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wer Deutschland und sein Volk liebe, könne nicht neutral bleiben. 6t müsse sich eindeu- lig erklären. Der Landesbischof feierte die Verdienste des Führers, der dem deutschen Volke ein wahres Ostern gebracht habe. Der auch im Christentum heute vorherr­schende heroische Mensch lasse eine bal­dige Gesundung innerhalb des Christen- tums erhoffen. Die Kirche müsse e i n G a n z e s werden, dessen lebendiges Leben sich gegen die Erstarrung wende. Diesen Geist müh­ten sich alle zu eigen machen, auch die. die glaubten, es noch nicht zu können; diese mühten es ober lernen, sonst seien sie für die Kirche nicht tragbar.

Während der Feierlichkeiten war die Kirche von einer unzähligen Menschenmenge umsäumt die den Reichsbischof und sein Gefolge auch beim Verlassen des Gotteshauses herzlich begrüßte.

Gollvertrauen und Deraniwortungsbewußisein.

erquickenden Darlegungen seinen Hörern aus dem Herzen gesprochen hatte, bewies der starke und lang anhaltende Beifall.

Auch Landesbischof Dr. Dietrich hielt eine kurze Ansprache, in der er einen Rückblick auf seine

Wettervoraussage.

Da das Barometer allgemein angestiegen ist, hat sich die Störung über England und dem Kanal er­heblich aufgefüllt. Während über Deutschland meist südliche Winde herrschen, flieht über die britischen Inseln kältere Luft abwärts. Beim Zusammenstoß der verschiedenartigen Luftmassen werden sich Hau­fenwolken bilden, die vereinzelt auch Anlaß zu leich­teren Schauern geben dürfen. Durch ansteigenden Luftdruck kommt es aber auch zu Aufheiterung. In aufklarender Nacht werden die Temperaturen bis in Gefrierpunktsnähe zu liegen kommen.

Aussichten für Samstag: Teils wech­selnd-wolkig, teils aufheiternd, Temperaturgegen­sätze zwischen Tag und Nacht sich verschärfend, nur vereinzelt leichtere Schauer.

Aussichten für Sonntag: Meist trockenes Wetter mit nächtlichem Temperaturrückgang bis in Gefrierpunktsnähe. ,

Lufttemperaturen am 26. April: mittags 15 Grad Celsius, abends 9,6 Grad; am 27. April: morgens 9,8 Grad. Maximum 16,7 Grad, Minimum 7,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. April: abends 11,8 Grad; am 27. April: morgens 9,4 Grad Celsius. Niederschläge 1,2 mm. Sonnenschein- dauer 47k Stunden.

14jährige Pfarrertätigkeit gab. Alle die zahlreichen Menschentypen, die ihm begegnet seien, hätten das --ne gemeinsam gehabt: das Heimweh ch Gott. Dieses Heimweh müsse die Kirche stillen. Dankbar müsse das deutsche Volk zu seinem Führer aufblicken, der die echte Gemeinschaft geschaf­fen habe. Mit aller Entschiedenheit sprach sich der Landesbischof dafür aus, daß von nun an Kir­chenpolitik nur noch von der Kirchen­regierung und nicht von den Pfarrern und

B e r l i n, 26. April. (DNB.) Das Ende Februar verabschiedete Gesetz über bie gesetzlichen Feiertage sah unter Aufhebung der im vorigen Jahre ergangenen Vorschriften ausdrücklick vor, daß der 1. M a i künftig als gesetzlicher Feiertag zu gelten habe. Somit war der 1. Mai, soweit er auf einen Wochentag fiel, lohnpolitisch und rechtlich nicht anders zu behandeln, als sonstige Wochenfeiertage. Um für die ausfallende Arbeits- zeit eine allgemeine Lohnzahlungs- pflicht einzuführen, muhte daher ein beson­deres Gesetz ergehen.

Das nun erlassene Gesetz über die Lohnzahlung am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes läßt dort, wo bereits am 1. Mai Tarifordnungen ober Betriebsorbnungen ober Dienstorbnungen des öffentlichen Dienstes bie Bezahlung aus- fallenber Arbeitszeit an Wochentagen vorfehen, diese Vorschriften für den 1. Mai gelten. Wo eine solche Regelung nicht besteht, ist für bie infolge bes Feiertages ausfallenbe Ar­beitszeit ber regelmäßige Arbeitsver­bi e n st zu zahlen. Zu vergüten ist also bie Arbeitszeit, bie geleistet wäre, wenn der 1. Mai ' zum gesetzlichen Feiertag erklärt wäre.

