Er, der älteste Sohn, kam mit dem bloßen Schrecken davon, das übrige Ergebnis der Unfallkette jedoch lautet: Fritzchen Arm- und Halsverletzungen und eine durchschnittene Pulsader, die Mutter Nervenschock, Tyras so schwer verbrüht, daß er erschossen werden mußte, und die Magd zwei Rippenbrüche —
Vergeblicher Kampf um die Ehre des Sohnes.
(z) Paris
Den 70jähriyen Joseph Chapelant haben sie in diesen Tagen m eine Irrenanstalt gebrockt. Was er nach einem Kampf über 20 Jahre erleote, war zuviel für ihn. Er hatte nicht um seiner selbst willen prozessiert, sondern wegen seines Sohnes. Alles war ihm darauf angekommen, die Ehre dieses Sohnes wieder herzustellen.
Damals, 1914, bei einem Angriff französischer Truppen war sein Sohn, ein Leutnant, angeblich übergelaufen, hinterher mit zwei Beinschüssen auf- aefunden und von den Franzosen standrechtlich erschossen worden, weil er zu allem anderen auch noch den Kameraden mit einem Taschentuch gewinkt habe, wie er übergelaufen.
Der Vater wollte und konnte nicht glauben, daß sein Sohn ein Feigling sei. Er kämpfte 20 Jahre um die Wiederaufnahme des Kriegsgerichtsprozesses. Er wußte, daß er seinen Sohn nicht wieder lebend machen konnte dadurch. Aber er hoffte, die Ehre seines toten Kindes wieder Herstellen zu können. Zeugen brachte er bei, sein letztes Geld opferte er, der Prozeß ging durch. Aber das Kriegsgericht hatte
seinerseits ebenfalls nach 20 Jahren Zeugen auf- getrieben. Die Waage schlug zu ungunsten des toten Leutnants aus: Er sei zu recht erschossen worden. Der bedauernswerte Vater brach nach zwanzigjährigem Ringen um die Ehre seines Kindes irrsinnig geworden, zusammen.
Auf Rollern und Rollschuhen durch San Franzisko.
(rt) San Franzisko.
Der Streik ist zu Ende. Man atmet auf in San Franzisko. Niemand aber ist mehr erleichtert, als die unfreiwilligen Fußgänger, die der Verkehrsstreik zwang, ihre Beine mehr als sonst in Benutzung zu nehmen.
San Franzisko wird wohl nie vergessen, was es in diesen Tagen erlebte: Da sah man aus den Vororten, von wo normalerweise Schnellbahnen in die Stadt führen, ältere und jüngere Leute aus uralten Fahrrädern mühsam kutschieren. Dazwischen bewegten sich auch Tandems aus dem Anfang, des Jahrhunderts. Mit Rollschuhen jagten die ganz Unentwegten ins Büro, während sich die Ungeschickten nur dazu entschließen konnten, den Roller ihres Sohnes für den eigenen Bedarf au mißbrauchen. Nie wurde mehr Muskelöl verkauft, als in diesen Tagen. Derweil man mit zitternden Knien der Heimat zustrebte, von der ungewohnten Strapaze schwer geplagt, ist bestimmt mehr als ein derber Fluch auf die streikenden Schnellbahnen, die zu diesen Zirkustricks zwangen, gen Himmel geschickt worden ....
Wirtschaft.
Ständiges Anwachsen der Spareinlagen.
Das deutsche Volk ist ein Volk der Sparer. Mindestens jeder dritte Deutsche nennt ein Sparbuch sein eigen. Es kann keinen schöneren und erhebenderen Beweis für das Vertrauen geben, dessen sich die deutschen Sparkassen erfreuen, als die Tatsache, daß heute mehr als 23,5 Millionen Sparbücher von den deutschen Sparkassen verwaltet werden; 12 Milliarden Reichsmark Spareinlagen haben die Sparer im Laufe weniger Jahre zusammengetra- aen. Mit Sorgfalt verwalten und mehren die deutschen Sparkassen diese ihnen übergebenen Milliarden. Was die Sparer ihnen anvertrauen, führen sie in Millionen von einzelnen Krediten vor allem dem Mittelstand in Stadt und Land als Hypothekar- oder Betriebskredit zu. Von Jahr zu Jahr ist die Zahl der Sparer gewachsen, haben sich immer neue Volksgenossen zu den Sparkassen bekannt. Vor zehn Jahren waren es erst 1,7 Millionen Sparer, die Groschen und Mark zu ihrer Sparkasse trugen. 1926 waren es dann 6,3 Millionen, 1928 12,5, 1930 18,0 und 1933 23,5 Millionen Sparbücher, die sich in Händen der Sparer befanden. Eine Volksbewegung im besten Sinne!
