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M. Jahrgang

Hr.98 Erstes Watt

Zreitag, 27. April

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Seit der Bil-

Wettrüslen verhindern.

gro-

Nur noch die Tschechoslowakei im französischen Fahrwasser.

Bei der

feiner Präsidentschaft ein. Es mar vor neun 5 am 26. April 1925, als zum erstenmal die

nicht ein Penny im Budget veranschlagt worden ist. Die nicht sehr freundlichen amerikanischen Kom­mentare zu dieser Tatsache zeigen genügend klar, daß England auch in diesem Jahre nicht daran denkt, seine volle Schuldenrate an Amerika ab­zuführen, sondern, indem es auf eine endgültige tragbare Regelung drängt, höchstens wieder eine kleineAbrüstungszahlung" leisten wird.

London, 27. April. (DNB.-Funkspruch.)Ti­mes" weist darauf hin, daß jetzt nur noch zwischen einer geregelten oder einer ungeregel­ten Aufrüstung Deutschland gewählt wer­den könne. Durch schnelles und energisches Handeln der britischen Regierung müsse ein Abrüstungsab­kommen gesichert werden, das sich auf die Vor­schläge Deutschlands gründe, da diese im wesentlichen mit denen Großbritannien und Italiens

Hai den Eindruck, daß Frankreich beabsichligl, ln Genf vorbeugende Maßnahmen gegen eine Wiederaufrüstung Deutschlands vorzuschlagen, Maßnahmen, mit denen sich Belgien nicht einverstanden erklären könne. Belgien sieht sich jetzt vor die Wahl gestellt, sich entweder einem aus Frankreichund der kleinen Entente bestehenden Block anzuschtießen oder England und Italien zu folgen. In amtlichen kreisen betont man, daß Belgien seine traditionelle Politik des Zusammengehens mit England verfolge und die gegenwärtige Politik Frankreichs nicht mitmachen werde. Belgien wolle um jeden Preis aber auch eia

Neville kannte^ wühle aber, daß keine derartige

heit um sich greifen müsse.

Die Tatsache, daß Chamberlain den Verhältnis- mäßig bescheidenen Budgetüberschuh von 29 Mil-

viel wärmer und herzlicher als in Warschau. Das habe man gleich am Wilson- Bahnhof gemerkt. Am Altstädter Ring sei dieser Eindruck noch entschieden verstärkt worden.

Dem Vater des Vaterlandes.

Hindenburg tritt in das zehnte Jahr seiner Präsidentschaft.

Generalfelümavschall von Hindenburg trat am Donnerstag, dem 26. April, in das zehnte Jahr

Tschechoslowakei liege in ihrer größeren Abhängigkeit von Frankreich in der Frage ihrer Sicherheit.

Gemeinsame Taktik für Genf.

Die Pariser Blätter

vom PragerBesuchBarthous sehr befriedigt

Paris, 27. April. (DNB. Funkspruch.) Der Empfang, den Außenminister Barthou in Prag er­halten hat, wird von der französischen Presse als bester Beweis für das gute Einver- nehmen zwischen beiden Nationen be­zeichnet, die in allen Fragen Hand in Hand gingen, so daß der Meinungsaustausch in Prag nicht der Bereinigung, sondern nur der Ver­tiefung diene. Die positiven Ergebnisse dieser Aussprache werden sich nach dem Urteil der Blät-

London, 27.April. (DNB. Funkspruch.) einer faschistischen Versammlung im Gebäude Getreidebörse von Plymouth kam es zu Zu­sammenstößen. Der faschistische Redner war Joseph Beckett, M ehemaliger Sozialist, der sich vor

Guvich in Brüssel.

Brüssel, 26. April. (DNB.) Staatssekretär $ u o i d) halle mit Außenminister Hymans eine längere Besprechung. Später wurde er vom Kö­nig empfangen. Daran schloß sich ein Besuch beim INinisterprasidenten Graf Brocqueoille. Eine vom Außenministerium ausgegebene Verlaut­barung besagt, daß der Stand der Abrü-

ßes Vergnügen bereiten.

