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Druck der Drübl'lchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen

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Gießen, den 23. November 1934.

__Hessisches Amtsgericht.

Adventszeit

in der deutschen Kinderstube".

Freitag,30 .Nov.,20 Uhr,im Kinder« gartensaal Walltorstraße 59: Weibnachtsmusik und Vortrag.

Samstag u. Sonntag, l.u. 2.Dez., i.Fröbelseminar, Gartenstr.30: Ausstellung, Weihnachtswerk- stuben f. Kinder, Märchenspiel.

Besuchszeiten: Ausstellung 11-13 Uhr, 15-18 Uhr? Weihnachtswerk' stuben 15-18 Uhr. Märchensviel: 3 Vorsührg. an jedem Nachmittag.

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Mittwoch, den 9. Januar 1935, vormittags 9 Uhr, in den Saal der Wirtschaft Becker zu Bersrod geladen, unter Androhung des Rechts­nachteils, daß die Nichterscheinenden sowie die Nichtabstimmenden als dem beantragten Unternehmen beistimmend, mit der Wahl der Ver­treter einverstanden angesehen und mit ihren Einwendungen gegen die Art der Ausführung später nicht mehr gehört werden.

Gleichzeitig werden die Grundeigentümer und Wassernutzungsberech­tigten, welche an dem Unternehmen nicht unmittelbar beteiligt erschei­nen, aufgefordert, etwaige Einwendungen gegen das Unternehmen in der vorerwähnten Tagfahrt geltend zu machen, widrigenfalls die Ein­wendungen nach Ablauf der Frist nicht mehr berücksichtigt werden und nur noch privatrechtliche Entschädigungsansprüche gegenüber dem Unter­nehmen geltend gemacht werden können.

Gießen, den 23. November 1934.

Kreisamt Gießen. 3.23.: Grein.

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Bekanntmachung.

Betr.: Die Bildung einer öffentlichen Wassergenossenschaft zur Ent­wässerung in den Fluren 6, 7 und 8 der Gemarkung Bersrod.

Nachdem zur Ausführung von Entwässerungsanlagen in den Fluren 6 7 und 8 der Gemarkung Bersrod Antrag auf Bildung einer öffent­lichen Wassergenossenschaft gestellt worden ist und die Abteilung 1/e (Landwirtschaft) des Hessischen Staatsministeriums die Einleitung des Verfahrens zur Bildung der öffentlichen Wassergenossenschaft angeordnet hat wird hiermit bekanntgegeben, daß die Vorarbeiten hierzu vom Dienstag, den 18., bis Montag, den 31. Dezember 1934 einschließlich, auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei Bersrod zur Einsicht sämtlicher Grundeigentümer, deren Grundstücke in die zu verbessernde Fläche fallen, offen liegen. , r,, P r rr

Die Grundeigentümer werden zur Versammlung und Beschlußfassung sowie zur Wahl ihrer Vertreter für das weitere Verfahren auf

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 22. November 1934 bei der Firma Buderus'sche Eisen­werke Wetzlar, Zweigniederlassung Lollar, folgendes eingetragen: Dem Hermann Heinbach und Fritz Stauder, beide in Wetzlar, ist Gesamtprokura der­gestalt erteilt, daß jeder von ihnen zur Vertretung der Gesellschaft in Gemeinschaft mit einem Vor­standsmitglied oder einem stellvertretenden Vor­standsmitglied oder einem Prokuristen berechtigt ist.

Voranzeige 6957 d Dienstag, den 4. Dezember 1934: Mehelsuppe!

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In einer Elternversammlung der Hitlei und des BdM., die am Donnerstagabend Peftalozzischule stattfand, sprachen der Berufs und die Berufsberaterin des Arbeitsamts über das ThemaDie deutsche Jugen der Derusswah V*.

Berufsberater Or. Wagenbai führte in seinem Vortrage u. a. aus: Da gramm, das die deutsche Jugend an ihre geheftet hat, läßt sich in die Worte formt Dien ft am V o l k". Dienst am Volk ist i sehr eine Einzelhandlung, als vielmehr eine 1 einstellung, von der all unser Tun getrag, muß. Dienst am Volk, das ist das Program unsichtbar leuchtend stehen muß, nicht nur üb Geländespiel, nicht nur über dem Gebietsauf nicht nur über der Brotsammlung fürs Wint werk, sondern auch über dem Elternhaus, ül Schule, über der Lehrwerkstatt, auch über d russwahl.

