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Oie deutsche Jugend vor der Berufswahl

In einer Elternvevsammluug der Hitlerjugend und des BdM., die am Donnerstagabend in der Pestalozzifchule stattfand, sprachen der Berufsberater und die Berufsberaterin des Arbeitsamts Gießen Aber Vas ThemaD i e deutsche Jugend vor der Berufswahl".

Berufsberater Or. Wagenbach

führte in seinem Vortrage u. a. aus: Das Pro­gramm, das die deutsche Jugend an ihre Fahne geheftet hat, läßt sich in die Worte formulieren: Dienst am Volk". Dienst am Volk ist nicht so sehr eine Einzelhandlung, als vielmehr eine Grund­einstellung, von der all unser Tun getragen sein muß. Dienst am Volk, das ist das Programm, das unsichtbar leuchtend stehen muß, nicht nur über dem Geländespiel, nicht nur über dem Gebietsaufmarsch, nicht nur über der Brotsammlung fürs Winterhilss- werk, sondern auch über dem Elternhaus, über der Schule, über der Lehrwerkstatt, auch über der Be­rufswahl.

Die Berufswahl der deutschen Jugend muh stehen, einmal unter dem Gesichtspunkt der persönlichen Eignung, sodann unter dem Ge­sichtspunkt der Erfordernisse des deutschen Wirt­schaftslebens. Wil der Neigung ist noch nicht die Eignung, mit dem wollen noch nicht das Kön­nen gegeben, wan muh daher mehr nach der Eignung, als nach der Neigung des Jugend­lichen fragen.

Es ist unmöglich, den Menschen seelisch aufstocken oder vergüten zu wollen, wie einen Edelstahl. Es ist falsch zu glauben, Fähigkeiten durch Training grundsätzlich drillen zu können, auch dort, wo sie in der Auslese nicht zutage treten. Es gibt nicht nur Erworbenes, sondern auch Angeborenes, es gibt nicht nur Milieu, sondern auch Erbgut. Es sind nicht alle Menschen einander gleich und gleich begabt. Im einen überwiegt die Gabe der besonne­nen Vernunft, im anderen der unbändige Mut, im dritten die wachen und scharfen Sinne. Die Tatsache der ungleichen, individuellen Begabung muß bei der Berufswahl im Hinblick auf die verschiedenen An­forderungen Berücksichtigung finden. Es ist nicht un­wichtig, ob em vorwiegend passiv aufnehmend ver­anlagter, oder ein mehr aktiv und sprachbegabter Junge sich für den Derkäuferberuf entscheidet. Es ist für einen Jungen trotz seiner Aktivität nicht belang­los, ob er sich in die Eigenart fremder Menschen einfühlen kann oder nicht, wenn er z. B. Verkäufer in einem Konfektionsgeschäft werden will. Es ist wichtig für einen Jungen, der Kaufmann werden will, zu wissen, ob er Organisationsgabe besitzt. Es ist wichtig für einen Jungen, der Stenotypist wer­den will, zu wissen, ob er eine logische Kombi na- tionsgabe hat, denn wie könnte er ohne sie Lücken im Diktat sinnvoll ausfüllen. Ein Junge, der eine robuste Natur, der einen großen Bewegungs- und Betätigungsdrang hat, in dessen Seele viel und vielerlei eingeht ohne festen und sachlichen Umriß, wird nie in seinem Leben ein Feinmechaniker, ge­nau so wenig wie der körperlich schwache Junge ein Schmied, der wissenschaftlich Unbegabte ein Ge­lehrter.

Darum stellt die Berufsberatung über den schönen Wunschtraum der wutter, über die nuhgerichteten Erwägungen des Vaters und über die augenblickbestimmte Neigung des Kin­des die Eignung. Jugend, die die Eignung bei der Berufswahl entscheiden läßt, kann sich be­wußt werden ihrer Kraft, der Möglichkeit des Aufstieges, der Bedeutung des Willens, der sich durchsetzt. Solche Jugend kann der Konkurrenz ins Auge schauen.

