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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Merhesien)
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Aber wie erklärt es sich, Baltimore nach Jersey-City Backpfeife zu plazieren?
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Warum Festpreise?
Von Karlheinz Friedrich, Berlin.
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schaftsgesetzen noch nicht an die neuen Gedanken gewöhnt haben, sei nur einmal die Frage vorgelegt, was ohne die Festpreisregelung sich wohl für Preisverhältnisse nach den beiden vorjährigen Rekordernten auf dem deutschen Markt ergeben hätten. Das früher immer und immer wieder angewandte Mittel der Zollpolitik wäre jedenfalls bei der mehr als ausreichenden Deckung des deutschen Bedarfes durch die eigene Produktion von vornherein aussichtslos gewesen.
Doch der Festpreis ist nicht nur von Bedeutung für den Bauern, sondern mindestens ebenso sehr von Bedeutung für den städtischen Verbraucher. Durchgreifende Rationalisierung des
Wale verstimmt" gefunden habe, und daß die Mittelmächte, „falls es jetzt doch noch zum Kriege käme, weder mit den Sympathien, noch mit der Unterstützung Englands rechnen" könnten.
Grey erklärt im INinisterrat, er werde im Falle eines europäischen Krieges für Intervention Englands auf seilen der Entente eln- treten.
Die englische Regierung ersucht die deutsche, ihren Einfluß in Wien einzusehen, daß Oesterreich sich mit Serbiens Antwort zufrieden gebe oder sie als Grundlage für Verhandlungen anerkenne. Veth- mann Hollweg entscheidet sich für Greys Vorschlag und gibt ihn nach Wien empfehlend weiter.
Grey läßt den russischen Botschafter in London wissen, „der Eindruck, daß England auf jeden Fall unbeteiligt bleiben werde, müsse aufgehoben werden".
In Frankreich: Durchführung der beschränkten Sicherung mit militärischen Hilfskräften, Rückberufung der Urlauber bei den 5 Grenzkorps.
15 Uhr: Rückkehr des Kaisers nach Potsdam.
Münzen geprägt ist. .
Nun begriff der Beamte, warum der Chmese Jo darauf versessen gewesen war, seine Ananas mit- nehmen zu dürfen. Seit über einem Jahre werden die niederländischen Kolonien mit Falschgeld überschwemmt, und der freundliche Chinamann hatte auf diesem ungewöhnlichen Wege versucht, die wichtigsten Bestandteile eines Fälscher-Prägestockes ins Land zu schmuggeln. Die Polizei ist schon eifrig hinter dem vorläufig verschwundenen Sohne des Reiches der Mitte her.
Der wutschnaubende Angelo.
(th) Jersey City.
Bisher hatte der Barbier Angelo Fabbroid niemals irgendwelche Zeichen beginnenden Wahnsinns gezeigt. Auch heute, da der Zwischenfall in New Jersey überwunden ist, zeigte er sich wieder ganz normal. Die mächtige Backpfeife, die der Barbier dem Sänger der Jersey-Radiostation klebte, löste offenbar alle Spannungen. Das Messer, das er gezückt hatte und mit dem er wutschnaubend herumfuchtelte, hatte man ihm zum Glück noch vor der Gebrauchanwendung entreißen können, so daß es also bei der Backpfeife blieb.
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(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!)
Gefüllte Ananas.
(a.) Batavia.
Mit dem englischen Dampfer „Edendale", der von Singapore kam, landete kürzlich in Tandjong- Priok, dem Hafen der javanischen Hauptstadt Batavia, ein freundlicher Chinese, der in seinem Gepäck u a. auch einige Ananasfrüchte bei sich trug. Zum persönlichen Bedarf, wie er dem Zollbeamten verbindlich lächelnd erklärte. Der Zollbeamte jedoch ließ sich als Pflichtmensch von diesem Lächeln nicht beeindrucken und beschlagnahmte die Fruchte ungeachtet des Protestes ihres Besitzers, da die Ern- stchr von Südfrüchten auf Java verboten ist. Der Chinese verschwand zornerfüllt. —
Der Lagerverwalter, der die vom Zoll beschlagnahmten Waren unter sich hat, empfand einige Tage später verständliches Bedauern darüber, daß diese saftigen Früchte verderben sollten. Also verzehrte er eine und, da sie ihm hervorragend mundete, auch eine zweite. Als er jedoch, auf den Geschmack gekommen, die dritte anschnitt, entdeckte er zu seiner Überraschung, daß diese Frucht mit merkwürdigen Bleikeilen gespickt war. Nachdem er diest sämtlich herausgezogen hatte, fand er, daß es sich um — Matritzen handelte, wie sie m Pragestocken verwendet werden. Jede dieser Matritzen trug einen Buchstaben, und als er die zwölf Buchstaben zusammenstellte, erhielt er nach längerem Zusammen-
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setzspiel den Satz: „God Zij Met Ons" (Gott sei mit uns!) — Ein Blick auf auf einen Reichstaler, die er in feinem Geldbeutel mit sich führte, belehrte ihn, daß es sich um dieselbe Buchstabenform handelte, in der der zitierte Spruch in die holländischen
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Bayreuth 1934.
