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Freitag, 2?.ZulUYZ4

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)

HrJ73 Drittes Blatt

Die Reichspost im Rhein-Main-Gebiet

Kraftpostlinien wurden im letzten Jahr

vier

Aus der Provinzialhaupistadi

Früh fallend Laub . . .

Hahnenöbergade an den ArbeUsgau 22 desDAD

nen

Am Glück vorbei

wie

Begleiter, stolz, mir seine Welt und ihre großarti-

Schleier umwoben.

Dampfer treibt mich der Strom der Stadtflüchtigen |eine Augen leuchten noch, im Traum werden die rrecyr uie Mug , - . : her Bar. über mir auf <=;nn,nnnmnpn in ihnen Widerscheinen. Ueberall ist

P.S.

Zeitschriften

DieLeipzigerIllustrirte Aeitun 9^

bietet.

Auf der Mauer, die zwei nebeneinanderliegende Höfe voneinander trennt, springt ein Kater. Sem Fell ist glanzlos und struppig. Sein Schädel, aus dem die Haare spärlich keimen, glanzt wie eine alatte Kugel. Die Ohren streben weit vom Kopse fort. Er ist elend, ungepflegt und ohne Zweifel ^JenseUs der Mauer auf einem Blumenbeet in der Mitte des Hofes liegt eine Katze. Sie ist grau und schwarz getigert, trägt ein weißes Westchcn, und die Borderpfotchen stecken vornehm in weihen Handschuhen. Mitten unter den Blumen liegt he da, kneift die Augen zu und laßt sich von der Sonne bescheinen. Sehr begreiflich, daß sie dein Kater über alle Begriffe schön und begehrenswert erscheint.

Die Schöne zuckt zusammen, als sie den Kugel­köpfigen so unerwartet auf der Mauer erscheinen sieht, sie macht sogar etwas wie eine Bewegung zur Flucht bleibt aber doch weiter unter den Blu­men liegen, als sie sieht, daß er von ihrem Anblick wie gebannt stehen bleibt und keine Miene macht, von der Mauer zu springen. Nur den Kopf mit den bald zugekniffenen, bald voll lebendigen Aufmerkens sich weitenden Augen kehrt sie ihrem Anbeter zu. Unter der Maske scheinbarer Gleichgültigkeit be­obachtet sie ihn scharf und läßt ihn keinen Moment aus den Augen; jede Bewegung seinerseits, die einem Ansatz zum Sprunge gleichen könnte, quittiert sie mit einer jähen Wendung zur Flucht. -

So sitzen sich die beiden eine lange Weile gegen­über Die Maisonne webt einen goldenen Schein um den Schädel des Kugelköpfigen, die Bogel in den Blumen zwitschern, die Luft ist blau und sonnen­warm; überall Stille und goldenes Sonnenlicht ... die Liebe ist erwacht ...

Der Kater, dem dies untätige Anstarren schließlich über wird, bricht als erster die romantische Stim­mung und schreitet zur Tat, das heißt, .er verlaßt leinen Platz auf der Mauer und springt tn den Hof

Wechselbeziehung. Die 5

meist, zwischen ihnen und den Tieren sei ein Abgrund. Es ist nur eine Stufe im Rade des Lebens. Denn alle sind wir Kinder einer Einheit. Um die Natur zu erkennen, muß man ihre Geschöpfe verstehen. Um em Ge- chöpf zu verstehen, muß man in ihm den Bruder sehen. Manfred Kyber.

Die Fahnen des dritten Reiches sind das Symbol der Ehre des deutschen Volkes.

DemSieg-Heil!" auf den Führer folgte das Deutschland- und das Horft-Wessel-Lied.

folgere, des Herbstes, anmutet.