Außer nach der Eignung muß die deutsche Jugend sich auch nach den Erfordernissen des deutschen Wirt­schaftslebens richten. Deutschland braucht nicht nur Autoschlosser, Elektro-Jnstallateure, Kaufleute, son­dern auch Former, Dreher, Elektroschweißer, Küfer, Schmiede, Kräfte in der Landwirtschaft. Will darum

die deutsche Jugend, daß alle Schlote rauchen, daß alle Räder laufen, dann muß sie bei ihrer Berufs­wahl auch daran denken, daß nicht in irgendeinem Beruf ein Mangel an Nachwuchs sich einstellt. Der Jugendliche, der diese Tatsache bei seiner Berufs­wahl in Berücksichtigung zieht und das Opfer eines vielleicht lang gehegten Berufswunsches im Inter­esse des Volksganzen bringt, kann sich bewußt sein, daß diese Entscheidung Dienst am Volk, Bekenntnis zu Deutschland, Sozialismus der Tat ist.

Berufsberaterin $rl. Or. Haufsig sagte in ihren Ausführungen zu dem Thema des Abends u. a. folgendes:

In der Berufswahl ist nötig: die Besinnung auf die veränderte Gesamtlage. Jeder von uns hat eine weltanschauliche Umstellung vor­nehmen müssen. Der Persönlichkeitsgedanke ist durch den Gemeinschaftsgedanken abgelöst. Das ist eine Volksrevolution größten Ausmaßes. Sie hat eine Wendung nach innen mitgebracht. Nicht einzelne, selbstbestimmte Handlungen nimmt der neue deut­sche Mensch mehr vor, er handelt und setzt den gan­zen Menschen ein im Hinblick auf die Gemeinschaft. Es herrscht die lebendige Verbundenheit von Mensch zu Mensch, Volksverbundenheit, auch im persönlichen Bereich und in der gesamten Lebenshaltung. Die neue, nationalsozialistische Zeit mit ihren neuen politischen Formen formt auch einen neuen Men­schen, erfaßt ihn bis ins Innerste.

Die Stellung der Frau im Volk ist bedingt durch ihre naturgegebene Bestimmung zum Wuttertum. Die Frau allein ist nicht denk­bar. Die Begriffe: Mutter, Kind und Familie gehören zusammen. Das Leben der Frau ist die stärkste und lebendigste Verbindung zu an­deren Menschen, ein Leben mit ständiger Opfer­bereitschaft, Hingabe und Gemeinschaftsbejahung.

Die Familie ist die wichtigste und kleinste Zelle des Volkes: Zur Sicherheit und Erhaltung des Volksbestandes, als Hüterin der Sitte und Kultur, als Stätte der ersten Gemeinschaftserziehung des Kindes. In der Familie liegt die Tradition, in ihr werden alle Lebensgüter weitevgegeben. Schule und Jugend-Organisation ergänzen nur die Erziehung in der Familie. Die besondere volkswirtschaftliche Bedeutung der Frau liegt darin, daß die Familie gleichzeitig die kleinste Wirtschaftseinheit ist, in der die Frau etwa 75 v. H. des Volkseinkommens aus­gibt.

Die Stellung der Frau in der Familie wird mit Unrecht als eine enge Welt angesehen. Sie bedeutet nicht nurKochtopf', sie ist eine weite Welt, ist der Mittelpunkt, in dem sich alle anderen Lebenskreise schneiden. Von allen Familienmitgliedern strömt das Leben von außen zum Mittelpunkt: zur Frau, Hausfrau und Mutter. Sie nimmt Überall Anteil, schafft nötigen Ausgleich, gestaltet das Leben nach innen, erzieht alle Familienmitglieder zur Ein­ordnung und zur Sitte.

hier ist das Arbeitsgebiet der Frau entspre­chend ihrem gesamten Wesen, hier schafft sie Neues und Selbständiges von sich aus, nimmt nicht mehr nur Mannesart an. Daraus ergibt sich: Die Frau hat nur einen Beruf, den als Frau, Mutter und Hausfrau, hierzu ist sie berufen".

