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lyit Halbrechten nur noch ein Tor aufholen,

L W -er Leibesübungen 1934

Eine Rückschau. Das sportliche Leben in unserer Stadt.

wohner freiwilligen englischen und französischen Sprachunterricht. Es ist weiterhin geplant, auch die Schulkinder mit den besonders gebräuchlichen Rede­wendungen der englischen und französischen Sprache vertraut zu machen.

Brandenburgs Fußballer hatten am zweiten Feiertage vor 8000 Zuschauer die Gauelf Schlesiens zu Gast. Nach einem spannenden und schönen Spiele blieben die Vertreter der Reichs­hauptstadt mit 4:2 (2:1) erfolgreich.

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m 2) i ausländischen Gästen bei den Olympischen turj tlen 1936 gute Verständigung mit der ein- nQnnf;wn fa jctmifd) ! Bevölkerung zu gewähren, nehmen die eisen'stellten verbindlichen und die übrigen Ein-

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3 m Ausland weilten an den Festtagen eine ganze Reihe von süddeutschen Fußballmannschaften. Am besten schnitt der 1. FC. Nürnberg ab, der in Madrid eine einheimische Stadtelf mit 5:1 be­siegte. Wacker München gewann in Straßburg gegen AS. 6:0, der Freiburger FC. trennte sich vom FC. Belfort mit 3:3 und Ulm 94 wurde von FC. Kreuz- lingen (Schweiz) mit 4:2 geschlagen.

Kurze Sportnotizen.

! ( unb Niederlage verzeichneten die Hockeyspieler, Beckenham Wanderers, bei froDen Weihnachtsspielen in Frankfurt. Dem Sei unterlagen sie mit 1:3 (0:1), während sie bi Sportclub 1880 mit 3:0 (1:0) siegreich

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ig, snedberg mit 2:3 den ersten Sieg errungen L. 5-n Ausschlag bei diesem Spiel, das am ^röiife e ieiertag stattfand, gab die technische Heber» legftit t:i:ber Deutschen. Hervorzuheben ist noch die tinfoci .nb.eie Leitung des französischen Schiebs-

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Fußballsport.

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' Ähr 1934 war auf dem Gebiete der Leibes» ibur{ pr:in unserer Stadt bestimmt von einer In­en u erig und von einer Konzentration, die sich in >ei rfj einen S,1' r* -* ------- ** **

ei! hmpffport fesselt immer wieder aufs neue ALsvenden, wie auch die Zuschauer. Zwar, die

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Men Sportzweigen stark auswirkte. Kaum wglich, die Fülle dessen, was sich im ver­irr Jahr auf Gießener Sportstätten und

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H Ir»;e >nr® r,pl ber Vereine ereignete, im Rahmen des

v e r::r I nrsondere Bedeutung gewann. Die Leicht- athlclet^eister schäften des Kreises Gießen fanden stärkt - Beteiligung, der Reichsjugendwettkamöf for- berteZi Schuljugend heraus, die Universität trug ihre u ^sterfchaften aus und an den Gaumeister, schafuft;in Kassel beteiligten sich ebenfalls zahlreiche Gießtz:-: Sportler. Zielbewußt förderte der DsR.-R. die L:itathletik, nachdem der Olympische Sport» kludit s chlossen zum DfB.-R. übertrat. Ein Ereig­nis besonderer Bedeutung war die Durchfüh­rung- ter Marathonmeisterschaft b e 5 *iiij Norbhe ssen, der die teilnehmenden

lor irsri: in der Vorschlußrunde vor kurzer Zeit gegermfr; Elf ber TH. München. Großes Interesse fanb a \Vt der große Handball-Gaukampf N o rrll'ie ssen Baden, ber allerdings mit einen Vir eindeutigen Niederlage der Norohessen (6:211 Mete. Anfang des Jahres fah man einen anreagmtn Kampf zwischen 1900 und SC. Mainz. 1900'1 Mann damals mit 9:3. Don entscheidender Bedeäcuig in organisatorischer Hinsicht war die TatsckLk daß Handball zur s e I b ft ä n b i g e n F a li'L ilu l e erklärt wurde. Außerordentlich leb­haft i! uh mit bestem Erfolg wird der Handballsport in ö; si Endlichen Gemeinden unserer näheren und tneiteMiL Umgebung gepflegt. Auch das vergangene Jahrik suchte ein Hallen-Handballturnier. 19001 silO Tv. Lützellinden stellten die Sieger in den liltifin Klassen.