Seit Wochen zehrte eine dörrende Hitze an dem Mark aller Pflanzen, die ohne menschliche Pflege und Mithilfe ihren Daseinskampf allein auszufech­ten gewohnt waren. Immer trockener wurde das Erdreich, und immer tiefer senkte sich der Grund­wasserspiegel. Eine Nahrungsquelle versiegte für die suchenden Wurzeln nach der anderen. Auf der Suche nach Feuchtigkeit mußten sie mit der Haupt­wurzel deshalb weiter hinab als in sonstigen Jahren. Das engte nicht nur die Lebensnotwondigkeiten ein, es war auch ein ungewöhnlicher Kräfteverbrauch, der seine Rückwirkungen zeitigen mußte. Daher können wir jetzt schon vergilbendes Laub über einem Meer von Blumen beobachten, die bei nor­malem Gang der Dinge längst verwelkt wären, wenn das Laub sich zur Heimkehr in den Schoß der Erde rüstet. Und anderwärts haben die Eber­eschen schon ihre korallenroten Früchte aufgesteckt, die eigentlich ein Zierstück in dem Halsband der Göttin sind, die das Füllhorn der Reife über die Fluren ausgießt. Die Dahlien, die die Königinnen

Signallampen in chnen widerscheinen. Ueberall ist Dunkel, nur dort hinter den Pappeln zögert noch in verdämmerndem Hofe der blutrote Sonnenball. Ein Segel fährt durch die Stimmung. Wenden wir uns ab! Wir wollen nicht komisch werden, mein Junge! Den Blick der Stadt entgegen, dorthin, wo der ' .Mzchel" hinter dem Wald der Masten und

Und hinter ihm auf dem äußersten Rand des Fensterbleches steht mit unnatürlich langgestrecktem Hals die Katze und sieht scharf und unverwandt zu, wie ein dummer, verliebter Kater vor seinem Liebes­glück davonschleicht.

zu, während über und unter Deck in der Sommer» nud)t die Tanzkapelle spielt. Lichter tauchen auf, gelbe, rote, grüne. Farben blinken über dem Hori­zont und wechseln in gleichmäßigem Takt. Halblaut werden mir diese Wunder von dem Jungen erklärt;

die sich in freiwilliger Unterordnung unter den Wil­len des Führenden heranbilden. Wo diese Eigen­schaften sich zusammenfinden, sei das Ziel der na­tionalsozialistischen Charakter-Erziehung, die Ge­meinschaft des Volkes erreicht.

Den Arbeitsdienstabteilungen flatterten künftig die Fahnen des dritten Reiches voran. Die rote Farbe bedeutet die brennende Liebe zum Vater­land, die weiße Farbe die Reinheit der nationalso­zialistischen Weltanschauung und das schwarze

hinunter. Doch das Beet, auf dem noch vor kurzem sich unter Blumen eine zierliche Schone sonnte, ist leer als der Kater zum Sprung ansetzte, war sie mit Windeseile davongestoben und unter einer Treppe

es, ach was! Keine Hügel und Bäume, keine Wiesen und Wälder; wer von den sieben Zwergen hinter den sieben Bergen kommt, sieht immer zuerst das, was an anderem Ort nicht ist. Dann aber ergreift ihn die Gewalt dieser unbekannten Welt: der Zau­ber beglänzter, bewegter Flache und eines Himmels, der sich immerfort verwandelt und doch beständig

Flagge mit dem roten Kreis und am Bug auf einen fremdartigen Namen aus dem Lande der Kir-

Ehren wir unsere Fahnen, so ehren wir uns selbst und unsere Arbeit."

neu eröffnet. Neben diesen Kraftposten sind zur Postbeförderung von und nach dem Land seit 1929 53 Landkraftpostlinien eingerichtet worden.

Eine in nächster Zeit erfolgende wesentliche Verbesserung ist die Einführung des unmittel­baren Fernschreibverkehrs von Teilnehmer zu

Teilnehmer zwischen Frankfurt und Berlin.