0er Präsident der IHK. beim Reichskanzler.

Berlin, 26. April (DNB.) Reichskanzler Adolf Hitler empfing am Mittwoch den Präsidenten ber Internationalen Hanbelskammer, Fentener van ölif fingen, unb ben Ehrenpräsibenten ber Kammer unb Präsibenten ber deutschen Gruppe ber Kammer, Frowein. Präsident van Vlisfingen wies auf die Arbeiten der Internationalen Handels­kammer hin, bie einen vermehrten Waren- austauf ch zwischen ben Völkern zum Ziele hätten. Die Hanbelskammer sei hiermit bestrebt, eine Befriebigung ber Welt zu erreichen, bie wegen ber jetzt in Hebung befinblichen Methoben ber Han- delspolitik fehle. Der Reichskanzler brachte zum Ausbruck, baß allein burch friebliche Ar­beit bie Nöte ber Völker beseitigt werben könnten. Deutschlanb fei, seiner Wirtschaftsstruktm ent- sprechend, auf einen lebendigen Güter­austausch mit ber Welt bebacht.

Die Lohnzahlung am 1. Mai

Empfang im Dachaus.

LPD. Wiesbaden, 26. April. Unter starker Anteilnahme der Bevölkerung führte Reichs- bifchof Müller heute ben Landesbifchos ber Evangelischen Landeskirche Naf- s a u - H e s s e n Dr. Ernst Ludwig Dietrich feier­lich in fein Amt ein. Zu Ehren dieses Tages fand am Vorabend unter Elmendorffs Leitung im Kur­haus ein Festkonzert mit Werken von Bach, Mozart unb Besthoven statt. Der Amtsein­führung in der Marktkirche ging heute ein Empfang im Rathaus durch Oberbür­germeister Schulte voraus. Schon diesem Fest­akt wohnten überaus zahlreiche Vertreter der kirch­lichen unb weltlichen Behörden bei, so u. a. als Vertreter des Gauleiters und Reichs­statthalters Regierungsrat Reiner, als Vertreter des preußischen Kultusministers Ministerialdirektor Jäger, als Vertreter des Hessischen Staatsmini- fters Ministerialrat Ringshausen. Oberbürger­meister Schulte beglückwünschte Dr. Dietrich zu feiner Amtseinführung an der Stätte, an der so viele Jahre als Pfarrer gewirkt hat.

Der Oberbürgermeister hob hervor, baß biese vischofseinführung bie erste nach bem Zu­sammenschluß ber Lanbeskirchen Nassau, Frank­furt unb Hessen ist, ber auch auf kirch­lichem Gebiet bie TNainllnle er­folgreich überrounben habe. Auch bie neue Lanbeskirche sei roieber ein Baustein im Deutschen Reich Abolf Hitlers. Der Oberbürger­meister wies ferner auf ben schon vor Jahr­hunderten in Wiesbaden gepflegten Geist g e - genfeitiger Duldsamkeit der ver­schiedenen Bekenntnisse hin, die hier vor allem dadurch zum Ausdruck gekommen sei, daß die evangelische Bevölkerung an dem katho­lischen Fronleichnamstag und die katholische an bem evangelischen Karfreitag bie Arbeit ruhen lasse. Auch die 9 i mu l t a n s ch u l e, bie seit 1817 bie Grunblage bes nassauischen Schul­wesens ist, müsse als ein Zeichen besonberer Duldsamkeit angesehen werben.

Zum Schluß seiner Ansprache richtete der Ober­bürgermeister an den Reichsdischof die Bitte, sich als erster der Festversammlung in das Goldene Buch der Stadt einzutragen.

Reichsbischof Müller dankte für den freund- lichen (Empfang und seinen Freunden und Mit­kämpfern, die den heutigen Festtag erst ermöglich­ten. Die Wahrheit, die Christus gelehrt, sei eine ewige Wahrheit. Ihr müsse nachgefolgt werden. Alle Arbeit, die in Treue erfolge, trage ihren Se­gen in sich. Der Stadt Wiesbaden wünschte der Reichsbischof für ihre weitere Entwicklung Gottes reichsten Segen.

Oie Amtsübernahme in der Marktkirche.