Was anderes find die Berufstätigkeiten. Deren gibts viele. Sie sollten alle möglichst eine Vorbereitung auf den Beruf der Frau enthalten. Nötig ist eine Berufstätigkeit des Mädchens aus wirtschaftlichen Gründen, sowohl um bei der Beschaffung der Mit­tel zur eigenen Familiengründung mitzuhelfen, als auch zur Erziehung des Mädchens zur Gemeinschaft und zur sinnvoll gerichteten Tätigkeit. Auch in In­dustrie, Handwerk und Handel wird die Frau be­rufstätig sein, aber nicht für immer, sondern bis der Beruf für sie Hauptsache wird. Die Berufstätig­keit der Frau ist geschichtlich begründet. Vor 100 Jahren war die Frau fast nur im Hause tätig. Mit dem Uebergang vom rein landwirtschaftlichen und

handwerklichen Aufbau zum Industriellen trat die Frau stark ins wirtschaftliche Leben ein, es entstand dadurch auch die Frauenbewegung. Im Krieg mußte aus der Not eine Tugend gemacht werden, die Frau trat fast allgemein an die Arbeitsplätze der Männer. 1925 verteilte sich die Frauenarbeit in der Wirt­schaft folgendermaßen (in Millionen): Industrie 3, Handel und Verkehr 1,5, häusliche Dienste 1,4, Hand­werk 0,3 und Landwirtschaft 4,9. (Die hohe Zahl der in der Landwirtschaft tätigen Frauen erklärt sich daraus, daß hier viele Familienmitglieder mit- f) elf en.)

Der Unterbringung der Mädchen in der Wirt­schaft sind Grenzen gesetzt: weil die Wirtschaft nur bedingt aufnahmefähig für Mädchen ist, weil der letzte und der jetzige Jahrgang beson­ders stark ist und weil die Knaben und jungen Männer als spätere Familiengründer und -er- halter in erster Linie in Arbeit kommen müssen.

Es besteht also eine Kluft zwischen Berufswunsch und Berufsmöglichkeiten. Das zeigen folgende Zah­len: Wenn von 2000 Mädchen 500 Schneiderinnen werden wollen, 160 geeignet find und 54 Lehrstellen zur Verfügung stehen, oder wenn bei 160 zu Ver­käuferinnen geeigneten Mädchen 90 Lehrstellen vor­handen sind, dann müssen die Berufswünsche anders gerichtet werden. Hier ist Ueberfüllung, dagegen besteht Mangel an weiblichen Kräften in der Land­wirtschaft, im Haushalt und in einigen wenigen handwerklichen Berufen, etwa in dem der Putz­macherin oder Friseuse.

Umstellung ist also erforderlich bei den Mäd­chen und den Eltern: Verzicht auf den Verufs- wunsch, Einfügung in das Ganze, hinwenden zu dem verbleibenden, noch großen Gebiet weiblicher Berufe: haushalt, Familie, alle aus

dem haushalt herausgegliederten Berufe, Kör­perpflege, Krankenpflege, soziale Berufe. Ganz besonders ist die Umstellung auf den haushalt nötig.

Dafür ist die hauswirtschaftliche zweijährige Lehre mit Lehrvertrag und Prüfung geschaffen und das hauswirtschaftliche Jahr, das eine Art Arbeitsdienst der 14jährigen ist, ohne gegenseitige Vergütung, bei freier Unterkunft, Verpflegung und Krankenkassen­beiträgen. Hierdurch wird erreicht einerseits Ent- lastung der kinderreichen Mütter und arbeitsüber, lasteten Hausfrauen, anderseits bei den jungen Mäh. chen: Körperliche Kräftigung, vielseitige geistige und körperliche Kräfteschulung, Erleichterung des Heber, gangs ins Leben unter fraulicher und Familien- obhut, Erlebnis der Freude am Schaffen bei Ein. fatz aller Kräfte, also Durchbildung aller Anlagen des Körpers, des Charakters und des Gefamtver. haltens. Dies ist um so mehr nötig da die Le. bensgestaltung immer mehr in den Händen der Frau ruht je nüchterner, sachlicher und an. spruchsvoller die Arbeitswelt des Mannes wird. Die Frau kann diese Aufgaben nur lösen, wenn sie sich früh genug an sie heranmacht.

