausgebildet sein. Es kann also sehr lohnend sein, die Bilder möglichst vieler Familienmitglieder aufzunehmen. Mit einem Material von zwei ober brei Familien kann der Rasieforscher häufig mehr anfangen als mit 200 oder 300 interessanten Charakterköpfen aus derselben Gegend.

Danach könnte es fast so aussehen, als ob die ganze Rassenforschung sich hier in Familienforschung auflöst. Das ist aber keineswegs der Fall. Eine Familienforschung in Photographien ist vielmehr nur ihre Voraussetzung, da der einzelne Mensch ja immer nur eine unvollkommene Ausprägung der in ihm ruhenden Erbkräfte ist, und ba eine Rasse­forschung, die an einem einzelnen Menschen alle Rassemerkmale glaubt feststellen zu können, immer ungenügend sein wird. Das ist gerade der unschätz­bare Dienst, den die Photographie der Rassefor­schung leisten kann und muß: sie ermöglicht eine Zusammenstellung und einen Vergleich der verschie­denen blutmäßig zusammengehörenden Menschen sogar über mehrere Geschlechterfolgen hinweg. Sie liefert, wenn üe es richtig anpackt, die Urkunden, aus denen dann die überinbioibueUen Rasfenzusam- menhange abgelesen werden können, aber sie tut bas nur, wenn sie darauf verzichtet, sich mit der Porträt­malerei auf eine Stufe zu stellen.

Preisausschreiben.

Die ZeitschriftVolk und Raffe" (I. F. Leh- manns Verlag, München 2 SIB.) schreibt in ihrem Februarheft folgende Preisaufgabe aus:

1. Es werden für den besten Vertreter oder Ver­treterin der wichtigsten in Deutschland vorkommen­den Rassen a) nordisch, b) fättsch, c) westisch, d) ostisch, e) dinarisch je ein 1. Preis in höhe von 400 Mark, je ein 2. Preis in höhe von 100 Mark, und zwanzig 3. Preise, bestehend aus je einem Gün­therRassenkunde des deutschen Volkes" oder einem gleichwertigen Werke ausgesetzt.

2. Es können Bildnisse aus allen deutschen Gauen und aus allen Volksschichten eingesandt werden. Je eine Vorder- und eine Seitenansicht und eine Auf­nahme der ganzen Gestalt ist erwünscht. Auf mög­lichst reine Rasfenmerkmale unter Vermeidung von Mischtypen wird Wert gelegt.

3. Den Preis erhält der Einsender des Bildes, er Hal dafür einzustehen, daß der Abgebildete mit einer etwaigen Veröffentlichung des Bildes einverstan­den ist.

4. Auf der Rückseite der Bilder ist a) der Name des Abgebildeken, b) die Herkunft des Vaters und der Mutter des Abgebildeten, c) Name mit genauer Anschrift des Einsenders anzugeben.

5. Einsendungen sind an I. F. Lehmanns Ver­lag, München, Paul-heyfe-Strahe 26, zu richten.

6. Letzter Einsendungstag ist der 30. Juni 1934.

7. Das Preisrichteramt haben übernommen: Pro­fessor Dr. h. F. k. Günther, Jena; Professor Dr. Reche, Leipzigs Dr. 23. k. Schultz, München.

verübt,, die nicht aufgeklärt werden konnten, Wie sich jetzt herausstellt, hat auch hier die Köhle ihre Hand im Spiele gehabt. Mit ihr ist ihr früherer Mann, der eine Zuchthausstrafe verbüßt, sowie der Schrei­ner Johannes Seidelrnann und der Arbeiter Willi Günther belastet worden, die ebenfalls im Gefängnis sitzen, allerdings wegen anderer Straf­taten. Die Verbrecher werden sich nun in einer neuerlichen Verhandlung wegen der noch nicht ab- ' geurteilten Straftaten zu verantworten haben.

Ein weiblicher Kaspar Hauser.