Im Fernsprechverkehr ist die Abwärts­bewegung der letzten Jahre zum Stillstand gekom­men. Allmählich nehmen die geführten Gespräche wieder zu. Die Reichspost hat es sich angelegen sein lassen, ihr Fernleitungsnetz zu erweitern. So wur­den neue Linien gebaut zwischen Frankfurt und Elberfeld, Frankfurt und Pirmasens, Frankfurt und Köln.

Im Laufe des letzten Jahres hat sich die Zahl der Rundfunkapparate im Direktionsbe­zirk um 40 000 vermehrt. Um den Rundfunkcmp- fang zu verbessern, wird zur Zeit eine Höhen» antenne errichtet, mit deren Inbetriebnahme in kurzer Zeit zu rechnen ist. Die schwundfreie Zone soll so um etwa 30 v. H. herausgehoben werden.

Um weitesten Kreisen Vorteile bei der Benut­zung der Posieinrichtungen zu verschaffen, ist die Post weiter bemüht, ihre Gebühren zu er­mäßigen.

Wesentlich war auf diesem Gebiet des Postgutes, {für das die Gebühren billiger sind als für Pakete.

Ebenso hat die Reichspost im Briefverkehr und für | bie Telephonhaltung wesentliche Ermäßigungen ein» treten lassen.

LPD. Frankfurt, 25. Juli. Einem Aufsatz des Präsidenten der Reichspostdirektion Frankfurt in derRhein-Mainischen Wirtschaftszeitung" ent­nehmen wir folgendes:

Durch die am 1. April erfolgte Zusammen­legung der D i r e k t i o n s b e z i r k e Darm­stadt und Frankfurt hat die Direktion Frank­furt einen Zuwachs von 1 230 000 Ein- w o h n e r n erhalten. Der Frankfurter Direktion unterstehen jetzt 2200 Poft- und Telegraphenftatio- nen mit einem Personal von rund 17 000 Köpfen. Seit dem im Jahre 1932 erreichten Tiefpunkt im Postverkehr ist ein allmähliches Wiederansteigen zu verzeichnen. Dabei hat besonders der Jnlandspaket- verkehr stark zugenommen. Ruckartig hat sich der Drucksachenverkehr gehoben. Der Briefverkehr zieht immer weiter langsam an.

An durchgeführten Verbesserungen ist vor allem zu erwähnen, daß in den Landorten überall die Aufgabemöglichkeit für Pakete am Sonn­tag verbessert worden ist.

Zur Förderung des deutschen Außenhandels sind die Postverbindungen nach Aegypten und Palästina, nach Indien und Östasien, nach Nordbrasilien sowie nach Südafrika verbessert worden. Die Verkehrs­beziehungen der Postgutannahmeorte Frankfurt, Wiesbaden, Mainz und Darmstadt wurden er­weitert, der Warenversand damit verbilligt. Der Luftpostverkehr ist vom Flughafen Frankfurt aus stark ausgebaut worden. Innerhalb des Rhein- Main-Gebietes hat man besonderen Wert auf den Ausbau der Kraftposten gelegt. Allein

Wind von der Gee.

Eine Fahrt von Hamburg nach Cuxhaven.

des Spätsommers sein sollten, bestimmen mit ihrer Farbenbuntheit schon den Anblick der Gärten.

Fallendes Laub bei Hundstagshitze ist wie ein schlechter Scherz eines Spaßmachers, der mit Natur­gesetzen Hokuspokus zu treiben sich vermessen hat. Raschelndes Laub zu Füßen, wenn man am lieb­sten seine Kleidung auf die Badehosen vereinfachen mochte, ist wie ein Widerspruch in sich selbst, der den Gedanken eine eigene Wendung zu geben mag. Dieses frühe Sterben in der Natur umgibt uns mit einer leichten Wehmut, weil es ein Tod mitten im Jauchzen ist, ein Vergehen in Schönheit, die das Dasein erst recht begehrenswert macht. Wir sind gewohnt, den Rhythmus der fallenden Blätter von der Musik der Dreschmaschine begleitet zu hören, von dem Heulen des Windes über herbstlich kahlen Feldern. Das Wort kommt einem in den Sinn, daß wir mitten im Leben von dem Tode umgeben sind, der den Menschen bisweilen rasch antritt. Ein sol­cher Anblick ist wie eine Versinnbildlichung des Spruches, daß alles Irdische nur ein Gleichnis ist, das auch auf der Hohe äußerer Erfolge in jeder Sekunde Wirklichkeit werden kann. O.