Schonung der Kräfte ist nicht Erhaltung der Kräfte, Einsatz der Kräfte ist Stärkung der Kräfte! Tausendfältig strömt der Segen de»

Einsatzes zurück.

Ganz selbstlose Opfer können nur wenige bringen. Alle aber können haben die Einsicht und die Ve- finnung auf die Gemeinschaft, aus t>er die tiefsten Kräfte erwachsen. Das verpflichtet zu Dank und Hingabe, und indem wir geben, nehmen mir; um so mehr, je freier wir find.Frei sein heißt nicht, tun dürfen, was du möchtest, sondern tun wollen, was du mußt."

Oberheffen.

Kreis Friedberg.

+ Butzbach, 26. Nov. Dieser Tage gingen von hier aus fünf Eisenbahnwagen voll Kartof­feln nach Frankfurt, die von den Orten der Umgebung für die bedürftigen Volksgenossen in der Großstadt gespendet wurden. Es lieferten: Nieder- Weisel 528 Zentner, Fauerbach v. d. H. 324 Zent­ner, Ostheim 194 Zentner, Hochweisel 179 Zentner, Langenhain - Ziegenberg 167 Zentner, Münster 73 Zentner, Maibach 66 Zentner, Bodenrod 34 Zentner, Hausen 21 Zentner. Das Gesamtergeb. nis war 1586 Zentner. Der gestrige Toten­sonntag fand feinen Ausklang in einer Litur­gischen Totengedenkstunde in der Stadtkirche, bei der die Konzertsängerin Mia Brücke! und Kon­zertmeister L o r a n d , beide aus Bad-Nauheim, mitwirkten. Erstere brachte mit ihrer ansprechenden Stimme Lieder zu Gehör. Zwischendurch spielte Konzertmeister L o r a n d einige Stücke auf dem Cello. Die Begleitung lag in der Hand des Or­ganisten, Studienrat Werner. Der Kirchenchor fang einen vierstimmigen Choral. Der Ueberschuß aus der Veranstaltung kam dem Winterhilfswerk zugute.

Kreis Bübingen.

tz. Nidda, 26. Nov. Im benachbarten Unter- Schmitten feierte der namentlich in Turner­kreisen bekannte Lehrer Ferdinand Wolf in Ge­sundheit seinen 60. Geburtstag. Schon seit seiner frühesten Jugend steht er mit aller Begeisterung in den Reihen der Deutschen Turnerschaft, ständig be­strebt, das Turnen in den ländlichen Vereinen den einfacheren Verhältnissen entsprechend zu fördern und dort, wo man dem Turnen noch tatenlos gegenüberstand, neue Turnvereine zu gründen.- Die November-Sammlung für das Eintopfgericht ergab in der hiesigen Orts­gruppe, wozu noch die Gemeinden Bad Salzhausen, Kohden und Michelnau zählen, die ansehnliche Summe von 328,80 Mark. Seither war es nicht selten, daß infolge schwerer Maschinen, Autolasten u. a. die Verdichtungen und Schieber der hiesigen Wasserleitung in den Hauptstraßen in Mit­leidenschaft gezogen und dadurch beschädigt wurden.

so daß kostspieliges und zeitraubendes Aufgraben dieser Stellen notwendig wurde. Zur Beseitigung dieses Mißstandes hat man nun einen geräumigen Schacht aus Beton hergestellt, der von einer dicken Eisenbetonschicht abgedeckt ist.

-s- Ortenberg, 26. Nov. Am Samstagnoch« mittag erlitt das vierjährige Söhnchen de, hiesigen Landwirts Wilhelm E m m r i ch dadurch einen schweren Unfall, daß der Junge, der von fei­ner Mutter mit dem Hereintragen von Brennholz in die Küche beauftragt war, zum Versuch die Axt hob, wobei er sich so unglücklich traf, daß er sich den Daumen und drei Finger seiner link en Hand abhackte. Das bedauernswerte Kind mußte nach Anlegung eines Notverbandes in das Büdinger Krankenhaus transportiert werden.