Aenderung der Butterpreise.
Die Berliner Butternotierungskommission hat mit Wirkung vom 27. Juli 1934 folgende Butterpreise notiert: Deutsche Markenbutter 1,30 Mark, Deutsche feine Molkereibutter 1,27 Mark und Deutsche Molkereibutter 1,23 Mark. Die Preise verstehen ich ab Molkerei einschließlich Faß. Mit dieser Preis- estsetzung erreichen die Butterpreise wieder den Stand, den sie am 8. April d. I. hatten, jedoch mit der Einschränkung, daß seinerzeit die Kosten des Fasses noch hinzukamen. Es handelt sich bei der Preisänderung keineswegs um eine Butterverteuerung schlechthin, sondern vielmehr um eine gerechte Anpassung an die jahreszeitlich bedingten Schwankungen des Butteranfalls. Um jegliche Ueberoortei- lung der Verbraucher auck in der butterknappen Zeit zu verhindern, darf bei der Abgabe an den Verbraucher der Preis für die beste Buttersorte, nämlich die Deutsche Markenbutter, nirgends höher sein als 1,60 Mark je Pfund. Die Kleinverkaufspreise der übrigen Buttersorten halten sich ihren Einstandspreisen entsprechend unter den Kleinver- kaufspreisen für Markenbutter. Bei Landbutter und Kochbutter wird vorerst von einer Notierung abgesehen.
*
* Der Automobilabsatz im Juni. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre war für Juni ein Rückgang des Automobilabsatzes zu erwarten. Tatsächlich ist jedoch, wie das Institut für Konjunkturforschung in der Konjunktur-Kartei feststellt, die Zahl der Zulassungen fabrikneuer Personenkraftwagen von Mai auf Juni um 3 v. H. gestiegen. Sie betrug im Juni 15 886 Einheiten. Diese Steigerung ist zwar zum Teil darauf zurückzuführen, daß sich die Lieferungen in den letzten Monaten stark verzögert hatten. Zum Teil ist sie jedoch auch ein Zeichen dafür, daß auf dem Automobilmarkt Auftriebskräfte am Werke sind. Das Last
kraftwagengeschäft war, der Jahreszeit entsprechend, im Juni etwas ruhiger. Immerhin sind im Juni rund 2000 Lastkraftwagen oder etwa zwei Drittel mehr als im Juni 1933 zugelassen worden. Die Gesamtzahl der Zulassungen für die erste Hälfte des Jahres 1934 stellt sich auf 60 229 Personenkraftwagen und 9 090 Lastkraftwagen. Es sind also in der ersten Hälfte des Jahres 1934 etwa 70 v. H. Personenkraftwagen und 60 v. H. fabrikneuer Lastkraftwagen mehr zugelassen worden als in der ersten Hälfte 1933.
* D i e Breuer-Werk« in Höch st bleiben erhalten. Die Breuer-Werke-AG. in Höchst, die sich im Besitz der Buderusschen Eisenwerke in Wetzlar befindet, hat bekanntlich einen großen Teil ihres Aktienkapitals verloren. Verhandlungen, die über die Weiterführung der Firma geführt wurden, haben nun das Ergebnis gehabt, daß die Gesellschaft in eine G. m. b. H. umgewandelt wird. Die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens (Armaturen, Maschinenbau usw.) sollen sämtlich weiter betrieben werden. Wie verlautet, ist eine weitere Verminderung der Belegschaft nicht beabsichtigt.
frankfurter Börse.
TNitlagsbörse schwächer.
Frankfurt a. M., 26. Juli. Die Börse verkehrte nahezu auf der ganzen Linie in schwacher Haltung. Nachdem sich in den letzten Wochen größere Haussepositionen gebildet hatten, schritt die Kulisse im Hinblick auf den Ultimo zu weiteren Positionslösungen, wobei die Vorgänge in Oesterreich etwas mitgewirkt haben dürften. Letztere nahmen an der Börse eine breite Diskussion ein. Die Meinungen über die weitere Entwicklung waren geteilt, überwiegend beurteilt man die Lage aber verhältnismäßig ruhig.