Deutsche ^euerschutzwoche/'

Infolge seiner anhaltenden Trockenheit und Dürre hat der gegenwärtige Sommer bislang eine un­unterbrochene Folge von Brandkatästrophen mit sich gebracht. Diese Tatsache macht einen großen Aufklärungsfeldzug zur Verhütung von Brand­schäden notwendiger denn je zuvor. Aus diesem Gedanken heraus werden das Reichspropaganda­ministerium für Volksaufklärung und Propaganda, das Amt für Volkswohlfahrt, die Oberste Leitung der PO. und der Deutsche Feuerwehroerband als gemeinsame große Aktion in der Zeit vom 20. bis 26. August eine umfassendeDeutsche Feuerschutz­woche" veranstalten. Sie soll das ganze deutsche Volk über Feuersgefahren und die unermeßlichen Schäden, die alljährlich durch Brände verursacht werden, aufklären, darüber hinaus aber der Be­völkerung eingehenden Unterricht erteilen über Mög-

tonische Gestaltung Magdeburgs und über feine wirtschaftliche Bedeutung stehen dw AufsätzeGrü­nes Land um Magdeburg",Schaffender Mensch, Arbeit und Freizeit" undMagdeburg, die Stadt der Europa-Schwimm-Meisterschaften". Emen be­sonderen Hinweis verdient die reiche und vielseitige Bildausstattung des Heftes, das im übrigen Inhalt noch mancherlei Interessantes und Unterhaltendes

M a i n z, 26. Juli. (LPD.) In Mainz sprach ge­stern der bekannte deutsche Verteidiger vor französischen Gerichten Prof. Grimm überDie Separatistenkämpfe am Rhein und ihre Bedeutung im Rahmen der großen deutsch-franzö­sischen Politik".

Gestützt auf amtliches Material und Privatlitera­tur behandelte der Redner die historische Politik Frankreichs von Richelieu bis Pomcare, deren Ziel stets auf Verdrängung Deutschlands vom Rhein abgestellt gewesen sei. Wenn auch die Hegemonie- plane Frankreichs nach dem Waffenstillstand an dem Widerstand Englands und Amerikas gescheitert seien, so habe Elemenceau sein Ziel doch nicht auf­gegeben, Deutschland dem Chaos und dadurch dem Verfall zuzuführen. Die Reparationsklauseln des Versailler Diktates bezeugten dies. Diese Politik habe Deutschland 1923 und 1931 an den Rand des Untergangs gebracht, 1931, als der Kampf mit den Goldkugeln begann. Jene französischen Kreise hätten aber nicht bedacht, daß das deutsche Volk den na­tionalen Willen finden würde, der es schließlich doch noch in letzter Minute vor dem Abgrund bewahrte.

3m Rheinland hätten die französischen Gene­rale die Politik Elemenceaus und Poincares mit der Separatistenbewegung fördern wollen.

Als der erste Versuch an dem Widerstand der deut­schen Bevölkerung gescheitert sei und auch die Mit­tel derfriedlichen Durchdringung" nicht zum Ziele geführt hätten, habe der französische Wirtschaftsimperialismus feine Hand nach der Ruhr ausgestreckt. Der Kampf um die Ruhr habe den Höhepunkt des Ringens um den Rhein gebracht. Der Redner erinnerte in diesem Zusam­menhang an den denkwürdigen Tag des Thyssen-

den Ausblick weit öffnet, fällt hin und wieder, aus heiterem Himmel nennt man's, ein Strich Regen. Jst's nur heute so? Nein, das ist unser Wetter, sagt der kleine Mitreisende im Matrosenanzug und laßt sich den Regen übers Gesicht klatschen. Stundenlang geht die Fahrt durch wechselndes Licht, einem wach­senden Wasserhorizont entgegen.