Schlägerei in einer englischen Iaschistenversammlung.

ter anderwärts zeigen, beispielsweise i n ® e vif. Außenminister Barthou habe Benesch, so berichtet derPetit Parisien", über alle Einzelheiten der letzten Etappe der Abrüstungsfrage unterrichtet. Die gemeinsame Taktik, die Frankreich und die Tschechoslowakei beim Wiederzusammentritt des Hauptausschusses der Abrüstungskonferenz einneh- men würden, werde sich nach der Haltung gewisser Mächte in der Aussprache richten.

Der Sonderberichterstatter desMatin" behaup­tet, bereits der erste Tag habe volles Einverneh­men in folgenden Fragen gebracht: Abrüstung, Anschluß und römische Protokolle. Zur A n s ch l u ß- frage will die Berichterstatterin desOeuvre" den Eindruck gewonnen haben, daß in der Tschechoslo­wakei die Frage der etwaigen Wiedereinsetzung der Habsburger in Oesterreich nicht die gleiche Reaktion Hervorrufe wie einst.

OieTimes" fordert eine erneute britische Initiative.

Die deutschen Vorschläge eine geeignete Grundlage.

Belgien folgt dem englisch-italienischen Kurs

Keine Sympathie für die französische Abrüstungspolitik.

zu warten, um ihnen die Führung zu uber- lassen. Gelegentlich habe sich dies bewährt, aber jetzt sei die Zeit für die Aufstellung von Tabellen vor­bei. Es bedürfe der Initiative! Die fran­zösische Regierung habe es oorgezogen, die Anfrage des britischen Staatssekretärs des Aeußeren, Sir John Simon wegen der Ausführungsgarantien u n- beantwortet zu lassen. Habe die britische Re­gierung es nötig, endlos auf die Definierung der Ausführungsgarantien zu warten? Es würde viel besser sein, wenn Großbritannien die Führung übernähme. Die Punkte der deut­schen Denkschrift seien als wesentliche Bedingungen eines Abrüstungsabkommens anzusehen und die britische Regierung müßte versuchen, daß diese Punkte erreicht würden. Gleichzeitig müßte die britische Regierung Frankreich deutlich zu verstehen geben, welches das Höch st maß der Ausfüh­rungsgarantien sei, die England gewähren könne.

Honen Pfund ansetzte, hat zu verschiedenen Aus­legungen Anlaß gegeben. Die bestechendste ist die, daß die ietzt gemachten finanziellen Zugeständnisse an die Bevölkerung nur der Beginn einer schrittweisen Erleichterungsperiode sind, die ihren Höhepunkt kurz vor den Parlaments­neuwahlen im Jahre 1936 erreichen soll. Chamber­lain will noch zweiErholungshaus­halt e" einbringen können, um dann, wenn das Volk wieder an die Wahlurne gerufen wird, auf die stetig aufsteigende Kurve unter der National- regierung pochen zu können. Sicher ist, daß der jetzige finanzielle Erfolg die Stellung der Mac- donald-Regierung außerordentlich gefeftigt hat. Die stets etwa drei Jahre nach den Neuwahlen ein- setzende Krisenzeit einer englischen Regierung scheint überwunden zu sein. Es gibt aber noch eine zweite ebenfalls recht stichhaltige Auslegung dafür, war- um Chamberlain seine Gaben nicht jetzt schon frei­williger ausgeteilt hat. Man glaubt, daß die eng­lische Regierung sofort eine angemessene Summe für die Verstärkung der englischen R ü ft u n g e n zur Verfügung haben will, falls die Abrüstungskomödie endgültig durchfallen sollte. In dieser Hinsicht wird die neueste französische Note an England dem britischen Steuerzahler kein

mehreren Jahren bei einer Unterhaussihung da­durch berühmt gemacht hat, daß er das große ver­goldete Zepter, das während der ganzen Sitzung auf dem Tisch des Hauses liegt, ergriff und davon- zutragen versuchte. Fortgesetzte Unterbrechungen der Rede führten schließlich zu einer allgemeinen Schlägerei, bei der zertrümmerte Stühle als Wurfgeschosse benutzt wurden. Drei Faschisten, dar­unter eine Frau, und ein Mitglied der Zuhörer­schaft wurden schwer verletzt ins Kran­kenhaus gebracht.

Kuba fordert Auslieferung des Präsidenten Machado.