Wenn die Kursrückgänge hier und da etwas größeres Ausmaß annahmen, so war dies auch zu einem großen Teil auf die herrschende Geschäftsstille zurückzuführen, zumal seitens der Kundschaft Kaufaufträge kaum Vorlagen. Die Durchschnittsverluste betrugen von 1 bis 2 v. H. Am Chemiemarkt gaben Farbenindustrie 1,75 v. H. nach, stärker abgeschwächt waren Deutsche Erdöl, Goldschmidt und Metallgesellschaft, die je 2,25 v. H. einbüßten. Am Elektromarkt gingen Siemens und Bekula je 2,25 v. H., Gesfürel 1,75 v. H. und die Übrigen Werte von 0,50 bis 1 v. H. zurück. Von Montanaktien waren vor allem die stark gestiegenen Rheinischen Braunkohlen-Akdien schwach und 5 v. H. niedriger, daneben verloren Klöckner, Rheinstahl und Mansfeld bis 2,75 v. H., ferner lagen Gelsenkirchen, Harpener, Mannesmann, Phönix und Stahlverein bis zu 1,50 v. H. schwächer. Don Einzelwerten setzten Deutsche Linoleum ihre bereits gestern begonnene Abwärtsbewegung um 2,75 v. H. fort, ferner gaben AG. für Verkehrswesen 2 v. H., Holzmann und Zellstoff Aschaffenburg je 1,50 v. H. nach. Schiffahrtsaktien, Reichsbankanteile, Zement Heidelberg, Zellstoff Waldhof und Westdeutsche Kaufhof verloren von 0,25 bis 0,50 v. H Auch am Rentenmarkt gaben die Kurse etwas nach, so Altbesitzanleihe und Stahlverein-Bonds um je 0,50 v. H., dagegen lagen späte Reichsschuldbuchforderungen mit 92,40 v. H. gut behauptet.
Im Verlaufe blieb die Börse schwach. Besonders angegriffen waren Farben-Aktien, die um weitere 2 v. H. auf 146 v. H. zurückfielen. Auch auf den übrigen Marktgebieten gaben die Kurse infolge von Verkäufen der Kundschaft um durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. nach und die später notierten Werte lagen im Ausmaße von etwa 2 v. H. schwächer. Geringfügig erholt waren lediglich Stahlverein mit plus 0,25 v. H. Chade-Aktien waren stark gesucht und kamen schließlich mit 214 um 6 Mk. höher zur Notiz.
Am Rentenmarkt war die Haltung späterhin ebenfalls schwächer, Altbesitz verloren nochmals 0,25 v. H., später Reichsschuldbuchforderungen 0,40 v.H. Am Pfandbriefmarkt gaben die Kurse durchweg um 0,50 bis 0,75 v. H. nach, auch Stadtanleihen waren angeboten und von 0,25 bis 0,50 v. H. niedriger. Am Auslandsrentenmarkt setzten Schweiz. Bahnanleihen ihre Aufwärtsbewegung fort, ferner lagen Anatolier 0,50 v. H. fester. Tagesgeld blieb zu 3,25 v. H. unverändert.
Abendbörse beruhigt.
An der Abendbörse zeigte sich kaum noch Angebot. Die Stimmung war allgemein beruhigt. Zwar war die Kursgestaltung noch nicht ganz einheitlich, auf der ermäßigten Basis bestand jedoch eher etwas Kaufinteresse, wenn auch die Umsätze infolge der noch vorherrschenden Zurückhaltung klein waren.
Die Berliner Schlußkurse hielten sich meist gut behauptet, teilweise wurden sie auch mäßig überschritten, 'nur ganz vereinzelt traten noch geringfügige Abschwächungen ein, Deutsche Erdöl verloren allerdings 1,13 v. H. Im Verlaufe traten kein« nennenswerten Veränderungen ein, Farbenindustrie und Phönix zogen leicht an.