Don unserem Sonderberichterstatter
Ivo Iversen.
Bayreuth, Ende Juli.
Es ist ein eigen Ding um den Nimbus von Bayreuth. Ihn zu schildern, scheint fast vergeblich. Nur wer je einmal das Werk Richard Wagners in der weihevollen Entrücktheit des Feftspielhugels erlebt hat, wer je sich eingegliedert hat in die innerlich gebundene Gemeinde der Bayreuthpilger, kann eigentlich den wahren Zauber ermessen, der von dieser ganz von dem großen Kunstideal Richard Wagners erfüllten alten Markgrafenstadt ausgeht. Es ist MaAie im tiefsten Sinne.
Die sonst so stille Stadt mit ihren reichen Erinnerungen an eine stolze höfische Vergangenheit, m der Barock und Rokoko ihre üppige, spielerische Pracht entfalteten, sie ist seit ein paar Tagen voll von dem bunten internationalen Festspielleben. Aus aller Herren Länder kreuzen Autos die schonen Platze, um die Berühmtheiten der Theater bilden sich kleine Zirkel, das Publikum genießt das Leuchten seiner Sterne einmal aus nächster Nahe und wer des abends nach der Vorstellung ms Festsplelrestau- rant hinübergeht, kann der Kundry in Zivil, der herrlichen Marta Fuchs, dem schlichten Rudolf Bockeimann, der eben noch als Sachs auf der Bühne stand, dem Parfifal R o s w a e n g e oder dem Junker Stolzing in der Gestalt von Max L o - renz noch einmal Dank und Beifall ausdrucken, hier dürfen die Künstler, denen nach einem klugen und guten alten Bayreuther Hausgesetz das Wieder- erscheinen vor dem Vorhang untersagt ist, das Echo ihrer Kunst hören, ehe sie sich bei einem bürgerlichen Schnitzel mit Bayreuther Bier aus der erhabenen Welt der Götter und Helden zurückverwandeln in die irdische Realität, in der der Magen knurrt und die Kehle ausgetrvcknet ist. Und die ganz Unentwegten treffen sich noch einmal zwischen Mitternacht und erstem Hahnenschrei in der „Eule", dieser verräucherten Bude voll echter Künstlerromantik mit ihren hundert und aber hundert Erinnerungen an Generationen von Musikern und Sängern, die in den letzten sechzig Jahren nach dem erhabenen Ernst des Festspieltheaters in diesen traditionsreichen Räumen die fröhliche Kehrseite ihres Lebens feierten
Vormittags wandelt man durch die stilvollen alten Straßen zum Haus Wahnfried, wo der Meiller von einem Wähnen Frieden fand. Hier wohnt mit ihren Kindern Siegfrieds Witwe, grau Winifred Wagner, und in dem neugeschaffenen Anbau wohnen Richard Strauß, der auch
falbilber gutheißen und als eine wirkliche Verbesserung ansprechen kann, so muß man ihm doch zugestehen, daß er sich seiner außerordentlichen Aufgabe in hohem Maße würdig erwiesen hat. Das wesentlichste: er hielt sich streng an den Geist der Partitur, an den Willen der von Wagner autorisierten Anweisungen und mied in Entwurf und Farbe unnötige Experimente. Der Gralstempel verliert sich in' eine unendlich scheinende Tiefe von grünlich schimmernden Säulen, die in den Himmel zu wachsen scheinen. Er ist voll magischer Lichtstimmung, während ihm im Gegensatz zu der früheren Dekoration die innere Geschlossenheit und Stil- ftrenge des Kuppelbaus abgeht. Der Zaubergarten Kundrys blüht in üppiger, rosiger Farbigkeit; die Stimmung des Aktes leidet nur durch unruheschaf- fendes Auf und Nieder der Blumenhecken, mit dem neue szenische Lösungen angestrebt werden sollen. Die Karfreitagsaue eröffnet den Blick in ein weites Felsental mit starken, leuchtenden Farben. Das schönste der Rollerschen Bilder ist das erste: der Waldsee mit seiner stillen, von Trauerbirken umsäumten Schwermut, überragt von einem in schneeigen Glanz leuchtenden Felsmassiv.