Und dann ist er mit einem Male unbegrenzt. Es ist das Meer, strahlend und weit. Keine Dalken hat

bleibt wie am ersten Tag.

Auf der Kugelbake am Strand von Cuxhaven, fitze ich, wie ein Kind die Taschen des Regenmantels _ ,r, . ., ... Ofu voller Muscheln, und halte nach den Schiffen Aus-

Wind von der See ist s, der mich weckt! Aber erst, r2QU $er Eommt DOn Oftafien, sagt mein kleiner als ich im feinen Sprühregen in einem der kleinen Begleiter, stolz, mir seine Welt und ihre großarti- niedrigen Dampfer über die Außenalster zur Stadt Attribute zu zeigen; er zeigt auf die weiße fahre, begreife ich, daß der Seewind Hamburgs mit dem roten Kreis und am Bug auf

himmlischer Bruder ist. Er braust um seine Turme, eine'n fremdartigen Namen aus dem Lande der Kir- streicht durch seine Straßen, segelt "der seine Fleete schenblüte. Und'dies ist dieAnna Maria", die nach und überspielt die Flächen der beiden Alsterbecken, fährt! Hölzer mit fremdartig klingenden

hinter denen die Stadtfront aus einer grauen, die- : Bezeichnungen werden mir genannt, Frachten aus figen Luft auffteigt, von einem lichtspruhenden , $aufenb unö einer Nacht, und alle Erdteile werfen Schleier umwoben. I mir ihre Namen wie goldne Ringe zu.

Durch altmodische Straßen, in die sich die Trep- ( Ganz still stehen wir auf der Heimfahrt am Heck penftufen der schmalen Kaufmannshäuser vorschie-. und sehen den Gleit- und Sturzflügen der Möven den, die spitzen Giebel bald hochmütig zurückbeugend, ....... "£" --------

bald altersmüde nach vorn neigend, gelange ich zum Hafen. Im morgendlichen Silbergrau türmen sich hier Hunderte von Silhouetten übereinander, gespenstisch harrenden Seglern gleich Zum nächsten

Die Separaiislenkämpse am Rhein."

Ein Vortrag von profestor Orimm.

,a,Le"m Sd.lu6 als er di- Fruchtlosigkeit seiner sich nicht b°L'ben atzt. Dann »8 £

wenig mit dem H'nterpson^^^ D'ori)in nod) (o "^hlThe SlStä? hat ihn verlassen, langsam sugendliche Elas ,5 heran, und zu müde, sie schleicht er an d @ JU erreichen, schwingt 'N °'N°M sed°rnden Sprung Näh- b-.

ssch aULfipnen Fensters und von dort erst auf ftnölid)Cn °ff£"en " 1 3utlappen des Fensters 'hKrSft -7ner in ihrer Ruhe gestörten und der Protei nicht . Nichts kann ihn weüer^berühren, nichts feine grenzenlose Enttäu­schung Derl?red,tounpiflen Beinen schleicht -r w°i- tem 7nter ^dem glanzvollen Fell zei/nen^ich scharf ' L?n»en ab den armen, tugelfopfigen, lacher- hält er tief gesenkt. Es fehlte nur noch, d'"es^hm verächtlich um den Schnurrbart gezuckt hätte...