Am Rentenmarkt war das Geschäft sehr klein bei behaupteten Kursen. Auslandwerte tendierten allgemein weiter fest, besonders Schweizer Bahnanleihen, die bis zu 5,5 v. H. anzogen, auch Chade- Aktien gewannen bis 1,50 RM., daneben waren diverse ausländiscke Stadtanleihen höher gesucht; u. a. notierten Ältbesitzanleihe 94, Stahlverein- Bonds 76,25, 4-v. H.-SBB. von 1912 198, 3,5-v. H.- SBB. 185,50, Commerzbank 57,25, Buderus 75,50, Gelsenkirchen 60,50, Harpener 105,75, Mannesmann 65,50, Klöckner 73,75, Phönix 47,25 bis 47,50, Rheinische Braunkohlen 244, Aku 59,75, AEG. 24,40, Bekula 142,50, Chade Lit. A—C 219,50, Lit. D 206,50, Conti Gummi 134,50, Daimler 45,25, Deutsche Erdöl 114,50, Scheideanstalt 206, Licht & Kraft 113, JG.-Farben 146,25 bis 146,50, Gesfürel 108,25, Holzmann 64, Lahmeyer 119, Schuckert 90,50, Westdeutsche Kaufhof 21, Süddeutsche Zucker 185, Reichsbahnvorzugsaktien 11,40, AG. für Verkehr 64,50, Hapag 26.
Oie Preise für Frühkartoffeln in Hessen-Nassau.
Die im Rahmen der Absatzregelung für Frühkartoffeln festgesetzten Preise lauten für Hessen- Nassau in geschlossenen Anbaugebieten bei Abgabe durch die Bezirksbetriebsstelle an die Verteiler auf 4,50 Mark für 50 Kilogramm ausschließlich Sack, und für die nicht geschlossenen Gebiete bei Abgabe des Erzeugers an den zugelassenen Verteiler auf 4,14 Mark. Die Preise dürfen nicht unterschritten werden.
Frankfurter Schlachtvielimarkt.
Frankfurt a. M., 26. Juli. Auftrieb: Rinder 52 (am letzten Donnerstagmarkt 58), davon 22 Ochsen, 1 Bulle, 4 Kühe und 25 Färsen. Kälber 1008 (1009), Hümmel 33 (63), Schafe 29 (41), Schweine 643 (489). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht In RM.: Kälber a) 40 bis 44, b) 35 bis 39,
c) 28 bis 34, d) 19 bis 27. Lämmer und Hämmel b2) Weidemafthämmel 33 bis 34, c) mittlere Mast- lämmer 30 bis 32. Schafe e) beste 30 bis 32, f) mittlere 26 bis 29, g) geringe 22 bis 25. Schweine al) 50 bis 51, a2) 48 bis 50, b) 47 bis 50, c) 46 bis 49, d) 42 bis 48. Im Preisvergleich zum letzten Donnerstagsmarkt blieben Kälber unverändert, Hämmel und Schafe zogen etwa 1 bis 2 Mark und Schweine 3 bis 4 Mark an. Marktverkauf: Kälber schleppend, ausverkauft. Hämmel, Schafe und Schweine lebhaft, ausverkauft. Die Preise sind Marktpreise für nüchtern gewogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht-, Markt- unb Verkausskosten, Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein, müssen sich also wesentlich über die Stallpreise erheben.
Fleischgroßmarkt. Beschickung: 1004 Viertel Rindfleisch, 224 ganze Kälber, 7 ganze Hämmel, 456 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in RM.: Ochsen- und Rindfleisch I 46 bis 50, II 40 bis 45. Bullenfleifch 42 bis 48. Kuhfleisch II 34 bis 40, III 24 bis 32. Kalbfleisch II 65 bis 70, III 55 bis 64. Hammelfleisch 70 bis 75. Schweinefleisch I 60 bis 69. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes: ruhig.
^unbfunfproaramm.
Samstag, 28. Juli.
5.50 Uhr: Gymnastik 6.15: Gymnastik. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis 8.40: Gymnastik. 10: Nachrichten. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Fröhliches Wochenend! 15.10: Lernt morsen! 15.40: Quer durch die Wirtschaft. Berichte und Gespräche. 16: Musik am Nachmittag. 18: Kunterbunt aus den Deutschen Kampfspielen. 18.30: Stimme der Grenze. 19: Köln — Frankfurt — Stuttgart: Gemeinschaftssendung: Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt! 19.30: Schallplattenplauderei. 20: Nachrichten. 20.05: Saarländische Umschau. 20.15: Bunte Bonbons. Ein Abend luftiger Kleinigkeiten. 22.20: Nachrichten. 22.30: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.40: Tagesecho der Deutschen Kampfspiele. 23: Kabarett und Tanz.