In diesem Rahmen gibt Heinz Ti e tj e n , der neue Parsifalregisseur, der Handlung die beseelte Klarheit und geistige Kraft, die sakrale Feierstim- mung, die dieses Werkes eigentliches Wesen ist. Von ungetrübter Schönheit war die musikalische Wiedergabe. Richard Strauß scheint gegen das Vorjahr dem Weihecharakter der Gralsmusik noch mehr zu- gewachsen zu sein: neben der thematischen Plastik, der musikalischen Lebendigkeit kommt auch die ien- seitige, unirdische Stimmung stärker zum Ausdruck.
Gralsstimmung auch auf der Bühne! So wächst der neue Bayreuther Parsifal, der Berliner Tenor Helge R o s w a e n g e , fühlbar immer mehr in W Demutshaltung des reinen Toren, des Erlösers hinein Von feiner italienifierenben Gesangsmanier, die hier fremb am Platze ist, abgesehen, erweist sich sein schöner, ausbrucksvoller Tenor als ein wertvolles Instrument. Neben ihm bie gewaltige Kundry von Marta Fuchs: von ungewöhnlicher Wahrheit des dramatischen Ausdrucks, erschütternd in ihrem höllischen Leben, ebenso verführerisch für Aug und Ohr als lockende Verführerin. Hier hat die'deutsche Opernbühne einen unschätzbaren Zuwachs an dramatischer und gesanglicher Potenz erhalten.
Der schmerzensreiche Leidensgesang von Herbert Sanften — Amfortas, der abgeklärte Gurnemanz von Ivar Andresen, die feierlichen Chore, unter Rüdel wiederum so herrlich singend wie nur hier in Bayreuth — am nächsten Abend.erleben wie sie auf der Festwiese Alt-Nurnbergs m noch
Hans Beu n: Theod« nd Beckc.
Vor 20 Fahren.
Oie Tragödie der -13 Tage. — Ein Zeitkalender der Tage des Kriegsausbruchs vom 23.7. - 4.8.1914.
gewaltigeren Klangmassen — alles vereint sich in spürbarer Hingegebenheit und leidenschaftlicher Kunstbegeisterung, auch den neugestalteten „Parsifal" zu einem überragenden Erlebnis werden zu lassen. .
Der zweite Festspielabend bringt eine Wiederholung der letztjährigen Neueinstudierung der M e i st e r s i n g e r" unter Karl Elmendorfs. In der Auflösung der Massen, in der unbeschreiblich liebevollen, individuellen Durchgestaltung der einzelnen Meistersingertypen leistet Tietjen Hervo^ ragendes. Es ist eine Aufführung, die wahrlich von innen her leuchtet. Erregend in ihrem festlichen Glanz, der sich auf der Festwiese mit ihren siebenhundert Mitwirkenden zu einer Kundgebung von beispielloser Großartigkeit steigert. Dazu eine Besetzung, wie sie sich vollkommener kaum denken läßt. An der Spitze das Idealbild eines Hans Sachs in der Person von Rudolf Bockeimann. Das strahlende Evchen Maria Müllers, der schön singende Stolzing von Max Lorenz, der würdige Pogner von Josef Manow ar da, der frische' David Martin Kremers — em wahres Meistersingerensemble, höchsten Lobes würdig m jedem Betracht.
So groß die festliche Aufführung, so unmittelbar und stark das Echo des Publikums. In den Jubel des Nürnberger Volkes mischt sich die laute Begeisterung der Zuhörer. An ihrer Spitze wiederum der Reichskanzler und Dr. Goebbels. In diesem außerordentlichen künstlerischen Erlebnis spurt man die Einheit und Dichte heutiger Volksgemeinschaft voll Dankbarkeit und Zuversicht.
tzochschulnachnchten.