Die Antrittspredigt des Landesbischofs.

DeamtenhilfszugBayern" im Dienst des 1. Mai.

Berlin, 26. April (DNB.) Zum National- feiertag des deutschen Volkes hat das Amt für Beamte den von der Beamtenschaft gestifteten Hilfs- zugBayern" zur Verfügung gestellt. Der Zug wird von seiner Heimatstation München am 30. April nach Berlin kommen unb am 1. Mai in ber Nähe des Tempelhofer Feldes aufgestellt werden. Er wird an diesem Tage rund 30 000 zu Ord­nungszwecken eingesetzte SA.- unb SS.-Männer speisen. Die Mittel für die Speisung stellt die Beamtenschaft zur Verfügung. Die Ret­tungswagen des Hilfszuges bleiben während des ganzen Tages für den Rettungsdienst einsatz­bereit. Mit dieser sozialen Tat bekennt bie Beamten­schaft aufs neue ihre unlösliche Verbundenheit mit allen Arbeitern der Stirn unb ber Faust.

Japan wünscht mit China unmittelbar zu verhandeln.

Tokio, 26. April (DNB. Reuter.) Der japa­nische Außenminister Hirota unterrichtete ben chinesischen Gesanbten in Tokio General Tschang- t s o p i n in bem Sinne, baß bie japanische Regie- rung unmittelbare Verhanblungen in ber zwischen beiden Ländern schwebenden Frage wünsche. Der Minister erklärte, daß einige Formu­lierungen ber chinesischen Aeußerung vorn 19. April zu scharf gefaßt seien. Trotzbern hoffe er, baß China mit Japan im Sinne ber aufgezeigten Politik weiter Zusammenarbeiten werbe, benn bcibe Länder seien für ben Fneben im Fernen Osten verantwortlich. Japan werbe bie Interessen ber übrigen Auslandsmächte in China berücksichti- gen und ebenso bie Selbstänbigkeit Chinas achten.

Dic Aufgabe der Kirche in unserer Zeit.

Auf einer stark besuchten Volkskundgebüng Im Paulinenschläßchen nahm Reichsblschof Mu Iler nochmals das Wort, um feinen Hörern emen rech­ten Begriff des wahren Christentums zu vermittln. Christ lein heiße nicht nur auf d.- äußerliche Ge> meinschast zu halten, [onbern i m Alltag durch die Tat beweisen, daß man Ehr,» fei. Christus müsse täglich in [einer wahren Gestalt neu lebendig werden, dann merke man welche Lebens- traft vam Heiland ausgehe. Aufgabe der Kirche f es nach der Vollendung des äußeren Baues das Innere mit lebendigem Lebenzu er­füllen Auf zwei starken Fundamenten muffe aufgebaut »erben: auf Gottver.trauen un Verantwortunasbewußtfein. Wie sehr der Reichsbischof mit feinen frischen, geradezu

Vom Rathaus zogen dann die Bischöfe und Ehrengäste unter Glockengeläut in feierlichem Zuge unter Dorantritt einer SA .-F ah ne na b te ilun g nach der festlich geschmückten Marktkirche. Der Reichsbischof übergab bem neuen Landesbifchos sein Amt mit ber Mahnung, es nicht um äußerer Ehren willen, sondern aus stärkster Verantwor­tung vor Gott und Vaterland zu fuhren. Aufgabe der Kirche und ihrer Beauftragten sei es, Wahrheit und Treue zu verteidigen unb bem Volke bie Kratt zum inneren Leben zu spenben, damit wieder Glück unb Friede in bie Herzen einkehre. Der Lanbesbischof müsse ber e r ft e Diener feiner Kirche fein. Er müsse immer Zeugnis geben von ber großen Wahrheit.

Landesbischof Dr. Dietrich übernahm fein Amt aus ben Händen des Reichsbifchofs mit dem feier­lichen Gelöbnis, es in Treue zum Bekenntnis unb im Gehorsam gegen bie kirchliche Verfassung unb bie Obrigkeit zu führen. In bem anschließenden Ge­bet empfahl Landesbischof Dr. Dietrich fein ganzes Tun ber Barmherzigkeit bes Allerhöchsten. In feiner Antrittsprebigt, ber er das Lucas-Wort Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich" zugrunde gelegt hatte, zeigte ber Landesbischof die Wege unb Ziele, die für feine Amtsführung maßgebend fein

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