Bestsmers erwähnenswert ist bas

Faustballspiel.

Der tLinverein 1846 hat sich seine Pflege zu einer ernftriei Aufgabe gemacht. Die Spielstärke, bisher schonä ies beachtlich, hat eine Steigerung erfahren, unb 'L laufgewandte Mühe fanb schönen Lohn in e-nbrmknollen liegen. Der Turnverein von 1846 führte auch in diesem Jahre wieder ein großes T umi?r durch, in dem an 50 Spiele ausgetragen wurdLv.Die Gießener Faustballspieler konnten gegen schwillt i'Äegner den Sieger in ber 1. Klasse stellen.

liiöen, Pflegestätle ber Leichtathletik...

DlllLiichtathletik hat in unserer Stadt stets starke Fördit>:i_Iig erfahren. 1900, DfB., Mio., Universität sinb si l?-?n hauptsächlichste Träger. Im Frühjahr murhbjine Trainingsgemeinschaft aebilbet, die als erstes C::gmpiaDorbereitung anzusehen war. Die Spittie-rinigung führte in großem Rahmen wieder ihr r,.l i: t i o n a I e s" durch, das diesmal durch die Teilur^me des Zehnkampf-Weltrekordmannes S i e»

e^Iin9tn ^8'Mes 2:0;^ie Molms II ^"Zu chtz-u zahlen sind etwas jurücfgegangi " Ser°orf B, KchiMickM: i ber Anzahl der kämpfenden Mannschaf- * vöerbiel äugten b psi kaum eine Einschränkung gegeben. Unb H 15:0 ^af 1 t Ätig! Nach wie vor dienen die beiden hie- ]g ftanhpn R4^.9<n t:retnc' DfB.-Reichsbahn unb Svielver- - Ulanitfdinlf»" cinj9Lltl\ 1900, biesem Sport mit allen Kräften, iährenh unb dritte Mannschaften, Jugend- unb

sind faft jeden Sonntag auf edit(>n tont ^s-p-tplatzen zu finden. Es herrschte immer ^rpinnk?^ 1 c9 e!lr Derbandsspielbetrieb. Gesell- ierÄ^A - wurden zu gegebener Zeit ebenfalls

öni.s housiW .tusgetragen. Von besonderem Interesse rini«, v c1 lncffcr31 die Lokalkämpfe ber ersten Mannschaf- mn. Mieten biMDeiben Vereine. Ein großes Ereignis im MN zluf heSppriif em war der Kampf ber Elf ber Spielver- ^aste nicht L einiguin: gegen bie Mannschaft von Schwarz- hinaus, fo beje i a a r b r ii rf e n, mit dem eine große

w WB it jichßE feprogrsw®,' 'ftem. M' adjlen i« 5ieq und w Ische r fPrag. freu#«, imle« 5 chr 3.

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men'9 unter ZSaa c mbgebung oerbunben war. Ein Fuß- le wohl eine b a l Ii» r g a n g, ber (im April) hier abge» * keine zu ei hallens narbe unb ben hoffnungsvollen Nachwuchs Minute gelom vereirckg. erwies sich als sehr bebeutungsvoll. Führungstor'iL e i rn pir ge r wurde auf Lippert aufmerksam r folgte ber M unb ipö -erte ihn. DieLeinberger - Elf" , konnte je-och-xkonntiv-n re Spiele gegen Stabtrnannschaften von lich werden. ^Gießem rnb Marburg gewinnen. Starkes Interesse Dieseck. N Äikand i lc Fußballkampf zugunsten ber n seinerWeE i n ßcl h i lf e , Stadt gegen Land. In jüngster fit Mr eine -! ^-essierte bie Vereine besonders der U m -

rstMn es b\t (je® r u rn der Jugendarbeit des Deutschen irerft 'M MvFußb>«!bmdes. In den gegenwärtigen Fußball» fern l2r Dezirksklasse konnte sich die Elf ber

M noch V - 6pieli2»r:nigung an zweiter Stelle behaupten, ber tai a^i ' DfB.-Mchsvahn fiel allerdings stark zurück.