Der namhafte Freiburger Nationalökonom Geh. Rat Professor Dr. Gerhard von Schulze- G a e v e r n i tz beging dieser Tage den 7 0. G e - burtstag. Ein Schüler Lujo Brentanos, habilitierte er sich 1890 in Leipzig, wurde 1893 Extraordinarius und 1896 ordentlicher Professor m Freiburg, wo er ein Menschenalter lang wirkte. Von 1912 bis 1922 gehörte er dem Reichstag an. Das Lebenswerk von Schulze-Gaevernitz gilt der Erforschung der angelsächsischen Welt, ihrer Wirr- schäft und ihrer geistesgeschichtlichen Grundlagen, besonders der Gedankenwelt eines Carlyle
Der bekannte Heidelberger Krebsforscher Professor Dr. Otto Teutschlaender vollendete sein 6 0. Lebensjahr. Teutschlaender ist bera- tender Pathologe am Heidelberger Institut für experimentelle Krebsforschung und Leiter des Patho- logischen Instituts der Städt. Krankenanstalten in Mannheim. An der Heidelberger Universität hat er einen Lehrauftrag für Geschwulstpathologie.
Weges vom Erzeuger zum Verbraucher und scharfe Ueberwachung und Regelung der Preisspannen ermöglichen es, auch dem Verbraucher einen g e r e ch- t e n Preis zu sichern, ohne dem Verarbeiter und dem Zwischenhandel unbillige Opfer aufzuerlegen. Auch für den Arbeiter ist in Zukunft die Gefahr der Spekulation mit seinen Nahrungsmitteln gebannt. Im Zuge einer neuen Gesamtwirtschaftsordnung ergeben sich hieraus weitreichende Möglichkeiten für eine abschließende grundsätzliche Lösung der Lohnfrage, welche jedem neuen Klassenkampfideologen von vornherein die Basis entziehen wird.
weiter kam:
„Meine Freunde hänselten mich und lachten und pfiffen die Melodie, wo sie mich sahen. Aber als nun gar noch eine Strophe — einige Tage später — durch den Sender gesungen wurde, die sich ausgerechnet auf einen „Barbier"Angelo" bezog, da war es denn doch zuviel für mich. Ich sprang in mein Auto, legte mein Messer bereit und fuhr nach Jersey City. 350 Meilen sind das. Aber mit jeder Meile, die ich der Sendeanlage näher kam, wuchs meine Wut, mich und meinen Namen im Radio zu mißbrauchen.
Im Sendehaus stürmte ich zwei Treppen hinauf. Niemand begegnete mir. Da hörte ich aus einem Zimmer eine Stimme schallen. — Und was fang sie? Das „Angelo-Lied"! Ich sah rot und schwarz. Ich stürmte in den Senderaum. Und da stand ein Mann, der meinen Namen geschändet hatte."
Das andere erfuhren dann die Hörer akustisch. Ein klatschendes Geräusch, ein Stimmengewirr und dann die Mitteilung, wegen einer technischen Störung könne die Uebertragung des „Angelo-Liedes" im Augenblick nicht fortgesetzt werden.
Den 'Schlußakkord aber wird der Richter anschlagen ...
Ein teures Küßchen.
(—) London.
Es ist wohl kaum jemals vorgekommen, daß ein Zug wegen eines Kusses aufaehalten wurde. Und doch hat sich das kürzlich in London ereignet. Als von der Melbourne Station der Schnellzug schon aus dem Bahnhof rollte, rief eine Frau, er müsse unbedingt aufgehalten werden. Der Stationsvorsteher, der an einen sicher sehr triftigen Grund glaubte, ließ den Zug auch wirklich wieder halten. Wer beschreibt aber sein Erstaunen, als die Frau sich daraufhin seelenruhig auf den Weg machte, um an einem Abteilfenster, von einem dort stehenden Fahrgast mit einem Kuß Abschied zu nehmen. Dann drehte sie sich ebenso gelassen wieder um und dankte dem vollständig erstarrten Stationsvorsteher für seine „große Rücksichtnahme". — Dieser Extrakuß dürste sie allerdings noch eine Kleinigkeit kosten.
Ein Unglück kommt selten allein.
(—) Amsterdam.