In der Irrenanstalt Bel-Air in Genf ist seit einigen Wochen ein junges Mädchen untergebracht, über dessen Herkunft man nichts weiß. Alle Be­mühungen der Schweizer Behörden, die Eltern oder Verwandten des Mädchens zu ermitteln, blieben bisher erfolglos. Am 18. Januar wurde bas Mäb- chen aus Frankreich abgeschoben unb nach ber Schweiz ausgewiesen. Das Mädchen irrte einige Tage umher und wurde schließlich von dec

Polizei aufgegriffen. Es zeigte Anzeichen von Geistesgestörtheit und kam in die Irrenanstalt Bel- Air. Hier nannte sich die Kranke einmal Hüde Mohr, ein anderes Mal Hildegard Moore. Sie be­hauptete am 23. April 1915 in Worms g e - boren zu fein. Eine Rückfrage in Worms ergab aber, daß diese Angaben nicht zutreffen. Zweifellos handelt es sich aber um eine Deutsche. Die Genfer Polizei hat sich daher jetzt an das Berliner Polizeipräsidium gewandt, damit alle Maßnahmen getroffen werden, um bas Geheimnis bieses jungen Mäbchens zu enthüllen. Das Alter des Mädchens wird auf 16 bis 19 Jahre geschätzt. Es ist 1,58 Meter groß, schlank, hat kastanien­braunes Haar, blaue Augen unb war mit schwarzen Mantel, buntgewebten Pullover, dunkelbraunem Rock, braunen Schuhen und dunkelblauer Basken­mütze bekleidet.

Amerikanische Verkehrsflugzeuge für die Lufthansa.

Wie Reichssuftfahrtminifter Göring kürzlich in einer stark beachteten Unterredung einem aus­ländischen Journalisten gegenüber erklärte, sind im Zuge der Entwicklung und Beschaffung weiteren erstklassigen Fluggerätes für die deutsche Luftfahrt auch einige Verkehrsflugzeuge in ben Vereinigten Staaten von der Deutschen Lufthansa a n g e f a u f t worden. Nachdem be­kannt wurde, daß das amerikanische Verkehrsflug­zeug Boeing 247 auf den transkontinentalen Strecken in ben Vereinigten Staaten in größerer Anzahl zum Einsatz gelangt ist, entschloß sich die Lufthansa, drei Flugzeuge dieses Musters von der Unidet Aircraft Export Inc. zu erwerben. Das mit zwei Motoren von je 550 PS ausgerüstete Ver­kehrsflugzeug ist ein freitragender Tiefdecker in leichter Metallkonstruktion. Die Kabine hat Raum für zehn Fluggäste. Das Flugzeug erreicht bei einem Flugbereich von rund 1060 Kilometer eine Reisegeschwindigkeit von 275 Kilometer in der Stunde. Der Ankauf der ausländischen Flugzeuge für den deutschen Luftverkehr ist hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt zu betrachten, das in Deutschland verwendete Luftfahrtgerät mit einem ber besten in USA gebauten Flugzeuge in der Praxis vergleichen zu können.

WiedeT planmäßiges Eintreffen der Südamerika- Flugpost.

Am Dienstag traf planmäßig die am Freitag, ben 23. Februar, von Sübamerika abgegangene Luftpost über die Atlantik-Luftpost- Strecke ber Deutschen Lufthansa in Deutschland ein. Dieser in ber planmäßigen Reisezeit durchgeführte Post- flug verdient besondere Beachtung, ba die Witte­rungsverhältnisse auf ber Strecke sehr ungünstig waren. An ber Durchführung dieses Fluges beteilig­ten sich wieber bie gleichen Flugzeuge und Besatzun­gen ber Deutschen Lufthansa und ber brasilianischen Luftverkehrsgesellschaft Synbicato Conbor Ltb. Post­schluß für den nächsten Postflug ist ber 2. März, 18 Uhr, beim Postamt Berlin C 2, ober beim Post­amt Stuttgart 9, am 3. März, morgens um 6.30 Uhr.

Aus dem fahrenden Zug gesprungen und tödlich verunglückt.