E Spiele Aus dem Handball-Lager

läßt ^chrmanches Erfreuliche berichten. Der Hand» fcflfWHit) I ii ballspÄl^trieb hat an Umfang zugenommen. Mtv., 1900,1 üjB.-R., Universität widmen sich diesem 1- ManchchM Spor L tzihr angelegentlich. Die Mannschaft der 'urnoereins bm Spiel:!»:! inigung wurde in bie Gauliga des irbenteich ein' neuern Gaues Nordhessen ausgenommen und konnte enAnapp!^sich c:uif:nglid) ausgezeichnet behaupten, sogar ge» mr 10 Monn/, räumte ieit die Tabellenführung unbestritten über» Ersatz. Darr: nehmreniJn jüngster Zeit ist die Elf allerdinas rnahm bald i* etroats jjrüdgefaüen. Die erste Elf des Mtv. kämpfte i den Sus^c1 etroaüi .:iglücklich, in der Hauptsache deshalb, weil M wieder nir sie sic.h t cht aanz auf den stark kämpferischen ^0» tten die W e rakteiL, nen bas Handballspiel anaenommen hat, "" L umsteilr konnte. Die Jugendmannschaft des Mtv.

hat L Lnmrtschaft auf die Meisterschaft ihrer Gruppe. DfB. Unentwickelte sich sehr gut und ist gefürchte­ter CSutier geworden. Die Universitäts-Handball» manmistift griff energisch in die Kämpfe um die D e u'i l|:g e Hochschulmeisterschaft und ver-

pi oer Vereine ereign

wigung stehenden Raumes zu umreißen, ei ci?r doch versucht, einen Ueberdlick zu geben: n brtestem Kreise wirkte wieder ber

Läufer von Gießen über Lich nach Eberstabt und zurück führte. F a u l s e i t (1900) fiel damals auf das angenehmste auf. Kilo, Gugel und Luh zeichneten sich in bie 30-Bestenliste der DSB. ein.

Die Arbeit ber Turnvereine

vollzog sich in gewohnter, verantwortungsbewußter Weise. Besonders widmete man sich stets der Jugend, bie in universeller Weise ertüchtigt wird. Zahlreiche Veranstaltungen, in denen die Jugend ihre Leistungen zeigen konnte, ließen bie hohe Bedeutung der Arbeit der hiesigen Turnvereine er­nennen. Die Turner führten im Mai eine eindrucks- volle Werbung durch. Selbstverständlich waren die Gießener beim Feldbergfest, beim Bezirksturnfest in Friedberg unb beim Kreisturnfest in Großen-Linden sehr stark vertreten. Ein Höhepunkt war bie unter ber Leitung bes hiesigen Gauoberturnwartes Paul durchgeführte Saarland-Treustaffel, zu der die Turnvereine alle verfügbaren Läufer stellten. Das Kun st turnen erfährt im Turnverein 1846 stetige Förderung, während der Mtv. stets mehr in den volkstümlichen Hebungen hervorragt. Ein schöner Erfolg für die Kunstturner des Bezirks Gießen wurde der Wettkampf Hessen-Saar in Bad- Nauheim. Auf dem Lande wurden zahlreiche Ge- räte-Mannschaftskämpfe durchgeführt. Die Alters» turner trafen sich in Braunfels, die Turner­schwimmer in Nidda. An Bedeutung gewinnt m Zukunft bie Dietarbeit in den Turnvereinen.