Briefkasten Oer Redaktion
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
H. P. in G. Sie sind zur Entrichtung einer Vergütung nur verpflichtet, wenn der Vertrag infolge des Nachweises des Maklers zustandekommt. Es gilt zunächst das Vereinbarte. Ein Maklerlohn gilt als stillschweigend vereinbart, wenn der Nachweis nur gegen Vergütung zu erwarten ist. Ist die Höhe nicht bestimmt, so ist bei Bestehen einer Taxe der taxmäßige Lohn zu zahlen. Ein vereinbarter Lohn kann durch Urteil auf den angemessenen Betrag erniedrigt werden. Nach der Entrichtung ist jedoch die Herabsetzung ausgeschlossen. Ob hier eine Taxe besteht, können Sie bei der Handelskammer erfahren.
k. Nach § 1267 der Reichsversicherungsordnung lebt die erloschene Anwartschaft wieder auf, wenn von neuem auf Grund der Versicherungspflicht oder der Versicherungsberechtigung mindestens zweihundert Beitragsmarken zurückgelegt worden sind. Hat der Versicherte das vierzigste Lebensjahr vollendet, so lebt die Anwartschaft durch freiwillige Beitragsleistung nur auf, wenn vor dem Erlöschen mindestens fünfhundert Wochenbeiträge entrichtet und danach erneut fünfhundert Beitragswochen zurückgelegt worden sind. Voraussetzung ist bei Wiederaufnahme der freiwilligen Weiteroersicherung, daß Invalidität noch nicht vorliegt.
Zunahme -ertzautätigkeit In Hessen und Hessen-Aassan.
Der neuesten Ausgabe der Zeitschrift „Der Gemeindetag" entnehmen wir, daß sich auch in den Städten Hessen-Nassaus und Hessens die Bautätigkeit im Kalenderjahr 1933 erfreulich entwickelt hat. Im ganzen Reich haben sich die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung auf dem Gebiet der Bauwirtschaft so ausgewirkt, daß
in den deutschen Groh- und Mittelstädten mit 50 000 und mehr Einwohnern insgesamt 72 200 neue Wohnungen fertiggestellt wurden (im Jahre 1932 waren es 53 700).
Unter den erstellten Wohnungen wurde-i 31500 durch Umbau geschaffen (1932: 12 900). Bezeichnend ist, daß die Errichtung von Kleinhäusern stark zugenommen hat. Die private Bautätigkeit hat sich also auch wieder belebt. In Frankfurt ist für das Jahr 1933 ein Zugang an Wohnungen von 3192 zu verzeichnen. Davon haben 1172 oder etwa 35 v. H. 1 bis 2 Zimmer, 1878 oder nicht ganz 64 v.H. 4 bis 6 Zimmer und 142 7 und mehr Zimmer. Damit besteht für das Jahr 1933 in Frankfurt ein Reinzugang von Wohnungen von 4,4 auf jedes Taufend Der Bevölkerung. Im Jahre 1932 war die Vergleichszahl 3,7. In Kassel wurden
1933 478 neue Wohnungen erstellt. Davon haben 159 1 bis 3, 291 4 bis 6 und 28 7 und mehr Zimmer. Der Reinzugang an Wohnungen beträgt auf 1000 Köpfe der Bevölkerung 2,5 gegenüber 1,6 im Vorjahr. Die Stadt Wiesbaden hat 1933 645 neue Wohnungen bekommen: 295 mit 1 bis 3, 332 mit 4 bis 6 und 18 mit 7 und mehr Räumen. In Wiesbaden ist jedoch im Gegensatz zu den anderen Städten der Reinzugang an Wohnungen auf das Taufend der Bevölkerung von 3,2 im Jahre 1932 auf 3,0 im Jahre 1933 zurückgegangen.
Besonders lebhaft war die Bautätigkeit im Jahre 1933 in Mainz, wo 366 neue Wohnungen erstellt wurden.
185 hatten 1 bis 3, 178 4 bis 6 und 3 7 und mehr Räume. Der Reinzugang an Wohnungen hat sich gegenüber 1932 mehr als verdoppelt. Die Vergleichszahlen lauten 2,3 für 1933 und 1 für 1932. Eine starke Abnahme der Bautätigkeit ist auch in Darmstadt zu verzeichnen, wo nur 145 Wohnungen errichtet wurden, von denen 20 1 bis 3, 115 4 bis 6 und 10 7 und mehr Räume haben. Die Vergleichszahlen für den Reinzugang an Wohnungen lauten 1,5 für 1933 und 2,6 für 1932.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskonl 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Franklur
a. JJ1
Äerlm
Gchluß- kur«
Schluß«. Abend. bSrfe
Schluß, «m«
Schluß«.