An die Zeiten der ältesten amerikanischen „Filmkomik" erinnert eine Kette von Unfällen, die sich in der Stadt Gouda zugetragen haben: Das siebenjährige Söhnchen Fritz des Arztes van der Nagel in Gouda saß mit einem gewichtigen Jndianer- schmöker auf einer Fensterbank der im Erdgeschoß liegenden elterlichen Wohnung und las. Da fuhr ein großes Lastauto vor dem Fenster vorbei, und das Unglück wollte es, daß just vor Fritzchens Fenster mit lautem Knall ein Reifen des Wagens platzte. In jähem Schreck darüber fiel der Knirps mit dem Oberkörper durch die Scheiben des ge- ; schloffenen Fensters und riß sich dabei die Pulsader 1 der rechten Hand auf. Laut schreiend und blutend eilte das Kind in die Küche zur Mutter, die bei seinem Anblick einen Kessel mit heißem Wasser fallen ließ, den sie gerade vom Herd zum Tisch transportieren wollte. Sein kochender Inhalt ergoß sich - über den armen Hund Tyras, der nichtsahnend > unter dem Tische lag und schlief. Mit Schmerzens- > geheul sprang das Tier aus der Küche, durch den ; Flur und aus der Hintertür, vor der, so wollte es : das launische Schicksal nun einmal, auf einer Leiter ? der älteste Sohn des Hauses stand, um ein Reben- - spalier höher zu binden. Der Hund warf die Leiter : um, der junge Mann stürzte aus drei Meter Höhe : durch das Glasdach eines Gemüsetreibhauses und > fiel mit aller Wucht auf den Rücken einer Magd, die dort Gemüse für den Mittagstisch holen wollte.
ders üte daß b: ßinbe eir dem Fch; 'ht wechsel ‘ten oif wird W ia bei k 1 wieder nr.
>ie Wette Jen, wob verhältm m wird:
Jersey-Station einen neuen Song herausgebracht, der sich immer um den Namen Angelo drehte. Angelo als Tölpel, Angelo als Liebhaber, Angelo als Betrogener, Angelo hier, Angelo da.
Lassen wir Angelo selbst erzählen, wie es bann
in diesem Sommer, seinen siebzig Jahren zum Trotz mit der ihm eignen Elastizität die musikalische Leitung des „Parsifal" übernommen hat, und der Berliner Generalintendant Tietjen, der nach Sieqsrieds allzu frühem hinschciden die szenische Oberleitung der Festspiele m die Hand genommen bat Manch ebrsürchtiger Blick weilt gedankenvoll auf der mächtigen PlEe die in dem an den Hofgarten angrenzenden Teil des Wahn- sriedgartens unter den schonen alten Baumen die sterblichen Reste Richards und Cosimas deckb Ein paar Schritte weiter, auf der anderen Parkfeite abseits allem Getriebe in einer kleinen ruhigen Villa hat der F ü b r e r Wohnung genommen Schwarze Gard- sorgt dafür. daß niemand diese Zone der Stille durchbricht.
Wenn auch auf ausdrücklichen Wunsch des Kanz- l°rs d,e all- Schranken durchbrechende Begeisterung des Publikums nach Möglichkeit zuruckg - dämmt und im Theaterraum selbst mit Recht stritte Untersaat ist ganz kann er sich doch nicht den Ipon tauen Bekundungen der Verehrung und der^Dank- m^Lest^Ln^t^über^ ^ißen^ ihn er- E'ÄiVÄsSj
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7/n" di^°inem"m°d°rn-n Bildgesühl mehr entsprachen als d?e ehrwürdigen alten Dekorationen
$ " hprjpf sie denn den Wiener Bühnenbildner n f le r nach Bayreuth und übertrug ihm Alfred R o l * r naa) ) Aufgabe, das sakrale
die verantwortungsschwe^ ^^ngewand zu klei- Weihesplel „itqernähern Empfinden des Zu- kl"' -E ckt und doch die von Richard Wagschauers en sp ch f^t vorgeschriebene eigen- ner Mit e-ndeut-ger^ Jßarfifa[,, ^sdrückt. Auch we"n^man Nichten- der neuen Rollerschen Parsl-
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Durch das Reichsnährstandgesetz und die von , ausgehende Gesetzgebung zur Marktordnung wird von dem Reichsernährungsminister Darr£ in steigendem Umfange das ©9 ft em der festen Preise an Stelle der früheren schwankenden Preisbildung des freien Verkehrs eingeführt. So haben wir Festpreise für Getreide und eine umfassende staatliche Markt- und Preisregelung für Milch- und Molkereierzeugnisse, Fette, Eier, Schlachtvieh und eine Reihe einzelner weniger wich,- tiger landwirtschaftlicher Erzeugnisse.