Die Schwimmer

traten verhältnismäßig wenig an die Öffentlichkeit. Erst die Reichsschwimmwoche lenkte bie allgemeine Aufmerksamkeit auf den Schwimmsport, ber in ben hiesigen Badeanstalten, wie auch im Dolksbad rege betrieben wurde. Die Reichsschwimmwoche rief die Jugend, die SA. und alle Interessenten auf den Plan. Dr. ©eifern sprach hier zum Auftakt dieser Werbewoche; eine große vielseitige Veranstaltung an ber Lahn beschloß die eindrucksvolle Werbung, bie mit großem Ernst betrieben worden war. Gie­ßener Schwimmer nahmen mit guten Erfolgen an auswärtigen Veranstaltungen teil. Der Gießener Schwimmverein trägt den Schwimmsport und das Springen in erster Linie. Ausgezeichnete Schwim­mer und Springer sind auch im Turnverein 1846 zu finden.

Ruberer Olympiahoffnung.

Die Ruderer konnten im vergangenen Jahre wieder viel von sich reden machen. Die Mannschaft der Gießener Rudergesellschaft 1877 stand als 23er- bandsachter sehr im Vordergrund und nahm an den größten deutschen Regatten mit besten Erfolgen teil. DasDeutsche Anrudern", eine in ganz Deutsch­land in gleicher Weise durchgeführte Veranstaltung, nahm auch hier einen eindrucksvollen Verlauf. Die üblichen Regatten wurden abgehalten unb brachten viele bekannte Mannschaften nach Gießen. Beson- bers waren bie Ruderer von ber Saar gerne ge­sehen. Der Städteachter konnte im harten Kampf gegen den Achter der Rennaemeinschast wieder von oer GRG. gewonnen werden. Die Renngemein- schaff, die Ruderer der GRG. und des Vereins Rudersport vereinigte, hat sich sehr günstig aus- gewirkt. Die Mannschaften des RuderklubsHafsia" unterwarfen sich einem eifrigen Training, zu gro­ßen Erfolgen reichte es aber leider nicht. Der Gie­ßener Rudersport ist eine Olympiahoffnung.

Bahnrennen unb Straßenrennen ber Radfahrer.

Der Gießener Radfahroerein von 1885 trat im vergangenen Jahre wieder mit Bahnradrennen auf dem Sportplatz der Spieloereinigung 1900 hervor und hat dem Radsport dadurch in Gießen wieder zu einer großen Popularität verholfen. Man sah eine Fülle spannender Kümpfe. Verschiedene große Streckenrennen wurden ebenfalls organisiert und brachten u. a. auch Gießener Rennfahrern ausge­zeichnete Erfolge. Der Saalsport wurde nicht ver­nachlässigt und trat bei mancher festlichen Gelegen­heit in Erscheinung. Gießener Radfahrer starteten bei vielen auswärtigen Rennen.

Fechten im Turnverein 1846.

Unter ber Initiative ber Brüder Gerhardt hat ber Fechtsport im Turnverein 1846 eine Pflege­stätte, in der schon seit Jahren diese edle Sportart ihre Förderung findet. W. Gerhardt konnte Gaumeister im Fechten werden. Damen und Herren widmen sich mit großem Eifer dem Sport. Bei mancher öffenllichen Veranstaltung traten die Fech- ter in Erscheinung und erfreuten durch ihre Ge­wandtheit .

Der Segelflug

hat in unserer Stadt eine Einschränkung erfahren, d. h. er steht gegenwärtig nicht so im öffentlichen In­teresse wie vordem. Immerhin sind einige besondere Erfolge zu verzeichnen. Fräulein Mendel flog bei Nieder-Ofleiden 6Vi Stunden und erreichte da­mit die beste Leistung, die je in Nieder-Ofleiden erreicht wurde. Einer der Brüder Schmidt konnte beim Rhön-Segelflugwettbewerb einen Tagespreis für Startüberhöhung gewinnen. An der Lupusheil­stätte landete im Sommer einmal ein Magdeburger Segelflieger, der an einem Wettbewerb bei Laucha an ber Hnstruth teilnahm.

