darüber wachen, daß sich niemand
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r in bei selbstverschuldeter Existenzunfähigkeit.
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Mit dieser Zielsetzung hat die Arbeit der Reichsberufsgruppen in der Deutschen Arbeitsfront begonnen; dank der vorhandenen und anerkannten Einrichtungen der Deutschen Angestelltenschaft wird hier zunächst der Wille und Weg zielbewußter Berufserziehungsarbeit im Winterhalbjahr 1934/35 erkennbar.
An der Ausgestaltung des Winterbildung s- planes 1 934/35 der Deutschen Angestelltenschaft ist auch in Gießen kräftig gearbeitet worden. So konnte von dem Unterbezirksleiter der Gießener Ortsgruppe, Dipl.-Kaufm. Pg. Mertens, und seinen Mitarbeitern der Winterbildungsplan der Gießener Ortsgruppe im Rohbau fertig gestellt und vom Bezirksleiter der DAF., Pg. Stein- Frankfurt a. M. und seinem Bezirksreferenten Pg. Otto, Frankfurt a. M. in einer eingehenden Besprechung einer sachlichen Prüfung unterworfen werden. Es
stättengewerbe, die an dessen Verelendung viel Schuld mittrage, ein Ende bereitet worden. Weiter begrüßte der Redner die Schaffung der Güte- Kommission innerhalb des Verbandes, die von den Mitgliedern in Anspruch zu nehmen sei, wenn für die einzelnen Betriebe unüberwindliche wirtschaftliche Schwierigkeiten auftauchen. Durch die Tätigkeit dieser Kommission seien bisher im Reiche rund 22 000 Betriebe, die an sich gesund seien, erhalten worden. Mit Nachdruck wandte sich der Redner sodann gegen die Gemeinde getränte st euer, die die unmoralischste Steuer sei, die es je gegeben habe. Die Stadtverwaltung werde gebeten werden, diese Steuer vom nächsten Voranschlag ab nicht mehr in Ansatz zu bringen. Ferner sprach sich der Redner gegen die Inanspruchnahme von Bank- und Br a u e r e i k a p i t a l für die Gaststättenbetriebe aus; er berichtete in diesem Zusammenhänge davon, daß der Präsident des Reichseinheitsverbandes auch in dieser Hinsicht den Weg der Selbsthilfe des Gaststättengewerbes in Aussicht gestellt habe. Sodann machte der Redner davon Mitteilung, daß der Reichseinheitsverband die Regierung um die Beibehaltung und strenge Handhabung der Konzessionssperre und die Beseitigung der überflüssigen und ungesunden Wirtschaftsbetriebe ersucht habe. Er nahm Stellung gegen die Sonder- belastuna der Gaststätten mit Stempelabgabe
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rtoe angestellt werden.
^xistenzunfähigeBetriebe müssen grbaut werden, damit die anderen Be- ) wieder eine richtige Existenzgrundlage erhal-
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ergnügungsfteuer für Rundfunkapparate, da hierin eine ungerechte steuerliche Ausnahmemaßregel gegen das Gaststättengewerbe zum Ausdruck komme. Die Zigaretten- Verkaufsautomaten in den Gaststätten seien
rtoi iö Einheitliche Preisfestsetzungen t"'L‘ jiotels, Restaurants und Pensionen. Diese Regelt soll aber keine öde Gleichmacherei bringen, ihm innerhalb der bestimmten Berufsgruppen nid) Rang und Stufe die Festsetzung eines be= fahbren Richtpreises zum Ziele haben, der allge- h,1 ntfeir und ausnahmslos eingehalten werden muß.
11 5. LKonzessions-Entziehungsverfah-
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Man schreibt uns: Wenn im Felde ein Befehl zum Angriff kam, war es dem einzelnen Soldaten nicht freigestellt, im Graben oder im Unterstände sitzen zu bleiben. Er mußte sich, wenn es zum Angriff kam, dem gemeinsamen Willen einstigen, um gemeinsam den Sieg zu erringen. Nur so war die heldenmütige Leistung des deutschen Heeres im Weltkriege möglich.