Der feste Preis, der hierbei festgesetzt bzw. festzusetzen ist, soll ein gerechter Preis sein, d. h. er soll dem Erzeuger geben, was ihm zukommt, und er soll anderseits auch dem Verbraucher keine unbilligen Opfer zumuten. Der Preis der Nahrungsmittel wird auf diese Weise dem früheren täglichen Streit der Interessenten entrückt. Ebenso wie früher der durch die gewerkschaftliche „Vertretung" der Arbeiter erhobene Ruf nach dem billigen Brot, und sei es auch auf Kosten der Lebensfähigkeit des Bauernstandes, der marxistischen Klafsenkampfideologie entsprach, so entspricht heute
die staatliche Sorge für die Belieferung des ganzen Volkes mit eigenem Brot zu gerechtem Preis der organischen Volksauffassung des Nationalsozialismus. Wer den Klassenkampf beseitigen will, der mußte das tägliche Brot aus diesem Kampfe heraus st e l - l e ft
Das System der festen Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse entspricht durchaus den Lebensbedürfnissen des gesunden Bauernhofes. Der Bauer muß eine feste wirtschaftliche Basis haben, von der aus er mit ausreichender Sicherheit seinen Wirtschaftsplan durchführen kann. Es gab früher viele Auswege, wenn die Preisentwicklung nicht dem Voranschlag des Bauern entsprach. Insbesondere war ein solcher Ausweg der Kredit. Es versteht sich von selbst, daß in einem gewissen Umfange und zu ganz bestimmten Zwecken ein Kreditbedarf immer bestehen und gerechtfertigt sein wird. Aber niemand wird leugnen, daß dem Kredit, der nur dazu dienen soll, ein durch ungünstige Preisentwicklung entstandenes Loch im Haushalt zu stopfen, die Vermeidung dieses Kredits durch die Ausschaltung der Möglichkeit solch ungünstiger Preisentwicklung bei weitem vorzuziehen ist. Haben wir es doch in den vergangenen Jahren zu Tausenden und Abertausenden von Fällen erlebt, daß der Preiszusammenbruch den Bauern dazu zwang, Kredite zu hohen Zinsen aufzunehmen, um damit die Wirtschaft in- standzuhalten und vor allen Dingen die bestehenden hohen Zinslasten abzugleichen. So sind Tausende guter deutscher Bauern in jenen verhängnisvollen Fehlzirkel hineingeraten, an dessen Ende die Zwangsversteigerung stand, während gleichzeitig viele Millionen Mark Reichsgelder zur Stützung der Getreidepreise verwendet wurden und letztlich nur einer kleinen Clique von Getreidejuden zu- flossen. ,
Der Erbhofbauer, der vor den Gefahren einer übertriebenen Kreditaufnahme geschützt werden soll, muß mehr als jeder andere auf lange Zeit hinaus fest disponieren können. Er muß sicher \ein daß ihm der Ertrag seiner Scholle nicht durch gewissenlose Börsenspekulation entzogen wird. Die Fe st preisregelung gibt dem Bauern und Landwirt diese Ptöglichkeit. Sie gestattet daher in weitestem Maße eine Bewirtschaftung mit dem eigenen Kapital. Dies ist zugleich die gesündeste und billigste Form des Wirtschaftens.
Es ist sicher: wir stehen erst am Anfang, und da kann dieser gewaltige Bau der Neuordnung des Agrarmarktes noch nicht in allen feinen einzelnen Steinen festgefügt und richtig stehen, und hier und da gibt es noch manches zu verbessern. Doch das ist eine Frage der praktischen Erfahrung und Entwicklung. Das Fundament steht und auf ihm wird weitergebaut. Den Zweiflern und denen, die sich nach einem langen Leben unter anderen Wirt-
Oer fünfte Tag: 21. Juli.
Die englischen Flottenführer erhalten vom Ersten \ Lord der Admiralität Churchill eine geheime 1 Warnung für den bevorstehenden Kriegsfall.
Deutschland lehnt Greys Vorschlag einer Bot- 1 schasterkonserenz ab. 1
Staatssekretär von Iagow erklärt dem öfter- I reichisch-ungarischen Botschafter, daß die deutsche Regierung „sich mit in der nächsten Zeit eventuell । durch die deutsche Regierung an Oesterreich zu übermittelnden Vorschlägen Englands in keiner < Weise identifiziere, sondern entschieden gegen deren Berücksichtigung sei".
Die Antwortnote Serbiens wird bei den europäischen Kabinetten bekannt. Stimmungsum- fchwung gegen die Politik Oesterreich-Ungarns.
Grey erklärt Lichnowsky, daß, wenn Oesterreich nach Serbiens Antwort nicht Frieden mache, es „vollkommen klar sei, daß Oesterreich nur nach einem Vorwand suche, Serbien zu erdrücken und Rußlands Einfluß auf dem Balkan zu treffen. Lichnowsky teilt mit, daß er Grey „zum ersten I


