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Oberheffen.

Eine Mahnung des Gchotiener Kreisdirektors.

* Schotten, 26. März. Der Leiter des Kreis­amts Schotten, Kreisdirektor Zürtz, veröffentlicht folgende amtliche Mitteilung:

In meinem Amtsbereich, dem Kreise Schotten, werden vielerorts persönliche Unstimmigkeiten und Feindschaften dazu benutzt, um gegen in irgend einem Amt befindliche Volksgenossen mündlich und schriftlich Anschuldigungen und sogar Verleumdun­gen vorzubringen. Es artet dieses stellenweise zu einer geradezu verantwortungslosen Hetze und Ehr­abschneidung aus.

Selbstverständlich werde ich alle mit einem öffent­lichen Amt Beauftragte zur Rechenschaft ziehen, wenn dieselben gegen ihre Amtspflichten verstoßen oder sich im Hinblick auf ihr Amt ungehörig be­nehmen. Auf der anderen Seite werde ich aber im Interesse der Allgemeinheit in Zukunft gegen Hetzer, Verleumder und Unruhestifter mit allen mir zu Ge­bote stehenden Mitteln vorgehen.

In diesem Zusammenhang weise ich noch darauf hin, daß Zuschriften ohne oder mit unleserlicher Unterschrift von mir grundsätzlich nicht beachtet werden."

Kundgebung derAS-HagoinGchotten.

cx) Schotten, 24. März. Handwerk und Ge­werbe des Kreises Schotten hielten hier eine große Kundgebung ab. Ein stattlicher Zug stellte sich am Kreisamt auf und zog unter Begleitung der Sturm­kapelle nach der Turnhalle, die bald bis auf den letzten Platz gefüllt war. Nach einigen musikalischen Vorträgen und Einmarsch der Jnnungsfahnen be­grüßte der Kreisamtsleiter der NS.-Hago N d u - mann (Schotten) die Versammlung.

Das erste Referat erstattete Ptz. Dr. Reif, Syndikus der Handwerkskammer. Die große Pro­pagandaaktion, die überall im Reich stattfinde, solle das Handwerk zu besten Leistungen und das Publi­kum zum Kauf und Abnahme gewerblicher Erzeug­nisse anregen. Keine Preistreibereien dürften statt­finden. Eine große Schlacht gegen die Arbeitslosig­keit habe der Führer eingeleitet, auf dessen Münch­ner Rede der Referent näher einging. Die neuen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung würden auch für das Gewerbe und Handwerk sehr befruchtend wirken. Weitere zwei Millionen deut­scher Volksgenossen würden wieder in Arbeit und Verdienst kommen. Eine wesentliche Erleichterung werde auch die neue Reichssteuerreform bringen. Klare, einfache Steuerverhältnisse würden geschaffen unter Wegfall der Landessteüer. Näher ging der Redner auf die sog.Treubau" ein, die neue Organisation, die für die Schaffung von neuen Wohnbauten, Siedlungshäusern und für deren Finanzierung sorge. Ein echter, deutscher Baustil werde damit auch wieder geschaffen. Die Ichsucht und der Krämergeist müßten verschwinden.

Kreisleiter Kromm überbrachte die Grüße der politischen Leitung. Das Gesamtinteresse der Nation sei entscheidend, nicht das Sonderwohl eines einzel­nen Standes. Wie der Volksgenosse arbeit, nicht was er schaffe, darauf komme es an. Jeder, der etwas Ordentliches im neuen Staat leiste, sei will­kommen. Der Steuerzahler dürfe nun auch den Staat nicht im Stich lassen, der Staat erwarte, daß man auch an ihn denke.

Danach sprach Pg. Kleemann (Leun). Ein furchtbares Erbe habe die neue Regierung ange- treten. Nichts sei falscher als das Wort:Die Wirt­schaft ist das Schicksal des Staates". Die größte revolutionäre Tat aller Zeiten sei die Beseitigung der Arbeitslosigkeit aus eigner deutscher Kraft, ohne Auslandshilfe und Anleihen. Wir führen damit

einen heiligen Kampf für die Zukunft unserer Nation, für das Leben derer, die nach uns kommen. Ein organischer Aufbau finde statt, bei dem jedes Glied in das Volk sich einbauen müsse. Alle haben das Recht zu leben und zu arbeiten, das größte Verbrechen bedeute es, wenn man die Leute ver­hindere, zu arbeiten. Das Eigentum ist als Er­gebnis der schaffenden Kraft sittlich gerechtferttgt und wird geschützt. Die einenden Kräfte des Volkes müssen geweckt werden. Hierin liegt insbesondere die Großtat des Führers. Große Völker sind einst nicht durch wirtschaftliche Fragen zu Grunde ge­gangen, sondern durch ein Sterben ihrer tragenden Kräfte. Das Volk vergreise, wenn nicht dem Ge­burtenrückgang gesteuert wird. Die Stärke und Zukunft unseres Volkes liegt in unserer Volks­gemeinschaft und Ehre.