Schon der Frühling dieses Jahres schien sei Namen nur noch§ aus Tradition zu tragen. Im ganzen war seine Haltung sommerlich. Sein Gesicht trug Züge, die völlig aus dem gewohnten Rahmen herausfielen. Das ergab Bilder von neuartigem Reiz durch das Zusammenfällen verschiedener Ent­wicklungsstufen, die das Auge überraschten. Blüten, die sonst das Merkmal und der Stolz der sommer­lichen Pracht waren, zierten bereits den Frühlings­kranz. Die ersten Fruchtbildungen zeigten die Bäume ebenfalls schon vor der Sommersonnenwende. Bei der anhaltenden Wärme konnte man fast befürch­ten, daß die Sonne sich verausgabt haben würde, noch ehe sie auf ihrem Scheitelpunkt angelangt war. Aber es kam nicht dazu. Und als notwendige Folge können wir schon in den Hundstagen eine Erscheinung wahrnehmen, die wie ein Eingriff der heißen Jahreszeit in die Zuständigkeit ihres Nach-

Kassel stand dieser Lage ganz im Zeichen des i Ein heiliges Zeichen sollen sie Euch sein m der deutschen Arbeitsmannes. Der Gauarbeitsführer ! Zeit, wo Ihr Eure Pflicht dem Daterlande gegen­hatte Abordnungen sämtlicher Abteilungen des1 über erfüllt. Möge jeder geloben, in Treue und Gaues nach Kassel berufen, um ihnen im Auftrage Gehorsam dem Führer zu folgen, m opferbereiter des Reichsarbeitsführers Hier! feierlich ihre Fah- Pflichterfüllung für unser Volk, in echtem Kame- nen zu übergeben. Am Freitag und Samstag radschaftsgeist."

fanden als Auftakt der Feier im Stabsgebäude und, Während die MusikIch hab mich ergeben im großen Rathaussaal Gruppen- und 9Ib = ' spielt, werden die Fahnen enthüllt, die der Gau- teilungsführer - Besprechungen statt, arbeitssührer jeder Abteilung einzeln überreicht. Gauarbeitsführer Neuerburg hielt zu Beginn Darauf nahm der stellvertretende Gaulelter Land- eine Rückschau über die innerpolitischen Vorgänge . rat Burkhard-Fulda das Wort. Namens des der letzten Wochen und stellte fest, daß der Arbeits-politischen Gaues Kurhessen beglückwünschte er den dienst wie im ganzen Reiche, so auch im Gau Arbeitsdienst zu den ihm vom Führer verliehenen Hessen-Nord in unwandelbarer Treue zum Führer Fahnen. Auch in spateren Tagen werde diese steht Die Anerkennung, die der Führer dem Ar- Weihestunde den Arbeitsmannern Mahnung sein, beitsdienst durch seinen Besuch in den westfälischen im Sinne des Führers zu wirken und zu arbeiten. Arbeitsdienstlägern zuteil werden ließ, fordc-re; Der Arbeitsdienst sei die Schule, die Manner immer wieder von neuem den unbeirrbaren Einsatz schaffe, rote sie der Führer und das Leben ge- aller Kräfte für den Wiederaufbau. Weiter gab brauche. Landrat Burkhard sprach dann weiter hPr fflnuarbeitsführer Aufschluß über die entschei-! von den ,,

benben Fragen des Arbeitsdienstes und über seine Tugenden der Disziplin, der Manneszucht und augenblickliche und zukünftige Ausgestaltung. I der persönlichen Freiheit,

Prozesses vor dem Mainzer Kriegsgericht am 24. Januar 1923

Aus dem Gerichtssaal fei der Gedanke des akti­ven und des passiven Widerstandes in das deutsche Volk hinausgetragen worden.

Der Tag von Mainz sei zur Schicksalswende für die ganze Nation geworden. Das große Erlebnis dieses Tages sei gewesen, daß es keine Klassen, keine Par­teien, keine Konfessionen mehr gegeben habe. Das rheinische Volk, durch die Ausweisungen seiner Füh­rer beraubt, habe sich damals herrlich bewährt. Mit der Einstellung des passiven Widerstandes sei der Kampf in das entscheidende Stadium getreten. Da­mals hielten die französischen Politiker und Gene­rale den Zeitpunkt für einen zweiten Separatisten­putsch für gekommen. In Düsseldorf, im Sieben­gebirge, an der Mosel, in Mainz, Trier und in der Pfalz fei dieser zweite Putsch heldenmütig abge­wehrt worden. ,

Rach der Gewaltpolitik Elemenceaus und Poin­cares und der Zwischenstufe Briands befänden wir uns heute in der endgültigen Periode der Lösung, die unter dem Namen Adolf Hitler siehe.