Die Zeit der Erniedrigung liegt hinter uns. Das Volk ist wieder auferstanden, neuer Lebenswille ist in uns eingekehrt. Das Fundament für den Neubau eines einigen Deutschen Reiches ist vom Führer gelegt. Manche siegreiche Schlacht ist im Laufe des letzten Jahres seit der nationalsozialistischen Revolution geschlagen worden. Der Kampf um Arbeitsbeschaffung, der Kampf gegen Hunger und Kälte, der Kampf um Zurückeroberung auch des letzten deutschen Arbeiters hat große Erfolge gebracht.
Es darf keine einzige schaffende Hand im schaffenden Deutschland erlahmen, um an dem gigantischen Werk unseres Führers mitzuarbeiten.
Die Waffen, die wir in dieser großen Schlacht zur Verfügung haben, sind ausschließlich g e i st i -
Höchste Berufsleiflung.
Vorschau auf die Winterbildungsarbeit 1934/35 der Deutschen Angestelltenschaft, Ortsgruppe Gießen.
$ etaftungen, insbesondere Beseitigung der ($ elnnfefteuer. Die Getränkesteuer hat nicht das gkbl.cht, was man in den Städten von ihr eruier t hat. In Limburg ist die Getränkesteuer be-
Brauereien abzuschließen, bevor mit der Organisation Fühlung genommen sei; in Zukunft werde die Lebensfähigkeit der Gaststätten strenger als bisher geprüft und im Falle der Lebensunfähigkeit keine neue Konzession erteilt werden. Mit den Zigarettenfabriken seien neue Verhandlungen wegen des Ausmaßes der Verdienstspanne im Gange, wenn diese Spanne nicht größer werde, müsse auch hier die Selbsthilfe Platz greifen. Zum Schluß forderte er alle Betriebsführer und Gefolgschaftsmitglieder im Gaststättengewerbe auf, stets nationalsozialistisch zu denken und zu handeln und eifrig mitzuarbeiten am Aufbau eines gesunden Gaststättengewerbes im nationalsozialistischen Staate. (Lebhafter Beifall.)
Bezirksfachgruppenwalter pg Morjan, Frankfurt sprach hierauf über die Bedeutung der neuen Tarifordnung für das Gaststättengewerbe im Wirtschaftsgebiet des Treuhänders der Arbeit für Hessen. Aus seinen eingehenden Darlegungen ist unter dem Gesichtswinkel des Interesses der Allgemeinheit besonders hervorzuheben, daß die neue Tarifordnung aus dem nationalsozialistischen Gemeinschaftsgeist entstanden ist. Die neue Regelung soll mit Wirkung ab 1. September 1934 in Kraft treten. Sie enthält umfassende Vorschriften über alle Angelegenheiten des Arbeitsverhältnisses und der daraus gegebenen Pflichten und Rechte des Vetriebsführers und der Gefolgschaft. Für die Angehörigen des Gaststättengewerbes in der Stadt Gießen ist besonders hervorzuheben, daß die in der Tarifordnung nach dem Maßstab der Generalrichtlinien bestimmten Lohnsätze einen Abschlag von 15 Prozent erfahren. Ferner ist in die- dem Tarifvertragswerk auch die Grundlage für die Lehrlingsausbildung durch eine neue Lehrvertragsordnung zeitgemäß gestaltet worden. Der Redner gab der Erwartung Ausdruck, daß die Betriebsführer und die Gefolgsleute das neue Tarifwerk stets im Geiste der aufrichtigsten Zusammenarbeit und der engen Arbeitsgemeinschaft durchführen möchten.