Reichster Beifall wurde den Rednern gezollt. Nach einem' Sieg-Heil auf unser Volk und den Führer und dem Gesang der Weihelieder wurde die Kundgebung geschlossen.

VftiiouTie (Yretzen.

* Wieseck , 26. März. In würdiger Weise ver­anstaltete der hiesige Turnverein 1862 am Samstag im Saalbau Braun eine Feier zu Ehren der in diesem Jahre aus der Schule entlassenen, dem Verein angehörenden Jugend. Das recht gut gewählte sportliche Programm wurde ausschließlich von Schülern und Schülerinnen des Vereins aus­geführt. Die zahlreichen Besucher folgten mit großem Interesse den vorzüglichen Darbietungen. Die Ein­leitung des Abends brachte den Aufmarsch einer stattlichen Zahl von Schülern und Schülerinnen, die durch den gemeinsamen Gesang des LiedesO Deutschland hoch in (Ehreri" unb einen passenden Sprechchor erfreuten. Auch die Gesangsabteilung wartete mit zwei schön voraetragenen Liedern auf. Alsdann folgten in bunter Reihe Singspiele, Stab­übungen, Freiübungen, Tanzreigen, Schwung- und Hüpsübungen, Turnen am Stützbarren und Stütz­reck, sowie weitere Sing- und Tanzspiele. Das Tanz­spiel mit dem dargestellten Wetterhäuschen löste viel Freude aus. Alle Aufführungen, bei denen Schüler und Schülerinnen von den jüngsten Jahrgängen an ihr Können zeigten, wurden mit großem Beifall ausgenommen. Besondere Anerkennung gebührt den Turnwarten für ihre mühevolle, aufopfernde Arbeit, die das Gelingen des Abends gewährleistete. Be­sonders würdig gestaltete sich die Begrüßung durch den Dereinsführer Daupert mit der anschließen­den Ehrung der Schulentlassenen. Er wies u. a. auf die Bedeutuna des Tages hin, an dem die jetzt der Schule Entlassenen von ihren früheren Mitturnern scheiden müßten, um in eine höhere Altersklasse ein- aereiht zu werden. Ein entscheidender Abschnitt des Lebens beginne nun durch die Erlernung eines Be­rufes. Er ermahnte, auch fernerhin dem Turnsport die Treue zu bewahren, um im neuen Reich Kämp­fer zu sein und durch Selbstbildung der Gesundheit unserem Volke und dem deutschen Vaterland zu dienen. Als Erinnerung an die Turnbrüüer und -schwestern der Schuhzeit wurde jedem einzelnen der Schulentlassenen ein Diplom mit Photographie und Widmung überreicht. Mit dem gemeinsam gesunge­nen LiedeTurner auf zum Streite" wurde die harmonisch verlaufene Feier beendet.

wg. Großen-Buseck, 26. März. Dieser Tage fand hier im Saale von Heinrich Brück unter Lei­tung des Beigeordneten Heinrich Wagner eine Bauernversammlung statt. Im Mittelpunkt der Erörterungen stand die Kleefrage. Durch die Uebergäbe der neu eingeteilten Grundstücke im kom­menden Herbst (Feldbereinigung) ist kein Bauer in der Lage, seine Kleeäcker bestellen zu können, weil er nicht weiß, wohin er mit seinen Grundstücken zu liegen kämmt. Diese Frage wurde besprochen, zu einem Ergebnis konnte man indessen nicht kom-

men. Im weiteren Verlaufe des Abends beschäftigte man sich noch mit verschiedenen anderen Fragen der Feldbereinigung. Im Anschluß daran sprach Altbürgermeister Gans über Wildschäden in der hiesigen Gemarkung. Im Schulhause aus dem Tal fand dieser Tage eine Ausstellung der Handarbeiten und der Ergebnisse aus dem Kochkursus an der hiesigen Volks- und an der Fortbildungsschule der Mädchen statt. Die Ausstel­lung bewies, daß die Mädchen unter der Anleitung von Lehrerin Frau Schneider sehr viel gelernt haben.

<£ Lollar, 26. März. Am Samstag nachmit­tag feierte die Kückengrupp« der NS. - Frauenschaft Lollar im Garten des Adolf- Hitler-Haujes die Ankunft des Frühlings und des sehnsüchtig erwarteten Osterhasen. Nette kindliche Spiele erfreuten die Besucher. Auch altdeutsche Volkstänze brachten die Kleinen recht schön dar. Mit großer Freude nahmen sie zum Schluß im Adolf-Hitler-Haus von österlich geschmückten Tafeln ein kleines Ostergeschenk in Form eine Häschens mit süßem Inhalt entgegen. Freudig bewegt empfingen gestern Nachmittag die Kleinsten der Ge­meinde im Hofe der K l e i n - K i n d e r s ch u l e die Gabe des Osterhasen. All? Besucher ergötzten sich an den drolligen Spielen der Kinder. Zum Dank durfte sich jedes ein niedliches Körbchen mit reich­lichem Inhalt vom Moosteppich in der Spielhalle holen.

* Heuchelheim, 26. März. Am Samstag hielt der Turnverein seine Frühjahrshauptverfamm- lung ab. Der Vorsitzende Otto Rinn gedachte zuerst des auch in Heuchelheim bekannten verstorbenen Tur­ners Rektor Kling-Gießen, der in diesen Tagen plötzlich aus den Reihen der Turner gerissen wurde. Er gab dann einen Bericht über den letzten Gautag im Hessengau und nahm die Gelegenheit wahr, auf die hohe Bedeutung der Deutschen Tur­nerschaft auch in der neuen Zeit hinzuweisen. Er­gänzt wurden seine Ausführungen durch den Dieb wart A. Rinn. Aus den Besprechungen ist noch hervorzuheben, daß am 6. Mai die diesjährige Frühjahrswanderung stattfinden soll.

00 Klein-Linden, 25. März. Die Schüler der Oberklasse der hiesigen Volksschule und ihr Lehrer hatten für den Freitag abend Eltern und Freunde der Schule zu einer Schulentlas­sungsfeier im neuen Schulhaus eingeladen. Das Programm des Abends war in drei Teile ge­gliedert:Das Kind und Gott",Das Kind und seine Heimat",Das Kind und sein Vaterland". Der Klas­senführer, Lehrer Möller, sprach zu den ein- zenen Teilen erläuternde Worte, die Kinder' boten mehrstimmige Chöre, passende Gedichte, kurze Laien­spiele- und eindrucksvolle Sprechchöre dar. Die schön verlaufene Feierstunde klang mit dem Sprechchor, dem Rütlischwur aus SchillersWilhelm Tell", aus. Einer Ausstellung von Zeichnungen der zur Ent­lassung kommenden Schüler und Schülerinnen wurde von den Eltern das größte Interesse entgegen­gebracht.

Y Großen-Linden, 26. März. In der jüng­sten Gemeinderatssitzung wurde die Rech­nungsablage genehmigt. Die allgemeine Steuersen­kung wurde nach folgenden Sätzen neu geregelt: Sondergebäudesteuer bleibt: Gelände- und Bauplätze von 34 auf 30,3 Prozent; Land-, Forst- und Grund­besitz von 47 auf 44,1 Prozent; Gewerbekapital von 74,8 auf 70,4 Prozent: Gewerbeertrag von 28,6 auf 26,7 Prozent. Die S ch u l e i n w e i h u n g wurde auf den 15. April festgesetzt.

Y Großen-Linden, 26. März. Die hiesige Volksschule hatte für den vergangenen Sams­tag zu ihrem Unterhaltungsabend, verbunden mit der Entlassungsfeier der Konfirmanden, in den Saal des Gastwirts Ludw. Faber eingeladen Zahlreich hatten sich die Eltern und Freunde der Schule eingefunden, so daß der große Saal voll be­setzt war. Der Schülerchor der Oberklasse unter Lei­tung von Lehrer Reinheimer eröffnete mit

einem Lied die Feier. Lehrer Reinheimer, der Leiter der Ob er Haffe, begrüßte die Gäste. Für die Musik sorgte eine aus Schülern der Volksschule zu- fammengefteUte Kapelle,die reichen Beifall erntete. Unter Leitung von Lehrer Reinheimer und Frl. Müller folgten dann turnerische Darbietun­gen, Reigen und Spiele. Drei kurze Theaterstückchen der Oberklasse hielten die Zuhörer in Spannung. In bunter Reihenfolge wechselten bann Chöre, Ge­dichte, Zwiegespräche und Vorträge miteinander ab. Insbesondere sollten den nun in einen neuen Le­bensabschnitt eintretenden Konfirmanden die Ideen unseres Führers über das Handwerk und den Adel der Arbeit vermittelt werden. Als Leiter der hie­sigen Schule sprach Pg. Rektor Siegfried zu den scheidenden Konfirmanden. In eindringlichen Wor­ten mahnte er sie, die guten Keime, die in der Schulzeit in sie gelegt worden sind, zu bewahren und sich nicht beirren zu lassen. Streben und arbeiten sollten sie, so wie der Führer, der sich aus niedriger Stellung emporgearbeitet habe, denn Wissen sei Macht und ohne Fleiß keinen Preis. In seiner Schlußansprache gedachte der Schulleiter, Rektor Siegfried, des nun in den Ruhestand tretenden Lehrers Römer und überbrachte ihm die besten Wünsche der Schule für sein ferneres Leben. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf Reich und Führer und mit dem Gesang des Horst-Wessel, sowie des Deutschlandliedes fand die wohlgelungene Veranstal­tung ihren Abschluß. Die Zahl der Konfirmanden beträgt in diesem Jahre 65, 39 Mädchen und 26 Knaben.

* A l l e n d o r f (Lahn), 26. März. Am Sams­tag bezog unser Storch sein hiesiges Nest. Noch am gleichen Tage hielt auch das Weibchen seinen Einzug.

* Watzenborn-Steinberg, 26. März. Arn Samstag, den 24. im Lenzing, veranstaltete die BDM. - Mädelschar Watzenborn- Steinberg einen Werbeabend im Saale Zum goldnen Stern". Nach der Begrüßungs­ansprache, in der die Führerin die Arbeit des Bundes Deutscher Mädel schilderte, wickelte sich das Programm in bunter Folge ab unter den drei Gesichtspunkten: BDM.-Kulturarbeit, BDM.-Singen und BDM.-Handarbeit. Zur Vorführung gelangten Lieder, Gedichtvorträge, Theoretisches und Prak­tisches über Gymnastik, ein kurzes Kapitel Aus­landsdeutschtum und ein auf der Bühne dargestellter Heimabend, in dem das ThemaVolk und Rasse" behandelt wurde. Den Abschluß bildete eine Ver­losung von Handarbeiten, die die Mädels selbst an­gefertigt hatten. Alle Darbietungen wurden mit lebhaftem Beifall belohnt, und befriedigt gingen die Zuschauer nach Hause.

> Holzheim, 26. März. Die Landwirt­schaft hat auch hier durch den starken Frost großen Schaden erlitten, besonders der Weizen ist nahezu vollständig ausgewintert. Die Bezugs- u n b Absatzgenossenschaft Holzheim hat daher eine große Sendung Sommerweizen be­zogen, so daß jeder Landwirt seinen Ausfall an Winterfrucht durch Sommerweizen ersetzen kann.

öp Lich, 26. März. Der hiesige Verkehrs- verein hat im Einvernehmen mit der Stadt­verwaltung einen Raum der landwirtschaftlichen Winterschule am Obertor übernommen, um ihn zu einem Heimatmuseum auszugestalten. Unser langjähriger Lehrer Schneider, der beste Kenner der Geschichte unserer Stadt, hat sein gesammeltes Material dem neuen Museum zur Verfügung ge­stellt. Es ist damit zu rechnen, daß auch aus der Einwohnerschaft dem Unternehmen das größte Interesse entgegengebracht wird und die für einzelne Familien scheinbar wertlosen Zeugen der Ver­gangenheit dem Museum überlassen werden.

)( L i ch, 26. März. Die Evangelische Ge­meinde veranstaltete dieser Tage unter Mitwir­kung des Posaunenchors abermals einen Gemeinde­abend, der dem' Gustav-Adolf-Verein und seiner Arbeit gewidmet war.Nach einem Eingangswort

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