N e u y o r k, 26. April (DNB.) Die auf 23er- anlaffung der kubanischen Regierung erfolgte A u s fteUung eines Haftbefehls gegen den früheren Präsidenten von Kuba Machado wird van den Neuyorker Morgenblättern in großer Auf­machung verbreitet. Die kubanische Regierung be- schuldigt Machado, während eines politischen Zu- sammenftoßes am 7. August 1933 einen Mord begangen zu haben. Die Verhaftung Machados, der sich in der letzten Zeit in den Vereinigten ©taten aufhielt, wäre der erste Schritt zu Aus- lieferungsverhandlungen. Vorläufig ist der frühere Präsident jedoch trotz der sofort aufgenommenen umfangreichen Nachforschungen nicht aufzufin- d e n, so daß man vermutet, daß er die Vereinigten Staaten verlassen und sich n a ch Kanada be­geben hat. Die Grenze nach Kanada wird scharf überwacht. Die kubanische Regierung will die Aus­lieferung Machados von jedem Lande verlangen, das der ftühere Präsident betrete.

etwas seltsam an, daß die englische Regierung es vor kurzem noch für nötig befunden hatte, sich auf das angelegentlichste über die sicherlich sehr be­scheidene und unumgängliche Erhöhung der deut­schen Wehrhaushalte zu erkundigen. Ein weiteres Kapitel sind die englischenKriegsschul- den an Amerika, für die auch in diesem Jahre

ftungsfrage den hauptgegensiand der Bespre- chungen gebildet habe. Es verlautet weiter, daß die ! belgische Regierung ihre Haltung, die Brocqueoille in seiner letzten großen Rede umrissen hatte, nicht geändert hat und daß der Standpunkt Frank­reichs in der Abrüslungsfrage von der belgischen Regierung keineswegs geteilt wird. 2Uan |

London, 27. April. (DNB.-Funkspruch.) Zu «ms» i äää'ä "ner «»"ifter Barthou werde in Prag feststellen können,

himmelblauen Spekulationen abgeneigen Aufgabe dort viel leichter sei als Neville kannte, wußte aber daß keine der.art ge 3Bar|d)au ^on aaen Verbündeten Frankreichs Zahl herauskommen wurde. Der Schatzkanzler hatte dieTschechoslowakei jetzt der ein- den Ueberschuß für den.neuen Haushalt auf der 1« °l ber in jeöer Frage beinahe unbe- Grundlage der letzftahngen Bilanz errechnet, ja x n französischem Fahrwasser

sogar noch etwas niedriger veranschlagt. Dem letzt- Polen, Rumänien, Jugoslawien und sogar

jährigen Ueberschuß von 31 Millionen Pfund steht stimmten mit der französischen Politik hin-

jetzt em solcher von 29 Millionen gegenüber. Sichtlich Deutschlands, der Abrüstungsfrage, des

Die anfänglichetwas enttäuschten Gesichts,ber Donauproblems und Italiens nicht völlig über- Abgeordneten hellten sich zusehends auf, als Cham» ~ ----- ra.cr.v.^

beriain ohne viele Umschweife seinen Gabenkorb | *--- -- - - -__________

öffnete und nacheinander seine Geschenke austeitte, I

die beinahe jedem Engländer irgend eine Erreichte- &cr tr0m05 verfahrenen Abrüstungslage zum ersten rung bringen. Zunächst einmal werden Die von s^alc nieder erhöht hat. Es mutet daher Snowden im Jahre 1931 eingeführten Gehalts-1------hn& hi» onnlifrho Woniornnn

kürzungen um 10 bis 20 v. H., von denen u. a. sämtliche Minister, die Abgeordneten, die hohen Beamten, die Richter, Lehrer und die gesamte Wehr­macht und last not least der König selbst betroffen waren, zur Hälfte wieder aufgehoben.

Als zweites Geschenk folgte die Wiederherstel- lung der Arbeitslosenunterstützung auf ihre alte Höhe. Ein Arbeitsloser, der bisher 15 Schil­ling 3 Pence bekam, wird jetzt wieder 17 Schillinge erhalten Dann wird die bisher ungewohn ich hohe Steuer auf Kraftwagen von 1 Pfund auf 15 Schillinge je h e r a b g e s e tz t, eine Botschaft, die v?n der gesamten englischen Kraftwagenindustrie mit imnpmifditer Freude ausgenommen wurde und "n sofortiges Anziehen ihrer Aktien zur Folge hatt^ Die erfreulichste Mitteilung war aber die, daß die Einkommen st euer wieder von 5 Schillingen ke Pund^uf 4 Schillinge und 6 Pence her- un ter ne schraubt wird. Die Freude hierüber wird nur durch die Enttäuschung öerjemgeti armen Steuerzahler getrübt, die durch die Snowdensche Herabsetzung der Steuergrenze auf em Jahresgehalt von 100 Pfund (etwa 1300 Mark) in bas Steuer­system einbezogen waren unb bie also auch jetzt w ite^bezahlen müssen. Auch nach der jetzt erfolgten Verminderung ist bie birefte Besteuerung m Eng- lanb außerorbentlich hoch und liegt zum Beispiel bei den größeren Einkommen immer noch über ber höchsten Besteuerung ber Weltkriegsjahre.

