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Die Kaiserpfalz in Goslar

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Die Beerdigung findet am Freitag, dem 28 Sept.nachm. 2 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt ________________5582 D

Tage im Frankfurter Kunstgewerbemuseum eröffnet wird, bietet in vielen Hunderten von Origmalbildern und Dokumenten einen Ueberblick über die Leiden und Nöten während der zwölfjährigen Besatzung, di- das rheinische Volk in dem Zweiten Krieg von 1918 bis 1930 hat erdulden müssen. Die Ausstellung gliedert sich in mehrere Abteilungen. Sie beginnt mit dem Rückmarsch des deutschen Heeres Ende 1918. Dem Einbruch der Franzosen ins Ruhrgebiet, der Separatistenbewegung und der Besetzung Frank­

furts am 6.4.1920 sind besondere Abteilungen ge­widmet, zu der die Verwaltung der städt. Archive ein reichhaltiges Material herbeigeschaft hat Den er­freulichen Abschluß der Ausstellung bildet die all­mähliche Räumung der einzelnen Besatzungszonen und der Besuch des Reichspräsidenten von Hinden­burg im befreiten Rheinland am 20. Juli 1930. Wie ein großes geschichtliches Bilderbuch zur jüngsten Rheinlandgeschichte liegen die Bilder und Dokumente in dieser Ausstellung vor uns aufgeschlagen.

Ausdruck.

Die Kaiserpfalz auf demKaiserbleek" wurde auf Geheiß Heinrichs III. um 1050 erbaut und diente bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts den Kaisern als Wohnung. Sie ist auch die Geburts­stätte Heinrichs IV., und die sich ihr anschließende romanische zweigeschossige Ulrichskapelle birgt einen Sarkophag mit dem Herzen Heinrichs III. Als die­ser, neben Otto I. (dem Großen) der mächtigste Kaiser des deutschen Mittelalters, in der Vollkraft seines Lebens, erst 39 Jahre alt, starb, war sein Sohn, der nachmalige Heinrich IV. erst 6 Jahre

zeugen die prächtigen Dome und Baudenkmäler von der einstigen Größe dieser alten Stadt, die in ihren Mauern 23 deutsche Reichstage sah. Alle Kunstepochen haben dieser Stadt ihre Züge ausge­prägt. Der romanische Stil aber sand in der Kaiserpfalz, dem größten aus der romanischen Zeit erhaltenen Palastbau, am Liebfrauenberg süd­lich der malerischen Altstadt, ihren monumentalsten

historische AusstellungRheinlands-Befreiungskampf gegen Bejahung und Separatismus" in Frankfurt.

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den jungen König durch Nachsicht und Milde an sich zu fesseln verstand, mit den Sachsen in beständiger Fehde lag, erfüllte er mit bitterem Haß gegen diesen Stamm auch Heinrichs Herz. Und als der Sechzehn­jährige die Regierung dann selbst übernahm, wählte er zum Wohnsitz die Kaiserpfalz in Goslar mitten im Sachsenlande, so daß die Sachsen auch die hohen Kosten des Hofhaltes zu tragen hatten. Um die sich dagegen auflehnenden Sachsen besser in Schach halten zu können, ließ Heinrich IV. Harzburg und andere feste Bergschlösser ausfuhren, deren frän­kische Besatzungen sich nicht immer sehr freundlich gegenüber den Sachsen benahmen. Es kam denn auch bald zu einem A u f st a n d , den die Sachsen zunächst siegreich durchführten, um 1075 aber doch vom König bei Hohenberg an der Unstrut besiegt zu werden. So ist die-Kaiserpfalz für uns eine Er­innerung an die Größe deutscher Vergangenheit, aber zugleich eine stete Mahnung, die deutsche Ein­heit zu wahren gegen alle Widersacher, die aus der deutschen Zwietracht ihren Nutzen ziehen möchten.

Unter Heinrich VI. wurde zu Ende des 12. Jahr­hunderts die Kaiserpfalz in Goslar umgestaltet, zer­fiel aber später und wurde erst 1867 bis 1880 reno­viert und durch den Düsseldorfer Maler W i s l i - cenus mit großartigen Fresken aus der deutschen Sage und Geschichte verziert. Jahrhundertelang hat die alte Kaiserpfalz in Goslar, deren prächtiger Fest­saal in künftigen Zeiten eine Ehrenhalle der deut­schen Bauernschaften darstellen wird, leer und un­benutzt gestanden. Eine Stätte großer Erinnerungen wächst damit in die Gegenwart hinein, um zum Schauplatz und Ausgangsort neuer großer Entwick­lungen zu werden.

Wettervoraussage.

Der hohe Druck über Mittel- und Südeuropa hat sich noch verstärkt und die angrenzende Wirbel­tätigkeit etwas nach Norden abgedrängt, so daß der Störungseinfluß sich auf Nordwestdeutschland beschränkte und dort auch leichten Niederschlag brachte. Bei vorwiegend südwestlichen Winden wird es zwar auch bei uns vorübergehend zu Dunst- und Wolkenbildungen kommen, doch dürfte der freund­liche Witterungscharakter im ganzen erhalten bleiben.

Aussichten für Freitag: Dunstig und wolkig mit Aufheiterung, mittags warm, trocken.

Lufttemperaturen am 26. September, mittags: 19,2 Grad Celsius, abends 13,5 Grad; am 27. Sep­tember, morgens: 13,4 Grad. Maximum 19,9 Grad, Minimum 3,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. September, abends: 14 Grad, am 27. September, morgens 12,5 Grad Celsius. Son- nenscheindauer 6V- Stunden.

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Neun Tote, zehn Schwerverletzte bei einem Autobus- Unglück in Oberitalien.

Ein Güterzug stieß an einem ungesicherten Bahn­übergang bei Bergamo (Oberitalien) mit einem Autobus zusammen. Der Kraftwagen wurde völlig zertrümmert. Sechs Insassen des Wagens wurden auf der Stelle getötet; drei st a r b e n im Kran­kenhaus. Zehn Personen erlitten schwere Ver­letzungen.

Kunst und Wissenschaft

Der Maler Professor Dr. Hugo Vogel f.

Bekanntmachung.

Betr.: Baulandumlegung zwischen Wilhelmstraße, Aulweg, Wartweg der Gemarkung Gießen.

Gemäß Artikel 36, Absatz 1 des Gesetzes über die Umlegung von Bauland in der Fassung der Be­kanntmachung vom 10. Oktober 1927 bringe ich hier­mit zur öffentlichen Kenntnis, daß der vom Um­legungs-Ausschuß beschlossene Umlegungsplan nebst Unterlagen in der Zeit vom 30. September bis ein­schließlich 27. Oktober 1934, werktäglich von 8 bis 12 Uhr, in dem Stadthaus, Bergstraße 20, 3immer Nr. 15, offenliegt. Gegen den Plan können die Be­teiligten innerhalb der Offenlegungsfrist schriftlich Erinnerung bei dem Unterzeichneten erheben.

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Einer der bekanntesten Maler der Gegenwart, Professor Dr. h. c. Hugo Vogel, ist in Berlin im Alter von 79 Jahren g e st 0 r b e n. Hugo Vogel wirkte 1887 bis 1892 als Professor an der König­lichen Akademie in Berlin. Seine Werke sind weit über Deutschlands Grenzen bekannt geworden. Er malte mit Vorliebe Geschichtsbilder aus der Reform­zeit. Berlin kennt ihn besonders als den Schöpfer der fünf großen Wandgemälde im Rathaus. Er war der gesuchte Porträtist vieler führender Per­sönlichkeiten. Mehrere Bildnisse des Generalfeld­marschalls von Hindenburg stammen von ihm. Während des Krieges im Osten begleitete er Hindenburg. Vogel war auch schriftstellerisch tätig. Unter dem TitelAls ich Hindenburg malte" gab er seine Erinnerungen heraus. 1923 wurde der Künstler Ehrendoktor der medizinischen Fakultät Universität Berlin. Hugo Vogel war Mitglied

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Die Eröffnung der Angebote erfolgt daselbst.

Gießen, den 27. September 1934.

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Am 25. Sept, verstarb plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser treusorgender Vater und Großvater Gustav Laichinger, Gastwirt im 72. Lebensjahre.

In tiefer Trauer:

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Gießen, den 25. September 1934.

Auf Wunsch des Verstorbenen findet die Beisetzung in aller Stille statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen.

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Es ist historischer Boden, wo der Führer und ; Reichskanzler am Tage des Erntedankfestes 1 von Bauernabordnungen aller deut- s ch e n Gaue begrüßt werden wird. Mit Bedacht hat ja der Reichsbauernführer D a r r ö die nieder­sächsische Harzstadt Goslar zum Sitz des Reichs- . nährstandes und damit zur Zentrale neuer deut- . scher Bauernpolitik bestimmt. Und wenn der Führer die alte Freie Reichs- und Hansestadt Goslar ihrer neuen Bestimmung im nationalsozialistischen Reich übergibt, so wird diese Stadt im Herzen Deutsch­lands mit ihren vielen stolzen Erinnerungen an die großen Zeiten des Mittelalters wie dereinst zum Hort deutscher Bodenständigkeit, die sich auf Blut und Boden gründet, erhoben.

Inmitten der dunkel und feierlich sich erhebenden Kuppen des Nordharzes liegt am Fuße des Ram- melsberges an der Gose, einem Nebenfluß der Oker, das von König Heinrich I. um 920 durch Zu-1 sammenleaung der Dörfer Warsleben, Sudburg I .. .. und Bergdorf gegründete Goslar. Noch heute alt. Da Erzbischof Adalbert von Bremen, der

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