Mittag.
bSrfe
Datum
25.?.
26.7-
25-7.
26.7.
•% Deutfche Relchsanleihe v. 1927
92,65
92,65
93
93
8% ef)em.7% Dl. ReichSanl. v. 1929
—
—
t>Vi% 9oung-Qlnleif)e von 1980 .. Deutfche Anl.-Ablüs^Schuld mti
90,5
90,4
90,75
90,75
AuSlos.-Rechten .........
94,9
94
94,75
94
DeSgl. ohne AuSIos.-Rechte......
8% ebem.8% He». BolkSstaa! 1929
lrückzahlb. 102%) .....
6% Hejf. Landesbank Darmstadl
91,75
91,75
92
91,75
®olb N. 12
6%% Hess. LandeS-Hypotheken- vank Darmstadt ölqul.
89,75
89,75
89,75
—
89,75
89
—
_
Oberhesfen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten
Deutfche Komm. Sammelabl. An.
95,5
95,5
—
—
leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten
96,5
96
_
96
8% ehem. 8% Franks. Hhp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bl6 1935
89,5
89
90
89,75
8% ehem. 7% Franks. Hhp.-Bank
Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936
89,5
89
•Ki% ehem. «y,% Frank« Hyp^ Bank-Liqu^Dsandbriese.....
90
89,25
Wi% ehem. <y,% Rheinische
Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe.
6% ehem. 8% Pr. Landespfand.
brtefan stall, Pfandbriefe R. 19
6% ehern. 7% Pr. Landespfand.
briefanstall, Pfandbriefe R. 10
90,75
90,25
—
—
92
92
92
92
93
93
93
93
Sleuergutich. Verrechnungskurs
101,4
101,4
101,4
101,4
i% Oefterretchttche Soldrenie.... 4,20% Oesterreichifche Silbertente
27,25
26,75
27,5
1,13
4% Ungarische Goldrente .......
7,3
7,25
7,35
7,35
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
7
7
7,15
7
4%% deSgl. von 1918 .........
7
7
9,1
7,1
R.AS
7 fi.fi
6% äßgeft Goldmexikaner von 99
9,1
4% Türkische Zoll anleihe von 1911
*\W| Bagdadbahn-Anlethe
7,9
7,7
8
7,7
?l 1
i H
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß» turS
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Schluß«. Mittag-
Datum
25-7.
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5% Rumün. veretnh. Mente v. 1903 4^»%Rumän.vereinh.Rentev.lS13
4% -rumänische vereinh. Rente .. 8%% Anatolier ......
vamvurg-Amertka-Pakei .... 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff 0 Hansa-Dampfschlfs......0
Norddeutscher Lloyd ........ 0
A G. für Verkehrswesen Akt. .. o Berliner HandelSgelellichasl ... 4 Commerz und Privat-Bank .. 0 Deutsche Bank und Dtsronto-
Gesell,chasr................ o
Dresdner Bank..............0
ReichSbank ......... 12
A.G.G......................
Bekula................... 0
SWMSfF**““*::: •
Felten & Guilleaume...... 0
Gefelllch.s.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ....... 5
Schuckert S Co..............z
Siemens S Halske............ 7
Lahmes« »ilo............. 10
Buderus ........... 0
Deutsch« Sibßl ...............
Geilenkirchener..............0
Harpener ..................0
Voesch Bfen—KölwNeuesseu .. 0
Ise Bergbau ............... 6
Ile Bergbau Genüsse........ 8
Klöcknerwerke ...............e
DtauuimanadUterB ........ 0
7,7
4,5
7,5
4,15
15,4
26,5
30,4
67
91
57,75
63
65,5
154,13
25,5
145,25
97,75
115
70
111,25
91
149,5
122
78,25
117,5
62,5
107.25
170
129,5
77,65
68,4
7,7
4,4
4,15
36,25
26
30,13
64,5
90,5
57,25
61,5
65,5
152,5
24,4
142,5
96,75
113
66,9
108,25
99,75
90,5
146,5
119
75,5
114,5
60,5
105,75
169,5
128
73,75
65,5
7,3 4,15 35,4
26,5
24
10,25
66,5 91 57,75
63 65,5
153
25,5 145,13
97,5
115
69,5 111,25
102 91,25 149,75
123
78,75 116,5
63
108
77,65
170 129,25 77,25
68,5
7,25
4,15
35,8
26
30
64,25
91
57,25
62,4
65,5
152
24,5
142
96,25
113
66,5 108,25 101,75
90
146,5 118,75
75,75
115,65
60,5
105,5
74
169,5
128
73,5
65,75
Franlfun a. M.