KreishandwerksführerStühler-Gießen unterstrich diese Erwartung mit kurzen, eindringlichen Worten und forderte alle Angehörigen des Gaststättengewerbes auf, stets im Sinne des Na- 1 tionalsozialismus zu arbeiten und mit aufzubauen ; zum Wohle der deutschen Gesamtheit. Er schloß : hierauf die Kundgebung mit freudig aufgenomme» ; nen dreimaligen Sieg-Heil-Rufen auf den Führer . und Reichskanzledr Adolf Hitler und das t deutsche Vaterland.
habe schnell erkannt, daß das deutsche Gaststättengewerbe nicht so unbedeutend sei, wie es unter dem früheren System angesehen wurde. Der Führer und Kanzler Adolf Hitler habe nach den fünfzehn schmachvollen Jahren des überwundenen Systems das Gaststättengewerbe völlig ruiniert vorgefunden und sich mit feiner Regierung sofort bemüht, dieses Gewerbe wieder auf eine gesunde Grundlage zu bringen. Freilich müsse dabei beachtet werden, daß das, was in fünfzehn Jahren verfehlter Wirtschaftspolitik zerstört wurde, in eineinhalb Jahren nicht schon wieder aufgebaut fein könne. Die große Bedeutung des Gaststättengewerbes gehe schon daraus hervor, daß es durch den Fremden-, insbesondere den Ausländerverkehr in Deutschland zu einer Haupteinnahmequelle für Devisen geworden sei. Der Redner begrüßte sodann, daß die Regierung die Zwangsorganisation für das Gast- stättengewerbe geschaffen habe, weil nur auf diesem Wege jeder Gaststätteninhaber heran- gezogen und mitverpflichtet werde zum gemeinsamen Aufbau des Gaststättengewerbes. Kein Berufsangehöriger dürfe sich dieser Mitarbeit entziehen, erforderlich fei aber auch, daß überall vertrauensvoll Hand in Hand gearbeitet werde. Der Zwangsorganisation des Gaststättengewerbes müßten sämtliche konzessionierten Inhaber von Lokalen zum Abgabe von Speisen und Getränken zum
werde waren.
10. Gestaffelte Polizei st unde für das gesamte Gastwirtsgewerbe, das in fünf Betriebsgruppen eingeteilt werden muß. Die Polizeistunde wäre etwa wie folgt au regeln: für Tagesbetriebe von 5 Uhr morgens bis 9 Uhr abends für Bier- reftaurants von 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachts, für Weinrestaurants und Cafes von 11 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachts, für Vergnügungslokale von 8 Uhr abends bis 5 Uhr morgens.
11. Durchführung der anerkannten Tarifordnung, da nur auf diesem Wege Schmutzkonkurrenz beseitigt werden kann. Der Grundsatz „Gerechter Preis und gerechter Lohn bedeuten gute Wirtschaft" muß auch im Gastwirts- geroerbe Anwendung finden. Dabei ist darauf Bedacht zu nehmen, daß für die Berufsangehörigen die Arbeitsplätze erhalten werden.
12. Arbeitsbeschaffung im Gastwirts- g e ro e r b e. Jeder Gaststätteninhaber mit einem Umsatz von 1500 RM. monatlich muß verpflichtet werden, einen Volksgenossen ober eine Volksgenossin, die nicht zur Familie des Gaststätteninhabers ge- j hören, zu beschäftigen.
| Wenn das Gaststättengewerbe nach diesen Richtlinien seinen Wiederaufbau vornehme, und jeder Berufsangehörige die gebotene Selbsterziehungsarbeit vollbringe, werde es in absehbarer Zeit zu einer Gesundung des Gewerbes kommen und dieses wieder seinen gebührenden Platz im Rahmen der deutschen Wirtschaft erhalten. Der Redner forderte seine Zuhörer auf, in diesem Sinne und Geiste der nationalsozialistischen Wirtschaftsauffassung eifrig mitzuarbeiten. (Starker Beifall.)
Kreisamtswalter pg. Goldan-Gießen als Führer der Kreisverwaltung des Reichseinheitsverbandes des deutschen Gaststättengewerbes knüpfte an den Gau-Gaststättentag in Frankfurt a. M. an, der gezeigt habe, daß innerhalb des Verbandes von allen Stellen nach einheitlichen Gesichtspunkten gearbeitet werde. Die nationalsozialistische Regierung
rechtlich! der Gesamtheit gedacht hätten; verantwortlich SpchA lese Not machte er auch die Ueberkonzessionie- ujtdron Gaststätten, die über den Bedarf der Be-
I- Sti'ung weil hinausgehe; z. B seien heute in joooo Jtaffurt über 2200 konzessionierte Gaststättenbe- ... u rteb- vorhanden, gegen etwa 1500 vor dem Kriege. DDau* ffie’triefe Not könne überwunden werden, wenn
i er den Wiederaufbau des deutschen in rftättengeroerbes. Der Redner beleuch- lm soie e Zunächst kurz die schwerwiegenden Folgen des uständUedirbruchs des Gastwirtegewerbes, das als : gesorShlMwirtschaft in der gesamtdeutschen Volkswirt- Stäbttqafi den Rückschlag immer zuerst, die Besserung ckrunDr zuletzt verspüre. Als Ursache der großen Not ernünfi. Gastwirtsgewerbe bezeichnete er nicht allein te doitN’ folgen des Krieges, sondern vor allem die i neues j lIch e und katastrophale Wirtschaft s- ung ir j (j ung in der Zeit des überwundenen Systems, rtyinMi lern auch im Gaststättengewerbe viele nur zu ~:r ei’jiir an den eigenen Vorteil, aber nicht an das
abzulehnen, da sie für die Gaststätteninhaber eine Schädigung gegenüber dem freihändigen Zigaretten- Verkauf in den Gaststätten brächten, also den Kleinhandel ausschalteten. Mit Dank sei anzuerkennen, daß sich die Handelskammer Gießen in einer Mitteilung an die Bezirksleitung in Frankfurt auf den gleichen Standpunkt gestellt habe. Nationalsozialistisch sei es, den kleinen Mann zu fördern, nicht aber das Großkapital zu unterstützen. Hierauf wies der Redner auf die weitere Durchführung der Adolf- Hitler-Spende hin, zu der jeoer Angehörige des Verbandes nach besten Kräften beifteuern müsse. Der Kreis Gießen habe im vorigen Jahr mit über 1600 Mark Beisteuer zu der Ädolf-Hitler-Spende an erster Stelle gestanden, hoffentlich werde ein gleich günstiges Ergebnis auch in diesem Jahre möglichst noch bis Weihnachten erzielt werden. Weiter warnte er, neue Pachtverträge mit
^Ausschaltung des Brau- und Bank- 1U - , f :i[ tals, Finanzierung der Gaststätten durch SioMhilfe innerhalb des Reichseinheitsverbandes. Z’uti die Gründung einer Genossenschaftsbank soll ... b 12 ßurücfbämmung des Brau- und Bankkapitals :It W' e: re ht werden.
7. Abbau der schweren steuerlichen
g e r Art. Nur wenn jeder bestrebt ist, auf seinem Arbeitsplatz zur höchsten Berufsleistung zu kommen, ‘ ‘ ’ jetzt schon eingenommene Stellung gehal- r mutz daher prüfen, ob die ihm zur Verfügung stehenden Mittel zur Berufsleistung ausreichen, um auf die Dauer durchhalten zu können, oder ob sie ergänzt werden müssen.
sofortigen Verzehr angehören. Die Organisation werde streng dieser Mitglii
reits beseitigt worden. Der Redner gab der Hoffnung Ausdruck, daß sie auch in Gießen bald fallen werde.
8. Schließung aller Konkurrenzbetriebe (Flaschenbierhandel, Erfrischungsräume in Warenhäusern usw.). Zurückführung des Flaschenbierverkaufs in die Hand des Gaftstätteninhabers. Es fei zu.erwarten, daß das kommende neue Gast- stättengesetz diese Forderunb schon berücksichtige.
9. Verbot aller Filialbetriebe, wie Erfrischungsräume in den Warenhäusern, die bisher schon als leilunternetymungen der großen Konzerne ein schwerer Schaden für das Gastwirtsge-
tbliedspflicht entziehe. Durch diese straffe Zusammenfassung sei erfreulicherweise auch der früheren organisatorischen Zersplitterung im Gast-
Md • i. Darunter sind aber nicht solche Betriebe zu ; jurftf)en. die lediglich durch die jetzige Not der Zeit n“5 iri (Schwierigkeiten geraten sind, sondern nur die- jchicm, die tatsächlich einen Krebsschaden für das
■ GMiättengeroerbe darstellen.
fcÄ*. 3. Sperrung jeder Neukonzesfion, 6m. bdini die frühere hemmungslose Eröffnung von «M Sfcftöätten zurückgedämmt wird. Zwischen den für ir,*( 5 .in verzehr zur Verfügung stehenden Geldmitteln , / dir liolksgesamtheit und der Anzahl der Gaststätten- J« betriebe muh ein gesunder Ausgleich geschaffen *■, erntrbin. (Der Redner gab in diesem Zufammen- ”eul' hcjchll der Ansicht Ausdruck, daß in Gießen zuviel
b. ©«raten aller Art vorhanden seien.)
$ Uch- Angehörigen des Gaststättengewerbes i Frayfi inn ü t i g zusammen stünden und überall icht viick Erliche Wille zum Wiederaufbau des Gewerbes ort: -Ehuden fei. Für den Wiederaufbau im itten ulWättengemerbe müßten folgende 12 Richt- ngs c Haien als maßgeblich durchgeführt werden: rage >. 1.1 Entfernung aller Berufs- und M iUk fremden aus dem G a st st ä 11 en g e - i 3m-Hep e. In Zukunft dürfen nur noch geschulte und zerb'pO>rnte Kräfte deutschen Blutes im Gaststätten- les, äBi
„jNebung des GastWengewerbes in Gießen
*12 Punkte als Richtlinien für den Wiederaufbau des Gaststättengewerbes.
Reichseinheitsverband des deutschen Gast- U hfengemerbes, Kreisverwaltung Gießen, und Die ) eine IM-,betriebsgemeinschaft 17 Handel veranstalteten ourbe;n (Jtrtgen Mittwochnachmittag im Cafe Lew zu ! und ijefo n eine Kundgebung des G o ft ft a 11 e n» ) OÖ-ii! n)< r b e s für den Kreis Gießen. Die köy-Srmftaltung war von den Angehörigen des Gaft- ^ugt ttüigeroerbes zahlreich besucht. . r Wjch kurzen Eröffnungsworten des Kreishand- ttu, irffütjrer Pg. Stühler, Gi-ß-n der den «I Storr der Kreisbetriebsgememschaft 17 Handel, H. Schimme 1, vertrat, sprach der °° Bezirksfachgruppenwalter be® pg. Morjan, Frankfurt
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In Leipzig fand die Reichstagung 1934 der parteiamtlich angegliederten Berufstanzlehrer soeben ihren Abschluß. Von der Reichsfachschaft Tanzlehrer im NSLB. gehen uns die folgenden Ausführungen zu, die allgemeinen Interessen begegnen dürften.
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Das hier erläuterte Tanzprogramm wurde von den zur Reichstagung aus allen deutschen Gauen m Leipzig anwesenden Berufstanz - Lehrern mit Ve- geifterung ausgenommen, wiederholt wurde zum Ausdruck gebracht, daß der Reichsaus>chuß hier Mustergültiges geschaffen und bahnbrechend gewir hat. Die Schulung der deutschen Tanzlehrer erfolgte durch die bewährten Fachlehrkrafte Ka l Schäfer jun. und (Berti Pommer, die m selbstloser Weise Dienst an ihren Berufskameraden übten. Eine besondere Schulung erfolgte für die 2hntö- roalter der 40 politischen Gaue, die fachlich bedeu- tenb mehr durchqebildet sein müssen weil sie in jeder Weise vorbildlich sein so^en Durch den Reichsleiter Pg. Erwin Pommer erfolgte die f Vereidigung aller Amtswalter auf de F^h ,
und seine Ansprache war ein großes Bekenntnis zur Erziehergemeinschaft, zu Volk und Staat. Der deutsch? Tanzlehrer als Lehrer und Iugenderz.eher ist zugleich Volksbildner, er kann seine große Auf gäbe die ihm zufällt, die Betreuung der schu entwachsenen Jugend, nur erfüllen in engster Zusam- menarbest mit bem NS.-Lehrerbund unter Führung
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95 o. H. unserer Volksgenossen bisher tatsächlich immer nur Wechselschritte ausgeführt, Zeitmaß: 40 Takte. Weiterhin wird sich der Langsame --(der, Zeitmaß: 36 Takte, auf dem Parkett behaupten, und immer zeitgemäß bleibt unser alter Walzer mit 56 Takten in einer Minute, der ferner als Schrittwalzer sehr leicht erlernbar und ohne besondere Anstrengung zu tanzen ist. Ferner haben wir den Rheinländer, Zeitmaß: 32 Takte, der neben seiner bisherigen Art auch in der neuen Form guten Anklang findet. Die Neue Polka ist ein kurzfiguriger Tanz, mit 44
üschdem die Neichstagung der parteiamtlich ein- e u e Polk a ist ein kurzfiguriger ^anz mu 44 eil Werten Tanzlehrer dieser Tage in Leipzig ihren Takten, der mit Damenwechsel ausgefuhrt dem Pro- Muß gesunden hat, drangt sich tanzinteressierten gramm als Unterhaltungstanz beigegeben wurd ^ nisn die Frage aus: was tanzen wir im tommen. I ® “ [ o P P neu e Form, Zeümaß- 52 Takte, di Zeitabschnitt und welche Ges-llschaststiinze sind ein lebhafter Tanz, der als Abschlußtanz m t S t- litirrschend? Diese wichtige Frage lag der Reichs, anstaltung dient, genau o w,e der L e gru - rii.rg zugrunde, und ist von dem nom Reichs- hungsr-igen <Pal°na,e) e>n Era fnungotanZ lE:e Pg. Erwin Pommer zusammengestellten ist. Der Deutsche Achter ist -IN Vierpaartanz, iiic:sausschutz für Deutschen Tanz glänzend gelöst der bereits den Konter oerdrangt. Dieser Tanz hat
iw.in. Man darf nicht denken, daß den -Bolts- ben $0^,1, ba6 er nur aus emem
jskuisen ein Wirrwarr non fremdländischen Tänzen! ehr leicht erlernbar und in wenigen Minuten zu dies früher oft geschah Es gibt tanzen ist, wahrend der Konter aus sechs Teilen be-
~ - stand, und 20 Minuten Dauer hatte.
Wenn bei allen Tänzen das Z e i t m a ß angegeben wurde, so geschah es deshalb, um oen Musikern hier Richtlinien zu geben. Als Selbstverständlichkeit ist vorauszusetzen, daß bei allen Tanzoeranstaltun- gen stets nur wirkliche Berufsmusiker beschäftigt werden, diese bieten immer Gewähr für Einhaltung
llcic^-setzt wird, wie L... o ,
clrh Leute, die unter deutschem Tanz nur Walzer r.U) Rheinländer verstehen. Weit gefehlt, denn dies idt ja rückschrittlich, wir aber streben vorwärts, u ir) müssen auch fortschrittlich sein, um unsere Auf- Mm im Rahmen des neuen Staates richtig zu er« T plej. Unser deutsches Gesellschaftstanz- NicZramm ist von der Reichsleitung anerkannt i id sroirb von ihr in jeder Weise gefordert; jeder ^Ltlisgenosse soll sich verpflichtet fühlen, zu weitester s. Lrrreitung beizutragen, wenn er nach national f [cjiciliftifef)er Weltanschauung ehrlich gewillt ist, sich c in Aufbau deutschen Kultur- und Sittenlebens zu tk’üigen. Es ist betrüblich, d-aß noch so gern die 1 ten, dichtbesetzten Tanzdielen ausgesucht werden, , iü. lur luftig und munter drauflos geschoben und !'< $|ii)D(feIt wird, und wo von Tanzen überhaupt flei Rede sein kann. Alle Verwahrlosung im Tanz, r' in: ne in den letzten Jahren marxistischer Herrschaft L i'J:; sii;wissen war, muß jetzt endlich beseitigt werden.
26s ist auch der Wunsch des obersten Führers der . -tUefjrer, des Staatsministers Pg. Schemm. v [|t.in zu den eizelnen Tänzen selbst:
Marschtanz ist ein Schritt-Tanz in f |dit2lerer Art, und abwechslungsreich in seinen Fi- IP'^igebilben, Zeitmaß: 60 Takte in der Minute. ,1 Kegenstück dazu besteht derWechselschritt- 91 'i der neue Tanz im «/«-Takt, der, in ruhiger , i!)lL< - wohlgefälliger Weise getanzt, in feiner Grund- 46r, t:i und' den Zusatzschrittsätzen seine Wirkung nicht f! 1 JUglt. Bietet er doch in jeder Beziehung ausrei- Ersatz für Tango, denn bei letzterem haben
von Staatsminister Schemm. Der Tanzlehrer ist in erster Linie berufen, mitzuarbeiten an der Schaffung wahrer Volksgemeinschaft, und darf sein Wirken nur gestalten nach echt nationalsozialistischer Weltanschauung, wenn er Anteil haben will am Aufbau des Reiches.
„Charleys Tante" als Film.
Man kennt den Schwank von Brandon Thomas von der Bühne her: er ist unverwüstlich, so alt wie er ist, und erlebt mindestens zu Silvester oder im Fasching immer wieder eine Auferstehung. Die Europa verfiel als erste auf die Idee — man muß sich wundern, daß es so spät geschah —, den enormen Erfolg der Verkleidungsposse auf den Film zu übertragen: eine vortreffliche Idee, muß man sagen, das Publikum kommt aus dem Lachen nicht heraus und ergötzt sich aufs neue an den unglaublichsten Situationen, über die sich schon ganze Generationen von Theaterbesuchern amüsiert haben. Die Spielleitung hatte R. A. Stemmte, der auch das Drehbuch schrieb; er machte sich die Beweglichkeit der Kamera zunutze und erfand allerlei luftige Einfälle zur Ausschmuk- kung der bekannten Fabel. Wer spielt aber die Hauptrolle, die falsche Tante des Oxforder Studenten Charley? Wer anders könnte sie spielen als der gegenwärtig populärste Komiker des Films, Paul Kemp? Eine Bombenrolle für ihn, eine Doppelrolle eine umgekehrte Hosenrolle, wenn man so sagen darf: er spielt sie mit Talent und mit Genuß, er wandelt sich aus der melancholischen Verliebtheit des jungen Lords zur munteren Altjüngferlichkeit einer exotischen Tante, nimmt Huldigungen entgegen, teilt Körbe aus und steigert den grotesken Mummenschanz am Ende zu wirbelnder Ausgelassenheit, daß die falschen Röcke fliegen. Um ihn herum ein großes Personal: Ida Wüst, scharmant wie immer, als die richtige Tante; Eric Dde und Albert Lieven (wir sahen ihn in der „Reifenden Jugend") als die jungen Studenten; Gülstorfs und Henkel als ältliche Liebhaber urn die Tante herum; in kleineren Aufgaben: Jefsie Vih- rog und Carola Höhn, Ode mar und tue begabte Fita Benkhoff, Fritz R a sp als überaus pomadiger Lord Badberley, Dilma B e ck e n d o r f f und Rudolf Platte feien noch genannt. — Harald Böhmelt schrieb die hübsch instrumentierte Begleitmusik. Es war, wie gesagt, em großer Erfolg.
Im Beiprogramm bringt das Lichtspi e l ■ haus außer dem früher bereits erwähnten Bildbericht vom Nürnberger Parteitag eine aufregende Rennreportage von der Avus.
Geheimnis des Erfolges.
Warum sind manche Leute erfolgreicher als andere? Warum steigt der eine von Stufe zu Stufe empor, während der andere an den ersten Sprossen der Lebensleiter hängen bleibt? Ein Hauptgrund für die glückliche Ueberrointmng aller Hindernisse ist die Gabe, den richtigen Augenblick beim Schopf zu fassen. Eine Minute zu spät, eine Sekunde zu früh — und alles ist umsonst. Man kann diese Notwendigkeit der Erfassung der glücklichen Gelegenheit auf allen Gebieten beobachten, beim Sport ebenso wie beim Kartenspiel. Was ist eine gute Spekulation an der Börse anderes als das „Einsteigen" oder „Aussteigen" im fruchtbarsten Augenblick, in dem die Papiere ihren niedrigsten oder höchsten Kurs erreicht haben? „Wenn ich nur gewußt hätte, wann ich kaufen oder verkaufen sollte!" ist die ewige Klage der Börseaner. Alles Pech folgt letzten Endes aus verpaßten Gelegenheiten, und nur der kommt vorwärts, der zugreift, wenn es nötig ist. Der Angestellte, der um eine Gehaltsaufbesserung bitten will, wird sich an dem Tage, da er den großen Entschluß gefaßt hat, die Sache doch noch einmal überlegen, wenn er hört, daß der Chef Zahnschmerzen hat. Der Dramatiker verdankt den Erfolg seines Stückes häufig der Anknüpfung an aktuelle Umstände, und manchmal wird ein Stück zu einem Riesenschlager, weil es der Zeitstimmung entspricht, während es, früher oder später herausgebracht, eine Niete gewesen wäre. Ebenso ist es bei der Laufbahn des Künstlers. Ein Schauspieler, der bei seinem ersten entscheidenden Auftreten stecken bleibt, kann für immer erledigt fein. Und gar erst in der Liebe! Der Jüngling begegnet einem Mädchen — Liebe auf den ersten Blick. Am nächsten Morgen schickt er Blumen, später ruft er an.. Bis dahin geht alles gut; er nutzt die Situation aus. Aber dann wird ein Ausgang verabredet, und die junge Dame will sich natürlich so schön wie möglich machen Sie ist noch mitten iy der Toilette. Da erscheint bereits der Liebende, zu früh von der Ungeduld seines pochenden Herzens hingetrieben Nun muß sie sich in Eile fertig an» ziehen; sie weiß: sie sieht nicht so gut aus, wie sie aussehen könnte. Die Folge davon ist Verstimmung, unliebenswürdiges Wesen auf ihrer, Unsicherheit auf feiner Seite, und als er am nächsten Morgen anklingelt, ist sie „nicht zu Haufe" ... Alles kommt auf den richtigen Augenblick an. Die Erfassung des besten Moments hat nichts mit Pünktlichkeit zu tun; ja, wer pünktlich ist, kann oft zu früh oder zu spät kommen.