Die Jugend der ganzen Welt wolle wissen, warum die Welt nicht zum Frieden komme. Die Jugend der Welt wolle die wahre Lösung herbeiführen. Das sei die große Bedeutung des Freiheitskampfes um die Gleichberechtigung. Mit der Räumung von Mainz habe sich die französische Politik auf denkleinen Rhein", die Saar zurückgezogen. Die Saarbevölke- rung, die das gleiche erlebe, was das Rheinland mitgemacht habe, wisse, worum es gehe.Wir glauben mit dem Glauben, der da Berge versetzt, daß auch die Saar ein deutscher Sieg wird."

Ärt uX &ter. gnmiS« bringts°-b-v ^n S°nderh°st über Mogd-burg her-

Don Iakbb Haringer

Tiere haben ihr- Komik und ihre Tragik verschwunden^ gewandt und lautlos huscht sie aus mir Sie sind voller A-hnlichk-it und der entgegengesetzteri Seit-der.Treppe dur-h °^e Menschen glauben o ene Saustur in ben fflur hinein uno ote ©xu * J fen zum ersten Stockwerk hinauf. Dort lchwmgi lie

sich aufs Fensterbrett unb hat somit einen höheren Stanbpunkt gewonnen, von dem sie unbehelligt und in völliger Sicherheit ihrer Person den Gang der Handlung weiteroerfolgen kann.

(Es ist Unsinn, zu behaupten, die Frau verfuge nicht über den Weitblick des Mannes sie ist nur nicht so eitel, sich darauf was emzubilden und wo- "Mür7ensL "de-'ersten Stockwerke- steht sie nunTin^ beobachtet gespannt den Düpierten, .^der käst-n^hint-r de"n^gr°ßen ^f^^iJ^beräö ^"rnNa/^r^ner^VFiM

der Satenrttaa1rnd,6»Iu6 !-7ner^sruchtlos-n Bemühungen s»nuv7e7t"°7 -? Erde D«um, « riecht die Katze.

Musik erschallt unter mir in der Bar, über mir auf bem geräumigen Deck, und inmitten von endlosem Jubel, Lärmen, Singen, Rufen, fahre ich in das schimmernde Grau des Hafens hinein.

Langsam enthüllt das Ufer sein Gesicht, eine hei­tere, reiche, in Grün und Rot und Gold getauchte Landschaft mit einer von Villen und Gärten be- v_ ........... - -

bedien Hügelreihe: Blankenese. Dann zerreißt die Häuserdächer kühn nach den Sternen greift, graue Wand auch über der Elbe. Was für die Land­ratte Segelschiffe einer fernen Traumwelt waren, sind kräftige breite Kohlendampfer und Tankschiffe, zwischen denen flinke Barkassen, Fischkutter, zierliche Kanus einhergleiten. Während jene emfahren, sind

Am Sonntagvormittag trafen die Abordnungen der Arbeitsdienstabteilungen in Kassel ein und tra­ten um 12 Uhr vor der Orangerie in der Karls- Aue zu dem feierlichen Akt an. Unter Vorantritt einer Gruppen-Kapelle wurden die verhüllten Fah­nen auf den Platz getragen und dann ergriff Gau­arbeitsführer Neuerburg das Wort. In seiner Ansprache zeichnete er die Fahnen als das äußere Zeichen des Arbeitsdienstes; das Hakenkreuz, ver- BsSSSS U-MML-KL rer Neuerburg sagte bann: