Einzelbild herunterladen

Dr. Hugo Ibfcher.

Oberheffen

Der weltberühmte Papyrus-Konseroator am Neuen Museum in Berlin, Dr. h. c. Hugo Ibfcher, wird am 28. September 60 Jahre alt. Sein Werde­gang war ungewöhnlich. 1891 trat er als Buchbin- derlehrling bei der Aegyptischen Abteilung des Neuen Museums ein und wurde damit beschäftigt, beim Aufkleben von Papyrusresten behilflich zu sein. Im Laufe seiner 43jährigen Tätigkeit wurde er der unbestritten bedeutendste Papyrus-Konserva- tor der Welt, der in Würdigung dieser Tatsache von der internationalen Wissenschaft mit den höchsten Ehren ausgezeichnet wurde.

Neben dieser beruflichen und fachlichen Ausbildung werden im Winterbildungsplan, in Gemeinschaft mit dem Goethebund, auch kulturelle und künst-

bestehe, so führte Pg. S t e i n u. a. in seiner kurzen Ansprache an die Gießener Mitarbeiter aus, nicht nur die Verpflichtung, innerhalb der Winterbil­dungsarbeit innerpolitische und kulturelle Gebiete, Rohstoffmarkt und Siedlungswesen, die Bedeutung und die Struktur der Wirtschaft zu streifen und zu erfassen, sondern darüber hinaus müsse, wie in Gie­ßen richtig erkannt und vorgesehen, Fachbil­dungsarbeit geleistet werden, damit jeder Be- rufskömerad durch planmäßige Förderung seines beruflichen Wissens zur Höchstleistung im Beruf be­fähigt werde.

Wie die weltanschauliche Schulung von PO- SA. und SS. übernommen werde, so wolle die Deutsche Angestelltenschaft in der Deutschen Ar­beitsfront ihren Mitgliedern durch berufliche Schulung das Rüstzeug zur Weiterbildung geben.

Der Gießener Winterbildungsplan bietet jedem Berufskameraden interessante allge­meine, sowie auch fachliche Bildungsmöglichkeiten, deren Art durch die einzelnen Berufsgemeinschaften

Lause des Winterhalbjahres ferner Betriebs- Besichtigungen durchgeführt, um dem Angestell­ten die Bedeutung des betreffenden Wirtschafts­zweiges, die Arbeitsstätte des deutschen Volkes, die Gröhe der Technik und des Geistes vor Augen zu führen.

Friedbergs elektrische Anlagen an das Ueberlandwerk verkauft.

LPD. Friedberg, 26. Sept. Rach langwieri­gen Verhandlungen zwischen der Stadt Fried­berg, der Provinzialdirektion Ober­hessen und dem Ueberlandwerk Ober­hessen in Friedberg ist nunmehr eine Einigung dahin erzielt worden, dah die Stadt Fried­berg ab 1. September d. 3. ihre gesamten elektrischen Anlagen an das U e b e r - tandwerk Oberhesfen in Friedberg ver­kauft und damit die Einzelversorgung an das Ueberlandwerk abgetreten hat.

Landkreis Gietzen.

Kleines Licht! - Was nun

Ein kleines Licht im Dunkel der Nacht! Spender von Lebenskraft für manchen verzweifelnden Wanderer! Wenn aber gegen solch ein kleines Licht in der Nacht ein Niesenscheinwerfer mit seinen Spiegeln Strahlen« bataillone anmarschieren läßt, und wenn sie sich dem Wanderer in die Augen stürzen, dann übertönt die Blendung den heiteren Schimmer des Lichts, und die Frage drängt sich auf:Was nun?"... Dem Unter« schiede zwischen dem kleinen Licht und dem großen