Der Wintersport

konnte in ben Monaten Januar unb Februar noch recht eifrig gepflegt werben. Am 14. Januar fanden Sfirennen auf dem Hoherodskopf statt, bie u. a. auch einen Langlauf über 12,5 Kilometer brachten. Am 4. Februar sanden die S k i w e 11 kämpfe der Unioerfität statt, an denen auch Darmstädter unb Marburger Studenten teil» nahmen. Man sah ben Norweger Lyng aus- gezeichnet springen. Das Wetter gestattete sehr lange Zett ben Eislauf. Es gelangten Jugendwettkämpfe

zur Durchführung. Gießener Eisschützen übten sehr eifrig und nahmen an den Deutschen Meisterschaften in Braunlage teil. Der Eisverein hat für den gegen­wärtigen Winter alle Vorbereitungen getroffen; mit Eis scheint aber immer noch nicht zu rechnen zu sein. Die Skizunft trauert, daß auf dem Hoherods­kopfimmer noch nichts los ist". Skiklub unb Eis­verein entfalteten während der Wintersport- werbewoche eine eifrige Tätigkeit. Hervor- zuheben ist besonders ber launige Vortrag des Olympiatrainers Sörensen in der Aula der Unioerfität.

Der Motorsport

hatte in diesem Jahre einen wesentlichen Ausfall zu verzeichnen. Das RennenRund um Schotten" kam wegen einer gründlichen Strahenüberarbeitung nicht zur Durchführung. Zahlreiche Gießener Kraft­fahrer nahmen im Spätsommer an einer strapa­ziösen Geländefahrt im Vogelsberg teil. Im übrigen sorgen das NSKK. und die Motorftürme für Hebung und Sport.

Der kraftsport

wurde sehr angelegentlich von dem ersten Straft» unb Sportklub 1893 betrieben. Die Mannen biefes Vereins griffen in manchen Gaukampf ein, unb auch in Gießen wurde mancher spannende Wett­bewerb ausgetragen. Die hiesige Mannschaft konnte beachtliche Erfolge erzielen und sich einen guten Ruf sichern. Noch manche andere Sportart könnte hier gestreift werden. Der Reitsport vereinigte seine Anhänger auf vielen Ritten. Die Hubertus­jagd war ein großartiger Ausklang der Reitfaifon 1934. Tennis und Tischtennis wurden in kleineren Kreisen gepflegt. Gießener Schützen traten in vielen Wettbewerben hervor und ver­schafften sich in weitem Unitreis viel Ansehen. Gießener Schützen nahmen auch am Bundes­schießen in Leipzig teil. Erwähnt sei ferner, baß der Wasserskilauf einige Anhänger fand. Der

Höhepunkt war hier ein Lauf auf ber Lahn nach Wetzlar.

Außerordentliche Veranstaltungen

waren dieSuche nach dem unbekanntes Sportler" die in den verschiedensten Diszipli­nen durchgeführt wurde, eine Werbewoche für Leibesübung der Frau dürfte ihre Wir­kung nicht verfehlt haben. BdM. und HI. traten mit großen Sportfesten hervor. Zahlreiche Angehö­rige oer SA. unterwarfen sich bereits der Prüfung für das SA.-Sportabzeichen. Auch wurden viels Prüfungen für das Reichssportabzeichen durchge­führt. Gießener Schwimmer unterzogen sich den Lebensrettungsprüfungen. Die Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes für Leibesübungen wurde ge­gründet. Einen großartigen Höhepunkt im fport« lichen Leben unserer Stadt bildete die kürzlich durchgeführte Verpflichtung der Olympiakandidaten.

Zufammenschlüsse im Sport

Erfreulich ist es, von einigen Dereinszusammen» schlüssen berichten zu können. Als eine der bedeu­tungsvollsten Fusionen ist die Vereinigung des Ver­eins für Bewegungsspiele und des Reichsbahn- Turn- und Sportvereins zu bezeichnen. Erfreulich ist der Anschluß des OSC. an diesen Großoerein. Für den Rudersport war die am 2. Dezember voll­zogene Vereinigung von GRG. und Verein Ruder­sport ein Schritt vorwärts.