y Auf der A u s g a b e n \ e i t e des englischen Bud­gets ist von besonderem Interesse die Summe von £ 95 794 000 für die englische Armee, Flotte und Luftmacht. Jedermann weiß, daß England feinen Militär haushalt in diesem Jahre angesichts

Wenn Chamberlain in seiner Haushaltsrede von großen Erwartungen" sprach, so meinte er damit in erster Linie die Hoffnung auf eine echte wirtschaftliche Erholung, die letz­ten Endes auch für England und gerade für Ena- land das ausschlaggebende Wohlfahrtsbarometer i t. Er verhehlte nicht, daß die englischen Ausfuhren von £ 405 Millionen im Jahre 1929 ziemlich genau auf die Hälfte, nämlich auf £ 203 im Jahre 1933 heruntergegangen sind. Der Schatzkanzler und jeder Engländer wissen, daß dieses Kapitel nicht von England allein, sondern in erster Linie von einer aufsteigenden Wirtschaftskurve in den anderen Staaten abhängt. Der Wunsch derTimes ist daher verständlich, daß die englische Erholung ge­nau so wie die Krise wie eine ansteckende Krank-

Die tschechisch-französische Freundschaft

Barthous Besuch in Prag.

übereinstimmten.

Das Angebot ist gut. Die deutschen Vorschläge enthalten die wesentlichen Bestandteile eines Ab­rüstungsabkommens. Die gleichen Punkte finden sich mit gelegentlich leichten Aenderungen in dem briti­schen und in dem italienischen Vorschlag." Der bel­gische Ministerpräsident habe übrigens auch vor dem Streben gewarnt, eine große Nation unbegrenzte Zeit in unbewaffnetem Zustand zu halten.

Bei aller Trefflichkeit ihrer Genfer Arbeit hätte Donauproblems und Italiens nicht völlig über- »bie britische Regierung gelegentlich den Eindruck ein. Der Grund für die größere Gefügigkeit derIerweckt, daß sie zu sehr dazu neige, auf andere

ft... . ... 3 Trinksprüche in Prag.

Hindenburgs zum Reichspräsidenten erfolgte. Es 1 r '

war ein schweres Opfer persönlicher Natur, das der Die Franzosen stellen eine wärmere Auf- Feldmarschall brachte, als er die Kandidatur an- nähme als in Warschau fest.

ÄÄÄ ^f« .P.r°S, 26. AM. W »g ster Zeit trat er fein Amt an. Er hatte es wahr- Barthou traf am Donnerstag mit dem

hastig nicht leicht. Nachdem er aber sich entfchlosien W->rjchauer Schnellzug Prag em Au dem hatte seinen Ruhesitz in qannooer zu oerlasfen. um »abnfteig muröe er von dem tlch-ch°sivw°ktsch°n die Geschicke feines Baterlandes noch einmal in die Außenminister Benesch sowie den Hand 3U nehmen, versuchte ' er auch Schritt für d - r Kleinen E n t - nt - u " d P ° > - " - -mp° Schritt und mit eiserner Energie, sich durchzusetzen sangen Tschechische Legionäre hatten auf dem Bahn und das deutsche Volk zur nationalen Geschlossen, ste'g und vor dem Bahnhof Aufstellung genommen, heit zusammenzuschweißen. Dieses Ziel erreichte er Der Präsident der Bepu ps g

in dem Augenblick, als er dem Führer der jungen Barthou tm Audtenzsaal der P^ger Be g. 4 Generation am 30. Januar 1933 das Kanzleramt A Audienz lud Präsident Maffaryk Barthou zum übertrug, und so die Garantie für die nationale JJcittaflellen ein.