entspricht der Unterschied zwischen der beschaulichen Empfehlung des Kaufmannes der alten Zeit und der modernen Werbung durch die Anzeige. Oer Kaufmann kann nicht mehr an seiner Ladentür mit einer freundlichen Handbewegung den Käufer einladen, die Ware oder wenigstens das Schaufenster zu besichtigen. Er ist sich bewußt, daß er viel mehr Menschen als Käufer erreichen kann, wenn er die Möglichkeiten ausnutzt, die ihm die Zeitungsanzeige an die Hand gibt. Sie erlaubt ihm, die Freundlichkeit des schlichten, kleinen Lichtes mit der Kraft des Niesenscheinwerfers zu vereinigen: und sie ermöglicht ihm eine außerordent« liche Vermehrung seinerSchaufenster"

Oke Zeitungsanzeige stellt täglich dem Geschäftsmann hellerleuchteteSchaufenster innerhalb jedes Hauses und jeder Familie zur Verfügung. Nicht bloß das,- der Werbungtreibende kann nach und nach sein ganzes Lager, jeden Sonderartikel, in seinem gedruckten Schaufenster mit all der Liebenswürdigkeit ausstellen und anbieten, die den alten Geschäftsmann an der Ladentür auszeichnete. Er kann jeden Wunsch des Käufers vorausahnen,- auch dessen Wunsch, preise zu wissen. Das gilt auf dem Lande, für die Kleinstadt, di« Mittelstadt und die Großstadt in gleicher Weise:

Oie Anzeige in der Zeitung hilft jedem verkaufen!

mannsgehilfe in seiner Berufsgemeins ch a f t der Kaufmannsgehilfen mit den verfchie- densten Fachgruppen, wie Buchhandel, Banken, Ta- bakfabrikation und -großhandel, Textilgroßhandel und Lebensmittelgroßhandel, in Vorträgen und Lehrgängen, in Uebungsfirmen und Arbeitsgemein­schaften ' viel Neues, das sicherlich dazu beitragt, sein Wissen zu erweitern. Auch die B e r u f s g e- meinschaft der Büro- und Behörden- a n g e st e l l te n sieht für ihre Mitglieder eine Reihe lehrreicher Vorträge, Wochenendlehrgänge und Uebungsfirmen vor, und zwar besonders in ihren Fachgruppen der Sozialversicherungs-Angestellten, der Rechtsanwalts-, Notariats- und Justiz-Angestell­ten der Finanz- und Versorgungsamts-Angestellten und der Kommunal-Angestellten. Die B e r u f s g e - meinschaft der Werkmeister mit ihren Fachgruppen der Zigarrenindustrie und der Metall­industrie bietet ihren Mitgliedern naturgemäß in Vortrag und Lehrgang neben allgemeiner Weiter­bildung viel Wissenswertes auf dem Gebiet der Technik, und zwar sowohl für den jungen Werkmei­ster, wie auch für den älteren, erfahreneren Berufs­kameraden. In derBerufsgemeinschaftder Techniker wird ebenfalls allgemeine und tech-,^... ,------. _ .

nische Facharbeit geleistet. So werden neben den l e r i s ch e Darbietungen in Wort und Bild allgemeinen monatlichen Vorträgen in den Fach-> geboten.

gruppen des Baugewerbes, der Eisen- und Metall­industrie, sowie in der Fachgruppe Gas, Wasser und Elektrizität eine größere Anzahl Lehrgänge, Kurse und Uebungsfirmen, die in Theorie und Pra- xis den technischen Berufskameraden schulen sollen, durchgeführt. Und schließlich hat auch die B e r u f s- qem'einschaft der weiblichen Angestell- t e n ein ansehnliches Programm für Beruf und Hauswirtschaft fertiggestellt. Neben Maschinenlehre,- ben und Kurzschrift, Buchführung und Schriftver­kehr werden den weiblichen Angestellten auch Haus- wirtschaftliche Kenntnisse im Kochen und Backen, tm Nähen und Flicken, im Gartenbau und m fünft- lerifchen Handfertigkeiten vermittelt.