Die sportliche Betätigung in unserer Stadt, die von jeher als Dienst am Vaterlande aufgefaßt worden ist, stand im vergangenen Jahre mehr als je unter diesem Gedanken. Das neu hinzugetretene große Ziel ist die Vorbereitung auf die Olympiade 1936 in Berlin. Zielbewußter Weiterarbeit kann es gelingen, daß auch ein unb mehrere Söhne unserer Stadt das Vaterland vor der ganzen Welt zu ver­treten haben. Das Jahr 1935 wird äußerste Lei­stung bringen müssen.

Oberheffen

3u Bürgermeistern bztv. Beigeordneten berufen.

Zu Bürgermeistern ernannt wurden: Adam Lehning in Himbach (Kreis Büdingen), und Heinrich H i l ß II. in Merkenfritz (Kreis Büdingen). Zu Beigeordneten ernannt wurden: Adolf ©reif in Bisses (Kreis Büdingen), Heinrich Na- z a r e n u s III in Büches (Kreis Büdingen), Her­mann Ostheim in Gettenau (Kreis Büdingen), Richard Rupp in Merkenfritz (Kreis Büdingen) und Heinrich Kirchner III. in Michelnau (Kreis Büdingen.

Auto vom Zug erfaßt.

§ Lumda, 24. Dez. Gestern abend ereignete sich bei Einfahrt bes Personenzuges 1908 an dem Bahnübergang des Bahnhofs Lumda ein Unglücksfall, der glücklicherweise gut Der» lief. Das Auto eines Grünberaer Arz­tes, der von einem eiligen Krankenbesuch zurück­kam, wurde von der Lokomotive des anfahrenden Perfonenzuges knapp am Hinterwagen erfaßt und zur Seite geschleudert. Zum Glück blieb ber Fahrer unversehrt. Das starke Bremsen bes Lokomotivführers und das geistesgegenwärtige Doll­gasgeben des Fahrers retteten ein Menschenleben.

Landkreis Gießen.

r Klein-Linden, 26. Dez. Am ersten Steter- tag abend hielt dieSängervereinigung Eintracht-Harmonie" im Saale des Gast­hausesZur deutschen Eiche" eine Weihnachts­feier ab. Nach flotter Marschmusik der Kapelle Harnisch (Watzenborn-Steinberg) begrüßte der 23er- einsleiter, Kaufmann Fritz Jung VIII., die Besu­cher und betonte, daß jetzt nach der Einigung unse­res Vaterlandes und der Wiedereingliederung vieler Volksgenossen in den Arbeitsprozeß, nicht zuletzt auch durch die fegenbringende Arbeit der NSV. und des WH2V. an den noch Notleidenden, dank der unermüdlichen Arbeit unseres Führers und Volks­kanzlers Adolf Hitler, in vielen Familien ein fröhlicheres 2Leihnachtsfest gefeiert werde, als in den verflossenen Jahren. Der Vereinsleiter forderte zur weiteren Mitarbeit auf, die wir in erster Linie durch Opferwillen bezeugen müßten. Die reiche Vor- tragssolge brachte vorzüglich wiedergegebene Chor­lieder der Sängervereinigung unter Leitung von Chormeister Harnisch, von denen ein LiedDer Trommler von Deutschland", eine schwierige Kom­position von L. Baumann, besondere Erwähnung verdient. Die Kapelle Harnisch wartete mit ausge­zeichneten Musikoorträgen auf; ein besonderes Lob gebührt Herrn Schlund (Hausen), der mit seinem Trompetensolo großen Erfolg erzielte. Für heitere Stimmung sorgte Herr Luft (Gießen) mit seinen humoristischen Vorträgen, die beifällig Ausnahme fanden. Der Abend bedeutete für dieSängerver­einigung Eintracht-Harmonie", die zum ersten Mal nach Zusammenlegung der beiden Vereine mit einer größeren Veranstaltung an die Öffentlichkeit trat, einen schönen Erfolg.