Die Berufswahl der deutschen Jugend stehen, einmal unter dem Gesichtspunkt pevsöntichen Eignung, sodann unter dem sichtspunkt der Erfordernisse des deutschen 1 schaftslebens. 2Nit der Neigung ist noch nich Eignung, mit dem Wollen noch nicht das nen gegeben. 2Ran muß daher mehr nach Eignung, als nach der Neigung des 3uc lichen fragen.

Es ist unmöglich, den Menschen seelisch au oder vergüten zu wollen, wie einen Edelste ist falsch zu glauben, Fähigkeiten durch T grundsätzlich drillen zu können, auch dort, roi der Auslese nicht zutage treten. Es gibt nii Erworbenes, sondern auch Angeboren! gibt nicht nur Milieu, sondern auch E r b g sind nicht alle Menschen einander gleich uni begabt. Im einen überwiegt die Gabe der b nen Vernunft, im anderen der unbändige V dritten die wachen und scharfen Sinne. Die 2 der ungleichen, individuellen Begabung muß Berufswahl im Hinblick auf die verschiedene forderungen Berücksichtigung finden. Es ist ni wichtig, ob ein vorwiegend passiv aufnehmei anlagter, oder ein mehr aktiv und spracht) Junge sich für den Derkäuferberuf entscheidet für einen Jungen trotz seiner Aktivität nicht I los, ob er sich in die Eigenart fremder M einfühlen kann oder nicht, wenn er z. B. Ve in einem Konfektionsgeschäft werden will, wichtig für einen Jungen, der Kaufmann will, zu wissen, ob er Organisationsgabe bes ist wichtig für einen Jungen, der Stenotypi den will, zu wissen, ob er eine logische Ko tionsgabe hat, denn wie könnte er ohne sie im Diktat sinnvoll ausfüllen. Ein Junge, d robuste Natur, der einen großen Bewegung Betätigungsdrang hat, in dessen Seele Die vielerlei eingeht ohne festen und sachlichen wird nie in seinem Leben ein Feinmechanll nau so wenig wie der körperlich schwache Jui Schmied, der wissenschaftlich Unbegabte e lehrter.

Darum stellt die Berufsberatung über schönen Wunschtraum der Blutter, übet nuhgerichteten Erwägungen des Vaters über die augenblickbestimmte Neigung des des die Eignung. Jugend, die die Eignun, der Berufswahl entscheiden laßt, kann fid mußt werden ihrer Kraft, der Möglichkeit Aufstieges, der Bedeutung des Willens, bei durchsetzt. Solche Jugend kann der Konkui ins Auge schauen.

Außer nach der Eignung muß die deutsche ! sich auch nach den Erfordernissen des deutscher schaftslebens richten. Deutschland braucht nie Autoschlosser, Elektro-Jnstallateure, Kaufleut dern auch Former, Dreher, Elektroschweißer, Schmiede, Kräfte in der Landwirtschaft. Will

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Beschluß.

Ueber den landwirtschaftlichen Betrieb (Eigen- tümerin-Pächterin-Betrieb) der Wilhelm Euler Ehe­frau Illargarete, geb. Hofmann, zu Treis a. d. Lda. wird das Entschuldungsoerfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldverhäll- nisse vom 1. Juni 1933 heute um 8 Uhr eröffnet.

Die Landesbauemkafse Rhein-2Nain-Neckar e.G. m. b. h. zu Frankfurt a. 2TL wird zur Entschuldungs- stelle ernannt. 6943D

Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre An­sprüche bis zum 31. Dezember 1934 bei dem unter­zeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Ads. 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachtelle.

Gießen, den 20. November 1934.

__Hessisches Amtsgericht._______________

Berichtigung.

Beschluß: Das Entschuldungsverfahren über den landwirtschaftlichen Betrieb der Ludwig Reusch- ling Wwe. Marie, geb. Bast, aus Rödgen ist am 12. Oktober 1934 vom Hessischen Amtsgericht Gießen eröffnet worden. 6265D

In der Anzeige am 24.10.34 hieß es irrtümlich I Roden,

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Bekanntmachung

betreffend die Regelung der INilchanlieferuog-

Mr haben in den Aushängekasten der Stadt Gießen die Anordnung des Milchoersorgungsvek' bandes Rhein-Main, betr. die Regelung des Milch' einzugs der Molkereien in den Kreisen Büdingen, Friedberg und Gießen vorn 15. November 1934 M Aushang gebracht. Die Interessenten werden oul diese Anordnung hierdurch besonders hingewiesen.

Gießen, den 22. November 1934. 6948b

Bürgermeisterei Gießen: Ritter, Oberbürgermeister

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