Einheit schuf. Die Verdienste des Felbmarschalls und B^i dem Cfjen hielt $r- ® J $ < h

Reichspräsidenten sind jo ost gewürdigt worden, daß spräche. Das

in diesem Augenblick im einzelnen nicht einmal dertiahriger Knechtschaft in den groben Prinz p daraus Hingewielen zu werden braucht. Der Dank d-r französischen Reoolution d,e fittllchen, Grund- der Nation ist ihm für immer sicher, und die ge- '"gen seiner Auferstehung gefunden.

famte Nation beglückwünscht ihn in dem Augenblick, düng der ersten tschecho, owakischen Regierung n in dem er nun in das zehnte Jahr seiner Präsident- Baris Hobe es mkt Frankreich nicht die ger> g( fchast eintrat. Möge es ihm vergönnt fein, noch viele Me>nungsoersch,edenhe,ten gegeben Beide Lander Jahre in Gesundheit zu erleben und sich der Wieder, achteten das Eigentum, die Kultur bas ©eroiffen gebürt der deutschen Nation zu erfreuen, für die er die nationale Ehre und Wurd alltt Nachbarn. D,e längst der Vater des Vaterlandes geworden ist. Freundschaft und Bundesgenoffemchaft b ider Lan

01 _________ ö ber sei gegen niemand gerichtet. Sie hatten nur Die

Verteidigung dessen zum Ziel, was ihnen nach Ge-

Englands . *...

Erholungs-HanehaU. & ®S»S

Von unserem ständigen v. Berichterstatter. Die Zusammenarbeit beider Länder sei insbesan- «Nachdruck, auch mit Quellenangabe verboten!) bergauf die w i HWU «rj« ni ja-

Lonbon, April 1934. ßjet, roo über den Folgen ber scharfen Rivalität

Wir haben nunmehr bas erste Kapitel ber,^4 die Belange einzelner Staaten vergessen wer- ,Großen Erwartungen' aufgeschlagen." So sagte den bürsten, könne man nicht so leicht zu einer ber englische Schatzkanzler Neville Chamber- Lösung gelangen, welche alle Rechte wahren unb lain, als er seinen neuen Haushalt bem dabei die Zukunft aller Zweige ber staatlichen- Unterhaus vorlegte. Mit einem Ueberschuß von tigfeit sichern würde.

einer halben Milliarbe Mark hat England als üm 18 Uhr legte Barthou auf dem Altstädter

erstes Lanb seit Beginn ber Weltkrise emErho- am Grabe des unbekannten Sol- lungs-Bubget" zustanbegebracht, bas ber Periobe daten einen Kranz nieder. Trotz strömenden Re­ber Gehaltskürzungen unb Misere-Maßnahmen, bie gcns hatte sich neben einer Ehrenkompanie eine durch ben Snowbenschen Nothaushalt im Jahre -ahlreiche Menge eingefunben. Barthou feierte das 1931 unb bas Abgehen Englands vom Goldstandard Andenken der tschechischen Gefallenen. Sodann be« eingeleitet worben war, ein Enbe bereitet Schon sichtigte Barthou bas vor dem Rathaus aufgestellte als die Nachricht kam, daß das Finanzjahr 1933/34 Denkmal eines gefallenen tschechischen Legionärs, zum ersten Male seit lanaer Zeit mit einem nicht das demnächst in Paris aufgestellt werden wird, unbeträchtlichen Ueberschuß endigte, horchte gin Herr aus ber Begleitung Barthous äußerte zu jeder Engländer auf. Nach den endlosen Schwätze- Journalisten, der Empfang Barthous in Prag sei reien über Rüstung oder Abrüstung war hier end- ' v -

lich wieder einmal etwas, was jeden Bewohner Großbritanniens bis zum kleinsten Mann auf der Straße praktisch und fühlbar anging.

Die Sparpolitik der Regierung, die Anleihe-Kon­vertierungen, die Zollpolitik und nicht zuletzt das Auftauchen des berühmten wirtschaftlichen Silber- streifens hatten also anscheinend einen klingenden Erfolg gezeitigt. Ueberschwengliche Optimisten rech­neten sich hastig aus, daß Chamberlain für das nächste Jahr gleich einen Ueberschuß von annähernd _____ ««« marha TOor hon ornfton