* Wenings, 27. Nov. Der schwer verunqM ten Ehefrau unseres Altbürgermeisters Schmid/, die mit einem komplizierten Knöchelbruch in die Chirurgische Klinik nach Gießen eingeliefert wurde, mußte im Verlauf des gestrigen Abends das Bein amputiert werden. Der Unfall erscheint um so tragischer, als die Verunglückte bereits im hohen Alter von 71 Jahren steht.

Kreis Alsfeld.

st. K i r t o r f, 26. Nov. Die Eintopfgericht. f a m m l u n g brachte in unserer Ortsgruppe her NSV. folgende Beträge: Kirtorf 27,85 Mark, Lehr­buch 17,60 Mark und Erbenhausen 14,15 Mark. Insgesamt wurden also 59,60 Mark aufgebracht. - In der Mühle von Hugo Boß ereignete sich dieser Tage ein eigenartiger Unglücksfall, der leich schlimmste Folgen haben kannte. Dor Sohn bft Müllers war während der Arbeit der Transmission zu nahe gekommen, von der seine Kleider erfaßt wurden. Geistesgegenwärtig stieß der junge Müller einige Fensterscheiben durch, hielt sich an dem eisernen Fensterrahmen fest und stemmte sich mit den Beinen fest an die Wand. Dadurch erreicht er, daß ihm durch die Transmission wohl die Kleider vom Leibe gerissen wurden, er selbst aber nicht in das (Betriebe kam. Der Verunglückte erlitt einige Schnittwunden an den Fingern und einen Rippen­bruch.

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In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 22. November 1934 bei der Firma Buderus'sche Eisen­werke Wetzlar. Zweigniederlassung Lollar, folgendes eingetragen: Dem Hermann Heinbach und Fritz Ständer, beide in Wetzlar, ist Gesamtprokura der­gestalt erteilt, daß jeder von ihnen zur Vertretung der Gesellschaft in Gemeinschaft mit einem Vor­standsmitglied oder einem stellvertretenden Vor­standsmitglied oder einem Prokuristen berechtigt ist.

Gießen, den 23. November 1934. 6944D

________________Hessisches Amtsgericht.________________ Lw. E. 87 (a) / 34.

Beschluß.

Ueber den landwirtschaftlichen Betrieb (Eigen- tümerin-Pächterin-Betrieb) der Wilhelm Euler Ehe- ftau Wargarele, geb. Hofmann, zu Treis a. d. Lda. wird das Entschuldungsoerfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldverhält- nisse vom l.Juni 1933 heute um 8 Uhr eröffnet.

Die Landesbauernkaffe Rhein-Wain-Neckar e.G. m. b. h. zu Frankfurt a. 2H. wird zur Entschuldungs­stelle ernannt. 6943D

Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre An­sprüche bis zum 31. Dezember 1934 bei dem unter­zeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Abs. 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachtelle.

Gießen, den 20. November 1934.

___________ Hessisches Amtsgericht._______________

Berichtigung.

Beschluß: Das Entschuldungsverfahren über den landwirtschaftlichen Betrieb der Ludwig Reusch- ling Wwe. Marie, geb. Bast, aus Rödgen ist am 12. Oktober 1934 vom Hessischen Amtsgericht Gießen eröffnet worden. 6265V

In der Anzeige am 24.10.34 hieß es irrtümlich Roden,

Bekanntmachung

betreffend die Regelung der Wilchanlieferung.

Wir haben in den Aushängekasten der Stadt Gießen die Anordnung des Milchoersorgung''ver' bandes Rhein-Main, betr. die Regelung des Milch' einzugs der Molkereien in den Kreisen Büdingen, Friedberg und Gießen vom 15. November 1934 jum Aushang gebracht. Die Interessenten werden aus diese Anordnung hierdurch besonders hingewiesen.

Gießen, den 22. November 1934. 69486

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