Berlin
Gchluß- lurd
Schluß«. Abend-
Schluß- fUT0
Schluß«. Minag- bSrfe
Datum
25-7.
26.7
25-7.
26.7.
Man-felde, Bergbau......... 0
Kokswerke ....... 0
Phönix Bergbau......... 0
Rheinische Braunkohlen ..... 10
Rheinstahl 0
Bereinigte Stahlwerke........ 0
Olavi Minen ....... 0
Kaliwerke Aschersleben........ 5
Kaliwerke Westeregeln........5
Kaliwerke Salzdetfurth..... 7V,
3. G. Farden-InoulM«....... 7
Scheide anstatt........... 9
Goldschmidt ................0
RütgerSwerke............... 0
Metallgeiellschaft.......... 0
Philipp Holzmann ...... 0
Zementwerk Heidelberg ......0
78,75
49,25
251,5
94.25
42
14
122,75
122
163
149,75
207,5 79,25 40,25
66,5
108
125,5
60,65
66,25
47,5
60,75
47
59,5
22,4
208
135
26,65 75
189,75
74,5
47,5
244
91
40,25 13,75
120,75
120
162
146,5
206
76
38,5
84
64 108
79 94,25 49,75 250,75 94,25
42 13,5
121
122 163,5
149,5
79 40 86
z
75 92 47,25
244
90,5
40,65
13,4 119,75 120,5
162
146,13
76,9
38,4
83,5
64,25
Schultheis Payenhoser .......0
Aku (QUlflemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg 0
Zellstoff Waldhos ............0
Zellstoff Aschaffenburg ....... 0
Deslauer GaS ............... 7
Daimler Motoren............0
Deutsche Linoleum...........0
Oren stein & Koppel..........0
Leonhard Dietz ............. 0
khade......................10
Akkumulatoren. Fabrü........0
lontMhnnml .............0
Grttzne,.................. 0
Matnkraftwerke Höchst 4
Süddeutscher Zucker ......... |
59,75
47,25
59,25
45,25
56,5
21
219,5 172
134,5
24,5 74
185
116,5
60,5
66,13
47,75
61,13
128
47,25
58,75
76,4
22,13
176,5
135,4
1 26,65
1 190
113
59,75
65,25
47
59
124,25
45,4 56,9
73,25 20,75 218,5 172,5
134
24,5
185
Devi
enrnarkl Berlin — Frankfurt a. 2H.
25. Juli
26-JuN
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Selb
Sriei
Geld
Ärie
Buenos Aires
0,628
0,632
0,628
0,632
Brüssel.....
58,69
58,81
58,69
58,81
Rio de Jan. .
0,184
0,186
0,184
0,186
Sofia......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
56,54
56,66
56,51
56,63
Danzig.....
81,72
81,88
81,72
81,88
London .....
12,66
12,69
12,655
12,685
HelsingforS..
5,594
5,606
5,594
5,606
Pari-! ......
16,50
16,54
16,50
16,54
Holland ....
169,73
170,07
169,73
170,07
Italien.....
21,58
21,62
21,58
21,62
Japan......
0,751
0,753
0,751
0,753
Jugoslawien
5,664
5,676
5,664
5,676
Oslo..... :
63,64
63,76
63,61
63,73
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
11,49
11,51
11,49
11,51
Stockholm...
65,29
65,43
65,26
65,40
Schweiz ....
81,66
81,82
81,66
81,82
Spanien....
34,32
34,38
34,32
34,38
Budapest ...
1044__
10,46
10,44
10,46
Neuyork...
2,512
2,518
2,512
2,518
Banknoten.
Berlin, 26.Juli
Gelb
tSrfer
Amerikanische Roten..............
Belgische Noten..................
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
Französische Noten ...............
Holländische Noten ...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
Spanische Note».................
2,465
58,53
56,46
12,61
16,46 '
169,31
21,46
63,44
65,10
81,48
34,18
2,485
58,77
56,68
12,67
16,52
169,99
21,54
63,70
65,36 81,80
34,32
Ungarische Note» ................