00 Klein-Linden, 27. Dez. Heute beginnt in unserer Gemeinde eine Freizeit für M i t- Glieder der evang. Posaunenchöre in O b er Hessen. Etwa 50 Bläser aus allen Teilen Oberhessens sind daran beteiligt. Die Leitung liegt in den Händen von Pfarrer Bernbeck (Alsfeld), dem Vorsitzenden des oberhessischen Posaunenchor­verbands. Auch Pfarrer Lenz (Darmstadt), der frühere Vofitzende des Verbands, hat fein Kommen in Aussicht gestellt.

*Y" Großen-Linden, 26. Dej. Am Sonntag­abend fand in der Turnhalle eine Weihnachts­feier der Schüler- und Schülerinnen-Abteilung des Turnvereins statt. In bunter Folge zeig­ten die Kleinen vor den zahlreich erschienenen Zu­schauern ein abwechslungsreiches Programm. Unter der Leitung der Herren B u 11 m a n n und Klin - aelhöfer und der Turnerinnen Luise Weiß, Anna Weinandt und Ida Fett zeigten die Schüler und Schülerinnen ihre Kunst am Äerät, an den Ringen und im Bodenturnen, sowie in Reigen, rhythmische Freiübungen usw. Ein Märchenspiel, ebenfalls von den Kleinen aufgeführt, wurde mit reichem Beifall belohnt. Lieder und Gedichte wurden in guter Weise vorgetragen und gaben Ausdruck von dem Wollen der Arbeit. Für die umrahmende Musik sorgte eine aus Mitgliedern des Turnvereins zufammengestellte Kapelle. Der Vereinsführer Dr. Ernst Römer würdigte in feinem Schlußwort die mühevolle Arbeit und aufopfernde Liede der Leiter und sprach ihnen den Dank des Vereins aus. An­schließend erschien in Gestalt eines bekannten Tur­ners Knecht Rupprecht und verteilte aus seinem großen Sack einige kleine Gaben an die Mitwirken- den Kinder. Am Samstagabend fand im Saale des Gastwirts Ldg. Fader ein Kamerad- jchaftsabend des hiesigen SA. - Re­

serve stur ms 4 7/116, zusammen mit den zu dem Sturm gehörigen Kameraden von Allendorf, statt. Auch die Frauen waren zu dem Wend ein« geladen. Sturmführer Pg. Siegfried begrüßte die zahlreich erschienenen Sturmkameraden und Gäste, während anschließend Pg. Wronka an lange Zeit arbeitslose Kameraden Gfchenke von'der NSV. überreichte. Humoristische Einlagen und eine Kapelle sorgten für die nötige Unterhaltung. Bei Gesang und Tanz verlebten die Teilnehmer dann noch einige vergnügte Stunden.