Von allen Verufsgemeinschaften werden im

auch weiterhin im Geist ihres Wahlspruchs(M zu Ehr und dem Nächsten zur Wehr" zu arbeiten,. Anschließend an den Gottesdienst fand vor dem rätehaus und der für die 17 im Weltkrieg gefall,,, nen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr ßjJ angebrachten Ehrentafel eine ©eben f f eier statt. Stiftsdechant Kahn gedachte in ehrendes Worten der für Volk und Vaterland gefallene,. Kameraden.

<£ Bellersheim, 26. Sept. Dieser Tage fQnj in unserer Gemeinde eine O b st b a u m z ä hlu»g statt. Es wurden feftgefteüt: Apfelbäume (1111), Birnbäume 652 (128), Süßkirschen U (230), Sauerkirschen 15 (7), Hwetschen 892 (M Mirabellen 131 (83), Reineclauden 18 (1), Aprils 7 (), Pfirsich 9 (2), Walnuß 17 (4). Die in Klammer bedeutet die Anzahl der noch nitj tragenden Bäume.

Kreis Schotten. 1

n. Schotten, 24. Sept. Die FeuerschuV woche wurde gestern mit einem großangeleglg Brandangriff abgeschlossen. Am vergangenen Mo^ tag- und Mittwochabend hatten schon gröfjeq Brandübungen stattgefunden, die die hiesige ^euen wehr auf ihrer alten Höhe zeigten. Am gestrig Sonntag fand zunächst vormittags ein gemeinsame Kirchgang der Wehr statt, in dem Pfarrer Römer über den hohen Sinn der christlichen Nächstenliedji predigte. Nachmittags fand ein Umzug durch hin Straßen der Stadt mit Musik statt, wobei bie 5ßebr. ihre geschichtliche Entwicklung in Gestalt der W,> geführten Geräte zeigte. Dorn marschierten Wehrmänner mit ben alten Feuereimern, es folgt, die kleine alte Feuerhandspritze, banach bie große,, Spritze, bie lange Stehleiter, bie mechanische ßeife: usw., zuletzt bie Motorspritze. Am Rathaus murb; ein großangelegter Prandangriff voraeführt. Motorspritze bewährte sich hierbei besonders gut. Auch die Sanitätskolonne wirkte mit. Nach büi Hebung trat die Wehr vor dem Rachaus an. Regi-m rungs-Assessor Denker beglückwünschte namers des Kreisamts die Wehr und sprach über ben Sinr ber Feuerschutzwoche. Förster Heller mies or bie Bedeutung bes deutschen Waldes und befl'w Schutz vor Feuer hin. Kommandant © t a n g fpraqi noch mahnenbe Worte an bie Wehr.

-+- Eichelsdorf, 24. Sept. Infolge Erreich^ der Altersgrenze ist der Förster der hiesigen Föch; rei Schmidt in den Ruhestand getreten. P vier Jahrzehnte betreute er den heimischen WM Als pflichttreuer und dienstfreudiger Beamter über seine Reviergrenzen hinaus bekannt, durften sich allgemeiner Verehrung und Hochachtung ti freuen, die nicht zuletzt auch seinen menschlich- Eigenschaften galten. Auch im Ruhestände bleibt o hiesiger Ortsbürger und wird seinem ehemalig

mit ihren Fachgruppen bestimmt wird. i---

So findet der junge, wie auch der ältere Kauf- Herzberger abgehalten. Die Bevölkerung beteiligte

sich einmütig an der Festlichkeit. Infolge des schönen Herbstwetters waren zahlreiche Gäste aus der nähe­ren und weiteren Umgebung erschienen. Nach einem fröhlichen Umzug durch die Straßen des Dorfes begann der Tanz. Vier flotte Tanzb'urfchen in alt­hergebrachter Kirmestracht sorgten für Ordnung auf den Tanzböden. Die Räume des Gasthauses waren bald überfüllt. Ueberall fah man frohe Gesichter. Einheimische und Auswärtige verbrachten in echt nationalsozialistischer Volksverbundenheit einige schöne Stunden. Besonders gemütlich war es am zweiten Kirmestag, der wie der erste in bester Harmonie verlief. Allgemein ist man der Ansicht, schon lange keine so schöne Kirchweihe mehr erlebt zu haben.