Im Bahnhof Hochspeyer (Pfalz) wurde die Leiche des verheirateten 26jährigen Mechanikers Fritz Schramm aus Fischbach bei Hochspeyer auf» gefunden. Beide Beine waren oberhalb des Knies abgefahren, der rechte Oberarm war verstümmelt. Es ist festgestellt, daß Schramm mit einem Zuge von Kaiserslautern nach Hochspeyer gefahren ist. Ein Reisender hat beobachtet, daß Schramm, nach­dem der Zug in Hochspeyer abgefahren war, aus dem fahrenden Zug sprang. Vermutlich hat er den Bahnhof Hochspeyer, wo er ausfteigen wollte, verschlafen.

Zwei Todesurteile wegen Kindesmordes.

Das Reichsgericht in Leipzig verwarf die von der 21jährigen Hausangestellten Margarete Groß gegen öas Urteil des Schwurgerichts Königsberg (Pr.) vom 25. Dezember v. I. eingelegte Revision als unbegründet. Damit ist die Angeklagte wegen Mordes rechtskräftig zum Tode unter Aber­kennung der Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt. Sie hatte am 5. September v. I. ihr zweites unehe­liches Kind zwei Wochen nach der Geburt in einem Sumpf ertränkt und drei Tage später ihre Ver­lobung gefeiert.

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Das Schwurgericht Frankfurt a. b. Ober verur­teilte den 25jährigen lanbwirtschaftlichen Arbeiter Bruno M u s i a l aus Neugörzig, Kreis Meseritz, wegen Mordes zum Tode. Musial, der in fei­ner letzten Hilfsstellung in Kleinrabe intime Bezie­hungen zu einem Mädchen unterhielt, war Vater eines unehelichen Kindes geworben. Um sich ber Unterhaltspflicht zu entziehen, hatte er in der Nacht zum 23. Juli v. I. das zehn Monate alte Kind auf geradezu bestialische Weise ermordet.

Vier Jahre Zuchthaus für einen Versicherungs­betrüger.

Im Prozeß gegen den Glasfabrikbesitzer Hermann Bulle, ber in Groß-Kayna bei Halle nach ein­wöchiger Verhandlungsdauer zu Enbe geführt würbe, oertünbete der Vorsitzende des Gerichts folgendes Urteil: Der Angeklagte Hermann Bulle wird wegen vollendeten Versicherungsbetruges In Tat­einheit mit versuchter Brandstiftung zu vier Jahren Zuchthaus und 50 000 Mark Geldstrafe, sowie zehn Jahren Ehrenrechtsverlust verurteilt.

Wettervoraussage.

Das Zentrum des umfangreichen Fallgebietes be­fand sich heute morgen über dem östlichen Deutsch­land. Durch seine Rückreise wird weiterhin ozeani- sche Luft nach dem Festland angesaugt, so daß das Wetter seinen wechselhaften Charakter beibehält. Vereinzelt ist noch mit etwas Schnee zu rechnen, doch läßt die Niederschlagstätigkeit allmählich nach. Kaltluft und vorübergehendes nächtliches Aufklaren verursachen nachts noch Frost.

Au sfichten für Donnerstag: Wechselnd bewölkt mit Aufklaren, Nachtfrost, vereinzelt noch etwas Schnee.

Lufttemperaturen am 27. Februar: mittags0,2 Grad Celsius, abends2,4 Grad; am 28. Februar: morgens0,3 Grad. Maximum 0,5 Grad, Mini­mum 3,2 Grad. Erdtemveraturen in 10 cm Tiefe am 27. Februar: abends 0,9 Grad; am 28. Fe­bruar: morgens 0,8 Grad. Niederschläge 3,1 mm. Schneedecke 6,9 cm.

Amtliche Wintersportnachricht.

Vogelsberg. Hoherodskopf: Nebel, 5 Grab, im Walbe 35 bis 45 cm Pulverschnee, 12 bis 15 cm Neuschnee; Spvrtmöglichkeit gut bis sehr gut._________________________________________________

Hauptschriftleiter: Dr. Friebrich Wilhelm Lange.

Verantwortlich für Politik: Dr. Friebrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für ben übrigen T«il: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Han« Beck, verantwortlich für ben Inhalt ber An- zeigen: Theobor Kümmel. DA. 1.34: 11 700. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.