tn. L a n g - G ö n s, 23. Dez. Am heutigen Sonn- tag veranstalttte der hiesige Posaunenchor eine Weihnachtsfeier in der Turnhalle. Der Besuck war so gut, daß die Turnhalle kaum alle Besucher fassen konnte. Musikvorträae des Posau­nenchors, Einzelvorträge eines Bläserquartetts (Boller, Heidbrink, Reh und Spies), ein Cello-Einzelvortrag von Richard Will und ein Lied des Gemischten Chores leiteten den Abend ein und fanden lebhaften Beifall. In feiner Ansprache gab der Ortspfarrer seiner Freude über den außer­ordentlich guten Besuch Ausdruck und wies darauf hin, daß das Weihnachtsfest nicht nur für Kinder fei, sondern auch für Erwachsene. Und sich immer mehr in den tiefen Sinn des Weihnachtsgeschehens zu versenken, sei für die Erwachsenen die eigentliche Weihnachtsfreude. Je älter man werde, desto schöner sei bann das Christfest. Es gebe wohl für den ein­zelnen Hindernisse, aber diese könne man weg­räumen. Weihnachten könne man nur als echter Christ feiern. 2ßir müßten zurückblicken und immer wieder staunen, wie deutsche Innerlichkeit in der Musik, in der Malerei und in der Baukunst deutsche Kulturwerte geschaffen habe. All diese Kultur sei nur auf christlichem Boden erwachsen. Auch unsere alten Krippenspiele seien solche Kulturgüter und sie zu pflegen, fei Aufgabe der Christen. Es folgte dar­auf ein solches Krippenspiel, das sich auf alt- schlesische Vorbilder stützte. In nahezu zweistündigem Spiel wurde die Geburtsgeschichte unseres Heilandes bargestellt. Die Anforberungen an. bie einzelnen Darsteller, bie fast burchweg aus Mitgliedern des Posaunenchors bestanden, waren recht hohe. Aber alle Lieder, Einzelgesänge und Duette wurden mei­sterlich wiedergegeben. Dazu kam, daß die Kostüme und die Szenerie mit größter Sorgfalt und feinster Farbenharmonie zusammengestellt worden waren. Das Spiel hielt in seiner urwüchsigen, tief inner­lichen Frömmigkeit die Zuhörer in seinem Bann unb wirkte außerorbentlich burch seine schlichten, un­gekünstelten Verse unb bie eingeftreuten Lieber. Der reiche Beifall am Schlüsse war wohlverdient.

* Lang-Göns, 24. Dez. Unter Leitung ber Hitlerjugenb wurde das Sonnwend­feuer auf demHellersberg" abgebrannt. In ber Feuerrebe wies Scharführer Otto Sommer auf den tiefen Sinn und die Bedeutung dieser Sonn­wendfeiern in der Vergangenheit und in ber Gegen­wart bin. Mitglieder des BdM. trugen Feuersprüche vor. Ein rollendes Feuerrad versinnbildlichte den alten Glauben an die steigende Sonne. Unter ge­meinsamem Gesang und geschlossenem Abmarsch nahm die Feier einen würdigen Abschluß. Bei der letzten Viehzählung wurde in unserem Dorfe gezählt: Rindvieh 948 Stück, Pferde 150, Schafe 192, Schweine 1515, Ziegen 115, Kaninchen 229, Federvieh 5068, Bienenvölker 47.

(D Gröningen, 24. Dez. Im Rahmen des Win» terhilfswerkes konnten 35 Napfkuchen der NSV. zur Verfügung gestellt werden. Sämtliche Weihnachts­teller, bie unsere Ortsgruppe für bie Vvlkswvhlfahrt zum Verkauf bringen sollte, wurden abgesetzt. Der Ertrag wird an die NSV. Kreisamtsleitung Gie­ßen abgeführt.

5 Steinbach, 26. Dez. Am 26. Dezember feierten die Eheleute Ludwig Schneider und Susanne, geborene Arnold, das Fest der sil­bernen Hochzeit. Am Heiligen Abend fand im Gotteshause eine Chri st vesper statt. Die Kinder hatten ein Weihnachtsdeklamatorium ein- geübt. Die drei Schulklassen fangen ihre Weih­nachtslieder unter Leitung ihrer Lehrer. Die Feier war gut besucht. Im Anschluß daran erhielt jedes Kind ein Weihnachtsbüchlein und von der Gemeinde durch Bürgermeister Rink einen Bleistift und ein Bild des Führers. Bei dem Festgottesdienst am ersten Feiertage wirkte der Evangelische Frauen­chor unter Leitung seines Dirigenten Musikmeisters A. Schleuse mit und fang zwei Chöre. Am 4. Advent hatten die Jungmädel die Eltern zu einer Feier einaelaben, die, gut vorbereitet, einen schönen Verlauf nahm. Der BDM. hatte seine Feier am Mittwoch vorher gehalten.

X Albach, 26. Dez. Am Abend des 24. De^ fand in unserer Kirche eine liturgische Christ- feier statt, die von der Gemeinde sehr gut be­sucht war. Lehrer Groh verschönte mit seiner Schulklasse die Feier durch den Gesang von fünf