)( L i ch, 26. Sept. Die Ortsgruppe Lich des Deutschen Bundes für christlich-evan­gelische Erziehung in Haus und Schule veranstaltete gestern Abend im Gemeindesaal einen Vortragsabend. Der Geschäftsführer des Bundes, Pfarrer Otto (Berlin) sprach über das Thema Die ganze Bibel soll es sein". Er begründete diese Forderung für die Arbeit in Schule, Haus, Kirche, Volk und Vaterland. Gemeinsam gesungene Choräle und eine einleitende Ansprache des Leiters der Ortsgruppe umrahmten den Abend, der leider nicht so besucht war, wie es angesichts des wichtigen Themas wünschenswert gewesen wäre. Der Abend war eine rechte Einleitung für die 400jährige Ju­belfeier der deutschen Lutherbibel, die am dies­jährigen Reformationsfest begangen wird.

= Lich, 26. Sept. Die Feuerfchutzwoche fand in unserer Stadt am Sonntag durch die ge­schlossene Teilnahme der Freiwilligen Feuerwehr und der Sanitätskolonne am Vormittags- gottesbienft in der Marienstiftskirche einen würdigen Abschluß. Stiftsdechant Kahn sprach über Psalm 127, Vers 1, ging auf die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehren ein, würdigte die selbstlose Arbeit der Wehren und forderte sie auf,

z Großen-Linden, 27. Sept. Der Schran­kenwärter i. R. Georg Menges IX. begeht in vollständiger körperlicher und geistiger Frische am 29. September seinen 8 0. Geburtstag. In seinem langen Leben ist er von ernstlichen Erkran­kungen stets verschont geblieben. 41 Jahre lang war er an der Main-Weser-Bahn beschäftigt, 30 Jahre war er ununterbrochen auf dem Posten 74 I (im Walde zwischen Großen-Linden und Gießen) als Schrankenwärter tätig. Von der Eisenbahn­direktion Frankfurt a. M. hat er für 25- und 40- jährige Dienstzeit Anerkennungsurkunden mit Me­daillen erhalten. Dor vier Jahren konnte er mit feiner Ehefrau Christine Menges, geb. Menges, die auch im 78. Lebensjahr steht, die goldene Hoch­zeit feiern. Beide arbeiten noch tatkräftig in dem landwirtschaftlichen Betrieb ihres Schwiegersohnes, bei dem sie wohnen, mit; besonders während der Erntezeit greift der alte Herr noch tüchtig an.

y Harbach, 26. Sept. Am Sonntag fand hier zum ersten Male feit fechs Jahren wieder Kirch- weihe statt. Sie wurde in der Gastwirtschaft

Reviere nahe fein.

Kreis Alsfeld.

xr Nieder-Gemünden, 23. Sept. <:i Rahmen der Feuerschutzwoche oeranftate die hiesige freiwillige Feuerwehr einen nächtlich? Brandangriff. Donnerstagabend war ebenfalls ri einer Hebung der Wehr ausgefüllt. Heute fand c: schioffener Kirchgang der Wehr statt. Am MitL zogen sämtliche Züge mit geschmückten (Berte durch die Ortschaft. Ein großanaelegter Brandt griff unter Mithilfe der Motorspritze bildete te Ab chluß. Heute wurde durch die Provinz^ Verwaltung das Obst versteigert. Der Ißm« stellte sich auf etwa 2 bis 3 Mark pro Korb, fe handelte sich durchschnittlich nicht um Tafelobst, te Behang war mäßig.